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„Speyer bekennt Farbe – Bunt statt Braun“

Kundgebung am vergangenen Samstag in der Innenstadt - Rote Karte für die ewig Gestrigen

v.l.: Beigeordnete Stefanie Seiler, Irmgard Münch-Weimann, Oberbürgermeister Hanjörg Eger

Barbara Fresenius

Oberbürgermeister Hansjörg Eger

Beigeordnete Stefanie Seiler

DGB Ortsvorsitzender Axel Elfert

Mitorganisatorin Sabrina Albers

Speyer. Mehr als 200 Teilnehmer trafen sich am Samstagmittag am Altpörtel, um gegen den zunehmenden Haß auf alles Fremde zu demonstrieren. Aufgerufen dazu hatten die Stadt und das Bündnis für Demokratie und Zivilcourage der DGB-Stadtverband, das Frauenhaus und der Frauen- und Mädchennotruf.

In der ersten Reihe demonstrierte Oberbürgermeister Hansjörg Eger gemeinsam mit Bürgermeisterin Monika Kabs und der Beigeordneten Stefanie Seiler. Ebenfalls waren neben dem Landtagsabgeordneten Rainer Oelbermann auch Axel Elfert als Vertreter des DGB anwesend. Die Gruppierung  „Pulse of Europe“ war mit an Bord und die blauen Europa-Fahnen mit den goldenen Sternen rundeten das bunte Bild ab – im wahrsten Sinne also „Speyer bekennt Farbe - Bunt statt Braun“. Bei dem Marsch über die Maximilianstrasse sangen die Teilnehmer „We shall overcome“ und andere Lieder die Gerhard Kief mit seinem Akkordeon begleitete.

Nach der Ankunft am Rathaus redete zuerst Oberbürgermeister Eger. Er betonte die Werte des Grundgesetzes und forderte von der Gesellschaft den Mut, sich gegen Rassismus aufzulehnen. Er zitierte aus seiner Neujahrsansprache und kritisierte Egoisten. Er sprach sich gegen eine  Instrumentalisierung von Opfern für politische Zwecke aus. Geistige Brandstifter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

„Nein zu Rassismus – Nein zu Gewalt“ begann die  städtische Beigeordneten Stefanie Seiler ihre Rede. Es sei eine Schande,  dass in Deutschland Asylsuchende und Personen bedroht werden, die sich für Flüchtlinge einsetzen. „Das dürfen und wollen wir nicht hinnehmen“, sagte sie unter dem Applaus der Umstehenden.

DGB-Stadtverbandsvorsitzender Axel Elfert ergriff als nächster das Wort. Er verurteilte Angriffe auf Andersdenkende und staatliche Ordnungskräfte. Seiner Meinung nach müsse sich hier die Politik stärker einsetzen.

Zentrale Ansprechpartnerin der Kundgebung war Sabrina Albers. Sie forderte mehr Schutz von Frauen und Mädchen gegen gewalttätige Übergriffe. Das ist aber nicht nur ein aktuelles Thema, sondern begleitet den Alltag schon viele Jahre. Nicht immer so prominent im Blickpunkt der Öffentlichkeit – aber hier ist Hilfe erforderlich.

Viele Polizisten sicherten die Demonstration ab – glücklicherweise kam es zu keinen Zwischenfällen. bk.; Foto: pem

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