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Finanz-Kurier

Schifferstadt: Großes Publikumsinteresse an Expertenvorträgen zum Thema Erbrecht

100 Besucher bei Informationsveranstaltung der Volksbank Kur- und Rheinpfalz

Schifferstadt. Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungs- und einer Patientenverfügung? Wann müssen Kinder für die Pflege ihrer Eltern zahlen und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es bei der Erbschaftssteuer? Diese Fragen standen im Zentrum einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in der Regionaldirektion Schifferstadt am vergangenen Donnerstag.

Rund 100 Besucher waren der Einladung der Volksbank gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um sich über die wichtigsten Fakten zu den Themen Erbrecht und Vorsorge zu informieren. Nach einer Begrüßung durch Andreas Braun, Regionaldirektor der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in Schifferstadt, gaben die beiden Fachanwälte für Erbrecht Jan Gehrlein und Torsten Trauth dazu eine sachlich fundierte Einführung und standen dem Publikum für Fragen zur Verfügung.

Jan Gehrlein erläuterte zunächst, wann eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungs- oder eine Patientenverfügung sinnvoll ist und welche Spielräume es dabei jeweils gibt. Während eine Patientenverfügung letztlich Geschmackssache sei, brauche eine Vorsorgevollmacht eigentlich jeder, so Gehrlein. Es herrsche häufig das Missverständnis vor, dass sich Ehegatten untereinander vertreten könnten – dies gehe aber nur über eine Vorsorgevollmacht.

„Kinder haften für ihre Eltern" – das heikle Thema Sozialhilferegress

Im Anschluss referierte Torsten Trauth zum Thema Sozialhilferegress und der Frage, wann und in welcher Form Kinder für die Pflege oder die Heimunterbringung ihrer Eltern bezahlen müssen. Anhand von konkreten Zahlenbeispielen machten die beiden Experten außerdem deutlich, welche Möglichkeiten sich vor dem Hintergrund des geänderten Erbschafts- und Schenkungssteuerrechts ergeben, denn es gebe kaum ein Rechtsgebiet, wo man so viel gestalten könne wie bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer, so Gehrlein.

Regionaldirektor Braun: „Klarheit schaffen angesichts einer sich ständig ändernden Rechtslage"

Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Der hohe Besucherzuspruch hat gezeigt, dass es zu den Themen Erben, Schenken und Vorsorgen viele offene Fragen gibt – gerade auch, weil sich auf diesem Gebiet die Rechtslage ständig ändert", so Regionaldirektor Braun. „Mit dieser Informationsveranstaltung wollten wir dazu beitragen, etwas Klarheit zu schaffen."

Text: Volksbank-KRP