Skip to main content

Nachrichten aus Hockenheim

Erster „Interkultureller Lese-Nachmittag" in der Zehntscheune

Der erste „Interkulturelle Lese-Nachmittag“ in der Zehntscheune Hockenheim

Hockenheim. Verständnis und Interesse für die verschiedenen Kulturen zu schaffen, die in Hockenheim zusammen leben, zu zeigen, wie bunt und vielfältig unsere Gesellschaft ist – dies ist der Wunsch der Interkulturellen Gruppe, die sich unter dem Dach der Lokalen Agenda angesiedelt hat. Wie lässt sich dieses hohe Ziel vor Ort umsetzen? Zunächst einmal gehen viele Gemeinsamkeiten „über den Magen". Zusammen essen, das verbindet. Dies zeigen die gut besuchten Internationalen Frühstücke und Kochabende, die die Gruppe immer wieder anbietet.

Nun wurde eine neue Idee umgesetzt: Der jährlich am 17. November stattfindende bundesweite Vorlese-Tag wurde zum Anlass genommen, einen „Interkulturellen Lese-Nachmittag" für Kinder anzubieten. Die Stadtbibliothek bot ihre Räumlichkeiten an und Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund unterstützen die Idee der Interkulturellen Gruppe tatkräftig.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Frau Eisinger, die ihren Zuhörern die polnische Sprache vorstellte. Zusammen wurde ein Lied angestimmt, die „Geschichte vom bunten Hund" auf Polnisch und Deutsch erzählt und auf kindgerechte Weise auf das Thema „Vielfältige Welt" eingegangen. Ein Höhepunkt des Vorlese-Nachmittags waren sicherlich die Geschichten über Nasreddin Hocca, lebendig vorgetragen von Yesim Demirak und Aysenur Bozkurt und tatkräfig unterstützt von Figen Elibol. Die Kinder hatten viel Freude an den kurzen Geschichten der witzig-weisen Figur aus dem türkisch-islamischen Kulturraum.

Es folgte eine albanische Version der „Bremer Stadtmusikanten", die Kimet Goci und ihre Tochter Angjelina zum Besten gaben. Von Bremen aus führte die Reise dann in die weite Welt: Saravanamuthu Vivekananthan und seine Tochter Mathuraa stellten Kulturgut aus Sri Lanka vor und brachten den Zuhörern eine fremde und facettenreiche Kultur näher.

Den Abschluss der Veranstaltung machte Hala Alede aus Syrien, die auf Arabisch und Deutsch mit einer kleine Geschichte, die das Thema Flucht aufgriff. Sie konnte damit vor allem den deutschen Kindern vermitteln, welche Gründe es geben kann, seine Heimat zu verlassen.

Der interkulturelle Vorlese-Nachmittag war eine Bereicherung – mehr über andere Kulturen zu erfahren und den unterschiedlichen Klang von Sprache zu hören. Für Kinder und Erwachsene aus dem jeweiligen Land war es sicher ein Stück „Heimat", ihre Sprache zu hören und ihr Land vorstellen zu dürfen.

Die Interkulturelle Gruppe brachte mit dem Lese-Nachmittag eine neue bunte Facette in die Stadt Hockenheim. Eine gelungene und gut besuchte Veranstaltung, die aufgrund ihrer erstmaligen Durchführung den Organisatorinnen Daniela Kölsch und Heike Stockert einiges an Organisationsvermögen und Spontanität abverlangte. Aber mit Unterstützung ihrer Gruppe gelang es ihnen, einen bunten, vielfältigen und anregenden Nachmittag für ihre Zuhörer zu schaffen und sie schlossen die Veranstaltung mit dem Fazit „gerne wieder!".

Wer Interesse hat, Ideen in die Interkulturelle Gruppe einzubringen, kann Kontakt aufnehmen mit Elke Schollenberger (E-Mail: e.schollenberger@hockenheim.de) oder Reinhold Gottfried (E-Mail: reinholdgottfried@gmail.com bzw. Tel. 06205 5309).

Text: Stadtverwaltung Hockenheim - Bild: Dorothea und Norbert Lenhardt