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Speyerer Rathauskonzerte

Bewährtes weiterführen und neue Akzente setzen

Duo Anstett/Sedlevičius ©Rainer Koehl

Hanna Link und Oboen © Bernhard Sperrfechter

Trio Debus-Lehmann-Ditzner © Christina Stihler

Paul Stauch-Erb © Monique Wüstenhagen

Speyer. Zu Beginn des Jahres feierte die  „Kammermusik im Rathaus“ ihr 25-jähriges Jubiläum, heute Nachmittag hat Oberbürgermeister Hansjörg Eger die künftige Ausrichtung der Reihe vorgestellt.

Eger lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement von Professor Helmut Erb, der über ein viertel Jahrhundert hinweg die künstlerische Leitung der Reihe innehatte und mit seiner Programmgestaltung Pionierarbeit geleistet sowie die Kammermusik im Historischen Rathaus fest etabliert hat.

„Wir wollen die Reihe fortführen, gleichzeitig aber auch ein neues Publikum für die Kammermusik erschließen. Die „Speyerer Rathauskonzerte“ werden sich deshalb nicht nur der klassischen Musik widmen, sondern zu unterschiedlichen Anlässen auch andere Musikrichtungen streifen.“, begründet Oberbürgermeister Hansjörg Eger die Neukonzeption. Neben namhaften Solisten und Kammermusik-Ensembles der Region soll auch den Dozenten und besonders begabten Schülerinnen und Schülern der städtischen Musikschule eine Plattform geboten werden. Das Programm für die Saison 2018 verspricht herausragende Konzerterlebnisse auf hohem Niveau.

„Schubert und die Moderne“ lautet der Titel des Auftaktkonzertes am 2. Februar, welches der litauische Bariton Modestas Sedlevičius und die ukrainische Pianistin Anna Anstett bestreiten werden. Das Programm vereint sowohl bekannte Werke von Schubert wie „Erlkönig“ oder „Nachtstück“, als auch Lieder von modernen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Alle Kompositionen eint das einzigartige Zusammenspiel von Text und Musik. Beide Musiker verbindet nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die Leidenschaft für die Gattung des Kunstlieds. Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit im Sommer 2015 konnte das Duo bereits zahlreiche Erfolge bei renommierten Lied-Wettbewerben, z.B. „Das Lied“ in Heidelberg, feiern.

Das zweite Konzert am 16. Februar wird der Violinist Paul Stauch-Erb gemeinsam mit dem Pianisten Andreas Sorg und einem ausgesprochen anspruchsvollen und spannenden Programm mit Werken von Richard Strauss, Johann Sebastian Bach, Pierre Boulez und Maurice Ravel gestalten. Das besondere Bonbon des Konzertes wird die Uraufführung der „Partita-Etude“ von Andreas Sorg sein, die er speziell für Paul Stauch-Erb und die junge Geigerin Nicole Ostmann geschrieben hat, welche die beiden Musiker an diesem Abend musikalisch unterstützen wird.

Im Mittelpunkt des Konzertes am 9. März stehen die Motive Richard Wagners, dessen geniale Erfindung des Leitmotivs zur musikalischen Ausdeutung der Handlung und zur Charakterisierung seiner Figuren die Musikwelt geprägt hat.

Nicht nur Opernfans haben die unsterblichen Melodien im Ohr, ihr Einfluss reicht bis in die Sinfonik und Filmmusik. Doch wie klingen die Motive in einem ganz anderen musikalischen Kontext? Mit Matthias Debus, Erwin Ditzner und Lömsch Lehmann haben drei renommierte Jazzmusiker der Metropolregion den Versuch unternommen, die Motive aus Wagners Nibelungen-Tetralogie in minimalistischer Besetzung zu spielen und so ein Konzertprogramm mit einer unglaublichen dynamischen und atmosphärischen Dichte geschaffen.

Beim Abschlusskonzert am 23. März teilen sich erstmals Dozenten und besonders begabte Schülerinnen der städtischen Musikschule die Bühne. Zunächst führt Markus Sahm, Solooboist im Orchester des Pfalztheaters in Kaiserslautern, mit Sarah Lahrscheid und Vivica Bullert durch Werke von Joseph Triebensee und Ludwig van Beethoven in der seltenen Besetzung für zwei Oboen und Englisch Horn. Im Anschluss wartet die Gitarristin Hanna Link mit der eigenen Klangsprache von Peter Sculthrope, den volkstümlichen Elementen eines Alexander Ivanov-Kramskoi und Virtuosem von Miguel Llobet und Joaquín Rodrigo auf. Sie präsentiert die Gitarre in einer neuen Klangfarbenbreite, ausdrucksvoll und berührend. Die Instrumentallehrer weisen sowohl national als auch international erstaunliche Karrieren auf, eine Qualität von der die Schüler profitieren.

Alle vier Konzerte finden im Historischen Ratssaal in Speyer statt und beginnen um 19.00 Uhr. Für regelmäßige Konzertbesucher bietet das Kulturbüro ein Abonnement an: Es umfasst alle vier Konzerte der Saison 2018, ist übertragbar und kostet 60,- € (ermäßigt 45,- €). Karten für einzelne Konzerte kosten 18,- € (ermäßigt 13,- und mit Speyer-Card 16,- €). Tickets sind ab sofort im Vorverkauf bei der Tourist-Information Speyer, unter www.reservix.de sowie bei allen anderen ReserviX-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Text: Kulturbüro Stadt Speyer 

Fotos: ©Rainer Koehl (Duo Anstett/Sedlevičius) © Monique Wüstenhagen (Stauch-Erb), © Christina Stihler (Trio Debus-Lehmann-Ditzner), © Bernhard Sperrfechter (Hanna Link/Oboen)