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Sozial denken und handeln - generationsübergreifendend

Irmgard Münch-Weinmann, Oberbürgermeisterkandidatin der GRÜNEN zur Sozialpolitik

 

Speyer. Gerechtigkeit, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Chancengleichheit treiben mich an. Für mich gilt es, alle in unserer Stadt lebenden Menschen in den Blick zu nehmen. 

 

Streetwork – neues Arbeitsfeld in Speyer aufbauen

Streetwork ist ein spezielles Arbeitsfeld in der sozialen Arbeit. Durch sozialpädagogisches Fachpersonal kann im öffentlichen Raum Zugang zu einer bestimmten Zielgruppe hergestellt werden. Ziel ist es, eine Beziehung und Vertrauen zu den Menschen vor Ort aufzubauen.  

Dabei werden aktuelle Fragenstellungen und Lösungswege für Probleme erarbeitet, wie zum Beispiel  

  • Für Menschen im Stadtteil die Lebens- und Wohnsituation im Stadtteil zu verbessern

  • Für benachteiligte (junge) Menschen neue Perspektiven aufzubauen

  • Schulschwänzer und Schulschwänzerinnen zum Schulbesuch hinzuführen. 

Die Angebote sind niederschwellig, freiwillig und vertraulich. Sie orientieren sich an der aktuellen Lebenswelt.

Kultur- und Sozialticket

In einer sozialen zukunftsorientierten kinderfreundlichen Stadt gehört für mich die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen dazu - ganz unabhängig vom Geldbeutel und jeweiligen Alter. Wenn Mobilität und Kultur für ALLE erschwinglich ist, können auch Menschen mit kleinem Geldbeutel die Angebote nutzten und teilhaben. Daher gilt es in der Metropolregion einzuführen: 

  • Sozialticket für das Fahren im Öffentlichen Nahverkehr

  • Kulturticket für Theater, Musik und andere kulturelle Veranstaltungen  

Armut- und Reichtum

Auch in Speyer geht die Schere von Armut und Reichtum immer weiter auseinander. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sehr gut verdienen und vor lauter Arbeit nur wenig Zeit haben. Dagegen wächst auch die Gruppe der Menschen, die über wenig Geld verfügt und bei kurzfristigen Anschaffungen in Existenznöte gerät. Hier sind wir alle gefordert, die Lebenschancen zu verbessern und entsprechende Angebote zu schaffen:

  • Arbeitsplätze schaffen

  • Qualifikationsangebote ausbauen und Kinderbetreuung anbieten, speziell für Frauen und Männer in der Familienphase

  • Vielfältige Integrationsarbeitsplätze schaffen

Wohnraum schaffen - Wohnungsbau und Klimaschutz gehören zusammen umgesetzt

Das Recht auf Wohnen ist ein sozialen Grundrecht und darf nicht beschnitten werden. Daher gilt es in Speyer, Wohnraum für Menschen mit kleinem Geldbeutel zu schaffen und beim Wohnungsbau den Klimaschutz zu berücksichtigen. Die Energiespartechnik spielt bei den Kosten eine viel geringere Rolle als immer wieder dargestellt. Eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hat dies bestätigt. Die Baukosten pro qm sind für ein Passivhaus geringer als beim gesetzlichen Standard.

Neue Stiftung gründen „Empowerment“ - 10% meines Netto Lohn als OB

Mit der neuen Stiftung „Empowerment“ möchte ich einen Beitrag zur Reduzierung von Armut leisten.

Als Oberbürgermeisterin möchte ich 10% meines Netto-Lohns direkt in die Stiftung einzahlen. Geld, das ich nicht brauche, aber Speyer Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien sowie Senior*innen und allen anderen zu Gute kommen wird. 

Die immer breiter werdende Schere von Reichtum und Armut gilt es auch in unserer Stadt zu thematisieren und anzupacken. Personen mit wenig Geld können aus der Stiftung Unterstützung erhalten.

Der Name der Stiftung „Empowerment“ steht für den Prozess der Selbstbemächtigung. Das Gefühl der Macht- und Einflusslosigkeit dieser Menschen ist zu überwinden. Sie sollen ihre Interessen selbstverantwortlich angehen und dabei neue Gestaltungspielräume wie auch Ressourcen wahrnehmen und nutzen können.

Text und Foto: Irmgard Münch-Weinmann