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Muslime spenden für Lebenshilfe und Jugendförderung

Spendenübergabe im Stadthaus

v.l.: Bürgermeisterin Monika Kabs, Muhammad Siddique Shahid, Adeel Ahmad Shad und Gerhard Wissmann

Speyer. Die Unantastbarkeit der Menschwürde, die Solidarität gegenüber anderen Religionen und die Loyalität zu dem Land, in dem man lebt, sind nur drei Gemeinsamkeiten, die Christen und Muslime verbinden. Dies betonten Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde bei der offiziellen Spendenübergabe von 1600 Euro, dem Erlös ihres Charity Walks im Domgarten anlässlich der Interkulturellen Woche. Die Summe setzt sich aus Startgeldern und Spenden für den pakistanischen Imbiss zusammen, den Läufer und Unterstützer, als gemeinsames Picknick auf der Domwiese genossen.

Während sich Geschäftsführer Gerhard Wissmann für Spendengelder in Höhe von 1.000 Euro für die Bewohner der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt freute und den Charity-Walk mit Teilnehmern mit und ohne Behinderung als Aktion gelebter „Inklusion“ lobte, dankte Bürgermeisterin Monika Kabs für die 600 Euro-Spende zur Unterstützung der Arbeit der städtischen Jugendförderung. Doch vor allem sei sie Imam Adeel Ahmad Shad und Vorsitzendem Muhammad Siddique Shahid für ein weiteres Zeichen des Integrationswillens der Gemeindemitglieder dankbar. Kabs erinnerte in diesem Zusammenhang an Baumpflanzaktionen als Zeichen „für Frieden und Freundschaft“ in Domgarten und Woogbachtal sowie an die tatkräftige Unterstützung der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Gemeinde, beim Dreck-weg-Tag und am Neujahrsmorgen. Bereits zum dritten Mal in Folge helfen Gemeindemitglieder dem Trupp des städtischen Baubetriebshofes dabei, Domplatz und Maximilianstraße von den Hinterlassenschaften der Silvesternacht zu befreien. „Dieses Land hat uns viel gegeben, mit gemeinnützigen Aktionen und Gesten für ein friedliches Miteinander, möchten wir etwas zurückgeben“,  betont Gemeindevorsitzender Shahid und verweist darauf, dass die Ahmadiyya Muslim Jamaat als islamische Gemeinschaft, deren Mitglieder alle pakistanischer Herkunft sind, mit dem Körperschaftsstatus des öffentlichen Rechts ausgestattet sei. Text und Foto: Stadt Speyer