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Im „Rodensteiner Hof“ rund um die Uhr bestens betreut

Diakonissen Speyer-Mannheim: Wohngruppe mit neun Plätzen für Kinder- und Jugendhilfe

(hinten v. l.:) Pfarrer Dr. Günter Geisthardt, Georg Lehnen-Schwarzer (Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt Speyer), Rolf Schüler-Brandenburger, (vorn v. l.:) Gruppenleiterin Natalie Flegel, Bürgermeisterin Monika Kabs, Matthias Marz (gf. Vorstadt Wilhelm-und-Milly-Vollmer-Stiftung).

Von unserem Mitarbeiter Werner Schilling

Speyer. „Zentraler und geht es wirklich nicht“, freut sich Bürgermeisterin Monika Kabs über die neue Wohngruppe, welche die Diakonissen  Speyer-Mannheim über Winter im „Rodensteiner Hof“ einrichten konnte.  Die Stadt Speyer hatte die Immobilie am Königsplatz  - bis 2002 Domizil der Speyerer Tagespost - vor zwei Jahren erworben und nun das erste Obergeschoss, in dem lange die Barmer untergebracht war, für die Erweiterung des stationären Jugendhilfeangebots  den Diakonissen zur Verfügung gestellt.   Nun wurde die neue Wohngruppe den Vertretern von Medien präsentiert. Auch Matthias Marz von der Wilhelm – und Milly-Vollmer-Stiftung nahm an der kleinen Eröffnungsfeier teil.

Mit den neun Plätzen in dieser fünften Regelgruppe können die Diakonissen Speyer-Mannheim in der Domstadt, verteilt über die Innenstadt, insgesamt 45 Plätze für teilstationäre und ambulante Betreuung vorhalten, zeigten sich Vorsteher Dr.Günter Geisthardt und Fachbereichsleiter Rolf Schüler-Brandenburger erfreut. Auch darüber, dass die Stadt den Einsatz für die Kinder- und Jugendhilfe mit der Bereitstellung der Räume so großherzig unterstütze. Dass bereits seit vier Monaten  sechs Mädchen und ein Junge im Alter zwischen 13 und 18 Jahren - alle deutschsprachig   hier wohnen, sieht Schüler-Brandenburger als Beweis für den großen Bedarf an.

Um die  die Betreuung der jungen Bewohner im Rodensteiner-Domizil kümmern sich vier Fachkräfte. Die jungen Frauen fördern Kinder und Jugendliche in Tageseinrichtungen durch Ergänzung der Bildung und Erziehung in der Familie. In den  Einrichtungen „Hilfen zur Erziehung“ erbringen die rund um die Uhr erreichbaren Diakonissen-Mitarbeiterinnen pädagogische und therapeutische Leistungen für Kinder, Jugendliche und deren Familien, wenn eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung ohne diese Hilfe nicht gewährleistet ist. Jugendliche können in stationären und teilstationären Gruppen in Wohnungen in Speyer und der Pfalz eine vorübergehende Heimat finden, informierte der Fachbereichsleiter.  In der Regel bleiben sie ein bis eineinhalb Jahre in der Obhut der Diakonissen, ehe sie zurück in ihre Familien oder in die Selbstständigkeit geführt werden.

Das Betreuungsteam der Wohngruppe im Rodensteiner Hof erstellt wöchentlich einen Küchenplan, geht mit den ihnen anvertrauten Heranwachsenden einkaufen und bereitet zusammen mit den Zöglingen die Speisen her, informiert Koordinatorin Julia  Flögel. Auch Reinigungsarbeiten sind aufgeteilt und werden an einer großen Tafel angezeigt.  Neben ihren eigenen Zimmern, die mit gespendetem Mobiliar  ausgestattet sind, können  sich die  Jugendlichen auch in einem gemeinsamen Wohnzimmer auf- und unterhalten.  Beim Rundgang fällt im Zimmer einer Vierzehnjährigen ein riesiger weißer Teddy unter der Bettdecke ins Auge.  Bei diesem Mädchen ist somit die rund-um-die-Uhr-Betreuung in der Tat gewährleistet.

Bild: Diakonissen