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Wirtschafts-Kurier

„Was muss ich tun, damit Du mit mir nach Deutschland kommst?“

Vicki Sorg folgte ihrem Rolf von Kalifornien bis nach Speyer – auf eigenen Füßen stehen wollte die Frau des PM-International Gründers dennoch. Heute macht sie sich vor allem für andere stark.

Speyer. Es ist eine Liebesgeschichte wie aus einem Hollywood-Drehbuch: Als Vicki Sorg ihren Rolf vor 22 Jahren geschäftlich in Speyer kennenlernte, war es „Liebe auf den ersten Blick“, so die heute 46-Jährige, „es hat einfach gefunkt“. Fast 10.000 Kilometer trennten die beiden zum damaligen Zeitpunkt noch. Ohne sich daher große Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft zu machen, trat die Amerikanerin die Heimreise an. Fest entschlossen, sich diesen Rolf Sorg aus dem Kopf zu schlagen. Nur wenige Tage später stand er plötzlich vor ihrer Wohnung im sonnigen Kalifornien und stellte die alles entscheidende Frage: „Was muss ich tun, damit du mit mir nach Deutschland kommst?“ Was sie darauf antwortete und wie sich ihr Leben seitdem entwickelte, erzählte uns die PM Charity Beauftragte im Interview:

SPEYER-KURIER: Wie lange ist es nun her, dass Ihnen Ihr jetziger Mann bis nach Amerika hinterherreiste?

Vicki Sorg: Das war vor ziemlich genau 22 Jahren – 6 Monate später, im Mai 1996, kam ich an meinem 25. Geburtstag nach Deutschland.

SPEYER-KURIER: Und wie lautete Ihre Antwort?

Vicki Sorg: Da musste ich nicht lange überlegen: Für mich stand klar, dass ich nur mit nach Deutschland komme, wenn ich es schaffe, dort auf eigenen Füßen zu stehen und einen Job habe, mit dem ich meinen Unterhalt selbst verdienen kann.

SPEYER-KURIER: Kam diese Antwort für ihn überraschend?

Vicki Sorg: Überrascht war er denke ich schon – aber im positiven Sinne. Mein Mann ist einer der zielstrebigsten Menschen, die ich kenne…sonst hätte er sich in den letzten 24 Jahren wohl kaum vom gelernten KFZ Mechaniker zum Gründer und Vorstand eines millionenschweren Konzerns entwickelt. Dass ich meine eigenen Ziele nicht bei der ersten Gelegenheit über Bord geworfen habe, hat ihm imponiert. Er hat mein Bedürfnis nach Selbständigkeit daher immer respektiert und mich von Anfang an voll und ganz dabei unterstützt.

SPEYER-KURIER: Sie haben die Erfolgsstory von PM-International ja so ziemlich von der Geburtsstunde an miterlebt. Wie hat sich Ihr Leben im Laufe der Jahre verändert? Würden Sie sich selbst als reich bezeichnen?

Vicki Sorg: Mein Leben ist heute so, wie ich es mir immer erträumt habe…ich bereise die schönsten Orte der Welt, habe einen Mann, den ich über alles liebe und mit dem ich gemeinsam an der Verwirklichung unserer Träume und Ziele arbeite, 2 tolle Kinder, und einen Job, der für mich mehr Spaß als Arbeit ist. Klar sind wir beruflich stark eingebunden, aber wir arbeiten mit Menschen zusammen, die wir gerne um uns haben und tragen die Produkte in die Welt, von denen wir selbst so begeistert sind. Natürlich können wir uns finanziell auch nicht beschweren, aber das sind die Dinge, die für mich echten Reichtum ausmachen…die Freiheit das zu tun, was einem Spaß macht. 

SPEYER-KURIER: Gab es auch Momente in denen Sie Ihre Entscheidung bereut haben, mit nach Deutschland zu gehen?

Vicki Sorg: Bereut nie, nein. Sicher gab es Situationen, die stressig oder anstrengend waren – und denen man vielleicht am liebsten aus dem Weg gegangen wäre. Aber gerade das sind die Momente im Leben, in denen es darauf ankommt durchzuhalten. Am Ende sind es nämlich vor allem die Dinge, die man nicht getan hat, die man bereut, nicht die Entscheidungen die man getroffen hat. Mein Mann und ich haben unsere Chancen im Leben zu 100 Prozent genutzt und uns nie vor irgendwelchen Entscheidungen gedrückt.

SPEYER-KURIER: Wie ist in Ihnen die Entscheidung entstanden, Charity Beauftragte bei PM-International zu werden?

Vicki Sorg: Das Schönste daran, wenn man seine eigenen Chancen im Leben genutzt hat ist, dass man nicht mehr nur für sich selbst, sondern für andere kämpfen kann. Erfolg ist umso schöner, wenn man ihn mit anderen teilen kann. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, Menschen, die ohne nennenswerte Chancen auf die Welt gekommen sind, zu einem besseren und selbstbestimmten Leben zu verhelfen.  

SPEYER-KURIER: Wie vielen Menschen konnten Sie während Ihrer Zeit als Charity Beauftragte schon helfen? Und wie sieht diese Hilfe konkret aus?

Vicki Sorg: Ich hoffe doch vielen...Alleine bei World Vision unterstützen wir aktuell über 1.000 Kinder weltweit durch die Übernahme von Patenschaften. Hilfe zur Selbsthilfe lautet hier stets die Devise: Unsere Arbeit verfolgt das Ziel, die Kinder so lange zu begleiten bis sie und ihre Familien auf eigenen Beinen stehen können. Im Fokus stehen hier Aspekte wie Gesundheit, Bildung und Ernährung – neben Aufklärungsarbeit kann das etwa der Bau eines Brunnens, einer Schule oder die Anschaffung von Nutztieren sein. Viele unserer Patenkinder haben mittlerweile eigene Familien gegründet. Es ist für mich selbst immer wieder toll zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Neben diesen nachhaltigen Projekten gibt es aber natürlich auch Situationen in denen sofortige Hilfe erforderlich ist. Nach dem Reaktorunglück von Fukushima beispielsweise sammelten wir 165.000 Euro – eine ähnliche Summe als 2013 Taifun Haiyan die Philippinen heimsuchte. Aber auch in Deutschland unterstützen wir immer wieder regionale Projekte, wie erst jetzt wieder das Kindehospiz Sterntaler bei seinem Spendenlauf.

SPEYER-KURIER: Frustriert es Sie nicht manchmal, sich mit so viel Leid auseinander setzen zu müssen?

Vicki Sorg: Nein. Natürlich lässt es mich nicht kalt…nach etlichen Begegnungen war ich auch erst einmal Stunden lang in mich gekehrt und nachdenklich. Aber das Gefühl etwas Gutes zu tun macht einen dafür umso glücklicher. Frustriert bin ich nur, wenn potenzielle Hilfe durch bürokratische Hürden blockiert wird und Menschen ohne ersichtlichen Grund weiter leiden müssen.

SPEYER-KURIER: Sind Sie selbst durch solche Hürden schon mal an Ihre Grenzen gestoßen?

Vicki Sorg: Ja. Bevor in Syrien der Krieg ausbrach, wollten wir  unseren Charity-Riegel ins Land fliegen lassen, um etwas gegen die Unterernährung zu tun. Wir haben ihn extra für solche Projekte entwickelt, da er alle wichtigen Nährstoffe liefert und nicht schnell verdirbt. Doch uns wurde die Einreise verweigert. Irgendwelche bürokratischen Bestimmungen verhinderten, dass unsere Hilfe ankam. So etwas macht mich traurig, denn hätten wir es damals nicht verpasst, den Menschen vor Ort unter die Arme zu greifen, wäre die Lage vielleicht erst gar nicht so weit eskaliert und es wären heute nicht so viele Menschen auf der Flucht.

SPEYER-KURIER: Wie gehen Sie mit solchen Rückschlägen um?

Vicki Sorg: Ich versuche mich davon nicht unterkriegen zu lassen, sondern eine Lösung zu finden, solche Hindernisse zu umgehen. Als im letzten Jahr ein Erdbeben Italien erschütterte, sind unsere italienischen Mitarbeiter selbst an den Ort des Geschehens gereist. Dort haben sie die Rettungskräfte mit Wasser und Power Riegeln versorgt, damit ihnen bei den Bergungsarbeiten nicht die Kräfte ausgehen.

SPEYER-KURIER: Vielen Dank für das Interview Frau Sorg und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Mission für das Gute!

Vicki Sorg: Ich habe zu danken. 

Über PM-International AG

Die PM-International AG entwickelt und vertreibt hochwertige, selbst entwickelte und größtenteils patentierte Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika der Eigenmarken FitLine© und BeautyLine© im Premiumsegment. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist das Nährstoff-Transportkonzept: Das exklusive Nährstoff-Transportkonzept (NTC) bringt die Nährstoffe immer genau dann, wenn sie gebraucht werden, genau dorthin, wo sie gebraucht werden – auf die Zellebene! Von innen und außen.

Weit mehr als 300 Millionen FitLine© Produkte wurden bisher weltweit verkauft – viele Kunden nutzen FitLine© regelmäßig, darunter auch zahlreiche Spitzenathleten. Zugleich ist die PM-International Gruppe Ausrüster vieler großer Sportverbände, wie beispielsweise des Deutschen Eishockeys Bunds, des Deutschen Skiverbands und der österreichischen Sporthilfe.

Weltweit vertreibt PM-International seine Qualitätsprodukte in über 35 Ländern. 2015 betrug der Gesamtumsatz der PM-Gruppe 350 Millionen US-Dollar.

Foto: PM-International

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