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Sport-Nachrichten

#BärenkommenausdemZoo 

Dieser „Hashtag" sorgte bei den Bären für ein wenig Verärgerung

Im ungewohnten Dress

Ketsch. Direkt nach dem Hinspiel Erfolg postete der TS Herzogenaurach #BärenindenZOO, zusammen mit einer entsprechenden Siegerpose. Dieser auf neudeutsch „Hashtag" sorgte bei den Bären für ein wenig Verärgerung. Doch heute konnten die Bären aus dem ZOO ausbrechen und krallten sich den TS Herzogenaurach. Beim 26:23 (11:13) Erfolg zeigten die KURPFALZ BÄREN, wie man mit einer famosen Einstellung und mit einem unglaublichen Willen beide Punkte aus Herzogenaurach entführen kann. Direkt nach dem Spiel fragten sich die Spielerinnen der Gastgeber, wieso unsere Junioren so agierten, als ob sie bereits vorher wüssten, was Herzogenaurach machen wollte. Das kam wohl daher, dass Trainer Adrian Fuladdjusch mindestens 10 Stunden gegnerische Videos studiert hatte. Man konnte dies auch an seinen unterlaufenen, geradezu viereckigen Augen erkennen.

Herzogenaurach begann die Partie scheinbar gut gerüstet und erwartete eine offensive „Bären-Abwehr". Doch niemand von den Junioren trat den Hausherren entgegen, die gesamte Abwehr bewegte sich lediglich am eigenen Kreis. Die Gastgeber waren sichtlich überrumpelt worden und lagen nach 10 Minuten bereits 2:7 zurück. Auf alles, was sie im Angriff versuchten, hatte Ketsch eine entsprechende Antwort. Während die Bären einen Konter nach dem anderen erfolgreich abschlossen, stand die eigene Abwehr felsenfest. Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die fränkischen Gastgeber etwas besser auf die BÄREN-Abwehr einstellen. Zudem kam noch, dass sich Katrin Rüttinger nach einem Zusammenprall am Knöchel verletzte und Katja Heinzmann ins Ketscher Gehäuse rückte, aber genauso gut den Kasten sauber hielt. Einige Unkonzentriertheiten auf Seiten der Gäste aus der Kurpfalz brachte den TS Herzogenaurach besser ins Spiel und mit einem 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

Die letzten Minuten vor der Halbzeit ließen die Hausherrinnen optimistisch in die zweite Hälfte gehen, aber nach nur wenigen Minuten zogen die Bären wieder auf 14:19 davon. In der 45. Minute musste Lara Eckhardt nach ihrer dritten Zeitstrafe vorzeitig „zum Duschen", doch auch darauf hatten die Junioren eine Antwort: Elena Fabritz ging auf die Mitte und Julia Löbich sprang für Lara auf der linken Rückraumposition in die Bresche. Die Gäste ließen nicht nach und fünf Minuten vor Spielende war beim 20:25 alles entschieden. In den letzten Minuten wurde das Lächeln auf den Ketscher Gesichtern immer größer und nach dem 23:26 sind die Bären mittlerweile aus den letzten 7 Spielen 6-mal ungeschlagen.

Wie sagte schon Hannibal aus dem A-Team: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert! Die Mannschaft hat heute in Abwehr und Angriff 1:1 das umgesetzt, was das Trainerteam vorbereitet und im Spiel gesagt hat. Dazu haben wir sie mit den Fans im Rücken emotional „gefressen", so heiß waren die Junioren heute", kommentierte Trainer Fuladdjusch den unerwarteten Erfolg in Herzogenaurach, bevor er sich für die Heimfahrt kostümierte, stand doch das Motto "Hippies und 70er Jahre" für die Rückfahrt auf dem Programm.

Die Junioren spielten mit Katrin Rüttinger und Katja Heinzmann im Tor
Anna Widmaier, Theresa Köhler 5/1, Julia Löbich 1, Anastasija Klacar, Saskia Puhr,
Pia Büßecker 1, Lea Marmodee 4, Elena Fabritz 5, Ina Bühl 2, Rebecca Berg 1, Lara Eckhardt 7/2, Lea Vay

Text und Bild: Wolfgang Schwan


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