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Gesundheits-Kurier

Lebensrettung aus der Dose

VR Bank Mittelhaardt übergibt Spende an Seniorenbeirat

v.l.: Hans-Ulrich Ihlenfeld, Thomas Schutt, Reinhard Fischer, Georg Blaul

v.l.: Thomas Schutt, Reinhard Fischer

 Bad Dürkheim. Eine Dose, die Leben retten kann: Die VR Bank Mittelhaardt spendet dem Kreisseniorenbeirat 1000 Euro für die sogenannte „SOS-Dose“. Eine kleine Plastikdose, die in den Kühlschrank kommt und mit allen wichtigen Infos für den Notfall gefüttert wird. Damit Rettungsdienste sofort wissen, auf was sie achten und wen sie benachrichtigen müssen.

Vorstandssprecher Thomas Schutt hat den symbolischen Scheck der VR Bank im September dem Vorsitzenden des Kreisseniorenbeirats, Reinhard Fischer, im Kreishaus übergeben. Das Geld floss indessen schon vor ein paar Wochen. Die Dosen, die vom Lions Club Hanau und dem Seniorenbüro Hanau entwickelt wurden, sind bestellt und sollen im Laufe des Monats geliefert werden, bestätigt Fischer. Er hatte sie zum ersten Mal beim Seniorenbeirat in Frankenthal entdeckt und war begeistert. Auch in der Sitzung des Kreisseniorenbeirats kam die Idee gut an. „Es gab nur positive Rückmeldungen“, erinnert sich Fischer. Seniorenbeiratsmitglied Georg Blaul wandte sich daraufhin an die VR Bank. „Das ist eine gute Sache und passt zu unserem Haus und unserem Engagement. Da mussten wir nicht lange überlegen. Und wenn noch mehr gebraucht werden, sind wir bereit uns weiter zu engagieren“, sagte Thomas Schutt bei der Scheckübergabe.

600 Dosen sind bisher bestellt. In der Plastikdose ist ein Papierformular, das mit den persönlichen Daten, der Telefonnummer des Hausarztes, einer Medikamentenliste, Vorerkrankungen, Ansprechpersonen und weiteren für den Notfall wichtigen Daten gefüllt werden soll. Die Dose kommt in den Kühlschrank, ein Aufkleber an die Wohnungstür und einer in die Küche, damit die Rettungsdienste die Infos auch finden. Die Idee: Alle wichtigen Informationen an einer Stelle, niemand muss suchen.

„Es ist wichtig, dass man sich mit diesen Themen für den Ernstfall auseinandersetzt, gerade im Alter“, sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, der sich im Namen des Landkreises beim Seniorenbeirat und der Unterstützung durch die VR Bank bedankte. „Wir müssen immer wieder darauf aufmerksam machen, wie wichtig solch eine Vorsorge ist.“

Reinhard Fischer möchte jetzt mit den Rettungsdiensten sprechen, damit sie für die Dose sensibilisiert sind. Es reiche aber nicht, die Dose einfach zu verteilen. „Das Formular muss auch ordentlich ausgefüllt werden, damit die richtige Erstversorgung passieren kann. Daher möchten wir die Dose vor allem über Pflegestützpunkte, die ökumenische Sozialstation und andere verteilen, die direkt bei der Ausgabe erklären können, wie der Zettel auszufüllen ist“, so Fischer. Über die örtlichen Seniorenbeiräte soll die SOS-Dose dann an die entsprechenden Stellen kommen.

Georg Blaul weist darauf hin, dass bei Änderungen, zum Beispiel bei der Medikation, das Formular nachgebessert werden muss. Es muss also regelmäßig an die Dose erinnert werden. Auch dafür überlegt sich der Beirat eine Lösung, möglicherweise mit Aufstellern bei Apotheken und Ärzten. Text und Foto: KV Bad Dürkheim