Skip to main content

Anomyme Verleumdung als politische Strategie

Offener Brief des Vorsitzenden der BGS, Claus Ableiter

Sehr geehrter Herr Keller,

sehr geehrte Damen und Herren,

Vorschläge und Kritik sind die positiven Essenzen der Demokratie.  Das gilt für Personalvorschläge an die Wähler oder Abgeordneten ebenso wie für Sachthemen.

Und Personen, Handlungen oder Pläne zu kritisieren ist, sei es sachliche, sei es moralische Kritik, ist immens wichtig, um die besten Führungskräfte für wichtige Ämter zu bekommen oder gute Resultate für das Gemeinwohl zu erzielen.

Solche Kritik sollte aber - von ruhigen oder wütenden - Bürgern offen, frei und verantwortlich geäußert werden.

Die Wutbürger in Stuttgart bekennen sich offen und mit Argumenten im Internet oder auf Demonstrationen zu Ihrer Kritik ebenso wie - mir ferne - die Pegida-Demonstranten in Dresden.

Übel ist es aber, wenn einzelne oder Gruppen nicht offen kritisieren, sondern anonym beleidigen, verleumden und herabwürdigen.

Früher wurden anonyme Briefe nicht veröffentlicht, sondern weggeworfen.

Die von den sogenannten Wutbürgern in der Rheinpfalz veröffentlichten haltlosen Herabwürdigungen von Frau Seiler sind solch geistiger und amoralischer Müll von wirklichen Dunkelmännern.

Wenn ich einmal unterstelle, was die Rheinpfalz schrieb, sie wüsste es, dass daran CDU-Mitglieder beteiligt sind, dann rufe ich diese Partei auf diese Verleumder auszuschließen. Wenn CDU-Mitglieder glauben, ihr Kandidat werde mutmaßlich verlieren, dann darf der Ausweg nicht sein, eine demokratische Kandidatin anonym und mit U-Booten in der anderen Partei zu verleumden. Offene und verantwortliche Kritik ist dagegen notwendig.

Und auch eventuelle SPD-Mitglieder haben die Pflicht offen zu kritisieren oder gar selbst parteiintern zu kandidieren und nicht durch Beteiligung an anonymen pauschalen Verleumdungen ihre Partei und die demokratische Kultur zu schädigen.