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Ausstellungen

Körperwelten – Anatomie des Glücks

Dem Glück auf der Spur! Die große Liebe, ein sorgenfreies Leben, wahre Freundschaft ... Alle Menschen streben nach Glück. Aber wo wohnt das Glück?

Konzipiert wurde diese Ausstellung von Dr. med. Angelina Whalley

Andreas Schiemer von Heidelberg Marketing

Der Eigentümer des denkmalgeschützten alten Bades, Hans-Jörg Kraus

Wolfgang Kummer ist Professor und stellvertretender Direktor am Institut für Anatomie und Zellbiologie an der Universität Gießen.

Für Gunther von Hagens ist es eine Herzensangelegenheit, in Heidelberg eine Dauerausstellung zu haben.

bk.Heidelberg. Über vierzig Jahre hat es gedauert, bis der große Wunsch des Anatomen Gunther von Hagens in Erfüllung ging – im ehemaligen „Alten Hallenbad“ in Heidelberg bekommen seine Plastinate eine Heimat. Konzipiert wurde diese Ausstellung von Dr. med. Angelina Whalley, die seit 1992 mit Prof. Dr. med. Gunther von Hagens verheiratet ist und für alle bisherigen Ausstellungen von Plastinaten verantwortlich zeichnet. Sie betonte, mit welch großer Freude sie zurück zu den Anfängen kamen und wie herzlich Heidelberg sie willkommen geheißen hat.

Andreas Schiemer von Heidelberg Marketing betonte, daß die Stadt es sich nicht einfach gemacht hat mit der Zusage. Allen sei bewusst gewesen, daß es Pro und Contra gibt und wichtig wäre ihm vor allen Dingen, daß die Exponate in keiner Weise erniedrigend seien. Es wäre schwierig gewesen, für die schönen Räume im Alten Hallenbad eine passende Verwendung zu finden und das sei nun gelungen. Die Körperwelten Ausstellung werde in Zukunft auch in die städtischen Gästeführungen aufgenommen.

Der Eigentümer des denkmalgeschützten alten Bades, Hans-Jörg Kraus, hatte den Jugendstilbau 2008 von der Stadt erworben und aufwendig saniert. So ist unter Glas noch der alte Beckenrand erhalten und man kann lesen: „Bitte nicht vom Beckenrand springen.“ Im Obergeschoß ist ein wunderbares Mosaik zu bestaunen. Insgesamt stehen im ehemaligen Männerbad 10.000 qm zur Verfügung. Für Hans-Jörg Kraus sein es die dritte und hoffentlich letzte Eröffnung in vier Jahren. Er habe viel Herzblut und Geld in die Restaurierung gesteckt  und freut sich auf die nächsten Jahrzehnte mit den Körperwelten. „Zwischen uns hat es sofort gepasst“, sagte er zum Abschluß seiner Rede.

Auch Gunther von Hagens, der schwer an Parkinson erkrankt ist, ließ es sich nicht nehmen, einige Worte zu sprechen. Für ihn sei es eine Herzensangelegenheit, in Heidelberg eine Dauerausstellung zu haben. Hier hatte er studiert und erste Versuche im Bereich der Plastination durchgeführt. Sein erster Versuch war eine Niere, die leider kohlrabenschwarz wurde – niemand wollte sie sehen; aber sein Ehrgeiz war geweckt und nach zwanzig Jahren konnte er durch stetige Weiterentwicklung den ersten kompletten Körper präsentieren. Das Geheimnis seines Erfolges bestand darin, niemals aufzugeben. Auch die Aussagen “Das Beste ist des Guten Feind“ und „Lass Dich nicht beirren“ prägten sein Leben.

45 Millionen Menschen haben die Körperwelten-Ausstellungen weltweit bisher besucht. Sie bietet für medizinische Laien die Möglichkeit, sich der eigenen Leiblichkeit bewusst zu werden. Verblüffend sei die beinahe sakrale Stille, die in den Ausstellungen herrsche. Die Exponate berühren die Herzen der Menschen und öffnen ihnen die Augen dafür, daß die Pflege des Körpers ihre ureigenste Aufgabe ist. Sie finden in der Ausstellung Erkenntnisse für das eigene Leben. 17.000 Menschen haben sich bisher als Körperspender registrieren lassen und etwa 2.000 Menschen konnten ihre Spende realisieren.

Die Meinung der Redaktion: Bei unserem Rundgang konnten wir weder ein ungutes Gefühl noch einen eiskalten Schauer beim Anblick der Ausstellungsstücke und Großexponate verspüren. Das Gegenteil war der Fall. Seinen eigenen Körper indirekt von Innen zu sehen, zu erkennen, wo und wie Nerven, Muskel, Sehnen oder Blutbahnen verlaufen, hat uns fasziniert. Sicherlich kann eine solche Ausstellung sehr unterschiedlich bewertet, be- oder verurteilt werden, wobei ein vorurteilsfreier Besuch auch zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen könnte.  Foto: pem 

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Öffnungszeiten

Montag – Freitag

9–18 Uhr (letzer Einlass 17 Uhr)

Samstag – Sonntag

10–18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)

Geschlossen

24. Dezember & 1. Januar

Einzeltickets

Erwachsene 17.00 €

Kinder & Jugendliche (7-18 Jahre) 11.00 €

Studenten & Ermäßigte Personen* 14.00 €

Gruppenpreise (ab 10 Personen)

Erwachsene 14.00 €

Kinder & Jugendliche (7-18 Jahre) 10.00 €

Studenten & Ermäßigte Personen* 12.00 €

Schüler im Klassenverband 9.00 €

Familienticket

2 Erw. + 2 Kinder / 1 Erw. + 3 Kinder 42.00 €

Audio Guide

Audioguide 3.50 €

 

Specials

Schulen
Tickets für Schulklassen können unter Tel. 069 407662 522 reserviert werden.
Lehrer und Referendare erhalten bei Nachweis ihre Eintrittskarte direkt an der Kasse.

2for1: Montag = Studententag

Montags erhalten Studenten gegen Vorlage ihrer Studentenausweise an der Tageskasse zwei Tickets zum Preis von einem: 14.00 €

Audio Guide

Zuhören und Lernen! Mit der Hörführung können Sie Ihren Ausstellungsbesuch individuell gestalten. Die Führung ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar und dauert ca. zwei Stunden. 

http://koerperwelten.de/ausstellung/heidelberg/