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Nachrichten aus Landau

Verträge sind unterzeichnet und die ersten Mentoren geschult

Auftakt zur Einführung der „Mobilen Retter“ im Landkreis SÜW und der Stadt Landau

Ein weiterer Schritt in Richtung Einführung des Systems der Mobilen Retter: Landrat Dietmar Seefeldt, der Geschäftsführer des Vereins Mobile Retter e.V. Stefan Prasse und Oberbürgermeister Thomas Hirsch bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus (v.l.n.r.).

Landau. Ein weiterer Schritt zur Einführung des Systems der Mobilen Retter ist getan: Nachdem der Landkreis Südliche Weinstraße und die Stadt Landau heute die Verträge mit dem Verein Mobile Retter e.V. abgeschlossen haben, wurden acht Mentoren im Kreishaus geschult. Ab Anfang Juni wird das System bei Stadt und Landkreis in den „Live-Betrieb“ gehen.

 „Wir freuen uns sehr, dass wir heute den Vertrag mit dem Verein Mobile Retter unterzeichnen konnten und so einen Schritt weiter sind, um das Mobile Retter-System einzuführen. Je schneller bei Herz-Kreislauf-Stillständen mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen wird, desto höher ist die Chance eines Patienten zu überleben bzw. keine dauerhaften Schäden des Gehirns zu erleiden. Mehr ausgebildete Ersthelfer, intelligente Alarmierungssysteme und eine deutliche Zunahme der Laienreanimationen sind dabei ein entscheidender Weg zu mehr Erfolg“, so Landrat Dietmar Seefeldt und Oberbürgermeister Thomas Hirsch.

Das Projekt basiert auf einem engmaschigen Netz an registrierten „Qualifizierten Ersthelfern“, die über ihre Smartphone-App mittels ortsbezogenen Diensten von der Integrierten Leitstelle Südpfalz in Landau benachrichtigt und – bei Bedarf – beauftragt werden. Das Projekt des „Qualifizierten Ersthelfers“ nutzt die bei einem hinreichend engmaschigen Netz an qualifizierten Ersthelfern wahrscheinliche räumliche Nähe und zeitlich schnelle Erreichbarkeit eines Einsatzortes durch einen verfügbaren qualifizierten Ersthelfer. 

Der Regel-Rettungsdienst und die First Responder Einheiten werden in unveränderter Weise alarmiert. Der qualifizierte Ersthelfer leitet eine erste medizinische Versorgung des Patienten zur Verminderung des therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes bzw. der First Responder Einheit ein. Um eine möglichst optimale Versorgungsqualität der Patienten zu gewährleisten, werden an die qualifizierten Ersthelfer besondere Qualifizierungs- und Teilnahmevoraussetzungen gestellt. Diese werden vor Bestellung als Mobile Retter durch Mentoren qualifiziert und geschult. Als qualifizierte Ersthelfer kommen vor allem folgende Personengruppen in Betracht: (Not)Ärzte, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Rettungshelfer, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Sanitätsdienstmitarbeiter – Hilfsorganisationen, Betriebssanitäter, Feuerwehrkräfte, Rettungsschwimmer, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks, Arzthelferinnen etc.  

Die heute geschulten Mentoren sind die Schnittstelle zwischen Projektleitung bzw. Verwaltung und den Mobilen Rettern in der jeweiligen Hilfsorganisation. Sie beantworten einfache Fragen der Mobilen Retter oder stellen den Kontakt zu der Projektleitung her. Die Mentoren bilden weiterhin die zukünftigen Mobilen Retter eigenständig aus.  

„Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den genannten Personenkreisen, die sich als Mobile Retter registrieren und schulen lassen wollen, werden aufgerufen, sich mit der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße oder der Stadt Landau in Verbindung zu setzen“, so Landrat Dietmar Seefeldt. Als Ansprechpartner und für Fragen zum System der Mobilen Retter steht der hauptamtliche Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises SÜW, Jens Thiele, unter der Telefonnummer 06341-940 561 gerne zur Verfügung.

Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau in der Pfalz.Foto: Landkreis SÜW