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Narren beim Bürgermeister

Rathausschlüssel und Gemeindekasse zurückgebracht

Böhl-Iggelheim. Die Böhl-Iggelheimer Narren brauchen an Fastnacht, oder schon vorher, nicht das Rathaus zu stürmen. Hier werden sie an Fastnachtsdienstag von Bürgermeister Peter Christ (CDU) zum Empfang gebeten. Denn die Abordnungen der beiden Karnevalsvereine, „Böhler Hängsching“ und „Igg`lemer Bessem“ bringen hier traditionsgemäß Rathausschlüssel und Gemeindekasse wieder freiwillig ins Rathaus zurück.

 Beide wichtige gemeindliche Insignien überreicht der Bürgermeister den Karnevalisten am Neujahrsempfang der Gemeinde - ganz ohne Gegenwehr. Die Zeremonie ist immer mit einem Event mit Bürgermeister Christ verbunden, den der Rathauschef gerne über sich ergehen lässt. In diesem Jahr hatten die „„Böhler Hängsching“ die Ehre in der kurzenKampagne - Schlüssel und Schatulle zu verwahren.

Beide Karnevalsvereine waren mit ihren Prinzessinnen und Abordnungen der Einladung von Christ ins Foyer der Wahagnieshalle gefolgt. Der Ratssaal ist z. Z. Wegen Umbaumaßnahmen für Empfänge nicht zugänglich. Die „Böhler Hängsching“ führte Prinzessin Vanessa I. mit  Präsidentin Annette Melzer  an. Die Abordnung der „Bessem“ war mit  ihrem Präsident, Kurt Hauch, so wie ihrer Lieblichkeit Isabella I. repräsentiert.

„Wir sind sorgsam mit dem Kapital der Gemeinde umgegangen, haben den uns übergebenen  Kassenstand, so wie er  uns beim Neujahrsempfang übergeben wurde nur etwas umgewandelt.“ betonte der Vizepräsident der Hängsching, Sven Gsellmann, ausdrücklich als er Bürgermeister Christ Schlüssel und Kasse übergab.

Der Bürgermeister  hatte die Gemeindekasse am Neujahrsempfang der Gemeinde

„prall gefüllt“ mit Kohle und einem Guthaben von  11.11 Euro, wie Christ seinerzeit betonte, übergeben

„Die Kohle haben wir verbrannt und mit den 11.11 Euro konnten wir auch keine großen Sprünge machen“ erklärte Sven Gsellmann. So war die Kasse mit Konfetti und Papierschlangen doch prall gefüllt.

 Bürgermeister Christ hatte nicht nur die Karnevalisten zum Empfang gebeten. Wie die anderen Jahre auch, waren die an diesem Tag ihren Dienst versehenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung eingeladen mitzufeiern. „Da das Gemeindesäckel ja nicht zur Verfügung stand, mussten wir einen Sonderetat anzapfen um die Getränke und das Essen zu bezahlen“ meinte Peter Christ. „Und da dieser einen größeren Betrag, als die an Fastnacht üblichen 11,11 Euro der Gemeindekasse,  aufwies, konnten wir auch genügend Fleisch und Getränke einkaufen, dass es für Alle reicht“ fügte der Ortschef vergnügt hinzu.

So wurde, wie Jedes Jahr, der Empfang beim Bürgermeister im wahrsten Sinn des Wortes, eine vergnügte Kappensitzung.  Bild: fg