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Trotz fehlendem Wohnraum in Speyer - OB Eger baut Hotels statt Wohnungen

Die LINKE fordert: Ende der Luxussanierungen und Immobilienspekulation!

Speyer. Am 30.11.17 wurde von der Mehrheit des Stadtrats grünes Licht für die Errichtung eines Hotels in der Waldstraße gegeben. Trotz großer Wohnungsnot und trotz Anwohnerprotest wurde dem Antrag der Stadtspitze stattgegeben. Die LINKE sagt: Dieser Schritt geht völlig in die falsche Richtung und  hat dagegen gestimmt.

In Speyer fehlen hunderte bezahlbarer Wohnungen, v.a. Mietwohnungen.

Die LINKE Speyer fordert die Änderung des Bebauungsplans und Priorität auf bezahlbarem Wohnraum.

Luxussanierungen und  Immobilienspekulation privater Investoren sowie  quasi keine  Bautätigkeit für bezahlbaren Wohnraum, davon haben die Speyerer in den letzten Jahren genug gehabt.

Das hat die Immobilien-  und Mietpreise in Speyer so richtig angeheizt. Die Miete liegt heute bei 9 €/qm,  ein Anstieg um  30 % seit 2010 ,  Wohneigentum kostet etwa 50% mehr als 2010.

Akut fehlen nach Angaben der Stadt hunderte bezahlbarer Mietwohnungen und Eigenheime für Familien in Speyer.

Verschärft hat das Problem die Umwandlung von Mietwohnungen in FeWo's oder Eigentumswohnungen. 

Viele Haushalte sind deshalb gezwungen immer höhere Beträge für Wohnen und Nebenkosten aufzubringen und müssen dieses Geld bei anderen dringenden Aufgaben einsparen.

Das Problem  spitzt sich schon länger zu.

Erst vor wenigen Tagen sah sich der Stadtrat nun endlich veranlasst, bei städtischer Vergabe von Bauland soziale Wohnungsbaugesellschaften  bevorzugt zu behandeln

und eine Quote für bezahlbares Wohnen bei neuen Bauprojekten einzuführen.

Doch noch steht das nur auf dem Papier.

Die Entscheidung für das Hotel weist  in die alte Richtung: Renditeobjekte privater Investoren werden zügig durchgewinkt und da wo es am meisten fehlt passiert nichts.

Aktuell werden vor allem günstige Mietwohnwohnungen  benötigt,

rund 60 %  der Speyerer leben in Mietwohnungen, die Hälfte davon hat sogar  einen Anspruch auf eine geförderte Wohnung.

Genau dafür könnten an der Waldstrasse  rund  40 neue Wohnungen entstehen. Stattdessen sind 111 Hotelzimmer geplant.

Auch bei weiteren Bauvorhaben in der Warteschlange, z.b. auf dem Gelände der ehemaligen Caritas-Zentrale, soll kein Wohnraum entstehen.

Schöne Reden und eine soziale Quote auf dem Papier kosten nichts.  Die Taten entscheiden.

Die LINKE fordert: Ende der Luxussanierungen und Immobilienspekulation! Änderung des Bebauungsplans auf Wohnraum! Das hat Priorität vor anderen Vorhaben!

Text: DIE LINKE Speyer-Germersheim