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LBZ Rheinland-Pfalz

Nach Stationen in der Eifel, Koblenz und Berlin

Das Landesbibliothekszentrum und die Benediktinerabtei Maria Laach präsentieren ihre erfolgreiche Luther-Ausstellung jetzt in Speyer

Die historische Jesuitenbibliothek der Abtei Maria Laach (Foto: h & d zielske)

Speyer. Der „Reformkatholik" Luther bleibt im Gespräch   

Das Reformationsjahr 2017 ist vorüber, doch die Diskussion ist nicht zu Ende: War Martin Luther der „Kirchenspalter" oder der „Kirchengründer"? Dieser entscheidenden Frage gehen die Initiatoren der Ausstellung „Luther in Laach" anhand einzigartiger wertvoller historischer Bücher und Exponate aus der Bibliothek der Benediktinerabtei Maria Laach nach und suchen Antworten jenseits dieser konfessionellen Klischees. Bei ihrer Zusammenarbeit haben das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) und die Abtei Maria Laach Quellen zusammengetragen, die die Debatte befeuern: Denn sie zeigen Luther als „Reformkatholiken", der innerhalb der katholischen Kirche wirken wollte. Nach dem großen Erfolg der Präsentation 2017 in der Jesuitenbibliothek von Maria Laach, im Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek in Koblenz und in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin kommt die Ausstellung im Februar in die Pfälzische Landesbibliothek nach Speyer.

Die Eröffnung findet am Dienstag, 20. Februar 2018 um 19 Uhr im Landesbibliothekszentrum / Pfälzische Landesbibliothek statt. Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, Dr. Annette Gerlach, folgen Grußworte zahlreicher Ehrengäste, darunter Prof. Dr. Gerhard Robbers (Reformationsbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz), Dr. Michael Gärtner (Stellvertreter des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz) und Generalvikar Dr. Franz Jung. Die Einführung in die Ausstellung werden der Ausstellungskurator Pater Dr. Augustinus Sander OSB und Dr. Annette Gerlach übernehmen. Klaus Theis umrahmt die Veranstaltung auf der Laute mit Musik der Lutherzeit. Die Ausstellung ist vom 21. Februar bis 27. März 2018 für das interessierte Publikum Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbroschüre „Luther in Laach" erschienen. Die Audiodateien zur Ausstellung sind auf der Homepage des Landesbibliothekszentrums zu finden (http://tiny.cc/luther-in-laach)

„Luther in Laach" will die Ursprungs- und Wirkungsgeschichte der Wittenberger Reformbewegung veranschaulichen: In der Diskussion gewinnt die Betrachtung von Luthers reformkatholischen Ansätzen in der Erinnerung an die Ereignisse vor 500 Jahren dabei mehr Raum als bisher. Luther kam aus dem theologischen Diskurs seiner Zeit und kannte die Kirchenväter, von denen er zentrale Impulse übernahm (z.B. die Gnadentheologie von Augustinus oder die Kreuzestheologie von Bernhard von Clairvaux) und stand in der kirchlichen Tradition nie abseits oder außerhalb der Kirche. Zudem muss mehr als früher beachtet werden, das Luther immerhin 20 Jahre seines Lebens Ordensmann war und dieser Einfluss zeitlebens prägend blieb.

Die von der Abtei Maria Laach und dem LBZ erarbeitete Ausstellung zeigt dies eindrucksvoll, in dem sie zwei Fragen nachgeht: „Woher hatte Luther das, was er sagt?" und „Was wurde aus dem, was Luther gesagt hat"?

„Luther in Laach" zeigt, dass es zwar (notwendige) Reformen und Aufbrüche gab, aber keine „systemsprengenden" Brüche. Grundmotiv der Ausstellung ist der „Dialog", den Luther mit der Bibel und den Kirchenvätern führte, der in der Nachwirkung dann aber auch im streitbaren konfessionellen Diskurs bis hin zum verweigerten Miteinander endete. Erst in den letzten Jahrzehnten sind mit der ökumenischen Debatte neue Wege beschritten worden.

Thema der Veranstaltung: Ausstellung „Luther in Laach"

Termin: Die Ausstellung ist im Landesbibliothekszentrum / Pfälzische Landesbibliothek (Otto-Mayer-Str. 9, 67346 Speyer) vom 21. Februar bis 27. März 2018 Montag bis Freitag von 9 bis18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr zu sehen.

Eröffnung: Dienstag, 20 Februar 19 Uhr

Um Anmeldung zur Eröffnungsveranstaltung wird gebeten: Tel.:06232/9006-243

E-Mail: stl.plb(at)nospamlbz-rlp.de

Der Eintritt ist frei.

Text : LANDESBIBLIOTHEKSZENTRUM RHEINLAND-PFALZ

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