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Bürgerdialog: Ohne Brücke geh'n wir baden!

Oberbürgermeister Hansjörg Eger: "Mir ist wichtig, dass die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger bei den Entscheidungsträgern ankommen"

Oberbürgermeister Hansjörg Eger

Speyer. CDU sammelt über 3.500 Unterschriften

Am Mittwoch fand im voll besetzten Ratsherrensaal des Domhofs auf Initiative der CDU Speyer der Bürgerdialog: „Ohne Brücken gehen wir baden.“ Die CDU Speyer hat zusammen mit den Abgeordneten und dem Oberbürgermeister Hansjörg Eger schon sehr früh gegen eine Vollsperrung der Salierbrücke politischen und gesellschaftlichen Druck aufgebaut. Die Partei konnte mit ihrer Initiative über 3.500 Unterschriften gegen das geplante Vorhaben sammeln.

Der Fraktionsvorsitzende Axel Wilke betonte, dass dieser Bürgerdialog als Vorbereitung für die Bürgerversammlung, die seitens des Regierungspräsidiums im Juni stattfinden soll, gedacht sei. „Heute wollen wir mit Ihnen diskutieren und Meinungen austauschen. Je besser vorbereitet wir in die Bürgerversammlung im Juni gehen, umso mehr Druck auf das Regierungspräsidium Karlsruhe können wir aufbauen, dass die Sanierung möglichst menschenverträglich gestaltet wird.“, so Axel Wilke. 
Nach der Begrüßung durch Fraktionsvorsitzenden Axel Wilke, übernahm Oberbürgermeister Hansjörg Eger das Mikrofon und plädierte für eine verträgliche Lösung der Problematik. Fakt sei, dass die Salierbrücke saniert werden müsse. Doch die Vollsperrung der Brücke bedeute Chaos für den Einzelhandel, die Wirtschaft, die Industrie, die Pendler, die Schüler, die Krankenhäuser und sei nicht hinnehmbar. Eger ist Mitglied im Projektbegleitkreis und hatte zum wiederholten Mal Vertreter verschiedener besonders betroffener Institutionen und Personengruppen zum Meinungsaustausch getroffen. "Mir ist wichtig, dass die Sorgen der Bürger bei den Entscheidungsträgern ankommen. Ich bin davon überzeugt, dass die Unterschriftenaktion den politischen Druck nochmals erhöhen werde". 

Im Anschluss gab Michael Hemmerich, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Diakonissen Speyer-Mannheim, in deren Speyerer Einrichtungen allein 400 Menschen als Pendlerinnen und Pendler unter der Sperrung leiden werden, sein Statement ab. Er erörterte die Folgen der Vollsperrung aus Sicht der Diakonissen und konnten dem Oberbürgermeister mit seinen Aussagen nur beipflichten. Michael Schmitt, Inhaber des gleichnamigen Speyerer Herrenmodengeschäfts, vertrat die Sichtweise des Einzelhandels. Auch er bittet die Politik, den Druck weiterhin hoch zu halten. Eine Vollsperrung würde massive Umsatzeinbußen bedeuten.  

Die vielen Gäste, darunter auch Landtagsabgeordneter Reinhard Oelbermann, hörten den Beiträgen aufmerksam zu und beteiligten sich rege an der Diskussion. Die Forderungen des Oberbürgermeisters und der CDU Speyer wurden allesamt unterstützt. 

„Sehr gute Veranstaltung gestern im Domhof - der Saal war voll, es wurde lebhaft diskutiert und alle unsere Forderungen bestätigt! So wie das bisher geplant ist mit 20 Monaten Vollsperrung geht es gar nicht! Schön, das auch Bürger aus dem Badischen den Weg zu uns gefunden haben - wir ziehen alle an einem Strang!“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Axel Wilke. 

 "Die lebhafte und vielschichtige Diskussion, sowie über 3.500 Unterschriften haben uns gezeigt, dass wir mit Aufnahme des Themas voll ins Schwarze getroffen haben. Oberbürgermeister Hansjörg Eger hat sich zusammen mit der Speyerer CDU an die Spitze einer Bewegung gesetzt, die eine verträgliche Lösung der Salierbrückensanierung wünscht. Dabei darf es eine Vollsperrung der Brücke von fast zwei Jahren nicht geben," so der CDU-Kreisvorsitzende Michael Wagner.

Text und Bild: M. Wagner CDU Speyer