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Gewonnen und doch kein Sieg

Von Angelika Schwager

Gent-  Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer nutzten die 40. Internationale Frühlingsregatta in Gent, Belgien, als Trainingshöhepunkt für die anstehenden Deutschen Kleinbootmeisterschaften und das mit beachtlichem Erfolg.

Im Frauen-Einer A behauptete sich Julia Hoffmann im Feld der 23 Konkurrentinnen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Norwegen ganz hervorragend. Mit ihren Vorlaufplatzierungen schaffte Julia Hoffmann an beiden Regattatagen den Sprung ins A-Finale. Im zweiten Rennen gelang mit Rang drei die beste Platzierung. Erstmals wurden jedoch unabhängig von Alter und Qualifikation via der Vorläufe am Ende lediglich eine Wertung anhand der Laufzeiten über alle Finalläufe vorgenommen. In 8:40,40 Minuten im ersten und 8:28,85 Minuten im zweiten Finale über die 2000-Meter-Strecke standen am Ende, aufgrund dieser gegenüber den Vorjahren geänderten Rennwertung, für Julia Hoffmann ein vierter und ein fünfter Platz in den Büchern.

Diese veränderte und im Rudersport bislang nicht gesehene Wertungsform brachte Elias Dreismickenbecker sowohl um seinen Sieg im Männer-Einer U23 als auch um den Sieg im A-Finale am zweiten Regattatag. Da sich in den weiteren Läufen unter den 27 Startern zeitschnellere Ruderer befanden. So blieben für Elias Dreismickenbecker zwar die Genugtuung gewonnen zu haben, aber am Ende mit Rang zwei und drei im Männer-Einer U23 und mit Rang drei im offenen Männer-Einer in der Gesamtwertung geführt zu werden und mit „siegleeren“ Händen dazustehen.

„Dieses merkwürdige veränderte Wertungsreglement hat alle verwirrt, mit dem Wissen um die eigene Leistung und die erfolgreichen Rennen als Vorbereitung für die Deutschen Kleinbootmeisterschaften konnten wir dann doch zufrieden den Heimweg antreten“, waren sich Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker einig.  Foto: RGS

18.04.2017


Dreismickenbecker beim DRV-Frühtest in Leipzig ganz vorn

Von Angelika Schwager

Leipzig-  Zum ersten Test für die Regattasaison 2017 hatten die Trainer des Deutschen Ruderverbandes die Kaderathleten nach Leipzig eingeladen. Dabei galt es den 2000-Meter-Ergometerwettkampftest und die 6000-Meter-Frühjahrslangstrecke zu bewältigen. Für die Rudergesellschaft Speyer am Start waren die bekannten Gesichter Julia Hoffmann, Elias Dreismickenbecker und erstmals bei den Seniorinnen startend Alicia Bohn.

Auf dem Ergometer lieferte Julia Hoffmann mit einer Zeit von 7:11,7 Minuten eine gute Leistung ab, wenn gleich sie nicht ganz an ihre persönliche Bestleistung herankam. Den Knaller aus RGS-Sicht lieferte der Sportler des Jahres 2016 Elias Dreismickenbecker ab. Mit 6:15,9 Minuten und persönlicher Bestzeit hatte niemand gerechnet, das bedeutete den ersten Platz bei den Leichtgewichts-Männern U23. Jonathan Schreiber vom RV Erlangen lag als zweitplatzierter Ruderer um fast vier Sekunden hinter dem Speyerer. Nicht ganz zufrieden war Alicia Bohn, die ihren krankheitsbedingten Trainingsrückstand, auf dem Ergometer sofort erkannte. Bei ihr blieb die Uhr nach 2000-Metern bei 7:19,9 Minuten stehen. Auf dem Wasser war Alicia Bohn dann erstmals im Einer bei den Frauen U23 unterwegs. Für die 6000-Meter-Strecke benötigte sie 25:40 Minuten und zeigte sich danach selbstkritisch, „da gibt es noch Luft nach oben, die ich mit entsprechendem Training noch nutzen werde.“ Mit ihrer guten Ergometerzeit im Rücken setzte sich Julia Hoffmann mit Charlotte Zeiz, Hamburger-Ruderinnen Club, in den Frauen-Zweier-ohne Steuerfrau und lieferte ein gutes Rennen ab. Bis zur 5000-Meter-Marke ruderte das Duo wie ein Uhrwerk konstant bei jeweils gut vier Minuten je 1000-Meter. Auf den letzten 1000-Metern folgten beachtliche 3:55 Minuten. Das brachte am Ende in 24:12 Minuten Rang neun der besten Zweier-ohne. Wie schon auf dem Ergometer gab es im Leichtgewichts-Männer-Einer U23 auch im Boot kein Vorbeikommen an Elias Dreismickenbecker. Mit 3:41 Minuten auf die ersten 1000 Meter ging Elias Dreismickenbecker die Strecke schnell an und ließ dann konstante 1000-Meter-Durchgangszeiten von um die 3:50 Minuten folgen. 22:52 Minuten nach 6000 Metern bedeuteten auch im Boot Rang eins, ganz knapp vor Simon Klüther, Mannheimer RV, in 22:53 Minuten.  Foto: RGS

16.04.2017


Bei der RGS geht ein neues Führungstrio an den Start

Führungstrio (v.l.n.r.) Ralf Burkhardt (Verwaltung), Claudia Mössner (Sport), Ingo Janz (1. Vorsitzender) Führungstrio (v.l.n.r.) Ralf Burkhardt (Verwaltung), Claudia Mössner (Sport), Ingo Janz (1. Vorsitzender)

von Angelika Schwager

Speyer- Die Mitgliederversammlung der Rudergesellschaft Speyer stand ganz im Zeichen der Neuwahlen der damit verbundenen Neuausrichtung. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann durfte im Saal des Naturfreundehauses sage und schreibe 115, davon 110 stimmberechtigte Mitglieder, darunter auch Ehrenmitglied Jutta Kopf und Sportbürgermeisterin Monika Kabs, begrüßen. Beim Totengedenken gedachte die RGS-Familie Dieter Burkhardt, der sich über viele Jahre auch im Vorstand engagiert hatte, als auch Jürgen Weschka, der mit dem sogenannten „Weschka“-Vierer die RGS in den 50er-Jahren erstmals im Namen des DRV auf einer internationalen Regatta vertreten durfte.

Der Jahresbericht von Alfred Zimmermann zeigte auf, dass 2016 sportlich und gesellschaftlich erneut ein erfolgreiches Ruderjahr für die 335 mitgliederstarke RGS war. Besonders die Baumaßnahme im Reffenthal und die beiden Vizeweltmeistertitel für Alicia Bohn und Elias Dreismickenbecker würden in Erinnerung bleiben. Aufgrund der gesunden Finanzstruktur beendete die RGS das abgelaufene Jahr „trotz des Neubaus im grünen Bereich“, so Zimmermann. Peter Josy, eigens im vergangenen Jahr mit der Hauptaufgabe „Vollendung des Neubaus“ gewählter Verwaltungsvorsitzender zeigte in seinem Bericht nochmals die großen Hürden auf, mit denen die Rudergesellschaft zu kämpfen hatte. Er dankte hier Volker Klein, dessen Wirken „sei essentiell gewesen, dass wir überhaupt im Reffenthal bauen durften“. Jetzt dürfen wir nach der tollen Einweihung vor Wochenfrist gemeinsam stolz auf das Geleistete sein. Norbert Herbel berichtete stellvertretend für den Sportausschuss über die Ruderaktivitäten des abgelaufenen Ruderjahres. Beispielhaft wurde die Kirchbootregatta hervorgehoben und Felix Gard und seinem jungen Team gedankt, nicht ohne auf das im Juni anstehende 10. Jubiläum hinzuweisen.

Ehrung Peter Josy durch Ingo JanzDas Ruderjahr 2016 der RGS war besonders erfolgreich. Neben den 59 Regattasiegen bei 30 Regatten, stach natürlich besonders hervor, dass Alicia Bohn, zur „Sportlerin des Jahres“ und Elias Dreismickenbecker zum „Sportler des Jahres“ gewählt wurden. Die beiden Topruderer marschierten quasi im Gleichschritt via Deutsche Meisterschaft und Vizeweltmeistertitel in die Herzen der stimmberechtigten Bürger und der abstimmenden Fachgremien bei der Sportlerwahl.

Vier Rennruderernadeln davon drei in Bronze und eine in Silber waren 2016, genau wie schon 2015, errudert worden. Über Silber durfte sich Elke Müsel freuen, Bronze ging an Corinna Bachmann, Teresa Claus und Moritz Durein.

Insgesamt wurden 2016 erneut mehr als 100.000 Kilometer auf dem Wasser zurückgelegt, deshalb konnte Dieter Daut wieder zahlreiche Wanderruderabzeichen des Deutschen Ruderverbandes verleihen. Bei der Jugend wurde Johannes Buchholz, Simon Holstein, Marvin Walter und Ole Bartenbach geehrt. Bei den Erwachsenen gab es das Fahrtenabzeichen für Franziska Küenzlen und Andrea Vogel, je zum zweiten Mal, Ingrid Kramer-Schneider und Reinhold Eppel, je zum vierten Mal. Beate Wettling (5. Erwerb), Steffi Haase-Goos (7. Erwerb), Ria Baron (13. Erwerb), Günter Schuff (15. Erwerb) und Dieter Daut (20. Erwerb) waren zum wiederholten Male erfolgreich. Die Kilometerpreisträger des Jahres 2016 wurden mit einem bedruckten Schoppenglas bedacht. Julia Hoffmann ging als Kilometerkönigin (4376 Ruderkilometer) und Elias Dreismickenbecker (5544 Ruderkilometer) als Kilometerkönig für das Jahr 2016 hervor, beide wiederholten hierbei ihren Vorjahreserfolg. Die Erfolgsgeschichte des Kirchbootruderns in Speyer, die mit der Regatta im Speyerer Floßhafen begann, wurde um ein weiteres Kapitel ergänzt: dem ersten Sieg beim Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf im Kirchboot „Konrad II“ für die RGS.

Alfred Zimmermann durfte sehr viele, dem Verein seit langem treue Mitglieder ehren: Die Silberne Ehrennadel für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten die Brüder Christoph, David, Florian und Jonathan Gärtner als auch Sebastian und Rainer Orschiedt. Ingrid Gärtner, Klaudia Laakmann, Matthias Zimmermann, Ingo Janz, Bernd und Sabine Marczinke als auch Klaus Wies erhielten die Goldene Ehrennadel für 25 aktive Jahre im Verein.

Für 40 Jahre unterstützende Mitgliedschaft wurde Margarete Boiselle ebenfalls mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. 40 Jahre aktiv dabei ist Ottmar Gärtner, dafür erhielt er die Silberne Ehrenplakette. Nicht nur mit der RGS-Auszeichnung, sondern auch mit der „DRV-Ehrennadel für 50 Jahre“ wurden anlässlich 50-jähriger Mitgliedschaft Ursula Klaer (aktiv), Johann Irlweck, Winhard Schott und Klaus Disqué ausgezeichnet. Auf 60 Jahre Vereinszugehörigkeit blickt Rolf Wessel zurück, er trat 1957 in die RGS ein und erhielt aus der Hand des Vorsitzenden ein Extra-Dankeschön.

Nach der Verlesung des Berichts der Rechnungsprüfer durch Peter Gärtner, folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes, verbunden mit Applaus und Dank für die geleistete Arbeit. Einstimmig wählten die Anwesenden Peter Bohn und Frank Durein zu Rechnungsprüfern. Als Mitglied des Ehrenrates wurde für fünf Jahre Peter Josy ebenfalls einstimmig bestätigt.

Ehrung Alfred Zimmermann durch Günter SchuffBereits vor Jahresfrist hatten Alfred Zimmermann und Peter Josy angekündigt mit Ablauf der Mitgliederversammlung 2017 die Führungsarbeit in neue Hände legen zu wollen. So hatten sich in den letzten Wochen aus eigenem Antrieb Mitglieder zu Diskussionsrunden zusammengefunden, um die Aufgabenverteilung zu besprechen. Mit einem zukunftsweisenden Konzept traten Ralf Burkhardt, Ingo Janz und Claudia Mössner vor die Versammlung und erläuterten ihr Modell. Die vorgestellte Mehrsäulenstruktur in der zahlreiche weitere Mitglieder ebenfalls Verantwortung übernehmen fand das Wohlwollen der  stimmberechtigten Mitglieder. Die RGS hat jetzt nicht nur einen sondern gleich drei 100% Vorsitzende. Ingo Janz wurde mit 100% der abgegebenen Stimmen zum Ersten Vorsitzenden, Claudia Mössner mit 100% zur neuen Sportvorsitzenden und Ralf Burkhardt mit 100% zum Verwaltungsvorsitzenden gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung gab es neben Geschenken in Form von einem großen Erinnerungsbild für den scheidenden Verwaltungsvorsitzenden Peter Josy und einem Fotoalbum aus Jahrzehnten Verantwortungsübernahme in und für die RGS für Alfred Zimmermann auch noch bedeutende Ehrungen. Jutta Kopf wurde für jahrzehntelange Tätigkeit als Vermögensverwalterin mit der Goldenen Ehrennadel des Landesruderverbandes ausgezeichnet. Auf Vorschlag des Ehrenrates wurde Alfred Zimmermann unter dem Jubel der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Gerührt zeigte sich Alfred Zimmermann und sagte „gerne nehme ich die große Ehre, als Nachfolger von Hans-Gustav Schug, Ehrenvorsitzender der Rudergesellschaft zu werden an“.

Die harmonische Versammlung endete mit einem lauten dreifachen „Hipp-Hipp-Hurra“.  Foto: RGS

03.04.2017


Meilenstein der RGS-Geschichte erreicht

von Angelika Schwager

Speyer- Nach jahrelangen, großen Bemühungen mit vielen „Aufs und Abs“ war es am gestrigen Samstag soweit, das neue Bootshaus im Reffenthal konnte eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

Doch der Reihe nach…. Noch in den vergangenen Tagen legten viele fleißige Helfer letzte Hand an, um den großen Tag vorzubereiten. Schließlich sollte das neue Bootshaus die erwarteten Ehrengäste aufgeräumt und sauber begrüßen. Ein großes Festzelt musste aufgestellt, der neue Flaggenmast bestückt, Biergarnituren aufgestellt und geschmückt ebenso die Versorgung sichergestellt werden.

Bei Kaiserwetter, blauem Himmel, viel Sonne und milden Temperaturen fanden sich die ersten Gäste schon früh im Reffenthal ein. Um den zeitlichen Ablauf der Veranstaltung nicht zu gefährden, hatten sich die Verantwortlichen entschieden, das Anrudern 2017, in einem dem RGS-Feiertag gerechten Format zu gestalten: Gegen 13 Uhr machten sich eine Frauenmannschaft im Doppelachter „Weck, Worscht un Woi“ und eine Männermannschaft im Achter „Reffenthal“ im Stammhaus am Alten Hafen auf den Weg ins neue Domizil und wurden dann programmgemäß um 14 Uhr von unserem scheidenden Ersten Vorsitzenden Alfred Zimmermann im Reffenthal per Flaggenstart offiziell in die neue Saison geschickt. Eine sicher gelungene Kombination, bei der Einweihung des neuen Bootshauses mit ausschließlich den beiden historischen Achtern, die eher an die ruderische Vergangenheit erinnern, in die Saison 2017 und die RGS-Zukunft zu starten.

Eine besondere, ihr sicher in Erinnerung bleibende Ehre erfuhr Ursula Klaer: sie erhielt aus der Hand von Alfred Zimmermann für 50jährige Mitgliedschaft in der Rudergesellschaft, am RGS-Jubeltag, die Ehrenzeichen der RGS und des Deutschen Ruderverbandes. Danach ging es Schlag auf Schlag. Steffi Haase-Goos taufte als kilometerreichste Breitensportlerin, mit einer gelungenen Ansprache, den neuen Doppelzweier in der Sternenflotte auf den Namen „Pluto“. Danach ließ es sich Alfred Zimmermann nicht nehmen, an unseren ehemaligen Ehrenvorsitzenden Hans-Gustav Schug zu erinnern und den vom Landesruderverband erworbenen Einer nach ausgezeichneter Sanierung auf den Namen „HaGu Schug“ zu taufen. Im Nachgang zu den Bootstaufen ergriffen die Ruderfreunde vom RV Rastatt das Wort, gratulierten der RGS zum neuen Bootshaus und überreichten neben einem gestalteten Skull mit einem Augenzwinkern eine Kiste flüssigen „Rollsitzenthärter“. Der Erste Vorsitzende des 1. MBC grüßte uns Ruderer sehr herzlich und warb eindringlich für gegenseitiges Verständnis von Motorbootfahrern und Ruderern in der gemeinsamen Heimat Reffenthal, nicht ohne einen „Umschlag mit Inhalt“ für die Zukunftsgestaltung zu überreichen.

Eine besondere Ehre wurde dann dem Speyerer Alt-Oberbürgermeister Werner Schineller zuteil. Für seinen Einsatz um die Belange der RG Speyer, insbesondere die Unterstützung rund um das neue Bootshaus, wurde ihm die RGS-Förderernadel verliehen. In der Laudatio blieb nicht unerwähnt, dass Werner Schineller sich in den 90er Jahren anlässlich der damals stattfindenden Hafenfeste auch als aktiver Ruderer bei den Gigboot-Rennen eingebracht hatte. Die RGS-Förderernadel wird nur in ganz seltenen und bei besonderen Ausnahmefällen an Nichtmitglieder verliehen.

Zur feierlichen Einweihung des Bootshauses begrüßte Alfred Zimmermann in seiner Ansprache nicht nur zahlreichen Gäste, sondern ging auch auf die langen Mühen von der ersten Idee bis zur nun erfolgreichen Umsetzung ein. Nicht ohne dabei ganz besonders dem Land Rheinland-Pfalz zu danken, das trotz der vieljährigen Verzögerungen an seiner Förderzusage festhielt. Diesen Ball nahm Minister Roger Lewentz gerne auf und machte deutlich, dass der RGS hier, sicher auch dank der Landesmittel, ein großer Zukunftswurf gelungen ist und wünschte der RGS weiterhin einen besonders erfolgreichen Einsatz in der Jugendausbildung und –förderung. Dem schloss sich auch der Präsident des Sportbundes Pfalz, Dieter Noppenberger, in seinem launigen Festgruß an. Oberbürgermeister Hansjörg Eger freute sich besonders, dass er nicht nur den Gruß der Stadt entbieten konnte, sondern auch den „Sportler des Jahres 2016“ Elias Dreismickenbecker nun persönlich beglückwünschen durfte. Anlässlich des Ball des Sports vor wenigen Wochen war Elias Dreismickenbecker durch den Verband zur Teilnahme am Trainingslager in Italien verpflichtet und konnte nicht persönlich beim Fest in der Stadthalle dabei sein. Mit Blick auf die Ehrung seines Vorgängers im Amt mit der Fördernadel freute sich Oberbürgermeister Eger, dass langer Atem bei der Unterstützung durch die Stadt entsprechend gewürdigt wird.

Mit einem Scherenschnitt durch das gespannte rote Band durch die Festredner wurde das neue Bootshaus seiner Bestimmung übergeben. Bei einem Rundgang machten sich insbesondere Minister Lewentz und Oberbürgermeister Eger ein Bild vor Ort und zeigten sich beeindruckt vom Geschaffenen.

Bei bester Stimmung, unterstützt von viel Sonne und bester Versorgung, feierten die Ruderer bis nach Sonnenuntergang den erreichten Meilenstein in der RGS-Geschichte. Herzlichen Glückwunsch RG Speyer!  Foto Anrudern RGS; Foto Einweihung: pem

27.03.2017


Neues Bootshaus im Reffenthal eingeweiht - Bilderalbum

107.366 Kilometer gerudert

Elias Dreismickenbecker mit 5544 km und Julia Hoffmann mit 4376 km ganz vorn

von Angelika Schwager                         

Speyer - Wie schon im Vorjahr haben die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer es auch 2016 geschafft mehr als 100.000 Kilometern auf dem Wasser zurückzulegen. Ganze 107366 Kilometer, damit 6491 Kilometer mehr als 2015 wurden im Boot bewältigt. 185 Sportler, ganze 30 mehr als im Jahr zuvor, aus allen Altersklassen hatten mindestens eine Ruderfahrt ins Fahrtenbuch eingetragen. Insgesamt wurden 3568 Fahrten absolviert. Dabei waren 60 Mädchen und Frauen sowie 125 Jungen und Männer aktiv. Gäste ruderten 6053 km, die Schüler kamen auf 783 km.

Die zehn Kilometerpreisträger, der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen, kamen auf 25824 Kilometer und bewältigten damit alleine fast 25% der gesamten Kilometerleistung. Toll, dass neun Athleten, die 2000 km-Hürde überspringen konnten.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Ole Bartenbach mit 885 Kilometern den ersten Platz vor Nicolas Bohn mit 722 Kilometern und David Martirosyan (677 km). Bei den Mädchen setzte sich Anni Maaß mit 184 Kilometer vor Leah Francine Niebrügge (43 km). Johannes Buchholz darf sich nach Rang drei im Vorjahr in der Kategorie Junioren (15-18 Jahre) mit 818 Kilometer über Platz eins freuen, gefolgt von Alexander Strasser mit 587 Kilometern und Georg Melchiori (400 km). Bei den Juniorinnen erreichte wie nicht anders zu erwarten Alicia Bohn mit 3990 Kilometern den Spitzenplatz, erneut vor Ernestine Archinger mit 331 Kilometern, gefolgt von Dorothea Schmid (181 km).

In der Kategorie Frauen I (19-30 Jahre) siegte, wie gewohnt, Julia Hoffmann mit 4376 Kilometern und wurde „Kilometerkönigin“. Die zweitplatzierte Teresa Claus mit stolzen 2697 Ruderkilometern zeigte insgesamt die fünftbeste Ruderleistung aller Aktiven. Ilona Hock auf Rang drei ruderte 388 km. Bei den Frauen II (31-60 Jahre) holte sich Beate Wettling den auch 2014 und 2015 gewonnenen Kilometerpreis mit 2046 Kilometern, knapp dahinter folgte Andrea Vogel auf dem zweiten Rang (2016 km) vor Corinna Bachmann (1771 km). Bei den Frauen III (ab 61 Jahre) schaffte es Steffi Haase-Goos (3234 km) zum zweiten Mal die langjährige Dauersiegerin Ria Baron (1468 km) auf Distanz zu halten, gefolgt von Helga Stopka (297 km).

Mit 5544 Kilometern, das bedeutet jeden Tag des Jahres mehr als 15 Kilometer im Boot, war Elias Dreismickenbecker bei den Männern I (19-30 Jahre) eindeutiger Spitzenreiter und  unangefochtener „Kilometerkönig“ 2016. Elias Kolbenschlag schaffte als Zweiter 1622 km vor Philipp Nowicki mit 1554 km. Dabei tauschten die beiden Bootskameraden im Vergleich zum  Vorjahr einfach die Plätze. In der Kategorie Männer II ging der erste Platz wieder an Harald Schwager (2525 km), vor Martin Gärtner (1803 km) und Peter Gärtner (1446 km). Die Auswertung bei den Männern III ergab nichts Neues, wie seit Jahren liegt Abonnementssiegers Günther Schuff, der 2016 auf 2222 Kilometern kam, erneut vorn. Gefolgt von Dieter Daut (1934 km) und Reinhold Eppel (1471 km).

2016 war nicht nur ein besonderes Jahr, weil erneut mehr als 100.000 km gerudert wurden, sondern auch weil das Jahr wieder von besonderen Kilometerzahlen gekennzeichnet war. Es gab Schnapszahlen:

Günther Schuff bewies mit 2222 km Treffsicherheit und hatte seine letzte Fahrt sicher genau eingeteilt. Auch 88 km für Peter Braun und 22 km für Martin Thumm als auch für Markus Münch sind runde Zahlen, allerdings mit Potential nach oben. Luca Mann war 351 km und Damian Meister 426 km auf dem Wasser, auf den ersten Blick nichts besonders, dennoch Beide ruderten, wenngleich nicht im selben Boot, 888 Mannschaftskilometer. „Rückwärts wie vorwärts“ waren auch Einige unterwegs: Corinna Bachmann schaffte 1771 km und Gunther Piller 1001 km. Und weiter geht es, Martina Schott war im Jumbo unterwegs: 747 km. Andrea Vogel ruderte im Jahr 2016: 2016 km.

Mit größtmöglicher Mannschaft wagte sich der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann bei seinen 12 Ruderkilometern 2016 auf´s Wasser, er steuerte ein mit acht Ruderern besetztes Kirchboot durchs Reffenthal, nicht ohne danach zu kommentieren „hierzu habe ich ja bald mehr Zeit und außerdem macht das auch noch so richtig Spaß“.

03.03.2017


RGS verleiht Sportabzeichen

Von Angelika Schwager

Speyer- Im Rahmen des Vereinsabends der Rudergesellschaft Speyer konnte der Sportabzeichen-Beauftragte Peter Roland Gärtner im RGS-Clubzimmer für die Saison 2016 einundzwanzig Sportabzeichen, vier mehr als im Vorjahr, verleihen. Darunter waren zwölf Jugend-, acht Erwachsenen- und ein Familienabzeichen

Unter den zwölf Jugendsportabzeichen erhielten fünf Sportler das Goldene Sportabzeichen. Ines Gärtner zum zehnten Mal, für Nikolas Bohn, Paul Bohnenstiel, Georg Melchiori und Lucas Trunk war es dagegen die erste Verleihung „in Gold“. Silber ging ebenfalls zum ersten Mal an Ole Bartenbach, Anton Bernardi, Anni Maaß und Marvin Walter, zum zweiten Mal bekamen Silber Jan Grygarzik und Florian Kunert. Auch zum ersten Mal geehrt wurde Dorothe Schmid, sie erhielt das Bronzene Abzeichen.

Bei den Erwachsenen war Philipp Nowicki in Bronze je zum dritten Mal erfolgreich. Georg Emes kann auf zwanzig Auszeichnungen zurückschauen, er erhielt Silber. Nach zehn erfolgreichen Teilnahmen im Jugendbereich legte Luis Gärtner, ebenso wie Ingrid Lenert-Dorsch, zum ersten Mal bei den Erwachsenen die Prüfung in Gold ab. Klaudia Laakmann (24x), Alex Wels (25x) und Peter Gärtner (27x) werden schon seit mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder mit Gold geehrt.

Das Familienabzeichen ging an Klaudia Laakmann, Ines, Luis und Peter Gärtner.

21.02.2017


Ergocup 2017 in Ludwigshafen – Nicolas Bohn siegt

1. Vorsitzender Ringo Ringwald gratuliert Nicolas Bohn zu GoldVon Angelika Schwager

Speyer- Mit neun Athleten reisten die Trainer Martin Gärtner und Philipp Nowicki zum 10. Ergocup-Rhein-Neckar nach Ludwigshafen an.

Den Auftakt machten Sebastian Kohl und David Martirosyan im Rennen der schweren Junioren B (15/16 Jahre). Im starken Feld mussten sie sich über die 1500-Meter-Strecke mit Meisterschaftsmedaillengewinnern aus dem Vorjahr duellieren und konnten beide gute Leistungen zeigen. Mit Platz 13 und 17 können die beiden sicherlich zufrieden sein, im Vergleich mit den Startern aus ihrem Jahrgang konnten sie sich auf Rang 2, bzw. 4 arbeiten.

Weiter ging es mit den Rennen der schweren 14jährigen Jungen, hier konnte Nicolas Bohn auftrumpfen und sich den Platz ganz oben auf dem Treppchen sichern. In einem souveränen Rennen zeigte er mit einer Endzeit von 3:31,4 Minuten über die 1000m eine starke Leistung. Mit ihm an den Start ging Ole Bartenbach, der seine Leistung aus dem Training steigerte und auf Platz 12 ins Ziel kam.

Nicolas Bohn auf dem Weg zum SiegDirekt im Anschluss stiegen die beiden Leichtgewichts-Junioren C auf die Ergometer: Neueinsteiger Alexander Martirosyan sicherte sich Bronze über die 1000 Meter mit einer knappen Sekunde Rückstand auf Platz 2. Leon Gimmy belegte den 8. Platz.

Neu im Programm waren in diesem Jahr die Rennen über 500 Meter für Regattaneulinge. Die RG Speyer brachte gleich drei Ruderer an den Start. Unter Aufsicht von Martin Gärtner absolvierten Simon Holstein, Simon Lenz und Dominik Plischke die 500 Meter und kamen dabei in dieser Reihenfolge zu Silber, Bronze und Platz 4 hinter dem Ruderer aus Eltville.

„Vier Plätze auf dem Podium, darunter ein Sieg, und jede Menge starke Leistungen können sich sehen lassen“, resümierte Julia Hoffmann. „Sicher bleibt noch viel zu tun“, so Martin Gärtner „allerdings konnten wir uns als RG Speyer gut präsentieren und eine solide Basis für die Vorbereitung auf die ersten Regatten im Frühjahr legen. Wir wollen nun versuchen, den Schwung und die Motivation mit in die letzten Trainingswochen im Winter zu nehmen, bevor es dann ab Ostern wieder in die Boote geht.“  Foto: RGS

13.02.2017


2016 Erster RGS-Sieg in einem Masterinnen-Achter

Die siegreiche Mannschaft RG Speyer/RV Bad Ems bei der Limburger Regatta Die siegreiche Mannschaft RG Speyer/RV Bad Ems bei der Limburger Regatta

von Angelika Schwager

Speyer- Das Deutschland-Achter-Rennen im Finale bei der Olympia 2016 mit dem Gewinn der Silbermedaille haben sicher noch alle vor Augen. So ist es immer, wenn es in der Königsklasse des Ruderns „um etwas geht“.

Das Achterjahr 2016 der Rudergesellschaft Speyer brachte tolle und erfolgreiche Rennen, darunter drei Siege. Aufgrund einiger Verletzungen insbesondere in der Masters-Gruppe wurde allerdings bei weniger Regatten als in den Vorjahren ein Achter an den Start gebracht. Lediglich bei zwei Regatten in Sursee, Schweiz, und in Limburg konnte ein reiner RGS-Vereinsachter besetzt werden. In beiden Fällen „gemischt“: In Sursee ruderten vier RGS-Senioren und vier RGS-Masters im reinen Männer-A-Achter-Feld auf den guten dritten Rang. Bei der Regatta in Limburg wiederholte der Masters-Mixed-Achter in der Besetzung Corinna Bachmann, Michaela Maier, Elke Müsel, Beate Wettling, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager mit Steuerfrau Teresa Claus den Erfolg aus dem Jahr 2015. Ebenfalls in Limburg landeten in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems im Masters-Achter C Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil und Harald Schwager mit den Bad Emsern Harald Daniel, Christoph Platen, Markus Kinzinger sowie Steuerfrau Annette Illy auf Platz eins. Am ersten Sieg in einem Masterinnen-Achter in der RGS-Geschichte war Ulrike Durein bei der Langstreckenregatta „Grüner Moselpokal“ in Bernkastel-Kues als Steuerfrau beteiligt. Mit an Bord der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Hellas Offenbach /Frankfurter RG /RC Aschaffenburg /RC Hamm /WSV Offenbach-Bürgel/Koblenzer RC /Cambridge RC (NZL) saß auch RGS-Ruderin Katharina Klinge, für die Frankfurter RG Germania startend.

Insgesamt zeigt die Statistik Ende 2016 154 Achtersiege, davon 71 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 83 Siege in Renngemeinschaft. Davon 60 Männer-Achtersiege, 4 Frauen-Achtersiege, 13 Junior-Achtersiege, 70 Masters-Achtersiege, 1 Masterinnen-Achtersieg, 2 Senioren-Mixed-Achtersiege, 2 Masters-Mixed-Achtersiege und 1 Jungen-Achter- sowie 1 Jungen und Mädchen-Mixed-Achtersieg.

Bei den RGS-Ruderern mit den meisten Achtersiegen gab es keine Veränderungen, da Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt und Harald Schwager sich 2016 je zwei Achtersiege holten und ohnehin die Tabelle mit deutlichem Abstand anführen. Foto: RGS

05.01.2017


Jahresschlussrudern bei der RGS

Von Angelika Schwager

Speyer. Ein Silvester-Sonnenfoto mit vielen Booten und roten Brustringen im ansonsten leeren Reffenthal hätte es werden sollen. Der Fotograf war eingeladen. Dann gingen zuerst die Temperaturen in die Knie und die Wasserfläche begann zuzufrieren. Einige Unentwegte nutzten am 29.12. den Sonnenschein und testeten, ob gerudert werden kann. Und es ging. Das Reffenthal war ab Pritsche in Richtung Rhein eisfrei und konnte befahren werden. Dann kam auch noch der Nebel dazu. Am 30.12. lag um 10 Uhr dicker Nebel über dem Reffenthal. Keine tollen Aussichten auf Sport, geschweige denn auf tolle Fotos. Um 14 Uhr hatte sich der Nebel weitgehend verzogen, leider wurde dadurch nur der Blick auf die dicker gewordene Eisschicht im hinteren Teil des Reffenthals frei. In Rücksprache mit allen Beteiligten wurde für das „photoshooting“ ein wettertechnisch besserer Zeitpunkt avisiert und Plan B geschmiedet.

Damit war klar,

Plan A: Rudern um 10 Uhr, wenn kein Eis und Nebel! Aussichten dafür am 30.12. eher trostlos

Plan B: Gemütliches Beisammensein und intensive Besprechung des ausgefallenen Plan A und gemeinsames Schimpfen auf das Wetter. Aussichten dafür am 30.12. eher blendend.

Doch es kam anders. Auf der Bootspritsche gab es aufgrund der Luftfeuchte am 31.12. um 10 Uhr zwar einen verfrühten „guten Rutsch“, aber die Wasserfläche war eisfrei und in Richtung Rhein immer noch befahrbar. Dicker Nebel war auch nicht zu sehen. So fanden sich schnell 10 willige Ruderer die bereit waren in die Doppelvierer mit Steuermann „Dominik“ und „Pionier“ zu steigen. Blieb nur die Frage „wer steuert?“ Schnell war Conny Cerin, gegen das Versprechen sie mit den Silvester-Kilometern genau auf 366 (Schaltjahr! 1 km/Tag) Ruderkilometer 2016 zu bringen, überzeugt in dicken Klamotten zu steuern. Auf dem zweiten Steuermannssitz musste dann Harald Schwager Platz nehmen.

Lohn für die „Willigen“ war eine außergewöhnliche Rudertour durch winterlich, eisige Landschaft. Foto: RGS

02.01.2017


28+1 Aktive beim traditionellen Weihnachtsfußball

Von Angelika Schwager

Speyer- Kurze Zeit nachdem das diesjährige Weihnachtsfußballspiel begonnen hatte, konnte der aufmerksame Beobachter feststellen, dass es 13 gegen 13 ging. „Das kann nicht gutgehen“, war noch der netteste Kommentar. Doch es sollte ganz anders kommen. Es trafen noch drei Nachzügler ein, damit waren die Mannschaften verstärkt und das Spiel Unglück gegen Unglück (13 vs. 13) vermieden. So viele Aktive waren noch nicht zum Fußball-/Rugby-Kick angetreten.

Nun zur Überschrift: In leuchtend gelber Jacke, die auch am Ende noch ganz sauber war, hatte sich Julia Hoffmann als einzige Aktive unter die männlichen Kollegen getraut und machte den Angreifern als starke Verteidigerin das Leben schwer. So ging es also 14+1 Aktive gegen 14 Aktive.

Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen zu Heiligabend eher frühlingshaft Temperaturen mit angenehmen 12-13 Grad, 2012 sogar 16 Grad, zu vermelden waren, blieb das Thermometer in diesem Jahr im einstelligen Bereich bei 7-8 Grad stehen.  Erneut war die Domwiese kaum aufgeweicht, sodass die Fußballer auch nach einer Stunde nahezu sauber waren. Das änderte sich nach dem Umschalten von Fußball auf Rugby jedoch schnell.

Geschuldet den derzeitigen Modetrends wurde erstmals der seit langem tradierte Spielmodus „Jung gegen Alt“ durchbrochen und durch den Modus „Bartträger“ gegen „Nichtbartträger“ ersetzt. Lustig, dass es dennoch zwei gleichstarke Mannschaften gab.

Die Zuschauer bestens versorgt mit Brezeln, Weihnachtsgebäck, warmem Apfelsaft mit Zimt und nicht zu vergessen mit einigen „Geldermännern“ durften vielfach über Tore jubeln, ließen sich aber, nicht nur durch Gespräche, auch gerne ablenken. „Och da kommt unser Versorgungsfahrzeug“, freuten sich die Zuschauer als Verwaltungsvorsitzender Peter Josy im VW-Bus vorfuhr. Über den genauen Endstand gab´s am Ende wie üblich ohnehin nicht ernstgemeinte Diskussionen.

Wie alljährlich gab sich auch die fernab von Speyer wohnende RGS-Weihnachtsfußball-Gemeinde ein Stelldichein auf der Domwiese. Aus Darmstadt, aus Karlsruhe, aus Saarbrücken, aus Frankfurt, aus Bonn, aus Hamburg, aus Zürich, aus Manchester waren sie gekommen, doch einer stellte alle in den Schatten. Extra aus China war Nils Seibert, der an Heiligabend seinen Geburtstag feierte, um sich sein Geburtstagsständchen von den Ruderkollegen abzuholen und alte Ruderfreunde zu treffen.

Im Schulungsraum des Bootshauses ließen sich zum Abschluss Aktive und Zuschauer gemeinsam die kleinen Leckereien schmecken. Foto: RGS

27.12.2016


Die 30 erfolgreichsten Rennruderer der RG Speyer

1095 Gesamtsiege - v.l.n.r. Ralf Burkhardt (285), Martin Gärtner (206), Harald Schwager (187), Peter Gärtner (417) 1095 Gesamtsiege - v.l.n.r. Ralf Burkhardt (285), Martin Gärtner (206), Harald Schwager (187), Peter Gärtner (417)

Von Angelika Schwager

Speyer- Wie jedes Jahr legt die Rudergesellschaft zum Jahresende die Liste der 30 siegreichsten Rennruderer vor.

Die Regattasaison 2016 brachte einige Veränderungen. Unter den Top 10 tauschte Martin Gärtner aufgrund seiner sieben Siege 2016 mit Peter Faber den Platz und rückt auf Rang vier vor. Außerdem wurde Martin Gärtner als erst fünfter Aktiver der RGS in den 200er-Club, Ruderer mit mindestens 200 Karrieresiegen, aufgenommen. Trotz ihrer neun Erfolge in der abgelaufenen Saison machte Julia Hoffmann in der Tabelle eher einen „Hüpfer“, denn einen Sprung. Sie kletterte von Rang 16 auf 14. In jedem Fall rückt Julia Hoffmann immer näher an die 100 Siege-Grenze heran und könnte schon bald als erste RGS-Ruderin in den „Hunderter-Club“ aufgenommen werden. Um je drei Plätze verbesserten sich Elias Dreismickenbecker und Gerhard Kayser und rückten damit in die Top 30 vor.

Die größten Bewegungen verzeichnen Alicia Bohn, sie rückte von Rang 44 auf 39 vor, und Elke Müsel, die dank ihrer 16 Erfolge 2016 um ganze 20 Plätze auf Platz 48 kletterte.

Spitzenreiter Peter Gärtner sticht nach wie vor einsam aus der Liste hervor, mit nun 417 Siegen (15 Siege 2016). Ähnlich sieht es für den zweitplatzierten Ralf Burkhardt mit 285 Erfolgen (9 Siege 2015) aus. Er ist zwar Peter Gärtner nicht näher gekommen, dafür hat er aber die 300er-Siege-Schallmauer in Reichweite. Hier stellt sich lediglich die Frage „wie lange dauert es noch bis Ralf Burkhardt bei 300 Siegen angelangt ist?“ Harald Schwager auf Platz sieben konnte zwar, trotz seiner zehn Siege im Jahr 2016, auch keinen Rang gut machen, steht jetzt aber mit 187 Gesamtsiegen in Reichweite der 200er-Grenze.

     Name                                    Rennrudererzeit      Siege           VJ/dVJ

  1. Gärtner Peter                           1975-2016                    417

  2. Burkhardt Ralf                          1985-2016                    285

  3. Seibert Lars                              1992-2016                    234            

  4. Gärtner Martin                          1979-2016                    206             5./+1

  5. Faber Peter                              1995-2016                    205             4./-1  

  6. Dr. Schwager Harald                 1974-2016                    187            

  7. Seibert Nils                               1991-2006                    145            

  8. Bohn Rainer                              1977-2014                    125            

  8. Tim Lauer                                 2006-2015                    125            

10. Gärtner Ottmar                         1977-2016                    122            

11. Bohn Peter                               1977-2010                    117            

12. Janz Ingo                                 1993-2016                    100            

13. Hinsenkamp Jörg                      1974-1982                       97            

14. Hoffmann Julia                          2010-2016                       90             16./+2

15. Wettling Beate                          1971-2016                       84             14./-1

15. Durein Frank                            1972-2016                       84             14./-1

17. Kabs Andreas                           2009-2015                       81             16./-1

18. Klein Jens                                2006-2016                       80            

19. Gard Felix                                2006-2016                       79            

19. Kopf Peter                                1971-1996                       79            

21. Bergström Lars                         2005-2010                       78            

21. Dr. Jahn Walter                         1966-1995                       78            

23. Zimmermann Alfred                  1964-1998                       76            

24. Huck Joachim                           1977-2004                       75            

25. Straube Ernst                           1969-2008                       73            

26. Wagner Janis                           2008-2014                       68            

27. Becker Frank                            1980-2007                       66            

28. Schwager Angelika                   1970-2015                       64            

29. Dreismickenbecker Elias           2009-2016                       62             32./+3

29. Kayser Gerhard                        1967-2016                       62             32./+3

39. Bohn Alicia                               2012-2016                       45             44./+5

48. Elke Müsel                               2013-2016                       38             68./+20

Foto: RGS

23.12.2016


Rennruderernadeln 2016

Elke Müsel (Silberne Rennruderernadeln, am Schlag),von Angelika Schwager

Speyer- In der Saison 2016 schafften es bei der Rudergesellschaft Speyer gleich vier Rennruderer sich für die Verleihung der begehrten Rennruderernadeln zu qualifizieren. Es wird verliehen: Drei Mal „Bronze“ (ab 15 Siege) und einmal „Silber“ (ab 25 Siege).

Die Qualifikation für die Bronzene Rennruderernadel schaffte Corinna Bachmann in ihrer erst zweiten Saison bei der RG Speyer. Der Beruf führte die langjährige, erfolgreiche Rennruderin Corinna Bachmann in die Pfalz. Die internet-Suche und Kontaktaufnahme via RGS-homepage zur früheren Gegnerin Elke Müsel brachte Corinna Bachmann zur RGS. 6 Siege 2015 und stolze 14 Siege 2016 bedeuten nun „Bronze“. Unter den bislang 20 Erfolgen kann Corinna Bachmann auch schon auf einen World Masters Sieg im Doppelvierer 2015 und einen Euro-Masters-Sieg im Doppelzweier in diesem Jahr zurückblicken.

Corinna Bachmann (Bronzene Rennruderernadel, im Bug)Erst spät begann Teresa Claus mit dem Rudersport und dann gleich im Rennbereich. Ihre ersten Starts absolvierte Teresa Claus im Frauen-Bereich in Schierstein und Sursee 2013 und siegte erstmals 2014 in Heidelberg im Leichtgewichts-Frauen-Einer A. Ihren Debuterfolg kommentierte Teresa Claus damals mit Freudentränen in den Augen, „das war super“. Die Regatten in Gießen, Bamberg, Limburg und Sursee brachten 2015 gleich neun erste Plätze. Die 7 Erfolge 2016, davon 5 in Limburg, schoben das Siegkonto auf 17 Gesamtsiege.

Seit 2012 siegt Moritz Durein auf Regatten. Mit 2 Siegen ging es vor vier Jahren los und mit 3 Siegen 2013 weiter. Die siegreichste Saison mit 8 Erfolgen war dann 2014. Ausgerechnet 2016, in seinem Bufdi-Jahr bei der RGS, ließ Moritz Durein die beiden für „Bronze“ notwendigen Siege folgen.

Elke Müsel lässt nach der Bronzenen Rennruderernadel 2015 nur ein Jahr später die Silberne Rennruderernadel folgen. Sie blickt auf jetzt 38 Siege mit der RGS-Masters-Gruppe zurück. Nach 6 Siegen (2013), 7 Siegen (2014) und 9 Siegen (2015) folgten 16 Saisonerfolge 2016. Das ergibt eine rasante Trendkurve bei den Siegzahlen/Jahr. 2016 war der bedeutendste Sieg sicherlich der 1. Platz bei den Euro-Masters mit Corinna Bachmann im Masterinnen-Doppelzweier B. Foto: RGS

19.12.2016


In der Rudersaison 2016 ganze 59 Siege errungen

Von Angelika Schwager

(Speyer) - Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2016. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann und Verwaltungsvorsitzender Peter Josy freuten sich im vollbesetzten Saal zur Siegermatinee begrüßen zu dürfen.

Nachdem schon in der Saison 2015 ein neuer Rekord mit 73 Regattateilnehmern aufgestellt werden konnte, wurde dieser 2016 noch einmal übertroffen. Stolze 75 Ruderer und Ruderinnen waren auf Regatten im In- und Ausland im RGS-Vereinstrikot mit dem markanten roten Brustring am Start. Darunter waren 37 Sieger, exakt so viele wie 2015.

„Im Jahr 2016 erzielten unsere Aktiven bei 30 Regatten 59 Siege, 47 zweite Plätze und 25 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht jetzt bei genau 3560 Erfolgen“, berichtete stolz Peter Josy. Gleich zu Beginn wurde die Mannschaft Norbert Herbel, Gerhard Kayser, Reinhold Eppel, Klaus Disqué und Steuermann Frank Durein auf die Bühne gebeten, um den letzten Sieg der Saison bei der Nikolaus-Regatta in Mainz gebührend zu beklatschen.

Besondere Erwähnung fanden die drei Spitzensportler Alicia Bohn, Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann. Julia Hoffmann wurde nicht nur für neun Saisonsiege, sondern auch für ihr ehrenamtliches Engagement für die Rudergesellschaft geehrt. Alicia Bohn, 5 Saisonsiege, und Elias Dreismickenbecker, drei Siege 2016, gewannen bei den Deutschen Meisterschaften Gold und durften die RGS im Nationaltrikot auch bei den Weltmeisterschaften vertreten. So ruderte Alicia Bohn bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Rotterdam im Finale zu Silber. Gleiches hatte sie bei der U19-Europameisterschaft im Einer in Trakai, Litauen, geschafft. Elias Dreismickenbecker holte sich im Leichtgewichts-Doppelvierer bei der U23-Weltmeisterschaft die hart umkämpfte Silbermedaille.

Für ihren Sieg bei der Euro-Masters-Regatta in München wurden Elke Müsel und Corinna Bachmann lobend erwähnt. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften gab drei Titel für Speyer: Alicia Bohn siegte im Einer bei den Juniorinnen A. Im Frauen-Einer tat es ihr Julia Hoffmann gleich. Dem ließen Martin Gärtner und Harald Schwager die Meisterschaft im Masters-Doppelzweier folgen.

Insgesamt trugen sich 37 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste ein. Erfolgreich waren bei den Jungen (bis 14 Jahre) Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Leon Gimmy, Luca Mann (je 2 Siege) und Sebastian Kohl mit einem Erfolg.

Bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) holten Alicia Bohn fünf Erfolge, Ernestine Archinger schaffte ebenso wie Jan Grigarzik einen Sieg.

Teresa Claus war mit sieben Siegen, nach Julia Hoffmann siegreichste Seniorin. Komplettiert wurde das Bild bei den Senioren durch Elias Kolbenschlag mit drei und Moritz Durein mit zwei Erfolge.

Die größte Gruppe stellten wie meist die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Elke Müsel mit sechzehn, gefolgt von Peter Gärtner mit fünfzehn und Corinna Bachmann mit vierzehn ersten Plätzen die meisten Saisonsiege. Mit zehn Erfolgen gerade noch zweistellig blieb Harald Schwager gefolgt von Ralf Burkhardt (9 Siege). Mit seinen sieben ersten Plätzen gelang Martin Gärtner das Kunststück die 200er-Siegmarke zu überspringen, er kommt jetzt auf insgesamt 206 Karriereerfolge. Die weiteren Sieger waren: Ralf Mattil (7 Erfolge), Norbert Herbel (4), Gerhard Kayser (3), Klaus Disqué, Frank Durein, Reinhold Eppel, Arnd Garsuch, Lars Seibert, Beate Wettling, Thomas Zimmermann (je 2), Hubert Doser, Ulrike Durein, Lutz Fiedler, Volker Holl, Gerd Jakobs, Michaela Maier, Michael von Stumberg und Andreas Walter (je 1 Sieg).

Der Vorstand und die Trainingsmannschaften bedankten sich bei Trainer Martin Gärtner mit einem besonderen Applaus, nicht nur für sein Engagement bei der Trainingsarbeit und der Technikoptimierung sondern auch für seine eigenen Erfolge. Martin Gärtner ist erst der fünfte RGS-Ruderer im 200er-Club, Ruderer mit mehr als 200 Karrieresiegen. Tim Lauer wurde für die erfolgreiche Trainerarbeit mit Alicia Bohn und die Bufdis Philipp Nowicki und Moritz Durein für den Aufbau der sehr großen Jugendgruppe hervorgehoben und gebührend beklatscht.

Neben den Ehrungen durch die Rudergesellschaft durfte Alfred Zimmermann die beiden Topruderer mit der Meisternadel des Landessportbundes auszeichnen. Alicia Bohn erhielt Bronze und Elias Dreismickenbecker Silber.

05.12.2016


Sieg, Sonne und blauer Himmel bei der letzten Regatta des Jahres

Masters-Mixed-Doppelvierer auf dem Silberrang. Masters-Mixed-Doppelvierer auf dem Silberrang.

Von Angelika Schwager

Mainz- Bei der 29. Regatta „Nikolaus-Vierer“ waren gleich sechs Gig-Doppelvierer der Rudergesellschaft Speyer am Start. Der Name ist Programm, immer zu Nikolaus geht diese Ruderregatta auf der Mainzer Wachsbleiche, einem Seitenarm des Rheins über die Bühne. Ein Muss ist die lustige Ruderkleidung: da rudern Nikoläuse, die im mit Tannenbaum geschmückten Ruderboot antreten gegen eine vier Weihnachtsengel oder Sträflinge, was auch immer das mit Nikolaus zu tun hat treten gegen Knecht Ruprecht und seine drei Ruten an. Kurz: nur wer nicht wenigstens eine Nikolausmütze aufhat gilt als Spielverderber.

Das Langstreckenrennen über 3.000 Meter, davon zunächst 2 Kilometer mit dem Strom und das letzte Streckendrittel gegen den Strom verlangte den Mannschaften im Gig-Boot einiges ab.

Im Mixed-Doppelvierer der Anfängerklasse steuerte Andrea Vogel ihr Team Martine Schraml, Cornelia Cerin, Ilona Hock und Jochen Seifert in 13:59 Minuten auf den guten fünften Platz im Zehn-Boote-Feld. Im Masters-Mixed Doppelvierer D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) benötigten Beate Wettling, Monika Wels, Ralf Mattil und Martin Gärtner und Steuermann Frank Durein 12:24 Minuten für die drei Kilometer und kamen auf den Silberrang. Die Masterinnen mit Birgit Dillmann, Franziska Küenzlen, Marion Peltzer-Lehr, Andrea Vogel und Steuermann Harald Schwager ruderten in der Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) in 14:26 Minuten zu Bronze. Der Männer C-Doppelvierer zeigte eine gute Leistung: Bastian Hoffmann, Markus Konieczny, Joachim Laibe, Klaus Wies und Steuerfrau Elke Guth waren bei ihrem siebten Platz 12:29 Minuten unterwegs. Der Männer D-Doppelvierer überruderte nach 12:02 Minuten die Ziellinie. An Bord beim fünften Platz waren Bernd Fleddermann, Martin Gärtner, Ralf Mattil, Harald Schwager und Steuermann Norbert Herbel. Gleichzeitig war dies das schnellste Speyerer Boot. Den Männer G-Doppelvierer mit Gerhard Kayser, Norbert Herbel, Reinhold Eppel und Klaus Disqué steuerte Frank Durein in 12:29 Minuten zum Sieg.

„Mit der Ausbeute von je einmal Gold, Silber und Bronze sind wir sehr zufrieden. Außerdem erzeugten wir als größte Truppe mit gleich sechs reinen Vereinsbooten in einheitlichem Outfit reichlich Aufsehen“, freuten sich die Speyerer Teilnehmer über Ergebnis und Spaß beim gemeinsamen Glühwein nach den Rennen. Foto: RGS

04.12.2016


„Anna“ und „Erich Stopka“ getauft

Von Angelika Schwager

Speyer-  Trotz Regenwetter konnte der Erste Vorsitzende der Rudergesellschaft Speyer zum Abrudern der Saison 2016 eine große Zahl Ruderfreunde begrüßen. Von der letzten offiziellen Ausfahrt des Jahres wollten sich die Mannschaften auch vom Rheinniedrigwasser und den widrigen äußeren Umständen nicht abhalten lassen. Zwei Doppelvierer mit Steuermann und ein Frauenachter, gesteuert von Reinhold Eppel, machten sich auf den Weg rheinaufwärts in den Trompeterbau.

Nach der Rückkehr erwartete die Ruderer nicht nur eine gute Versorgung, Vergnügungswart Volker Holl und sein Team hatten reichlich eingedeckt, sondern auch ein stets herbeigesehntes Ereignis. Die Taufe und Indienststellung von Booten. Gleich zwei Einer warteten darauf getauft zu werden. Vor der Taufe ging Alfred Zimmermann auf die äußerst erfolgreiche Regattasaison 2017 mit den Silbermedaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften von Alicia Bohn und Elias Dreismickenbecker ein und versprach den Anwesenden „der Neubau im Reffenthal wird wohl gegen Mitte März eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Der Bau ist zu 95 % fertiggestellt.“

Zur Taufe des ersten Einers ergriff Jürgen Stopka das Wort und erinnerte in seiner Ansprache an die Bedeutung welche die Rudergesellschaft für seinen Vater Erich Stopka eingenommen hatte. Als langjähriges Vorstandsmitglied und Erfolgstrainer wird er im Gedächtnis der Speyerer Ruderer bleiben. „Auch wenn er selbst nicht in diesem Renneiner Platz genommen hätte, so würde er sich dennoch sehr darüber freuen, dass heute aktive Rennruderer in einem Renneiner seines Namens trainieren und Erfolge erzielen“, taufte Jürgen Stopka den Einer auf den Namen des verstorbenen RGS-Ehrenmitglieds Erich Stopka. Unter dem Motto „Anna tauft Anna“ fand die zweite Taufe statt. Mit den Worten „ich wünsche Dir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit gute Fahrt“, taufte Anna Müsel den Renneiner ihrer Mutter Elke auf den Namen „Anna“.  Foto: RGS

07.11.2016


Zwei vierte Plätze für Julia Hoffmann bei DM

Im Vordergrund mit rotem Brustring 2. v.r. Julia Hoffmann. Im Vordergrund mit rotem Brustring 2. v.r. Julia Hoffmann.

Von Angelika Schwager

Krefeld- Tolles Herbstwetter, spannende Wettkämpfe, super Organisation und eine gute Atmosphäre machten die nationalen Ruder-Meisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld zu einem schönen Erlebnis an dem auch Julia Hoffmann von der Rudergesellschaft Speyer teilhaben konnte. Ein starkes Teilnehmerfeld sorgte beim Saisonabschluss für spannende Wettkämpfe. Nachdem die Medaillen bei den Großbootrennen am ersten Regattatag vergeben wurden, stand am zweiten Tag die 350 m lange Sprintdistanz auf dem Programm.

Kurzfristig und völlig überraschend musste Julia Hoffmann, sie hatte sich auf die Sprintmeisterschaft im Einer vorbereitet, am ersten Tag über die 1000-Meter-Distanz ran. Im Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau A verstärkte sie aufgrund eines Ausfalls in der Renngemeinschaft RV Konstanz/Hanauer RC/Limburger CfW/RG Speyer das Trio mit Sophia Krause, Cara Pakszies und Maximiliane Horz. Das Quartett um Julia Hoffmann harmonierte auf Anhieb und lieferte im top besetzen Feld ein sehr gutes Rennen ab. Letztlich reichte es im Endlauf der Deutschen Großbootmeisterschaften mit einer Sekunde Rückstand auf die Renngemeinschaft Hanauer RC/RV Waltrop in 3:18,16 Minuten leider nur zum undankbaren vierten Platz.

Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften über die 350-Meter-Distanz erreichte Julia Hoffmann im Frauen-Einer A nach einem zweiten Platz im Vorlauf mit einem Sieg im Hoffnungslauf das Finale. Im Finale gab es ein ganz enges Rennen. Erneut gab es nur den undankbaren vierten Platz für die Speyererin. Die Uhr blieb nach 1:30,29 Minuten stehen und die Bronzemedaille, die an Kaya Doreen Treder vom RV Hameln ging, war um vier zehntel Sekunden verfehlt. Es siegte Leonie Neuhaus vom Essen-Werdener RC in 1:28,89 Minuten.

Julia Hoffmann zeigte sich dennoch zufrieden und sagte „die Rennen im Einer waren ok, über den Doppelvierer habe ich mich gefreut, schade, dass es zwei Mal nur zu Rang vier reichte.“ Foto: RGS

18.10.2016


Zweite Plätze bei der 82. Würzburger „Bocksbeutel“-Langstreckenregatta

Von Angelika Schwager

Würzburg- Mit zwei Booten war die Rudergesellschaft Speyer bei der „Bocksbeutel Langstrecke“ auf dem Main bei Würzburg über die 4500 Meter-Strecke vertreten. Gestartet wurde trotz Niedrigwasser und geringer Strömung bei Randersacker, Stromkilometer 258,2, das Ziel wurde bei der Bayernbucht, Stromkilometer 253,7 durchrudert.

Frank Durein startete im Masters-Einer E, zeigte ein technisch sauberes Rennen, das er nach 19:37 Minuten als Zweiter hinter Bernhard Klinger, Frankfurter RG Germania, beendete.

Der Masters-Achter C RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau ging in der in der Besetzung Peter Faber, Lars Seibert, Arnd Garsuch, Martin Gärtner, Ingo Janz, Harald Schwager, Lutz Fiedler und Thomas Dresel an den Start. Die Steuerseile bediente Frank Durein. Mit Schlagzahl 36/Minute und 1:35 Minuten/500 Meter ging es auf die Strecke, nach 500 Metern ruderte die Crew, permanent von Frank Durein gefordert, die nächsten 3 ½ Kilometer mit einem 32er Schlag, um dann auf den letzten 500 Metern wieder auf  Schlagzahl 36/Minute zu steigern. Nach 14:26 Minuten war die Ziellinie überrudert. Das bedeutete Rang zwei hinter der Frankfurter RG/Hersfelder RV/Heidelberger RK, die mit Regattabestzeit von 14:17 Minuten siegte. Der drittplatzierte Achter aus Würzburg/Zellingen lag mit 14:56 Minuten weit zurück, gefolgt von Hameln/Rinteln in 15:05 Minuten.

Die Crew war mit dem Rennverlauf sehr zufrieden. „Das Boot lief, Frank Durein hat Ideallinie gesteuert und uns stets an die Grenze des Leistbaren gebracht“, resümierte die Achtermannschaft. Foto: RGS

16.10.2016


Gold und Silber beim 45. Rheinmarathon

Von Angelika Schwager

Speyer- Der Rheinmarathon  (42 km) von Leverkusen nach Düsseldorf ist der Saisonhöhepunkt der Langstrecken-Ruderer der Rudergesellschaft Speyer. Dabei gab es Gold, davon erfuhr die Mannschaft beim Duschen, Silber und einen 5. Platz.

Dieses Jahr kam erstmalig eines der neuen Kirchboote der RG Speyer „Konrad II“ zum Einsatz. Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung im Speyerer Team, ging die Mannschaft als Renngemeinschaft RG Speyer/Neusser RV an den Start. Gesteuert von Norbert Herbel starteten die beiden Schlagmänner Frank Durein und Gerd Jakobs mit Dieter Guhl, Volker Holl, Ralf Mattil, Thomas Zimmermann, Gunter Piller, Andreas Walter, Hubert Doser und als einzige „Nicht-Speyererin“ Hedwig Werhahn-Glade vom Neusser RV.

In den letzten Jahren hat der Rheinmarathon seinen Schrecken als Wetterhölle ein wenig verloren. So auch diesmal, 12 Grad Celsius, kein Regen, leichter Schiebewind begleiteten die Ruderer. Einzig der niedrige Wasserstand ließ schon vermuten, dass es kein besonders schnelles Rennen würde.

In Leverkusen wurde gestartet und immer wieder galt es die Wellen, ausgelöst durch die Berufsschifffahrt,  zu meistern, die aufgrund des niedrigen Wasserstand selbst einem Kirchboot alles abverlangten. Ab der Hälfte des Rennens, bei etwa km 20, näherte sich das Speyerer Kirchboot, dem zuvor gestarteten Neusser Boot auf Schlagdistanz. Es entwickelte sich ein spannender Kampf um jeden Meter. Jeder Angriff der Speyerer wurde von der Neusser Mannschaft gekontert. Das „Elefantenrennen“ zog sich 10 km hin, für die Ruderer gefühlt 100 km. Der Endspurt begann 10 km vor dem Ziel. Im Ziel war nicht auszumachen wer zeitlich die Nase vorn hatte. Nach dem Verladen des Bootes ging es zum verdienten Duschen und genau dabei sickerten die Rennergebnisse durch: RG Speyer, schnellste Zeit, 1. Platz! Auf den Silberrang ruderte der Neusser RV und Bronze ging an den Karlsruher RV Wiking.

Ebenfalls am Start waren Steffi Haase Goos und Andrea Vogel Frauen-Gig-Doppelvierer m. Steuermann E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mündener RV/WRG „Die Wikinger“ mit Katrin Martinen und Ursel Ries. Nach 2:44:58 Stunden blieb die Uhr stehen, das bedeutete den Silberrang, nur um 1 Sekunde geschlagen von Dormagener RG 'Bayer'.

Reinhold Eppel erreichte im Gig-Doppeldreier C in der Renngemeinschaft RG Speyer/Bamberger RG/Ludwigshafener RV mit Ellen Brandenburger und Detlef Döhnert nach 2:36:48 Stunden den 5. Platz. Foto: RGS

04.10.2016


RGS gewinnt Masters-Pokal in Sursee

Siegerehrung Ole Bartenbach und Nicolas Bohn (im Bug) Siegerehrung Ole Bartenbach und Nicolas Bohn (im Bug)

Von Angelika Schwager

Sursee-  Zur Internationalen Regatta über die 450-Meter-Sprintdistanz in Sursee, Schweiz, auf dem Sempacher See reiste die Rudergesellschaft Speyer mit 21 Ruderern an. Ziel war das erneute verteidigen des Masters-Pokal und möglichst ein Sprung aufs Treppchen in der Vereinswertung. Bei der 5-Bahnen-Regatta werden Punkte nur an Vereinsmannschaften in den Zweier-, Vierer- und Achterkonkurrenzen vergeben, für den ersten Platz drei, den zweiten zwei und den dritten Platz ein Punkt.

Damit war für alle startenden Speyerer Mannschaften die Losung „nicht aufgeben und um jeden Platz und damit jeden Punkt kämpfen“ ausgegeben. Bei insgesamt sechs Siegen, sieben zweiten, elf dritten, fünf vierten und ohne fünften Platz konnte sich das Speyerer Team am Ende über den Gewinn des Masters-Pokals und den dritten Platz in der Vereinswertung freuen. Von den jüngsten Teams, hier waren gleich neun Neueinsteiger in der U15-Klasse am Start, bis zu den Ältesten Peter Faber und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier griffen alle Altersklassen kräftig in die Riemen bzw. die Skulls um sich aktiv am Punktesammeln zu beteiligen.

Bei den ersten Rennen des Tages den beiden Männer-Doppelzweiern gab es das Duo Elias Archinger und Marvin Degen einen zweiten und für Moritz Durein mit Jonas Wöhning einen vierten Platz. Danach ruderte Johannes Buchholz im U17-Einer auf Rang drei. Bei den Masters-Doppelzweiern hatten es Martin Gärtner und Lutz Fiedler mit deutlich jüngerer Konkurrenz zu tun und wurden in 1:20,92 Minuten gute Vierte. Peter Faber und Harald Schwager rangen mit der Renngemeinschaft SC Standstad/SC Zug um den Sieg wurden zweites Boot zehn Sekunden vor dem Basler RC. Eine Besonderheit gab es im Jungen-Einer U15. In den sechs Abteilungen fand sich je ein Vertreter der RG Speyer. Die Regattaneulinge des Jahres 2016 schlugen sich prächtig. Paul Bohnenstiel und Nicolas Bohn wurden je Zweite, Marvin Walter, Luca Mann und Ole Bartenbach kamen auf Rang drei und Leon Gimmy wurde Vierter. Im Masterinnen-Doppelzweier hatten es Elke Müsel und Corinna Bachmann „mit alten Bekannten zu tun“, nach 1:28,79 Minuten war der erste Speyerer Sieg vor der Renngemeinschaft SC Interlaken/SC Thun gesichert. Teresa Claus und Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier taten es den beiden Masterinnen gleich und siegten fast mit identischer Zeit in 1:28,42 Minuten mit einer knappen Länge vor Basler RC/RC Schaffhausen.

Bei den Junioren-Doppelzweiern U15 hatte die RGS vier Boote am Start. Nach einem vierten Platz für Luca Mann und Philipp Maier gab es zwei dritte Plätze für die Duos Paul Bohnenstiel/Marvin Walter und Leon Gimmy/Sebastian Kohl. Ole Bartenbach und Nicolas Bohn mussten hart kämpfen bis sie dann in 1:31,61 Minuten den ersten Speyerer U15-Sieg bejubeln durften. Der SC Stäfa lag am Ende mit 1,2 Sekunden zurück. 

RGS-Frauen-Doppelvierer in Aktion

Im Masters Mixed-Doppelvierer holten sich Corinna Bachmann, Elke Müsel, Lutz Fiedler und Schlagmann Harald Schwager den klaren Sieg vor dem zweitplatzierten Basler RC. Mit nur vierundzwanzig hundertstel Sekunden musste sich der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Moritz Durein und Jonas Wöhning geschlagen geben. Den nächsten Vierer-Sieg sicherten sich die Jüngsten im Speyerer Team. Sebastian Kohl, Nicolas Bohn, Luca Mann, Ole Bartenbach gesteuert von Leon Gimmy hielten im C-Gig-Doppelvierer die Gegner auf Distanz. Der zweitplatzierte RC Rapperswil-Jona lag acht und der drittplatzierte Basler RC ganze zwölf Sekunden zurück. Im Masters-Doppelvierer hatten es Peter Faber, Lutz Fiedler, Martin Gärtner und Harald Schwager mit deutlich jüngerer Konkurrenz zu tun. Trotz einem sehr guten und schnellen Rennen, die Speyerer waren nach 1:13,54 Minuten im Ziel, reichte es leider nur zu Rang zwei und der Genugtuung die Masters-A-Mannschaft vom SC Zürich um acht hundertstel Sekunden geschlagen zu haben. Der Frauen-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Ernestine Archinger und Elke Müsel lieferte ein beherztes Rennen ab. Unglaublich aber wahr mit 1:22,63 Minuten stoppte der Zielrichter exakt die gleiche Zeit wie für den RC Cham, der SC Sempach lag zwei Längen zurück. Totes Rennen und Sieg für die Speyerer Frauen. Der Männer-Doppelvierer mit Moritz Durein, Elias Archinger, Jonas Wöhning und Marvin Degen ruderten in 1:16,40 Minuten auf den dritten Platz.

Im Männer-Zweier ohne Steuermann griffen Master Martin Gärtner und Jungsenior Marvin Degen in die Riemen und ruderten auf den vierten Platz.

Im Masters-Mixed Doppelzweier waren gleich zwei Speyerer Boote am Start und sie machten es dem jüngsten Team im Feld, dem SC Küsnacht, nicht leicht den Sieg zu erringen. Michaela Maier und Lutz Fiedler kamen als zweite drei zehntel Sekunden vor dem Duo Bachmann/Schwager ins Ziel, weit dahinter der RC Steckborn und der SC Sursee. Die Mixed-Doppelzweier-Konkurrenzen sahen die beiden Speyerer Teams Ernestine Archinger und Jonas Wöhning sowie Julia Hoffmann und Elias Archinger. Beide Duos kamen in ihren Läufen auf Platz drei.

Der Höhepunkt der von blauem Himmel und Sonnenschein begleiteten Regatta war das abschließende Achterrennen. Teresa Claus an den Steuerseilen stimmte ihre Crew ein. Felix Gard auf dem Schlagplatz, Jens Klein, Paul Schwager, Marvin Degen und die vier Masters Peter Faber, Lutz Fiedler, Martin Gärtner und Harald Schwager hatten es mit vier Männer-Achtern zu tun. Die eingefahrene Mannschaft vom Grasshopper Club Zürich war nicht zu halten und siegte verdient. Dahinter kämpfte Speyer um die Punkte. Die Renngemeinschaft Richterswil/Bern/Sempach/Rapperswil-Jona war nach 1:10,07 Minuten im Ziel, gefolgt von Speyer in 1:10,92 Minuten und den RC Baden in 1:11,89 Minuten, der SC Stäfa lag deutlich zurück.

Nicht nur mit dem im abschließenden Achterrennen erzielten Punkt war das Team höchstzufrieden, sondern besonders „dass sich gleich dreizehn Speyerer mindestens einmal in die Siegerliste eintragen durften“. Die geschlossene Mannschaftsleistung zeigte sich auch daran, dass alle Altersgruppen fleißig zur Punktesammlung und dem dritten Gesamtplatz beitrugen. Mit drei Siegen war Elke Müsel erfolgreichste Sursee-Sprinterin, gefolgt von Corinna Bachmann, Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Teresa Claus und Julia Hoffmann mit je zwei Siegen.   

03.10.2016


Ulrike Durein steuert internationalen Frauenachter zum Sieg

Das gesamte Team

Von Angelika Schwager

Bernkastel-Kues- 800 Ruderer und Ruderinnen in 242 Booten von 110 Vereinen aus sechs Ländern, mit dabei die RG Speyer, das war der „Grüne Moselpokal“ in Bernkastel-Kues. Eurosport-Kommentator Arno Boes schickte die Boote bei herrlichem Frühherbstwetter auf die 4000 Meter lange Strecke – 2000 Meter moselabwärts und mit Backbordwende wieder zurück.

Als erstes feierte Frank Durein sein Regatta-Comeback; in der Renngemeinschaft mit Limburg gab es im Masters-Achter E (Mindestdurchschnittsalter MDA 55 Jahre) Platz zwei hinter dem RK am Baldeneysee Essen.

Danach gingen zwei Gig-Bootbesatzungen nacheinander an den Start. Im Masters-Gig-Doppelvierer D (MDA 50 Jahre) platzierten sich, gesteuert von Ulrike Durein, David Kolassa, Ralf Mattil, Bernd Fleddermann und Thomas Zimmermann in 17:50,9 Minuten auf Rang sechs. Es siegte die Koblenzer RC Rhenania in 16:30 Minuten. Im Rennen der Masters-Gig-Doppelvierer G (MDA 65 Jahre) starteten Gerhard Kayser, Michael von Stumberg, Norbert Herbel und Klaus Disqué. Steuermann Frank Durein führte das Team in 18:21,7 Minuten auf Platz vier. Sieger wurde der WSV Honnef in 17:09,7 Minuten.

Obwohl die Speyerer Ruderer nicht im Vorderfeld landeten, tat dies der tollen Regattastimmung keinen Abbruch. „Nächstes Jahr sind wir wieder bei dieser herrlichen Regatta dabei – jedes Team allerdings mindestens eine Minute schneller“ waren sich die Speyerer einig.

Die Krönung aus Speyerer-Sicht lieferte Ulrike Durein, als Steuerfrau des international besetzten Masterinnen-Achters C (MDA 43) führte sie die Renngemeinschaft RG Speyer /RV Hellas Offenbach /Frankfurter RG „Germania" /RC Aschaffenburg /RC Hamm /WSV Offenbach-Bürgel/Koblenzer RC Rhenania/Cambridge Rowing Club (NZL) in der Zeit von 15:03,3 Minuten zum Sieg. Mit an Bord des Achters war auch die für die Frankfurter RG „Germania“ startende RGS-Ruderin Katharina Klinge. Der erste Regattasieg von Ulrike Durein im Jahr 2016 bedeutete auch gleich den Gewinn des Ehrenpreises der Stadt Bernkastel-Kues. Foto: RGS

 

28.09.2016


Seibert/Garsuch bei World Masters Regatta in Kopenhagen

Von Angelika Schwager

Kopenhagen-  Die bedeutendste Regatta der Masters-Ruderer fand in diesem Jahr bei bestem Wetter in Kopenhagen auf der 8-Bahnen-Bagsvaerdsee-Strecke statt. Bei der FISA World Masters Regatta kämpften wieder tausende Ruderer um die Medaillen der Altersklassen A (Mindestalter 27 Jahre) bis K (Mindestdurchschnittsalter 85 Jahre). Sonnenschein rund um die Uhr mit bis zu 26 Grad sorgte für gute Ruderbedingungen.

Lars Seibert und Arnd Garsuch mussten sich in ihrem ersten Rennen, dem Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre), im vollen Teilnehmerfeld mit acht Booten gleich mit bekannt härtester Konkurrenz nicht nur aus Russland auseinandersetzen. Es herrschte Schiebewind auf der Strecke, von welchem die Speyerer, auf der Bahn 8 landseitig und schön windgeschützt unterwegs, leider nichts abbekamen. Dynamo Moskau, mit den seit Jahren bei der World Masters Regatta dominanten Ruderern Dmitrii Ovechko und Mikhail Izotov, konnte sich direkt am Start in Führung schieben und kontrollierte das Feld. Lars Seibert und Arnd Garsuch kamen schlecht vom Start weg und erst nach etwa 500 m auf den 3. Rang vorrudern. Im Endspurt kam das Duo Seibert/Garsuch nochmal bis auf eine Sekunde an die zweitplatzierten Niederländer heran, es reichte jedoch nicht ganz zum Silberrang. Dänemark auf Platz vier lag 2 Bootslängen zurück. Großbritannien, Norwegen und Schwedenlagen aussichtslos zurück.

Nach einem Tag Rennpause zur Regneration stand der Doppelzweier A auf dem Programm. Es herrschten Speyerer Ruderbedingungen: kein Wind, keine Wellen! Hoffnung aus Speyerer Sicht. Erneut im acht Boote-Feld verlief der Start wesentlich besser und es ging mit über 40 Schläge/Minute auf die Strecke. Dänemark hielt dagegen und konnte sich früh absetzen und behauptete den Vorsprung bis ins Ziel. Im Speyerer Doppelzweier verlief das Rennen absolut optimal, so war der 2. Platz im Ziel der verdiente Lohn der Anstrengung. Die Niederländer lagen nur sechs Zehntel Sekunden zurück mussten aber mit dem Bronzerang vorlieb nehmen. Die viertplatzierten Schweden lagen eine Bootslänge und die folgenden Finnen weitere zwei Längen zurück.

„Die Vorbereitung hat sich gelohnt. Bei diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld und optimalem Rennverlauf sind wir sehr zufrieden. Wir werden auf jeden Fall weiter trainieren“, resümierten Lars Seibert und Arnd Garsuch. Bled (Austragungsort der FISA World Masters Regatta 2017) kann kommen! Foto: RGS

13.09.2016


Goldfluss Lahn und „sieben auf einen Streich“

Frauen-Doppelvierer auf dem Weg zum Sieg mit Julia Hoffmann am Schlag, Karolina Farr, Stephanie Hang und im Bug Teresa Clausvon Angelika Schwager

Limburg- Den Auftakt in die Herbstsaison nutzten die Speyerer Ruderer gleich zu einem Paukenschlag. Bei der Limburger Ruderregatta über die 500-Meter-Sprintdistanz gab es einundzwanzig Siege, achtzehn zweite und vier dritte Plätze. Die Lahn entwickelte sich dabei zum Goldfluss sowohl für die jüngsten Nachwuchsruderer als auch für die erfahrensten Masters-Ruderer. Den Vogel schoss eindeutig Peter Gärtner ab, er schaffte „sieben Siege auf einen Streich“, ihm kaum nach standen Harald Schwager mit sechs als auch Julia Hoffmann, Teresa Claus und Ralf Burkhardt mit je fünf ersten Plätzen. Corinna Bachmann und Elke Müsel brachten es auf vier Erfolge.

Eindeutig den größten Jubel im Speyerer Schlachtenbummler-Lager lösten jedoch die Debutsiege der Nachwuchsruderer aus. Der jüngste Speyerer, Leon Gimmy, ging im Leichtgewichts-Jungen-Einer, 13 Jahre, an den Start und hielt den zweiten Tom Bergmann vom Marburger RV mit mehr als einer Länge auf Distanz. Im Jungen-Einer, 14 Jahre, ruderte Luca Mann dem zweitplatzierten Maik Brieden, RC Meschede, gleich dreizehn Sekunden davon. Jan Grigarzik holte sich den Sieg im Junior-Einer B (15/16 Jahre). Im Jungen-Doppelvierer waren dann gesteuert von Leon Gimmy, Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Anton Bernardi und Luca Mann am Start und gaben mit einem zweiten und einem dritten Platz ihr Regatta-Debut. Paul Bohnenstiel und Marvin Walter, ebenfalls zum ersten Mal am Regattastart, zeigten zwei gute Rennen mit den Rängen zwei und drei. Komplettiert wurde das Nachwuchsbild von zwei zweiten Plätzen von Nicolas Bohn und Ole Bartenbach im Doppelzweier und einem weiteren zweiten Platz von Jan Grigarzik und Georg Melchiori im Junioren-Doppelzweier B.

Bei den Senioren gab es gleich zwei Doppelsiege. Elias Kolbenschlag war mit den Ruderern vom RV Bad Ems in Renngemeinschaft unterwegs und gewann beide Doppelvierer-Konkurrenzen. Ihm gleich taten es Julia Hoffmann und Teresa Claus, sie waren mit Stephanie Hang, RV Ingelheim und Karolina Farr, Mainzer RV, nicht zu schlagen und gewannen zwei Mal den Frauen-Doppelvierer A. Der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Elias Kolbenschlag und Moritz Durein siegte vor Limburg und Offenbach. Julia Hoffmann komplettierte ihr „Medaillen-Sortiment“ mit Siegen im Frauen-Einer A und dem Frauen-Doppelzweier A mit Stephanie Hang.

Leon Gimmy = jüngster Sieger im Einer als RegattanovizeBei den Masters wurden die Mixed-Doppelzweier für Corinna Bachmann und Harald Schwager als auch für Peter Gärtner und Elke Müsel genauso sichere Beute wie die Männer-Doppelzweier-Kombinationen Gärtner/Schwager als auch Gärtner/Burkhardt. Ottmar Gärtner und Michael von Stumberg ruderten genauso wie das Duo Norbert Herbel/Gerhard Kayser auf Platz zwei. Im Doppeldreier Gig kam Andreas Vahlenkamp nach langjähriger Regattapause mit Ottmar Gärtner und Michael von Stumberg auf Platz zwei. Die letztjährigen World-Masters-Sieger im Masters-Mixed-Doppelvierer Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt ließen auch in diesem Wettbewerb die Konkurrenz hinter sich, die Zweiten vom ARC Münster/WSV Offenbach/SG Wiking lagen über eine Länge zurück. Nachdem sich Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Ralf Mattil und Harald Schwager gesteuert von Teresa Claus den Sieg im Masters-Doppelvierer Gig D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) vor dem Limburger ClfW gesichert hatten, gab es auch im „ältesten“ Speyerer Doppelvierer Jubel. In der Altersklasse G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre) durften sich Norbert Herbel, Klaus Disqué, Gerhard Kayser und Michael von Stumberg, gesteuert von Moritz Durein, über den Sieg freuen.

Die Höhepunkte der Regatta waren sowohl für die Ruderer als auch die vielen Zuschauer eindeutig die Achterwettbewerbe. Nachdem es am ersten Tag in der Altersklasse D für den Masters-Achter der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems einen zweiten Platz gegeben hatte, fand das Oktett im zweiten Rennen, nun in der jüngeren Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) startend, viel besser zusammen und siegte in der Besetzung Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Harald Schwager, Harald Daniel, Christoph Platen, Markus Kinzinger und Steuerfrau Annette Illy verdient. Zum Abschluss des ersten Regattatages fand das im Vorjahr erstmals etablierte Mixed-Achter-Rennen statt. Steuerfrau Teresa Claus ließ ihre Mannschaft beim Sieg mit Corinna Bachmann, Elke Müsel, Michaela Maier, Beate Wettling, Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt und Harald Schwager kraftvoll aus dem Start rudern und das Rennen von der Spitze her, technisch sauber rudernd, kontrollieren.

Auch zum Abschluss des zweiten Regattatages gab es noch guten Grund zum erlösenden Jubel. Elke Müsel hatte es im Mixed-Doppelvierer Gig in Renngemeinschaft mit dem Wormser RC beim Sieg vorgemacht. So wollten auch Corinna Bachmann, Beate Wettling, Thomas Zimmermann und Ralf Mattil gesteuert von Harald Schwager die Siegermedaille mit nach Speyer nehmen. Doch danach sah es zunächst nicht aus, mit einer halben Länge ruderte das Quartett bis etwa 2/3 der Strecke hinter dem führenden Boot her. Mit einem wuchtigen Endspurt kamen die Speyerer der Spitze jedoch Schlag um Schlag näher. Im Ziel ertönte die Zielhupe nur einmal. Ungläubiges warten in den Booten war die Folge. Dann kam die überraschende Ansage des Zielschiedsrichters: „Totes Rennen, es siegen gemeinsam Speyer und Limburg“. Ein im Rudersport ausgesprochen seltenes Ereignis.

„Am meisten haben wir uns über die Siege der Regattaneulinge gefreut, stolz sind wir auf die Achtersiege und überrascht und glücklich über das tote Rennen, das keinen zweiten verdient gehabt hätte“, fassten die Speyerer den Regattaverlauf knapp zusammen. Foto: RGS

11.09.2016


Alicia Bohn ist Vizeweltmeisterin

Siegerehrung: links Alicia Bohn, Mitte Italien, rechts Niederlande

Von Angelika Schwager

Rotterdam- Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam durfte sich Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer bei der Juniorenweltmeisterschaft über die Silbermedaille freuen.

Alicia im Einer (siehe Wellen!)Mit einem klaren Vorlaufsieg von Alicia Bohn über die 2000-Meter-Distanz (wir berichteten) war der direkte Einzug ins Halbfinale geschafft. Im Halbfinale hatte es Alicia Bohn mit den Ruderinnen aus Weißrussland, Australien, Belgien, Kroatien und der Schweiz zu tun. Die niederländische Europameisterin Karolien Florijn und die Italienerin Clara Guerra, sie war mit Juniorenjahresweltbestzeit im Vorlauf zur Favoritin aufgestiegen, trafen sich im zweiten Halbfinale. Vom Start weg setzten sich Alicia Bohn und die Weißrussin Veranika Kaminskaya an die Spitze des Feldes. Bei Streckenhälfte unter sehr schwierigen Bedingungen und Gegenwind lag Alicia Bohn mit einer knappen halben Sekunde vorn. Auf den zweiten 1000 Metern konnte dann die Weißrussin den Bugball vorschieben und siegte mit zwei Sekunden vor Alicia Bohn, ebenfalls den Einzug ins Finale schaffte die Australierin Harriet Hudson, sie lag neun Sekunden zurück.

Im Finale setzte sich die Italienerin Clara Guerra schnell an die Spitze, doch Alicia Bohn blieb dran und lag bei Streckenhälfte nur eine gute Länge zurück, während überraschend die Französin Margaux Bailleul auf Rang drei ruderte. Die Halbfinalsiegerin Kaminskaya, Weißrussland, lag, ebenso wie die mitfavorisierte Niederländerin Karolien Florijn eine weitere Länge zurück. Auf der zweiten Alicia im Einer (siehe Wellen!)Streckenhälfte kontrollierte die Italienerin das Feld und siegte in 7:49,69 Minuten ungefährdet. Zur großen Freude der deutschen Schlachtenbummler  verteidigte Alicia Bohn ihren zweiten Platz klar und beendete das Rennen nach 7:54,26 Minuten. Mit einer starken zweiten Streckenhälfte schaffte die Niederländerin in 7:56,16 Minuten noch den Sprung auf den Bronzeplatz und verdrängte die lange auf Platz drei rudernde Französin um siebzehn hundertstel Sekunden noch auf den vierten Rang. Weißrussland kam auf Rang fünf und Australien auf Platz sechs.

„Gleich zwei Silbermedaillen, Elias Dreismickenbecker im Doppelvierer und Alicia Bohn im Einer, von der Weltmeisterschaft mit nach Speyer nehmen zu dürfen hätten wir nicht zu träumen gewagt“, zeigten sich die mitgereisten Speyerer Schlachtenbummler überglücklich.  Foto: RGS

29.08.2016


Elias Dreismickenbecker ist Vizeweltmeister im Rudern

Bei Siegerehrung: Elias Dreismickenbecker oben Dritter von links

Rotterdam/Speyer- Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam werden vom 21. bis 28. August die Weltmeisterschaften in den nichtolympischen Bootsklassen sowie der U23 und U19 ausgetragen. Es ist das erste Mal, dass alle drei Weltmeisterschaften zusammen ausgetragen werden.

70 Länder haben 1890 Aktive zu den Wettbewerben gemeldet. Der Deutsche Ruderverband schickt in allen 41 Bootsklassen eine Mannschaft an den Start. Von der Rudergesellschaft Speyer mit am Start sind Elias Dreismickenbecker im U23-Leichtgewichts-Doppelvierer ohne Steuermann und Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer.

Mit einem Vorlaufsieg schaffte das Quartett um Elias Dreismickenbecker mit einer Sekunde Vorsprung auf Schweden und knapp drei Sekunden vor Irland den direkten Einzug ins Halbfinale und ersparte sich den kräftezehrenden Umweg über die Hoffnungsläufe. Im Halbfinale lief es dann für Julian Schneider, Jonas Felix Weller, Philipp Grebner und Elias Dreismickenbecker nicht ganz optimal. Bis zur Streckenhälfte lag der Doppelvierer auf Rang drei ruderte sich dann auf Platz zwei vor, musste dann aber die von Rang fünf aufs letzte Streckenviertel gegangenen Kanadier noch vorbeiziehen lassen. Es siegte Italien und Deutschland war mit Rang drei im Finale. Favorisiert gingen die Briten und Italiener ins Finale, während das Deutsche Boot auf eine Medaille hoffte.

Elias Dreismickenbecker ganz rechtsSo ergriff der Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker die Flucht nach vorn und fuhr die ersten 500 Meter maximal raus, das brachte die Führung die bis zur Streckenhälfte bei 1000 Meter gehalten werden konnte. Dann waren die Briten einfach zu stark und übernahmen die Spitze des Feldes. Doch der Deutsche Doppelvierer kämpfte und war nicht bereit die Italiener vorbeiziehen zu lassen. Völlig ausgepumpt brachte das Deutsche Quartett den Bugball nach 5:54,68 Minuten ins Ziel und hielt die Italiener, die 5:54,74 Minuten unterwegs waren, mit sechs hundertstel Sekunden auf Distanz.

Auch die siegreichen Briten lagen nur mit eineinhalb Sekunden vorn. Es folgten Kanada, Irland und Schweden auf den Rängen vier bis sechs innerhalb einer Bootslänge. Ein extrem enges und spannendes Rennen endete für Elias Dreismickenbecker mit der Silbermedaille.

Insgesamt drei Medaillen gewannen die Boote des Deutschen Ruderverbandes am ersten Finaltag der U23-Weltmeisterschaften bei Temperaturen von über 30 °C und spiegelglattem Wasser. Ebenfalls Silber erruderte der Frauen-Doppelvierer. Bronze ging an den Leichtgewichts-Frauen-Doppelvierer.

Dt. Mannschaft nach dem SilbergewinnAlicia Bohn, nach ihrer Silbermedaille bei der Europameisterschaft, für den deutschen Juniorinnen-Einer gesetzt, ließ gleich im ersten Rennen der Junioren-Weltmeisterschaft Klasse aufblitzen. Sie beendete ihren Vorlauf über die 2000-Meter-Distanz als Siegerin in 7:44,61 Minuten vor Australien und Frankreich.

Der Vorsprung auf Rang zwei betrug sage und schreibe sieben Sekunden, damit war der direkte Einzug ins Halbfinale geschafft. Ihre härteste EM-Widersacherin die niederländische Europameisterin Karolien Florijn musste sich im zweiten Vorlauf, der Juniorenjahresweltbestzeit rudernden Clara Guerra, Italien, beugen und in den Hoffnungslauf.

Am Samstagabend geht es für Alicia Bohn nun ins Halbfinale und mit Rang eins bis drei dann hoffentlich am frühen Sonntagnachmittag ins Finale der Juniorenweltmeisterschaft.

Text und Foto: Angelika Schwager

28.08.2016


Speyerer Ruderinnen bringen Euromasters-Sieg nach Hause

Die Siegerinnen im Doppelzweier (vorn Elke Müsel und Corinna Bachmann). Die Siegerinnen im Doppelzweier (vorn Elke Müsel und Corinna Bachmann).

Von Angelika Schwager

München-  Bei der Euro-Masters-Regatta auf der Münchener Olympiastrecke in Oberschleißheim über die Standarddistanz von 1000 Metern im Sechs-Bahnen-Feld gelangen den Sportlern der Rudergesellschaft Speyer ein Sieg, zwei zweite, zwei dritte und ein fünfter Platz.

Elke Müsel und Corinna Bachmann waren im Doppelzweier unterwegs. In der Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mussten sich die beiden in einem sehr guten Rennen den letztlich zu starken Ruderinnen Stefanie Thum und Christina Haus, RC Großauheim, mit einer Bootslänge beugen. Die Niederländerinnen als drittplatziertes Boot wurden klar distanziert. In der jüngeren Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) holten sich die beiden Speyererinnen nach 3:52,85 Minuten mit einem klaren Start-Ziel-Sieg in einem weitauseinandergezogenen Feld die angestrebte Goldmedaille. Die Zweiten im Feld vom WSV Neckarrems benötigten 3:57,11 Minuten. Der Masterinnen-Doppelvierer B in Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Baden/Mannheimer RG Rheinau brachte für das Quartett Corinna Bachmann, Elke Müsel, Silke Pattloch und Verena Moster hinter extrem starken Niederländerinnen und erneut RC Großauheim in Renngemeinschaft mit der Hanauer RG den Bronzerang.

Einen harten Kampf mit unglücklichem Ausgang lieferten Peter Gärtner und Ralf Burkhardt im Masters-Doppelzweier C ab. Nach leichtem Bojenkontakt zu Beginn es Rennen lief es rund, dennoch hatte die Renngemeinschaft Limburger ClfW/Frankfurter RG Oberrad den Bugball vorn. Das Speyerer Duo konnte die Franzosen denkbar knapp mit zwei hundertstel Sekunden auf Platz drei verweisen und wurde Zweiter. Im Masters-Doppelzweier D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) gingen Gärtner/Burkhardt das Rennen zu scharf an und konnten im Endspurt nicht mehr gegenhalten und wurden fünftes Boot.

Sehr zufrieden waren die Speyerer dann auch mit dem abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer. Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt legten ein technisch einwandfreies Rennen hin. Dabei blieben die ersten vier Boote immer nahe beisammen. Die starken Briten siegten in 3:16,89 Minuten, die RG Speyer wurde mit elf hundertstel Sekunden Rückstand auf eine deutsch/österreichische Renngemeinschaft dritter und hielt dabei die Renngemeinschaft RC Großauheim/Hanauer RG mit sieben zehntel Sekunden auf Distanz. Die folgenden Boote hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun.

„Das war ein toller Abschluss der Hauptsaison, insbesondere, dass wir einen Sieg mit nach Speyer bringen konnten“, betonte das Speyerer Starter-Quartett.   Foto: RGS

02.08.2016


Silbermedaille für Alicia Bohn bei Europameisterschaft

von Angelika Schwager

Trakai, Litauen/Speyer- In Trakai, Litauen, fanden die Europameisterschaften der Junioren im Rudern statt. Der Deutsche Ruderverband war mit voller Mannschaft angetreten und hatte alle Bootsklassen besetzt. Im Trikot mit dem Bundesadler und der Deutschlandfahne auf den Ruderblättern durfte auch Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer ins Renngeschehen über die 2000-Meter-Strecke eingreifen. Nach ihrem Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juniorinnen-A-Einer war die junge Speyererin sowohl für die Europa- als auch Weltmeisterschaften nominiert.

Im Juniorinnen-Einer hatten 20 Länder ihre Vertreterinnen am Start. Alicia Bohn trat im Vorlauf gegen Frankreich, Dänemark, Litauen und Georgien an. Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg in 8:01,2 Minuten und einer Bootslänge vor Frankreich holte sich Alicia Bohn die direkte Qualifikation zum Halbfinale und sparte sich den Umweg über die Hoffnungsläufe. Das Halbfinale brachte einen weiteren Start-Ziel-Sieg mit einer Länge Vorsprung auf Italien und Kroatien. Nach 8:03,08 Minuten ertönte die Zielsirene. Damit hatte sich Alicia Bohn ins Finale gerudert.

Silbermedaille für Alicia Bohn bei derEuropameisterschaftIm Finale traten an Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Belgien und Italien. Auf den ersten 500 Metern setzte sich die Französin Margaux Bailleul in Szene und führte knapp vor der Belgierin Rachel Willaumez und Alicia Bohn. Bei Streckenhälfte hatte sich Alicia Bohn an die Spitze vorgearbeitet, gefolgt von der Niederländerin Karolien Florijn, die Französin fiel auf Platz drei zurück. Und es blieb eng. 500 Meter vor dem Ziel lag die Niederländerin eine knappe Sekunde vor Alicia Bohn, der Rest des Feldes lag über eine Länge zurück. Nach 2000 Metern hatte Alicia Bohn in 7:49,3 Minuten ihr schnellstes Rennen gerudert und die Silbermedaille in der Tasche. Gold ging an die Niederlande, Frankreich kam zu Bronze.

„Das ist die bislang beste Platzierung einer Speyerer Ruderin bei Europameisterschaften und das noch im Einer“, zeigten sich die mitgereisten Fans begeistert.

Jetzt geht der Blick nach vorn und die nächsten Trainingseinheiten werden geplant, denn Ende August stehen die Juniorenweltmeisterschaften in Rotterdam, Niederlande, an. Dort soll nach dem vierten Rang von Alicia Bohn im Einer im Vorjahr in Rio de Janeiro, Brasilien, in der zweiten Auflage möglichst eine Medaille folgen. Foto: RGS

10.07.2016


Zwei Siege bei 92. Offenbacher Ruder-Regatta geholt

Schlagfrau Elke Müsel und Corinna Bachmann (rechts) Schlagfrau Elke Müsel und Corinna Bachmann (rechts)

Von Angelika Schwager

Offenbach- Von der 92. Offenbacher Ruder-Regatta über die 1000-Meter-Strecke auf dem Main brachten die Masters der Rudergesellschaft Speyer zwei Siege und einen zweiten Platz mit nach Speyer zurück.

Im Masters-Frauen-Doppelzweier machten Elke Müsel und Corinna Bachmann schnell alles klar und dominierten ihr Rennen. Nach 3:38,48 Minuten standen die beiden Ruderinnen als Sieger fest, zweites Boot wurde klar distanziert der RV Hellas Offenbach in 3:43,75 Minuten. Ganz eng ging es im Masters-Männer-Doppelzweier für Peter Gärtner und Ralf Burkhardt zu. Insbesondere der Flörsheimer RV wehrte sich über die Gesamtdistanz. Am Ende behielten die Speyerer den Bugball vorn und siegten in 3:14,97 Minuten mit 39 hundertstel Sekunden Vorsprung denkbar knapp. Den harten Kampf der beiden führenden Boote belegt auch der Rückstand der nachfolgenden Doppelzweier. Offenbach lag zehn und Siegburg gar siebzehn Sekunden zurück. Im abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer machten die beiden Speyerer Sieger-Duos dann gemeinsame Sache. Wie schon im Masters-Männer-Doppelzweier boten die Mixed-Crews den Zuschauern ein spannendes Rennen. Leider mit dem kürzeren Ende für Speyer. Die Renngemeinschaft RC Möve Großauheim/Hanauer RG gewann knapp mit 40 hundertstel Sekunden Vorsprung auf das Quartett Bachmann, Burkhardt, Gärtner und Müsel. Auch hier lag der drittplatzierte RC Aschaffenburg mit mehr als einer Länge weit zurück.

„Schade, dass es im Doppelvierer nicht für den gemeinsamen Sieg gereicht hat, da mussten wir sicher den Doppelzweier-Rennen und dem langen Tag als Kirchboot-Regattahelfer am Regattavortag Tribut zollen“, waren sich die vier Speyerer einig.

Foto: RGS

05.07.2016


Viel Spaß trotz Regen bei Kirchboot-Regatta 2016

Von Angelika Schwager

Speyer- Die neunte Ausgabe der Speyerer Kirchboot-Regatta im Floßhafen bei der Rudergesellschaft Speyer sah 26 teilnehmende Mannschaften. Selbst der Regen konnte den Mannschaften Spaß, Teamgeist und viel Einsatz nicht nehmen und gegen Ende der Regatta kam sogar die Sonne nicht nur heraus, sondern blieb auch. In sechsundzwanzig Vorrennen, alle Mannschaften durften zwei Mal ran, kamen die zeitschnellsten Acht ins Viertelfinale: Männerlauftreff Berghausen, die Physiotherapie Richter, die Schdäddische, das Marienkrankenhaus Ludwigshafen, der Landesbetrieb für Mobilität, die Diakonissenanstalt, der Kanu-Club und das SWS Energieteam. Das Marienkrankenhaus Ludwigshafen ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 Sekunden den Streckenrekord. Sieger beim Schülercup, einem Mix aus Ergometer-Zeitfahren und Kirchbootrennen wurden die Jungs vom Schwerd-Gymnasium, vor den Teams vom Niki, dem GaK und der IGS.

Die fünf Pokalgewinner:

Das zeitschnellste Team unter den Newcomern waren die Handballer des TuS Heiligenstein, erstmals dabei auch der DAV - Sektion Speyer, die Haie aus der Hafenstrasse ("Wir beißen nicht, wir fressen am Stück") und die LUFA Speyer.

Das schnellste Mixed-Team, dazu noch umwerfend kostümiert ("Buggel schrubb!") waren die Physiotherapeuten der Praxis Matthias Richter.

Den Pokal für das originellste Outfit bekamen die Schnakenjäger vom Männerlauftreff Berghausen (mit weiblicher Schnook an Bord!).

Den Pokal für die reine Frauenmannschaft errangen mit perfekter Wasserarbeit und Bootsgefühl die Ladys der Sparkasse Vorderpfalz.

Gesamtsieger 2016 wurde das pfeilschnelle Energieteam der SWS, vor dem Vorjahressieger Kanu-Club Speyer.

Großartige Arbeit leisteten neben allen 60 ehrenamtlichen Helfern die Organisatoren Felix Gard, Moritz Durein und Tim Lauer. Die Versorgung war bei Volker Holl und seinem Team in besten Händen.  Foto: RGS

03.07.2016


Gold und Bronze für Elias Dreismickenbecker bei Deutscher Meisterschaft

Alicia Bohn dominiert den Einer und holt Gold und Silber

Von Angelika Schwager

Hamburg- Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Hamburger Regattastrecke, Allermöhe konnte sich Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer über Gold und Bronze bei den U23-Ruderern freuen. Alicia Bohn, im U19-Bereich unterwegs, sicherte sich Gold und Silber.

Zunächst sicherte sich der junge Speyerer im U23-Leichtgewichts-Doppelzweier mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, mit Rang drei im Bahnverteilungsrennen eine gute Startbahn fürs Finale. Im Finale legte bis zur 500-Meter-Marke die Renngemeinschaft Mainzer RV/Crefelder RC deutlich vor und führte mit mehr als zwei Sekunden, Elias Dreismickenbecker lag mit Julian Schneider gut im Feld auf Platz drei. Bei Streckenhälfte hatte sich das Feld in drei Gruppen geteilt. Der Abstand zu den beiden führenden Boote war etwas größer geworden, aber Rang drei stand. Bei der 1500-Meter-Marke hatte sich dann die Renngemeinschaft RC Allemania/Der Hamburger und Germania RC eine Sekunde vor Speyer/Mainz gelegt. Damit ging Elias Dreismickenbecker von Rang vier aus in den Endspurt. Dieser wurde fulminant gerudert und in 1:35,32 Minuten absolviert. Ganze sechs Sekunden lag das Duo Dreismickenbecker/Schneider am Ende vor den Hamburgern und sicherten sich die Bronzemedaille hinter RV Erlangen/ARC Würzburg mit Gold und Mainzer RV/Crefelder RC mit Silber.

Im U23-Leichtgewichtsdoppelvierer machten Elias Dreismickenbecker und Julian Schneider, dann gemeinsame Sache mit den Siegern im Doppelzweier Jonathan Schreiber und Joachim Agne. Ein klarer Sieg im Bahnverteilungsrennen lies gutes fürs Finale erwarten. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Quartett um Elias Dreismickenbecker setzte sich vom Start weg an die Spitze des Feldes und gab diese bis in Ziel nicht mehr ab. Gleichmäßig wie ein Uhrwerk baute der Doppelvierer seine Führung aus. Jeweils eine knappe Sekunde pro 500-Meter-Teilabschnitt führte letztlich zu drei Sekunden Vorsprung. Nach 6:03,53 Minuten war Gold für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg gesichert. Exakt drei Sekunden danach kam die Renngemeinschaft RC Allemania/RG Hansa/WSV Honnef/Der Hamburger und Germania ins Ziel, nur drei zehntel Sekunden dahinter die Bronzemedaillengewinner RC Allemania/Ratzeburger RC/Mainzer RV/Crefelder RC.

Eine reichlich einseitige Angelegenheit war der Weg ins Finale des Juniorinnen-A-Einers für Alicia Bohn. Im Vorlauf lag die Speyererin bei ihrem Sieg ganze sechszehn Sekunden vor Nora Peuser, RU Arkona Berlin, die als eine der Mitfavoritinnen als Zweite ins Ziel kam. Auch das Halbfinale zeigte lediglich, dass Alicia Bohn auf den Punkt fit war. Sie landete einen Sieg mit elf Sekunden Vorsprung auf eine weitere Mitfavoritin Anneke Mau vom RC Würzburg. Im Finale zeigte sich dann, dass Alicia Bohn ihren härtesten Widersacherinnen in Vorlauf und Halbfinale den Schneid abgekauft hatte. Früh setzte sie sich an die Spitze, zog einsam ihre Bahn. Bezeichnend war der Streckenkommentar: „Das einzig spannende an diesem Rennen ist der Kampf um Platz zwei zwischen Anneke Mau und Nora Peuser, Alicia Bohn zieht einsam davon und ist nicht zu gefährden“. Selten hat eine Einer-Ruderin bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Konkurrenz so dominiert wie Alicia Bohn bei ihrer Titelverteidigung. Nach Gold im Einer wollte Alicia Bohn dann auch im Doppelvierer noch Edelmetall. Im Bahnverteilungsrennen gab es einen Sieg für die Renngemeinschaft RG Speyer/RC Potsdam/Rathenower RC mit Alicia Bohn, Maren Völz, Svenja Karen Kornack und Elisa Döbertin. Das bedeutete eine gute Ausgangsbasis fürs Große Finale wo erneut die härtesten Widersacherinnen die Renngemeinschaft Vegesacker RV/ARC Würzburg/RC Düsseldorf/Pirnaer RV mit Luise Asmussen, Anneke Mau, Leonie Menzel und Sophie Leupold warteten. Das Quartett um Alicia Bohn kam nach 6:37,39 Minuten als zweites Boot ins Ziel. Die Siegerzeit lag bei 6.34,97 Minuten. Die Bronzemedaillen-Gewinner, eine ebenfalls starke Mannschaft, waren 6:45,17 Minuten unterwegs. Das belegt den extrem intensiven Kampf um Gold und Silber, der den nachfolgenden Booten keine Chance ließ. Das vierte Boot überquerte die Ziellinie nach 6:51,88 Minuten.

 „Ein toller Triumph für Elias Dreismickenbecker, der sich noch am gleichen Tag durch die Gold und Bronze im Doppelzweier und -vierer einen Platz im Doppelvierer bei der im August anstehenden U23-Weltmeisterschaft sicherte“, jubelte die RGS-Fangemeinde. Für Alicia Bohn mit Gold im Einer und XXX im Doppelvierer bedeutete dies nach 2015 erneut die Qualifikation für die Junioren-WM. Foto: RGS

29.06.2016


RGS bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg - Bilderalbum

Spitzenplätze für Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker

Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer B, Elias Dreismickenbecker 2. v.r., wie er wahrscheinlich zur U23-WM nach Rotterdam fährt

Von Angelika Schwager

Ratzeburg- Bei der 57. Ratzeburger Ruderregatta waren Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer am Start und in den Endläufen vertreten.

Julia Hoffmann war im Frauen-Einer A unterwegs und schaffte es zwei Mal sich im Endlauf ganz vorn zu platzieren. Am ersten Regattatag ging Julia Hoffmann das Rennen im Sechs-Boote-Feld scharf an und führte nach den ersten 500 Metern mit zwei Sekunden vor der Dänin Anneta Cecilia Eidesgaard, die am Ende als drittes Boot ins Ziel kam.

Bei Streckenhälfte hatte sich Judith Anlauf, RC Süderelbe Hamburg, bis auf knappe acht zehntel Sekunden an Julia Hoffmann herangearbeitet. Auf den zweiten 1000 Metern machte die Hamburgerin alles klar und siegte vor Julia Hoffmann. Mit der Erfahrung des ersten Tages ging Julia Hoffmann das Rennen etwas verhaltener an, so lagen bei der 500-Meter-Marke alle Boote eng beisammen. Bei Streckenhälfte begann sich das Feld dann auseinanderzuziehen. Julia Hoffmann blieb erneut an Judith Anlauf dran und holte sich verdient zum zweiten Mal den Silberplatz.

Über den Vorlauf drang Elias Dreismickenbecker mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, ins Finale des Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier vor. In einem engen Rennen, bei der 1500-Meter-Marke lagen noch alle acht Boote innerhalb einer Bootslänge zusammen, fiel die Entscheidung erst auf den letzten 500 Metern. Die junge Mannschaft Dreismickenbecker/Schneider wurde am Ende achtes Boot. Sehr gut lief es für Elias Dreismickenbecker mit seinen Bootskameraden Julian Schneider, Jonathan Schreiber und Joachim Agne in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer ohne Steuermann. Im vollen Feld setzten sich erwartungsgemäß Frankreich vor Dänemark und deutschen Männer-A-Doppelvierer durch. Dann folgte nur knappe zwei Sekunden das Quartett um Elias Dreismickenbecker als bei weitem schnellster U23-Doppelvierer im Rennen der Offenen Kategorie. Mit diesem Erfolg im Gepäck möchte Elias Dreismickenbecker mit seinem Team nun in 14 Tagen bei den Deutschen U23-Meisterschaften ganz vorne landen und endgültig das Ticket zur U23-Weltmeisterschaft in Rotterdam lösen.

„Wenn´s richtig läuft sind wir bei den Deutschen vorne dabei und rudern bei der WM um Medaillen mit“, zeigte sich das Quartett selbstbewusst.

13.06.2016


RGS bringt sechs Siege aus Bamberg mit

Norbert Herbel (links), Gerhard Kayser (rechts), Sieger im Masters-Doppelzweier G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre)

Von Angelika Schwager

Bamberg- Auf dem Main-Donau-Kanal Bug bei Bamberg ging es für die Leistungssportler der Rudergesellschaft Speyer über die 1000-Meter-Strecke um Medaillen. Aus neuen Rennen brachten die Speyerer Ruderer gleich sechs erste, zwei zweite und einen dritten Platz mit nach Hause.

Besonders erfolgreich waren Elke Müsel und Corinna Bachmann, sie holten bei drei Starts drei Siege. Dabei trauten sich die beiden Masterinnen nicht nur den Start in ihrer Altersklasse zu, sondern griffen auch in der Offenen Frauenklasse ins renngeschehen ein. Im Frauen-Doppelzweier A ruderten sie auf der ersten Streckenhälfte eine knappe Länge hinter dem führenden Boot, um dann mit hoher Schlagzahl auf den zweiten 500 Metern zu brillieren und sicherten sich nach 3:55,76 Minuten den Sieg.

Dabei verwiesen sie die folgenden Boote mit acht, Passauer RV, neun, SV Planeta Radebeul/Pirnaer RV und gar achtzehn Sekunden, RV Erlangen, auf die Plätze. Den zweiten Lauf gingen sie zielorientiert an, führten schnell mit einer Länge, die bis ins Ziel verteidigt wurde. Auch der Masterinnen-Doppelzweier war letztlich eine ziemlich einseitige Angelegenheit für die beiden Speyrerinnen. Im vollen Feld ruderten sie auf und davon, selbst der zweitplatzierte WSV Neckarrems lag siebzehn Sekunden zurück.

Im Männer-Zweier-ohne Steuermann A übernahmen Marvin Degen und Elias Kolbenschlag zunächst deutlich die Führung, mussten dann allerdings dem hohem Tempo Tribut zollen und wurden hinter dem Münchener RuSV zweites Boot, dicht gefolgt von der Renngemeinschaft Schleissheimer RC/RG Zeltingen. Im zweiten Rennen ging es über die volle Strecke ganz eng her. Leider hatte das Duo Degen/Kolbenschlag mit Rang drei, bei einem Zieleinlauf der ersten drei Boote innerhalb von einer Sekunde, das kurze Ende für sich.

Gerhard Kayser und Norbert Herbel kämpften als eingespieltes Doppelzweierteam mit dem RV Nürnberg um jeden Zentimeter und rangen die Gegner im ersten Lauf verdient nieder und siegten in 4:27,27 Minuten. Im zweiten Rennen folgte ein zweiter Platz hinter den Kaidel-Brüdern vom Schweinfurter RC Franken, aber deutlich vor dem drittplatzierten Doppelzweier.

Zwei Mal problemlos siegte der Masters-Doppelvierer RG Speyer/Post SV Koblenz mit Schlagmann Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Mattil und dem Koblenzer Wolfgang Bernd. „Auch wenn wir technisch nicht sehr sauber über die Strecke gekommen sind, so waren wir doch deutlich kraftvoller unterwegs und konnten die Gegner jederzeit gut kontrollieren“, kommentierte Peter Gärtner nach den Rennen.

„Leider musste die Regatta aufgrund eines aufziehenden Unwetters abgebrochen werden, sodass unser Masters-Mixed-Doppelvierer im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel“, zeigten sich die Speyerer über das unschöne Regattaende enttäuscht. Viel schlimmer waren aber die durch die Sturmböen und das Unwetter entstandenen Bootsschäden, da das Material nicht mehr schnell genug verstaut werden konnte. Erfreulicherweise blieb das Speyerer Bootsmaterial weitestgehend verschont.

08.06.2016


2. Internationale DRV-Regatta Hamburg

Gold im Einer (Alicia Bohn in der Mitte)

Alicia Bohn rudert ganz an die Spitze

Von Angelika Schwager

Hamburg- Bei der 2. Internationalen DRV-Junioren-Regatta im Wasserpark Dove-Elbe, Hamburg-Allermöhe, vertrat Alicia Bohn die Farben der Rudergesellschaft Speyer und das mehr als würdig.

Am ersten Regattatag standen die Rennen zur bundesdeutschen Rangliste an. Für Alicia Bohn ging es in ihrer Lieblingsbootsklasse dem Juniorinnen-Einer A um die Frage, ob sie wie in den beiden Vorjahren ganz in die Spitze rudern kann. Diese Frage war nach drei bravourösen Läufen mit Ja beantwortet. Ihren Vorlauf über die 2000-Meter-Strecke beendete die Speyrerin mit einem acht Sekunden Vorsprung vor Elisa Döbberlin, Rathenower RC Wiking, ebenso erfolgreich, wie den Zwischenlauf.

Hier lag Alicia Bohn fünf Sekunden vor Sophie Leupold vom Pirnaer RV. Damit war der Einzug ins Große Finale gesichert. Im Finale machten bekannte Gesichter an den Startnachen fest. Nach 500-Meter führte noch Luise Asmussen vom Vegesacker RV mit 1:59,44 Minuten und Alicia Bohn lag auf dem sechsten und letzten Platz in 2:01,92 Minuten. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Gegnerinnen keinen Spaß mehr am Rennen. Wie ein Uhrwerk spulte Alicia Bohn die vier 500-Meter-Teiletappen herunter. Nach 8:05,78 Minuten blieb die Uhr stehen, das Zielfoto hielt Alicia Bohn als deutliche Siegerin fest. Die zweitplatzierte Ruderin vom Pirnaer RV kam nach 8:09,67 Minuten ins Ziel. Damit hatte sich Alicia Bohn nicht nur den Sieg sondern auch Platz eins in der Rangliste und das Ticket zur Junioren-Weltmeisterschaft gelöst.

Gold im Doppelvierer (Alicia Bohn links im Bild)Fast entspannend war, nach den drei 2000-Meter-Rennen im Einer, dann der zweite Regattatag. Die Bundestrainerin hatte aus den besten Ruderinnen zwei Doppelvierer ohne Steuerfrau gesetzt. In der Renngemeinschaft RG Speyer/RC Potsdam/Rathenower RC Wiking griff Alicia Bohn mit Maren Volz, Svenja Karen Kornack und Elisa Döbbertin ins Renngeschehen ein. Nach 6:49,06 Minuten harter Arbeit stand auch der Sieg im Doppelvierer fest. Alicia Bohn sicherte sich den Erfolg mit ihrem Quartett vor dem zweiten gesetzten Doppelvierer der Renngemeinschaft Vegesacker RV/ARC Würzburg/Pirnaer RV/RC Germania Düsseldorf, der 6:49,84 Minuten benötigte.

„Jetzt sind wir gut vorbereitet und können uns in den nächsten drei Wochen den letzten Feinschliff vor den Deutschen Jugendmeisterschaften holen“ war sich die Speyerer Equipe mit Alicia Bohn und Trainer Tim Lauer sicher.  

06.06.2016


Zufriedene Gesichter der Speyerer Ruderer

Von Angelika Schwager

Heidelberg- Mit zwei Doppelsiegen und drei zweiten Plätzen kehrten die Masters-Ruderer der RG Speyer von der 82. Heidelberger Regatta über die 1000-Meter-Distanz auf dem Neckar nach Hause zurück.

Der Auftakt am frühen Morgen gehörte in Heidelberg an beiden Regattatagen traditionsgemäß den Doppelzweiern. Lars Seibert und Arnd Garsuch verwiesen zwei Mal den Mannheimer RC auf Platz zwei. Nachdem die beiden Speyerer am ersten Tag in 3:25,35 Minuten mit 32 hundertstel Sekunden Vorsprung siegten, war es dann am zweiten Tag etwas mehr als eine halbe Bootslänge beim Erfolg. Mit einer knappen Bootslänge Rückstand auf die Renngemeinschaft RC Aschaffenburg/WSV Offenbach kamen nach 3:44,44 Minuten Elke Müsel und Corinna Bachmann im Masterinnen-Doppelzweier, deutlich vor dem RV Nürnberg, ins Ziel.

In der Doppelvierer-Konkurrenz dominierte die Renngemeinschaft Hersfelder RV/Koblenzer RC/Frankfurter RG klar. Die RG Speyer mit Lars Seibert, Arnd Garsuch, Gerrit Poggenpohl und Ingo Janz holte sich sicher den zweiten Platz vor dem Donau RC Ingolstadt und dem Karlsruher RV Wiking. Ihrer Favoriten-Rolle gerecht wurden die World-Masters-Sieger Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt im Mixed-Doppelvierer. Am ersten Tag konnte das eingefahrene Team des RC Aschaffenburg in 3:22,94 Minuten hinter dem Speyerer Quartett, das 3:20,01 Minuten benötigte, auf den zweiten Rang rudern. Am zweiten Tag gestalteten die Speyerer den Rennausgang noch eindeutiger. In 3:06,54 Minuten ließen sie der Konkurrenz keine Chance. Die zweitplatzierte Renngemeinschaft Stuttgart-Cannstatter RC/Stuttgarter RG/Offenbacher RV lag fast zwei Längen zurück, gefolgt vom Offenbacher RV.

Den abschließenden Masters-Achter gewann die Renngemeinschaft Heidelberger RK/Frankfurter RG Germania vor der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Ralf Burkhardt, Thomas Dresel, Lutz Fiedler, Arnd Garsuch, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Lars Seibert gesteuert von Silke Pattloch.

„Mit vier Siegen nach Hause fahren zu können ist schon prima“, gab es bei den Speyerern zufriedene Gesichter nach den beiden Regattatagen. Foto: RGS

30.05.2016


„Amateur-Champs“ der RG Speyer bei 23 Kilometer „Rund um den Kühkopf“

Von Angelika Schwager

Darmstadt- Traditionell an Fronleichnam veranstaltet der RC „Neptun“ Darmstadt seine Regatta „Rund um den Kühkopf“. Es wird in vier Klassen gestartet: Einer, Zweier, Gig-Dreier und Gig-Vierer. Die Rudergesellschaft Speyer schickte zwei Vierer-Crews auf die 23 Kilometer-Langstreckenregatta. Die Strecke führt zuerst 8,4 km durch den Erfelder Altrhein, anschließend 6 km den Rhein stromaufwärts und nach einer engen Einfahrt auf der Altrheinstrecke wieder zurück zum „Neptun“-Bootshaus.

„Rund um den Kühkopf“ wird als „Handicap-Regatta“ ausgetragen. Das bedeutet, dass jeder Ruderer ein alters- und geschlechtsspezifisches Zeit-Handicap erhält, das die Leistungen der einzelnen unterschiedlichen Bootsbesatzungen miteinander vergleichbar macht. Damit gibt es für alle Altersklassen nur ein Gesamtklassement.

Hervorragend schlug sich das routinierte Langstrecken-Team Klaus Disqué, Dieter Guhl, Gerhard Kayser und Ralf Mattil gesteuert von Frank Durein. Lohn der Anstrengung war für diesen Gig-Doppelvierer Platz sechs unter den 27 gewerteten Booten, mit einer Ruderzeit von 1:45:38 Stunden und einer Wertungszeit, nach der Handicap-Regelung, von 1:32,57 Stunden. Das bedeutete gegenüber Vorjahr eine Verbesserung um drei Plätze und 1 Minute 50 Sekunden.

Großes Lob geht an den zweiten Vierer der RG Speyer der sich auf die Langstrecke wagte. Steuerfrau Ulrike Durein brachte Andrea Vogel, Monika Wels, Marion Peltzer-Lehr und Franziska Küenzlen an den Start ihrer ersten gemeinsamen Regatta. Mit geruderten 2:16,24 Minuten erreichten sie das Ziel. Die Wertungszeit betrug 1:55,36 Minuten. Einig waren sich alle fünf Ruderinnen: „Das hat so viel Spaß gemacht, das ist wiederholenswert“. Foto: RGS

30.05.2016


Elias Dreismickenbecker rudert im Finale auf Rang fünf

von Angelika Schwager

Hamburg- Der Deutsche Ruderverband hatte seine besten U23-Ruderer zur 2. Kleinbootüberprüfung nach Hamburg eingeladen. Über die 2000-Meter-Strecke in Hamburg Allermöhe dabei war Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer. Im Leichtgewichts-Einer wollte er in jedem Fall ins Finale und dort möglichst vorne mitrudern.

Im Vorlauf ging es gleich ganz hart zur Sache. Innerhalb von acht Sekunden kamen die ersten fünf Einer ins Ziel. Elias Dreismickenbecker lieferte sich um den ersten Platz einen harten Kampf mit Joachim Agne vom Akademischen RC Würzburg. Letztlich beendete der Speyerer seinen Vorlauf in 7:18,43 Minuten nur um 25 hundertstel Sekunden vom Würzburger auf Rang zwei verwiesen, aber mehr als vier Sekunden vor dem drittplatzierten Julian Schneider vom Mainzer RV. Damit war Elias Dreismickenbecker fürs A-Finale qualifiziert. Im Finale ging es im vollen Acht-Boote-Feld über die Strecke und alle acht Ruderer blieben zunächst auf Tuchfühlung. Erneut hatte Joachim Agne aus Würzburg das gute Ende für sich und siegte knapp vor Jonathan Schreiber, RV Erlangen. In 7:19,32 Minuten ruderte Elias Dreismickenbecker auf Platz fünf und blieb damit leider ohne Edelmetall. Foto: RGS

23.05.2016


Martin Gärtner holt sich 200. Rudersieg

v.l.: Mannschaft des 200. Sieges von Martin Gärtner:1053 Siege: Ralf Burkhardt (277 Siege), Martin Gärtner (200), Harald Schwager (173), Peter Gärtner (403) v.l.: Mannschaft des 200. Sieges von Martin Gärtner:1053 Siege: Ralf Burkhardt (277 Siege), Martin Gärtner (200), Harald Schwager (173), Peter Gärtner (403)

Von Angelika Schwager

Speyer- Martin Gärtner, seit 37 Jahren aktiver Rennruderer bei der Rudergesellschaft Speyer, hat als erst fünfter Sportler in der 133jährigen Vereinsgeschichte 200 Siege erzielt. Gleich neun Erfolge gelangen Martin Gärtner in seinem ersten Rennruderjahr 1979, darunter gleich die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Jungen-Doppelvierer mit Steuermann. 1980 folgte erneut ein Rheinland-Pfalz-Titel im Junioren-Doppelvierer mit Steuermann B und der vierte Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in der gleichen Bootsklasse, bei insgesamt vier Saisonsiegen. 1981 folgte dann die Silbermedaille bei den Jugendmeisterschaften im Junioren-Doppelvierer mit Steuermann, neun Saisonsiege brachten das Erfolgskonto auf 22 Regattasiege und die Bronzene Rennruderernadel für Martin Gärtner. Im Jahr 1982 folgte für insgesamt 25 Siege die Silberne Rennruderernadel. Im Jahr des Hundertjährigen Vereinsjubiläums siegte erstmals ein RGS-Junioren-Achter bei den Landesmeisterschaften, mit dabei Martin Gärtner.

Auch in der Männerklasse blieb Martin Gärtner erfolgreich. In den Jahren 1984 bis 1989 sammelte er insgesamt 33 Erfolge bei nationalen und internationalen Regatten und erhielt 1985 die Goldene Rennruderernadel für 40 Gesamtsiege verliehen.

Ab 1993 stieg Martin Gärtner in die Masters-Ruderei ein, dies sind Regatten für Ruderer ab 27 Jahren. Der 100. Sieg gelang zum Saisonausklang der Saison 2000. Mit je zwei Siegen 2001 und 2002 packte Martin Gärtner die zweiten 100 Erfolge an. Bis 2015 blieb kein Jahr ohne Regattaerfolg. Ein Höhepunkt war sicher das Jahr 2004 mit 15 Erfolgen darunter 2 Siege bei den German Masters in Ingolstadt im Doppelvierer-ohne Steuermann A und B. Noch besser lief ´s 2010 mit 16 ersten Plätzen, inklusive 2 Goldplätzen bei der Euro-Masters erneut im Doppelvierer-ohne Steuermann B und C. Unter den acht Siegen des Jahres 2013 sticht der 1. Platz bei der World-Masters-Sieg im RGS-Achter in Varese, Italien deutlich heraus. Für diesen Erfolg wurde Martin Gärtner mit seinen Vereinskameraden zur Mannschaft des Jahres gewählt. Zum Saisonausklang 2015 stand das Siegkonto bei stolzen 199 Karriere-Erfolgen. Gleich beim ersten Start 2016 über die 1000-Meter-Strecke bei der Pfingst-Regatta in Gießen sollte Martin Gärtner die Aufnahme in den RGS-200er-Club gelingen. Gemeinsam mit Ralf Burkhardt, Peter Gärtner und Harald Schwager gewann er im Doppelvierer-ohne-Steuermann D. 

Doch Martin Gärtner war nicht nur als Rennruderer erfolgreich, sondern er stellte sich auch bereits mehrfach als Trainer in den Dienst der RG Speyer. Erstmals als leitender Trainer von 1988 bis 1991. Insgesamt 154 Siege sammelten die Schützlinge von Martin Gärtner in den ersten vier Jahren seiner Trainertätigkeit ein, darunter der Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften durch Thomas Berger im Leichtgewichts-Junior-Einer B. Von 1999-2001 und 2005 unterstütze Martin Gärtner das Trainerteam, um dann im Jahr 2010 wieder einzusteigen. Seit 2011 verantwortet er erneut das Traineramt.

Mit 200 Gesamtsiegen ist Martin Gärtner jetzt fünftes Mitglied im „Zweihunderter“-Club, Ruderer mit mehr als 200 Karriere-Siegen, der RG Speyer. Hinter Peter Roland Gärtner (403 Siege), Ralf Burkhardt (277), Lars Seibert (232), Peter Faber (205), und vor Harald Schwager (173) steht Martin Gärtner auf Rang fünf der ewigen Bestenliste (Stand nach dem 200. Erfolg von Martin Gärtner). Foto: RGS

22.05.2016


Johannes Buchholz debütiert im Junior-Einer

Von Angelika Schwager

Gießen-  Bei der traditionellen Gießener Pfingst-Regatta, in ihrer 104. Auflage, wollten auch die Rennsportler der Rudergesellschaft Speyerer beim Kampf um die Medaillen auf der Lahn nicht fehlen. Das durch ein hervorragendes Meldeergebnis volle Programm meisterten die Organisatoren gewohnt präzise. Schwierige Bedingungen für die Wettkämpfer verursachte das Wetter, das nicht immer mitspielte. Es gab kurze Regenschauer und kalten Wind, auch die kurzen Sonnenmomente konnten nicht für Erwärmung sorgen.

Im Junior-Einer B III stellte sich erstmals Johannes Buchholz der Konkurrenz bei einer Regatta und das gleich über die 1000-Meter-Distanz. Von Trainer Martin Gärtner gut auf das Rennen eingestellt war dennoch eine gewisse Nervosität nicht zu verkennen. Nach gutem Kampf auf der engen und gerade auch für Neulinge schwierig zu rudernden Regattastrecke kam Johannes Buchholz hinter der Binger RG und dem RC Darmstadt auf den dritten Platz. Ebenfalls über die 1000-Meter-Strecke ging es im Masters-Doppelvierer für Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner und Harald Schwager. Die Absprache „mit Schlagzahl 37/38 sauber aus dem Start“ klappte, nach etwa der halben Strecke war ein komfortabler Vorsprung erarbeitet. Nach 3:15,80 Minuten stand der Sieg vor der Renngemeinschaft Gießener RC Hassia/RG Wetzlar fest.

Am Pfingstmontag stand dann der Sprint über 350 Meter auf dem Programm. Elke Müsel und Corinna Bachmann gingen aufgrund mangelnder Konkurrenz in ihrer Altersklasse bei den jüngeren Masterinnen B im Doppelzweier an den Start und ließen sich aber auch da die Butter nicht vom Brot nehmen und siegten deutlich vor dem Offenbacher RV. Auch bei den Jüngeren schlugen sich Elke Müsel und Peter Gärtner im Mixed-Masters-Doppelzweier bravourös. Die Zuschauer durften ein Herzschlagrennen erleben. Lange dauerte die Zielfotoauswertung, bis das Zielgericht entschied: Totes Rennen. Es konnte kein alleiniger Sieger ausgemacht werden, ein im Rudersport extrem seltenes Ergebnis. Die RG Speyer hatte gemeinsam mit dem Creuznacher RV vor dem Gießener RC Hassia gewonnen. Auf den zweiten Platz, knapp geschlagen von der Renngemeinschaft Koblenzer RC/RG Tries-Karden, sprinteten Corinna Bachmann und Harald Schwager im Mixed-Masters-Doppelzweier D. Der Masters-Doppelvierer wurde, wie über die 1000-Meter-Strecke, Beute der RGSler vor der Renngemeinschaft Gießener RC Hassia/RG Wetzlar, anstelle von Ralf Burkhardt, komplettierte Ralf Mattil das Quartett mit Peter Gärtner, Martin Gärtner und Harald Schwager.

Letztlich standen vier Siege, ein zweiter und ein dritter Platz für Speyer in den Ergebnislisten. „Mit dieser Ausbeute können wir sehr zufrieden nach Hause fahren“, war sich das Regattateam einig.  Foto: RGS

17.05.2016


Julia Hoffmann rudert zu Bronze

von Angelika Schwager

Gent- Bei der Internationalen Regatta im belgischen Gent waren über die 2000-Meter-Strecke von der Rudergesellschaft Speyer Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker am Start.

Für Elias Dreismickenbecker waren neben seinem Stamm- und Lieblingsboot dem Leichtgewichts-Einer von den Trainern auch Tests im Leichtgewichts-Doppelzweier vorgesehen. Mit einem klaren Vorlaufsieg in 7:47,68 Minuten qualifizierte sich Elias Dreismickenbecker vor Ward Lauwers vom TRT Hazewinkel und ruderte dabei auch die schnellste Zeit aller Vorlaufteilnehmer. Leider konnte er dann im Finale nicht antreten, da aufgrund seines Einsatzes im Doppelzweier, die Regularien, die eine Maximalzahl an Starts über die 2000-Meter-Strecke vorsehen, verletzt worden wären. Im gesetzten Doppelzweier des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam er mit seinem Partner Jonas Ningelgen hinter dem zweiten DRV-Duo Fassbender/Menke nur knapp geschlagen auf den zweiten Vorlaufplatz und verpasste den Einzug ins Finale. Am zweiten Regattatag folgte dann nach einem Vorlaufsieg für das Duo Dreismickenbecker/Ningelgen der Einzug ins Finale. Hier ruderten die beiden in 7:42,20 Minuten auf den fünften Platz.

Julia Hoffmann stieg nach ihrem guten Abschneiden im Zweier-ohne-Steuerfrau wieder in den Frauen-Einer um. Die Ergebnisse belegen, dass diese Entscheidung von Erfolg gekrönt war. Mit dem zweiten Platz im Vorlauf zog die Speyererin in 8:41,89 Minuten ins Finale ein. Hier ging es dann hoch her. Constanze Duell vom Münchner RC siegte letztlich verdient, eng wurde es jedoch um die Plätze zwei bis vier. Silber ging an Annick De Decker, Gent RS und Julia Hoffmann durfte sich über die Bronzemedaille vor der Ruderin aus Tel Aviv freuen, der KRS Gent lag deutlich zurück. Am zweiten Tag hatte Julia Hoffmann im Finale leider das kürzere Ende für sich und kam auf den undankbaren vierten Platz.

„Über Edelmetall in Gent können wir uns schon mächtig freuen“, beklatschten die Mannschaftskameraden Julia Hoffmanns Erfolg.

Betont bescheiden ließ sich Julia Hoffmann zitieren: „Insgesamt war es eine sehr schöne Regatta mit großen internationalen Feldern, viel Sonne und heftigem Gegenwind“. Foto: RGS

15.05.2016


Ein Platz auf dem Treppchen bei der 25. Europäischen Rheinregatta - EUREGA

EUREGA StartvorbereitungenVon Angelika Schwager

Bonn- Bei der 25. Europäische Rheinregatta EUREGA konnte die Rudergesellschaft Speyer erfreulicherweise gleich drei Startplätze ergattern. Aufgrund der Beliebtheit der Langstreckenregatta über 45 oder 100 km gibt es eine lange Warteliste, da die Anzahl der startenden Boote begrenzt ist.

Alle drei Speyerer Boote starteten über die 45 Kilometer-Distanz bei Kaiserwetter und optimalen Ruderbedingungen. Los ging es in Neuwied bei 27 Grad und leichtem Wind bis nach Bonn.

Bei den Männer Masters C gingen mit der Startnummer 51 Ralf Mattil, Thomas Zimmermann, Klaus Wies und Hubert Doser gesteuert von Beate Wettling auf die Strecke und ruderten in einer Zeit von 2:28:22 Stunden auf Platz 5. Ebenfalls in der Männerklasse bei den Masters C starteten, gesteuert von Bernd Marczinke, Gunter Piller, Joachim Laibe, Dieter Guhl mit Schlagfrau Sabine Marczinke. Sie legten mit 2:38:32 Stunden an und kamen auf den 7. Platz. Es siegte der Bonner RV in 2:16,26 Stunden.

Für die Regattaüberraschung des Tages sorgte das Team um Schlagmann Gerd Jakobs, Birgit Dillmann, Jochen Hartmann und Martina Schott im 10-Boote-Feld. Steuermann Frank Durein brachte sein Quartett sicher ins Ziel und in einer Zeit von 2:30:55 Stunden auf den 3. Platz bei den Mixed Masters C. Großen Jubel im Speyerer Lager gab es über diesen erstmaligen Platz auf dem Treppchen und Bronze. Dabei gab es auch gleich eine große Besonderheit: Der GTRV Neuwied ruderte exakt die gleiche Zeit von 2:30:55 Stunden und stand neben den Speyerern auf dem Treppchen. Beide Boote waren exakt 9055 Sekunden unterwegs. Es siegte die Bonner RG in 2.17,18 Stunden. Foto: RGS

10.05.2016


Alicia Bohn bei Internationaler Regatta mit Gold und Silber

„Goldjubel“ im Doppelvierer (Alicia Bohn 4. stehend von links) „Goldjubel“ im Doppelvierer (Alicia Bohn 4. stehend von links)

Von Angelika Schwager

München- Nach vielen Trainingseinheiten im heimischen Reffenthal aber auch in Berlin und Würzburg unter den Augen der Bundestrainerin durfte Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer mit den besten Deutschen Juniorinnen bei der Internationalen Juniorenregatta in München auf der Olympiastrecke über die 2000-Meter-Distanz im Doppelzweier und Doppelvierer zeigen, dass sie auch 2016 wieder zu den Besten gehört.

Der erste Regattatag gehörte dem Juniorinnen A-Doppelzweier. In 7:41,47 gewann Alicia Bohn mit Anneke Mau, ARC Würzburg den Vorlauf gleich souverän mit fast 14 Sekunden vor Großbritannien und schaffte damit die Qualifikation fürs A-Finale. Hier ging es auch gegen die eigenen Partnerinnen Paula Vosgerau und Sophie Leupold aus dem Doppelvierer. Diese Renngemeinschaft Pirnaer RV/Lübecker RG legte sich auch gleich an die Spitze des Feldes, gefolgt vom RC Potsdam und der Doppelzweier (Alicia Bohn im Bug) auf dem Weg zu SilberRenngemeinschaft RG Speyer/ARC Würzburg. So blieb es auch bis zur 1500-Meter-Marke, dann zog das Duo Bohn/Mau einen gewaltigen Endspurt überruderte den RC Potsdam und blieb mit nur acht zehntel Sekunden hinter den Siegern aus Pirna und Lübeck. „Mit Silber am ersten Tag können wir leicht in den zweiten Regattatag gehen“, waren sich die Speyerer Schlachtenbummler einig.

Diese Vorfreude auf den Juniorinnen A-Doppelvierer muss sich auch auf die vier jungen Damen übertragen haben. Mit einem klaren Vorlaufsieg gegen die Renngemeinschaft Düsseldorf/Heidelberg/RC Potsdam zog das Quartett Alicia Bohn, Anneke Mau, Paula Vosgerau und Sophie Leupold ins A-Finale ein. Hier erwischte das britische Team den besten Start und lag nach 500-Metern mit 1,4 Sekunden vorn, doch bei Streckenhälfte hatte sich das Team um Alicia Bohn schon mit vier zehntel Sekunden an die Spitze geschoben und baute den Vorsprung bis ins Ziel auf 1,24 Sekunden gegenüber den letztlich zweitplatzierten Ruderinnen der Renngemeinschaft Düsseldorf/Heidelberg/RC Potsdam aus. Großbritannien folgte fünf, Schweiz zehn, Polen achtzehn und Schweiz II achtundzwanzig Sekunden zurück. „Silber im Doppelzweier und Gold im Doppelvierer sind ein optimaler Start in die noch junge Saison und geben Motivation bis zu den Jugendmeisterschaften im Frühsommer“, waren sich die Speyerer einig. Foto: RGS

08.05.2016


Alicia Bohn dringt ins Finale vor

Von Angelika Schwager

Köln- Zur Deutschen Kleinbootmeisterschaft und der Leistungsüberprüfung der Junioren A waren von der Rudergesellschaft Speyer Alicia Bohn, Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker nach Köln gereist um sich über die 2000-Meter Distanz mit den stärksten Ruderern Deutschlands zu messen. Auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen herrschten am ersten Tag bei Vor- und Zwischenläufen nicht die besten Ruderbedingungen. Zeitweise gab es stärkere Regenschauer und immer wieder waren Windböen zu verzeichnen. Am zweiten Regattatag verbesserte sich das Wetter deutlich, so schien bei den Finalläufen zwischenzeitlich sogar die Sonne.

Alicia Bohn stellte sich im Juniorinnen-Einer A der Leistungsüberprüfung unter den Augen der Bundestrainerin. Die Speyerin verschaffte sich mit einem Vorlaufsieg, sie gewann mit zwei Sekunden Vorsprung vor Hannah Reif, RK Wannsee, eine gute Ausgangsbasis für den Zwischenlauf. Hier wartete Mitfavoritin auf einen Platz im A-Finale Leonie Menzel vom RC Germania Düsseldorf. Die beiden Ruderinnen dominierten den Lauf im Sechs-Boote-Feld und lagen bis zur 1500-Meter-Marke Boot an Boot. Auf den letzten 500-Metern musste Alicia Bohn etwas abreisen lassen, sicherte sich mit Platz zwei und einer Zeit von 8:15,60 Minuten dennoch den Einzug ins A-Finale. In einem sehr spannenden Rennen entwickelte lagen lange Zeit alle Boote dicht beisammen, bis sich erst auf den letzten 500 Metern das Feld etwas auseinander zog. Erneut hieß die Siegerin Leonie Menzel aus Düsseldorf. Platz zwei ging an Sophie Leupold, Pirnaer RV, vor der Lübeckerin Paula Vosgerau. Alicia Bohn schaffte in 8:00,25 Minuten den sehr guten fünften Platz.

Im Frauen-A-Zweier-ohne Steuerfrau griff Julia Hoffmann in Renngemeinschaft mit ihrer Partnerin aus dem Vorjahr Karolina Farr, Mainzer RV, in die Riemen. Mit dem zweiten Platz im Vorlauf schaffte das Duo hinter der Renngemeinschaft Greifswalder RC/ORC Rostock klar den Direkteinzug ins Halbfinale. Hier wurde hart um den Einzug ins A-Finale gerungen und die ersten vier Boote lagen bis zur 1500-Meter-Marke nah beisammen, lediglich Hanau und Stuttgart/Ulm waren bereits zurückgefallen. Mit dem letztendlich vierten Platz fanden sich Hoffmann/Farr im B-Finale wieder und ruderten hier in einem engen Rennen auf den fünften Platz.

Gleich mit vierzig Konkurrenten musste sich Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts- Männer-Einer A auseinandersetzen. Der zweite Platz im Vorlauf hinter der RG Wiking Berlin bedeutete den Einzug in Viertelfinale, das der junge Speyerer als viertes Boot in 7:09,05 Minuten beendete. Im gesetzten Halbfinale wollte sich Elias Dreismickenbecker in jedem Fall fürs C-Finale qualifizieren, was mit Rang zwei auch gelang. Im C-Finale lag Elias Dreismickenbecker bis zur Streckenhälfte nah am führenden Boot, drehte dann noch einmal deutlich auf und sicherte sich auf den letzten 500-Metern in 7:11,80 Minuten den Sieg, vier Sekunden vor dem Stuttgarter Florian Roller, eine weitere Länge zurück lag Siegburg. Im Endspurt des vierten 2000-Meter-Rennens in zwei Tagen zeigte deutlich welche Leistungsreserven Elias Dreismickenbecker bereits aufgebaut hat.

Völlig abgekämpft aber zufrieden mit den Platzierungen konnten die drei Topathleten der Rudergesellschaft den Heimweg antreten. Foto: RGS

19.04.2016


Siege für Ruderer in Gent

Von Angelika Schwager

Gent-  Wie jedes Jahr machte sich der Landesruderverband Rheinland-Pfalz traditionell auf in Richtung Gent, um dort auf der internationalen belgischen Meisterschaft die Chance zu nutzen, vor Saisonbeginn einige Rennen über die Wettkampfdistanz von 2000 Meter zu absolvieren und so die Wettkampfhärte vorzubereiten.

Mit dabei von der Rudergesellschaft Speyer waren Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann. Beide nutzten die eher schwierigen Wasserbedingungen und den dauernd wechselnden Wind um sich auf die bevorstehende Deutsche Kleinbootmeisterschaft in Köln vorzubereiten.

Für Elias Dreismickenbecker ging es im Leichtgewichts-Männer-Einer A, 32 Boote waren am Start, über die Strecke, hier zeigte er eine starke Leistung und gewann seinen Lauf souverän. Allerdings musste er sein Rennen am zweiten Regattatag auf Grund einer allergischen Reaktion abmelden. Dennoch ein guter Start in die Saison 2016.

Julia Hoffmann, auf der Langstrecke in Leipzig noch im Frauen-Einer A unterwegs, stieg in Gent wie im Vorjahr mit Karolina Farr vom Mainzer RV in den Frauen-Zweier-ohne-Steuerfrau A. Das Duo konnte seinen Lauf gewinnen und sich mit der zweitschnellsten Gesamtzeit für den A-Lauf qualifizieren. Leider lief es dann nicht ganz so rund wie im ersten Rennen. Am Ende gab es Bronze im gesetzten Lauf und die viertschnellste Gesamtzeit. Trotz einer kurzen Vorbereitung fiebert der überraschend wieder zusammengesetzte Zweier-ohne Hoffmann/Farr nun den Kleinbootmeisterschaften in Köln entgegen.

Nach diesem spannenden Saisonauftakt geht es nun in Köln gegen die schnellsten deutschen Boote. „Die Kleinbootmeisterschaft bietet uns nach dem bereits absolvierten Ergometertest und der Langstrecke in Leipzig eine weitere Möglichkeit, uns für die Nationalmannschaft anzubieten“, blicken Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann optimistisch in die beginnende Rudersaison. Foto: RGS

17.04.2016


RGS bringt zum Anrudern viele Boote aufs Wasser

von Angelika Schwager

Speyer- Bei bestem Ruderwetter freute sich der Erste Vorsitzende der Rudergesellschaft Speyer, Alfred Zimmermann, gleich eine ganze Flottille zur ersten offiziellen Ausfahrt des Jahres 2016 auf den Rhein in Richtung Trompeterbau zu schicken. Er wünschte den Besatzungen, es waren ein Achter, vier Vierer, ein Dreier sowie zwei Einer unterwegs, immer „eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. Der frischgewählte Verwaltungsvorsitzende Peter Josy zog zum Saisonstart die neue große RGS-Flagge am Fahnenmast auf.

In seiner Ansprache berichtete Alfred Zimmermann über den Fortgang der Bauarbeiten am neuen Bootshaus im Reffenthal und stimmte die Mitglieder darauf ein, dass „dies das letzte Anrudern am alten Standort sei und ab dem nächsten Jahr der Saisonstart dann von neuer Stätte erfolgen könne.“

Im Rahmen des Offiziellen Anrudern freute sich Jugendbetreuer Moritz Durein insgesamt acht Rudersport-Fertigkeitsabzeichen in Bronze verleihen zu können. Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Paul Bohnenstiel, Florian Kunert, Georg Melchiori, Alexander Strasser, Konstantin von Pückler und Elias Wissemeier erhielten das Abzeichen je zum ersten Mal. Zur Erlangung des Rudersport-Fertigkeitsabzeichens wird neben dem Beherrschen des Einers und dem Steuern eines Mannschaftsbootes insbesondere auch Gewässerkunde geprüft. Foto: RGS

12.04.2016


Alicia Bohn rudert bei Leipziger Langstrecke auf Platz zwei

Abfahrt nach Leipzig

Leipzig. Zum ersten großen Saisontest trafen sich die Spitzenathleten des Deutschen Ruderverbandes um in Leipzig über die 6000-Meter-Strecke eine erste Leistungsorientierung für die Saison 2016 zu bekommen.

Die Ruderer werden im Minutenabstand gestartet und kämpfen gegen die Uhr. Dabei setzte Alicia Bohn im Juniorinnen-A-Einer gleich eine hervorragende Duftmarke. In 25:29 Minuten ruderte sie hinter Paula Vosgerau, Lübecker RG, nur um acht zehntel Sekunden geschlagen auf den zweiten Platz und ließ dabei weitere 18 Konkurrentinnen hinter sich.

Bis zur 4000 Meter-Marke hatte noch die spätere Dritte Maren Völz von der Potsdamer RG geführt, musste dann ihrem hohem Anfangstempo Tribut zollen und fiel letztlich acht Sekunden hinter die hart kämpfenden Bohn und Vosgerau zurück.

Elias Dreismickenbecker startete im Männer-Einer A/B, ruderte dabei mit 23:46 Minuten die elftschnellste Zeit und wurde Fünfter in seiner Klasse (U23). Bei den Männern B siegte Moritz Moos vom Mainzer RV. Einen nicht ganz so guten Tag erwischte Julia Hoffmann die erstmals bei den Frauen A im Einer unterwegs war und auf den zwanzigsten Gesamtrang kam.

Text und Foto: RGS

11.04.2016


„Silberrücken“ rudern in Amsterdam auf Rang 5

v.l.: 2. Norbert Herbel, 3. Klaus Disqué, 4. Gerhard Kayser v.l.: 2. Norbert Herbel, 3. Klaus Disqué, 4. Gerhard Kayser

Von Angelika Schwager

Amsterdam- Beim „Head of the River Amstel“ über acht Kilometer vom Amsterdamer Zentrum nach Oudekerk war die RG Speyer erstmals in der Saison 2016 am Regattastart und das gleich im Achter.

Die Speyerer Mastersruderer Gerhard Kayser, Klaus Disqué und Norbert Herbel gingen im Masters-Achter F (Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre) mit den Masters des Limburger Club für Wassersport in Renngemeinschaft an den Start. Am Schlag saß Christoph Bendel, weiter waren an Bord Jochen Förster, Christoph Mehlmann, Reiner Stein, und Lothar Rompel. An den  Steuerseilen saß Christoph Sohr, Sportwart des Limburger CfW.

Gestartet wurden die Achter im 30-Sekunden-Abstand in einem „Block“ von 56 Achtern der Altersklassen E bis H. Bei trockenem bedecktem Wetter und kräftigem Nordwest-Schiebewind lief der Achter außerordentlich gut an und lag bei der ersten Zwischenzeit auf Platz 2. Am Ende landete die Limburg/Speyer-Combo in sehr guten 30:21,4 Minuten auf Platz 5 und musste dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. „In jedem Fall war es für uns Speyerer wieder ein grandioses Erlebnis bei einer solch bedeutenden und gut besuchten Regatta vorne mitrudern zu dürfen“, zeigten sich die drei RGS-Athleten vollauf zufrieden.

Foto: RGS

26.03.2016


RGS-Mitglieder wählen Peter Josy zum Verwaltungsvorsitzenden

Peter Gdanietz, Jutta Kopf, Sigrid Schuh, Alfred Zimmermann (1. Vors.), Günter Schuff Peter Gdanietz, Jutta Kopf, Sigrid Schuh, Alfred Zimmermann (1. Vors.), Günter Schuff:

von Angelika Schwager

Speyer- Die Mitgliederversammlung der Rudergesellschaft Speyer stand ganz im Zeichen des Baufortschritts des Neubaus im Reffenthal und die damit verbundene Neuausrichtung. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann begrüßte im Saal des Naturfreundehauses neben 76 stimmberechtigten Mitgliedern, gerne auch Ehrenmitglied Jutta Kopf. Beim Totengedenken gedachte die RGS-Familie Herrmann Fuchs, der über Jahrzehnte die Sportgeschicke bei der Jugendausbildung mitgestaltet hatte.

Der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Alfred Zimmermann zeigte auf, dass 2015 erneut ein sehr erfolgreiches Ruderjahr für die 324 mitgliederstarke RGS war. Alfred Zimmermann ging besonders auf die bereits durch die Baumaßnahme im Reffenthal gekennzeichnete Finanzsituation ein. Aufgrund der Einnahmestruktur beendete die RGS das abgelaufene Jahr „trotz des angelaufenen Baues gesund“, so Zimmermann. Zufriedenheit gab es bezüglich der durch den Parkplatz aufgewerteten Situation am Standort am Alten Hafen, ebenso bedankte er sich bei Norbert Herbel für alle geleisteten Aktivitäten rund um die nunmehr zwei Kirchboote. Beispielhaft wurde die organisatorisch stets sehr anspruchsvolle Kirchbootregatta hervorgehoben und insbesondere Felix Gard und seinem jungen Team gedankt.

 Was macht ein Sportjahr der RGS erfolgreich? Neben den 72 Regattasiegen bei 26 Regatten, stachen besonders natürlich die Titel von Alicia Bohn, der „Sportlerin des Jahres 2015“, als Deutsche Jugendmeisterin im Einer und Vizemeisterin im Doppelvierer, Elias Dreismickenbecker als Deutscher Meister im U23-Leichtgewichts-Einer sowie die Bronze- und Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften von Julia Hoffmann heraus. Nicht vergessen wurden natürlich die WM-Erfolge der drei Topathleten. Vier Rennruderernadeln davon drei in Bronze und eine in Silber waren 2015 errudert worden. Über Silber durfte sich Elias Kolbenschlag freuen, Bronze ging an Arnd Garsuch, Elke Müsel und Thomas Zimmermann.

Insgesamt legten die Ruderer im Jahr 2015 erneut mehr als 100.000 Kilometer auf dem Wasser zurück, weshalb auch wieder zahlreiche Wanderruderabzeichen des Deutschen Ruderverbandes verliehen werden konnten. Franziska Küenzlen und Andrea Vogel, je zum ersten Mal, Ingrid Kramer-Schneider und Reinhold Eppel, je zum dritten Mal, Beate Wettling (4. Erwerb), Steffi Haase-Goos (6. Erwerb), Ria Baron (12. Erwerb), Günter Schuff (14. Erwerb) und Dieter Daut (19. Erwerb) waren erfolgreich. Ein besonderer Dank ging an Gerd Jakobs, der das neue elektronische Fahrtenbuch programmiert hatte. Er durfte die Kilometerpreisträger des Jahres 2015 auszeichnen (s. bereits publizierter Bericht). Julia Hoffmann ging als Kilometerkönigin und Elias Dreismickenbecker als Kilometerkönig für das Jahr 2015 hervor. Die große Erfolgsgeschichte der Kirchboot-Regatta im Speyerer Floßhafen wurde um ein weiteres Kapitel ergänzt: der Teilnahme am Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf im Kirchboot.

Die Erfahrung zeigt, dass die Infektion mit dem Rudervirus eine nahezu unheilbare Krankheit ist. Deshalb konnte Lisa Gärtner mit der Silbernen Ehrennadel für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden. Lars Seibert und Matthias Zimmermann erhielten die Goldene Ehrennadel für 25 aktive Jahre im Verein. Schon 40 Jahre aktiv dabei sind Peter Janson, Jochen Krieger und Bernd Peters, dafür gibt es die Silberne Ehrenplakette. Nicht nur mit der Goldenen Ehrenplakette der RGS, sondern auch mit der „DRV-Ehrennadel für 50 Jahre“ wird anlässlich 50-jähriger aktiver Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das schafften Robert Huber, Michael Schug und Kurt Wolski. Eine besondere Freude war es für Alfred Zimmermann gleich sieben Mitglieder mit 60 Jahren Vereinszugehörigkeit zu feiern. 1956 traten Jutta und Helmut Kopf, Peter Gdanietz, Günter Schuff, Sigrid Schuh, Jürgen Weschka und Friedrich Jung in die RGS ein.

Nach der Verlesung des Berichts der Rechnungsprüfer durch Peter Gärtner, folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes, verbunden mit Applaus und Dank für die geleistete Arbeit. Einstimmig wählten die Anwesenden Rainer Bohn als Nachfolger von Elke Müsel zum Rechnungsprüfer. Als Mitglied des Ehrenrates wurde für weitere fünf Jahre Gerhard Kayser ebenfalls einstimmig bestätigt. Peter Josy hatte sich bereit erklärt, das vakante Amt des Verwaltungsvorsitzenden zu übernehmen. Dafür bedankten sich die Mitglieder mit einer einstimmigen Wahl.

Das Jahr 2016 soll insbesondere genutzt werden, um den Neubau im Reffenthal zu beenden. Hier erläuterte Peter Josy den aktuellen Sachstand. Von großem Interesse war, dass das Rudern bald einschränkungsfrei vonstattengehen kann.

Der letzte und große Dank, seitens des Vorsitzenden, ging an Robert Gard für sein langes Engagement als Verwaltungsvorsitzender. Hier hob Alfred Zimmermann die stets freundschaftlich geprägte und pragmatische Diskussion bei den Sachthemen sowie das immer zupackende Engagement hervor. Foto: RGS

13.03.2016


100.000-Kilometer-Schallmauer erneut übersprungen

Der Kilometerkönig und die Kilometerkönigin:

Elias Dreismickenbecker mit 5093 km und Julia Hoffmann mit 4444 km wieder mit den meisten Ruderkilometern

Von Angelika Schwager

Speyer- Im Ruderjahr 2015 konnten die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer erneut die Schallmauer von 100.000 Ruderkilometern überspringen. Ganze 100875 Kilometer wurden auf dem Wasser zurückgelegt. 155 Sportler, fünf weniger als im Jahr zuvor, aus allen Altersklassen hatten mindestens eine Ruderfahrt ins Fahrtenbuch eingetragen. Insgesamt wurden 3097 Fahrten absolviert. Dabei waren 52 Mädchen und Frauen sowie 103 Jungen und Männer aktiv. Gäste ruderten 12935 km, die Schüler kamen auf 74 km.

Die zehn Kilometerpreisträger, der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen, kamen auf 25691 Kilometer. Toll auch, dass gleich zehn Athleten, die 2000 km-Hürde übersprangen.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Simon Laibe mit 358 Kilometern den ersten Platz vor Jan Grigarzik mit 316 Kilometern und Luca Mann (175 km). Bei den Mädchen setzte sich wie im Vorjahr Anna Hoffmann mit 289 Kilometer vor ihre Schwester Maria (273 km). Marvin Degen durfte sich nach einigen zweiten Plätzen in den Vorjahren in diesem Jahr in der Kategorie Junioren (15-18 Jahre) mit 1441 Kilometer über Platz eins freuen, gefolgt von Lucas Trunk mit 543 Kilometern und Johannes Buchholz (379 km). Bei den Juniorinnen erreichte Alicia Bohn mit 3773 Kilometern den Spitzenplatz, erneut vor Ernestine Archinger mit 1204 Kilometern, gefolgt von Karin Emde (165 km).

In der Kategorie Frauen I (19-30 Jahre) siegte, wie gewohnt, Julia Hoffmann mit 4444 Kilometern und wurde „Kilometerkönigin“. Die zweitplatzierte Teresa Claus mit stolzen 2795 Ruderkilometern zeigte insgesamt die sechstbeste Ruderleistung aller Aktiven. Danika Wettling auf Rang drei ruderte 12 km. Bei den Frauen II (31-60 Jahre) holte sich Beate Wettling erneut den auch 2014 gewonnenen Kilometerpreis mit 1959 Kilometern, Andrea Vogel kam auf den zweiten Rang (1440 km) vor Elke Müsel (1115 km). Bei den Frauen III (ab 61 Jahre) schaffte es Steffi Haase-Goos (3176 km) erstmals die langjährige Dauersiegerin Ria Baron (2226 km) abzulösen, gefolgt von Dagmar Horch (333 km).

Mit 5093 Kilometern, das bedeutet jeden Tag des Jahres durchschnittlich 14 Kilometer im Boot, erneut nicht zu schlagen war Elias Dreismickenbecker bei den Männern I (19-30 Jahre). Damit wurde Elias Dreismickenbecker unangefochtener „Kilometerkönig“ 2015. Philipp Nowicki schaffte als Zweiter exakt 2300 km vor seinem Bootskameraden Elias Kolbenschlag mit 2285 km. In der Kategorie Männer II wechselte der erste Platz zurück zu Harald Schwager (2332 km), vor seinen Bootskameraden Peter Gärtner (1695 km) und Ralf Burkhardt (1645 km). Die Auswertung bei den Männern III brachte wie seit Jahren die Bestätigung des Abonnementssiegers Günther Schuff, der 2015 12 km mehr ruderte als 2014 und auf 2826 Kilometern kam, wie im Vorjahr gefolgt von Norbert Herbel (1484 km) und Dieter Daut (1319 km). Foto: RGS

06.03.2016


RGS verleiht Sportabzeichen

Von Angelika Schwager

Speyer- Im Rahmen des Vereinsabends konnte der Sportabzeichen-Beauftragte der Rudergesellschaft Speyer Peter Roland Gärtner im RGS-Clubzimmer für die Saison 2015 wie schon im Vorjahr siebzehn Sportabzeichen, darunter elf Jugend-, sechs Erwachsenen- und ein Familienabzeichen verleihen.

Unter den elf Jugendsportabzeichen erhielten drei Sportler das Goldene Sportabzeichen. Luis Gärtner zum zehnten Mal, Ines Gärtner zum neunten und Julius Gard zum sechsten Mal. Silber ging zum sechsten Mal an Steffen Steinbacher. Florian Kunert, Simon Laibe und Konstantin Walter bekamen Silber jeweils zum ersten Mal. Ebenfalls zum ersten Mal geehrt wurden Johannes Buchholz, Jan Grigarzik, Joel Herzog und Kevin Schneider jeweils mit Bronze.

Bei den Erwachsenen war Moritz Durein, David Gärtner, Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki in Gold je zum zweiten Mal erfolgreich. Klaudia Laakmann (23x), Alex Wels (24x) und Peter Gärtner (26x) werden schon seit mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder mit Gold geehrt.

Das Familienabzeichen ging an Klaudia Laakmann, Ines und Luis sowie Peter Gärtner.

22.02.2016


Vier Ruderer für Rennruderernadeln qualifiziert

Silberne Nadel für Elias Kolbenschlag: Silberne Nadel für Elias Kolbenschlag:

Von Angelika Schwager

Speyer- In der Saison 2015 qualifizierten sich gleich vier Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer für die Verleihung der begehrten Rennruderernadeln. Es wird verliehen: Drei Mal „Bronze“ (ab 15 Siege) und einmal „Silber“ (ab 25 Siege). Die Goldene Nadel gibt es ab 40 Siegen, hierfür hat sich 2015 kein Ruderer qualifiziert.

Die Qualifikation für die Bronzene Rennruderernadel schaffte Arnd Garsuch in seiner vierten Saison bei der RG Speyer. Arnd Garsuch, erhielt seine ruderische „Erstausstattung“ beim RV Triton Leipzig. Nach beruflichem Einstieg in der Pfalz fand Arnd Garsuch auf der Suche nach einer größeren, aktiven Masters-Mannschaft schnell nach Speyer. Je fünf  Siege 2012und 2013, gefolgt von 2 ersten Plätzen 2014 und dann wieder 5 Siege 2015 bedeuten nun „Bronze“. Unter den bislang 17 Erfolgen kann Arnd Garsuch gleich auf drei World Masters Siege, im Doppelvierer 2012 und im Doppelzweier als auch Achter 2013 sowie einen Doppelvierer-Sieg beim Masters-Championat in Werder 2013 als auch einen Achtersieg bei der German Masters Open 2014 zurückblicken.

Elke Müsel verschlug es ebenfalls aus beruflichen Gründen an den Wohnort Speyer. Sie blickt auf insgesamt 22 Karrieresiege in und mit der Speyerer-Masters-Gruppe zurück, nachdem sie ihre großen Erfolge darunter beispielsweise Gold 1992 und Bronze 1993 im Frauen-Doppelvierer  beim Nations-Cup und Bronze 1992 ebenfalls im Frauen-Doppelvierer bei den deutschen Meisterschaften, damals noch für den Ludwigshafener RV startend, erringen konnte. 6 Siege 2013, 7 Siege 2014 und 9 Erfolge in diesem Jahr, ein schöner Anstieg der Siegzahlen pro Jahr, bedeuten ebenfalls die Bronzene RGS-Rennruderernadel. Unter den bislang 22 Erfolgen, Trend weiter steigend, stechen sicher der Sieg im Frauen-Achter bei den Südwestdeutschen Meisterschaften 2013 und besonders die beiden World Masters Siege im Doppelzweier und Mixed-Doppelvierer 2015 in Hazewinkel heraus.

Kaum zu glauben aber wahr: Bereits 1975 siegte Thomas Zimmermann zum ersten Mal und stockte 1976 in der Jungen- und Mädchengruppe bei Hermann Fuchs um weitere vier erste Plätze auf. Mit sechs ersten Plätzen ging es 1977 weiter, dabei steuerte Thomas Zimmermann auch den Jungen-Doppelvierer zum Sieg bei den Landesmeisterschaften und auf den 2. Platz beim Bundesentscheid. Nach drei Siegen und 14 Gesamterfolgen blieb das Konto von Thomas Zimmermann dann 1978 stehen. Nach einer längeren Orientierungsphase beim Tanzen und Karate erfolgte der Wiedereinstieg animiert durch den mit den sieben Siegen erfolgreichen Sohn Lukas 2011. Es dauerte jedoch bis 2013 bis Thomas Zimmermann wieder auf einem Rollsitz im Kampf um Regattasiege Platz nahm. 2015 war es nun soweit Sieg Nr. 15 und 16 wurden bei der Limburger Sprintregatta im Gig-Doppelvierer und Gig-Mixed-Doppelvierer mit Steuermann errungen. Das bedeutet Bronze für Thomas Zimmermann.

Elias Kolbenschlag verzeichnet exakt 25, davon vier 2015, Regattasiege und qualifiziert sich als einziger Ruderer für „Silber“. Die ersten beiden Raddadelchen bekam Elias Kolbenschlag als Junior 2011 umgehängt, es folgten vier 2012, fünf 2013, und zehn 2014. Sichtlich große Freude lösten bei Elias Kolbenschlag die beiden Siege in diesem Jahr im Männer-Achter der RG Speyer in Bamberg und Sursee aus.  Foto: RGS

06.01.2016


2015 Elf Siege in der Königsklasse mit Gold für Julia Hoffmann

Von Angelika Schwager

Speyer- Wenn ein Rennen des Deutschland-Achters angekündigt wird, sind auch Nichtruderer sofort elektrisiert und schalten den Fernseher ein, gerade auch dann wenn es um die Fragen geht wer gewinnt Olympiagold oder wer wird Weltmeister.

Für die Rudergesellschaft Speyer begeisterte dieses Jahr insbesondere Julia Hoffmann in der Königsdisziplin des Ruderns mit gleich drei Siegen, darunter die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften der U 23-Ruderinnen. Auch die Erfolge bei der Hügelregatta in Essen und in Ratzeburg werden einen festen Platz in den Annalen der RGS behalten.

Auch ansonsten lief das Achterjahr 2015 hervorragend. Mit elf Siegen bei neun Regatten sollte es das zweitbeste der Vereinsgeschichte nach 2003 werden, damals gelangen sogar 12 Erfolge im Königsboot dem Achter. Neben den schon fast obligatorischen Siegen, dieses Jahr gleich vier, des Masters-Achter, ist sicherlich der Sieg der Senior B (U23)/Masters-Kombination in der Offenen-Klasse über die 1000-Meter in Bamberg erwähnenswert. Elias Archinger, Ralf Burkhardt, Ingo Janz, Andreas Kabs, Elias Kolbenschlag, Philipp Nowicki, Peter Gärtner und Harald Schwager, gesteuert von Silke Pattloch, rangen die Gegner nieder.

Ein Novum 2015 gab es auch: Der erste Sieg in einem Masters-Mixed Rennen seit 1883 steht zu Buche. Michaela Maier, Elke Müsel, Angelika Schwager, Beate Wettling, Thomas Dresel, Lutz Fiedler, Peter Gärtner und Harald Schwager mit Steuerfrau Teresa Claus schafften das Kunststück in Limburg. Angelika Schwager und Beate Wettling saßen übrigens genau vor 20 Jahren 1995 auch beim ersten Sieg eines Mixed-Achters der offenen Klasse im Boot. Damals steuerte der unvergessene Hermann Fuchs, der langjähriger RGS-Kindertrainer, in Sursee zum Erfolg. Danach dauerte es bis 2004 bis der zweite Mixed-Achter Erfolg, wieder in Sursee, gelang.

Gleich sage und schreibe neun Ruderinnen und Ruderer tauchen 2015 zum ersten Mal in der Achtersiegliste auf: Marvin Degen, Elias Kolbenschlag, Ralf Mattil, Philipp Nowicki, Gerrit Poggenpohl und am Steuer Teresa Claus gleich zwei Mal sowie Michaela Maier, Elke Müsel und am Steuer Ernestine Archinger je einmal.

Bei den erfolgreichsten Achterruderern gab es kaum Veränderungen, da wieder alle mit Siegen beteiligt waren. Peter Gärtner mit 76 Siegen, davon 7 in 2015, bleibt an der Spitze vor Martin Gärtner mit 57 Erfolgen (4 in 2015). Harald Schwager (6 in 2015) schloss aufgrund eines Sieges mehr zu Ralf Burkhardt (5 in 2015) auf, beide Ruderer haben nun 55 Achtersiege auf dem Konto. Ingo Janz konnte sich durch 2 Erfoklge an Peter Faber und Peter Bohn vorbeischieben.

Insgesamt zeigt die Statistik 151 Achtersiege, davon 70 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 81 Siege in Renngemeinschaft. Davon 60 Männer-Achtersiege, 4 Frauen-Achtersieg, 13 Junior-Achtersiege, 69 Masters-Achtersiege, 2 Senioren-Mixed-Achtersiege, 1 Masters-Mixed-Achtersieg und 1 Jungen-Achter- sowie 1 Jungen und Mädchen-Mixed-Achtersieg.

151 Achtersiege seit 1883

76 Achtersiege

Peter Roland Gärtner

57 Achtersiege

Martin Gärtner

55 Achtersiege

Ralf Burkhardt

Dr. Harald Schwager

34 Achtersiege

Rainer Bohn

32 Achtersiege

Ottmar Gärtner

31 Achtersiege

Ingo Janz

30 Achtersiege

Peter Bohn

Peter Faber

29 Achtersiege

Andreas Kabs

27 Achtersiege

Lars Seibert

24 Achtersiege

Nils Seibert

23 Achtersiege

Katharina Kabs

18 Achtersiege

Peter Josy

 

Stand 31.12.2015

Foto: RGS

31.12.2015


Die 30 siegreichsten Ruderer nach der Saison 2015

Die Top 2 Peter Gärtner (links) und Ralf Burkhardt: Die Top 2 Peter Gärtner (links) und Ralf Burkhardt:

von Angelika Schwager

Speyer- Wie jedes Jahr legt die Rudergesellschaft Speyer zum Jahresende ihre Ewigen-Bestenliste vor. Die Regattasaison 2015 brachte unter den Top 10 der 30 siegreichsten Rennruderer nur eine Minimalveränderung. Tim Lauer schloss mit jetzt 125 Erfolgen zu Rainer Bohn auf und liegt nun gleichauf auf Platz acht.

Den größten Sprung um neun Plätze nach vorn schaffte nach 12 Siegen im Jahr 2015 Julia Hoffmann auf Rang 16. Um sechs Plätze verbesserte sich Andreas Kabs, der von Platz 22 auf 16 vorrückte und ebenso wie Julia Hoffmann 81 Gesamtsiege aufweist. Ingo Janz und Beate Wettling rückten um je einen Platz vor. Dabei durfte sich Ingo Janz 2015 ganz besonders freuen, denn als erst zwölfter Ruderer wurde er in den „Hunderter-Club“, das sind Ruderer mit mindestens 100 Karrieresiegen, aufgenommen.

Den Top 30 nähern sich auch die Spitzenruderer Elias Dreismickenbecker, der um zwei Plätze auf Rang 32 kletterte, und Alicia Bohn die sieben Ränge auf Platz 42 gutmachte.

An Spitzenreiter Peter Gärtner reicht nach wie vor niemand heran. Mit seinen 21 Saisonsiegen 2015 ist er dem Feld sogar noch weiter entrückt und liegt mit 402 Karrieresiegen weiter einsam vorn. Auch der zweitplatzierte Ralf Burkhardt mit 15 Siegen 2015 fiel leicht zurück, vergrößerte aber den Vorsprung auf Lars Seibert (3 Erfolge 2015). Harald Schwager mit 16 ersten Plätzen in der abgelaufenen Saison rückte etwas an Martin Gärtner heran der mit seinen 6 Erfolgen die 200er-Marke knapp verfehlte und bei 199 Siegen stehen blieb. Eine gute Ausgangsbasis um 2016 als fünfter RGS-Ruderer die 200er-Siegegrenze zu überspringen.

       Name                                   Rennrudererzeit                Siege            VJ/dVJ

  1. Gärtner Peter                           1975-2015                             402

  2. Burkhardt Ralf                          1985-2015                             276

  3. Seibert Lars                              1992-2015                              232             

  4. Faber Peter                              1995-2015                             205             

  5. Gärtner Martin                          1979-2015                             199

  6. Dr. Schwager Harald                 1974-2015                             172             

  7. Seibert Nils                              1991-2006                             145             

  8. Bohn Rainer                              1977-2014                             125             

  8. Tim Lauer                                 2006-2015                             125              9./+1

10. Gärtner Ottmar                         1977-2015                             122             

11. Bohn Peter                               1977-2010                             117             

12. Janz Ingo                                 1993-2015                             100              13./+1

13. Hinsenkamp Jörg                      1974-1982                               97              12./-1

14. Durein Frank                            1972-2015                                82             

14. Wettling Beate                          1971-2015                                82              15./+1

16. Hoffmann Julia                          2010-2015                                81              25./+9

16. Kabs Andreas                           2009-2015                                81              22./+6

18. Klein Jens                                2006-2015                                80              16./-2

19. Gard Felix                                2006-2015                                79              16./-3

19. Kopf Peter                               1971-1996                                79              16./-3

21. Bergström Lars                         2005-2010                                78              19./-2

21. Dr. Jahn Walter                        1966-1995                                78              19./-2

23. Zimmermann Alfred                   1964-1998                                76              21./-2

24. Huck Joachim                           1977-2004                                75              22./-2

25. Straube Ernst                           1969-2008                                73              23./-2

26. Wagner Janis                           2008-2014                                68              24./-2

27. Becker Frank                            1980-2007                                66              25./-2

28. Schwager Angelika                    1970-2015                                64             

29. Huck Ingeborg                          1974-1995                                61             

29. Bergström Inga                         2005-2009                                61             

32. Dreismickenbecker Elias           2009-2015                                59              34./+2

44. Bohn Alicia                               2012-2015                                40              51./+7

Foto: RGS

29.12.2015


Endlich geschafft: 21 Siege für Peter Gärtner in einer Saison

Von Angelika Schwager

Speyer- In der Rennrudersaison 2015 schaffte es Peter Gärtner nach 40 Jahren, nachdem er 1975 seinen ersten Regattasieg für die RG Speyer erringen konnte, erstmalig zu den wenigen Ruderern mit  mehr als 20 Siegen je Saison zu stoßen. Mit 21 Saisonsiegen 2015 gehört der siegreichste RGS-Ruderer nun auch zu diesem kleinen Kreis. Besonders erfreulich war, dass bei 21 Saisonsiegen auch die Qualität nicht zu kurz kam. Neben dem Südwesttitel im Masters-Doppelvierer mit Lars Seibert, Martin Gärtner und Harald Schwager, gab es auch den World-Masters-Tiel im Mixed-Doppelvierer mit Ralf Burkhardt, Elke Müsel und Corinna Bachmann zu vermelden.

Im Jahr 1976 war es Ingeborg Huck die zum ersten Mal 21 Siege in einer Saison erreichte, kurz vor Jörg Hinsenkamp, der dann 1977 gar 22 Saisonerfolge vermelden konnte.

Bislang konnten in der RGS-Rennrudergeschichte neben Tim Lauer (2007, 2008, 2009), der mit 30 Saisonerfolgen auch den Rekord hält, Peter Faber (2005 und 2006 je 25 Erfolge), Harald Schwager (1996, 1997 je 21 Siege), elf weitere Ruderer in einer Saison mehr als zwanzig Siege erringen: 28 Siege Lars Seibert (1997), 27 Siege Paul Schwager (2010), 24 Siege Janis Wagner (2011) je 23 Siege Lars Bergström (2008) und Julia Hoffmann (2013), je 22 Siege Jörg Hinsenkamp (1977), Inga Bergström (2007) und Ralf Burkhardt (2011) sowie je 21 Erfolge Ingeborg Huck (1976), Felix Gard (2008) und nun Peter Gärtner (2015)

Sieganzahl/Saison:

2007 – 30 Siege Tim Lauer

1997 – 28 Siege Lars Seibert

2010 – 27 Siege Paul Schwager

2005 – 25 Siege Peter Faber

2006 – 25 Siege Peter Faber

2011 – 24 Siege Janis Wagner

2008 – 23 Siege Lars Bergström

2013 – 23 Siege Julia Hoffmann

1977 – 22 Siege Jörg Hinsenkamp

2007 – 22 Siege Inga Bergström

2009 – 22 Siege Tim Lauer

2011 – 22 Siege Ralf Burkhardt

1976 – 21 Siege Ingeborg Huck

1996 – 21 Siege Harald Schwager

1997 – 21 Siege Harald Schwager

2008 – 21 Siege Tim Lauer

2008 – 21 Siege Felix Gard

2015 – 21 Siege Peter Gärtner

Foto: RGS

27.12.2015


11 gegen 11 beim traditionellen Weihnachtsfußball der RGS

Von Angelika Schwager

Speyer-  Beim traditionellen Weihnachtsfußballspiel der Ruderer ist auf vieles Verlass, das traf wie in den vergangenen Jahren auch 2015 zu:

Erstens: Wie in den Vorjahren war das Wetter wieder frühlingshaft mit angenehmen 12-13 Grad und es blieb nicht nur trocken, sondern die Sonne traute sich heraus. Nur 2012 zeigte das Thermometer mit 16 Grad noch höhere Werte. Die Domwiese war wie 2014 kaum aufgeweicht, sodass die Akteure auch nach mehr als einer Stunde Sport noch „fast sauber“ waren.

Zweitens: Der „eingespielte“ Spielmodus „Jung gegen Alt“ – eigentlich „Nicht mehr ganz so Jung“ gegen „Ganz schön Alt“ – brachte die bekannten Ergebnisse. Im ersten, längeren Spielabschnitt beim Fußball siegte die „alte“ Filigrantechnik, beim zweiten, kürzeren Spielabschnitt Rugby die „junge“ Dynamik.

Drittens: Über den genauen Endstand gab´s am Ende wie immer Diskussionen. Beim Fußball so irgendwas zwischen 4:0 bis 5:1 für die „Alten“. Beim Rugby ein 2:0 für die „Jungen“.

Viertens: Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann und Kirchbootverantwortlicher Norbert Herbel hatten es sich erneut nicht nehmen lassen den Weg an die Domwiesen zu finden.

Fünftens: Die gute Versorgung der Zuschauer mit Speyerer Brezeln, die es hoffentlich noch lange gibt, Weihnachtsgebäck und zahlreichen Getränken war wie immer gesichert.

Sechstens: Obwohl 11 gegen 11 Akteure auf dem Platz standen, hatten die Zuschauer, darunter auch wieder zahlreiche Touristen, die ihren Spaß hatten, erneut die Überzahl, was die Attraktivität des Spiels belegt.

Siebtens: Erneut fanden fernab von Speyer wohnende RGS-Weihnachtsfußball-Fans am Heiligabend den Weg auf die Domwiese. Aus Darmstadt, Karlsruhe, Frankfurt, Bonn, Hamburg, Zürich und Saarbrücken waren die Akteure angereist.

„Nachdem der Schlamm abgeduscht war, hat uns die Wurstsuppe im RGS-Bootshaus in Vorbereitung auf die Weihnachtstage bei einem Glas Bier oder Glühwein besonders geschmeckt“, waren sich Zuschauer und Aktive über den Sinn der Veranstaltung einig. Foto: RGS

27.12.2015


Rudersaison 2015 bringt der RGS 72 Siege

Von Angelika Schwager  

Speyer- Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2015. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann freute sich im vollbesetzten Saal zur Siegermatinee auch Sportbürgermeisterin Monika Kabs und Altmietglied Margarete Boiselle begrüßen zu dürfen.

Nachdem schon in der Saison 2014 ein neuer Rekord mit 66 Regattateilnehmern aufgestellt werden konnte, wurde dieser 2015 noch einmal übertroffen. Stolze 73 Ruderer und Ruderinnen waren auf Regatten im In- und Ausland im RGS-Vereinstrikot mit dem markanten roten Brustring am Start. Darunter waren 37 Sieger, einer mehr als 2014.

„Im Jahr 2015 erzielten unsere Aktiven bei 26 Regatten 72 Siege, 54 zweite Plätze und 39 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht jetzt bei genau 3501 Erfolgen“, berichtete stolz der Sportvorsitzende Andreas Kabs. Dabei ging der 3500. Sieg der Vereinsgeschichte auf das Konto des in Würzburg bei der Bocksbeutelregatta erfolgreichen Mastersachter.

Gleich zu Beginn wurden die drei Spitzensportler Alicia Bohn, Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann geehrt. Sie gewannen allesamt nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften Gold, sondern durften die RGS im Nationaltrikot auch bei den Weltmeisterschaften vertreten. So ruderte Alicia Bohn bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro im Finale knapp an Bronze vorbei auf den vierten Platz. Gleiches schaffte Julia Hoffmann bei der U23-Weltmeisterschaft im Frauen-Achter in Plovdiv, Bulgarien. Auch alleine biss sich Elias Dreismickenbecker im Leichtsgewichts-Einer durch und ruderte schon in seinem ersten Männerjahr als erst 19-Jähriger in Plovdiv mit seinem Sieg im B-Finale der U23-WM auf Rang sieben.

Für ihre Siege bei der World-Masters-Regatta in Hazewinkel wurde Elke Müsel, die im Doppelzweier mit Silke Pattloch, Mannheimer RG Rheinau, erfolgreich war, ebenso beklatscht wie dann Corinna Bachmann, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt die mit Elke Müsel den Mixed-Doppelvierer gewannen. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften gab es wie im Vorjahr fünf Titel für Speyer: Alicia Bohn siegte im Einer bei den Juniorinnen A und auch im Renngemeinschafts-Frauen-Doppelvierer. Dem ließ Marvin Degen ebenfalls zwei Siege im Junior-Vierer A und Junior-Achter A folgen. Komplettiert wurde das Bild durch den Sieg des Masters-Doppelvierer mit Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager und Lars Seibert. Anlässlich dieser Regatta in Trier holte Peter Gärtner mit Harald Schwager im Doppelzweier seinen 400. Karrieresieg und schaffte gleichzeitig die meisten Saisonsiege, ganze 21, für die RGS.

Insgesamt trugen sich 37 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste ein. Erfolgreich waren bei Mädchen (bis 14 Jahre) Maria und Anna Hoffmann mit zwei Siegen darunter der Sieg beim Landesentscheid im Doppelzweier. Erstmals am Start zu einer Regatta waren Jan Grigarzik, Phillip Maier, Lucas Mann und Lukas Seubert.

Bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) holten Alicia Bohn und Marvin Degen je fünf Erfolge, Ernestine Archinger schaffte zwei Siege und Lucas Trunk seinen ersten Sieg.

Julia Hoffmann und Teresa Claus bei den Frauen am Start kamen auf zwölf bzw. neun Saisonsiege Bei den Männern war Elias Archinger mir fünf ersten Plätzen der Siegreichste, vor Elias Dreismickenbecker, Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki mit je 4 Erfolgen, Tim Lauer hat drei und Jens Klein einen Sieg auf dem Konto.

Die größte Gruppe stellten wie meist die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Peter Gärtner mit einundzwanzig Erfolgen vor Harald Schwager mit sechzehn und Ralf Burkhardt mit fünfzehn Erfolgen die meisten Saisonsiege. Elke Müsel mit neun und Ingo Janz mit sieben Raddaddelchen folgten. Dabei war das siebte Anlegemanöver am Siegersteg 2015 für Ingo Janz exakt sein 100. Mal, dass er als erster über die Ziellinie ruderte. Die weiteren Sieger waren: Corinna Bachmann, Martin Gärtner und Andreas Kabs (je 6 Siege), Arnd Garsuch (5), Gerrit Poggenpohl (4), Michaela Maier, Ralf Mattil und Lars Seibert (je 3), Norbert Herbel, Angelika Schwager, Beate Wettling und Thomas Zimmermann (je 2), Birgit Dillmann, Ottmar Gärtner, Jochen Hartmann, Gerd Jakobs, Katharina Klinge und Andrea Vogel (je 1 Sieg). Dabei gelang Andrea Vogel bei der letzten Regatta des Jahres, dem „Nikolaus-Vierer“ in Mainz, als Steuerfrau ihr erster Karrieresieg.

Die Trainingsmannschaften bedankten sich bei Trainer Martin Gärtner mit einem besonderen Applaus, nicht nur für seine eigenen Erfolge, sondern insbesondere für sein Engagement bei der Trainingsarbeit und der Technikoptimierung. Da Martin Gärtners Siegekonto jetzt bei 199 steht, ist zu erwarten, dass er 2016 als erst fünfter RGS-Ruderer die 200er-Grenze überspringen kann. Foto: RGS

08.12.2015


Sieg für die RGS bei der letzten Regatta des Jahres

Von Angelika Schwager

Mainz-  Bei der 28. Regatta „Nikolaus-Vierer“ waren gleich fünf Gig-Boote der Rudergesellschaft Speyer am Start. Wie der Name vermuten lässt, findet dieser Ruderevent zu Nikolaus auf der Wachsbleiche, einem Seitenarm des Rheins bei Mainz statt. Entsprechend vielschichtig sind auch die Klamotten, in denen die Ruderer und Ruderinnen ihre Boote besteigen: da sammeln sich Nikoläuse, die im mit Tannenbaum geschmückten Ruderboot antreten gegen eine Rotte Rentiere, deren Bug ein Geweih ziert. Nebenan legen sich vier Weihnachtsengel in die Riemen, Elfen treten gegen Knecht Ruprecht und seine drei Ruten an. Kurz: wer hier in sportlichem Rennruder-Outfit antritt, gilt als Spielverderber – wenigstens eine rote Mütze sollte drin. Die Speyerer waren allesamt mit einer RG Speyer-Nikolausmütze, geschneidert von Steuerfrau Karin Lischer, am Start.  Das Langstreckenrennen ging dieses Jahr über verkürzte 3.000 Meter, davon zunächst 2 Kilometer mit dem Strom und das letzte Streckendrittel gegen den Strom.

Im Masters-Mixed Doppelvierer E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) benötigten Volker Holl, Steffi Haase-Goos, Andrea Vogel, Klaus Wies und Steuerfrau Elke Guth 13:51 Minuten für die drei Kilometer und wurden viertes Boot. In der Altersklasse D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) waren Ralf Mattil, Angelika Schwager, Beate Wettling, Thomas Zimmermann mit Karin Lischer an den Steuerseilen 12:53 Minuten unterwegs um den Sprung aufs Podium zu schaffen, es gab Bronze hinter RC Nassovia Höchst und der RG Wiesbaden-Biebrich, die Karlsruher als Vierte lagen acht Sekunden zurück. Die jüngste Mixed-Mannschaft mit Birgit Dillmann, Jochen Hartmann, Gerd Jakobs, Martina Schott und Steuerfrau Steffi Haase-Goos ruderten in der Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) in 12:33 Minuten ebenfalls zu Bronze. Der Männer E-Doppelvierer zeigte eine sehr starke Leistung: Klaus Disqué, Dieter Guhl, Norbert Herbel, Ralf Mattil und Steuermann Volker Holl waren 12:28 Minuten unterwegs und mussten sich nur der Renngemeinschaft Limburger ClfW/SG Wiking Offenbach mit der World-Masters-Sieger Crew geschlagen geben. Der Männer C-Doppelvierer überruderte nach 12:22 Minuten die Ziellinie. An Bord bei diesem vierten Platz waren Hubert Doser, Bernd Fleddermann, Bastian Hoffmann, Joachim Laibe und Steuermann Norbert Herbel. Gleichzeitig war dies das schnellste Speyerer Boot. Im Masters-Mixed Doppelvierer des RC Hassia Gießen/Kettwiger RG/1. Kieler RC/RG Speyer sprang Andrea Vogel als Ersatzsteuerfrau ein und siegte mit dem Renngemeinschaftsquartett in 12:12 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung auf die Renngemeinschaft Hersfelder RV/RV Offenbach/Eschweger RV.

„Mit der Ausbeute von einem Sieg, insbesondere weil es Andrea Vogels erster Karrieresieg war, einem zweiten, zwei dritten und zwei vierten Plätzen sind wir sehr zufrieden. Außerdem erzeugten wir als größte Truppe in einheitlichem Outfit so viel Aufsehen, dass wir es in Mainzer fernsehen schafften“, freuten sich die Speyerer Teilnehmer über Ergebnis und Spaß.

Foto: RGS

07.12.2015


„Stadt Speyer“ beim Abrudern der RGS auf Wasser

Angelika Schwager bei der Ansprache zur Wiederindienststellung der „Stadt Speyer“ Angelika Schwager bei der Ansprache zur Wiederindienststellung der „Stadt Speyer“

Von Angelika Schwager

Speyer-  Die Kombination aus Sonne, 21 Grad im November und eine große Anzahl von Booten auf dem Wasser machten das traditionelle Abrudern der Rudergesellschaft Speyer zu einem tollen offiziellen ruderischen Jahresausklang. Gleich fünf Gig-Vierer und einen von Reinhold Eppel geruderten Einer schickte der Sportvorsitzende Andreas Kabs zur letzten Ausfahrt auf den Rhein. Die Ruderer und insbesondere die Steuerleute hatten allen Grund wegen des extrem niederen Wasserstandes die Fahrt mit äußerster Vorsicht anzugehen. Nach der Rückkehr der Boote freute sich der Verwaltungsvorsitzende Robert Gard die Gäste und Aktiven begrüßen zu dürfen.

Die Boote vor der Ausfahrt – links im Bild die geschmückte „Stadt Speyer“ – rechts Reinhold Eppel im EinerNoch vor der Ausfahrt konnte die Rudergesellschaft Speyer eines der ältesten Boote, die 1952 angeschaffte „Stadt Speyer“ wieder in Dienst stellen. Durch Vandalismus auf dem RGS-Gelände war das Boot vor einiger Zeit beschädigt worden. Dies nahm eine Gruppe von Mitgliedern um Angelika Schwager und Bootswart Norbert Herbel zum Anlass im vergangenen Winter und im Laufe der Saison das Klinkerboot in zeitraubender Handarbeit quasi in einen Neuzustand zu versetzen. Unter den Helfern wurde die Erstbesatzung ausgelost, zur Wiederindienstellung durfte Norbert Herbel ans Steuer.

Dank des sommerlichen Novemberwetters konnte der Robert Gard zum Abschluss eine große Besucher- und Teilnehmerzahl zum gemütlichen Ausklang bitten. Foto: RGS

08.11.2015


Achtersieg bei der 81. Würzburger Bocksbeutel Ruderregatta

Von Angelika Schwager

Würzburg-  Mit zwei Booten war die Rudergesellschaft Speyer bei der „Bocksbeutel Langstrecke“ auf dem Main bei Würzburg vertreten. Insgesamt gingen 248 Mannschaften auf die 4500 Meter-Strecke. Gestartet wurde trotz Niedrigwasser bei Randersacker, Stromkilometer 258,2, das Ziel wurde bei der Bayernbucht, Stromkilometer 253,7 durchrudert.

Der Masters-Mixed Gig-Doppelvierer D mit Beate Wettling, Angelika Schwager, Thomas Zimmermann, Ralf Mattil und Steuermann Harald Schwager ging auf den ersten 1000 Metern mit der für ein Gig-Boot hohen Schlagzahl von 29 Schlägen pro Minuten ins Rennen, und ruderte die Strecke kraftvoll mit einer durchschnittlichen Schlagfrequenz von 27 herunter. Nach 18:39 Minuten blieb die Uhr stehen. Das bedeutete Platz sechs.

Der Masters-Achter C RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau ging in der in der Besetzung Lars Seibert, Arnd Garsuch, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager, Lutz Fiedler, Thomas Dresel an den Start. An den Steuerseilen saß Silke Pattloch, die ihre „Acht“ bei der Auffahrt zum Start im Rhythmus harmonisch zusammen brachte. Alle bestätigten nach dem Rennen, dass das Gefühl „heute läuft es super“, schnell da war. Da die Boote bei der Bocksbeutel Langstrecke im Minutenabstand gestartet werden, gilt es möglichst an das zuvor gestartete Boot heranzurudern. Knapp 1000 Meter vor dem Ziel war das vor dem Speyerer-Achter gestartete Team vom Frankfurter RC/Frankfurter RV/Offenbacher RV/RV Rheno-Franconia, das in 15:45 Minuten Fünfter wurde, in Reichweite und konnte schließlich 500 Meter vor dem Ziel überspurtet werden. Nach 14:18 Minuten war die Ziellinie überrudert. Die in 14:24 Minuten zweitplatzierte Renngemeinschaft Frankfurter RG Nied/RC Nassovia Höchst war dem siegreichen Speyerer Achter noch am nächsten gekommen, gefolgt von der Renngemeinschaft  Breisach/Rheinfelden/Heidelberg/Basel/Mannheim in 14:37 Minuten. Der viertplatzierte Achter aus Hameln/Rinteln lag mit 15:17 Minuten fast eine ganze Minute zurück.

Die Crew freute sich nicht nur über den eigenen Sieg, sondern auch, dass Schlagmann Peter Gärtner nach seinem letzten Rennen der Saison 2015 bei insgesamt 21 Saisonsiegen, seinem persönlichen Rekord angekommen war. Foto: RGS   

18.10.2015


Deutsche Meisterschaften im Schiersteiner Hafen

Doppelvierer der RGS (im Vordergrund) auf Platz 4:Von Angelika Schwager

Schierstein-  Im Schiersteiner fanden sowohl die Deutschen Sprintmeisterschaften über die 350 Meter-Strecke als auch die Deutschen Meisterschaften ausgetragen über die 1000-Meter-Strecke statt.

Im Mixed-Doppelvierer waren über die Sprintstrecke für die Rudergesellschaft Speyer Tim Lauer, Felix Gard, Alicia Bohn und Julia Hoffmann am Start. Mit einem souveränen Vorlaufsieg qualifizierte sich das Quartett direkt für das Große Finale. Es ging erwartungsgemäß ganz eng her. Der TV Essen-Kupferdreh siegte am Ende in 59:04 Minuten mit knapp zwei zehntel Sekunden vor dem RC Witten gefolgt von der Stuttgarter RG. Die vier Speyerer retteten den unglücklichen vierten Platz ebenfalls mit zwei zehntel Sekunden Vorsprung auf den Vegesacker RV ins Ziel.

Alfred Zimmermann, RG Speyer, gratuliert Maximilian Bandel zu Gold:Ein weiterer Speyerer, Maximilian Bandel mit Jannik Graaf am Start, schaffte den Einzug ins Große Finale des Männer-Zweier ohne Steuermann nur über den Umweg des Hoffnungslaufs. Drehte hier aber voll auf und führte bei 250 Metern schon mit einer drei viertel Bootslänge. Nach 1:00,18 Minuten war Gold vor dem RV Münster und dem Crefelder RC gesichert.

Bei den Meisterschaftsläufen saß Julia Hoffmann im Achter in Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Ulmer RC/Frankfurter RG. Mit zwei Sekunden Rückstand auf die Lübecker RG ruderte der Achter um Julia Hofmann mit Anna Fechter, Anna-Maria Götz, Friederike Reißig, Jill Tanger, Karolina Farr, Meike Dütsch, Maike Stanischewski, gesteuert von Inga Thöne in 3:13,53 Minuten auf den Bronzerang. Foto: RGS

11.10.2015


Peter Roland Gärtner schafft unglaubliche 400 Siege

Von Angelika Schwager

Speyer- Eine Marke für die Ewigkeit schaffte Peter Roland Gärtner von der Rudergesellschaft Speyer in der ausgehenden Rudersaison 2015. 40 Jahre nach seinem ersten und einzigen Sieg im Jahr 1975 gelang dem Speyerer der 400. Karrieresieg. Eine unglaubliche Zahl. Im Schnitt 10 Siege pro Jahr. 

Doch im Einzelnen. Schon 1977 holte sich Peter Gärtner, damals mit Jörg Hinsenkamp den ersten Landestitel im Junioren-Doppelzweier B und Silber bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Zudem gelang dem Duo der 1000. Sieg der RGS-Vereinsgeschichte in Sursee. 1978 folgte der nächste Landestitel jetzt im Junioren-Doppelvierer A mit Jörg Hinsenkamp, Peter Binnebößel und Ottmar Gärtner. 1979 gab es zwei Silbermedaillen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München im Junioren-Doppelzweier A   mit Jörg Hinsenkamp und im Junioren-Doppelvierer A mit       Jörg Hinsenkamp, Ottmar Gärtner und Volker Sandler.

Mit schöner Regelmäßigkeit wurde Peter Gärtner auch mit den RGS-Rennruderernadeln in dieser Zeit ausgezeichnet: 1977 Bronze, 1978 Silber und 1979 Gold.

Es gelang nicht immer alles und es gab auch manche Enttäuschung. 1985 in einem Jahr der Entbehrungen, Peter Gärtner startete im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer mit Frank Durein, Michael Bockmeier, Holger Ländle bei den Deutschen Meisterschaften in München gab es „Blech“, den undankbaren vierten Platz. Dafür übersprang Peter Gärtner 1985 als erster Speyerer die 100 Siege Grenze.

Die Rudergesellschaft Speyer von 1883 e.V. verzeichnete den 1883. Sieg der Vereinsgeschichte 1995 bei der Regatta in Offenbach, natürlich mit dabei Peter Gärtner. Auch beim 2000. Sieg der Vereinsgeschichte, errungen 1996 bei der Regatta in Nürtingen, saß er im Männer-Achter A, der Königsklasse. Im gleichen Jahr titelte auch der „Rudersport“ über den Sieg in Renngemeinschaft von Peter Gärtner bei den German Masters im Achter B „ein neuer Stern am Masters-Achter-Himmel ist aufgegangen“.

Das Jahr 1997 führte Peter Gärtner in neue Höhen, nämlich über 200 Gesamtsiege, und weite Fernen. Bei der World Masters Regatta in Adelaide, Australien, gelang der Sieg im Masters-Doppelvierer B. 1998 gab es gleich drei große Siege, im Masters-Achter A bei der German Masters und bei der World Masters Regatta in München im Masters-Achter A und B.

2002 wurde das Jahr des Masters-Doppelvierers A mit Peter Gärtner, Peter Faber, Frank Becker und Ralf Burkhardt. Das Quartett siegte bei der German Masters in Köln ebenso wie bei der World Masters Regatta in Racice, Tschechien und wurde von der Stadt Speyer für diese Topsaison zur Mannschaft des Jahres gewählt.

2006 setzte der Doppelvierer seinen Erfolg fort und wurde Südwestdeutscher Meister im Masters-Doppelvierers B. Im gleichen Jahr siegten Peter Gärtner und Peter Faber bei der Euro Masters in München im Masters-Doppelzweier B. Die Erfolge 2007, darunter der 1. Platz im Masters-Doppelzweier C bei der World Masters Regatta in Zagreb und die Südwestdeutsche Meisterschaft im Masters-Einer C hievten Peter Gärtner über 300 Gesamtsiege. Auch Wien als Austragungsort für die World Masters sah ihn als Sieger. Sowohl mit Lars Seibert im Doppelzweier A als auch mit Peter Faber, Ralf Burkhardt und Lars Seibert im Doppelvierer B gab es den 1. Platz. 2010 war dann das Jahr des Quartetts Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt und Andreas Kabs. Bei der Euro Masters in München siegten die vier Speyerer im Masters-Doppelvierer B und C. Auch bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Trier gab es einen Doppelschlag, Gold im Masters-Doppelvierer C und auch in der offenen Klasse im Männer-Doppelvierer A. 2011 an gleicher Stelle ruderte Peter Gärtner im Masters-Doppelvierer mit Rainer Bohn, Ralf Burkhardt und Harald Schwager zum Südwest-Titel.

Der tolle Sieg im Achter bei der World Masters Regatta 2013 in Varese brachte Peter Gärtner mit seinem Team zum zweiten Mal die Ehre in der „Mannschaft des Jahres“ der Stadt Speyer dabei zu sein. 2014 folgten zwei German Masters Erfolge im Achter C und D in Offenbach.

Auch nach 40 Jahren im Regattageschäft gibt es noch Neues für Peter Gärtner, nicht nur, dass er seinen ersten World Masters Sieg im Mixed-Boot mit Ralf Burkhardt, Elke Müsel und Corinna Bachmann im Doppelvierer C in Hazewinkel, Belgien, erzielte.

Sondern auch, dass 2015 nach 40 Regattajahren die an Siegen beste Saison werden sollte. Seine Bestmarke stand bislang bei 19 Saisonsiegen im Jahr 2007.

Peter Gärtner ging mit 399 Gesamtsiegen und 18 Saisonerfolgen an den Start der Trierer Regatta und Südwestdeutschen Meisterschaften. Gleich der erst Angriff auf die 400er-Marke glückte. Im Masters-Doppelzweier mit Harald Schwager hörte Peter Gärtner 10, 15 Schläge vor dem Ziel den Kommentar des Streckensprechers: „Speyer liegt klar vorn, kommt hochfrequent über die Strecke und wird sich das wohl nicht mehr nehmen lassen.“ Damit war klar, die 400er-Marke ist geknackt. Die nächste Bestmarke für Peter Gärtner 20 erste Plätze in einer Saison wurde mit dem Titelgewinn im Masters-Doppelvierer erreicht und das obwohl die Würzburger Langstrecken-Regatta noch aussteht. Foto: RGS

11.10.2015


5 Südwesttitel für die Rudergesellschaft Speyer

Alicia Bohn im führenden Boot (2. v.r.; Coschlag) auf dem Weg zum Titel Alicia Bohn im führenden Boot (2. v.r.; Coschlag) auf dem Weg zum Titel:

von Angelika Schwager

Trier- Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Trier auf der Mosel im Schatten des Schloss Monaise durften sich die Leistungssportler der Rudergesellschaft Speyer über 5 Titel bei den Südwestdeutschen Meisterschaften freuen, dazu kamen zwei Silber-, eine Bronzemedaille und zwei Mal Rang vier. Zudem brachte die in die Titelkämpfe eingebettete Trierer Regatta einen Sieg und einen dritten Platz.

Am ersten Regattatag standen die Kleinbootrennen über die 1000-Meter-Distanz auf dem Programm. Erfreulich aus Speyerer Sicht, dass sich alle startenden Boote über die Vorläufe für die Finals qualifizieren konnten. WM-Teilnehmerin Alicia Bohn zeigte auch im Finale um den Südwesttitel ihre Klasse im Juniorinnen-Einer A und siegte in 3:47,33 Minuten deutlich vor einer weiteren Kaderathletin und WM-Teilnehmerin Lena Reuß, Koblenzer RC Rhenania, die 3:51,43 Minuten benötigte. Die weiteren Finalisten hatten mit dem Rennausgang nicht zu tun. Marvin Degen, eigentlich im Riemenbereich zu Hause, holte überraschend im Junior-Einer A hinter Melvin Hauschild aus Neuwied, die Silbermedaille mit vierzehn hundertstel Vorsprung auf den Dritten aus Koblenz. Elias Dreismickenbecker startete nicht in seiner angestammten Leichtgewichtsklasse, sondern stellte sich im Männer-Einer A in der Offenen Klasse der Konkurrenz und wurde Vierter.

Am zweiten Regattatag ging es in den Großbooten über die 500-Meter-Distanz. Hier setzte Marvin Degen in seinen letzten Rennen als Junior ein dickes Ausrufezeichen für die kommende Saison, seinem ersten Männer-Jahr. Im Junior-A-Vierer ohne Steuermann siegte er in der Renngemeinschaft RG Speyer/RG Treis-Karden mit Tim Bier, Jonathan Müller und Florian Stein mit einer knappen halben Länge vor der Renngemeinschaft GTRV Neuwied/RV Saarbrücken/Koblenzer RC Rhenania. Im Junior-A-Achter kämpften die Boote verbissen um den Sieg. Mit drei zehntel Sekunden Vorsprung hatte Marvin Degen auch hier das bessere Ende für sich. In der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RG Treis-Karden/GTRV Neuwied/Wormser RC siegte er in 1:25,95 Minuten.

Skuller Elias Dreismickenbecker ruderte hingegen im Riemenboot dem Männer-Vierer-ohne Steuermann A auf den vierten Platz. Zu Bronze reichte es jedoch im Doppelvierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Ingelheim/Mainzer RV mit Moritz Moss, Max Nitsche und Ruben Falkenburg.

Ihre zweite Goldmedaille sicherte sich Alicia Bohn nach 1:34,52 Minuten im Frauen-Doppelvierer A mit Jessica Beer, Stephanie Hang und Katharina Lang in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Ingelheim/Koblenzer RC Rhenania mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf das Quartett der RG Lahnstein, Bronze ging an den Mainzer RV. Nur neun hundertstel Sekunden schrammte Alicia Bohn im Frauen-Achter A an der dritten Goldmedaille vorbei. Die Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris/RG Lahnstein/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV ruderte in 1:34,26 Minuten zu Silber.

Eine sichere Bank war auch wieder der Masters-Doppelvierer. In 1:28,22 Minuten sicherten sich Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager und Lars Seibert den Titel vor dem RV Treviris.

„Mit je zwei Gold- und einer Silbermedaille bei den Titelkämpfen avancierten die beiden Junioren Alicia Bohn und Marvin Degen zu den erfolgreichsten Speyerern“, freute sich Trainer Martin Gärtner.

Bei der in die Rennen der Südwestdeutschen Meisterschaft eingebetteten Trierer Regatta waren zwei Doppelzweier aus der Domstadt am Start. Im Männer-Doppelzweier ruderten in einem äußerst hart umkämpften Rennen Elias Dreismickenbecker und Moritz Durein in 1:36,45 Minuten auf Platz drei. Es war das einzige tote Rennen der Regatta, sowohl der RV Ingelheim als auch der RV Saarbrücken benötigten 1:33,08 Minuten zum gemeinsamen Sieg. Auch das mehrfache Auswerten des Zielfilms erlaubte keine Entscheidung. Im Masters-Doppelzweier startete als „ältestes“ Boot Peter Gärtner und Harald Schwager, ließ sich von den „Jungen“ im Lauf nichts vormachen und siegte deutlich vor Koblenz gefolgt vom RV Treviris.

06.10.2015


Ingo Janz steigt in den RGS „Hunderter-Club“ auf

Von Angelika Schwager

Speyer- Als erst zwölfter Sportler in der langen Rennruderhistorie der Rudergesellschaft Speyer schaffte Ingo Janz in der Saison 2015 den Sprung in den „Hunderter-Club“. In den „Hunderter-Club“ werden die Sportler der RG Speyer aufgenommen, die es auf mindestens 100 Karrieresiege im Speyerer Trikot mit dem markanten roten Brustring gebracht haben.

Seine Karriere als Rennruderer begann Ingo Janz, der den Weg zum Rudersport über die Schul AG gefunden hatte, erst spät. Gleich im ersten Regattajahr 1993 gelangen dem damals 18-jährigen Neuling 11 Siege und der 2. Platz bei den Landesmeisterschaften im Leichtgewichts-Junior-A-Einer. Bereits 1994, nach weiteren 12 Saisonsiegen, jetzt schon bei den Senioren startend, erhielt Ingo Janz die Bronzene Rennruderernadel. Schon ein Jahr später folgte für 26 Karrieresiege die Silberne Rennruderernadel. 1998 gelang Ingo Janz im Männer-Achter der RGS bei den Südwestdeutschen Meisterschaften der erste große Titelgewinn. In dem Jahr holte er sich auch die Goldene Rennruderernadel, für nun 40 Gesamtsiege.

Danach ging Ingo Janz wie das Nüsse sammelnde Eichhörnchen vor, in fast jedem Jahr sammelte er bei wenigen Regattastarts kontinuierlich einige Siege und steigerte sein Gesamtkonto kontinuierlich. Dabei war das Jahr 2011 nach 1994 wieder ein Ausnahmejahr mit stolzen 12 Saisonsiegen. Zu Beginn der Saison 2015 hatte Ingo Janz 93 Erfolge in der RGS-Siegerstatistik verbucht. Bis zur Regatta in Sursee wuchs das Konto bis auf 97 an. Nach den Siegen im Masters-Mixed-Doppelvierer und dem Masters-Männer-Doppelvierer, stand noch das Rennen im Männer-A-Doppelvierer aus. Jetzt galt 100 oder nicht 100 in der Saison 2015. Dass sich der 40-jährige Master Ingo Janz „überzeugen“ ließ vor Elias Dreismickenbecker, Elias Archinger und Marvin Degen auf dem Platz des Schlagmanns im Männer-Doppelvierer Platz zu nehmen zeigt die Achtung vor der mit Erfolg gepaarten Erfahrung. Nach 1:16:99 Minuten stand fest, dass die „Jungen“ keinen Fehler gemacht hatten und Ingo Janz seinen 100. Karrieresieg gesichert hatte. „Wir haben uns einfach nach Alter vom Schlag- zum Bugplatz sortiert“, war die einfache Erklärung bei der Siegerehrung zum 100. Sieg von Ingo Janz.

Foto: RGS

02.10.2015


RGS bester Verein bei der Regatta in Sursee

Teresa Claus und Julia Hoffmann am Siegersteg

Von Angelika Schwager

Sursee- Zur Sprintregatta über die 450-Meter-Sprintdistanz in Sursee, Schweiz, auf dem Sempacher See reiste die Rudergesellschaft Speyer mit großer Mannschaft an. Zum einen galt es erneut den Masters-Pokal zu verteidigen und den im Vorjahr um nur einen Punkt verfehlten Vereinspokal nach Speyer zu holen. Im Kampf um die Masters- und die Vereinswertung werden bei der 5-Bahnen-Regatta Punkte nur an Vereinsmannschaften in den Zweier-, Vierer- und Achterkonkurrenzen vergeben, für den ersten Platz drei, den zweiten zwei und den dritten Platz ein Punkt.

Von Beginn an galt für alle an den Start rudernden Speyerer Mannschaften „nicht aufgeben und um jeden Platz und damit jeden Punkt kämpfen“, damit das Ziel bester Verein der Regatta zu werden erreicht werden kann. Bei insgesamt zwölf Siegen, neun zweiten, neun dritten, sechs vierten und vier fünften Plätzen durfte sich das Speyerer Team am Ende tatsächlich über den Gesamtsieg freuen und den Vereins- als auch Masterspokal in Händen halten. Von den jüngsten Teams mit Anna und Maria Hoffmann sowie Philipp Maier und Luca Mann im U15-Doppelzweier bis zu den Ältesten Norbert Herbel und Peter Josy im Masters-Doppelzweier F (Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre) griffen alle Altersklassen kräftig in die Riemen bzw. Skulls um sich durch entsprechende Platzierungen am Punktesammeln aktiv zu beteiligen.

Nachdem es bei den ersten rennen des Tages den vier Männer-Doppelvierern nicht zu einem Sieg gereicht hatte und Lucas Trunk im U17-Einer auf Rang vier gerudert war, brachen Peter Gärtner und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier in 1:23:50 Minuten den Bann und ruderten den ersten, gleich klaren Sieg vor Rheinfelden und Luzern nach Hause. Eine Besonderheit gab es im Masterinnen-Doppelzweier. Die Renngemeinschaft SC Thun/RC Bern und der RC Reuss Luzern sahen sich einer Speyerer Übermacht gegenüber. Die Speyerer Paarungen Elke Müsel/Corinna Bachmann, Katharina Klinge/Michaela Maier und Beate Wettling/Karin Heinz nahmen die Schweizer Teams im wahrsten Sinne des Wortes in die Zange, vier Punkte waren die Folge, bei einem klaren Sieg für die World Masters Siegerinnen Müsel/Bachmann. Teresa Claus und Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier taten es den beiden Masterinnen gleich und siegten mit mehr als einer Länge vor dem RC Zürich.

Als Punktegarant stellten sich die Doppelvierer-Konkurrenzen dar. Sowohl die beiden Masters Mixed-Doppelvierer B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) und C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre, der Masters-Männer-Doppelvierer D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) als auch der Senioren-Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker, Elias Archinger, Marvin Degen und Ingo Janz sowie der Mixed-Doppelvierer mit Alicia Bohn, Julia Hoffmann, Elias Dreismickenbecker und Tim Lauer steuerten durch ihre Siege je drei Punkte bei. Der Frauen-Doppelvierer mit Alicia Bohn, Julia Hoffmann, Teresa Claus und Katharina Klinge kam ebenso wie der zweite Männer-Doppelvierer mit Tim Lauer, Felix Gard, Jens Klein und Paul Schwager nach spannenden Rennen auf den zweiten Platz.

Im Masters-Mixed Doppelzweier waren gleich vier Boote am Start, und holten zwei Siege, einen zweiten und dritten Platz. Den klarsten Sieg ruderten mit dreizehn Sekunden Vorsprung in 1:36,28 Minuten Peter Gärtner und Elke Müsel im vollen Feld heraus. Die Mixed-Doppelzweier-Konkurrenzen sahen die beiden starken Speyerer Teams Alicia Bohn und Tim Lauer sowie Julia Hoffmann und Elias Archinger. Das Duo Lauer/Bohn ruderte in 1:27,19 Minuten den Sieg vor RC Zürich/Club Aviron Vesenaz nach Hause, das Duo Archinger/Hoffmann musste hinter Belvoir RC Zürich mit Rang zwei vorlieb nehmen.

Der Höhepunkt der unter widrigen Windverhältnissen leidenden Regatta war dann das abschließende Achterrennen. Ernestine Archinger an den Steuerseilen hatte ihre Crew mit Tim Lauer auf dem Schlagplatz, Jens Klein, Marvin Degen, Elias Kolbenschlag, Philipp Nowicki, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager im Griff und steuerte den hochfrequent rudernden Speyerer Achter in 1:14:87 Minuten zum Sieg vor RC Zürich/RV Bregenz/RV Konstanz. Der abschließende Achtersieg machte das Dutzend an Siegen voll und die Freude perfekt. „Dass gleich zwanzig unserer Starter mindestens einen Sieg mitnehmen durften“ freut uns bei dieser geschlossenen Teamleistung am meisten, waren sich die Speyerer Sursee-Fahrer einig.   Foto: RGS

30.09.2015


Julia Hoffmann mit fünf Siegen bei Schiersteiner Regatta

Von Angelika Schwager

Schierstein- Die 60. Schiersteiner Sprintregatta war nicht nur eine Jubiläumsveranstaltung und der Auftakt zur Herbstsaison für Julia Hoffmann von der Rudergesellschaft Speyer, sondern auch eine wichtige Generalprobe für die Schiersteiner Crew, die in diesem Jahr noch die Deutschen Sprintmeisterschaften und zeitgleich die Deutschen Großbootmeisterschaften ausrichten werden.

Nach einer langen Saison im Riemenboot lag Julia Hoffmann über die 500 Meter im Schiersteiner Hafen zum ersten Mal wieder in Skullbooten und im Einer am Start. Im U23-Frauen-Einer gab es zwei zweite Plätze hinter Stephanie Hang vom RV Ingelheim. Den Frauen-Einer A gewann Julia Hoffmann gleich zwei Mal mit etwas mehr als einer Sekunde vor Katharina Weingart, RG Wiesbaden-Biebrich und mit deutlichem Abstand vor Vivien Leitz, RV Nassovia Höchst.

Neben dem Einer stand ein Frauen-A-Doppelvierer ohne Steuerfrau auf dem Plan. Mit Julia Hoffmann gestalteten die beiden Mainzerinnen Vanessa Fiedler und Victoria Karl als auch  Ex-A-Nationalkaderruderin Katharina Weingart die beiden Rennen sehr einseitig und holten zwei souveräne Start-Ziel-Siege. Einmal hatten die Renngemeinschaften RG Lahnstein/RV Ingelheim und RG Wiesbaden Biebrich/RV Kurhessen-Cassel und einmal die RG Lahnstein und die Renngemeinschaft RG Wiesbaden Biebrich/RV Kurhessen-Cassel/Alexandria Rowing Community als Zweite und Dritte das Nachsehen. .

Um richtig in den Rennmodus zurückzukehren, startete Julia Hoffmann zusätzlich je zwei Mal im Frauen-A- und im U23-Doppelzweier. Mit Vanessa Fiedler, Mainzer RV, gelang im U23-Bereich in 1:48,24 Minuten ein deutlicher Sieg vor dem Mainzer RV und dem Offenbacher RV. Die anderen Läufe endeten auf Rang zwei.

Somit stand die Bilanz für Julia Hoffmann bei fünf Siegen und fünf zweiten Plätzen.

Ergänzt wurde das Speyerer Bild durch einen dritten Platz von Tim Lauer, der spontan als Ersatzmann bei Max Nitsche vom RV Ingelheim ins Boot stieg. Mainzer RV/RV Erlangen siegte mit zwei zehntel Sekunden vor Alster RV Hanseat/RV Eltville gefolgt vom Duo Speyer/Ingelheim.

Nach dem gelungenen Auftakt geht es für Julia Hoffmann am kommenden Wochenende mit der großen Speyerer Truppe nach Sursee, Schweiz.

21.09.2015


Es regnet Silber – Frauen vergolden World Masters für Speyerer Ruderer

Von Angelika Schwager

Hazewinkel- Bei der viertägigen World Masters Regatta 2015 im belgischen Willebroek auf der Acht-Bahnen-Regattastrecke von Bloso Hazewinkel regnete es zweite Plätze, insgesamt acht, für die Starter der Rudergesellschaft Speyer. Zweimal vergoldet wurde die einjährige Vorbereitung dank der Masterinnen. Elke Müsel siegte mit Silke Pattloch im Doppelzweier sowie im Mixed-Doppelvierer mit Peter Gärtner, Ralf Burkhardt und Corinna Bachmann. Damit sicherte sich Elke Müsel zwei erste Plätze und die beste Speyerer Ausbeute.

Im Doppelzweier A und B (Mindestalter 27 Jahre und Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) griffen Arnd garsuch und Ralf Burkhardt ins Renngeschehen ein und sicherten sich zwei dritte Plätze. In der Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) führten Ralf Burkhardt und Peter Gärtner bei Streckenhälfte noch mit einer knappen Sekunde vor dem polnischen Doppelzweier, mussten dann im Endspurt allerdings abreißen lassen und wurden hinter Polen aber deutlich vor Frankreich zweites Boot.

Corinna Bachmann war im Doppelzweier B und C mit ihrer langjährigen Partnerin Stefanie Wöppel vom Schifferclub Neckarrems unterwegs. In beiden Konkurrenzen blieb Corinna Bachmann der Sieg verwehrt und es gab den Silberrang. Ganz spannend lief das Rennen in der Altersklasse B. Bei 500 Metern führte das Duo Bachmann/Wöppel knapp vor Österreich und Großbritannien. Im Ziel lag dann der britische Doppelzweier mit 3:52,52 Minuten mit achtzehn hundertstel Sekunden vor mit 3:52,70 Minuten zeitgleichen Booten aus Österreich und Speyer/Neckarrems. Die nachfolgenden Boote aus Frankreich, Dänemark, Portugal und den Niederlanden hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun. Im Doppelvierer der Renngemeinschaft RG Speyer/ Schifferclub Neckarrems saßen neben Corinna Bachmann, Stefanie Wöppel, Steffi Munke und Jenny Schwickart. Die vier Ruderinnen lieferten sich jeweils einen harten Kampf um die Spitze mussten aber letztlich mit Platz zwei (Ak B) und drei (Ak C) vorlieb nehmen.   

Arnd Garsuch war zwei Mal mit den Ruderern der City of Bristol in Renngemeinschaft unterwegs und sicherte sich im Vierer mit Steuermann A hinter Russland, das einen einsamen Sieg herausruderte, und Großbritannien den dritten Platz, distanzierte das viertplatzierte Italien jedoch mit mehr als drei Längen. Im Achter B ging es erneut gegen Russland. Bei 500 Metern führte das Boot um Arnd Garsuch noch mit einer Sekunde, konnte im Endspurt jedoch nicht mithalten und wurde in 3:02,81 Minuten um etwas mehr als zwei Sekunden geschlagen Zweiter mit neun Zehntel Sekunden Vorsprung auf den norddeutschen Achter Hamburg/Ratzeburg.

Elke Müsel verwandelte gleich ihren ersten Start bei einer World Masters Regatta in Gold. Im Doppelzweier C mit Silke Pattloch am Start lag das Duo zwar bei Streckenhälfte noch neun zehntel Sekunden hinter Großbritannien, konnte mit starken Spurtschlägen auf dem letzten Streckenviertel, diesen Rückstand ins Gegenteil drehen. Die Uhr blieb für die Siegerinnen bei 3:58,08 Minuten stehen, Großbritannien benötigte 3:58,91 Minuten. Ein Herzschlagfinale mit goldenem Ausgang, das von den Speyerern nach den vielen hervorragenden zweiten Plätzen schon fast als Erlösung vom „Zweite-Plätze-Fluch“ empfunden wurde. Im Einer C lieferte Elke Müsel erneut ein starkes Rennen ab. Sie konnte lange an der übermächtig erscheinenden Dänin Ulla Hvid dranbleiben, kam auf den Speyerer Abonnements-Platz zwei und distanzierte dabei die Dritte Jitka Masatova aus Tschechien deutlich. Ein Rennen auf Biegen und Brechen erlebten die Zuschauer in der Doppelvierer-Mixed-Konkurrenz C Elke Müsel, Corinna Bachmann, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt erkämpften sich bis zur Streckenhälfte einen hauchdünnen Vorsprung von acht zehntel Sekunden vor dem RC Oberhavel Hennigsdorf. Erst auf der zweiten Streckenhälfte konnte das Speyerer Boot dann mit einem technisch sauber gefahrenen Druckspurt das Rennen endgültig für sich entscheiden und die vier Goldmedaillen in die Domstadt holen.

Im Achter lag die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Peter Gärtner, Lars Seibert, Arnd Garsuch, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Harald Schwager, Thomas Dresel und Lutz Fiedler am Start. Die bewährte Steuerfrau Silke Pattloch brachte den Achter schon beim Warmrudern wie erwartet gut zusammen. Schnell zeigte sich, dass der südamerikanische Achter mit Brasilien/Chile die am härtesten zu knackende Nuss sein würde. Bis zur 500-Meter-Marke war alles möglich, dann brachte Schlagmann Peter Gärtner mit zwei Druckspurts Wasser zwischen den Speyerer-Achter und den Rest des Feldes mit Portugal, Großbritannien, Schweiz und Dänemark, leicht führend aber immer noch Brasilien/Chile. Auf den letzten 250 Metern war das führende Boot nicht mehr zu halten und es gab einen weiteren zweiten Platz. Am letzten Regattatag sollte sich die Speyerer Serie nicht ändern. Der Mixed-Achter C mit Peter Gärtner, Martin Gärtner, Lars Seibert, Harald Schwager, Elke Müsel, Corinna Bachmann, Silke Pattloch, Katharina Klinge und Steuerfrau Resi Norrenberg (beide Frankfurter RG Germania) kam hervorragend aus dem Start und lag bei Streckenhälfte gleichauf mit dem belgischen Boot. Die beiden führenden Boote setzen sich dann auf den dritten 250 Metern ab, dank der von Steuerfrau Resi Norrenberg eingeforderten Spurts blieb Speyer auch an Belgien dran. Auf dem letzten Streckenviertel hatte der Achter dem belgischen Spurt nichts mehr entgegenzusetzen und wurde zweites Boot knapp vor Österreich und Großbritannien. Die folgenden Achter lagen deutlich zurück.

„Wir durften zwei tolle Siege feiern, hätten aber sicher gerne einige Silberränge gegen Gold und Bronze getauscht“, war sich die Speyerer Mannschaft einig.

15.09.2015


Auftakt zur Herbstsaison mit 8 Siegen für die RG Speyer

Von Angelika Schwager

Limburg- Beim Auftakt in die Herbstsaison präsentierten sich die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer in Limburg auf der Lahn bereits in guter Verfassung. Über die Sprintdistanz von 500 Metern gab es acht Siege und elf zweite Plätze. Den ersten Regattatag nutzen auch ein Teil der Aktiven, die am kommenden Wochenende bei der World Masters Regatta im belgischen Hazewinkel an den Start gehen werden als letzte Vorbereitung. Sowohl Teresa Claus als auch Peter Gärtner kamen auf je vier Siege und waren damit die erfolgreichsten Speyerer Starter.

Im Einer war lediglich Teresa Claus im Frauen-A-Bereich Leichtgewicht unterwegs und wurde hinter dem Weilburger RV zweites Boot.

Die Doppelzweier-Konkurrenzen brachten zwei Siege. Peter Gärtner und Elke Müsel starteten gegen deutlich jüngere Konkurrenz bei den Masters und holten sich bei den Mixed-Booten in 1:44,2 Minuten den Sieg vor der Renngemeinschaft Frankfurter RG Oberrad/Flörsheimer RV. Norbert Herbel war mit Lothar Rompel vom Limburger ClfW unterwegs und siegte mit einer Bootslänge vor Limburg.

In Vorbereitung auf Hazewinkel starteten Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Elke Müsel und Michaela Maier im Masters-Doppelvierer. Ein klarer Start-Ziel-Sieg mit der besten Laufzeit von 1:38,8 Minuten aller acht startenden Boot belegt die gute Form der Speyerer. In den Doppelvierer mit Steuermann-Konkurrenzen kämpfte das Quartett Gerrit Poggenpohl, Jochen Hartmann, Gerd Jakobs und Thomas Zimmermann hart und kam im ersten Rennen knapp hinter der Renngemeinschaft RV Bad Ems/Koblenzer RC aber deutlich vor der Renngemeinschaft Limburger ClfW/WSV Honnef auf Platz zwei. Im zweiten Rennen ging der Sieg ganz deutlich an die Speyerer Crew, dies brachte Steuerfrau Birgit Dillmann den ersten Regattasieg. In der Altersklasse E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) siegten Norbert Herbel, Harald Schwager, Thomas Dresel und Michael Schadock mit Teresa Claus am Steuer in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RH Rheinau/Mühlheimer RV klar vor Ludwigshafen. Der Mixed-Doppelvierer mit Thomas Zimmermann, Ralf Mattil, Angelika Schwager und Beate Wettling wurde von Teresa Claus zum Ein-Längen-Sieg vor Limburg gesteuert. Jochen Hartmann, Gerd Jakobs, Birgit Dillmann und Michaela Maier mussten sich mit Phillip Maier an den Steuerseilen mit einer Sekunde Rückstand geschlagen geben.

Im Offenen Achter brachte die RG Speyer eine starke Mannschaft aus Junioren, Senioren und Masters an den Start. Mit nur sechs zehntel Sekunden steuerte Teresa Claus ihre Besatzung mit Marvin Degen, Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag, Tim Lauer, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager in 1:26,0 Minuten auf den zweiten Rang. Im Masters-Achter C der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) durfte sich Teresa Claus dann mit Gerrit Poggenpohl, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager sowie den Rheinauern Thomas Dresel und Lutz Fiedler über den Sieg freuen. Der abschließende Mixed-Achter mit Elke Müsel, Michaela Maier, Beate Wettling, Angelika Schwager, Peter Gärtner, Harald Schwager sowie Thomas Dresel und Lutz Fiedler wurde sichere Beute für Speyer und brachte Teresa Claus den vierten Sieg.

10.09.2015


Beachtlichen Leistungsstand auf internationalem Niveau erreicht

RGS-Familie feiert erfolgreiche WM-Teilnahmen von gleich drei ihrer jungen Aktiven

cr. Speyer- Für die traditionsreiche „Rudergesellschaft Speyer RGS“ brachte das laufende Wettkampfjahr schon so manchen Erfolg – zuletzt aber eine echte sportliche Sensation: Denn erstmals in der 132jährigen Geschichte der Vereinigung schafften gleich drei Aktive der RGS den Sprung zu den Weltmeisterschaften ihrer jeweiligen Boots- und Altersklasse – zwei von ihnen, Alicia Bohn und Julia Hoffmann „schrammten“ dabei sogar nur ganz knapp an einer Medaille vorbei - ihr Clubkamerad Elias Dreismickenbecker konnte den Sieg im B-Finale seiner Boots- und Altersklasse für sich reklamieren und belegte am Ende unter den 24 besten Startern der Welt einen unerwarteten, sensationellen 7. Rang. Bereits zuvor hatten alle drei in ihrer jeweiligen Klasse die Deutschen Meistertitel in die Domstadt geholt. (Der SPEYER-KURIER berichtete jeweils über die Erfolge der Speyerer Ruderer auf seiner regelmäßigen Seite Stadt Speyer/ Sport / Rudern.)

Für die große Speyerer Ruderfamilie waren diese herausragenden Erfolge jetzt Grund genug, sich auf dem Gelände der RGS beim Bootshaus am Alten Rheinhafen zu einer zünftigen Siegesfeier zusammenzufinden. Dabei berichteten die jungen AthletInnen von ihren Erlebnissen bei den Titelkämpfen, die Alicia Bohn in die Olympiastadt des kommenden Jahres, nach Rio de Janeiro in Brasilien, ihre Sportskameraden Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker auf die Regattastrecke im bulgarischen Plovdiv führten. Begleitet wurden Alicia Bohn dabei vom 1. Vorsitzenden der RGS, Alfred Zimmermann, der vor Ort in Rio für den Deutschen Ruderverband DRV zugleich als Mannschaftsleiter unterwegs war – in Plovdiv übernahm diese Betreuungsfunktion der „Vorsitzende Sport“ der RGS, Andreas Kabs – zugleich auch sportlicher Leiter des so erfolgreichen Speyerer Vereins.

Beide Funktionäre zeigten sich bei der Feier tief beeindruckt vom Verlauf der Weltmeisterschaften, die gezeigt hätten, dass die Speyerer Ruderer dank ihrer kontinuierlichen Jugend- und Aufbauarbeit – Kabs nannte hierzu exemplarisch den unermüdlichen Einsatz „von Anfang an“ von Jugendtrainer Martin Gärtner - zwischenzeitlich einen beachtlichen Leistungsstand auf internationalem Niveau erreicht hätten. Alle drei WM-Teilnehmer konnten sodann aus den Händen der Vereins-Verantwortlichen das begehrte „Einteiler-Trikot“ der RGS entgegennehmen, mit dem sie künftig die „Speyerer Farben“ in die ganze Welt hinaus tragen werden – Alicia Bohn erhielt zudem noch ein zweites Geschenk, konnte sie doch an diesem Tag zudem auch noch ihren 17. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch dazu auch an dieser Stelle!

In einem kurzen Ausblick kündigte Andreas Kabs sodann an, die Vereinsarbeit am neuen Standort auf dem bisherigen Wasserübungsplatz der Bundeswehr im Reffental weiter entwickeln und intensivieren zu wollen. Dort wächst zur Zeit das neue Bootshaus aus dem Boden, für das bereits in Monatsfrist Richtfest gefeiert werden soll. „Hier werden künftig Freizeit- wie Leistungssportler der RGS optimale Trainingsbedingungen vorfinden, aber auch einen Ort zum Feiern und zum geselligen Zusammensein“, kündigte Kabs an und rief alle Mitglieder der Gesellschaft zu künftig noch engagierterer Mit- und Zusammenarbeit auf.

Im Gespräch mit dem SPEYER-KURIER schilderten alle drei WM-TeilnehmerInnen sodann ihre Eindrücke von ihren jeweiligen WM-Einsätzen.

Die jüngste von ihnen, das „Geburtstagskind des Tages“ Alicia Bohn, die in Rio de Janeiro den 4. Platz im A-Lauf, dem Endlauf der „Einer U-18“ errang und die zur Zeit die 11. Klasse des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums besucht, zeigte sich fasziniert von der südamerikanischen Metropole, die die Sportler trotz der derzeitigen Winterzeit mit angenehmen Temperaturen von 25 bis 27° Celsius empfing.

„Auch wenn Rudern in Brasilien als Sportart derzeit noch keinen vorderen Rang einnimmt, so zeigten sich die Brasilianer doch als überaus begeisterte Zuschauer, die alle Sportler gleichermaßen angefeuert und unterstützt haben“. Von daher erwartet Alicia, die sich derzeit mit dem Gedanken trägt, nach dem Abitur eine Karriere bei der Polizei zu beginnen, dass auch die Ruderwettkämpfe bei den Olympischen Spielen 2016 an gleicher Stelle zu einem großen und unvergesslichen sportlichen Erlebnis werden dürften. Für sie hatte RGS-Vorsitzender Alfred Zimmermann ein ganz besonderes Lob parat, als er, aus eigenem Erleben, bewundernd konstatierte: „Ich habe noch selten ein so nervenstarkes Mädchen erlebt wie unsere Alicia“.

Julia Hoffmann (22), die – viele tausend Flugkilometer von Rio entfernt - bei den U-23-Weltmeisterschaften auf der Regattastrecke im bulgarischen Plovdiv mit dem „Deutschland-Achter“ der Damen in der Alterskategorie „U-23“ gleichfalls einen hervorragenden 4. Platz belegte, zeigte sich auch jetzt noch selbst am meisten davon überrascht, bei diesem Wettkampf so weit vorne gelandet zu sein. Mehr allerdings wollte die Rudererin, die derzeit an der Universität Heidelberg Mathematik und Physik für das Lehramt an Gymnasien studiert, bei dieser Siegesfeier nicht sagen, war sie doch durch eine kurz zuvor notwendig gewordene Zahnoperation doch noch spürbar gehandicapt.

Dafür aber hatte ihr Sportkamerad Elias Dreismickenbecker (19), Sieger im B-Lauf der Leichtgewichts-Einer in der Altersgruppe U 23, um so mehr zu berichten. Er schilderte, wie er beim Halbfinale der U-23-Weltmeisterschaften auf der Rennstrecke von Plovdiv seinen französischen Konkurrenten, den späteren Weltmeister, für einen kurzen Moment aus den Augen verloren und damit den Einzug ins „große“ A-Finale unglücklich verpasst habe. Dadurch habe er dann auch eine Platzierung auf einem der vorderen Plätze dieser Weltmeisterschaft versäumt. Dennoch ist der Speyerer, der nach seinem kürzlich erfolgreich abgelegten Abitur am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium ab dem Wintersemester 2015/16 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz sein Studium der Sportwissenschaften aufnehmen wird, mit seinem Abschneiden zu Recht nicht unzufrieden: Denn der 7. auf der Weltrangbesten-Liste zu sein und damit im kommenden Jahr die Berechtigung zum Einzug in die altersoffene „A-Klasse“ zu erreichen, ist „aller Ehren wert“ und weckt in Elias Dreismickenbecker die Hoffnung auf viele weitere internationale Siege und Erfolge – bei RGS-Vorsitzenden Alfred Zimmermann und der Speyerer Rudererfamilie allerdings die Sorge, ihn dann künftig noch seltener auf den vereinseigenen Sportanlagen anzutreffen. Doch das ist dann wieder eine andere Geschichte und der „Preis“ der so erfolgreichen Arbeit im Leistungssport der Rudergesellschaft Speyer. Foto: gc

18.08.2015


RGS-Familie feiert erfolgreiche WM-Teilnehmer - Bilderalbum

Alicia Bohn sensationell im Finale bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf Platz vier

Von Angelika Schwager

Rio de Janeiro-  Mit ihrem Sieg im Juniorinnen-Einer bei der Deutschen Jugendmeisterschaft hatte sich Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer das Ticket zur Junioren-Weltmeisterschaft 2015, hier starten die weltweit besten U19 Ruderer und Ruderinnen, in Rio de Janeiro gesichert. Das bedeutete jedoch zunächst noch einmal in ein mehrwöchiges Trainingslager mit mindestens drei täglichen Trainingseinheiten einzusteigen. Mit dabei, wie bei Einer-Ruderern und Ruderinnen üblich, ihr Heimtrainer Tim Lauer. Durch Tim Lauer bestens vorbereitet, kamen die beiden Speyerer in Rio an und legten den letzten Feinschliff an. Es galt sich auf der künftigen Olympiastrecke, die Sommerspiele 2016 werden hier stattfinden, an die neue Umgebung zu gewöhnen und mit den Wasserverhältnissen vertraut zu machen. Schließlich wollte Alicia Bohn als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld der weltbesten Juniorinnen zeigen was in ihr steckt.

Ihr Können und ihre hervorragende Form ließ Alicia Bohn schon im Vorlauf über die 2000-Meter-Strecke aufblitzen. In 7:52,86 Minuten ruderte sie auf den zweiten Platz und musste nur einer der Favoritinnen auf Gold aus Griechenland den Vortritt lassen, blieb aber um viele Längen vor der drittplatzierten Kroatin. Die Siegerinnen der vier Vorläufe qualifizierten sich direkt fürs Halbfinale während Alicia Bohn, wie die weiteren 18 Konkurrentinnen, den Umweg über den Hoffnungslauf gehen musste. Mit einem klaren Start-Ziel-Sieg, der Gegenwind hatte deutlich aufgefrischt, setzte sich Alicia Bohn in 8:24,44 Minuten sehr deutlich vor der zweitplatzierten Spanierin durch und erreichte ungefährdet das Halbfinale. Hier wartete die große Favoritin aus den Niederlanden. Von Tim Lauer bestens motiviert und eingestellt ließ Alicia Bohn nichts  anbrennen. Um in einem möglichen Finale auf einer der Innenbahnen starten zu dürfen, kämpfte Alicia Bohn um jeden Zentimeter und wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Es siegte die Niederlande, vor Alicia Bohn, die ihrerseits Italien auf Platz drei verwies, die Vorlaufsiegerin aus Belgien schied als Vierte aus. Damit hatte Alicia Bohn als einzige 16-jährige Ruderin das Finale erreicht, sie wird in wenigen Tagen ihren 17. Geburtstag sicherlich gebührend feiern, während ihre Gegnerinnen meist ein- bis eineinhalb Jahre älter sind und damit mehr Rudererfahrung aufweisen.

Aufgrund der Wettervorsagen, es sollte starker Wind aufkommen, hatten die Regattaverantwortlichen, das Programm komprimiert und um einen Tag verkürzt. Damit hatten die jungen Sportler weniger Zeit sich von den Strapazen der Vorrennen zu erholen, das galt insbesondere für diejenigen, die den Umweg über die Hoffnungsläufe gehen mussten. Die Finalrennen fanden nun anstatt am Sonntag schon am Samstag statt.

Spannung pur für die Speyerer, die ihre Alicia in den deutschen Farben, virtuell bei der Liveübertragung anfeuerten. Nicht überraschend legte Sofia Asoumanaki, Griechenland, stark vor und führte vor Marieke Keijser, Niederlande, bis zur Streckenhälfte, der 1000-Meter-Marke. Die ganz große Überraschung, Alicia Bohn lag auf dem Bronzerang, vor der Bulgarin Desislava Georgieva und der Mitfavoritin aus China. Auf den in diesem Rennen entscheidenden dritten 500-Metern sicherte sich die Niederländerin Gold vor Griechenland und die Bulgarin schob sich an Alicia Bohn vorbei, die hier 5 Sekunden verlor. Mit ihrem bekannten starken Finish, sie ruderte die zweitschnellste 500-Meter-Zeit mit 2:01,89 Minuten auf dem letzten Streckenabschnitt, schaffte es Alicia Bohn nicht mehr zur Bulgarin aufzuschließen und wurde Vierte in 8:04,88 Minuten vor China und Italien.

Aus Speyerer-Sicht besonders erfreulich, dass der Deutsche Ruderverband mit seinem Kommentar „Im Juniorinnen-Einer erruderte Alicia Bohn einen hervorragenden vierten Platz, das Final-Resultat lässt positiv in die Zukunft blicken“ den tollen Erfolg entsprechend würdigte. Hier gilt eindeutig nicht, dass Alicia Bohn Bronze verloren, sondern dass sie mit ihrem Finaleinzug in jedem Belang gewonnen hat. Foto: RGS 

09.08.2015


Vierter und Siebter Platz bei Ruder-Weltmeisterschaft in Bulgarien

Julia Hoffmann vorne ganz rechts, Elias Dreismickenbecker vorne ganz linksVon Angelika Schwager

Plovdiv- Gleich zwei Speyerer von der RG Speyer hatten es durch ihre Siege bei den Deutschen Meisterschaften zum Sprung in die Rudernationalmannschaft und zur Qualifikation zur U23-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv geschafft. Nach nochmals vielen harten Trainingswochen in Ratzeburg mit ganztägigem Training ging es nun in den vergangenen vier Tagen für Julia Hoffmann im Achter und für Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts-Einer gegen stärkste internationale Konkurrenz über die 2000-Meter-Distanz.

Zuerst musste Elias Dreismickenbecker ran. Bereits im Vorlauf traf er auf den Favoriten aus Frankreich, dem er sich beugen musste. Mit seinem zweiten Platz aber schon zeigte, dass er unter den 21 Startern vorne mitrudern will. Da sich nur die Vorlaufsieger direkt fürs Halbfinale qualifizierten, musste Elias Dreismickenbecker in den Hoffnungslauf, den er souverän für sich entschied. Das bedeutete die Qualifikation fürs Halbfinale. Hier galt es mindestens Platz drei zu holen um im Großen Finale starten zu können. Erneut war es der Franzose Pierre Houin, der scharf anzog und einen Start-Ziel-Sieg herausruderte. Elias Dreismickenbecker kämpfte hart, konnte sich aber nicht an den Japaner Fukui und den Chinesen Sun heranarbeiten. Der vierte Platz, etwa eine Länge hinter dem Chinesen Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbeckerbedeutete Einzug ins Kleine Finale. Hier zeigte der junge Speyerer wieder eine Glanzleistung, führte vom Start weg und siegte in 7:12,66 Minuten vor dem Slowenen Ales Jalen. Damit hatte Elias Dreismickenbecker den größten Erfolg, den 7. Platz, bei einer U23-Weltmeisterschaft im leichten Männer-Einer geschafft.

Julia Hoffmann wollte sich im Frauen-Achter mit ihrem Team im Bahnverteilungsrennen eine Mittelbahn fürs Finale errudern, das gelang mit dem Sieg vor den USA bestens. Im Großen Finale lief es für den deutschen Achter dann nicht so rund. Russland und USA lieferten sich über die ersten 1500 Meter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die USA auf den letzten 500 Metern deutlich für sich entschied. Die Britinnen hielten gut mit und wurden knapp Dritte. Der deutsche Achter mit Julia Hoffmann ruderte auf den ersten 1500 Metern zu verhalten und ging als fünftes Boot auf die letzten 500 Meter, hier kam der Achter nochmal richtig ins Rollen. Leider reichte auch die beste Zeit mit 1:34,30 Minuten auf dem Schlussviertel nur noch um die Niederländerinnen vom vierten Platz zu verdrängen. Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte, geht Julia Hoffmann als erste Ruderin der RGS-Geschichte ein, die es zu einer WM und dann auch noch im deutschen Achter schaffte.

Foto: RGS

26.07.2015


Spaß und Spannung bei Speyerer Kirchbootregatta

Kanuten siegen und zeigen wie gerudert wird

Von Angelika Schwager

Speyer- Mittlerweile hat sich die Speyerer Kirchbootregatta fest als Kultveranstaltung in den Kalendern von Vereinen, Verbänden, Parteien, Firmen und Hobbymannschaften einen festen Platz erobert. So war es auch in diesem Jahr. Erneut mussten die bei der Anmeldung zu spät Gekommenen auf das nächste Jahr vertröstet werden. Mit einer massiven Investition in gleich zwei neue Kirchboote, die „Twins (Zwillinge), hatte die Rudergesellschaft Speyer zudem die Voraussetzungen geschaffen, dass die Rennen noch mehr Spaß machen würden. Erstens sind die Boote absolut identisch gebaut, damit gleich schnell und zweitens von zehn Sportlern zu  rudern, sodass die Mannschaften auch tauschen konnten. Drittens und am wichtigsten, die Laufzweiten reduzieren sich aufgrund der schnelleren Boote um mehr als 20 Prozent gegenüber den Vorjahren, damit wurden die Rennen noch spannender.

In den ersten beiden Vorläufen ging es darum möglichst schnelle Zeiten zu rudern, die addiert wurden und über die Summe die acht Viertelfinalisten bestimmten. Es gab spannende, hart umkämpfte Rennen. Die Ruderer der RGS stellten wieder erfahrene Steuerleute ab, um im in diesem Jahr aufgrund des niederen Wasserstandes sehr engen Floßhafens absolut faire Rennen zu garantieren. Einmal mehr zeigte sich, dass insbesondere Technik und Harmonie in der Mannschaft über Sieg und Niederlage entscheiden, so wurden viele Männermannschaften von Mixed-Mannschaften geschlagen.

Ins Viertelfinale schafften es: Tyco, Kanuclub, Schützengesellschaft, St. Marien, FV Berghausen, Stadtwerke Powermixx, die Schdädische und Landesbetrieb Mobilität. Da alle acht Mannschaften in der Summation der Vorlaufzeiten sich nur um maximal sechs Sekunden unterschieden, die Schnellsten „Tyco“ wiesen 1:20,96 Minuten und der LBM als Achter 1:26,94 Minuten auf, das versprach Spannung pur in den Finalrennen. So kam es auch. Mit knappen Siegen kämpften sich der Kanuclub, die Stadtwerke Powermixx, Tyco und St. Marien ins Halbfinale. Für die beiden Letztgenannten war hier dann Schluss. Obwohl St. Marien im Halbfinale ganz knapp, mit nur einer Sekunde Rückstand ausschied, bedeutete dies für das einzige ins Halbfinale vorgedrungene Mixed-Boot, den ersten Rang in der Mixed-Wertung. Angefeuert von den vielen Zuschauern am Ufer des Floßhafens gingen der Kanuclub und die Stadtwerke im Finale zum fünften und letzten Mal auf die 200-Meter-Strecke. Bord-an-Bord näherten sich die Boote der Ziellinie, das Wasser spritzte, immer wieder gab es kleinere technische Unsauberkeiten, die die Mannschaften noch mehr motivierten. Am Ende hatte der Kanuclob die Bootsspitze vorn und den Sieg bei der achten Speyerer Kirchbootregatta sicher.   Foto: Roland Hoffmann

26.07.2015


Ralf Burkhardt bärenstark

v.l.: v.l.n.r. Gerrit Poggenpohl, Andreas Kabs, Lutz Fiedler, Ingo Janz, Ralf Burkhardt, Elke HahnSieg für Masters-Frauen Doppelzweier Hahn/Bachmann

Von Angelika Schwager

Offenbach- Bei der Offenbacher Ruderregatta auf dem Main über die 1000-Meter-Strecke zeigte sich Ralf Burkhardt von der Rudergesellschaft Speyer bärenstark. Mit drei Siegen war er maßgeblich an der Gesamtausbeute von vier Siegen der Speyerer beteiligt. Neben den vier Siegen verbuchte die RG Speyer bei Kaiserwetter und optimalen Ruderbedingungen zwei zweite sowie je einen dritten und vierten Platz.

Im ersten Rennen trat Ralf Burkhardt mit Peter Roland Gärtner im Masters-Doppelzweier C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) an und ließ mit einem Start-Ziel-Sieg mit mehr als zwei Längen Vorsprung vor der RG Kassel und dem Mannheimer RC schon erahnen, dass ein erfolgreiches Regattawochenende bevorstehen sollte. Ein nahezu identisches Bild gab es im Masters-Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre). Gegen die Speyerer-Kombination Ralf Burkhardt und Arnd Garsuch hatte die Renngemeinschaft Mannheimer RG Baden/Ludwigshafener RV ebenfalls mit mehr als zwei Längen Rückstand das Nachsehen. Noch weiter zurück folgten die RG Kassel und der Frankfurter RC. Fast wäre nach einem Bord-an-Bord-Kampf über 1000-Meter dem Duo Burkhardt/Garsuch im Doppelzweier A in der jüngsten Alterskategorie (Mindestalter 27 Jahre) noch eine große Überraschung gelungen. Lediglich 51 hundertstel Sekunden trennten die Speyerer vom Sieg über die deutlich jüngeren Ruderer der Mainzer RG, schon die drittplatzierten Offenbacher lagen über fünf Sekunden zurück. Beim ersten gemeinsamen Regattastart zeigte der neuformierte Masters-Doppelzweier C mit Elke Hahn und Corinna Bachmann, dass künftig auch bei den Masters-Frauen mit Speyer zu rechnen ist. Ohne jemals gefährdet zu sein sicherten sich die RGSlerinnen den Sieg mit fast acht Sekunden vor Großauheim. Im Masters-Mixed-Doppelzweier C kamen nach anfänglicher Führung Andreas Kabs und Elke Hahn nicht über den vierten Platz hinaus.

Der Masters-Mixed-Doppelvierer C mit Elke Hahn, Corinna Bachmann, Peter Gärtner und Andreas Kabs lieferte sich einen fairen Kampf mit den Gegnern und wurde drittes Boot. Es siegte mit etwas mehr als einer Länge die Renngemeinschaft Großauheim/Hanau. Leichte Beute für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau wurde der Masters-Doppelvierer B mit Ralf Burkhardt, Lutz Fiedler, Ingo Janz und Frank Gerrit Poggenpohl. Regattanovize Frank Gerrit Poggenpohl holte mit den erfahrenen Hasen seinen ersten Sieg ganz deutlich vor Offenbach. Für den Speyerer Masters-Achter gesteuert von Katharina Kabs folgte ein zweiter Platz hinter der Renngemeinschaft Frankfurter RG Nied/RC Nassovia Höchst/RRugm Mülheim.

„Dass wir gerade in den Kleinbooten eine so gute Ausbeute erzielen, hätten wir nach den bisherigen Saisonergebnissen nicht erwartet. Das gibt nach der letzten Regatta vor der World Masters Regatta im belgischen Hazewinkel im September noch einmal einen Motivationsschub für die anstehende harte Trainingsarbeit“, zeigten sich insbesondere die Doppelzweier-Paarungen optimistisch. Foto: RGS

15.07.2015


Drei Goldmedaillengewinner der RGS bei der Deutschen Meisterschaft in Köln

Alicia Bohn - Goldmedaille im Juniorinnen-Einer A und Silbermedaille im Doppelvierer A

Julia Hoffmann - Goldmedaille im Frauen-Achter B und Bronzemedaille im Zweier-ohne

Elias Dreismickenbecker - Goldmedaille im Leichtgewichts-Männer-Einer B

Köln-  Bei den Deutschen Meisterschaften U17/U19/U23 in Köln auf dem Fühlinger See über die 2000-Meter-Distanz gab es bei der Rudergesellschaft Speyer viel Grund zum Jubeln und jede Menge Medaillen.

Zuerst ruderte Elias Dreismickenbecker seine Gegner im Leichtgewichts-Männer-Einer B (U23) in Grund und Boden. Mit einem souveränen Vorlaufsieg qualifizierte sich Elias Dreismickenbecker direkt fürs Finale zu seinem persönlichen Unternehmen „Gold“. Im Kampf um Gold machte es der Speyerer dann richtig spannend. Bei 500 Metern lag er, wie von den Speyerer Fans erhofft, bereits mit einer Sekunde vor dem WSV Waldshut in Führung. Dann kam David Faßbender, WSV Honnef auf und übernahm zur Streckenhälfte die Führung, die er bis hinter die 1500-Meter-Marke halten konnte. Doch dann setzte Elias Dreismickenbecker zu einem nahezu unglaublichen Endspurt an. Knapp 500 Meter vor dem Ziel noch fast zwei Sekunden zurück auf Platz zwei liegend drehte er auf flog förmlich seinen Widersachern davon und siegte in 6:55,80 Minuten und lag fast vier Sekunden vor dem zweitplatzierten Ruderer vom WSV Honnef, der Hildesheimer RC mit Denis Bennecke gewann Bronze.

Einen Doppelstart im Zweier-ohne Steuerfrau und im Frauen-Achter B wagte Julia Hoffmann. Mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV reichte im Vorlauf des Zweier-ohne ein guter zweiter Platz hinter der Kettwiger RG für den direkten Einzug ins Finale. Das Finale dominierten die großen Favoritinnen Marisa Staelberg und Sophie Oksche, Crefelder RC/RC Ingolstadt. Das Duo Hoffmann/Farr lag bei der 500-Meter-Marke noch auf dem vorletzten Platz, kämpfte sich bis zur Streckenhälfte auf schon auf den vierten Platz und hatte bei der 1500-Meter-Marke mit einer Länge Vorsprung Bronze quasi sicher. Im Endspurt griffen sie dann auch noch mit starken Schlägen die auf dem Silberplatz rudernde Kettwiger RG an. Es reichte um sieben zehntel Sekunden nicht ganz, aber die Freude über Bronze war dennoch völlig ungetrübt. Im Achter sollte im Endlauf nach dem deutlichen Sieg im Bahnverteilungsrennen dann der Bronzemedaille im Zweier die Goldene folgen. Julia Hoffmann machte es war und holte in der Renngemeinschaft RG Speyer / SC Magdeburg / Hanauer RG / Lauinger RSC / Stuttgarter RG / Lübecker RG / ORC Rostock / Ulmer RC / Heidelberger RK in 6:07,15 Minuten Gold, eine Länge vor den Zweitplatzierten, und trägt sich damit als erste Sportlerin der RG Speyer in die Meisterliste des DRV bei den U23 ein.

Nicht ganz so gut verliefen die Rennen für Marvin Degen im Vierer-mit-Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer /Koblenzer RC Rhenania / Limburger ClfW / GTRV Neuwied mit Onur Karaca, Richard Fuchs und Jan Willemsen gesteuert von Patrick Möbs. Nach einem sechsten Platz im Bahnverteilungsrennen folgte dann im A-Finale ebenfalls Rang sechs.

Keine Spannung aufkommen ließ Alicia Bohn, sie gewann ihren Vorlauf des Juniorinnen-Einer A mit mehr als zehn Sekunden Vorsprung und zog ohne Umweg ins Halbfinale, das sie schon mit dem Startspurt ebenfalls für sich entschied. Mit fast fünf Sekunden vor der Lübecker RG zog Alicia Bohn ins Finale ein. Hier warteten dann die ganz großen Kaliber des Juniorinnen-Rudersports, die sich zudem Hoffnungen auf die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro machten. Zur Streckenhälfte lag Laura Kampmann, TVK Essen vor Svenja Karen Kornack, RC Potsdam und dahinter, nur eine Sekunde zurück, schon Alicia Bohn. Vor dem Endspurt sah das Feld exakt so aus wie bei Elias Dreismickenbecker, Alicia Bohn hatte sich mittlerweile auf Platz zwei vorgeschoben und lag zwei Sekunden hinter Laura Kampmann. Mit einem fulminanten Spurt ruderte Alicia Bohn näher und näher an die Führende heran, zog vorbei und lag im Ziel beim dritten Gold für die RGS mit fast zwei Sekunden vorn. Der abschließende Juniorinnen-Doppelvierer brachte für Alicia Bohn in der Renngemeinschaft RG Speyer / RV Waltrop / Koblenzer RC / Potsdamer RC mit Lena Reuß, Laura Kampmann und Franziska Kampmann das erhoffte Ergebnis. Hinter den Topfavoritinnen der Renngemeinschaft RG Kiel / Lübecker FRK / Ratzeburger RC / Hanauer RC ruderte Alicia Bohn Silber nach Hause und wurde damit erfolgreichste Speyerer Starterin.

„Mit den Ergebnissen sind wir höchstzufrieden, wer durfte schon mit drei Gold-Medaillen sowie einer Silber- und einer Bronzemedaille rechnen“, fragten die Speyerer Schlachtenbummler. Damit dürfte Alicia Bohn wohl zu den Junioren-Weltmeisterschaften nach Rio de Janeiro in Brasilien sowie Julia Hoffmann im Achter und Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts-Einer zur U23-Weltmeisterschaft nach Plovdiv in Bulgarien fahren. Angelika Schwager

28.06.2015


Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker siegen bei 56. Ratzeburger Regatta

Von Angelika Schwager

Ratzeburg- Die 56. Auflage des Ruderklassikers „Ratzeburger Regatta“ knüpfte nahtlos an seine Vorgänger an. Die über 500 Ruderinnen und Ruderer aus fünf Nationen, erlebten auf dem Küchensee über die 2000-Meter-Distanz stets faire Wettkämpfe bei bestem Wetter. Ein Highlight der Regatta, die in allen Bootsklassen vom Einer bis zum Achter ausgefahren wurde, war sicherlich die Nominierungsrennen des Kaders der Unter 23-Jährigen (U 23) für die deutsche Nationalmannschaft. Ende Juli soll sich der U23 Kader zur WM im bulgarischen Plovdiv erfolgreich präsentieren, so hatte sich der deutsche Ruderverband mit seinem Nationaltrainerteam Cheftrainer Marcus Schwarzrock und Brigitte Bielig entschlossen, die zu Nominierenden auf der Ratzeburger Regatta besonders unter die Lupe zu nehmen.

Im Leichtgewichts-Männer-Einer B wollte Elias Dreismickenbecker zeigen, dass er im Augenblick zu den besten U23-Ruderern zählt. Das gelang im eindrucksvoll. Schon im Vorlauf ließ der junge Speyerer den Hammer raus und setzte sich im Acht-Boote-Feld bis zur 500-Meter-Marke mit zwei Längen an die Spitze und hielt diesen Vorsprung auf den Norweger Oskar Södal und Jonathan Flöthner vom Koblenzer RC Rhenania bis zur Streckenhälfte. Im Ziel lag Elias Dreismickenbecker dann mehr als eine Länge vor dem Dänen Mads Petersen, der den Norweger Oskar Södal noch knapp auf Rang drei verweisen konnte. Der sichere Einzug in den Endlauf gab Selbstvertrauen. Auch hier ließ es Elias Dreismickenbecker auf den ersten 500-Metern krachen und führte mit vier Sekunden vor David Faßbender vom WSV Honnef. Das Bild änderte sich bis ins Ziel kaum, lediglich die intensiven Positionskämpfe um Platz zwei, bei stets mehr als einer Länge Vorsprung für den späteren Sieger aus Speyer, hielten das Rennen für die Zuschauer spannend. Mit 7:39,18 Minuten siegte Elias Dreismickenbecker klar, vor Dänemark und dem WSV Honnef. Vom Silberrang bis zu Platz fünf überquerten die Boote innerhalb von nur drei zehntel Sekunden die Ziellinie. Im Leichtgewicht-Männer-Doppelvierer B holte sich Elias Dreismickenbecker mit Julian Schneider, Philipp Grebner und Jonathan Rommelmann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Crefelder RC/Mainzer RV/RV Erlangen wohlverdient den Bronzeplatz eine Länge hinter Dänemark, aber deutlich vor dem vierten Boot.

Im Vierer-ohne Steuerfrau B siegte am ersten Regattatag Julia Hoffmann mit Meike Dütsch, Juliane Faralisch und Lena Dankel in der Renngemeinschaft RG Speyer/SC Magdeburg/Ulmer RC/Heidelberger RK in 7:02,01 Minuten mit knapp drei Sekunden vor der Renngemeinschaft Hanauer RC/Hannoverscher RC, weit zurück kamen die Drittplatzierten ins Ziel. Im Vorlauf des zweiten Regattatages war die Welt für das siegreiche Quartett mit Platz zwei auch noch in Ordnung, denn dies bedeutete den Einzug ins Finale. „Im Finale waren wir dann gar nicht zufrieden, wir sind nicht in unseren Trott, ins Rollen gekommen“, kommentierte Julia Hoffmann nach erreichen des undankbaren vierten Platzes mit zwei Längen Rückstand auf die Siegerinnen. Das abschließende Achterrennen bedeutete dann das dritte Rennen für die acht Ruderinnen des DRV-Achter über die olympische 2000-Meter-Strecke, während die Konkurrentinnen noch frisch in ihr erstes Rennen gingen. „In der Startphase mussten wir daher eine halbe Länge gegenüber dem 2. Achter des Deutschen Ruderverbandes einstecken, die wir über die Strecke kontinuierlich aufholen konnten“, zeigte sich Julia Hoffmann glücklich über ihren zweiten Achtersieg dieser Saison. In 6:49,17 Minuten war ihr Team um fast drei Sekunden schneller als die Zweitplatzierten. Die nachfolgenden Boote lagen aussichtslos zurück.

Die beiden Speyerer sind mit ihren Siegen in Ratzeburg der Nominierung für die U23-WM sicher ein ganzes Stück näher gerückt. Foto: RGS

15.06.2015


Achtersieg durch Kombination von Erfahrung und Stärke

Von Angelika Schwager

Bamberg- Bei der 53. Bamberger Ruder-Regatta auf dem Main-Donau-Kanal in Bamberg-Bug gelangen den Sportlern der Rudergesellschaft Speyer stolze zehn Siege. Komplettiert wurde die Regattaausbeute durch fünf zweite, drei dritte und zwei vierte Plätze. Eindeutiger „Regattastar“ wurde Elias Archinger mit einer 100%igen Ausbeute, er konnte alle seine vier Rennen gewinnen. Ebenfalls vier Siege verbuchte Ralf Burkhardt, bei sechs Starts.

Als einzige Juniorin ging Ernestine Archinger an den Start, wie stets technisch sehr sauber ruderte sie im Juniorinnen-A-Einer zwei Mal auf Rang vier. Im Doppelzweier mit ihrer Partnerin Tamara Kessler vom RV Saarbrücken gelangen zwei schöne zweite Plätze. Im Leichtgewichts-Frauen-Einer A war Teresa Claus mit einem Doppelsieg das Maß der Dinge. Im ersten Rennen wies sie bei ihrem Sieg die Konkurrenz klar auf die Plätze und bewies im zweiten Lauf Nervenstärke. Nur 100 Meter vor dem Ziel lag sie noch zurück, setzte sich dann mit Willensstärke im Endspurt, unter dem Beifall der Zuschauer, im Fotofinish durch.

Elias Archinger setzte sich sowohl im Männer-Einer A als auch B über die 1000-Meter- wie die 1500-Meter-Distanz drei Mal beeindruckend durch und hielt die Konkurrenz jeweils mit deutlich mehr als einer Länge Vorsprung auf Distanz. Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag waren im Doppelzweier der Männer A als auch im Männer-A-Zweier-ohne Steuermann unterwegs. Im Skullboot, dem Doppelzweier, gelang der zweite Platz, im Riemenboot Rang drei.

Für die Masters ging es über die Standarddistanz von 1000 Metern. Erstmals am Start für die RGS war Corinna Bachmann. Im Masters-Frauen-Doppelvierer B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) gab es für sie gleich den ersten Sieg in der Renngemeinschaft RG Speyer/Frankfurt RG Nied/WSV Neckarrems vor dem RC Tegel/Bamberger RG. Der Start in der offenen Klasse der Frauen im Doppelzweier brachte Platz drei. Im Masters-Einer C (Mindestalter 43 Jahre) wollte Ralf Burkhardt seinen Leistungsstand testen, das gelang hervorragend. Dem Speyerer gelang ein klarer Sieg im vollen Feld. Im Doppelzweier C mit Peter Gärtner ließ er einen zweiten Platz hinter dem WSV Neckarrems aber deutlich vor dem SV Planeta Radebeul folgen. Ebenfalls im Doppelzweier waren Gerhard Kayser und Norbert Herbel unterwegs. Nach einem sauber herausgeruderten zweiten Platz am ersten Tag folgte Rang drei im zweiten Lauf vor dem RV Nürnberg in der Altersklasse F (Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre). Es siegten jeweils die Topfavoriten und mehrfache World Masters Sieger dieser Klasse Werner Busch und Werner Rösch in der Renngemeinschaft Crefelder RC/Lauffener RC Neckar. Im Masters-Doppelvierer mussten sich Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Harald Schwager und Thomas Dresel, Mannheimer RG Rheinau mit deutlich jüngerer Konkurrenz auseinandersetzen. In einem technisch nahezu perfekten Rennen, konnte der Sieg des Straubinger RC zwar nicht verhindert werden, der zweite Platz vor dem RC Lech Kaufering/RC Deggendorf belohnte das Quartett mit der Genugtuung „die Jungen“ geschlagen zu haben. Im zweiten Lauf, jetzt in der Besetzung Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Harald Schwager und Andreas Kabs, gelang das nicht für möglich gehaltene: Auf der ersten Streckenhälfte kauften die Speyerer mit beherztem Einsatz auch dem Straubinger RC den Schneid ab und siegten dann verdient. Im Masters-Achter ging es für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau in der Besetzung Ralf Burkhardt, Thomas Dresel, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Ralf Mattil, Harald Schwager und Steuerfrau Silke Pattloch nicht nur zu Wasser um den Sieg, sondern es galt auch gegen die Zuschauer anzurudern, die den Achter der Bamberger RG siegen sehen wollten und nach vorne trieben. Das konnte klar verhindert werden und letztlich jubelten die Speyerer Fans über den Sieg mit fast einer Länge. Die Krone auf eine gelungene Regatta setzte dann der Speyerer Achter in der Offenen Klasse. Von den Gegner offensichtlich unterschätzt setzte sich die Speyerer-Combo mit den drei gerade zu den Senioren aufgestiegenen Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag und Elias Archinger sowie den Masters Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Harald Schwager und Steuerfrau Silke Pattloch schon am Start leicht an die Spitze. Der Vorsprung auf den Passauer Männer-Achter konnten die Speyerer bis auf eine halbe Länge ausbauen und dann bis ins Ziel verteidigen.

„Die Kombination aus Erfahrung und Kraft brachte uns den Sieg“, kommentierte der völlig erschöpfte Philipp Nowicki direkt nach dem Rennen mit einem breiten Grinsen im Gesicht über den unverhofften Abschlusssieg. Foto: RGS

11.06.2015


Alicia Bohn erreicht wichtiges Etappenziel

Von Angelika Schwager

Hamburg- Beim letzten großen Test vor den Deutschen Jugendmeisterschaften erreichte Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer mit dem Einzug ins Große Finale im Juniorinnen-Einer A bei der Internationalen Junioren-Regatta in Hamburg ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Nominierung für die Junioren-WM in Brasilien. Nicht zufrieden sein können hingegen Marvin Degen und sein Partner Onur Karaca, GTRV Neuwied.

„Für die zu den Junioren A (17/18 Jahre) aufgestiegene Alicia Bohn war erklärtes Ziel bei der Regatta in Hamburg zu den besten Einer-Ruderinnen Deutschlands aufzuschließen“, so ihr Trainer Tim Lauer. Schon im Vorlauf über die 2000-Meter-Strecke bekam es Alicia Bohn gleich mit einer der derzeit besten Ruderinnen Frieda Hämmerling, RG Kiel, zu tun. Alicia Bohn kämpfte hart und schaffte bis zur 500-Meter-Marke gar die Führung, danach setzte sich allerdings die Kielerin etwas ab und siegte vor der Domstädterin, die die nachfolgenden Boote deutlich distanzierte. Im Zwischenlauf gab es einen Kampf auf Biegen und Brechen zwischen Alicia Bohn und der favorisierten Katharina Börms vom Lübecker FRK. Bei der 1500-Meter-Marke führte die Lübeckerin noch mit gut zwei Sekunden, mit dem Endspurt schob sich Alicia Bohn näher und näher heran und es wurde mit jedem Schlag spannender. Bei 7:52,72 Minuten blieb die Uhr für Alicia Bohn stehen, damit war sie um gerade einmal neun hundertstel Sekunden geschlagen, hatte aber die zweitschnellste Zeit aller 29 Starterinnen um die bundesdeutsche Rangliste erreicht. Den Einzug ins Große Finale schaffte Alicia Bohn als einzige der jüngeren Ruderinnen und erreichte hinter den Favoritinnen den sehr guten sechsten Platz. Es siegte Frieda Hämmerling, die Vorlaufgegnerin von Alicia Bohn.

Die gute Einer-Leistung führte für Alicia Bohn nach den drei schweren Rennen über die 2000-Meter-Distanz zu zwei weiteren Rennen, denn die Bundestrainerin setzte Alicia Bohn mit Katharina Börms, Lübecker FRK, zuerst in den Doppelzweier. Das neuformierte Duo schlug sich hervorragend kam im Acht-Boote-Feld auf Platz vier, knapp hinter der Renngemeinschaft Hanauer RC/Koblenzer RC. Es siegte wie erwartet der Doppelzweier, den amtierenden Europameisterinnen, Frieda Hämmerling/Annemieke Schanze, Kiel/Ratzeburg. Danach ging es dann nochmal im Doppelvierer in Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC/RV Waltrop/TV Essen-Kupferdreh mit Lena Reuß sowie Laura und Franziska Kampmann über die Strecke. Hier folgte Platz drei, hinter dem ersten gesetzten Doppelvierer mit Frieda Hämmerling, Annemieke Schanze, Katharina Börms und Charlotte Meinen und Dänemark.

Weniger gut lief es für den Junioren-Zweier-ohne Steuermann RG Speyer/GTRV Neuwied mit Marvin Degen und Onur Karaca. Nach einem fünften Platz im Vorlauf und dem sechsten Platz im Zwischenlauf, fand sich das Duo im F-Finale wieder. Hinter dem RC Hansa/RV Dorsten und dem Koblenzer RC gab es hier den dritten Platz. Im Rennen der Regatta am zweiten Tag ruderten Degen/Karaca auf Rang vier.

„Es wurde deutlich, dass den beiden doch noch etliche gemeinsame Ruderkilometer fehlen, um in der Spitze mitzurudern“, schaute Trainer Martin Gärtner gleich in die Zukunft.

„Jetzt heißt es Daumendrücken, dass Alicia Bohn ihre Form bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften in drei Wochen noch etwas steigern kann, wieder eine gute Leistung abruft und damit den endgültigen Sprung zur Nominierung für die Junioren-WM in Rio de Janeiro schafft“, waren sich die Speyerer Ruderinnen und Ruderer einig. Foto: RGS

09.06.2015


„Amateur-Champs“ der RG Speyer bei 23 Kilometer „Rund um den Kühkopf“

Von Angelika Schwager

Darmstadt- Traditionell an Fronleichnam veranstaltet der RC „Neptun“ Darmstadt seine Regatta „Rund um den Kühkopf“. Es wird in vier Klassen gestartet: Einer, Zweier, Gig-Dreier und Gig-Vierer. Die Rudergesellschaft Speyer schickte zwei Vierer-Crews auf die 23 Kilometer-Langstreckenregatta. Die Strecke führt zuerst 8,4 km durch den Erfelder Altrhein, anschließend 6 km den Rhein stromaufwärts und nach einer engen Einfahrt auf der Altrheinstrecke wieder zurück zum „Neptun“-Bootshaus.

„Rund um den Kühkopf“ wird als „Handicap-Regatta“ ausgetragen. Das bedeutet, dass jeder Ruderer ein alters- und geschlechtsspezifisches Zeit-Handicap erhält, das die Leistungen der einzelnen unterschiedlichen Bootsbesatzungen miteinander vergleichbar macht. Damit gibt es für alle Altersklassen nur ein Gesamtklassement.

Als erstes auf die Strecke startete das routinierte Langstrecken-Team Klaus Disqué, Dieter Guhl, Norbert Herbel und Ralf Mattil gesteuert von Frank Durein. Lohn der Anstrengung war für diesen Vierer Platz neun unter den 26 gewerteten Booten, mit einer Ruderzeit von 1:46:48 Stunden und einer Wertungszeit, nach der Handicap-Regelung, von 1:34:47 Stunden. Erfreulich für das Quartett war, dass die „Dauergegner“ vom Mannheimer RC um 31 Sekunden auf Platz zehn verwiesen wurden.

Großes Lob geht an den zweiten Vierer der RG Speyer, der sich auf die Langstrecke wagte. Steuerfrau Andrea Vogel brachte Gunter Piller, Wolfgang Herrmann, Markus Münch und Andreas Walter an den Start ihrer ersten Regatta. Mit geruderten 2:12:55 Stunden erreichten sie das Ziel. Einig waren sich aber alle fünf: „Nächstes Jahr gehen wir wieder an den Start und da gilt es dann eine bessere Platzierung einzufahren. Foto: RGS

05.06.2015


Acht Siege aus der Lahn geangelt

Ernestine Archinger kurz vor dem Ziel:Von Angelika Schwager

Gießen-  Der Besuch der 103. Internationalen Pfingst-Regatta in Gießen erwies sich für die Rudergesellschaft Speyer als äußerst erfolgreich. Die Sportler konnten gleich acht Siege aus der Lahn angeln und das positive Bild mit vier zweiten und sieben dritten Plätzen abrunden. An den ersten beiden Tagen ging es über die 1000-Meter-Distanz, am letzten Regattatag dann über die 350-Meter-Sprintstrecke.

Bei den 13/14jährigen Mädchen gingen Anna und Maria Hoffmann im Doppelzweier an den Start. Dem großen Jubel nach dem Sieg am ersten Tag, folgte das kleine Ärgernis am zweiten Tag. Durch eine Kollision mit einem zum Start fahrenden Boot wurden die beiden Mädels im wahrsten Sine des Wortes aus der Bahn geworfen und Dritte. Beim Sprint ließen die Nachwuchsruderinnen einen zweiten Platz hinter der Binger RG mit nur fünf zehntel Sekunden Rückstand folgen.

Seinen ersten Regattaeinsatz wird Neurennruderer Lucas Trunk sicher nicht vergessen. Nachdem er in seinen Rennen über die 1000-Meter-Strecke zwei Mal auf den dritten Platz ruderte, gelang ihm beim Sprint der Überraschungs-Coup: Einen Sieg in 1:24,03 Minuten hätte im Junior-Einer-B III von Lucas Trunk bei seiner ersten Regatta sicher niemand erwartet.

Im Junirinnen-Einer A ruderte Ernestine Archinger auf Rang zwei und drei und erreichte im Sprint hinter den beiden Booten der RG Lahnstein in 1:31,39 Minuten ebenfalls den dritten Platz.

Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag im Doppelzweier:Im Leichtgewichts-Frauen-Einer A setzte sich Teresa Claus durch und siegte mit mehr als einer Länge vor der Gießener RG, auch im Sprint rief der Zielrichter Teresa Claus zur Ehrung: Mit 1:28,48 Minuten hatte sie die zweitplatzierte Ruderin von der Offenbacher RG mit sieben zehntel Sekunden distanziert. Ebenfalls in der höchsten Klasse dem Männer-Einer A musste Elias Archinger ran und wurde knapp geschlagen von der Frankfurter RG Borussia Zweiter. Im Sprint bei den Senioren B folgte ein dritter Platz.

Im Senioren-Doppelzweier B setzten sich Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki früh von der RG Kassel ab und siegten verdient deutlich. Im Sprint mussten die beiden Domstädter dann gar gegen ihre Vereinskameraden Moritz Durein und Elias Archinger antreten. Hier gab es den zweiten Sieg für das Duo Kolbenschlag/Nowicki vor dem zweiten Speyerer Boot gefolgt von der RG Kassel.

Der Masters-Doppelvierer C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) war vom Pech verfolgt, nach zwei Drittel der Strecke kollidierten sie mit einer Boje und schieden aus dem Kampf um den Sieg aus, am Ende gab es Platz drei. Auch im Rennen des Masters-Doppelvierers D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) stockte den Zuschauern als auch einem zum Start fahrenden Achter der Atem. Durch die Strömung in Richtung Ufer gedrückt vermied das Quartett nur aufgrund der langjährigen Erfahrung die Kollision. Nach 3:10,56 Minuten wurde der Doppelvierer mit Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Andreas Kabs und Harald Schwager dann jedoch verdient mit dem Sieg vor Bad Ems/Koblenz und dem Limburger ClfW belohnt. Im letzten Rennen der Regatta sprinteten dann im Masters-Doppelzweier C Ingo Janz und Andreas Kabs vor der Renngemeinschaft RC Möve Großauheim/Hanauer RG zum Sieg.

„Am meisten hat uns gefreut, dass unser Nachwuchs mit Siegen aufwarten konnte und damit sicher eine schöne Motivation für die Zukunft erfahren hat“, waren sich die Teilnehmer einig. Foto: RGS

25.05.2015


Julia Hoffmann siegt im Deutschland-Achter

Julia Hoffmann (im Vordergrund) mit Zweier-Partnerin Karolina Farr Julia Hoffmann (im Vordergrund) mit Zweier-Partnerin Karolina Farr

Von Angelika Schwager

Essen- Nach den guten Ergebnisse bei der Kleinbootüberprüfung auf dem Essener Baldeneysee (wir berichteten) wollten Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer auch bei der traditionsreichen „Hügelregatta“ in Essen ganz vorn dabei sein.

Bei der auf das Jahr 1901 zurückgehenden Hügelregatta in Essen wurde oft Geschichte geschrieben. Hier begann beispielsweise 2009 die Siegesfahrt des "Deutschland-Achter" die dann bis zum Olympiasieg 2012 andauerte. Alle zwei Jahre trifft sich die Weltelite des Rudersports zum Saisonauftakt in Essen. So gingen wieder rund 1.200 Ruderinnen und Ruderern aus mehr als 14 Nationen an den Start.

Für die Speyerer begann es jedoch mit einem Schrecken. Elias Dreismickenbecker konnte aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich im Finale bei seinem zweiten Platz der Kleinbootüberprüfung zugezogen hatte, sein Boot zum Rennen im Leichtgewichts-Einer gar nicht erst zu Wasser lassen.

Julia Hoffmann dagegen legte sich nochmal richtig in die Riemen und ruderte am ersten Regattatag im Frauen-Vierer-ohne Steuermann B (19-23 Jahre) mit ihrer Zweier-Partnerin Karolina Farr, Mainzer RV, und den beiden Hanauerinnen Isabel Taeuber und Svenja Schomburg ein beherztes Rennen. Im Finale war das Quartett nach 7:58,63 Minuten im Ziel. Leider reichte es nicht ganz zu einem Medaillenplatz. Lohn der Mühe war der undankbare vierte Rang, mit der Genugtuung die weiteren vier Boote deutlich distanziert zu haben.

Für den zweiten Renntag galt es für die Bundestrainer harte Entscheidungen zu treffen, denn es sollte der Deutschland-Achter der Seniorinnen B (19-23 Jahre) besetzt und gefunden werden. Ganz wichtig waren hier die bislang in der Saison gezeigten Leistungen, ganz besonders auch die Ergometer-Ergebnisse vom letzten Test in Leipzig. Aus Speyerer Sicht höchst erfreulich, dass Julia Hoffmann im Achter saß. Mit Marisa Staelberg, Svenja Leemhuis, Juliane Faralisch, Elisaveta Sokolkova, Maike Dütsch, Sophie Oksche, Lena Dankel und Steuerfrau Janina Kling lag sie bei der 500-Meter-Marke zwar noch vier zehntel Sekunden hinter dem führenden Boot zurück, aber schon bei Streckenhälfte war eine Führung von vier Sekunden gesichert, die bis ins Ziel auf mehr als fünf Sekunden anwuchs.

„Julia Hoffmann ist die erste Ruderin für die RG Speyer, die in einem Deutschland-Achter den ersten Platz verbuchen konnte, wir hoffen, dass dies ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur WM-Nominierung ist“, freuten sich die Speyerer Ruderer. Foto: RGS Speyer

20.05.2015


Super Saisonstart in Heidelberg

Ernestine Archinger im Einer und Trainer Martin GärtnerVon Angelika Schwager

Heidelberg- Mit sechs Siegen kehrten die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer von der ersten Regatta für die Masters und Junioren zurück. In Heidelberg auf dem Neckar ging es für die Masters wie gewohnt über die 1000-Meter- und für die Junioren und Senioren über die 1500-Meter-Strecke. Komplettiert wurden die sechs Siege, durch drei dritte, fünf dritte und einen vierten Platz.

Im Juniorinnen-Einer A (17/18 Jahre) kam Ernestine Archinger in beiden Rennen auf Rang drei. Erstmals trat die Speyererin in Renngemeinschaft im Juniorinnen-Doppelzweier A mit Tamara Kessler vom RV Saarbrücken an. Auch hier gelang dem neuformierten Duo im ersten lauf Platz drei, deutlich besser kamen die beiden Juniorinnen schon im zweiten Lauf zurecht und siegten verdient. Im Junioren-Zweier-ohne Steuermann A ließen Marvin Degen und sein Partner Onur Karaca vom GTRV Neuwied den Gegnern vom Heidelberger RK und dem Ulmer RC Donau nicht den Hauch einer Chance und siegten mit mehr als zwei Längen Vorsprung. Beim zweiten Start gingen die beiden Junioren mit den Männern bei den Senioren A in den Clinch, die waren dann doch eine Nummer zu groß, und es gab Rang vier.

Der frisch zu den Senioren B (19-23 Jahre) aufgestiegene Elias Archinger musste gleich in der höchsten Klasse bei den Senioren A starten. Er schlug sich prima und wurde hinter Thomas Walle vom Heidelberger RK zweites Boot, deutlich vor dem Schleissheimer RC. Im zweiten Rennen lies er einen dritten Rang folgen.

Doppelvierer-Sieger (v.l.n.r. Peter Gärtner, Harald Schwager, Thomas Dresel, Arnd Garsuch:Im Masters-Doppelzweier G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre) traten Norbert Herbel und Gerhard Kayser an und hatte dabei internationale Konkurrenz. Platz drei hinter der Renngemeinschaft Crefelder RC/Düsseldorfer RV und dem SN du Perreux war das Ergebnis im ersten Lauf. Am zweiten Tag sollten die zuvor zweitplatzierten Franzosen vom SN du Perreux unbedingt bezwungen werden, das gelang in 4:20,53 Minuten mit sieben zehntel Sekunden Vorsprung in einem extrem spannenden Rennen. Das bedeutete Platz zwei für Speyer. Jeweils einen deutlichen Sieg fuhren die Masters-Doppelzweier mit Peter Gärtner und Ralf Burkhardt (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) als auch Ralf Burkhardt und Arnd Garsuch (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) ein.

Achter am StartDer Masters-Doppelvierer D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Thomas Dresel und Lutz Fiedler musste sich vor allem mit dem Boot der Koblenzer RG Rhenania auseinandersetzen. Knapp geschlagen gab es Platz zwei, deutlich vor der Renngemeinschaft Breisacher RV/Heidelberger RK. Die Crew Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Thomas Dresel und Harald Schwager rang am zweiten Regattatag hart mit dem Boot der Mannheimer RG Rheinau und siegte denkbar knapp mit zwei zehntel Sekunden. Schon das drittplatzierte Boot von der RG Waiblingen/Stuttgarter RG konnte nicht folgen und lag weit zurück. Ein hartes Ringen um den Sieg und viel Spannung für die Zuschauer brachte der Masters-Achter. Bis zum Endspurt konnte der Achter der Renngemeinschaft Breisacher RV/Heidelberger RK/Mannheimer RG Rheinau am Boot der RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau dran bleiben, musste dann jedoch abreißen lassen und der Sieg ging mit einer halben Länge Vorsprung in die Domstadt.

„Riesig gefreut hat uns, dass fast alle Ruderer gleich bei der ersten Regatta einen Sieg verbuchen konnten und auch die anderen werden das bei den gezeigten Leistungen im Saisonverlauf noch schaffen“, zeigten alle Starter großen Teamgeist. Foto: RGS Speyer

18.05.2015


Elias Dreismickenbecker rudert auf zweiten Platz

Von Angelika Schwager

Essen-  Für die Spitzenathleten des Deutschen Ruderverbandes stand zum Auftakt des langen Wochenendes die 2. Kleinbootüberprüfung der U23 auf dem Essener Baldeneysee über die 2000-Meter-Strecke auf dem Programm. Das nutzten Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann um sich in bester Form zu präsentieren und sind damit weiter auf gutem Weg sich für die U23-Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Julia Hoffmann ruderte im Frauen-Zweier-ohne Steuerfrau mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV in ihrer Vorlaufzeit von 7:37,52 Minuten direkt ins A-Finale. Dort warteten dann die Schwergewichte des deutschen Frauen-U23-Ruderns auf das Duo. Die Combo RG Speyer/Mainzer RV kam gut aus dem Start und lag bei der ersten Zeitnahme bei 500 Metern mitten im Verfolgerfeld, der spätere Sieger vom Olympischen RC Rostock hatte sich schon leicht vorgeschoben. Bis zum Endspurt zog sich das Feld nur leicht auseinander, was für die hohe Leistungsdichte spricht. Mit 7:28,52 Minuten Laufzeit wurden Hoffmann/Farr gutes fünftes Boot, etwa eine Bootslänge hinter den zweit- bis viertplazierten Booten, die innerhalb von einigen zehntel Sekunden die Ziellinie überruderten. Eine Länge zurück lag der Mainzer RV, gefolgt von Friedrichshagen/Magdeburg.

Im Vorlauf des Leichtgewichts-Männer-Einer musste sich Elias Dreismickenbecker kräftig strecken, um Julian Schneider, RV Erlangen, mit 85 hundertstel und Philipp Grebner vom Mainzer RV mit 99 hundertstel Sekunden bei seinem Vorlaufsieg auf Distanz zu halten. Im vollen 8-Boote-Feld des A-Finales erwiesen sich Jonathan Rommelmann, Crefelder RC und erneut Philipp Grebner als die härtesten Konkurrenten. Nachdem Elias Dreismickenbecker und Philipp Grebner das Feld zunächst anführten, drehte Jonathan Rommelmann auf der zweiten Streckenhälfte nochmal auf und verschaffte sich einen Vorsprung von etwas mehr als einer Länge auf den Speyerer. Elias Dreismickenbecker konnte seinerseits Philipp Grebner mit etwa einer Länge distanzieren und ruderte auf den Silberplatz.

Mit den sehr guten Platzierungen haben die beiden Speyerer sich sicher weiterhin das Augenmerk der Bundestrainer auf dem Weg zur U23-WM-Qualifikation gesichert. Foto: RGS Speyer

16.05.2015


Alicia Bohn errudert sich die Aufmerksamkeit der Bundestrainerin

Alicia Bohn und Trainer Tim Lauer

Von Angelika Schwager

München- Auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim, München, fand die 1. Internationale Junioren-Regatta 2015 statt. Betreut von Tim Lauer wollte sich Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer über gute Ergebnisse im Einer die Aufmerksamkeit der Bundestrainerin sichern.

Das gelang der in diesem Jahr in die höchste Juniorinnen-Kategorie A (17/18 Jahre) aufgestiegenen Speyererin ganz famos. Im Vorlauf ihres Einer-Rennens dominierte sie mit mehr als zwei längen Vorsprung deutlich. Alicia Bohn lies dabei Ruderinnen, die bei der Kleinboot-DM noch vor ihr lagen deutlich hinter sich. Auch das Große Finale ging sie beherzt an und wurde mit einer Länge Rückstand auf Katharina Börms vom Lübecker FRK Vierte, vor Österreich und dem Münchener RuSV. Es siegte Laura Kampmann, TVK Essen ganz knapp vor Belgien.

Mit diesem tollen Erfolg im Einer sicherte sich Alicia Bohn einen Platz im von der Bundestrainerin gesetzten Doppelvierer ohne Steuerfrau und zählt nun zu den stärksten Juniorinnen im Kampf um die Nationalkader-Zugehörigkeit. Der Doppelvierer RG Speyer/RK am Baldeneysee/Hallesche-Rvg. Böllberg/SC Leipzig mit Alicia Bohn, Leonie Sahlmann, Saskia Harting und Sarah Wagner schlug sich im ersten Rennen erfolgreich und blieb lange an den Favoritinnen aus Ratzeburg/Lübeck/Kiel/Essen dran. Am Ende reichte es zu Platz drei, nur sechs Zehntel Sekunden hinter dem britischen Boot und dem Einzug ins Große Finale. Im Finale siegten erneut die Favoritinnen der Renngemeinschaft Ratzeburg/Lübeck/Kiel/Essen vor Großbritannien. Alicia Bohn belegte mit ihrem Quartett wie im Einer Rang vier vor der Schweiz und Tschechien.

„Dass sich Alicia Bohn im Juniorinnen A-Einer unter den bereits erfahreneren Ruderinnen behaupten konnte und den Sprung in den gesetzten Doppelvierer schaffte, ist ein schöner Erfolg. Das gibt Motivation hart weiter zu arbeiten, um bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften einen gefestigten Platz im Doppelvierer zu sichern.“ waren sich Trainer Tim Lauer und die mitgereisten Speyerer einig.

Foto: RGS Speyer

12.05.2015


Speyerer auf dem Rhein am Start

Von Angelika Schwager

Bonn- Die vom Bonner Ruder-Verein 1882 e.V. veranstaltete Europäische-Rhein-Regatta – kurz EUREGA – ist der internationale Rudermarathon von der Loreley und Neuwied nach Bonn. Erstmals ging die EUREGA 1992 zum 110. Vereinsjubiläum des Bonner RV über die Strecke. Die 100 km-Strecke führt von der Loreley nach Bonn Bonn. Die kürzere, aber trotzdem herausfordernde Strecke über 45 km startet am Neuwieder Pegelturm (Rheinkilometer 608) endet ebenfalls in Bonn und wird wie die lange Strecke in Gig-Vierern mit Steuermann gerudert.

In der offenen Mixed Klasse waren für die RG Speyer Gerd Jakobs, Martina Schott, Birgit Dillmann und Jochen Hartmann gesteuert von Andrea Vogel auf der Strecke. Nach 2:38,19 Stunden hatte das Quartett ein hartes Stück Arbeit geleistet. Platz elf und Freude über das Erreichte war der Lohn, es siegte die Renngemeinschaft RTHC Bayer Leverkusen/Kölner RV in 2:08,53 Stunden. In der Masters Klasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) starteten Bernd und Sabine Marczinke, Gunther Piller, Klaus Disqué gesteuert von Franziska Küenzlen. Nach 2:53,15 Stunden blieb die Uhr stehen, das bedeutete Rang neun, die Sieger von der Bonner RG waren 2:19,43 Stunden unterwegs.

Marvin Degen bei der Regatta in Mannheim

Einziger Starter der RG Speyer bei der Mannheimer Regatta im Mühlauhafen war Marvin Degen in Renngemeinschaft mit seinem Partner Onur Karaca, GTRV Neuwied im Junior-A-Zweier-ohne-Steuermann.

Am ersten Regattatag blieb das Duo noch an den Gegnern dran und wurde drittes Boot hinter dem RV Kurhessen-Cassel sowie der Renngemeinschaft GTRV Neuwied/RV Treviris Trier und hielt Mainz mit etwas mehr als einer Sekunde auf Distanz. Im zweiten Rennen wurde der Trainingsrückstand, aufgrund von Krankheiten konnte der Zweier nicht voll trainieren, des Duos sehr deutlich. Platz vier lautete das Ergebnis im Fünf-Boote-Feld.

 Es siegte die Renngemeinschaft Mannheimer RV Amicitia/RC Nürtingen mit deutlichem Vorsprung. Foto: RGS

03.05.2015


Elias Dreismickenbecker rudert ins Finale

Von Angelika Schwager

Brandenburg- Die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg auf der Havel über die Olympiadistanz von 2000 Metern war, nach den Belgischen Meisterschaften in Gent für die drei RGS-Asse Alicia Bohn, Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann, der erste Härtetest des Deutschen Ruderverbandes in Regattajahr 2015. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften treten die Sportler nur im Einer und im Zweier ohne Steuermann an, nicht zuletzt um sich den Bundestrainern für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Zudem wird ausschließlich in der höchsten Kategorie, der Offenen Klasse, gerudert. So mussten die U23-Sportler von der Rudergesellschaft Speyer Julia Hoffmann und der gerade von den Junioren zu den Männern aufgestiegene Elias Dreismickenbecker gegen die Creme des Deutschen Rudersports antreten. Ebenfalls am Start waren die Spitzenathleten der 17-18-Jährigen Junioren und Juniorinnen, für die RGS mit dabei war die von Tim Lauer betreute Alicia Bohn.

Nicht zufrieden zeigte sich Alicia Bohn mit ihrem Abschneiden am ersten Regattatag im Einer der Juniorinnen A. Obwohl die erstmals in der höchsten Juniorinnen-Klasse startende Speyerin sich nach dem dritten Vorlaufplatz und dem Zwischenlauf bis ins C-Finale kämpfte. „Das Wasser war einfach Mist, die Wellen sehr hoch, ich hätte besser rudern können“, grantelte Alicia Bohn. Mit dieser Wut im Bauch lief es dann im Finale wieder wie gewohnt: Vorsprung schon nach dem Startspurt, der bei Streckenhälfte auf sieben Sekunden angewachsen war und von Alicia Bohn locker ins Ziel gebracht wurde. „Um in die gesetzten Boote für die Auswahl zur Junioren-Weltmeisterschaft zu kommen, hätte ich ins A- oder B-Finale kommen müssen, das hat leider nicht geklappt. Bis zur Regatta in Hamburg kann ich das noch schaffen“, zeigte sich Alicia Bohn optimistisch.

Elias Dreismickenbecker startete mit 37 weiteren Konkurrenten im Leichtgewichts-Männer-Einer. Mit einem klaren Vorlaufsieg gegen seinen Partner Roman Acht, Limburger ClfW, aus dem WM-Doppelvierer des letzten Jahres, war das Viertelfinale erreicht. Auch dieses Rennen entschied der Speyerer mit einer Bootslänge auf Philipp Grebner vom Mainzer RV für sich und stand im Halbfinale. Moritz Moos, Mainzer RV, der Weltmeister des Vorjahres, und Sieger von Gent vor Elias Dreismickenbecker war wieder ein Quäntchen schneller. Mit seiner Halbfinalzeit von 7:11,66 Minuten hatte der junge Speyerer aber die insgesamt drittbeste Laufzeit hingelegt und stand im Großen Finale. Mit dem fünften Platz im A-Finale zeigte Elias Dreismickenbecker einmal mehr, dass er schon jetzt zu den besten Leichtgewichtsruderern in Deutschland zählt. Es siegte in einem Herzschlagfinale Konstantin Steinhübel, RC Würzburg, mit einer zehntel Sekunde vor Moritz Moos, Mainzer RV.

Julia Hoffmann war im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV angetreten und musste sich gegen 26 weitere Boote beweisen. Nach Vor- und Zwischenlauf ruderte das Speyerer/Mainzer-Duo im Halbfinale in 7:37,05 Minuten mit einer Länge Rückstand auf den dritten Platz und durfte wie Alicia Bohn im C-Finale starten, hier gelang in fast der gleichen Zeit in 7:38,35 Minuten Rang vier.

„Es ist schon immens was den Spitzenruderinnen und -ruderern abverlangt wird. Innerhalb so kurzer Zeit viermal über die 2000-Meter-Distanz volles Tempo zu gehen, das verdient Respekt und Anerkennung,“ waren sich die Schlachtenbummler einig. Foto: RGS

26.04.2015


In Gent Gold und Silber gewonnen

Julia Hoffmann; rechts Karolina Farr mit Gold im FinaleJulia Hoffmann holt Gold und Elias Dreismickenbecker Silber bei Belgischer Meisterschaft in Gent

Von Angelika Schwager

Speyer- In Gent fand für die Spitzensportler der Rudergesellschaft Speyer die erste harte Prüfung des Jahres statt und sie bestanden diese mit Bravour. Über die 2000m-Strecke mitten in der Stadt Gent ging es auf der gut besuchten Watersportbaarn im Albano-System um die Belgische Meisterschaft. Mit dabei Elias Dreismickenbecker im leichten Männer Einer, sowie Julia Hoffmann im Zweier ohne Steuerfrau mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV.

v.l.: Elias Dreismickenbecker mit Silber und Moritz Moos mit GoldElias Dreismickenbecker gewann seinen Vorlauf im U23-Einer souverän und qualifizierte sich mit seiner Zeit für das Große Finale der leichten Männer. Mit ihm hatte sich auch der amtierende Weltmeister im Doppelzweier Moritz Moos für das Finale qualifiziert. Während sich für Vorläufe typisch die Felder im Rennverlauf weit auseinanderzogen ging es im Finale ganz eng her. Elias Dreismickenbecker kämpfte hart und blieb am führenden Moritz Moos dran und kam mit nur vier 4 Sekunden Rückstand ins Ziel und holte sich die Silbermedaille.

Julia Hoffmann auf dem SchlagplatzIm Zweier ohne Steuerfrau der U23-Frauen mussten sich Julia Hoffmann und Karolina Farr im Bahnverteilungsrennen für das Finale einen guten Startplatz errudern, das gelang. Nach hartem Kampf gegen den Niederländischen Zweier schafften es das Duo als Zweite über die Ziellinie, weit vor dem Rest des Feldes. Im Finale ging es dann bei etwas ruhigerem Wasser und weniger Wind über die Strecke, sodass sich der eingefahrene Zweier auf der ersten Streckenhälfte nach und nach an den anderen Booten vorbei schieben konnte und das Finale um die Belgische Meisterschaft souverän gewann.

„Natürlich freuen wir uns riesig über den Titel, sehen die Internationale Regatta in Gent aber auch als Generalprobe für die anstehenden Deutschen Kleinbootmeisterschaft“, blickte Julia Hoffmann schon gleich in die Zukunft. Foto: RGS

20.04.2015


Alicia Bohn mit Leistung vollauf zufrieden

Leipzig- Der Deutsche Ruderverband trug seine Frühjahrslangstrecke über 6000 Meter verbunden mit einem Ergometer-Test über die 2000-Meter-Distanz in Leipzig-Burghausen aus. Der DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock hatte alle Bundeskader verpflichtet, sich dieser ersten Positionsbestimmung im Kleinboot zu stellen. Neben der Langstrecke mussten die Ruderinnen und Ruderer ihre Winterarbeit auf dem Ruderergometer unter Beweis stellen. Über diesen und weitere Tests qualifizieren sich die Mitglieder der Bundeskader für die Besetzung der Boote in der kommenden Saison.

Von der Rudergesellschaft Speyer traten bei den U23 (Altersklasse B) Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker an. Ebenfalls zum Langstreckentest über 6000 Meter waren die Spitzenathleten der 17-18-Jährigen Junioren und Juniorinnen. Hier startete Alicia Bohn betreut von Tim Lauer.

Beim Langstreckentest ließ der DRV die Ruderer der Altersklassen A und B gemeinsam in einem Rennen antreten. Elias Dreismickenbecker startete im Männer-Einer A/B Leichtgewicht. Von den 41 gestarteten Teilnehmern der beiden Altersklassen gelang es ihm in 22:45 Minuten, auf Platz 10 zu rudern. Von den Ruderern seiner Altersklasse B (U23) war das der 5. Platz im Bundeskader.

Am Tag zuvor hatte Elias Dreismickenbecker beim Ruderergometertest über 2000m mit 6:15,2 Minuten eine Superzeit hingelegt.

Julia Hoffmann war im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau A/B mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV angetreten. Das Duo erreichte in der Gesamtwertung Platz 18 und bei den U23-Ruderinnen Platz 9. Beim Ergometertest am Vortag gelang Julia Hoffmann die Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit auf 7:10,7 Minuten, damit war sie zweitbeste Rheinland-Pfälzerin hinter Lea-Katlen Kühne, ihre Partnerin Karolina Farr kam nach 7:31,7 Minuten ins Ziel.

Sehr zufrieden zeigte sich Alicia Bohn mit ihrem Abschneiden im Einer der Juniorinnen A. Die erstmals in der höchsten Juniorinnen-Klasse startende Speyerin ruderte bei 35 Starterinnen in 25:39 Minuten auf den 7. Platz im Gesamtklassement und war Schnellste ihres Jahrgangs. „Ich bin total zufrieden gleich ganz vorn dabei gewesen zu sein, auch wenn Trainer Tim Lauer geschimpft hat, dass ich aufgrund meines Versteuerns beim Endspurt die vor mir liegende Ruderin nicht mehr überholt habe“, sagte Alicia Bohn noch von ihrem tollen Ergebnis beeindruckt. Text und Foto: Angelika Schwager

04.04.2015


50 und 60 Jahre Treue zur RGS

v.l.: Andreas Kabs, Horst Neubauer, Klaus Gronau v.l.: Andreas Kabs, Horst Neubauer, Klaus Gronau

Anlässlich der Ordentlichen Mitgliederversammlung konnten gleich drei Mitglieder für ultralange Treue zur RGS geehrt werden.

Speyer- Im Jahr 1965 trat Gerhard Kayser in die Ruderfamilie ein. Bereits zehn Jahre früher fanden Klaus „Schorsch“ Gronau und Horst Neubauer den Weg an den Alten Hafen in Speyer.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Gerhard Kayser aus der Hand des Ersten Vorsitzenden Alfred Zimmermann nicht nur die Goldene Ehrenplakette der RGS, sondern auch das Goldene Ehrenabzeichen des Deutschen Ruderverbandes für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft in einem deutschen Ruderverein. Ganz besonders erfreulich war, dass obwohl die Ehrenordnung der RGS nach 50 Jahren Mitgliedschaft keine weitere Ehrung mehr vorsieht, dass gleich zwei Ruderfreunde bei erkennbar bester Gesundheit für 60 Jahre in der RGS geehrt wurden.

Die drei Geehrten kämpften schon früh um Siege bei Regatten. Fangen wir mit dem „Nesthäkchen“ Gerhard Kayser an. Mit seinem Sieg 2014 bringt es der Jubilar jetzt auf 59 Gesamtsiege. Wobei er schon 1968 die Goldene Rennruderernadel erhielt, damals für den Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft in Trier im Schüler-Gig-Vierer mit Steuermann. Mit an Bord war übrigens der seinen einstigen Ruderkameraden ehrende Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann. Der erste Sieg von Gerhard Kayser datiert aus dem Jahr 1967. Noch früher feierten Horst Neubauer und „Schorsch“ Gronau Regattasiege, beide wurden 1966 mit der Bronzenen Rennruderernadel, das bedeutet mindestens 15 Siege errungen zu haben, ausgezeichnet. Gemeinsam waren sie 1958 bei der Internationalen Regatta im 1. Junior-Vierer mit in Zürich am Start und wurden viertes Boot. Die Mannschaft: Gronau Klaus, Neubauer Horst, Weschka Jürgen, Weschka Gerd, Stm. Fuchs Hermann. Im gleichen Jahr vertraten sie beim Dreiländerkampf und der Internationalen Regatta auf dem Veldessee in Bled die Deutschen Farben und holten Bronze beim Dreiländerkampf im Senior-Vierer in der Mannschaft Gronau Klaus, Neubauer Horst, Weschka Jürgen, Weschka Gerd, Stm. Fuchs Hermann und wurden viertes Boot bei der Int.´l Regatta.

Text und Foto: Angelika Schwager

30.03.2015


RGS-Mitglieder bestätigen Vorstand einstimmig im Amt

Vorstand bestätigt; v.l.n.r. Andreas Kabs, Alfred Zimmermann, Robert Gard:

Speyer- Die Mitgliederversammlung der Rudergesellschaft Speyer stand unter der Überschrift „Endlich kann gebaut werden“. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann begrüßte im vollen Saal des Naturfreundehauses neben den vielen Mitgliedern gerne auch Ehrenmitglied Jutta Kopf. Beim Totengedenken dachte die RGS-Familie zurück an die im vergangenen Jahr Verstorbenen Charlie Scheurer, den Träger der RGS-Förderernadel Walter Guckel und den Ehrenvorsitzenden Hans-Gustav Schug.

Die Jahresberichte des 1. Vorsitzenden Alfred Zimmermann, des Verwaltungsvorsitzenden Robert Gard und des Sportvorsitzenden Andreas Kabs zeigten einmal mehr, dass 2014 ein aus sportlicher, finanzieller, als auch geselliger Sicht sehr erfolgreiches Ruderjahr für die RGS war. Die Mitgliederzahl ist von 322 auf 331 gestiegen. Alfred Zimmermann ging besonders auf die erfreuliche Finanzsituation ein. Trotz des Erwerbs des Parkplatzes am Bootshaus beendete die RGS das abgelaufene Jahr „nicht nur schuldenfrei, sondern mit einem kleinen Polster“, so Zimmermann. Wohingegen 2015, das Jahr des Neubaus im Reffenthal, sicherlich mit größeren Ausgaben verbunden sein wird. Verwaltungsvorsitzender Robert Gard ging in seinem Bericht sehr klar auf die vielfältigen Anträge und Maßnahmen ein, die nach zähen, langjährigen Bemühungen endlich zur Baugenehmigung im Reffenthal geführt haben. Sehr zufrieden können die Mitglieder mit dem seit fast einem Jahr in Betrieb befindlichen Parkplatz sein. „Endlich ist ein geordnetes Parken in der Straße Im Hafenbecken möglich und die Nutzungsregeln für die Mitglieder haben sich bewährt“, sagte Robert Gard. Sportvorsitzender Andreas Kabs stellte bei den Rennsporterfolgen mit 92 Regattasiegen, besonders die Titel von Alicia Bohn, als Deutsche Jugendmeisterin im Einer und Elias Dreismickenbecker als Deutscher Meister im U23-Leichtgewichts-Doppelvierer sowie die Bronze- und Silbermedaillen bei den Deutschen Meisterschaften von Julia Hoffmann, der „Sportlerin des Jahres 2014“, heraus. Drei Rennruderernadeln davon zwei in Bronze und eine in Gold waren 2014 errudert worden. Über Gold durfte sich Alicia Bohn freuen, Bronze erhielten Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki.

Insgesamt legten die Ruderer im Jahr 2014 mehr als 100.000 Kilometer, genau 112265 km, auf dem Wasser zurück. Weshalb auch wieder zahlreiche Wanderruderabzeichen des Deutschen Ruderverbandes verliehen werden konnten. Die große Erfolgsgeschichte der Kirchboot-Regatta im Floßhafen wurde um ein neues Kapitel ergänzt. Die Teilnahme an den Langstreckenwettbewerben EUREGA, Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf, der Nikolausregatta in Mainz sowie weiterer Regatten im Bereich des ambitionierten Breitensports erfreut sich bei den „Amateur-Champs“ immer größerer Beliebtheit.

Goldene Rennruderernadel für Alicia Bohn; v.l.n.r. Andreas Kabs, Alicia Bohn, Alfred ZimmermannDie Erfahrung zeigt, dass wer vom Rudervirus infiziert wurde, kaum heilbar ist. Deshalb konnten Ines Gärtner und Ingrid Schneider mit der Silbernen Ehrennadel für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden. Herrmann Mayer erhielt die Goldene Ehrennadel für 25 Jahre im Verein. Schon 40 Jahre dabei ist Peter Roland Gärtner, der siegreichste Ruderer der RGS, dafür erhielt er die Silberne Ehrenplakette. Eine besondere Freude war es für Alfred Zimmermann seinen ehemaligen Ruderpartner Gerhard Kayser nicht nur mit der Goldenen Ehrenplakette der RGS, sondern auch mit der DRV-Ehrennadel für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft auszuzeichnen. Damit nicht genug, schon vor 60 Jahren traten Horst Neubauer und Klaus Gronau in die RGS ein und durften die verdiente Ehrung entgegennehmen.

Nach dem beanstandungsfreien Bericht der Rechnungsprüfer, den Elke Hahn verlas, folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes verbunden mit großem Applaus als Dank für die geleistete Arbeit. Alfred Zimmermann hatte Harald Schwager gebeten in Nachfolge von Hans-Gustav Schug das Entlastungsprocedere zu übernehmen. Vor der anstehenden Neuwahl des Vorstandes machten alle drei Vorstände deutlich, dass sie nur noch eine Wahlperiode zur Verfügung stehen werden, die Zeit jedoch nutzen wollen nicht nur für eine geordnete Nachfolge zu sorgen, sondern auch das Bauvorhaben im Reffenthal zu beenden und die RGS im Sportbereich weiter voranzubringen. Alfred Zimmermann als Erster Vorsitzender, Robert Gard als Verwaltungsvorsitzender und Andreas Kabs als Sportvorsitzender wurden einstimmig, es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen, im Amt bestätigt.

Einstimmig wählten die Anwesenden Peter Roland Gärtner als Nachfolger von Ottmar Gärtner zum Rechnungsprüfer. In den Ehrenrat folgte auf den nicht mehr kandidierenden Dieter Rauschelbach Thomas Zimmermann.

Text und Foto: Angelika Schwager

29.03.2015


100.000-Kilometer-Schallmauer deutlich übersprungen

Die Kilometerkönigin Julia HoffmannElias Dreismickenbecker mit 5362 km und Julia Hoffmann mit 4952 km erneut ganz vorn

von Angelika Schwager                          

Speyer- Im Ruderjahr 2014 konnten die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer die Kilometerleistung des Vorjahres nicht nur um 13906 Kilometer verbessern, sondern auch die Schallmauer von 100.000 Ruderkilometern deutlich überspringen. Ganze 112265 Kilometer wurden auf dem Wasser zurückgelegt. 160 Sportler, sechs weniger im Jahr zuvor, aus allen Altersklassen hatten mindestens eine Ruderfahrt ins Fahrtenbuch eingetragen. Dabei waren 53 Mädchen und Frauen sowie 107 Jungen und Männer aktiv.

Die zehn Kilometerpreisträger, der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen, kamen auf 25748 Kilometer. Toll auch, dass sechs Athleten, zwei mehr als im Vorjahr, die 3000 km-Hürde übersprangen.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Julius Gard mit 506 Kilometern den ersten Platz vor Joel Große mit 342 Kilometern und Simon Laibe (145 km). Bei den Mädchen setzte sich  Anna Hoffmann mit 286 Kilometer vor ihre Schwester Maria (237 km) und Angelina Heinrich (73 km).

Der Kilometerkönig Elias Dreismickenbecker

Mit 5362 Kilometern, das bedeutet jeden Tag des Jahres 15 Kilometer im Boot, nicht zu schlagen war Elias Dreismickenbecker bei den Junioren (15-18 Jahre). Damit wurde Elias Dreismickenbecker unangefochtener „Kilometerkönig“ 2014. Für Marvin Degen stehen als „schon wieder“ Zeitplatziertem 3335 Kilometer im Fahrtenbuch, Philipp Nowicki kam auf 2761 Kilometer. Bei den Juniorinnen erreichte Alicia Bohn mit 2584 Kilometern den Spitzenplatz, vor Ernestine Archinger mit 1918 Kilometern, gefolgt von Michelle Alav (291 km).

In der Kategorie Frauen I (19-30 Jahre) siegte, fast schon wie gewohnt, Julia Hoffmann mit 4952 Kilometern und wurde „Kilometerkönigin“. Die zweitplatzierte Teresa Claus mit stolzen 3651 Ruderkilometern zeigte insgesamt die drittbeste Ruderleistung aller Aktiven. Maike Durein ruderte 103 km. Bei den Frauen II (31-60 Jahre) holte sich Beate Wettling den auch 2012 gewonnenen Kilometerpreis von Ulrike Durein mit 1683 Kilometern zurück, Elke Hahn kam auf den zweiten Rang (1323 km) vor Martina Schott (840 km).

Bei den Frauen III (ab 61 Jahre) blieb erneut Dauersiegerin Ria Baron (2659 km) vor Steffi Haase-Goos (2560 km) gefolgt von Hansi Neubauer (197 km).

Bei den Männern I siegte Tim Lauer (1367 km) und ruderte exakt 2 Kilometer mehr als 2013 vor Matyas Mehn (300 km) und Tobias Koser (221 km). In der Kategorie Männer II gab es mit Frank Durein, der 3535 Ruderkilometer schaffte, einen neuen Kilometerpreisträger, vor seinen Bootskameraden Harald Schwager und Peter Gärtner. Die Auswertung bei den Männern III brachte wie seit Jahren die Bestätigung des Abonnementssiegers Günther Schuff, der mit 2814 Kilometern, vor Norbert Herbel (1678 km) der Dieter Daut (1620 km) auf Platz zwei verdrängte. Bild: RGS e.V., Presse

02.03.2015


RGS verleiht Sportabzeichen

Von Angelika Schwager

Speyer- Im Vereinsabend der Rudergesellschaft Speyer konnte der Sportabzeichenbeauftragte der RGS Peter Roland Gärtner für die Saison 2014 gleich siebzehn Sportabzeichen, darunter acht Jugend-, neun Erwachsenen- und ein Familienabzeichen verleihen.

Die sieben Jugendsportabzeichen erhielten Lukas Zimmermann in Silber zum siebten Mal sowie jeweils in Gold Anna und Maria Hoffmann (je zum dritten Mal), Louis Ebermann (5x), Steffen Steinbacher (6x), Marvin Degen und Ines Gärtner (je 8x) und Luis Gärtner (9x).

Bei den Erwachsenen war Tim Lauer in Bronze und Moritz Durein in Silber je zum ersten Mal erfolgreich. Ihr erstes Goldenes Erwachsenenabzeichen erhielten Elias Kolbenschlag, Philipp Nowicki und David Gärtner. Der RGS-Sportvorsitzende Andreas Kabs legte das Sportabzeichen in Gold zum dritten Mal ab. Klaudia Laakmann (22x) und Alex Wels (23x) sind schon seit mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder in Gold dabei. Peter Gärtner wurde erneut mit Gold ausgezeichnet und kann auf sein 25. Jubiläum zurückschauen.

Das Familienabzeichen ging an Klaudia Laakmann, Ines und Luis sowie Peter Gärtner.

22.02.2015


Rennruderernadeln 2014

2 Bronzene Rennruderernadeln: am Schlag Philipp Nowicki, im  Bug Elias Kolbenschlag 2 Bronzene Rennruderernadeln: am Schlag Philipp Nowicki, im Bug Elias Kolbenschlag

Von Angelika Schwager

Speyer- In der Rennrudersaison 2014 erfüllten drei Aktive der Rudergesellschaft Speyer die Kriterien für die Verleihung der begehrten Rennruderernadeln.

Die Qualifikation für die Bronzene Rennruderernadel (ab 15 Siege) schafften Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki. Elias Kolbenschlag fügte in seinem vierten Jahr als Rennruderer seinen 11 Siegen aus den Vorjahren 2014 stolze 10 erste Plätze hinzu und qualifiziert sich mit nunmehr 21 Siegen für Bronze. Seit drei Jahren auf Regatten dabei ist Philipp Nowicki, der 2014 vier Siege erzielte und jetzt exakt die notwendigen 15 Erfolge zur Verleihung der Bronzenen Rennruderernadel auf seinem Konto hat. Die Silberne Rennruderernadel (ab 25 Siege) wird in diesem Jahr nicht verliehen. Elias Kolbenschlag gelang sein 15. Sieg bei der Regatta in Gießen. Erst zum Saisonende machte hingegen Philipp Nowicki alles klar und wurde mit seinem Sieg in Sursee der 125. Träger einer Rennruderernadel in der RGS-Geschichte.

Gerade im Vorjahr mit Bronze geehrt, überspringt Alicia Bohn die Silberne Nadel, durch ihren Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einer und erhält mit jetzt 35 Gesamtsiegen die Goldene Rennruderernadel (ab 40 Siege oder Deutsche Meisterschaft). Die Verleihung der Goldenen Rennruderernadel an Alicia Bohn stellt auch ein Jubiläum dar, es ist die 50. Goldene in der RGS-Rennruderhistorie, nachdem Alicia Bohn schon im Vorjahr die 100. Bronzene Rennruderernadel angesteckt bekam.

Die ersten Rennruderernadeln wurden 1966 verliehen. Damals waren auch gleich drei Goldene dabei. Die ersten „Gold“-Träger waren Dieter Haase, Volker Fouquet und Klaus Stange. Dieter Haase erhielt die Goldene Rennruderernadel für zwei Dt. Jugendmeisterschaften 1962 und 1963 im Einer und den 6. Platz bei der Weltmeisterschaft 1966 in Bled im Doppelzweier mit Sepp Himsl, RV Passau. Klaus Stange und Volker Fouquet bekamen die Goldene Rennruderernadel für ihre Dt. Jugendmeisterschaft 1965 im Zweier-ohne-Steuermann. Foto: RGS

11.01.2015


2014 acht Siege in der Königsklasse des Ruderns

nach der Ehrung zum "German Master"Julia Hoffmann holt ersten Sieg in einem Frauenachter

Von Angelika Schwager

Speyer- Die Königsdisziplin im Rudern, der Achter, begeistert auf Regatten immer wieder die Zuschauer aber auch die Mannschaften „wenn´s super läuft“! Im Jahr 2014 ist es für die Achterrecken der RGS häufig gut gelaufen. Ganz besonders für Ralf Burkhardt, der nach vier Siegen im Achter 2014 jetzt auf insgesamt 50 Erfolge zurückblicken kann.

Bei der Regatta in Offenbach gab es gleich zwei Siege für den Masters-Achter C mit Ralf Burkhardt, Frank Durein, Ottmar Gärtner, Peter Roland Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert, und Steuerfrau Ulrike Durein. Dem folgte in Heidelberg in der Renngemeinschaft RG Speyer/Ludwigshafener RV ein überraschender Erfolg trotz Zeitrelation von 5.5 Sekunden gegen Rheinfelden für den Masters-Achter C mit Ralf Burkhardt, Frank Durein, Ottmar Gärtner, Arnd Garsuch, Ingo Janz, Harald Schwager, Lars Seibert, Jürgen Hock (LRV) und Steuerfrau Ulrike Durein. Damit konnte Achter-„Neu“steuerfrau Ulrike Durein im ersten Jahr gleich 3 Siege verbuchen.

Bei den German Masters Open in Offenbach folgten zwei Erfolge. Zum einen im Masters-Achter D für die Mannschaft Martin, Ottmar und Peter Gärtner, Frank Durein, Harald Schwager, Jürgen Hock (LRV), Thomas Dresel, Lutz Fiedler und Steuerfrau Silke Pattloch (alle drei Mannheimer RG Rheinau) zum anderen Masters-Achter C mit Ralf Burkhardt, Martin, Ottmar und Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager und Lars Seibert gesteuert von Silke Pattloch.

Bei der Regatta in Sursee trat der Mastersachter dann in der offenen Klasse an, da mit dem 21-jährigen Tim Lauer ein „noch lange nicht“-Masters auf dem Schlagplatz mitruderte. Es gab einen verdienten Sieg in der Besetzung Frank Durein, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Jochen Kühner, Tim Lauer, Harald Schwager und Steuerfrau Silke Pattloch.

Ein Novum in der RGS-Achtergeschichte schaffte Julia Hoffmann, die von der Langstrecke-Regatta in Bernkastel-Kues den ersten Sieg in einem Frauenachter nach Speyer brachte. Beim letzten Achtersieg der Saison trug sich auch Junior Elias Archinger mit seinem Renngemeinschafts-Erfolg bei den Südwestdeutschen Meisterschaften zum ersten Mal in die Achtersiegliste ein.

am Start vor dem letzten Sieg im Achter 2014 in SurseeErwartungsgemäß gab es bei den bislang erfolgreichsten RGS-Achterrecken kaum Veränderungen in der Bestenliste, da wieder alle Siege aufs eigene Konto brachten. Lediglich Ottmar Gärtner rutschte mit seinen fünf Achtersiegen 2014 deutlich nach vorn. Auf sechs Achtersiege kam Harald Schwager, je fünf Erfolge verbuchten Frank Durein, Ottmar Gärtner und Peter Roland Gärtner, vier Mal am Siegersteg legten Ralf Burkhardt, Ingo Janz, Andreas Kabs und Lars Seibert an, Martin Gärtnersiegte drei Mal.

Insgesamt zeigt die Statistik 140 Achtersiege, davon 68 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 72 Siege in Renngemeinschaft. Davon 58 Männer-Achtersiege, 1 Frauen-Achtersieg, 12 Junior-Achtersiege, 65 Masters-Achtersiege, 2 Senioren-Mixed-Achtersiege und 1 Jungen-Achter- sowie 1 Jungen und Mädchen-Mixed-Achtersieg.

 

140 Achtersiege seit 1883

69 Achtersiege         Peter Roland Gärtner

53 Achtersiege         Martin Gärtner

50 Achtersiege         Ralf Burkhardt

49 Achtersiege         Dr. Harald Schwager

34 Achtersiege         Rainer Bohn

31 Achtersiege         Ottmar Gärtner

30 Achtersiege         Peter Bohn, Peter Faber

29 Achtersiege         Ingo Janz

26 Achtersiege         Andreas Kabs

25 Achtersiege         Lars Seibert

24 Achtersiege         Nils Seibert

23 Achtersiege         Katharina Kabs

18 Achtersiege         Peter Josy

Stand 31.12.2014

01.01.2015


Die 30 siegreichsten Ruderer nach der Saison 2014

Martin Gärtner, Jochen Kühner, Ingo Janz, Andreas Kabs (am Schlagplatz, mit größtem Sprung in den Top 30) im Doppelvierer (Sursee)von Angelika Schwager

Speyer- Wie jedes Jahr legt die Rudergesellschaft Speyer zum Jahresende ihre Ewigen-Bestenliste vor. Die Regattasaison 2014 brachte nach dem „Stillstand“ im Vorjahr wieder kleine Veränderungen unter den Top 10 der 30 siegreichsten Rennruderer. Harald Schwager schob sich nach 20 Saisonsiegen an Nils Seibert vorbei auf Platz 6. Ottmar Gärtner stieg durch seine 5 Erfolge in 2014 in die Top 10 auf und verdrängte Peter Bohn auf Platz 11.

Martin Gärtner (links) und Ingo Janz (rechts) alles andere als "bedröppelt"Den größten Sprung um acht Plätze schaffte jedoch nach 16 Siegen im Jahr 2014 Sportvorsitzender Andreas Kabs auf Rang 22. Um je sieben Plätze verbesserten sich Frank Durein, er kam mit seinen sieben Siegen auf Rang 14, und Marvin Degen, der von Platz 43 auf 36 vorrückte. Angelika Schwager kletterte um 2 Plätze vor und ist nun nach Beate Wettling und Julia Hoffmann drittsiegreichste Ruderin.

Spitzenreiter Peter Gärtner sticht nach wie vor einsam aus der Liste hervor, mit nun 381 Siegen (13 Siege 2014). Ähnlich sieht es für den zweitplatzierten Ralf Burkhardt mit 261 Erfolgen (7 Siege 2014) aus. Hier ist Lars Seibert durch seine 9 Erfolge in der Saison 2014 minimal näher gerückt.

Martin Gärtner ist noch näher an die 200er-Schwelle herangerückt (3 Siege 2014) und kann diese wohl bald überspringen. Genau wie sich Ingo Janz, der zwar auf Rang 13 blieb, durch seine 6 Siege in 2014 der 100er-Schwelle immer mehr annähert. Foto: RGS

25.12.2014


92 Siege für die RG Speyer in der Saison 2014

Elias Dreismickenbecker im Nationaltrikot:Deutscher Meister im Doppelvierer (Dreismickenbecker ganz rechts):Von Angelika Schwager  

Speyer- Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2014. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann konnte stolze 66 Regattateilnehmer, ein neuer Rekord, zur Ehrung aufrufen. Darunter waren exakt wie im Vorjahr 36 Sieger.

„Im Jahr 2014 erzielten unsere Aktiven bei 32 Regatten 92 Siege, 86 zweite Plätze und 37 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht jetzt bei genau 3429 Erfolgen“, freute sich der Sportvorsitzende Andreas Kabs.

Viel Beifall gab es für die Endlaufteilnehmer der Deutschen Meisterschaften und natürlich für die mit Meisterehren dekorierten Sportler. Elias Dreismickenbecker schoss dabei mit seinem vierten Platz im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer B bei der Weltmeisterschaft in Varese, Italien den Vogel ab. Außerdem sicherte er sich in der gleichen Bootsklasse souverän den Deutschen Meistertitel. Ebenfalls Gold gab es für Alicia Bohn sowohl bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juniorinnen-Einer B als auch beim Baltic-Cup im Juniorinnen-Doppelvierer ohne Steuerfrau. Hier holte sich das Speyerer Nachwuchstalent auch gleich noch Silber. Bronze im Frauen-Vierer ohne Steuerfrau B und Silber im Frauen-Achter B lautete die Bilanz von Julia Hoffmann bei den Deutschen Meisterschaften. Dem ließ die Starathletin der RG Speyer Gold im Doppelvierer sowie zwei Mal Silber im Doppelzweier und Achter bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften folgen. Bei den German Masters in Offenbach schlugen auch die Mastersruderer wieder zu. Gold für Lars Seibert im Einer A, als auch mit seinem Partner Andreas Kabs im Doppelzweier B waren Ansporn für die Achterkonkurrenzen. Im Achter C siegte die „Speyerer Mannschaft des Jahres 2013“ Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager und Lars Seibert gesteuert von Silke Pattloch. Auch der Achter D wurde zur Beute der Speyerer. Silke Pattloch steuerte Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager mit Lutz Fiedler und Thomas Dresel (beide Mannheimer RG) zum Sieg. Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften gab es fünf Titel für Speyer: Alicia Bohn bei den Juniorinnen B, Elias Dreismickenbecker bei den Leichtgewichts-Männern A und Frank Durein bei den Masters siegten in ihren Einerwettbewerben. Dem ließen Marvin Degen und Louis Ebermann im Junior-Vierer-ohne Steuermann als auch Elias Archinger im Junior-Achter A jeweils in Renngemeinschaften schöne Siege folgen.

Alcia Bohn am Siegersteg beim Baltic-Cup:Insgesamt trugen sich, wie auch 2012 und 2013, 36 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste ein. Erfolgreich waren bei den Jungen (bis 14 Jahre). Julius Gard mit einem und Joel Große mit zwei Siegen. Ebenfalls am Start waren Salomon Archinger und bei den Mädchen Anna und Maria Hoffmann.

Bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) holte Alicia Bohn gleich zwanzig Erfolge, Elias Kolbenschlag kam auf zehn Siege, gefolgt von Marvin Degen und Moritz Durein mit je acht ersten Plätzen. Komplettiert wird das Bild von Elias Archinger, Ernestine Archinger Louis Ebermann und Philipp Nowicki (je 4 Siege) sowie Lukas Zimmermann (3 Siege), Elias Dreismickenbecker (2 Siege), Janis Wagner (1 Sieg) und Regattateilnehmer Steffen Steinbacher.

Julia Hoffmann (links) im Zwieer-ohne-Steuerfrau:Julia Hoffmann bei den Frauen am Start kam auf sieben Saisonsiege, Tim Lauer auf zwei Erfolge und Teresa Claus holte ihren ersten Karrieresieg.

Die größte Gruppe stellten wie meist die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Harald Schwager mit zwanzig Erfolgen die meisten Saisonsiege, gefolgt von Andreas Kabs mit sechzehn und Peter Gärtner mit dreizehn Erfolgen. Die weiteren Sieger waren: Lars Seibert (9 Siege), Ralf Burkhardt, Frank Durein und Elke Hahn (je 7), Ingo Janz (6), Ottmar Gärtner (5), Ulrike Durein, Martin Gärtner, Silke Pattloch und Angelika Schwager (je 3), Arnd Garsuch (2), Thomas Dresel, Karin Heinz, Norbert Herbel, Gerhard Kayser, Jochen Kühner, Ralf Mattil (je 1 Sieg).

Die Trainingsmannschaften bedankten sich bei Trainer Martin Gärtner mit einem besonderen Applaus, nicht nur für seine eigenen Erfolge, sondern insbesondere für sein Engagement bei der Trainingsarbeit und der Technikoptimierung. Foto: RGS

23.12.2014


Zum 5. Mal 20 Siege in einer Saison

Frank Durein 1974 erster RGS-Ruderer mit 20 Saisonsiegen. Hier nach dem Sieg beim Bundesentscheid im Einer 1972, Stuttgart: Sieger 2014: Frank Durein 1974 erster RGS-Ruderer mit 20 Saisonsiegen. Hier nach dem Sieg beim Bundesentscheid im Einer 1972, Stuttgart: Sieger 2014:

Von Angelika Schwager

Speyer-  In der Rudersaison 2014 konnten zum ersten Mal gleich zwei Ruderer 20 Saisonsiege verbuchen. Juniorin Alicia Bohn schaffte das Kunststück ebenso wie Master Harald Schwager. Für Alicia Bohn ist es das erste Mal, dass sie 20 Siege in einer Saison erringen konnte. Darunter gab es auch gleich Hochkarätiges: Die Deutsche Jugendmeisterschaft und der Südwesttitel im Juniorinnen-B-Einer als auch Gold und Silber im Doppelvierer beim Baltic-Cup im Nationaltrikot. Harald Schwager schaffte die 20er-Grenze nach 1996 und 1997 zum dritten Mal, darunter in diesem Jahr auch zwei German Masters Siege.

Im Jahr 1974 war es Frank Durein der zum ersten Mal überhaupt die „Schallmauer“ von 20 Siegen in einer Saison erreichte, kurz vor Beate Wettling, der dies dann 1976 gelingen sollte. Ganze 40 Jahre später siegt Frank Durein immer noch, darunter gab es 2014 bei sieben Saisonerfolgen auch den Südwesttitel im Masters-Einer.

Bislang konnten in der RGS-Rennrudergeschichte neben Tim Lauer (2007, 2008, 2009), der mit 30 Saisonerfolgen auch den Rekord hält, Peter Faber (2005 und 2006 je 25 Erfolge), Harald Schwager (1996, 1997, 2014), Jörg Hinsenkamp (1977, 1979) und Lars Seibert (1997, 1999) acht weitere Ruderer in einer Saison zwanzig und mehr Siege erringen: 1974 Frank Durein (20), 1976 Beate Wettling (20) und Ingeborg Huck (21), 2007 Inga Bergström (22), 2008 Lars Bergström (23) und Felix Gard (21), 2010 Paul Schwager (27), 2011 Janis Wagner (24) und Ralf Burkhardt (22), 2013 Julia Hoffmann (23) sowie 2014 Alicia Bohn (20). Foto: RGS

Sieganzahl/Saison:

2007 – 30 Siege Tim Lauer

1997 – 28 Siege Lars Seibert

2010 – 27 Siege Paul Schwager

2005 – 25 Siege Peter Faber

2006 – 25 Siege Peter Faber

2011 – 24 Siege Janis Wagner

2008 – 23 Siege Lars Bergström

2013 – 23 Siege Julia Hoffmann

1977 – 22 Siege Jörg Hinsenkamp

2007 – 22 Siege Inga Bergström

2009 – 22 Siege Tim Lauer

2011 – 22 Siege Ralf Burkhardt

1976 – 21 Siege Ingeborg Huck

1996 – 21 Siege Harald Schwager

1997 – 21 Siege Harald Schwager

2008 – 21 Siege Tim Lauer

2008 – 21 Siege Felix Gard

1974 – 20 Siege Frank Durein

1976 – 20 Siege Beate Wettling

1979 – 20 Siege Jörg Hinsenkamp

1999 – 20 Siege Lars Seibert

2014 – 20 Siege Alicia Bohn

2014 – 20 Siege Harald Schwager

23.12.2014


Arnd Garsuch auf dem 3. Platz in Henley

Endlich war so weit: Erster Regattastart eines Speyerer Ruderers in Henley.!

Von Angelika Schwager

Henley- Der Upper Thames Autumn Head (kurz U.T.A.H.) bot Arnd Garsuch und seinem Leipziger Bootspartner Sven Friedemann die Möglichkeit in Henley-on-Thames im Doppelzweier zu starten. Begeisternd war nicht nur die Regatta, sondern auch das pittoreske Städtchen entlang des Ufers der Themse, wenngleich die Akteure während des Rennens dafür naturgemäß kein Auge hatten. Auf der traditionsreichen Strecke im Mutterland des Rennrudersports trainieren sonst die Sportler des beheimateten Leander Clubs sowie die Kadersportler der britischen Nationalmannschaft.

Das deutsche Duo Garsuch/Friedemann musste als Masters-A-Boot in der Männerklasse starten. Bei Gegenwind lieferten sich alle Boote ein klassiches „head race“ über 3000 m stromaufwärts. Am Start waren schließlich die gegnerischen Boote der Ruderklubs City of Oxford, der mit 2 Booten antrat, Guildford und University of the West of England erschienen.

Der Combo Speyer/Leipzig ging als erstes Boot, in den Speyerer Farben weiß-rot, auf die Strecke und legte mit Schlagzahl 33 ordentlich los. Aber die Skuller der Oxford-Crew I holten auf dem ersten Kilometer die 15 Sekunden Zeitdifferenz auf und beide Boote lagen bei Temple Island gleichauf.

Die jungen Ruderer aus Oxford forderten den beiden Masters-Recken alles ab. Beide Doppelzweier lieferten sich fortan ein heftiges Kopf-an-Kopf-Rennen bis 200 m vor dem Ziel. Den Endspurt zogen beiden Mannschaften früh an, aber die Kraftreserven reichten nicht um nochmals den Bugball an Oxford I vorbeizuschieben. Die anderen Boote lagen deutlich zurück.

Nach der Zieldurchfahrt zeigte sich, dass ein zweites britisches Boot schnell gerudert war. Am Ende gab es den 3. Platz.

Sehr zufrieden durften die beiden Masters-Ruderer sein, auch über die 3000-Meter-Strecke in der Männerklasse vorn mitgerudert zu sein. Foto: RGS

16.11.2014


Armada der RG Speyer beim Abrudern

Armada auf dem Wasser:

Von Angelika Schwager

Speyer-  Mit einer ganzen „Armada“ machten die Aktiven der Rudergesellschaft Speyer das traditionelle Abrudern zum Fest. Gleich zwei Gig-Achter, den Renngig-Achter „Reffenthal“ und den Doppelachter „Weck, Worscht un Woi“ konnte der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann neben vier Vierern, einem Dreier und einem Zweier sowie zwei Einern auf den Rhein zur offiziell letzten Ausfahrt des Jahres schicken. Damit waren sage und schreibe 46 Aktive zum Abrudern auf dem Wasser und zogen die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf der Mole am Rhein auf sich. Nach der Rückkehr der Boote freute sich Alfred Zimmermann für die Stadt, Bürgermeisterin Monika Kabs als auch die Vertreter des Stadtsportverbands, Margret Zehfuß und Karl-Heinz Hepper, begrüßen zu dürfen.Steffi Haase-Goos tauft "Neptun":

Nach der Ausfahrt konnte die Rudergesellschaft Speyer gleich drei neue Einer für die Jugendausbildung in Dienst stellen. In seinen Einführungsworten wünschte Sportvorsitzender Andreas Kabs, dass der Nachwuchs dann „auch wie Alicia Bohn und Elias Dreismickenbecker in diesem Jahr das Nationaltrikot tragen dürfen“.

Unter den Augen von Alicia Bohn und Elias Dreismickenbecker wurden die drei Boote getauft. Jugendausbilderin Ulrike Durein wünschte dem Einer „Wassermann“ allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Den Einstieg ins Erwachsenen-Rudern hat in diesem Jahr Birgit Dillmann gefunden und durfte als erfolgreiche Neuruderin den Nachwuchseiner „Tümmler“ taufen, dem sie ebenso wie die Erwachsenenausbilderin Steffi Haase-Goos dem Einer „Neptun“ eine gute Zukunft wünschte.

Dank des guten Wetters konnte der Vorsitzende Alfred Zimmermann zum Abschluss eine große Besucher- und Teilnehmerzahl zum gemütlichen Ausklang bitten. Foto: RGS

09.11.2014


Gute Platzierungen bei Würzburger Bocksbeutel-Regatta

Masters-Mixed-Gig-Doppelvierer:Von Angelika Schwager

Würzburg-  Zum Saisonabschluss gingen die Speyerer Masters an den Start der Würzburger Ruderregatta auf dem Main. Dabei wurde die „Bocksbeutel-Langstrecke“ zum 25. Mal ausgetragen. Ausgehend vom malerischen Weinort Randersacker führt die Strecke durch eine herrliche Gegend umgeben von Weinbergen und viel Natur und endet nach 4500 Metern mit Blick auf die Marienfestung. Dafür haben die um den Sieg kämpfenden Sportler naturgemäß kein Auge. Bei der Bocksbeutel-Langstrecke werden die Boote im Ein-Minuten-Abstand auf die Strecke geschickt. Die Zuschauer können von der 500 Meter vor dem Ziel liegenden Brücke aus harte Positionskämpfe und Überholmanöver beobachten.

Bei bestem Herbstwetter ging als erstes Speyerer Boot der Masters-Mixed-Gig-Doppelvierer mit Steuermann D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) auf die Strecke. Nach 17:31 Minuten Masters-Doppelzweier mit Herbel/Kayserüberquerten Ralf Mattil, Thomas Zimmermann, Beate Wettling und Angelika Schwager gesteuert von Norbert Herbel die Ziellinie und freuten sich über einen schön herausgeruderten zweiten Platz. Im Masters-Doppelzweier F (Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre) stellte sich das neuformierte Duo Norbert Herbel, Gerhard Kayser der Konkurrenz und wurde nach 16:28 Minuten hinter dem Breisacher RV und dem Limburger ClfW drittplatziertes Boot.

Im Masters-Achter C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) steuerte Silke Pattloch ihre acht Ruderer in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau zum Start. Schon beim Einrudern war klar, dass der Achter gut ins Laufen kam und ein gutes Rennen bevorstand. Masters-Achter:Schlagmann Peter Gärtner und Co-Schlag Lars Seibert brachten ihre Crew mit Ralf Burkhardt, Frank Durein, Andreas Kabs und Harald Schwager sowie den Mannheimern Thomas Dresel und Lutz Fiedler schnell in den Rhythmus. Mit 32 Schlägen pro Minute ging es über die Strecke und die Distanz zu den später gestarteten Achter wurde erkennbar größer. 500 Meter vor dem Ziel war der eine Minute früher gestartete ARC Würzburg in Reichweite. Mit 13:11 Minuten unterboten die Speyerer die Vorjahreszeit um 4 Sekunden, um dann dennoch vom Zielgericht zu erfahren, dass zwar fast alle gestarteten Achter deutlich zurück lagen, aber die Renngemeinschaft Mannheimer RC/Wormser RC in 13:10 Minuten mit der Winzigkeit einer Sekunde Vorsprung gewonnen hatte. Damit Platz zwei.

„Dass wir zum Saisonabschluss ein so tolles Achterrennen abliefern konnten, freut uns schon und gibt der gesamten Masters-Mannschaft Motivation für das anstehende Hallentraining für die Saison 2015“, zeigte sich die Mannschaft mit den Regattaabschluss sehr zufrieden. Foto: RGS Speyer

19.10.2014


Fünf Südwest-Titel für die Rudergesellschaft

Alicia BohnVon Angelika Schwager

Bad Kreuznach- Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Bad Kreuznach konnten die Aktiven der Rudergesellschaft gleich fünf Südwest-Titel aus der Nahe fischen. Traditionell werden die Titelkämpfe in den Kleinbooten, den Einern und Doppelzweiern, über die 1000-Meter-Strecke und in den Großbooten, den Vierern und Achtern, über die 500-Meter-Sprintdistanz ausgetragen.

Im Masters-Einer konnte Frank Durein seinen Vorjahres-Erfolg problemfrei wiederholen, mit großem Vorsprung wies er seine Konkurrenten, Platz zwei und drei gingen jeweils an den Creuznacher RV, in die Schranken. Ihren jeweiligen Favoritenrollen wurden auch Alicia Bohn, im Juniorinnen-Einer B, und Junior A Elias Dreismickenbecker in der Männerklasse, dem Leichtgewichts-Einer gerecht. Alicia Bohn hatte im Ziel neun und Elias Dreismickenbecker sieben Sekunden Vorsprung. Drei souverän herausgeruderte Einer-Titel waren damit Beute der Speyerer. Ernestine Ernestine ArchingerArchinger verpasste das Finale im Juniorinnen-B-Einer. Bei den Junioren-A erreichte Elias Archinger über den Vorlauf das Finale wurde dort aber undankbarer Vierter. Es siegte Leon Schuler vom RV Treviris. In den Frauen-Konkurrenzen gab es zwei Mal den Silberrang. Teresa Claus ruderte im Leichtgewichts-Einer der Frauen A hinter Katrin Morbe, RV Treviris, ebenso auf den zweiten Platz wie Julia Hoffmann im Frauen-Einer A hinter Lea-Katlen Kühne vom Mainzer RV. Auch im Frauen-A-Doppelvierer musste Julia Hoffmann in der Renngemeinschaft mit der RG Lahnstein dem Boot Mainzer RV/RV Ingelheim den Vortritt lassen, Platz zwei lautete erneut das Endergebnis. Einen weiteren zweiten Platz holten sich Marvin Degen und Elias Dreismickenbecker im Junioren-A-Doppelzweier hinter dem Koblenzer RC Rhenania. Nachdem sie das Duo Flöthner/Stein im Vorlauf noch klar auf Distanz gehalten hatten, drehten die Koblenzer im Finale den Spies um.

Marvin DegenIm Junior-A-Vierer-ohne Steuermann setzten sich die beiden Speyerer Marvin Degen und Louis Ebermann mit Paul Becker und Florian Stein von der RG Treis-Karden in Boot und gewannen in einem Herzschlagfinale mit drei zehntel Sekunden Vorsprung vor der Renngemeinschaft Mainzer RV/GTRV Neuwied. Weniger rund lief es für Marvin Degen im Doppelvierer in der Renngemeinschaft RV Treviris/RG Treis-Karden/RG Speyer wurde er Dritter.

Elias ArchingerIn den Achterkonkurrenzen starteten die Speyerer in verschiedenen Renngemeinschaften auch gegeneinander. Im Junior-A-Achter siegte Elias Archinger mit 1,5 Sekunden Vorsprung in der Renngemeinschaft RG Treis-Karden/RV Treviris/Binger RG/Mainzer RV/RV Saarbrücken/RG Speyer vor Marvin Degen und Elias Kolbenschlag die im zweitplatzierten Achter Platz genommen hatten. Zum dritten Mal Zweite wurde Julia Hoffmann nach dem Einer und Doppelvierer auch in ihrem Frauen-Achterrennen. Ebenso erging es Tim Lauer der in der Renngemeinschaft RV Treviris/RG Treis-Karden/Binger RG/RG Speyer dem Mainzer RV knapp den Titel überlassen musste. Marvin Degen saß im drittplatzierten Achter, einer reinen Junioren-Crew, die die harte Männerkonkurrenz mitbestritt und sich achtbar schlug.

Eingebettet in die Südwestdeutsche Meisterschaft fanden auch die Rennen der Nahe-Regatta statt. Hier stellte sich lediglich Ernestine Archinger der Konkurrenz und gewann ihren Juniorinnen-Einer B im vollen Feld deutlich vor Barbara Zimmer vom Bernkasteler RV.

„Sechs Titelträger in fünf Konkurrenzen, vom Junior bis zum Masters, als auch in den Frauen- und Männerkonkurrenzen, zeigt die Breite des RGS-Teams“, freute sich Trainer Martin Gärtner. Foto: RGS

12.10.2014


RGS holt erneut den Masters-Pokal in Sursee

Speyerer Junior-A-Achter mit Steuerfrau Ernestine Archinger:Von Angelika Schwager

Sursee- Zur Kurzstreckenregatta über die 450-Meter-Sprintdistanz in Sursee, Schweiz, auf dem Sempacher See reiste die Rudergesellschaft Speyer mit großer Mannschaft an. Immerhin galt es erneut den Masters-Pokal zu verteidigen und bei der Mannschaftwertung wieder ganz vorn dabei zu sein. Im Kampf um die Pokale werden bei der 5-Bahnen-Regatta Punkte nur an Vereinsmannschaften in den Zweier-, Vierer- und Achterkonkurrenzen vergeben, für den ersten Platz drei, den zweiten zwei und den dritten Platz ein Punkt.

Bei insgesamt neun Siegen, neun zweiten, sieben dritten und acht vierten Plätzen schrammte das Speyerer Team ganz knapp am Gesamtsieg vorbei. Mit 47 Gesamtpunkten lag Speyer in der Endabrechnung auf Platz zwei. Nur einen Punkt hinter dem SC Luzern, der auf 48 Punkte kam. Der drittplatzierte SC Küsnacht schaffte 35 Punkte. Dagegen wurde der Masterspokal einmal mehr leichte Beute für die Speyerer. Mit 22 Punkten verwiesen sie die beiden zweitplatzierten RC Uster und Basler RC mit je vier Punkten deutlich auf die Ränge.

Joel Große am Siegersteg nach dem Einer-Rennen:Bei den U15-Junioren konnte sich Julius Gard im Einer den zweiten und Salomon Archinger den vierten Platz sichern, während Joel Große seinen Lauf mit mehreren Längen Vorsprung souverän gewann. Im Doppelzweier kamen Anna und Maria Hoffmann auf den zweiten Platz.

Bei den U17 Junioren kamen Steffen Steinbacher und Ernestine Archinger in ihren Einer-Rennen jeweils auf den vierten Rang.

Mit unglücklichen Rennverläufen durfte Marvin Degen bei den U19 Junioren hadern. Im Doppelzweier kam er mit Janis Wagner drei zehntel Sekunden hinter dem SC Wädenswil ins Ziel. Im Zweier ohne Steuermann mit Louis Ebermann waren es gar nur 24 hundertstel Sekunden die er hinter dem SC Luzern lag. Auch der Junior-Achter mit Marvin Degen, Moritz Durein, Louis Ebermann, Elias Archinger, Lukas Zimmermann, Janis Wagner, Elias Kolbenschlag, Philip Nowicki gesteuert von Ernestine Archinger hat den Sieg schon fast in der Tasche, musste dann aber durch eine Unsauberkeit auf den letzten Schlägen die Renngemeinschaft TC Thalwil/RC Rapperswil-Jona/ SC Küsnacht mit fünf zehntel Sekunden passieren lassen.

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ging es an den Start des Doppelvierers. „Jetzt reicht es mit den knappen zweiten Plätzen“, wollte Marvin Degen endlich den Sieg. Das gelang dem Quartett Marvin Degen, Louis Ebermann, Lukas Zimmermann und Janis Wagner in 1:12,84 dann auch mit zwei Sekunden Vorsprung auf den SC Richterswil. Nach dem ersten U19-Skullbootsieg ließen Philip Nowicki und Elias Kolbenschlag dann einen weiteren im Riemenboot dem Zweier ohne Steuermann folgen.

Männer-Doppelvierer ohne Steuermann:Im Masters-Doppelzweier holten sich Peter Gärtner und Harald Schwager in 1:20,51 Minuten ebenso einen klaren Sieg wie auch Elke Hahn und Silke Pattloch im Masters-Frauen-Doppelzweier. Im Masters-Mixed-Doppelvierer ruderten Elke Hahn, Karin Heinz, Peter Gärtner und Harald Schwager mit einem Blitzstart schnell an die Spitze und am Ende mit zwei Längen Vorsprung ins Ziel. Zwei weitere Siege gab es im Masters-Mixed-Doppelzweier. Erneut Elke Hahn jetzt mit Andreas Kabs siegte in der jüngsten Altersklasse deutlich vor dem RC Reuss Luzern. Thomas Dresel mi Silke Pattloch verwiesen den SC Luzern mit dem gleichen Vorsprung auf Platz zwei.

Im abschließenden Achterrennen in der offenen Klasse wollten die Speyerer-Masters nochmal in gutes Rennen abliefern und nach Möglichkeit Punkte sammeln. Verstärkt mit Tim Lauer steuerte Silke Pattloch dann Frank Durein, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Jochen Kühner und Harald Schwager zum knappen aber verdienten Sieg. Technisch sauber rudernd holten sich die „Oldies“ den Sieg mit sieben zehntel Sekunden Vorsprung über die körperlich überlegen Schweizer Konkurrenz.

Seit vierzig Jahren, 1974 zum ersten Mal, kommt die Rudergesellschaft Speyer nun zur Regatta nach Sursee. Das war Anlass für den Ersten Vorsitzenden Alfred Zimmermann mit zur Regatta anzureisen und sich beim 41. Regattabesuch bei den Verantwortlichen für 40 tolle Jahre zu bedanken und eine Kiste Pfälzer Wein als Gastgeschenk zu überreichen. „Wir sind überrascht und glücklich über die Treue der RGS“, zeigten sich die Surseer berührt. Foto: RGS

03.10.2014


Alicia Bohn gewinnt Gold und Silber

Gold und Silber für Alicia Bohn:  Alicia Bohn stehend 3. von linksVon Angelika Schwager

Kopenhagen- Der Deutsche Ruderverband hatte Alicia Bohn als Deutsche Jugendmeisterin im Juniorinnen-Einer 2014 ins Nationalteam berufen, um beim Baltic-Cup in Kopenhagen die deutschen Farben zu vertreten. Das tat das Speyerer Nachwuchstalent von der Rudergesellschaft Speyer prächtig und holte sich Gold und Silber auf dem Bagsvaerd See bei Kopenhagen. Beim Baltic-Cup treten die besten Nachwuchstalente aus Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Schweden, Russland und Weißrussland gegeneinander an.Sieg über 500m

Trotz einer starken Erkältung griff Alicia Bohn im Doppelvierer ohne Steuerfrau im Team mit Anne Bloß und Saskia Harting, beide Hallesche-Ruder-Vereinigung Böllberg (Deutsche Meisterinnen 2014 im Doppelzweier und Doppelvierer) sowie Leonie Sahlmann, RV am Baldeneysee Essen, frontal an. Über die 2000-Meter-Strecke waren im 6-Boote-Finale lediglich die Polinnen schneller als der deutsche Doppelvierer, auf dem Bronzerang folgte Schweden. Am zweiten Tag, nun über die 500-Meter-Sprintdistanz, konnte das deutsche Quartett um Alicia Bohn den Spieß umdrehen und siegte vor Polen und Schweden.

Mit dem Sieg in der Gesamtwertung, dem Mannschaftspreis, und der Gold- und Silbermedaille kehrte Alica Bohn stolz nach Speyer zurück. Foto: RGS Speyer

29.09.2014


Sieg für Julia Hoffmann in Bernkastel-Kues

Von Angelika Schwager

Bernkastel-Kues-  Julia Hoffmann von der Rudergesellschaft Speyer war im Frauen-A-Achter, der höchsten Klasse, am Start der Langstreckenregatta „Grüner Moselpokal“ über die 4000-Meter-Distanz in Bernkastel-Kues. Das Besondere beim Langstreckenrennen „Grüner Moselpokal“ ist die Streckenführung. Die Startlinie ist später auch gleichzeitig Ziellinie. Schon nach wenigen 100 Metern gilt es, die erste Brückendurchfahrt zu meistern. Nach Streckenhälfte muss nach zwei Ruderkilometern gewendet werden, was für die Großboote, insbesondere die Achter, eine echte Herausforderung darstellt.

Die Renngemeinschaft RG Speyer/Ulmer RC Donau/Würzburger RV/Mainzer RV/RV Kurhessen-Cassel mit Julia Hoffmann an Bord meisterte die Herausforderungen bravourös und war schon nach 14:32,1 Minuten im Ziel. Die zweitplatzierte Renngemeinschaft Heilbronner RG/Crefelder RC/Hürther RG/DRC Hannover/Tübinger RV/Neusser RV überfuhr nach 14:41,0 Minuten die Ziellinie. Das dritte Boot lag weitere acht Sekunden zurück.

29.09.2014


7 Siege aus dem Schiersteiner Hafen gefischt

Alicia Bohn am Siegersteg:Von Angelika Schwager

Wiesbaden- Bei der 59. Schiersteiner Ruder-Regatta konnten die Aktiven der Rudergesellschaft Speyer sieben Mal am Siegersteg anlegen und die verdienten Medaillen in Empfang nehmen. Im Schiersteiner Hafen ging es im 4-Bahnen-Feld über die 500-Meter-Sprintdistanz.

Alicia Bohn erwies sich einmal mehr für ihre Konkurrentinnen als unüberwindliches Hindernis. In beiden Rennen des Juniorinnen B-Einers siegte sie mit großem Vorsprung. Vom Deutschen Ruderverband für den in vierzehn Tagen stattfindenden Baltic Cup in Kopenhagen nominiert, setzte sich Alicia Bohn mit Leonie Sahlmann vom RK am Baldeneysee Essen in den Juniorinnen-A-Doppelzweier und gewann auf Anhieb. Mit Leonie Sahlmann und zwei Hallenserinnen wird Alicia Bohn in Kopenhagen gemeinsam die deutschen Farben im Doppelvierer vertreten. Teresa Claus vor ihrem Einer-Rennen:So war es nicht verwunderlich, dass die Essenerinnen aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls Alicia Bohn an Bord des Juniorinnen-A-Doppelvierers holten und erneut vor Lahnstein und Weilburg gewinnen konnten.

Julia Hoffmann war mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV im Frauen-A-Zweier-ohne unterwegs und verwies die Renngemeinschaft RG Wiesbaden-Biebrich/Frankfurter RG Germania zwei Mal auf den zweiten Platz. Im Leichtgewichts-Frauen-A-Einer zeigte Teresa Claus zwei Mal Kampfgeist, musste aber jeweils Valerie Högerle vom Mainzer RV den Sieg überlassen und wurde Zweite.

Frank Durein und Harald Schwager kämpften im ersten Lauf bei starkem Seitenwind auf der Außenbahn mehr mit den Bojen als den Gegnern, im zweiten Lauf lieferten die Routiniers dann ein technisch gutes Rennen ab und siegten in 1:41 deutlich vor den Vortagessiegern der Renngemeinschaft Hersfelder RV/RV Hellas Offenbach.

„Bei vier Starts vier Siege zu erzielen und das im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer ist schon eine tolle Leistung“, freuten sich die Speyerer über die 100%-Ausbeute von Alicia Bohn. Foto: RGS

14.09.2014


Speyerer Ruderer holen Vereinspokal in Limburg

Ehrung mit dem VereinspokalVon Angelika Schwager

Limburg-  Mit einem sehr großen Aufgebot an Wettkampfruderern war die Rudergesellschaft Speyer in Limburg auf der Lahn beim Auftakt zur diesjährigen Herbstsaison vertreten. Gleich 35 Aktive, von den beiden 12-jährigen Maria und Anna Hoffmann bis zum 66-jährigen Senior Norbert Herbel, gingen an den Start über die 500-Meter-Sprintdistanz auf der Lahn.

Aus insgesamt 52 Rennen gingen die Speyerer gleich 27 Mal als Sieger hervor und komplettierten das Bild mit 21 zweiten und 6 dritten Plätzen. Damit war die RG Speyer auch der erfolgreichste Verein der Regatta und wurde am Ende der zwei Wettkampftage mit dem Vereinspokal geehrt.

Ihre ersten Rennen bestritten im Mädchen-Einer 12 Jahre Maria und Anna Hoffmann und mussten gleich zwei Mal gegeneinander antreten, die beiden teilten sich zweimal Platz zwei und drei gerecht. Im Jungen-Einer, 14 Jahre, wollte Joel Große seinen ersten Sieg erringen und schaffte das locker vor Joshua Fritz vom WSV Godesberg.

Der bereits rennerfahrenere Julius Gard hielt im Jungen-Einer, 14 Jahre, den Bugball vorn und siegte deutlich vor dem Weilburger RV. In seiner angestammten Klasse dem Leichtgewichts -Einer ruderte er auf Rang drei.

Im Junior-Einer B (15/16 Jahre) als auch in der Leichtgewichtsklasse kam Steffen Steinbacher zwei Mal auf Platz zwei,.während Ernestine Archinger im Juniorinnen-Einer B die Plätze zwei und drei erruderte

5-fach Siegerin Alicia BohnIhre vier Starts sowohl im Juniorinnen-Einer B als auch der höheren Altersklasse A (17/18 Jahre) nutzte Alicia Bohn um zu verdeutlichen, dass sie zu Recht Deutsche Jugendmeisterin geworden war. Am Ende hatte sie vier Einer Siege auf dem Konto, die sie durch einen fünften Sieg mit Johanna Franken von der RG Lahnstein im Juniorinnen-Doppelzweier ergänzte. Ebenfalls vier Rennen absolvierte Marvin Degen, dabei verwies er seine Gegner im Junior-Einer A II als auch in der höchsten Klasse A I auf die Plätze und schaffte wie Alicia Bohn vier Siege im Einer. Auch Marvin Degen fügte einen fünften Sieg im Junior-A-Doppelvierer mit sinen Bootskameraden Moritz Durein, Philipp Nowicki und Elias Archinger hinzu. Elias Archinger durfte im Junior-A-Einer A ebenfalls über zwei erste Ränge freuen.

Im Junior A-Zweier ohne Steuermann mussten sich Phillip Nowicki und Elias Kolbenschlag mit den Plätzen zwei und drei zufrieden geben. Dagegen konnte Elias Kolbenschlag im Junior A-Doppelzweier mit Moritz Durein die Gegner zwei Mal deutlich auf Distanz halten. Gemeinsam griffen Elias Archinger, Moritz Durein, Elias Kolbenschlag und Phillip Nowicki dann nochmal im Junior A-Doppelvierer ohne Steuermann in die Skulls und wurden drittes Boot.

Julia Hoffmann zeigte einmal im Frauen-Einer B (19-23 Jahre) und gleich zwei Mal Frauen-Einer A, dass sie zu Recht zu Deutschlands besten Ruderinnen zählt. Drei deutliche Siege für Julia Hoffmann sprechen für sich. Gemeinsam mit Teresa Claus konnte Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier B zwei zweite Plätze folgen lassen. Teresa Claus trat in der höchsten Klasse dem Frauen-Leichtgewichtseiner A an und stieg zwei Mal als Zweite aus dem Einer.

Bei den Masters gingen zuerst die Mixed Konkurrenzen an den Start. Im Doppelzweier C (MDA, Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) siegten zwei Mal Elke Hahn und Andreas Kabs, wie auch Angelika und Harald Schwager im Doppelzweier E (MDA 55 Jahre). Der Master-Mixed-Gig-Doppelvierer D (MDA 50 Jahre) mit Ralf Mattil, Beate Wettling, Thomas Zimmermann und Angelika Schwager gesteuert von Danika Wettling musste sich ausschließlich mit jüngerer Konkurrenz auseinandersetzen und konnte dennoch in zwei sauberen Rennen zwei zweite Plätze holen.

Für Masters-Ruderer die im Jahr 2014 noch keinen Sieg errungen hatten, stellten die Regattaverantwortlichen eine Doppelzweier-Konkurrenz auf die Beine. Der Master-Doppelzweier F (MDA 60 Jahre) mit Norbert Herbel und Gerhard Kayser kam hinter der Mainzer RG auf Platz zwei. Damit bestritt das Duo Herbel/Kayser das erste Rennen in der Altersklasse F.

Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau Andrea VogelIn den offenen Rennen siegten Ralf Burkhardt und Peter Gärtner gleich zwei Mal im Master-Doppelzweier C, Andreas Kabs und Harald Schwager im Doppelzweier D fügten der RGS-Bilanz ebenfalls einen Sieg sowie einen zweiten Platz hinzu. Der neu formierte Master-Gig-Doppelvierer C mit Jochen Hartmann, Ralf Mattil, Gerd Jakobs und Michael Picht wurde von Andrea Vogel auf Rang zwei gesteuert. Ein sehr erfreuliches Ergebnis für die neu in Masters-Regatten eingestiegenen Ruderer. Der Gig-Doppelvierer E mit Ralf Burkhardt, Norbert Herbel, Gerhard Kayser und Harald Schwager gesteuert von Ernestine Archinger hielt die Renngemeinschaft RV Bad Ems/Koblenzer RC Rhenania auf Distanz. Am zweiten Regattatag gelangen den umbesetzten Mannschaften im Gig-Doppelvierer C mit Ralf Burkhardt, Jochen Hartmann, Ingo Janz und Michael Picht und dem Gig-Doppelvierer D mit Gerd Jakobs, Ralf Mattil, Thomas Zimmermann und Thomas Schwarztrauber jeweils gesteuert von Andrea Vogel zweite Plätze

Ein highlight der Regatta waren erneut die Achterrennen. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Die Speyerer Masters ruderten in den verschiedenen Klassen in vier Läufen jeweils auf Platz zwei.

Mit je fünf Siegen standen Alicia Bohn und Marvin Degen ganz vorn in den Siegerlisten der Limburger Regatta. Aus Speyerer Sicht besonders erfreulich war, dass es am Ende zum Sieg in der Vereinswertung reichte und der Vereinspokal wie zuletzt 2012 mit nach Speyer genommen werden konnte.

Foto: RGS

09.09.2014


Tolle Platzierungen bei 5. Euro Masters Ruderregatta in München

Doppelvierer C nur von Russland geschlagen Doppelvierer C nur von Russland geschlagen:

Von Angelika Schwager

München- Durchweg gute Ergebnisse erzielten die Masters Ruderer der RG Speyer bei der 5. Euro Masters Regatta auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim bei München. Fünf zweite, drei dritte und vier vierte Plätze waren die Ausbeute von zwei hartumkämpften Regattatagen bei großer Hitze. 2000 Athleten aus 32 Nationen und von vier Kontinenten waren in 2000 Booten am Start im Sechs-Bahnen-Feld über die 1000-Meter-Standard-Wettkampfstrecke der Masters Ruderer.

Im Einer A (Mindestalter 27 Jahre) hatte es Lars Seibert mit Mikhail Izotov von Dynamo Moskau zu tun. Der Russe siegte in 3:34,63 Minuten klar, vor Dänemark und Lars Seibert auf dem dritten Platz. Ralf Burkhardt im Einer C (Mindestalter 43 Jahre) und Frank Durein im Einer D (Mindestalter 50 Jahre) wurden jeweils Vierte.

Hart umkämpft waren die Doppelzweier und drei zweite Plätze die Ausbeute: Im Doppelzweier B (Mindestalter 36 Jahre) ruderten Lars Seibert und Andreas Kabs in einem schnellen Rennen in 3:22,90 Minuten etwas mehr als eine Sekunde hinter Schweden ins Ziel, hielten die drittplatzierten Franzosen aber mit mehr als einer Länge auf Distanz. Ralf Burkhardt und Arnd Garsuch mussten sich dem Duo von Rotation Berlin mit zwei Sekunden geschlagen geben, lagen aber sechs Sekunden vor dem dritten Doppelzweier aus Österreich. Im Doppelzweier C rangen Peter Gärtner und Arnd Garsuch bis zum letzten Schlag um Rang zwei. Nachdem die Briten Humphrey und Martin sich früh vom Feld lösen konnten und in 3:29,14 Minuten siegten, sicherten sich Gärtner/Garsuch im dicht gedrängten Fünfer-Verfolgerfeld den Silberrang.

Im Doppelvierer ohne Steuermann B hatten Lars Seibert, Andreas Kabs, Ralf Burkhardt und Arnd Garsuch gleich zwei ganz harte Nüsse zu knacken, was leider nicht gelang. Rang drei in der sehr guten Zeit von 3:10,01 Minuten hinter Dynamo Moskau und dem Doppelvierer vom Ratzeburger RC mit Thomas Lange an Bord lautete das Ergebnis, die weiteren Booten lagen über eine Länge zurück. Ein starkes Rennen lieferte auch der Doppelvierer C mit Lars Seibert, Andreas Kabs, Peter Gärtner und Harald Schwager ab. Erneut hieß der Sieger Dynamo Moskau, doch direkt dahinter auf Rang zwei das Speyerer Boot. Bis zur Streckenhälfte konnte das Speyerer Quartett den Russen Paroli bieten, mussten dann allerdings etwas abreißen lassen, hatten die Verfolger jedoch jederzeit gut im Griff. Im Doppelvierer D gab es in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau für Andreas Kabs und Harald Schwager mit den Mannheimern Thomas Dresel und Lutz Fiedler einen vierten Rang.

Achter D kurz vor dem Ziel:

Im Achter C ruderte die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Peter, Martin und Ottmar Gärtner, Ralf Burkhardt, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Thomas Dresel gesteuert von Silke Pattloch in einem sehr schnellen Lauf in 3:06,68 Minuten auf Platz vier, es siegte einmal mehr Dynamo Moskau. Im Achter D mussten sich Ralf Burkhardt, Frank Durein, Peter, Martin und Ottmar Gärtner, Harald Schwager, Thomas Dresel und Lutz Fiedler gesteuert von Silke Pattloch mit dem Mastersruderclub Berlin/Rüdersdorfer RV/RC Hamm um die Olympiasieger von 1988 in Seoul auseinandersetzen. In einem hart umkämpften Rennen kamen die Speyerer bis auf 1,5 Sekunden an das führende Boot heran und wurden zweite mit sechs zehntel Sekunden Vorsprung auf die drittplatzierten einer norddeutschen Renngemeinschaft. Die weiteren Achter lagen weit zurück.

„Mit den guten Ergebnissen des Saisonhöhepunktes sind wir sehr zufrieden, hätten aber auch ohne dass uns die Russen so häufig den Sieg wegschnappten eine auf hohem Niveau ausgetragene Regatta erlebt“, sagten mit einem Augenzwinkern die  Masters der RG Speyer. Foto: RGS

28.07.2014


Elias Dreismickenbecker Vierter bei der Weltmeisterschaft

Von Angelika Schwager

Varese- Bei der Weltmeisterschaft  der U23-Ruderer war im Leichtgewichts-Männer-B-Doppelvierer Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer) mit Jan-Frederic Schwier (Berlin), Florian Roller (Stuttgart) und Roman Acht (Limburg) am Start über die 2000-Meter-Distanz im italienischen Varese.

Im Endlauf kam der deutsche Doppelvierer gut aus dem Start und lag nach 500 Metern an zweiter Stelle hinter Frankreich gefolgt von Dänemark.  Bei Streckenhälfte zog Italien an den Dänen vorbei, konnte aber nicht an die beiden führenden Boote heranrudern. Bei 1500 Metern, Frankreich führte weiterhin, zog Italien auch am Quartett um Elias Dreismickenbecker vorbei und verdrängte die Deutschen auf Rang drei. In einem harten Finish schob sich dann auch Dänemark noch am deutschen Doppelvierer vorbei und schnappte Elias Dreismickenbecker die Bronzemedaille weg. Auf Rang fünf folgte Zypern.

„Nach seinem Sieg im Doppelvierer bei den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg hat Elias Dreismickenbecker mit dem vierten Platz bei der WM einen weiteren großen Erfolg als Junior A-Ruderer (17/18 Jahre) im Männer-B-Nationalteam (19-23 Jahre) landen können“, zeigte sich die Speyerer Ruderfamilie stolz.

28.07.2014


Toller Sport bei der 7. Speyerer Kirchbootregatta

"Engelchen" bringt "Männerlauftreff" ins Halbfinale:Nikolaus-von-Weis-Gymnasium ist 1. Stadtmeister im Kirchboot Schülerrudern – „Irish Pub“ wiederholt Vorjahreserfolg

Von Angelika Schwager

Speyer- Die 7. Speyerer Kirchboot-Regatta über die 200-Meter Strecke im Floßhafen beim Bootshaus der Rudergesellschaft Speyer lockte in diesem Jahr erneut 24 Teams in den Wettbewerb. Erneut konnten deutlich mehr als 500 Zuschauer begrüßt werden. Eindeutig im Zentrum der Veranstaltung stand wie in den Vorjahren erneut Spaß und Vergnügen für die jeweils 14-köpfigen Teams. Außerdem stand erstmals die Speyerer Kirchboot-Stadtmeisterschaft der Schüler mit im Programm.

Um jedem Team die gleiche Chance und die gleiche Herausforderung zu geben setzte die Regattaleitung auf das bewährte Reglement. Dabei bestreitet jedes Team zwei Läufe, je einen im „Salier“ dem Kirchboot der RGS und im „Wikinger“ dem Kirchboot der Karlsruher Ruderer mit wechselnden Gegnern. Beide Boote stellten unterschiedliche technische Herausforderungen an die Mannschaften. Die vier zeitschnellsten Boote, dabei wurden die Laufzeiten aus beiden Rennen addiert, zogen ins Halbfinale ein und ruderten die beiden Finalisten aus.  Gesteuert wurden die Teams von erfahrenen RGS-Ruderern. In den 24 Vorläufen wurden bei bestem Rheinwasserstand mit erfreulicher Bahnbreite, vor 14 Tagen sah es aufgrund des niederen Rheinwasserstands eher noch nach einer Absage der Regatta aus, die Kräfte gemessen.

Bevor die Crews mit viel Elan, Motivation, Spaß und vor allem aber Teamgeist die Vorläufe absolvierten, mussten sie vertreten durch ihren Obmann den Regattaschwur leisten, „immer sportlich fair zu kämpfen“. Auf die Aufforderung nun den jeweiligen Kampfruf erschallen zu lassen fiel die Volksbank-Mannschaft auf, die ihren Arbeitgeber gut vertrat und „150, 150, 150“, in Anlehnung an den gefeierten 150. Geburtstag des Bankinstitutes, rief. Bravo! Es gab sehr viele Sieger: die meisten Mannschaften konnten mindestens einen Vorlaufsieg auf ihrem Konto verbuchen, die Laufzeiten gegenüber dem Vorjahr verbessern oder beim Erststart im zweiten Lauf schon zu einer deutlich verbesserten Harmonie im Boot finden. Außerdem gab es ein bisher nie dagewesenes Novum im Lauf „Physiotherapie Richter“ gegen die „Volksbank“ gab es zwei Sieger, ein totes Rennen. Beide Mannschaften benötigten in diesem hart umkämpften Rennen exakt 48,51 Sekunden, damit die sechstschnellste Laufzeit in allen Vorläufen.

Für das Halbfinale qualifizierten sich das Volksbank-Team, die Mannschaft des „Männerlauftreff“, die Recken des „Irish Pub“ und die Mixed-Mannschaft des Diakonissenkrankenhauses. Auf dem unglücklichen fünften Platz landete die mit dem Kampfruf „Mahlzeit, Mahlzeit, Mahlzeit“ angetretene Mannschaft der Stadtverwaltung. In den Halbfinals wurde hart gekämpft und jede Mannschaft konnte im direkten Vergleich einen Sieg erringen. Aus der Zeitsummation setzte sich das „Irish Pub“ gegen den Männerlauftreff“ durch und die „Volksbank“ hatte die Nase gegen die „Diakonissen“ vorn. Beide Teams konnten dann je einen Finallauf, auch hier wurden die Boote getauscht, für sich entscheiden. Gesamtsieger aufgrund der besseren Gesamtzeit wurde wie im Vorjahr die Mannschaft des „Irish Pub“.

SchülerrennenDie erste Speyerer Kirchbootstadtmeisterschaft der Schüler entschied das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium mit einer guten Sekunde Vorsprung vor dem Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium für sich. Es folgten das Gymnasium-am-Kaiserdom und die Edith-Stein-Realschule, die auch die Juniorinnen-Wertung gewann. Außerdem waren die Schülerinnen in ihren Hawaii-Kostümen am originellsten gekleidet. Die Gesamtzeit setzte sich zusammen aus den Wasserzeiten, dabei gab es für die im „Salier“ rudernden Mannschaften einen Zeitbonus und dem Durchschnitt der vier schnellsten 200m Ruder-Ergometerzeiten.

Nach einem sportlich fairen Wettkampftag, der aufgrund der brütenden Hitze mit mehr als 36 Grad extreme Herausforderungen an die Sportler stellte, endete die 5. Speyerer Kirchbootregatta mit der Siegerehrung durch den Ersten Vorsitzenden Alfred Zimmermann für die Teams und die Steuerleute. Die Auszeichnung des originellsten Teams 2014 war erneut sehr schwierig, fiel aber originellstes Team "Tyco":eindeutig zugunsten der Mannschaft von Tyco aus, die allesamt als Musketiere angetreten waren. In der Gesamtwertung landete Tyco auf dem sehr guten sechsten Platz. Die „Diakonissen“ durften sich nicht nur über die Halbfinalteilnahme freuen, sondern auch über den Pokal für das beste Mixed-Team. Die Kirchbootmannschaft der Sparkasse, fühlte sich im mit „Sparkasse“ gebrandeten „Salier“ sehr wohl und holte den Pokal des besten Damen-Teams.

Der größte Dank geht an die RGS-Familie ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer hätte dieses Großereignis nicht bewältigt werden können. Besonderer Dank geht an Kirsten Lauer, Karin Lischer sowie Sabine und Robert Gard für die „Organisation an Land“ und an die Regattaleitung um Tim Lauer und Felix Gard mit ihren Rennruderkollegen, die stets den Überblick behielten. Viel Spaß hatten auch die Steuerleute, allesamt langjährig erfahrene Ruderer, mit dem Engagement und der Motivation ihrer Teams. Nicht vergessen werden darf Frank Becker, der sich um Bootsschäden kümmerte und so „Regattapausen“ zu vermeiden half. Die beiden Regattakommentatoren Stefan Alfter und Angelika Schwager setzten die Zuschauer zu jedem Zeitpunkt perfekt ins Bild.   

Auch 2015 werden sicher wieder viele Mannschaften teilnehmen wollen, wie dieses Jahr werden es nicht alle schaffen, da das Teilnehmerfeld auf 24 Mannschaften begrenzt ist. Wir sind schon heute gespannt wer das Rennen um die Möglichkeit zur Teilnahme an der 8. Auflage der Kirchboot-Regatta 2015 gewinnt. Foto: RGS

21.07.2014


Elias Dreismickenbecker auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

Elias im Bug (ganz links)Von Angelika Schwager

Speyer- Nach seinem Sieg im Doppelvierer bei den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg an der Havel galt Elias Dreismickenbecker als heißer Anwärter auf einen Platz im Nationalteam, um die deutschen Farben bei der Weltmeisterschaft Ende Juli in Italien zu vertreten. Er hat es geschafft. Es kann schon als (kleine) Sensation gelten, dass Elias Dreismickenbecker als Junior A-Ruderer (17/18 Jahre) im Männer B-Nationalteam (19-23 Jahre) starten wird.

Elias Dreismickenbecker hat es geschafft und ist ins Nationalteam berufenIn den ersten beiden Juli-Wochen, direkt im Anschluss an die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft, fand das Training des Leichtgewichts-Männer-B-Doppelvierer in Limburg unter Leitung von Trainer Dietmar Langusch. Nachdem nach der ersten Woche der Selektionsprozess beendet war stand Besetzung endgültig fest: Elias Dreismickenbecker (RG Speyer), Jan-Frederi Schwier (Berlin), Florian Roller (Stuttgart), Roman Acht (Limburg). Nach zwei Wochen war der Trainer mit der Entwicklung sehr zufrieden: das Team hat den Vierer gemeinsam "zum Laufen" und den Schlag auf einen Nenner gebracht. Die extremen Trainingsumfänge von jenseits 220 km/Woche hat das Quartett inklusive Leistungsstandüberprüfung gut überstanden. Abgesehen von kleinen „Highlights“, wie eine Stadtbesichtigung, liefen die Tage im Grunde immer gleich ab: trainieren - essen - trainieren - essen - trainieren usw.

Elias (ganz links) mit seinem TeamSeit dem Wochenende trainiert die Mannschaft den Doppelvierer in Ratzeburg gemeinsam mit dem Rest des Nationalteams. In den letzten Tagen wurden viele Belastungen gegeneinander gefahren. Dabei war der noch junge Vierer im Nationalteam ganz vorn dabei, das zeigt dass das Training wirkt und in die richtige Richtung gegangen ist. In den nächsten Tagen wird nun etwas lockerer trainiert, da es in einer Woche bereits los geht. Bei der Weltmeisterschaft in Varese werden die härtesten Gegner für den "leichten" Doppelvierer aus Italien, Dänemark, Frankreich und Zypern kommen. Am kommenden Sonntag macht sich die Nationalmannschaft auf den Weg nach Varese, damit bleiben drei Tage Zeit um sich an die lokalen Bedingungen anzupassen. "Dann werden wir so richtig reinzuhauen!" gibt sich Elias Dreismickenbecker zuversichtlich. Foto: RGS

18.07.2014


Vier Siege bei German Masters Open für die RG Speyer

Dreifach Sieger Lars Seibert nach der Ehrung im EinerVon Angelika Schwager

Offenbach- Der Main bei Offenbach erwies sich für die aktiven Masters-Ruderer der RG Speyer bei der 15. German Masters Open als sehr ergiebig. Gleich vier German Masters-Erfolge waren in den Bootsgattungen Einer, Doppelzweier und Achter zu verzeichnen. Nicht nur der Himmel öffnete hin und wieder seine Schleusen, sondern auch der Schleusenwärter oberhalb der Regattastrecke musste aufgrund des starken Regens der vergangenen Tage immer wieder Wasser an der Staustufe in den Main geben. Damit ergaben sich über die 1000-Meter-Distanz sehr schnelle Laufzeiten.

Als Erster ging Lars Seibert im Masters A-Einer (Mindestalter 27 Jahre) auf die Strecke und zeigte gleich, dass er auch in diesem Jahr nach dem World Masters Erfolg des Vorjahres, wieder gut in Form ist. Lars Seibert durfte einen klaren Start-Ziel-Sieg verbuchen, auf den Rängen folgten Offenbach und Frankfurt.Seibert/Kabs kurz vor dem Ziel, nur Mannheim kann folgen Im Masters B-Doppelzweier (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) mit Andreas Kabs lag dann extrem harte Arbeit vor dem Speyerer Duo. Der Mannheimer RC ließ sich einfach nicht abschütteln und blieb hart am Speyerer Boot. Nach 3:03,25 Minuten hatten Siebert/Kabs den Sieg gesichert und Mannheim in 3:04,10 Minuten das kürzere Ende für sich. Die Drittplatzierten von der RG Kassel waren 3:13 Minuten unterwegs. Im Masters E-Doppelzweier (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) starteten in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau erstmals Frank Durein und Thomas Dresel gemeinsam und ruderten hinter dem Limburger ClfW gleich auf Rang zwei.

Masters-D-Achter legt vom Siegersteg abEinen klaren ein Längen Sieg sicherte sich in 2:48 Minuten der Masters D-Achter (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) der Renngemeinschaft RG Speyer/ Ludwigshafener RV/Mannheimer RG Rheinau vor dem Team aus Koblenz/Hersfeld /Offenbach/Lübeck/Saarbrücken. Die Speyerer Martin, Ottmar und Peter Gärtner, Frank Durein und Harald Schwager mit Jürgen Hock aus Ludwigshafen sowie Thomas Dresel, Lutz Fiedler und Steuerfrau Silke Pattloch aus Mannheim erwischten keinen guten Start setzten sich aber dennoch bald an die Spitze, bauten den Vorsprung bis etwa zur Streckenhälfte auf eine Länge aus und kontrollierten dann das Rennen.Masters-C-Achter nach der Ehrung Im Masters C-Achter (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) war dann die Crew an Bord, die im Vorjahr in Varese bei der World Masters Regatta siegte, gesteuert von Silke Pattloch aus Mannheim wollten  Ralf Burkhardt, Martin, Ottmar und Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs Harald Schwager und Lars Seibert für die RG Speyer einen weiteren Sieg erringen. Es bedurfte eines harten Kampfes bis nach 2:38 Minuten in einem extrem schnellen Rennen der erste Rang gesichert war. Nur eine knappe Sekunde hinter Speyer folgte die Renngemeinschaft Mannheimer RC/Wormser RC.

„Jetzt können wir mit den vier Siegen im Gepäck beherzt in die letzten Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt die Euro-Masters-Regatta, die in 14 Tagen in München stattfindet, gehen“, zeigten sich die Speyerer Masters optimistisch. Foto: RGS

14.07.2014


Julia Hoffmann räumt bei der IDHM in Hannover ab

Von Angelika Schwager

Julia Hoffmann räumt ab

Hannover- Nach Silber und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften in der vergangenen Woche gelang Julia Hoffmann von der Rudergesellschaft schon der nächste Coup. Bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften war Julia Hoffmann über die 1000-Meter-Distanz auf dem Maschsee in Hannover gleich in drei Bootsgattungen am Start und sicherte sich drei Medaillen: Eine aus Gold und zwei aus Silber.

Im Frauen-Doppelzweier war Julia Hoffmann mit ihrer langjährigen Partnerin in dieser Bootsklasse Selina Glaser, Binger RG, am Start. Das Duo, für die Uni Heidelberg unterwegs, harmonierte gewohnt und setzte schon im Vorlauf mit dem zweiten Platz in 3:53,79 Minuten nur knapp hinter Tübingen ein erstes Ausrufezeichen im vollen Sechs-Boote-Feld. Der zweite Platz im Vorlauf vermied den kräftezehrenden Hoffnungslauf und sicherte den direkten Finaleinzug. Im Finale lief es ebenfalls rund. Die zweite Zielhupe ertönte für Hoffmann/Glaser und die erste Silbermedaille war gesichert.

Aufgrund der großen Meldefelder musste der Vorlauf im Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau gleich mit sieben Booten über die Bühne gehen. Davon ließen sich Julia Hoffmann, Karolina Farr, Johanna Te Neues und Lea Kühne nicht erschrecken. Das Quartett erschreckte schon im Vorlauf vielmehr die Gegnerinnen, in 3:28,91 Minuten sprang ein klarer Sieg heraus. Lediglich die Bremerinnen in 3:30,85 Minuten konnten einigermaßen folgen. Im Finale waren es dann die Münsteranerinnen, die noch am ehesten dem Quartett um Julia Hoffmann folgen konnten. 3:37,62 Minuten lautete die Zeit mit der Julia Hoffmann ihr erstes Gold gewann und das gleich im prestigeträchtigen Doppelvierer, drei Sekunden vor den zweitplatzierten aus Münster.

Im Achterfinale folgte dann ein Kampf auf Biegen und Brechen um Gold. Hier setzte sich letztlich das eingefahrene Boot aus Münster in 3:38,24 Minuten durch. Knapp geschlagen, mit einer Laufzeit von 3:39,04 Minuten, folgte der Renngemeinschafts-Achter um Julia Hoffmann. Hannover lag über eine Länge zurück auf dem Bronzerang, eine weitere Länge dahinter Hamburg dann Bremen.

„Dass wir gleich nach dem großen Erfolg bei den „Deutschen“ schon wieder Gold und zwei Mal Silber beklatschen dürfen freut uns riesig. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, freuten sich die daumendrückenden Rennruderer in Speyer.

07.07.2014


RG Speyer mit zwei Deutschen Meistern

Deutsche Meisterin Alicia Bohn bei ihrer EhrenrundeVon Angelika Schwager

Havel- Die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer um Trainer Martin Gärtner brachten von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Brandenburg, Havel, tolle Platzierungen mit zurück nach Speyer. Beim Meisterempfang durften die Gratulanten gleich zwei Mal Gold, einmal Silber, einmal Bronze, zwei siebte Plätze und einen dritten Platz im Hoffnungslauf beklatschen.

Doch im Einzelnen. Elias Archinger, noch vor Kurzem durch eine Verletzung aus der Bahn geworfen, kämpfte sich zurück und wurde damit von Trainer Martin Gärtner mit der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Junior.-Einer A belohnt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut mithalten kann, immerhin war es erst meine zweite Teilnahme an einer sehr großen Regatta. Am meisten hat mich gefreut, dass meine Gegner nach dem Hoffnungslauf doch überrascht waren, dass ich so gut gerudert und ihnen so nahe gekommen bin“, kommentierte Elias Archinger. Mit Rang drei im Hoffnungslauf ruderte Elias Archinger knapp am Halbfinale vorbei. Auch Marvin Degen zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden. Er war mit Paul Becker, RG Treis-Kaden, kurzfristig wieder vom Einer in den „geliebteren“ leichten Zweier-ohne der Junioren A umgestiegen. Nach einem gut geruderten Vorlauf fehlten im Hoffnungslauf, mit Rang drei nur Deutsche Meisterin Alicia Bohndas notwendige Quäntchen Glück um ins A-Finale vorzudringen. 1,1 Sekunden trennten Marvin Degen und Partner Paul Becker vom RV Kurhessen-Cassel nach extrem hartem Kampf über die 2000-Meter-Strecke, der viertplatzierte Vegesacker RV lag elf Sekunden zurück. „Wenn mir jemand vor vierzehn Tagen gesagt hätte, dass wir den siebten Platz erreichen, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte Marvin Degen nach der Rückkehr. Einen weiteren siebten Platz gab es für Elias Dreismickenbecker, der als 18-jähriger A-Junior in der höheren Klasse dem leichten Männer-Einer B unterwegs war. Nach klarem Vorlaufsieg, lief es im Halbfinale mit Rang vier nicht optimal. Um drei zehntel Sekunden schrammt Elias Dreismickenbecker hinter Malte Scharf, RC Tegel, am A-Finale vorbei. Im B-Finale sahen die Zuschauer wieder einen gewohnt souveränen Elias Dreismickenbecker, er ruderte vom Start weg der Konkurrenz davon, führte über die gesamte 2000-Meter-Distanz und lag im Ziel 6,5 Sekunden vor dem zweiten Gregory Schaltegger, Ratzburger RC.

Im Juniorinnen-Einer B lag die Bürde der Favoritin auf Alicia Bohn, deren „ÜberholverBoot“ über die Saison funktioniert hatte. So auch im Vorlauf, den Alicia Bohn mit drei Sekunden Vorsprung locker gewann. Im Halbfinale gab es ein Aufeinandertreffen mit der aus der Saison bekannten Konkurrentin Leonie Menzel vom RC Germania Düsseldorf. Bis weit ins dritte Streckendrittel führte Alicia Bohn gewohnt, musste dann allerdings Leonie Menzel mit zwei Sekunden den Vortritt lassen. Im Finale drehte Alicia Bohn den Spies mit einem Start-Ziel-Sieg um und wurde Deutsche Jugendmeisterin vor der Düsseldorferin sowie Paulina Düchting, Bremer RV.

Julia Hoffmann war bei den Frauen-B sowohl im Vierer-ohne als auch im Achter unterwegs und gewann gleich zwei Medaillen: Im Vierer-ohne-Steuerfrau gab es Bronze in der Renngemeinschaft RC Potsdam/RG Leipzig/Mainzer RV/RG Speyer mit nur fünf Sekunden Rückstand auf die Siegerinnen und knappe drei Sekunden getrennt von Rang zwei. Das vierte Boot lag weitere zwei Sekunden Deutscher Meister Elias Dreismickenbecker (ganz rechts auf dem Bild (roter Brustring))zurück. Noch besser lief es im Achter: Silber für Julia Hoffmann! Über die gesamte Distanz rudert der Achter an Rang zwei, konnte die Siegerinnen nicht gefährden, baute aber auch auf die späteren Bronzemedaillen-Gewinnerinnen den Vorsprung permanent aus.

Ein ganz einsames Rennen ruderte Elias Dreismickenbecker bei seinem Titelgewinn im Leichtgewichts-Doppelvierer ohne Steuermann mit seinen Partnern Florian Roller, Roman Acht und Jonathan Rommelmann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Crefelder RC/Stuttgarter RG/ Limburger CfW. Schon bei 500 Metern hatte sich das Quartett einen Vorsprung von 1,5 Sekunden herausgerudert. Im Ziel waren es fast 3,5 Sekunden auf die Zweitplatzierten, die Dritten lagen gar fast 15 Sekunden zurück. „Am meisten freut uns, dass wir mit diesem Sieg für die Weltmeisterschaften in Varese qualifiziert sind“, berichtete Elias Dreismickenbecker. Die Weltmeisterschaften in Varese für die U23-Ruderer findet vom 23.-27. Juli statt. „Mach’s einfach den Masters nach, die den Lago die Varese im vergangenen Jahr bei der World Masters Regatta von seiner schönen Seite kennenlernten“, feuerte Vorsitzender Alfred Zimmermann den frischgebackenen Deutschen Meister schon jetzt an.

Foto: RGS, Presse

03.07.2014


Sieben Siege beim Ulmer Donaucup errudert

Ernestine ArchingerSieben Siege beim Ulmer Donaucup errudert

von Angelika Schwager

Ulm- Beim Ulmer Donaucup über die Sprintdistanzen von 500 und 250 Meter sicherten sich die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer sieben Siege auf der Donau. Neun zweite, ein dritter und ein vierter Platz komplettierten das Bild.

Die ersten Siege im Einer sicherte sich Ernestine Archinger. Sie konnte sich ihrer Gegnerinnen über beide Sprintdistanzen technisch sauber rudernd gut erwehren. Über 500 Meter kam Sophia Lorch vom RC Nürtingen als Zweite ins Ziel, über die kurze Strecke Ulm.

Elias Kolbenschlag trat über die 250 Strecke im Junior-Einer A an und lieferte ein beherztes Rennen ab, das ihn hinter dem RV Esslingen knapp geschlagen auf Platz zwei brachte. Nürtingen und Ulm lagen deutlich zurück. Im Junioren-Doppelzweier A hatte die RG Speyer gleich zwei Boote am Start. Über 500 Meter siegten Moritz Durein und Elias Kolbenschlag ebenso souverän vor Waldsee und Überlingen wie über die 250 Meter-Strecke. Louis Ebermann und Philipp Nowicki taten sich gegen die zweimaligen Sieger vom RV Esslingen/Stuttgart-Cannstatter RC schwer und wurden über 500 Meter Dritte hinter Ulm, drehten das Rennen über 250 Meter und kamen als zweites Boot vor Ulm ins Ziel.

Teresa Claus erruderte sich im Leichtgewichts-Frauen-Einer A über 500 Meter einen guten zweiten und über 250 Meter den vierten Platz.

Im Männer-Einer A war Tim Lauer unterwegs, er zeigte zwei kampfbetonte Rennen, musste jedoch über beide Distanzen Mathias Mages von der Stuttgarter RG den Sieg überlassen und kam als zweites Boot über die Ziellinie. Besser lief es über 500 Meter im Männer-Doppelzweier A hier sicherte sich Tim Lauer mit Junior Philipp Nowicki den Sieg vor dem Mannheimer RV Amicitia. Über 250 Meter kamen die beiden Speyerer nicht am Boot aus Waiblingen vorbei und wurden Zweite.

Im Masters-Doppelzweier lieferten sich Ralf Burkhardt und Lars Seibert über die gesamte 250-Meter-Strecke einen harten Bord-an-Bord Kampf, hatten im Ziel den Bugball allerdings knapp hinter den altbekannten Gegnern von der RG Ghibellinia Waiblingen. Im Masters-Vierer-ohne Steuermann mussten sich Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs und Harald Schwager mit dem Quartett vom RV Waldsee, bis vor kurzem noch in der 2. Ruderbundesliga aktiv, auseinandersetzen. An beiden Tagen lief der Speyerer Vierer optimal und sicherte zwei Siege. „Über die 250 Meter-Strecke konnten wir die Schlagzahl immer über 47 Schläge pro Minute halten“, war Schlagmann Peter Gärtner begeistert. In einem frei vereinbarten Rennen, da sowohl der Männer-Achter vom RV Waldsee/RV Mannheim/RG Waiblingen und der Masters-Achter der RG Speyer ansonsten nicht hätte starten können, traten die beiden Achter gegeneinander an. Ernestine Archinger, erhielt ihre Feuertaufe als Steuerfrau des Achters, sie steuerte ihre „Jungs“ souverän. Mit lediglich knapp sieben Zehntel Sekunden über 500 Meter und lediglich 27 hunderstel Sekunden Rückstand über 250 Meter boten die Speyerer den Achter-Sprintspezialisten erfolgreich die Stirn. Szenenapplaus der Zuschauer war Lohn für die zwei knappen zweiten Plätze. Die Mannschaft Frank Durein, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Lars Seibert und Harald Schwager hatte sich kurzfristig mit Tim Lauer und Philipp Nowicki verstärkt. Über 250 Meter trat anstelle von Andreas Kabs Ralf Burkhardt an.

„Das wir dem letztjährigen 2. Bundesliga-Achter-Team als Vereinsmannschaft so nahe kommen, hatte keiner von uns auch nur zu hoffen gewagt“, waren sich alle Speyerer einig.

Foto: Angelika Schwager

30.06.2014


Speyerer Ruderer bei der Kühkopf-Regatta erfolgreich

Frank Durein rudert auf den zweiten Platz - Mannschaft generell erfolgreich

Von Angelika Schwager

Darmstadt- Bei der Langstreckenregatta des RC Neptun Darmstadt „Rund um den Kühkopf“ waren gleich drei RGS-Boote am Start. In diesem Jahr gab es wegen Niedrigwasser und Verkrautung im Altrhein eine geänderte Streckenführung – nach einer 6,5 km langen Altrheinfahrt ging es noch 3 km rheinabwärts und danach die gleiche Strecke wieder zurück. Die 19 Kilometer-Strecke stellte insbesondere für die Einer-Ruderer eine große Herausforderung dar, da der Schiffsverkehr gerade durch die Motorboote immer wieder für sehr unangenehmen Wellenschlag sorgte.

In den vier Bootskategorien Einer, Zweier, Dreier und Vierer gibt es jeweils nur einen Sieger. Die gewerteten Zeiten aller Starter werden in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht durch Multiplikation der geruderten Zeit mit einem Handicap-Faktor ermittelt.

Frank DureinSo ruderte Frank Durein als drittältester Teilnehmer im Feld im Einer die mit Abstand schnellste Zeit von 1:30,49 Stunden. Sein Handicap-Faktor lautete 0,9, so dass eine gewertete Zeit von 1:21,44 Stunden in die Wertung kam. Obwohl der älteste Teilnehmer Erich Alka, RC Neptun Darmstadt, 1:47,39 Stunden unterwegs, brachte ihn sein Handicap von 0,74 auf eine gewertete Zeit von 1:19,40 Stunden. Damit verdrängte er Frank Durein auf den tollen zweiten Platz. Erstmals im Einer nahm auch Reinhold Eppel teil, er kam mit seiner gewerteten Zeit von 1:33,53 Stunden auf den sechsten Platz.

Im Doppelvierer mit Steuermann waren die erfahrenen Langstrecken-Ruderer Norbert Herbel, Klaus Disqué, Dieter Guhl und Ralf Mattil, gesteuert von Ulrike Durein, unterwegs. Die ersten beiden Boote vom Karlsruher RK Alemannia und RG Nassovia Höchst/Nied setzten sich mit Zeiten von 1:17 Stunden weit vom Feld ab. Alle Boote von Platz 3 bis 15 lieferten eine geruderte Zeit etwa 1:30 Stunden ab. Das Speyerer Quartett benötigte exakt 1:32,32 Stunden und kam mit dem Handicap von 0,8975 auf eine Wertungszeit von 1:23,03 Stunden und damit auf den guten zehnten Platz unter den zweiundzwanzig teilnehmenden Booten.

Text und Foto: Angelika Schwager

23.06.2014


Julius Gard für Bundesentscheid qualifiziert

Von Angelika Schwager

Saarburg- Beim Landesentscheid Rheinland-Pfalz der Nachwuchsruderer in Saarburg waren Julius Gard und Joel Große von der Rudergesellschaft Speyer am Start. Für die 14-jährigen Jungen ging es beim Rennen über die 3000-Meter-Distanz mit Wende bei Streckenhälfte auch um die Qualifikation für den Bundesentscheid.

Julius Gard und Joel Große

Im Leichtgewichts-Jungen-Einer bewältigte der bereits rennerfahrene Julius Gard die Langstrecke in 15:37 Minuten, ruderte damit hinter dem RV Bernkastel und dem Mainzer RV auf Rang drei und Qualifiziert sich für den Bundesentscheid. Weniger glücklich verlief das Rennen von Joel Große im Jungen-Einer. In 16:43 Minuten kam er auf Rang vier, verpasste damit die Qualifikation, nachdem er durch Zurufe zunächst zu früh wendete und durch erneute Wenden zu viel Zeit verlor. Foto: RGS

17.06.2014


Speyerer Ruderer bei der Internationalen Ratzeburger Ruderregatta

Julia Hoffmann und Karoline FarrVon Angelika Schwager

Ratzeburg-  Bei der 55. Internationalen Regatta in Ratzeburg durften Elias Dreismickenbecker und Julia Hoffmann die Farben der Rudergesellschaft Speyer vertreten. Die letzte Speyerer Teilnahme über die 2000-Meter-Distanz auf der Acht-Bahnen-Strecke des Küchensees liegt viele Jahre zurück.

Mit ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV ging Julia Hoffmann an den Start des Frauen-Zweier-ohne Steuerfrau. Das noch junge Duo ruderte nur eine knappe Länge hinter den Polinnen bei starkem Gegenwind und widrigen Bedingungen auf den fünften Platz. Es siegte der norwegische Zweier. Am zweiten Tag wäre beinahe der dritte Platz geglückt, den Julia Hoffmann und Karolina Farr bis zur Streckenhälfte hart verteidigten, dann allerdings ganz knapp hinter der Renngemeinschaft Kettwiger RV/RV Emscher Wanne-Eickel-Herten zurückfielen. Im Ziel lag das fünftplatzierte Boot aus Bremen und Bremerhaven deutlich zurück. Es siegte erneut Norwegen. Im Frauen-Vierer-ohne Steuerfrau ging die Renngemeinschaft RC Potsdam/Mainzer RV/SC DHfK Leipzig/RG Speyer mit Jessika Fuhr, Antonia Eidam, Karolina Farr und Julia Hoffmann als sechstes Boot über die Ziellinie.

Im leichten Männer-Doppelvierer ohne Steuermann hatte sich Elias Dreismickenbecker als Junior einen Platz durch beständige Trainings- und Saisonleistungen erarbeitet. Schon das war noch vor dem Start ein großer Erfolg für den jungen Speyerer. Ein weiterer Erfolg folgte auf dem Wasser. An beiden Regattatagen ruderte Elias Dreismickenbecker auf Rang vier und saß im schnellsten Boot der U23-Altersklasse. Es siegte jeweils Dänemark vor der Renngemeinschaft Mainzer RV/RV Saarbrücken/RC Havel Brandenburg/RG Wetzlar und Dänemark II. Die fünftplatzierten Norweger konnten nicht um die ersten drei Plätze mitrudern. Foto: RGS

15.06.2014


Elias Kolbenschlag siegt vier Mal auf der Lahn

von Angelika Schwager

Gießen- Bei tropischen Temperaturen absolvierten die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer ein anspruchsvolles Dreitagesprogramm bei der Gießener Pfingstregatta und fischten insgesamt sechs Siege aus der Lahn, dazu gab es sieben zweite und vier dritte Plätze. Der Coup gelang Elias Kolbenschlag der gleich vier Mal am Siegersteg anlegen durfte. An den ersten beiden Regattatagen ging es über die 1000-Meter-Distanz, das verlangte den Athleten bei Temperaturen weit über dreißig Grad alles ab. Am dritten Tag wurde dann über die 350-Meter-Distanz gesprintet.

Im Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre) zeigte Ernestine Archinger technisch saubere Rennen und kam an allen drei Tagen jeweils auf den dritten Platz. Mit drei verschiedenen Partnern gab es auch in der Doppelzweier-Mixed-Konkurrenz immer konstante Ergebnisse. Jeweils in der Alterskategorie A (17/18 Jahre) gingen Louis Ebermann, Elias Kolbenschlag und im Sprint Moritz Durein mit Ernestine Archinger an den Start und holten ausschließlich zweite Plätze.

Im Junior-Doppelzweier A gelang Elias Kolbenschlag mit Moritz Durein ein Sieg mit mehr als einer Länge Vorsprung auf den Marbacher RV. Über die Sprintstrecke gab es für das Duo dann Rang zwei. Sichere Beute für die Speyerer wurden dann auch die beiden Rennen des Junior-Doppelvierers. Mit Moritz Durein, Louis Ebermann, Elias Kolbenschlag und Lukas Zimmermann an Bord gelangen zwei deutliche Siege vor dem Marbacher RV. Über die Sprintdistanz passierte den Speyerern dann das Missgeschick der Ruderer schlechthin, in Führung liegend „fingen sie einen kapitalen Krebs (darunter versteht der Ruderer das Einscheren des Blattes unter Wasser) und kamen als Zweite in Ziel. Ebenfalls im Junior-Doppelvierer A verstärkte Elias Archinger kurzfristig den Doppelvierer der Binger RG und wurde drittes Boot. Den abschließenden Höhepunkt für die Junioren setzte dann Elias Kolbenschlag der im Junior-A-Einer vor dem Mühlheimer RV zu seinem vierten Sieg sprintete.

Im Masters-Einer E (Mindestalter 55 Jahre) ging Frank Durein die 1000-Meter-Strecke gewohnt beherzt an, führte bis etwa 600 Meter und musste dann Manfred Stratthaus vom RV Hellas Offenbach vorbeiziehen lassen. Die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Schlagmann Peter Gärtner, Ottmar Gärtner, Harald Schwager und Thomas Dresel startete im Masters-Doppelvierer in der jüngeren Kategorie und machte der RG Kassel das Leben schwer, musste aber letztlich abreisen lassen und kam weit vor Gießen als zweites Boot ins Ziel. Über die Sprintdistanz ruderten Andreas Kabs und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier D einen nie gefährdeten Sieg in 1:04,99 nach Hause. Aufregung gab es dann nochmal im Masters-Doppelvierer mit Andreas Kabs, Thomas Dresel, Ralf Mattil und Harald Schwager an Bord, nach einem tollen Startspurt versteuerte der Doppelvierer und wurde vom Schiedsrichter stark korrigiert. Den zwischenzeitlichen Blattverlust von Schlagmann Andreas Kabs, kompensierte Thomas Dresel durch ein „jetzt ab“. Mit deutlichem Vorsprung gelang so noch der Sieg, der auch der erste für Sprintnovize Ralf Mattil war. Foto: RGS

10.06.2014


DRV-Regatta unter keinem guten Stern

von Angelika Schwager

Hamburg- Die zweite DRV-Junioren-Regatta und der letzte große Test vor den Deutschen Jugendmeisterschaften stand unter keinem guten Stern für die Junioren der Rudergesellschaft Speyer. Trainer Martin Gärtner musste nachdem bei der letzten Regatta in Köln schon Elias Archinger verletzt ausgefallen war, dieses Mal auch Favoritin und Siegerin aller in dieser Saison geruderten Regatten Alicia Bohn kurz vor Hamburg krankheitsbedingt abmelden. „Das war die einzig mögliche Entscheidung, damit Alicia zu den Jugendmeisterschaften wieder ihr volles Potential abrufen kann“, kommentierte der Trainer den Ausfall.

So verblieb ausschließlich Marvin Degen, der im Junioren-Einer A in die Rennen zur bundesdeutschen Rangliste ging. Wie schon in Köln stellte sich Marvin Degen der „schweren“ Konkurrenz, um nicht vor der Regatta für seinen angestammten Leichtgewichts-Einer „Gewicht machen zu müssen“.

Im seinem ersten Rennen zur Rangliste traf Marvin Degen gleich auf einen der Favoriten Philipp-Andre Syring vom RC Magdeburg, der den Vorlauf gewann und später dritter der Rangliste wurde. Marvin Degen kämpfte stark kam aber trotz gutem Endspurt nicht mehr an Heiko Salewski, Berliner RC vorbei und wurde Fünfter in 7:35,99 Minuten. Auch der Zwischenlauf brachte keine Besserung: Platz sechs und damit der Startplatz im F-Finale. Mit dem Sieg im F-Finale mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf Ayko Lorenz, RU Arkona Berlin, sicherte sich Marvin Degen Platz 29 in der bundesdeutschen Rangliste der schnellsten Einer-Ruderer.

„Auf dem Weg zu den Deutschen Jugendmeisterschaften müssen wir nun sehen, dass Alicia Bohn wieder topfit wird, dann kann sie vorne mitrudern. Für Marvin Degen werden wir nun einen Platz im Mannschaftsboot anpacken“, so Trainer Gärtner kurz vor der Abfahrt aus Hamburg zurück nach Speyer.

08.06.2014


Alicia Bohn erneut Doppelsiegerin – Favoritenrolle gefestigt

Alicia Bohn bei der SiegerehrungVon Angelika Schwager

Köln- Beim zweiten großen Leistungstest des Deutschen Ruderverbandes auf dem Weg zu den Jugendmeisterschaften bei der Kölner Junioren-Regatta gab es drei Siege für die Rudergesellschaft Speyer. Leider musste Trainer Martin Gärtner aufgrund einer Verletzung Elias Archinger schon vor dem Start aus dem Rennen nehmen, sodass nur zwei Speyerer ins Regattageschehen eingreifen konnten. Alicia Bohn startete wie gewohnt im Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre), während Marvin Degen nicht in der angestammten Leichtgewichtsklasse des Junioren-Einer A (17/18 Jahre) unterwegs war, sondern bei den „schweren Jungs“ startete. „Wir wollten die trainingsintensivsten Wochen nicht auch noch durch den Stress durch Gewichtmachen belasten“, kommentierte Trainer Martin Gärtner.

Alicia Bohn musste sich mit 36 Konkurrentinnen auseinandersetzen. In ihrem Lauf zeigte sie schon auf den ersten 500 Metern, dass sie nicht willens war den Sieg zu verschenken und führte bereits hier mit zwei Bootslängen. Nach 1500 Metern im Ziel angekommen stoppte die Uhr für Alicia Bohn bei 6:15,10 Minuten, das bedeutete nicht nur mehr als zehn Sekunden Vorsprung auf die Laufzweite Johanna Grüne, Hannoverscher RC, sondern auch einen sicheren Platz im A-Finale der gesetzten Zeitschnellsten. Hier wartete ein hartes Stück Arbeit auf die Speyererin, denn Anne Bloß von der Hallesche RV Böllberg klebte auf den ersten 500 Metern wie eine Klette am Heck von Alicia Bohn. Auf dem zweiten Streckendrittel musste sie dann abreißen lassen und fiel zwei Längen zurück und machte Leonie Menzel vom RC Germania Düsseldorf auf Rang zwei Platz. Technisch erneut weiter verbessert sicherte sich Alicia Bohn dann auch in Köln mit einer Länge Vorsprung den zweiten Doppelsieg nach der Internationalen Regatta in München (wir berichteten).

Weniger erfreulich verlief das erste Rennen für Marvin Degen, der über den vierteMarvin Degenn Platz nicht hinauskam und den Sprung in die gesetzten Läufe dadurch verpasste. Im zweiten Lauf zeigte sich Marvin Degen deutlich verbessert, nahm seinen Konkurrenten schon auf dem ersten Streckenviertel eine Länge ab und siegte über die 2000-Meter-Distanz nach ständiger Führung letztlich mit exakt zwei Sekunden vor Max Weber vom RV Saarbrücken.

„Der in den letzten Rennen klar erkennbare Aufwärtstrend festigt ganz eindeutig die Favoritenrolle von Alicia Bohn, die in dieser Saison bislang ungeschlagen blieb“, freute sich Trainer Martin Gärtner schon auf die nächste Herausforderung in Hamburg, dem letzten großen Test vor den Deutschen Jugendmeisterschaften Ende Juni in Brandenburg.   

Foto: RGS

04.06.2014


Alicia Bohn düpiert Konkurrenz gleich zwei Mal

v.l.n.r. Elias Archinger, Alicia Bohn, Marvin Degen:Von Angelika Schwager

München-  Bei der Internationalen DRV Junioren-Regatta auf der Olympiastrecke in München stand die erste große Standortbestimmung der Topruderer der Rudergesellschaft Speyer auf dem Weg zu den Deutschen Jugendmeisterschaften statt. Trainer Martin Gärtner schickte drei Einer in den Wettkampf.

Für Elias Archinger war es die erste Teilnahme an einer Topregatta. Die Unerfahrenheit brachte Elias Archinger im Vorlauf des Junioren-Einer A (17/18 Jahre) gleich eine Gelbe Karte, da er zu spät am Start erschien. Über die 2000-Meter-Distanz kam Elias Archinger, nachdem er am Start zurück lag, immer besser ins Rennen und kämpfte mit Marko Hladnik vom slowenischen Nationalteam verbissen um den dritten Platz. Letztlich reichte es mit einer Sekunde Rückstand Marvin Degenzu Rang vier, es siegte der französische Nationalruderer Maxime Ducret. Im zweiten Rennen, das der slowenische Nationalruderer Tomislav Sain gewann, kam Elias Archinger nicht über den sechsten Platz hinaus. Im Leichtgewichts-Einer der Junioren A erwischte Marvin Degen den schnellsten ersten Lauf und wurde mit der insgesamt fünftschnellsten Zeit aller Starter viertes Boot. „Nachdem wir  die Verbesserungsoptionen durchgesprochen hatten, konnten wir mit dem zweiten Platz von Marvin Degen im gesetzten Rennen hinter dem RC Alicia BohnAllemania zufrieden sein“, kommentierte Trainer Martin Gärtner das Rennergebnis des zweiten Regattatages.

Im Juniorinnen-B-Einer (15/16 Jahre) musste Alicia Bohn über die 1500-Meter-Strecke zeigen was sie bei großen Regatten leisten kann. Es war Großes. Lediglich Anneke Mau vom RC Würzburg konnte das Tempo von Alicia Bohn einigermaßen mitgehen. Alicia Bohn siegte in einem weit auseinandergezogenen Feld in 5:59,38 Minuten souverän. Im gesetzten Lauf der zweitschnellsten Ruderinnen sahen die Zuschauer erneut einen klaren Sieg von Alicia Bohn, dieses Mal mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung auf die erneut zweitplatzierte Ruderin aus Würzburg. Die nachfolgenden Boote hatten zu keinem Zeitpunkt eine Chance in den Kampf um den ersten Platz einzugreifen.

„Mit den beiden Siegen hat sich Alicia Bohn für die kommenden DRV-Regatten natürlich Respekt verschafft und eine Favoritenrolle erkämpft“, war Martin Gärtner mit seiner Topathletin zufrieden. Foto: RGS

18.05.2014


Gelungener Saisonstart für die Speyerer Masters-Ruderer

Die Ruderer mit je vier Siegen, v.l.n.r. Peter Gärtner, Lars Seibert, Harald Schwager und Andreas Kabs:Von Angelika Schwager

Offenbach-  Bei der Main-Regatta über die 1000-Meter-Strecke der Offenbacher RG Undine schafften die Masters der Rudergesellschaft Speyer einen gelungenen Saisonauftakt. Aus acht Rennen brachten die Masters fünf Siege und drei zweite Plätze zurück nach Speyer.

Los ging es in den Doppelzweiern. Zuerst mussten die „Oldies“ Peter Gärtner und Harald Schwager in der AK Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre ran, lange führten sie mit der Mannheimer RG Rheinau vor Mainz, bis sich die Mannheimer im Schlusspurt auf Rang eins schieben konnten. Damit gab´s im ersten Rennen einen zweiten Platz. Am zweiten Tag sicherte sich das Duo Gärtner/Schwager bei extremen Windverhältnissen und Wellengang den Sieg. Auch das „junge“ Duo Lars Seibert und Andreas Kabs i n der AK Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre zeigten, als World Masters Sieger 2013, gleich zum Saisonbeginn, dass auch in diesem Jahr mit ihnen zu rechnen ist. Speyer siegte im Lauf eins gegen den Mannheimer RC. Am zweiten Tag folgte ein zweiter Platz hinter den noch jüngeren Ruderern vom RC Möve Grossauheim der AK 27 Jahre.

Der Doppelvierer Seibert/Kabs/Gärtner/Schwager:Im Doppelvierer taten sich die vier Speyerer Masters dann in der AK Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre zusammen und gaben der Renngemeinschaft Frankfurter RV / RV Hellas Offenbach deutlich das Nachsehen. Im zweiten Rennen hatten es die Speyerer erneut auch mit einem deutlich jüngeren Gegner aus Großauheim/Frankfurt zu tun. Speyer blieb lange dran, musste sich allerdings letztlich mit einem toll geruderten Rennen und Platz zwei zufrieden geben, die Renngemeinschaft Frankfurter RV/Hellas Offenbach aus der gleichen AK lag als Dritter weit zurück.

Zum krönenden Abschluss wurden dann an beiden Tagen die Achterrennen. Gesteuert von Ulrike Durein setzte sich der Speyerer Achter mit Peter Gärtner, Lars Seibert, Andreas Kabs, Ottmar Gärtner, Ingo Janz, Ralf Burkhardt, Frank Durein und Harald Schwager schnell deutlich ab und siegten jeweils vor der Renngemeinschaft aus Frankfurt und Offenbach.

„Dass wir insbesondere am zweiten Regattatag mit seinen extremen Wellenverhältnissen uns technisch so gut behaupten konnten“, war für die Speyerer ein guter Hinweis auf eine erfolgreich angelaufene Regattasaison. Foto: Rudergesellschaft Speyer

11.05.2014


„ÜberholverBoot“ funktioniert

v.l.: Elias Archinger, Teresa Claus, Ernestine Archinger und Alicia Bohn v.l.: Elias Archinger, Teresa Claus, Ernestine Archinger und Alicia Bohn "Der Lange und die drei Mädels"

Mannheim-  Bei der Mannheimer Frühregatta, der ersten Leistungsbestimmung der noch jungen Saison, gingen von Tim Lauer bestens betreut vier Speyerer Einer an den Start. Vier Siege, drei zweite sowie je einen vierten und fünften Platz lassen die Nachwuchstruppe der Rudergesellschaft Speyer mit Zuversicht in die nähere Regattazukunft blicken.

Elias ArchingerIhre ersten Starts, nach dem Regattaeinstieg im vergangenen Jahr, über die 1500-Meter-Distanz im Einer der Juniorinnen-B (15/16 Jahre) nutze Ernestine Archinger, um sich mit den bereits erfahrenen Konkurrentinnen zu messen. Rang vier und fünf waren die Ausbeute. Elias Archinger, ebenfalls „Großregattanovize“, zeigte im Junior-A-Einer (17/18 Jahre), dass auch ein später Einstieg ins Regattarudern erfolgreich gestaltet werden kann. Von Tim Lauer hervorragend eingestellt ruderte er zwei Mal im vollen Sechs-Boote-Feld auf den Silberrang. Im gleich tat es Teresa Claus im Leichtgewichts-Frauen-Einer-B (19-23 Jahre), in 6:31,94 Minuten ruderte sie hinter Janika Kölblin vom RV Esslingen und vor Lena Frank, Schleissheimer RC auf Platz zwei.

Alicia BohnB-Juniorin Alicia Bohn ging in ihrem neuen Einer, vor kurzem von Oma Renate Bohn auf den Namen „ÜberholverBoot“ getauft, an die ersten Starts. Im ersten Rennen, gleich in der höheren Altersklasse der Juniorinnen A, funktionierte das Überholverbot einwandfrei und mit sieben Sekunden Vorsprung gelang Sieg Nummer eins vor Eva Brünnen, RV Saarbrücken. Im Sechs-Bootefeld gab es erneut kein Vorbeikommen an Alicia Bohn, mit Sieg Nummer zwei gelang zudem der Sprung in den gesetzten Lauf der besten Ruderinnen am zweiten Regattatag. Rennen Nummer drei, erneut im Juniorinnen-A-Einer, lies Alicia Bohn dieses Mal mit neun Sekunden Vorsprung Sieg Nummer drei folgen. Vor dem vierten Rennen, dem gesetzten Lauf des Juniorinnen-B-Einers, galt es für Betreuer Tim Lauer Alicia Bohn klar zu machen, dass das Überholverbot kein Automatismus ist. Sie strafte ihn Lügen und ruderte ihr „ÜberholverBoot“ mit acht Sekunden vor der zweitplatzierten Anneke Mau, ARC Würzburg, ins Ziel.

„Die vier eindeutigen Siege von Alicia Bohn lassen uns natürlich auf gute Platzierungen bei den anstehen großen Juniorenregatten des Deutschen Ruderverbandes hoffen“, war sich das Speyerer Team einig. Text und Foto: RGS Speyer

28.04.2014


Junior Elias Dreismickenbecker überzeugt bei Deutscher Kleinbootmeisterschaft bei den Männern

Von Angelika Schwager

Köln-  Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften im Rudern in Köln schaffte Junior Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer in der Männerklasse mit dem Einzug ins B-Finale eine faustdicke Überraschung.

In Rennen eins der Deutschen Kleinbootmeisterschaften über die 2000-Meter-Distanz war zunächst jedoch Julia Hofmann mit Ihrer Partnerin Karolina Farr vom Mainzer RV im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau A am Start. Über zwei Mal Platz vier in Vor- und Hoffnungslauf startete das Duo im C-Finale und kam in einem spannenden Rennen im vollen Feld auf Rang fünf. Die Siegerinnen der Renngemeinschaft Ratzeburger RC/Bessel RC dominierten das Rennen vom Start weg, auch der zweite Platz für die Renngemeinschaft Dresdner RC/TU Dresden war früh klar vergeben. Um den dritten Platz mit ständig wechselnden Positionen kämpften drei Boote. Bei Streckenhälfte hatte sich das Duo Hoffmann/Farr auf Platz drei geschoben, fiel dann allerdings leicht zurück und kam letztlich drei Zehntel Sekunden hinter Potsdam/Leipzig auf Platz fünf ins Ziel.

Der Speyerer Junior Elias Dreismickenbecker wagte den Start im Leichtgewichts-Männer-Einer A und lieferte ein überraschendes Ergebnis ab. Schon Rang zwei in 7:30,25 Minuten im Vorlauf zeigte, dass er in der Topliga mitrudert, lediglich der spätere Deutsche Meister Lars Hartig von der Friedrichstädter RG war schneller. Ein erneuter zweiter Platz im Viertelfinale in 7:19,35 Minuten bestätigte, dass die Vorlaufleistung alles andere als ein Eintagsfliege war. Nur Max Röger, der spätere Sieger des B-Finales, vom RC Havel Brandenburg, konnte Elias Dreismickenbecker hinter sich lassen. Nach den Halbfinals war der Einzug ins B-Finale geschafft. Hier blieb Elias Dreismickenbecker bis zur 1000-Meter-Marke gut im Rennen, alle Boote waren innerhalb einer Bootslänge unterwegs. Auf der zweiten Streckenhälfte musste er dann doch den großen Leistungen Tribut zollen und fiel leicht zurück und wurde sechstes Boot. „Eine sehr große Leistung des noch jungen Speyerers“, war Trainer Martin Gärtner voll des Lobes.

Eingebettet in die Deutschen Kleinbootmeisterschaften fand die Leistungsüberprüfung der A-Junioren (17/18 Jahre) statt. Hier schickte Trainer Martin Gärtner den frisch zu den A-Junioren aufgestiegenen Marvin Degen als Leichtgewicht bei den „schweren Jungs“ an den Start. Das ausloten des Potentials für die Saison 2014 sollte sich lohnen. Insgesamt 53 Junioren stellten sich der Leistungsüberprüfung und Ranglistenqualifikation im Junior-A-Einer. Nach Vor- und Zwischenlauf hatte es Marvin Degen ins F-Finale geschafft, ruderte ein beherztes Rennen und kam auf Rang sechs.   

28.04.2014


Traditionelles Anrudern bei der Rudergesellschaft Speyer

Boot "Blaumann" beim ersten EinsatzTraditionelles Anrudern

von Angelika Schwager

Speyer- Zum traditionellen Anrudern der Rudergesellschaft Speyer trafen sich die Ruderfreunde bei guten Wetterbedingungen am Bootshaus. Der Sportvorsitzende Andreas Kabs konnte eine stattliche Armada, darunter gleich zwei Achter und gesteuerte Vierer, Dreier, Zweier sowie einen Einer auf die erste offizielle Ausfahrt schicken.

Nach der Rückkehr der Boote begrüßte der Verwaltungsvorsitzende Robert Gard die Gäste, darunter Oberbürgermeister Hans-Jörg Eger, Sportbürgermeisterin Monika Kabs, Gottfried Jung und Georg Emes vom Stadtrat. In seiner Ansprache ging Robert Gard auf die baulichen Aktivitäten des Vereins in diesem Jahr ein. Der neue Parkplatz ist mittlerweile nahezu fertiggestellt und zum Parken nutzbar. „Diese Maßnahme stellt eine klare Aufwertung des Geländes dar und sichert  am Standort langfristig eine positive Entwicklung der Rudergesellschaft“, so Gard 

Boot "Überholverbot" mit Nachwuchsruderin Alicia BohnDer Spatenstich für den Neubau des lang ersehnten Bootshauses im Reffenthal könnte, nach Genehmigung unseres mittlerweile bei der Verwaltung eingereichten Bauantrages, in der zweiten Jahreshälfte vollzogen werden.  Dieses Projekt ist für die sportlichen Aktivitäten, sowohl im Leistungs- als auch im Freizeitrudern, von elementarer Bedeutung. Unter dem Applaus aller Anwesenden leitete Robert  Gard an den Sportvorsitzenden Andreas Kabs über, der einen Ausblick auf die kommende Saison gab. Marvin Degen äußerte seine Erwartungen und Wünsche für die Ruderjugend und den Leistungssport, Klaus Disqué skizzierte die Ziele für die Freizeitsportler im Jahr 2014.

Erneut konnten zwei Boote in den Bootspark aufgenommen. Ein neuer Renneiner, getauft von Renate Bohn auf den Namen „ÜberholverBoot“ soll Nachwuchsruderin Alicia Bohn zu Erfolgen führen und den Gegnerinnen das Überholen „verbieten“.  Ein Einer mit Rollausleger erhielt von Taufpatin Beate Wettling den Namen „Blaumann“. Der blaue Bootskörper und der Verwendungszweck als Arbeitsboot in der Anfängerausbildung waren Grundlage für die Namensgebung. 

Die feierliche Taufe der neuen Boote für den Ruderbetrieb beschloss mit  einem dreifach kräftigen Hip Hip Hurra auf die Rudergesellschaft und den Deutschen Ruderverband den offiziellen Teil der Veranstaltung.

10.04.2014


RG Speyer gestaltet Zukunft

Marvin Degen (rechts) mit der Goldenen und Louis Ebermann mit der Bronzenen Rennruderernadel dekoriert Marvin Degen (rechts) mit der Goldenen und Louis Ebermann mit der Bronzenen Rennruderernadel dekoriert

Speyer- Ganz unter dem Motto „Die Rudergesellschaft Speyer gestaltet Zukunft“ stand die diesjährige Mitgliederversammlung, zu der Vorsitzender Alfred Zimmermann im vollen Saal im Domhof besonders gerne auch den Ehrenvorsitzenden Hans-Gustav Schug und Ehrenmitglied Jutta Kopf begrüßte.

Die Jahresberichte des 1. Vorsitzenden Alfred Zimmermann, des Verwaltungsvorsitzenden Robert Gard und des Sportvorsitzenden Andreas Kabs machten deutlich, dass sowohl in sportlicher, finanzieller, als auch in geselliger Hinsicht ein sehr erfolgreiches Jahr hinter der RGS liegt. Schon der sportliche Auftakt im 130. Jahr des Bestehens war ein Knüller, zum Anrudern kamen nicht nur die erhofften 130 Mitglieder im RGS-Trikot, es konnten gar 152 gezählt werden. Für Alfred Zimmermann war das Jahr 2013 von zwei großen Themen geprägt. Zum einen Stand der Fortgang des Antrages zum Neubau im Reffenthal häufig auf der Tagesordnung, zum anderen die Entwicklung insbesondere des Leistungssports. Besonderen Dank zollte Zimmermann zum einen Volker Klein für sein Engagement im Baubereich, zum anderen Trainer Martin Gärtner und Julia Hoffmann, die beide im Rahmen des Freiwilligenprogramms als „Bufdis“ zur Verfügung standen. Mit Stolz präsentierte Alfred Zimmermann auch die schuldenfreie RGS-Bilanz. Verwaltungsvorsitzender Robert Gard stellte die Neubauplanung im Reffenthal vor, hier befindet sich die anstehende Innenausbauplanung in der Hand des Bau- und Sportauschusses. Für den in der kommenden Woche in Betrieb gehenden Parkplatz erläuterte Gard die Nutzungsregeln und drückte seine Erwartung aus, dass „wir einen großen Andrang erwarten“. Sportvorsitzender Andreas Kabs stellte bei den Rennsporterfolgen mit 89 Regattasiegen, besonders die vier World-Masters-Titel, die Siege bei den German-Masters und dem Masters-Championat sowie die fünf Südwestdeutschen Meistertitel heraus. Erfolgreichste Aktive war Julia Hoffmann mit stolzen 23 Regattasiegen. Fünf Rennruderernadeln davon drei in Bronze und zwei in Gold waren 2013 errudert worden. Über Gold durften sich Julia Hoffmann und Marvin Degen freuen, Bronze erhielten Alicia Bohn, Louis Ebermann und Wladislaw Schneider.

Insgesamt legten die Ruderer im Jahr 2013 fast 100.000 Kilometer, genau 98359 km, auf dem Wasser zurück. Die Erfolgsgeschichte der Kirchbootregatta im Alten Hafen wurde um ein weiteres Kapitel fortgeschrieben und durch ein großes Hafenfest ergänzt. Die Verleihung von zahlreichen Wanderruderabzeichen des Deutschen Ruderverbandes, die Teilnahme an den Langstreckenwettbewerben EUREGA, Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf, der Nikolausregatta in Mainz sowie der Vogalonga in Venedig sind Ausdruck der Freude am Rudern im Bereich des ambitionierten Breitensports. Die Erfahrungen lehren, wer vom Rudervirus erfasst wurde, kommt kaum wieder davon los. Deshalb wurden vier im Jahr 1974 eingetretene Mitglieder für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt: Peter und Rainer Bohn, Ilse Daut und Thomas Zimmermann. Die Goldene Ehrenplakette für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Georg Emes. Nach dem beanstandungsfreien Bericht der Rechnungsprüfer folgte die Entlastung des Vorstandes durch den Ehrenvorsitzenden Hans-Gustav Schug mit gewohnt wohlgesetzten Worten.

Einstimmig wählten die Anwesenden Elke Hahn als Nachfolgerin von Elke Guth zur Rechnungsprüferin. In den Ehrenrat wurde Trudel Wiemer wiedergewählt und Helga Stopka folgte auf den nicht mehr kandidierenden Werner Griesbach. Foto: RGS

23.03.2014


Knapp an der 100.000-Kilometer-Schallmauer gescheitert

von Angelika Schwager

Elias Dreismickenbecker mit 5865 km und Julia Hoffmann mit 3737 km ganz vorn

Speyer- Im Ruderjahr 2013 konnten die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer die Kilometerleistung des Vorjahres von insgesamt 87327 Kilometern erneut um mehr als 10.000 Kilometer steigern. Leider wurde die Schallmauer von 100.000 Ruderkilometern knapp verpasst, 98359 Kilometer wurden auf dem Wasser zurückgelegt. 166 Sportler, zwei weniger im Jahr zuvor, aus allen Altersklassen hatten mindestens eine Ruderfahrt ins Fahrtenbuch eingetragen. Dabei ruderten 55 Mädchen und Frauen 21936 Kilometer und die 111 aktiven Jungen und Männer 76423 Kilometer. Allein die 30 Rennruderer kamen auf 59691 Ruderkilometer. Die acht Ruderer des zur Mannschaft des Jahres vorgeschlagenen Achter schafften 14204 Kilometer. 

Die zehn Kilometerpreisträger der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen konnten bei 45294 Kilometer die Vorjahresleistung mehr als verdoppeln. Gleich vier Athleten übersprangen die 3000 km-Hürde, d.h. im Schnitt an jedem Tag des Jahres acht Kilometer im Boot. Eine tolle Leistung.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Julius Gard mit 801 Kilometern den ersten Platz vor Steffen Steinbacher mit 608 Kilometern und Salomon Archinger (182 km). Bei den Mädchen machten die Neueinsteiger ihre ersten Ruderversuche. Angelina Heinrich ruderte sechzehn, Anna Hoffmann neun und Mona Hauer acht Kilometer.

Mit 5865 Kilometern, das bedeutet jeden Tag des Jahres 16 Kilometer im Boot, nicht zu schlagen war Elias Dreismickenbecker bei den Junioren (15-18 Jahre). Mit dieser noch nicht da gewesenen Leistung wurde er auch „Kilometerkönig“ des Vereins. Für Marvin Degen stehen als erneut Zeitplatziertem 3450 Kilometer im Fahrtenbuch, Philipp Nowicki kam auf 3257 Kilometer. Bei den Juniorinnen erreichte Alicia Bohn mit 2026 Kilometern den Spitzenplatz, vor Ernestine Archinger mit 796 Kilometern, gefolgt von Michele Alav (430 km).

In der Kategorie Frauen I (19-30 Jahre) siegte wie letztes Jahr Julia Hoffmann mit 3737 Kilometern und wurde „Kilometerkönigin“. Die zweitplatzierte Teresa Claus mit 2481 Ruderkilometern zeigte auch eine sehr stolze Ruderleistung. Maike Durein ruderte 82 km. Bei den Frauen II (31-60 Jahre) schob sich Ulrike Durein mit 737 Kilometern an Vorjahressiegerin Beate Wettling vorbei (702 km), Sabine Marczinke am auf den dritten Rang (636 km).

Nachdem sich im Vorjahr bei den Frauen III (ab 61 Jahre) erstmals Steffi Haase-Goos an der Dauersiegerin Ria Baron vorbeischieben konnte, drehte diese den Spieß nun wieder um. Platz eins mit 2175 Kilometern für Ria Baron, vor Steffi Haase-Goos (2050 km) gefolgt von Hansi Neubauer (152).

Bei den Männern I siegte Tim Lauer (1365 km) vor Tobias Koser (212 km) und Tobias Latzko (84 km). In der Kategorie Männer II lag Harald Schwager vor Martin Gärtner und Frank Durein. Die Auswertung bei den Männern III brachte erneut die Bestätigung des Abonnementssiegers Günther Schuff, der mit 2911 Kilometern, dieses Mal knapp unter der 3000er-Grenze blieb. Vor dem erneut Zweiten Dieter Daut mit 1750 Kilometern und Norbert Herbel.

02.03.2014


Rudergesellschaft verleiht Sportabzeichen 2013

Von Angelika Schwager

Anlässlich des Vereinsabends bei der Rudergesellschaft Speyer wurden im gut besetzten Clubzimmer die Sportabzeichen für die Saison 2013 verliehen. Sportabzeichen-Prüfer Peter Gärtner freute sich insgesamt sieben Jugendabzeichen, 6 Erwachsenenabzeichen und ein Familienabzeichen überreichen zu dürfen.

Bei den Jugendlichen erhielten drei Ruderer das Bronzene Sportabzeichen: Louis Ebermann (zum 4. Mal), Steffen Steinbacher (zum 5. Mal) und Elias Kolbenschlag (zum 8. Mal), Lukas Zimmermann legte das Sportabzeichen zum 6. Mal ab und erhielt Silber. Über Gold konnten sich ebenfalls drei Sportler freuen: Julius Gard erhielt sein fünftes, Ines Gärtner ihr siebtes und Luis Gärtner sein achtes Sportabzeichen.

Bei den Erwachsenen gab es ausschließlich Abzeichen in Gold: Georg Emes (19x), Klaudia Laakmann (21x), Alex Wels (22x), Peter Gärtner (24x), Dieter Daut (27x) und ein Jubiläumsabzeichen gab es für Peter Gdanietz. Er konnte sich zum dreißigsten Mal über das Goldene Sportabzeichen freuen.

Für das Jahr 2014 wünschte sich Peter Gärtner wieder mehr Teilnehmer als im abgelaufenen Ruderjahr und versprach auch gleichzeitig wieder regelmäßig Termine zur Abnahme anzubieten.

09.02.2014


7. Ergocup Rhein-Neckar in Ludwigshafen

Von Angelika Schwager

Am Samstag, den 18. Januar fand im Gemeindehaus in Ludwigshafen-Pfingstweide der 7. Ergocup Rhein-Neckar statt, der auch in diesem Jahr wieder Teil der Deutschen Indoor Rowing Serie war. Mit nur sechs Aktiven machte sich Trainer Martin Gärtner von der Rudergesellschaft Speyer auf den Weg nach Ludwigshafen, um den aktuellen Leistungsstand seiner Aktiven zu messen, da ein Teil der Rennruderergruppe verletzungs- und krankheitsbedingt ausgefallen war.

Als erstes durften auf den Ergometern die beiden B-Juniorinnen Platz nehmen. Alicia Bohn, die im ersten Lauf des Tages die 1500m-Strecke absolvierte, überquert die Ziellinie nach 5:38,5 Minuten und sichert sich damit Platz drei hinter Emma Samek, Möve Großauheim, und Neele Zahn, RC Nürtingen. Für Ernestine Archinger, die in der Leichtgewichtsklasse startet, ist dies der erste größere Wettkampf und die Atmosphäre somit eine neue Erfahrung für die junge Sportlerin. Sie startet mutig und kann ihre persönliche Ergometerleistung auf 6:27,6 Minuten verbessern und kommt auf Rang 17.

Für die beiden A-Junioren, Elias Archinger und Elias Kolbenschlag, galt es, die 2000 Meter-Strecke zu bewältigen und nach Möglichkeit neue persönliche Bestwerte herauszurudern. Außerdem bot der Ergocup dem noch rennunerfahrenen Elias Archinger eine gute Möglichkeit, Wettkampferfahrung und Renntaktik mitzunehmen. Unter Anleitung von Trainer Martin, blieb für Elias Kolbenschlag, der verletzungsbedingt nicht in Hochform trainieren konnte, die Uhr nach 7:08,4 Minuten stehen, das bedeutete Platz 24. Elias Archinger benötigte 6:47,8 Minuten und erreichte Rang 18.

Dann durfte Trainer Martin Gärtner zum fünften Mal auf dem Stuhl hinter den Ergometern Platz nehmen und Julia Hoffmann in der offenen Klasse bei den Frauen über die 2000m begleiten. 7:22,3 Minuten stand am Ende in den Ergebnislisten, dies bedeutete eine neue Bestzeit für Julia Hoffmann und den undankbaren vierten Platz knapp hinter Pia Patzwaldt vom Ulmer RC.

Für Teresa Claus, bei den Leichtgewichts-Frauen am Start, bedeutete der Ergocup einen ihrer ersten Wettkämpfe und damit erst mal Neuland. Souverän absolviert sie die ersten 1500m und zaubert dann einen grandiosen Endspurt, durch den sie ihren Split – das sind die vier 500 m-Durchschnittszeiten - nochmal deutlich nach unten drücken kann. Am Ende bleibt Teresa mit 7:53,8 Minuten unter der Achtminutengrenze und steht auf Platz fünf.

Trainer Martin Gärtner zeigt sich mit der teilweise noch recht unerfahrenen Truppe zufrieden, definiert jedoch einige Baustellen für die nahe Zukunft und hofft vor allem darauf, alle Verletzungen und Krankheiten schnell aus der Welt schaffen zu können, damit die komplette Rennruderer-Truppe wieder einsatzfähig wird.

20.01.2014


„Mister Ehrenamt“ Alfred Zimmermann wird 65

Speyer- Ein aus der Speyerer Ehrenamtsszene nicht wegzudenkendes Urgestein Alfred Zimmermann feiert heute am 7. Januar seinen 65. Geburtstag. Mit der Rudergesellschaft Speyer im Besonderen und dem Rudersport im Allgemeinen ist Alfred Zimmermann fast sein ganzes Leben lang ganz eng verbunden.

Alfred Zimmermann hat sich in 53 Jahren Mitgliedschaft in der Rudergesellschaft Speyer stets mit größtem Engagement für die Förderung des Sports eingesetzt. Nach seiner erfolgreichen Zeit als Rennruderer in der er dreimal Deutscher Vizemeister, einmal Deutscher Meister und einmal Vizeweltmeister wurde, stellte er sich sieben Jahre als ehrenamtlicher Trainer mit mindestens sieben wöchentlichen Trainingseinheiten zur Verfügung und besuchte mit seinen Sportlern viele Regatten. Mit seinen 76 Regattaerfolgen steht Alfred Zimmermann auf Rang 20 der ewigen Bestenliste der RGS. Seit 1971 ist Alfred Zimmermann nunmehr ohne Unterbrechung im Vorstand der RG Speyertätig. Seit 1979 ist er Übungsleiter und Ausbilder, eine Funktion die er stets sehr schätzte, um den Kontakt zur Basis zu erhalten. In den Jahren 1971 bis heute hatte er nahezu alle Funktionen die ein Verein zu vergeben hat, wie beispielsweise Stellvertretender Vorsitzender Sport, Sportvorsitzender, Vorsitzender Verwaltung, 1. Vorsitzender, Geschäftsführender Vorsitzender, Gesellschaftswart sowie Bereichsleiter Finanzen, inne. Neben der Arbeit als Vorstandsmitglied der RG Speyer stand Alfred Zimmermann seit 1986 auch viele Jahre als Sportabzeichen-Abnehmer zur Verfügung.

Über die Vereinsarbeit hinaus übernahm Alfred Zimmermann 1992 den stellvertretenden Vorsitz des Ruderverbandes Pfalz und wurde Landesruderjugendleiter und Jugendleiter des Ruderverbandes Pfalz. Seither organisiert er die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Rudern für die Jungen und Mädchen. In den Gremien der Deutschen Ruderjugend möchte heute niemand auf sein Engagement und seinen Rat verzichten. Auch in Speyer ist der „rudernde Ehrenamtler“ nicht wegzudenken, so übernahm er 1995 auch den stellvertretenden Vorsitz des Sportkreises Speyer, hier ist er heute noch aktiv. Nicht unerwähnt dar sein Engagement in kirchlichen und schulischen Einrichtungen bleiben.

Für seine überaus engagierte ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport in Rheinland-Pfalz wurde Alfred Zimmermann bereits mehrfach ausgezeichnet. Die bedeutendste Ehrung erfuhr Alfred Zimmermann sicherlich im vergangenen Jahr mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

„Laufbahn“ Alfred Zimmermann im Sport

Ämter und Positionen // RGS

01.04.1961    Mitglied der Rudergesellschaft Speyer

1964-1968    Rennruderer

1987-1998    Masters-Rennruderer, gesamt 76 Siege

1971-1977    Trainer (ca. 800 ehrenamtliche Stunden/Jahr)

seit 1971       Mitglied des Vorstandes der Rudergesellschaft Speyer

seit 1979       Übungsleiter und Ausbilder für Kinder und Jugendliche

seit 1986       Sportabzeichen-Abnehmer

1977-1980    Vergnügungsausschuss-Vorsitzender

1976-1983    Stv. Vorsitzender Sport

1984-1988    Vorsitzender Sport

1986-1990    Vorsitzender Verwaltung

1988-1991    1. Vorsitzender

1992-2008    Bereichsleiter Finanzen

seit 2009       1. Vorsitzender der Rudergesellschaft

Ehrungen

1966               Bronzene Rennruderernadel

1967               Silberne Rennruderernadel

1968               Goldene Rennruderernadel

1976               Silberne Ehrennadel der Rudergesellschaft

1983               Bronzene Ehrennadel des Sportbundes Pfalz

1983               Sportehrennadel der Rudergesellschaft

1986               Goldene Ehrennadel der Rudergesellschaft

1989               Sportmedaille der Stadt Speyer

1993               Silberne Ehrennadel des Sportbundes Pfalz

1993               Ehrenmitglied der Rudergesellschaft Speyer

1995               Silberne Ehrennadel des Ruderverbandes Rheinland-Pfalz

1997               Silberne Ehrenplakette Landessportbund Rheinland-Pfalz

1997               Ehrenmitglied der Rudergesellschaft

2006               Goldene Ehrennadel des Sportbundes Pfalz

2012               Bundesverdienstkreuz  am Bande

07.01.2014


Rennruderernadeln 2013

Louis EbermannVon Angelika Schwager

Speyer- In der Rennrudersaison 2013 qualifizierten sich gleich fünf Aktive der Rudergesellschaft Speyer für die Verleihung der begehrten Rennruderernadeln. Drei Ruderer werden mit der Bronzenen Rennruderernadel (ab 15 Siege), und zwei Ruderer mit der Goldenen Rennruderernadel (ab 40 Siege oder Deutsche Meisterschaft) ausgezeichnet. Die Silberne Rennruderernadel (ab 25 Siege) wird in diesem Jahr nicht verliehen.

Die Qualifikation für die Bronzene Rennruderernadel schaffte Alicia Bohn in ihrem zweiten Jahr als Rennruderin, nach 5 Siegen 2012 kamen die notwendigen zehn Erfolge 2013 für die „Bronzene“ hinzu. Mit einem Sieg in der abgelaufenen Saison schaut Wladislaw Schneider ebenfalls auf exakt 15 Erfolge zurück. Nach seiner dritten Regattasaison brachte es Louis Ebermann auf 18 Gesamtsiege, davon allein elf erste Plätze 2013.

Sowohl Marvin Degen mit 15 Siegen als auch Julia Hoffmann mit 23 Erfolgen 2013 hätten allein schon für dieses Saisonergebnis jeweils die „Bronzene“ erhalten. Doch Beide übersprangen die 40er-Hürde und erhalten „Gold“. Marvin  Degen bei jetzt 41 Karriereerfolge und Julia Hoffmann mit 62 ersten Plätzen.

05.01.2014


RGS/Achter: Sechs Siege in der Königsklasse in der Saison 2013

Von Angelika Schwager

Speyer- In der Geschichte der RG Speyer nimmt das Achterrudern einen bedeutenden Platz ein. Anlässlich des Berichts über die Saison 2013 erinnern sich die langjährigen Mitglieder Robert Huber und Ehrenvorsitzender Hans-Gustav Schug im Vereinsabend an den ersten Regattastart eines RGS-Achters nach dem Krieg. Beide waren mit an Bord. Am Tag der Währungsreform, dem 20. Juni 1948 stand der Start der „Westmark“ bei der Mannheimer Regatta auf dem Programm.  Die "Westmark" wurde 1934, dem Jahr der Gründung der Ruder-Damen-Abteilung, als zweiter Achter von der RG Speyer angeschafft. Mangels Transportmöglichkeiten musste die Mannschaft mit Schlagmann Peter Nahstoll, Karl Lang, Otto Groß, Willi Stabel, Hans-Gustav Schug, Erich Stopka, Manfred Gräf, Robert Huber und Steuermann Joseph Naab vor der Regatta nach Mannheim rudern. Umso erstaunlicher ist der damals erzielte dritte Platz. Danach hieß es den Rhein hinauf zurück nach Speyer zu rudern. Peter Nahstoll, Karl Lang, Otto Groß, Willi Stabel mit Steuermann Joseph Naab konnten im Jahr 1948 in Renngemeinschaft mit dem Ludwigshafener RV gleich zwei Mal und mit dem Würzburger RV einmal Achtersiege nach Speyer holen. Die meisten Regatten fanden in der amerikanischen und englischen Zone statt. Der Besuch dieser „ausländischen“ Regatten war der RGS streng untersagt, deshalb mussten die Mannschaften unter dem Decknamen „Rheinhausen“ starten.

Bedeutend komfortabler reisten die Achtermannschaften 2013 zu ihren Regattaeinsätzen, von denen sie sechs Erfolge mitbringen konnten:

Der Auftaktsieg gelang bei der Regatta in Heidelberg in der Renngemeinschaft RG Speyer/Ludwigshafener RV im Masters-Achter C mit Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Roland Gärtner, Arnd Garsuch, Harald Schwager, Lars Seibert, Jürgen Hock (LRV) und Steuerfrau Katharina Kabs. Bei der Sprintregatta in Ulm blieben die schnellsten Rennen dem Speyerer Masters-Achter vorbehalten, was zwei Siege einbrachte: Rainer Bohn, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Peter Josy und Harald Schwager gesteuert von Kathrin Josy waren nach 1:20,99 Minuten über die Strecke und verwiesen den Achter des Ulmer RC Donau, der 1:22,53 Minuten benötigte, auf Platz zwei. Am zweiten Tag nahm Julia Hoffmann an den Steuerseilen Platz und dirigierte „ihre“ acht Männer bei Gegenwind und gegen eine sichtlich auf Revanche sinnende Ulmer Crew durch die wellige Donau. Dieses Mal blieb die Uhr bei 1:21,56 Minuten stehen, exakt eine Sekunde vor Ulm.

Das eindeutige Saison-Highlight folgte dann bei der FISA World-Masters-Regatta in Varese. Schon beim Warmrudern spürten Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Klaudia Laakmann im Masters-Achter C, dass das Boot einen guten Lauf hatte. Mit einem technisch sehr guten Rennen konnte die Speyerer Crew die körperlich meist überlegenen Gegner in Schach halten. Schon bei 500 Metern lag der Achter vorn, bei 750 Metern und einem ständig wachsenden Vorsprung sprudelte es aus der Steuerfrau „ihr habt´s nur noch halten, dran bleiben“. Nach 3:02,46 Minuten war der Sieg in der Königsklasse eingefahren und Italien hatte mit einer knappen Länge Rückstand das kürzere Ende in der Hand. Es folgten Chile, Deutschland II, Schweiz, Spanien, und Norwegen. Damit war auch der erste World-Masters-Sieg einer RGS-Vereinsmannschaft perfekt.

Es folgten zwei Langstrecken-Erfolge. In Sursee verwiesen im Masters-Achter B Maximilian Bandel, Martin Gärtner, Peter Roland Gärtner, Andreas Kabs, Jochen Kühner, Martin Kühner, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Julia Hoffmann sowie in Würzburg bei der Bocksbeutel-Langstrecke im Masters-Achter C Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert, Ingo Janz und Steuerfrau Klaudia Laakmann die Konkurrenz in die Schranken.

Insgesamt zeigt die Statistik im 130. Vereinsjahr jetzt 132 Achtersiege, davon 65 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 67 Siege in Renngemeinschaften. Davon 57 Männer-Achtersiege, elf Junior-Achtersiege, 60 Masters-Achtersiege, 2 Senioren-Mixed-Achtersiege und 1 Jungen-Achter- sowie 1 Jungen und Mädchen-Mixed-Achtersieg.

132 Achtersiege seit 1883

64 Achtersiege:        Peter Roland Gärtner

50 Achtersiege:        Martin Gärtner

46 Achtersiege:        Ralf Burkhardt

43 Achtersiege:        Dr. Harald Schwager

34 Achtersiege:        Rainer Bohn

30 Achtersiege:        Peter Bohn, Peter Faber

26 Achtersiege:        Ottmar Gärtner

25 Achtersiege:        Ingo Janz

24 Achtersiege:        Nils Seibert

23 Achtersiege:        Katharina Kabs

22 Achtersiege:        Andreas Kabs

21 Achtersiege:        Lars Seibert

18 Achtersiege:        Peter Josy

Stand 31.12.2013

01.01.2014


RGS-Weihnachtsfußball

Von Angelika Schwager

Traditionelles Weihnachtsfußballspiel

Speyer- Seit dem ersten Weihnachtsfußballspiel der Ruderer, das seit 1977 jedes Jahr auf den Domwiesen stattfindet, ist schon viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen.

Peter Gärtner, erfolgreichster RG Rennruderer und Teilnehmer der ersten Stunde, erinnert sich wie das Weihnachtsfußballspielen entstand: „Wir hatten am 24.12. keine Lust zum Rudern, da schlug unser Trainer vor, dass wir auf die Domwiesen gehen und Fußball spielen. Es war 1977, im Jahr als wir 2. bei den Jugendmeisterschaften wurden.“

…und tatsächlich der Blick in die Siegerstatistik weist für 1977 aus:

Deutsche Jugendmeisterschaften, Essen                    

2x, Junioren B                   Jörg Hinsenkamp, Peter Roland Gärtner              2. Platz

1x, Juniorinnen A, Lgw.      Ingeborg Huck                                                   2. Platz

…außerdem gelang Jörg Hinsenkamp und Peter Gärtner in Sursee der 1000. Sieg für die RGS.

…doch zurück nach 2013

Fast ebenfalls schon zur Tradition geworden ist, dass das Weihnachtsfußballspiel bei sehr milden Temperaturen stattfinden kann, nach frühlingshaftem Wetter in den beiden letzten Jahren gab es erneut angenehme 8-9 Grad und es blieb trocken. Zugegeben der Untergrund war etwas aufgeweicht und rutschig. Entsprechend sahen die Akteure nach einer Stunde Fußball auch aus.

Ein neuer Spielmodus sollte für eine bessere Ausgeglichenheit der Mannschaften sorgen, nachdem in den Vorjahren beim Spiel „Jung gegen Alt“ doch sehr deutliche Unterschiede zu erkennen waren. Gleich 24 Akteure standen auf dem Feld, 12 gegen 12 nicht ganz regelkonform, und wurden angefeuert von Ruderern aus nahezu allen Abteilungen. Toll! Auch der erste Vorsitzende Alfred Zimmermann und Breitensportverantwortlicher Norbert Herbel hatten den Weg an die Rheinwiesen gefunden. An die gute Versorgung der Zuschauer mit Speyerer Brezeln „un ebbes zum drinke“ hatte Karin Lischer gedacht.

Es begann mit „Hell gegen Dunkel“ und das Spiel war tatsächlich ausgeglichen. Kaum eine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Tore Vorsprung verschaffen und es blieb immer eng. Zur Freude aller stand es dann nach dem abschließenden Rugby-Viertel auch noch unentschieden 5:5. Allerdings hatten sich die Gegner von  „Hell gegen Dunkel“ in „Erdferkelfarben gegen Erdferkelfarben“ gewandelt.

Der abschließende Glühwein, bzw. das kalte Bier schmeckte dann sowohl Akteuren als auch Zuschauern. Dass das Weihnachtsfußballspiel mittlerweile ein großer Magnet geworden ist, zeigt die Liste der weitesten Anreisen. Hannah Wadle war aus England gekommen war. Florian Gärtner aus Rumänien angereist. Aber auch RGS-„Rennruderlegionäre“ Martin und Jochen Kühner als auch Maximilian Bandel waren wieder dabei, da war die Fahrt von Frankfurt für Ingo Janz glatt ein Katzensprung.

26.12.2013


Die 30 erfolgreichsten Rennruderer RG Speyer

Peter Gärtner auf dem Schlagplatz, Ralf Burkhardt im Bug

Von Angelika Schwager

Speyer- Wie jedes Jahr legt die Rudergesellschaft Speyer zum Jahresende ihre Ewigen-Bestenliste vor. Die Regattasaison 2013 brachte bei den siegreichsten Rennruderern an der Spitze erstmals keine Veränderungen. Da unter den Top 10 die Aktiven meist gemeinsam erfolgreich waren, erhöhte sich für alle gleichermaßen das „Konto“. Wie schon im Vorjahr machte Julia Hoffmann erneut den größten Sprung, durch ihre 23 Siege kletterte sie von Rang 43 auf 26. Den weitesten Satz nach vorn muss sich Julia Hoffmann allerdings mit Marvin Degen teilen, der sich ebenfalls um 17 Plätze verbesserte und von Platz 60 auf 43 vorrückte. Um je fünf Plätze kamen der Sportvorsitzende Andreas Kabs, er rückte mit seinen elf Siegen auf Rang 30 vor, und Maximilian Bandel, der von Platz 50 auf 45 vorrückte, voran.

Die Luft um Spitzenreiter Peter Gärtner mit nun 368 Siegen (9 Siege 2013) ist und bleibt wohl auf Jahrzehnte dünn. Ähnlich sieht es für den zweitplatzierten Ralf Burkhardt mit 254 Erfolgen (8 Siege 2013) aus. Hier ist Lars Seibert durch seine 13 Erfolge in der Saison 2013 etwas näher gerückt. Wenn Nils Seibert, derzeit beruflich in Peking wohnhaft, seinen sechsten Platz verteidigen will, wird er wohl nicht umhin kommen einen Urlaub in Deutschland mit einem Regattaeinsatz mit seinen Ruderfreunden zu verbinden. Harald Schwager ist mit jetzt 141 Siegen bis auf vier Plätze an Nils Seibert herangerückt. Gleiches gilt für Peter Bohn, dem Ottmar Gärtner bis auf einen Sieg nahegekommen ist. Stand 21.12.2013

Name Rennrudererzeit Siege VJ/dVJ

1. Gärtner Peter 1975-2013 368

2. Burkhardt Ralf 1985-2013 254

3. Seibert Lars 1992-2013 220

4. Faber Peter 1995-2012 205

5. Gärtner Martin 1979-2013 190

6. Seibert Nils 1991-2006 145

7. Schwager Harald 1974-2013 141

8. Bohn Rainer 1977-2013 125

9. Tim Lauer 2006-2013 120

10. Bohn Peter 1977-2010 117

11. Gärtner Ottmar 1977-2013 116

12. Hinsenkamp Jörg 1974-1982 97

13. Janz Ingo 1993-2013 87

14. Wettling Beate 1971-2012 80

15. Gard Felix 2006-2011 79

15. Klein Jens 2006-2013 79 17./+2

15. Kopf Peter 1971-1996 79

18. Bergström Lars 2005-2010 78 17./-1

18. Jahn Walter 1966-1995 78 17./-1

20. Zimmermann Alfred 1964-1998 76

21. Huck Joachim 1977-2004 75

21. Durein Frank 1972-2013 75 23./+2

23. Straube Ernst 1969-2008 73 22./-1

24. Wagner Janis 2008-2012 67 23./-1

25. Frank Becker 1980-2007 66

26. Hoffmann Julia 2010-2013 62 43./+17

27. Huck Ingeborg 1974-1995 61 26./-1

27. Bergström Inga 2005-2009 61 26./-1

29. Kienzler Harald 1985-1993 60 28./-1

30. Kabs Andreas 2009-2013 59 35./+5

30. Schwager Angelika 1970-2011 59 29./-1

43. Degen Marvin 2010-2013 41 60./+17

45. Bandel Maximilian 1996-2013 39 50./+5

21.12.2013


Julia Hoffmann schafft 23 Siege in einer Saison

Julia Hoffmann

von Angelika Schwager

Speyer- In der Rudersaison 2013 kam das Ausrufezeichen in punkto Sieganzahl pro Saison ganz eindeutig von Julia Hoffmann. Sie beantwortete die Frage: Wer ist die/der siegreichste Ruderer/in der Saison? Klar und eindeutig. Gleich 23 Mal legte sie bei den elf von ihr besuchten Regatten am Siegersteg an. Bei 21 Erfolgen griff Julia Hoffmann selbst „in die Riemen“, zumeist waren es bei der Skullerin natürlich Skulls, denn auch als Steuerfrau des Masters-Achters kam Julia Hoffmann zu zwei Raddaddelchen. Marvin Degen, als Zweitplatzierter in der 2013er-Siegerliste, konnte mit seinen 15 Siegen nicht an Julia Hoffmann heranreichen.

Für Julia Hoffmann ist es das erste Mal, dass sie mehr als 20 Siege in einer Saison erringen konnte. Bislang konnten in der 130-jährigen RGS-Geschichte neben Tim Lauer (2007, 2008, 2009), der mit 30 Saisonerfolgen auch den Rekord hält, Peter Faber (2005 und 2006 je 25 Erfolge) und Harald Schwager (1996 und 1997 je 21 Siege) neun weitere Ruderer in einer Saison mehr als zwanzig Siege erringen: 1976 Ingeborg Huck (21), 1977 Jörg Hinsenkamp (22), der langjährige Spitzenreiter Lars Seibert mit 28 Erfolgen im Jahr 1997, 2007 Inga Bergström (22), 2008 Lars Bergström (23) und Felix Gard (21), 2010 Paul Schwager (27),  sowie 2011 Janis Wagner (24) und Ralf Burkhardt (22).

Sieganzahl/Saison:

2007 – 30 Siege Tim Lauer

1997 – 28 Siege Lars Seibert

2010 – 27 Siege Paul Schwager

2005 – 25 Siege Peter Faber

2006 – 25 Siege Peter Faber

2011 – 24 Siege Janis Wagner

2008 – 23 Siege Lars Bergström

2013 – 23 Siege Julia Hoffmann

1977 – 22 Siege Jörg Hinsenkamp

2007 – 22 Siege Inga Bergström

2009 – 22 Siege Tim Lauer

2011 – 22 Siege Ralf Burkhardt

1976 – 21 Siege Ingeborg Huck

1996 – 21 Siege Harald Schwager

1997 – 21 Siege Harald Schwager

2008 – 21 Siege Tim Lauer

2008 – 21 Siege Felix Gard

15.12.2013


3333. Sieg der RGS-Geschichte

Marvin Degen und Louis Ebermann

Von Angelika Schwager

Nach der Herbstregatta in Sursee stand das RGS-Siegkonto genau bei 3330 Siegen.

Speyer- Damit war klar, dass bei „normalem“ Verlauf der Südwestdeutschen Meisterschaften in Trier der „Schnapszahl“-Sieg mit der Nummer 3333 gelingen sollte. Nachdem Frank Durein mit seinem Sieg im Masters-Einer den Auftakt gemacht und den 3331. Erfolg geholt hatte, verpassten sowohl Julia Hoffmann als auch Elias Dreismickenbecker in ihren Einer-Rennen den nächsten Schritt. Mit dem Sieg im Juniorinnen-Einer B erhöhte Alicia Bohn auf 3332. Als Erste hatten es dann Julia Hoffmann und Elke Hahn im Frauen-Doppelzweier in der Hand, den ganz besonderen Erfolg einzufahren, doch der Mainzer RV war zu stark.

Schon im zweiten Versuch gelang dann der 3333. RGS-Sieg: Im Kampf um die Südwestdeutsche Meisterschaft im Junior-Doppelzweier B hatten Marvin Degen und Louis Ebermann keine große Mühe einen souveränen Erfolg nach Hause zu rudern.


12.12.2013


Gute Platzierungen beim Mainzer Nikolaus-Vierer

Von Angelika Schwager

Mainz- Der Nikolaus-Vierer ist der traditionelle Langstreckenwettbewerb der Mainzer RG auf der Wachsbleiche und wird seit Mitte der 80er-Jahre ausgetragen. Die Muskelkraft ist nicht allein entscheidend bei diesem Wettbewerb. Es gibt auch Auszeichnungen für das schönste Boot oder das schrägste Kostüm. Kurz: Wer hier in sportlichem Rennruder-Outfit antritt, gilt als Spielverderber – wenigstens eine rote Mütze sollte drin, bzw. drauf sein bei dem Rennen über die 4.000 Meter-Strecke.

Gleich 91 Boote und 330 Aktive starteten in diesem Jahr, mit dabei die Rudergesellschaft Speyer mit zwei Vierern.

Im Gig-Vierer Masters D waren Charlie Scheurer, Thomas Zimmermann, Gerd Jakobs, Klaus Wies und Steuermann Norbert Herbel am Start und im Gig-Vierer Masters E kämpften Norbert Herbel, Ralf Mattil, Klaus Disque, Dieter Guhl und Steuermann Charlie Scheurer um den Sieg.

Der ältere erfahrene und eingespielte E-Vierer (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) belegte in 18:43 Minuten den sehr guten 2.Platz hinter der Renngemeinschaft Limburg CfW/SG Wiking Offenbach. Das Quartett ruderte ein sehr sauberes und harmonisches Rennen bei 3 Grad Außentemperatur und starker Strömung.

Der neu formierte „Jungen" D-Vierer (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) war auf der ersten Streckenhälfte gut unterwegs. Bei der Wende versperrte leider ein Juniorenboot den Fahrweg und es kam im zu einem kurzem Blattsalat. Nach heftigem Austausch von Steuerinformationen war der Rhythmus etwas unterbrochen. Doch auf den letzten Metern kamen die Jungherren nochmal auf und als fünftes Boot glücklich und erschöpft ins Ziel.

Eine verdiente Bratwurst und ein heißer Becher Glühwein für alle RGS-Ruderer, waren der schöne Abschluss einer wunderbaren Nikolaus-Regatta mit vielen tollen Kostümen und fröhlichem Rudervolk. Nächstes Jahr wird die RGS wieder vertreten sein.

10.12.2013


Saison 2013 bringt 89 Siege für die RG Speyer

Von Angelika Schwager

Speyer- Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2013 anlässlich einer Siegermatinee. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann freute sich im vollbesetzten Bootshaus 51 Regattateilnehmer, so viele wie lange nicht begrüßen zu dürfen. Darunter waren stolze 36 Sieger. Sportbürgermeisterin Monika Kabs und für den Stadtsportverband Karl-Heinz Hepper erwiesen den Siegern durch ihre Anwesenheit die Ehre.

An den Beginn des Ehrungsreigens hatte Alfred Zimmermann die Auszeichnung mit dem Ruderfertigkeitsabzeichen des Deutschen Ruderverbandes gestellt. Mit Bronze zeichnete Jugendausbilderin Ulrike Durein Mona Hauer, Steffen Steinbacher, Joel Große, Julius Gard, Florian Siegel, Maximilian Hoffmann und Marvin Degen aus. Silber erhielten Michele Alav, Philipp Stark und Max Lindner.

„Im Jahr 2013 errangen unsere Aktiven auf 25 Regatten ganze 89 Siege, 87 zweite Plätze und 43 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht nun bei stolzen 3337 Erfolgen“, freute sich der Sportvorsitzende Andreas Kabs.

"Nikolaus-Vierer"Viel Beifall gab es für die Endlaufteilnehmer der Deutschen Meisterschaften und natürlich für die mit Meisterehren dekorierten Sportler. Elias Dreismickenbecker hatte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Junior A-Einer den 5. Platz und Louis Ebermann mit Marvin Degen im Zweier-ohne Steuermann den 6. Platz der Junioren B erreicht. Die beste Platzierung gelang jedoch Alicia Bohn mit Rang vier im Juniorinnen B-Einer. Ein Rheinland-Pfalz-Titel für Julius Gard im Jungen-Einer und gleich fünf Südwestdeutsche Meisterschaften rundeten das Bild ab. Mit ihrem bislang erfolgreichsten Jahr trugen die Speyerer Masters mit einem Titel beim Masters-Championat in Werder, einem Sieg bei der German Masters Regatta in Brandenburg und gleich vier Siegen bei der World Masters Regatta in Varese, Italien, wesentlich zum Ergebnis 2013 bei. Beeindruckend bleiben in jedem Fall der vierfach Triumph von Lars Seibert bei der World Masters Regatta und der Sieg des RGS-Achters mit Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Klaudia Laakmann.

Insgesamt trugen sich, wie auch 2012, 36 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste ein. Erfolgreich waren erneut die Jungen (bis 14 Jahre). Steffen Steinbacher mit fünf und Julius Gard mit drei Siegen. Ebenfalls am Start waren Salomon Archinger und Joel Große.

Bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) holte Marvin Degen gleich fünfzehn Erfolge, Louis Ebermann glänzte mit elf und Alicia Bohn mit zehn Siegen. Komplettiert wird das Bild von Elias Kolbenschlag und Philipp Nowicki (je 5 Siege) sowie Elias Dreismickenbecker, Moritz Durein und Lukas Zimmermann (je 3 Siege), Elias und Ernestine Archinger (je 2 Siege) als auch Kathrin Josy, Richard Sattel und Wladislaw Schneider mit je einem Sieg.

Julia Hoffmann bei den Seniorinnen B (19-22 Jahre) am Start war mit dreiundzwanzig Saisonsiegen die an Siegen reichste RGS-Vertreterin. Tim Lauer und Jens Klein gewannen je einmal, Teresa Claus debütierte 2013 bei Regatten.

Die größte Gruppe stellten erneut die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Lars Seibert mit dreizehn Erfolgen die meisten Saisonsiege, gefolgt von Andreas Kabs und Harald Schwager mit elf Erfolgen. Die weiteren Sieger waren: Peter Gärtner (9 Siege), Ralf Burkhardt, Frank Durein und Martin Gärtner (je 8), Maximilian Bandel und Elke Hahn (je 6), Arnd Garsuch (5), Ottmar Gärtner (4), Rainer Bohn, Peter Josy, Jochen Kühner, Martin Kühner, und Klaudia Laakmann (je 2), Ingo Janz und Steuerfrau Katharina Kabs kamen auf je einen Erfolg.

Trainer Martin Gärtner bekam nicht nur für seine eigenen Siege Applaus und Dank, sondern insbesondere für sein großartiges Engagement. Julia Hoffmann galt der Dank für die starke Unterstützung von Trainer Martin Gärtner bei Trainingslagern und Regatten.

„Wenn wir jetzt noch bei der letzten Regatta des Jahres, der Nikolaus-Langstrecke in Mainz, bei zwei startenden Booten erfolgreich sind, übertreffen wir noch die 89 Siege des Vorjahres“, drücken den Regattastartern schon jetzt alle Ruderer die Daumen.

02.12.2013


Dritter Platz für Alicia Bohn

Von Angelika Schwager

Mannheim-  Bei der achten Kurpfälzischen Langstreckenregatta über die 6000-Meter-Strecke schlossen die Speyerer Rennruder-Junioren die Regatta-Saison 2013 auf dem Wasser endgültig ab. Leider hatte Trainer Martin Gärtner schon im Vorfeld der Regatta drei seiner Ruderer aufgrund von Erkrankungen aus dem Rennen nehmen müssen.

Obwohl ebenfalls nicht ganz fit, zeigte Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer B in 24:19,35 Minuten die beste Speyerer Leistung und ruderte im 25 Boote-Feld auf den sehr guten dritten Platz. Lediglich die Ruderin vom Koblenzer RC Rhenania in 23:50,05 Minuten und vom RC Möve Großauheim in 24:16,71 Minuten waren schneller als Alicia Bohn. Elias Kolbenschlag war im Junior-Einer A 24:00,73 Minuten unterwegs, das reichte für Rang 17 bei ebenfalls 25 Startern. Im Junior A-Zweier-ohne Steuermann benötigten Marvin Degen und Louis Ebermann 21:45,44 Minuten um die 6000 Meter zu bewältigen. Das bedeutete Platz zwölf der 17 gestarteten Boote.

„Dafür, dass wir in den letzten Wochen aufgrund der vielen Erkrankungen nicht voll trainieren konnten, können wir mit den Ergebnissen zufrieden sein“, sagte Trainer Martin Gärtner.

18.11.2013


Gleich zwei Achter auf dem Wasser

Von Angelika Schwager

Speyer-  Ein Novum gab es beim Abrudern der Rudergesellschaft Speyer. Gleich zwei Gig-Achter, den Renngig-Achter „Reffenthal“ und den Doppelachter „Weck, Worscht un Woi“ konnte der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann neben einem Doppelfünfer, zwei Vierern und zwei Einern auf den Rhein zum Trompeterbau schicken.

Nach der offiziell letzten Ausfahrt des Jahres freute sich Alfred Zimmermann für die Stadt, Bürgermeisterin Monika Kabs, und für den Stadtsportverband, Jürgen Kief und Nicole Engelhard, begrüßen zu dürfen. Auch Hermann Fuchs, das fast 94jährige Ehrenmitglied der RGS, war gekommen und erhielt die Auszeichnung für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft überreicht.

Dank des Engagements von Steffi Haase-Goos, sie hatte sich über einen längeren Zeitraum um Spenden für einen Doppelzweier für den Breitensport bemüht, konnte zum Abrudern wieder ein Boot getauft und offiziell in Dienst gestellt werden. Martina Schott übernahm, ganz in den Vereinsfarben rot-weiß gekleidet, die Ehre das Boot zu taufen. Die kurze Ansprache zielte auf die Fernsehserie Raumpatrouille Orion ab, bevor Martina Schott dem neuen Doppelzweier immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wünschte und den Namen „Orion“ gab.

11.11.2013


Sieg für Masters-Achter bei Würzburger Bocksbeutel-Regatta

Die mit der Startnummer 146 ins Rennen gegangene Achtercrew durfte bei der Siegerehrung neben den obligatorischen Raddaddeln (Siegermedaillen) je Ruderer dem Namen der Langstrecke entsprechend eine Bocksbeutel-Flasche Müller-Thurgau entgegennehmenVon Angelika Schwager

Würzburg- Zum Saisonabschluss ging der Speyerer-Masters-Achter an den Start der Würzburger Ruderregatta auf dem Main. Dabei wurde die „Bocksbeutel-Langstrecke“ zum 24. Mal ausgetragen. Vom malerischen Weinort Randersacker aus, führt die wundervoll Strecke durch eine herrliche Weingegend umgeben von Weinbergen und viel Natur und endet nach 4500 Metern mit einem Blick auf die Marienfestung. Wofür die um den Sieg kämpfenden Sportler naturgemäß kein Auge hatten.

Bei bestem Herbstwetter steuerte Klaudia Laakmann ihre acht Ruderer zum Start. Schon beim Einrudern „stand, d.h. kein wackeln des Bootes, und lief der Achter“, so die Steuerfrau. Bei der Bocksbeutel-Langstrecke werden die Boote im Ein-Minuten-Abstand auf die Strecke geschickt. Schlagmann Peter Gärtner und Co-Schlag Lars Seibert brachten ihre Masters-C-Crew (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mit Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs und Harald Schwager schnell in den Rhythmus. Mit 32-33 Schlägen pro Minute gings über die Strecke und die Distanz zum nach der RG Speyer gestarteten Achter der Renngemeinschaft Passauer RV/Deggendorfer RV wurde erkennbar größer. Als die Zielsirene für den vor der RG Speyer gestarteten ARC Würzburg erklang lag Speyer nur noch wenige hundert Meter vom Ziel entfernt: So lautete dann auch der Zieleinlauf Speyer in 13:15 Minuten vor Würzburg 13:38 Minuten. Mehr als eine Minute zurück folgte das dritte Boot.

Die 13:15 Minuten Laufzeit für die 4500 Meter-Distanz bedeutete für die RG Speyer auch die schnellste Zeit aller gestarteten Achter und die zweitschnellste Zeit aller bei der Regatta über die Strecke gegangenen Boote. Lediglich der Männer-A-Doppelvierer der RG Marktheidenfeld war sechs Sekunden schneller.

„Dass wir als Masters-C-Mannschaft hier so weit vorn dabei sind, freut uns schon und gibt Motivation für das jetzt anstehende Hallentraining für die Saison 2014“, war sich die Mannschaft einig.

20.10.2013


Fünf Titel bei Südwestdeutscher Meisterschaft für RG Speyer

Junioren-Achter auf der StreckeVon Angelika Schwager

Trier-  Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften auf der Mosel in Trier konnten die Aktiven der Rudergesellschaft Speyer gleich fünf Titel und sechs Vizemeisterschaften nach Speyer holen. Dazu kamen drei dritte und zwei vierte Plätze. Bei der in die Südwestdeutschen Meisterschaften eingebetteten Trierer Regatta gelang ein Sieg und ein zweiter Platz.

Den Auftakt machte Masters Ruderer Frank Durein im Einer, er setzte sich im Einer über die 1000-Meter-Distanz vom Start weg an die Spitze und kontrollierte das Rennen. Im Ziel lag er fast eine Bootslänge vor Patrick Chamberlain, RV Treviris. Nach seinem souveränen Vorlaufsieg war Elias Dreismickenbecker im Junioren-Einer A ganz auf Sieg eingestellt. Am Ende musste er sich überraschend Leon Schuler vom RV Treviris mit knapp fünf zehntel Sekunden beugen und wurde Zweiter. Die weiteren Boote lagen fast neun Sekunden zurück, was den harten Kampf an der Spitze eindrucksvoll unterstreicht. Alicia Bohn nach dem Sieg mit Trainer Martin Gärtner Besser machte es Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer B, sie ließ dem klaren Vorlaufsieg, den Titelgewinn mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf Lena Reuß, Koblenzer RC Rhenania folgen. Im Frauen-Doppelzweier kämpften Elke Hahn und Julia Hoffmann vergebens gegen das dominante Duo vom Mainzer RV an und wurden zweites Boot. Die Junioren B Marvin Degen und Louis Ebermann stiegen vom gewohnten Riemenboot in den Skullzweier um. Das sollte sich auszahlen, nach klarem Vorlaufsieg folgte im Finale ein deutlicher Start-Ziel-Sieg mit mehr als einer Bootslänge vor dem Mainzer RV.

In den Großbooten ging es dann traditionsgemäß über die 500-Meter-Distanz. Im Frauen-Achter kam es Speyerer Sicht zu einem Schwester-Kampf, da Elke Hahn und Julia Hoffmann in verschiedenen Renngemeinschaften unterwegs waren. Elke Hahn hatte das bessere Ende für sich und wurde in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Bernkasteler RV/Binger RG/Ludwigshafener RV Südwestdeutsche Meisterin, Julia Hoffmann musste sich mit ihrer Crew mit Rang zwei zufrieden geben. Masters-Doppelvierer in Führung Der Titel im Masters-Doppelvierer mit Andreas Kabs, Martin Gärtner, Frank Durein und Harald Schwager an Bord war schon bei Streckenhälfte klar für Speyer gesichert, es folgte der RV Saarbrücken auf Rang zwei. Sowohl die Renngemeinschaften mit Speyerer-Beteiligung im Junioren-Achter A mit Elias Kolbenschlag, Louis Ebermann, Marvin Degen, Philipp Nowicki, Elias Dreismickenbecker und Steuerfrau Ernestine Archinger als auch im Männer-Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker und im Juniorinnen-Doppelvierer mit Alicia Bohn wurden Vizemeister.

Die Trierer Regatta brachte für Julia Hoffmann mit Partnerin Selina Glaser im Frauen-Doppelzweier den fast obligatorischen Sieg, dieses Mal vor dem Ludwigshafener RV. Martin Gärtner und Harald Schwager lieferten sich im Masters-Doppelzweier vom Start bis ins Ziel einen harten Kampf mit Koblenz, mit 17 hundertstel Sekunden geschlagen kamen die Speyerer weit vor dem RV Treviris ins Ziel.

„Fünf Titel bei den Südwestdeutschen Meisterschaften und ein Regattasieg sind ein schöner Abschluss der Meisterschaftssaison“, zeigten sich die Speyerer zufrieden. Foto: Privat

13.10.2013


Rheinmarathon Leverkusen- Düsseldorf: Seegig der RG Speyer schafft das Podium

Siegerehrungvon Angelika Schwager

Leverkusen- Bei der fünften Teilnahme des Seegig-Vierers „Vater Rhein“, das sind Riemenboote mit mindestens 1,10 m Breite, hat es für die RG Speyer beim diesjährigen Rheinmarathon endlich geklappt. Diese Bootsklasse gilt als härteste Herausforderung für die 42,8 km lange Stromregatta. Das Quintett Ralf Mattil, Dieter Guhl, Klaus Disqué, Norbert Herbelund Charlie Scheurer verfehlte letztes Jahr mit rund 1,5 Minuten den 3. Platz – dieses Jahr sollte es aber einen erbitterten Kampf gegen die Dauerkonkurrenten vom irischen Fermoy Rowing Club geben. Vom Durchschnittsalter (57 Jahre) schien die RG Speyer gegen die Iren (MDA 45 Jahre) auf verlorenem Posten. Im irischen Boot saßen ausschließlich Donnellans - Michael, Conor, Stephen und Shane. Die Taktik im „Vater Rhein“ war, dass bis zur ersten Zwischenzeit nach 19 km in Dormagen Norbert Herbel steuern sollte, um sich dann mit Charlie Scheurer am Schlag abzuwechseln. Wertvolle Unterstützung kam von unserer GPS-Uhr, die uns permanent die aktuelle Bootsgeschwindigkeit zeigte und half, die beste Strömungsgeschwindigkeit zu finden. Die RG Speyer hatte bei der Zwischenzeit noch einen Rückstand von 32 Sekunden auf den begehrten Treppchenplatz. Jetzt ging es darum, mit einem frischen Mann am Schlag das Feld aufzurollen. Und das gelang; mit 1 Stunde und 31:58 Minuten ruderte das Team die zweitbeste Streckenzeit. Im Ziel blieb die Uhr für die RG Speyer dann bei 2:39:27 stehen – genau 4 Sekunden vor unseren irischen Rivalen. Der ersehnte Podiumsplatz war endlich geschafft! Was für ein Rennausgang nach 42,8 km – zwischen Platz zwei und Platz vier lagen gerade einmal 56 Sekunden.nach dem Rennen

Neben dem Seegig ging bei der 42. Auflage des Rheinmarathons auch der Gig-Doppelfünfer mit Sabine und Bernd Marczinke, Klaus Wies, Reinhold Eppel sowie Detlef Döhnert vom Ludwigshafener RV an den Start und waren mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren das älteste Team am Start der schnellsten Boote in der Konkurrenz. Diese Bootsklasse ist sehr schwierig – ohne Steuermann auf unbekannter Rheinstrecke und permanenter Schiffsverkehr eine Herausforderung für den Bugmann Reinhold Eppel am Fußsteuer. In 2:06:19 Stunden absolvierte das Siegerteam die Marathonstrecke – die schnellste Zeit aller 143 Boote aus 75 Vereinen. Der Speyerer-Vierer kam in 2:29:56 Stunden auf Platz 11 ins Ziel.

08.10.2013


Gute Platzierungen für Ruderer in Bernkastel-Kues

Masters-Doppelvierer ohne Steuermann auf der StreckeVon Angelika Schwager

Bernkastel-Kues- Mit zwei Booten,  dem Doppelvierer ohne Steuermann und einem Gig-Doppelvierer mit Steuermann war die Rudergesellschaft Speyer am Start der Langstreckenregatta „Grüner Moselpokal“ über die 4000-Meter-Distanz in Bernkastel-Kues. Es gelingt ein zweiter und ein sechster Platz.

Im Masters-Doppelvierer ohne Steuermann D kämpften Frank Durein, Peter Gärtner, Andreas Kabs und Harald Schwager um den Sieg. Das Besondere beim Langstreckenrennen „Grüner Moselpokal“ ist die Streckenführung. Die Startlinie ist später auch gleichzeitig Ziellinie. Schon nach wenigen 100 Metern gilt es, besonders für Boote ohne Steuermann, die erste Brückendurchfahrt zu meistern. Nach Streckenhälfte muss nach zwei Ruderkilometern gewendet werden. Auf der zweiten Streckenhälfte, gegen den Strom, findet der Speyerer-Doppelvierer fast immer die Ideallinie, auch wenn einmal ein weit in die Mosel ragender Busch für leichtes Erschrecken und Abbremsen sorgt, als auch aufgrund der Strömung ein häufiges Gegensteuern mit dem Fußsteuer Schlagmann Peter Gärtner immer wieder zusätzlich fordert. Alle im Boot fühlen „es läuft“ und wissen „durchhalten dann sind wir vorne dabei“. Masters-Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau auf der Strecke Mit stabil hoher Schlagzahl, 36 Schläge pro Minute, geht das Speyerer-Quartett über die 4000-Meter-Distanz. Dann kommen die Ergebnisse: WSV Mülheim-Ruhr / Kettwiger RG 14:55 Minuten, Speyer 14:58 Minuten. Nach einer ersten kleinen Enttäuschung über den extrem knappen Ausgang, ohne das gute Ende für sich zu haben, überwiegt die Freude über ein tolles Rennen. Das drittplatzierte Boot lag 15 Sekunden zurück. „Drei Sekunden Unterschied auf die 4000 Meter, das ist ja wie ein totes Rennen“, kommentiert Norbert Herbel.

Im Rennen des Gig-Masters-Doppelvierer mit Steuerfrau Ulrike Durein rudern die langstreckenerprobten Ruderer Dieter Guhl, Norbert Herbel, Ralf Mattil mit Thomas Zimmermann um 13:45,21 Uhr über die Startlinie. Für Thomas Zimmermann ist es nach Jahrzehnten der Regattaabstinenz wieder das erste Rennen. Die Kommentare nach dem Rennen: „Tolles Rennen mit hohem Zufriedenheitsfaktor“, lassen erkennen, dass viel Spaß im Spiel war. Steuerfrau Ulrike Durein fand für ihr Team nicht nur die Ideallinie über die Strecke, sondern motivierte die Crew noch kurz vor dem Ziel das Überholen eines Bootes, was das Verlassen der Ideallinie bedeutete, zu erreichen. Nach 18:18 Minuten blieb die Uhr stehen, das bedeutete Platz sechs. 

30.09.2013


Großer Erfolg in Sursee

Von Angelika Schwager

Sursee-  Die Rennsportler der Rudergesellschaft Speyer wurden bei der Regatta in Sursee, Schweiz nicht nur mit gutem Wetter verwöhnt, sondern konnten sich auch über zahlreiche Erfolge freuen.

Los ging es mit dem Langstreckenrennen in der Königsklasse, dem Achter. Die 7000-Meter-Strecke stellte hohe Anforderungen an die 24 startenden Achter. Die Speyerer gingen mit der Masters-Mannschaft Maximilian Bandel, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Andreas Kabs, Martin Kühner, Jochen Kühner, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Julia Hoffmann an den Start. Schnell zeigte sich, dass der Speyerer-Achter „so richtig gut ins laufen kam“, kommentierten die Zuschauer. So konnte die Crew selbst bei den Senioren-Achtern mithalten und siegte in der sehr guten Zeit von 22:51,36 Minuten in der Masters-Konkurrenz, das zweite Masters-Boot vom Mannheimer RC benötigte 23:58,74 Minuten, der drittplatzierte RC Zürich 25:12,85 Minuten. Die Siegerprämie von 250 Franken nahmen die RGS-Verantwortlichen gerne entgegen.

Die Kurzstreckenrennen über die 450-Meter-Distanz waren geprägt von der Speyerer-Farbe rot-weiß. Immer wieder legten die Bootsbesatzungen mit dem roten Brustring am Siegersteg an. Ganze achtzehn Siege sowie neun zweite, acht dritte, drei vierte und einen fünften Platz durften die RGSler für sich verbuchen. Früh war klar, dass die dominierende Masters-Mannschaft erneut den Sieg um den Masters-Wanderpokal davon tragen sollte. Kein fremdes Boot kam an den Speyerer Masters vorbei, das bedeutete am Ende Platz eins bei maximal möglicher Punktzahl von 28 vor dem zweitplatzierten SC Luzern mit sieben Punkten und dem WSV Waldshut mit fünf Punkten. Leider mussten die Speyerer manchmal gegen die eigenen Vereinskameraden antreten, dann lautete der Zieleinlauf immer Sieg Speyer, Platz zwei Speyer, dann folgten die weiteren Boote. Bei der Masters- und der Clubwertung bekommt jeder Sieger drei, der Zweitplatzierte zwei und der Dritte einen Punkt.

Bei der Siegerehrung und Pokalübergabe erwarteten die Speyerer schon ganz vorne dabei zu sein, dass es aber zum Sieg in der Clubwertung mit 69 Punkten vor dem SC Luzern mit ebenfalls 69 Punkten reichen sollte hatte niemand erwartet. Ausschlaggebend war hier die Platzierung im letzten Rennen dem Männerachter. Die RG Speyer lag mit der Masters-Mannschaft C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mit Maximilian Bandel, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuermann Ansgar Keil am Start mit der Männermannschaft des SC Luzern. Bei Punktgleichheit sollte die bessere Platzierung im Achterrennen den Ausschlag geben. Mit einem fulminanten Start ging der Domstadt-Achter auf die Strecke und konnte sich fast eine Länge vom SC Luzern absetzen. Bei 1:10,18 Minuten blieb die Uhr stehen, leider hatte es gegen die eingefahrene Männermannschaft vom SC Zürich, die nach 1:09,21 Minuten die Ziellinie überfuhr nicht ganz zum Sieg gereicht. Aber der Gesamtpokal war gesichert, da der SC Luzern nicht an Speyer vorbeikam.

Gleich 26 Speyerer Rennruderer konnten sich in die Siegerlisten eintragen, lediglich den jüngsten Ruderern blieb ein Sieg verwehrt. Mit sechs Erfolgen avancierte Maximilian Bandel vor Andreas Kabs mit fünf Siegen zum erfolgreichsten Teilnehmer. Lars Seibert und Hauke Skoda kamen auf je vier und Peter Gärtner, Elke Hahn und Marvin Degen auf jeweils drei Siege.

Als eine Bank erwiesen sich die Doppelvierer-Konkurrenzen: Den Auftakt zu einer sieben-Siege-Serie machten die Junioren B Marvin Degen, Louis Ebermann, Lukas Zimmermann und Wladislaw Schneider, die in 1:15,11 Minuten vor dem SC Zug gewannen. Kurz danach durfte der Masters-Mixed Doppelvierer mit Maximilian Bandel, Leoni Hadwiger, Elke Hahn und Harald Schwager am Siegersteg anlegen. Der Masters-Männer-Doppelvierer A (Mindestalter 27 Jahre) mit Lars Seibert, Maximilian Bandel, Martin und Jochen Kühner dominierte seinen Lauf und ruderte auf den zweitplatzierten WSV Waldshut fast eine Bootslänge heraus. Andreas Kabs, Martin Gärtner, Frank Durein und Hauke Skoda durften als Masters C gegen die älteren D-Ruderer (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Peter Josy und Harald Schwager antreten und siegten. Doch die D-Mannschaft blieb dran und sicherte sich zwei Punkte für die Wertung und verwies den SC Sempach mit fast zwei Längen Rückstand auf Platz drei. Die A-Junioren (17/18 Jahre) Philipp Nowicki, Elias Archinger, Moritz Durein und Elias Kolbenschlag durften sich über einen Ein-Längen-Sieg in 1:17,07 Minuten vor dem SC Luzern freuen. In den Männerkonkurrenzen gab es zwei Speyerer Siege. Zuerst blieben Tim Lauer, Jens Klein, Philipp Nowicki und Andreas Kabs im Fünf-Boote-Feld erfolgreich. Den Vogel schoss jedoch die Masters-Crew Lars Seibert, Peter Gärtner, Ralf Burkhardt und Hauke Skoda ab, die in 1:11,95 bei ihrem Sieg die schnellste Laufzeit aller bi der Regatta gestarteten Doppelvierer hinlegte. Komplettiert wurde die Speyerer Erfolgsserie durch sieben Siege in den Doppelzweiern sowie je zwei Erfolge im Zweier-ohne Steuermann.

„Erfreulich war auch, dass die RGS nach langen Jahren der Abstinenz mit Philipp Nowicki, Elias Archinger, Moritz Durein, Elias Kolbenschlag, Marvin Degen, Louis Ebermann, Lukas Zimmermann, Wladislaw Schneider und Steuermann Ansgar Keil wieder einen Junioren-Achter an den Start bringen konnte. Leider reichte es mit einer Sekunde Rückstand auf den SC Zug nicht zum Sieg“, kommentierten sich die mitgereisten Schlachtenbummler

29.09.2013


Vier Masters Titel für Lars Seibert – Sieg in der Königsklasse

Von Angelika Schwager

Varese. Die Masters-Ruderer der Rudergesellschaft Speyer landeten bei der FISA World Masters Regatta in Varese, Italien, mit vier Siegen einen Überraschungs-Coup. Vor dem abschließenden Achtersieg hatte Lars Seibert bereits drei Erfolge auf der Acht-Bahnen-Strecke auf dem Lago di Varese eingefahren und drei dritte Plätze standen in den Büchern.

Zum Auftakt lagen am ersten Wettkampftag im Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) Lars Seibert und Andreas Kabs am Start über die 1000-Meter-Strecke. Die Beiden erwischten einen perfekten Start und konnten sich schnell vom Feld lösen. Am besten konnten noch die Norweger mithalten, aber am Ende das Tempo der Speyerer nicht mitgehen. Nach 3:17,03 Minuten hatte die RG Speyer mit mehr als einer Länge Vorsprung den ersten Sieg sicher. Im Achter D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) setzten sich die übermächtigen Russen Schlag um Schlag vom Feld ab. Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Andreas Kabs, Harald Schwager und Steuerfrau Klaudia Laakmann in Renngemeinschaft mit dem Ludwigshafener RV, Jürgen Hock und Detlev Jantz rangen mit dem zweiten deutschen Boot um Platz zwei, den sie im Ziel um drei zehntel Sekunden verpassten, aber mehr als eine Länge vor der Schweiz, der Ukraine, Großbritannien Brasilien und Italien lagen.

Am frühen Morgen des zweiten Regattatages ließ Lars Seibert im A-Einer (Mindestalter 27 Jahre) die Gegner schon bei den Startschlägen spüren in welch guter Verfassung er sich bei dieser World Masters Regatta befand. Nur der vier Jahre jüngere Italiener Francesco Bonomo konnte auf der ersten Streckenhälfte an Lars Seibert dranbleiben, musste allerdings bei einem schon bei 600 Meter angesetzten Endspurt Seiberts die Hoffnung auf den Sieg aufgeben und verlor mehr als eine ganze Länge. Der drittplatzierte Schweizer lag fast drei Längen zurück.

Am dritten und letzten Wettkampftag kamen im Doppelvierer C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Arnd Garsuch und Harald Schwager gut aus dem Start, dennoch hatten die Vorjahressieger aus  Koblenz die Bugspitze vorn und ruderten einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Das Speyerer Quartett kämpfte  mit der Schweiz um Platz zwei. Nach 3:10,54 Minuten gab es einen weiteren dritten Platz vor Großbritannien, Italien, Italien II, Frankreich und Norwegen. Arnd Garsuch und Lars Seibert mussten im Doppelzweier A in der Nachmittagshitze ins Rennen gehen. Schon nach 30 Schlägen hatten die Speyerer einen deutlich erkennbaren Vorsprung, den sie Schlag um Schlag ausbauen konnten. Mit 3:15,80 Minuten legten das Duo Seibert/Garsuch eine tolle Zeit hin, sodass den meist italienischen Fans auf den Tribünen nur die Enttäuschung über Platz zwei der Lokalmatadoren in 3:20,39 Minuten blieb. Schon beim Warmrudern im Achter C spürten Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Klaudia Laakmann, dass das Boot einen guten Lauf hatte. Mit einem technisch sehr guten Rennen konnte die Crew der RG Speyer die körperlich meist überlegenen Gegner in Schach halten. Bei 500 Metern lag der Achter bereits vorn, bei 750 Metern und einem ständig wachsenden Vorsprung sprudelte es aus der Steuerfrau „ihr habt´s nur noch halten, dran bleiben“. Nach 3:02,46 Minuten war der Sieg in der Königsklasse eingefahren und erneut hatte Italien mit einer knappen Länge Rückstand das kürzere Ende in der Hand. Es folgten Chile, Deutschland II, Schweiz, Spanien, und Norwegen.

Komplettiert wurden die Ergebnisse durch einen weiteren dritten Platz für Andreas Kabs im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Würzburg. Daneben gab es drei vierte Plätze und ein siebten Platz für die Doppelzweier und Doppelvierer mit Speyerer Beteiligung.

„Wir waren sicher, dass wir nach der harten Vorbereitung auf gute Ergebnisse hoffen durften, dass es allerdings vier Siege geben sollte hatten wir nicht zu hoffen gewagt. Eindeutiger Star ist Mister 100% Lars Seibert mit seinen vier Siegen bei vier Starts“, waren sich die Speyerer Ruderer einig.

27.09.2013


14 Siege bei Limburger Sprintregatta

Von Angelika Schwager

Limburg- Die Lahn bei Limburg erwies sich für die Rennruderer der RG Speyer als wahrer Goldfluss. Bei der traditionellen Herbstregatta über die 500-Meter-Sprintstrecke gab es gleich 14 Siege. Durch eine Streckenverlegung kamen auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten, da eine Fußgängerbrücke direkt über der Ziellinie einen weitreichenden Einblick auf die Strecke und einen perfekten Blick auf den Zieleinlauf bot.

Im Jungen-Einer sammelten Joel Große und Salomon Archinger erste Regattaerfahrung und ruderten beide gleich einen guten zweiten Platz. Am ersten Regattatag waren dann die beiden „Leichtgewichte“ Julius Gard und Steffen Steinbacher im schweren Jungen-Einer unterwegs und sicherten sich ebenfalls zweite Plätze. Am zweiten Regattatag ging es dann im „gewichtsadäquaten“ Leichtgewichtsrennen an den Start. Sowohl Julius Gard, der in 2:12,2 Minuten vor Witten und Gießen ins Ziel kam, als auch. Steffen Steinbacher für den die Uhr bei 2:07,9 Minuten stehen blieb, siegten souverän. Als wäre das nicht genug, stiegen die vier Jungruderer in den Doppelvierer. Gesteuert von Lukas Zimmermann erruderten sie sich einen zweiten und drittenPlatz bei den Schwergewichten in der Altersklasse 14 Jahre und jünger, eine saubere Leistung für die zum Teil noch unerfahrene Mannschaft.

Lukas Zimmermann und Richard Sattel im Junior-B-Doppelzweier (15/16 Jahre) fahren in sauberen Rennen jeweils zweite Plätze heraus. Auch im Doppelvierer mit Marvin Degen und Louis Ebermann gesteuert von Steffen Steinbacher scheinen Zimmermann und Sattel nicht über den zweiten Platz hinauszukommen, doch nachdem im ersten Lauf der Koblenzer RC die Nase vorne hatte, sichern sich die Speyerer im zweiten Lauf den wohlverdienten Sieg. Gleiches Bild im Junior-B-Doppelvierer mit Steuermann Steffen Steibbacher Mixed mit Marvin Degen, Lukas Zimmermann, Alicia Bohn und Ernestine Archinger: Den ersten Lauf gewinnt RC Möve Großauheim mit gerade einmal sechs zehntel Sekunden Vorsprung, doch das zweite Rennen dominieren die Speyerer deutlich und gewinnen mit über einer Länge Vorsprung. Im Junior-B-Doppelzweier startet Marvin Degen in Renngemeinschaft mit Paul Stein, Koblenzer RC, erreicht zweimal Platz zwei.

Wie schon in der Vorsaison zeigt Alicia Bohn ihre Stärke und dominiert den Juniorinnen-B-Einer klar mit einem Sieg vor Lahnstein und Koblenz in beiden Läufen. Regattanovizin Ernestine Archinger rudert in ihrem ersten Rennen im Juniorinnen-B-Einer auf den zweiten Platz.

Bei den A-Junioren gehen die Riemenspezialisten Louis Ebermann und Marvin Degen im Zweier-ohne-Steuermann an den Start und gewinnen beide Rennen souverän. Im Vierer-ohne Steuermann landen die Beiden mit Philipp Nowicki und Maximilian Bierwierth, Koblenzer RC, nach einem sauberen Rennen auf Rang zwei hinter Limburg. Im Junior-A-Doppelzweier startet das Duo Philipp Nowicki und Elias Archinger, muss sich jedoch dem Limburger CfW geschlagen geben und landet im zweiten Rennen auf dem dritten Platz. Das Duo Moritz Durein und Elias Kolbenschlag macht es besser und siegt vor Eltville und wird im zweiten Anlauf Zweiter. Gemeinsam gehen die vier A-Junioren nur 15 Minuten nach den Zweierrennen im Doppelvierer an den Start. Am Ende steht in den Ergebnislisten: zweimal Zweiter.

Bei den Seniorinnen feiert Teresa Claus im Einer U23 ihr Debüt und kann ebenfalls einen zweiten Platz für sich verbuchen.

Bei den Seniorinnen ist Julia Hoffmann erneut ein Sieggarant für die RG Speyer. Im A-Doppelzweier siegt Julia Hoffmann mit Elke Hahn. Gleiches gelingt ihr im A-Doppelvierer mit Elke Hahn, Selina Glaser aus Bingen und Petra Schallenberger aus Koblenz. Gleich drei Siege fährt der bewährte U23-Doppelzweier Glaser/Hoffmannnach Hause. Nur im U23-Einer muss sich Julia Hoffmann geschlagen geben, kommt nicht an der Frankfurter RG Borussia vorbei aber vor der Binger RG ins Ziel.

„Vierzehn Siege, dies in allen Altersklassen, zeigt die Breite der Leistungsfähigkeit von den Kindern bis zu den Seniorinnen“, waren sich die Speyerer Schlachtenbummler einig.

27.09.2013


9 Siege aus Schierstein mitgebracht

Von Angelika Schwager

Junior-DoppelzweierWiesbaden. Die von der RG Wiesbaden-Biebrich ausgerichtete Jubiläumsregatta zum 125. Vereinsjubiläum führte rund 400 Ruderer aus über 50 Vereinen und Renngemeinschaften an den Schiersteiner Hafen, um über die 500-Meter-Sprint-Distanz die Sieger zu ermitteln. Mit dabei waren auch die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer. Gleich neun Siege konnten die Speyerer verbuchen.

Den Auftakt machten Marvin Degen und Louis Ebermann die den Sieg im Junioren-B-Doppelzweier mit einer halben Länge Vorsprung auf Darmstadt nach Hause ruderten. Gemeinsam mit Julia Hoffmann machte es Marvin Degen in der Offenen Klasse des Mixed-Doppelzweiers für Vereinsmannschaften spannend. Zwei zehntel Sekunden vor dem Mühlheimer RV überruderte Speyer die Ziellinie, Marktheidenfeld als Dritter lag deutlich zurück. Deutlich leichter fiel Marvin Degen der Sieg in der Renngemeinschaft RG Speyer / Binger RG / Bernkasteler RV, mit gleich sechs Sekunden Rückstand mussten sich die zweiten der Renngemeinschaft RG Wiesbaden / Flörsheimer RV / Weilburger RV geschlagen geben.

Siegerin im Einer Alicia BohnErneut nichts anbrennen lies Alicia Bohn, die im Juniorinnen-B-Einer in 2:01,53 Minuten mit mehr als einer Länge vor dem Weilburger RV siegte. Noch weiter zurück lagen der RC Nassovia Höchst und der RC Aschaffenburg.

Einen Doppelsieg landete Julia Hoffmann mit ihrer Partnerin von der Binger RG Selina im Frauen-Doppelzweier A (Offene Klasse) einmal vor der RG Wiesbaden-Biebrich und einmal vor der Renngemeinschaft RG Lahnstein/Bernkasteler RV als zweitem Boot. Einen weiteren Ein-Längen-Sieg holte sich Julia Hoffmann im Frauen-B-Einer (U23) vor Bingen und Limburg.

Im Masters-Doppelzweier ruderten Frank Durein und Harald Schwager zwei Mal souverän mit mehr als zwei Längen Vorsprung, im ersten Lauf vor dem Mainzer Doppelzweier  und im zweiten Rennen vor dem RC Neptun Darmstadt, über die Ziellinie.

Die Ergebnisse wurden durch acht zweite, fünf dritte und drei vierte Plätze komplettiert. Erfolgreichste Teilnehmer der RG Speyer waren in jeweils sieben Rennen Julia Hoffmann mit gleich vier Siegen und Marvin Degen der es auf drei Erfolge brachte.

27.09.2013


Andreas Kabs und Lars Seibert gewinnen bei German Masters Open

Lars Seiber und Andreas KabsVon Angelika Schwager

In Brandenburg an der Havel fanden die Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften gemeinsam mit den German Masters Open im Rudern statt. Auf dem Beetzsee wurden die Rennen vom  routinierten Regattateam an zwei Tagen über die 1000-Meter-Strecke gebracht.  Die Anlage entspricht internationalen Anforderungen, so wurden hier schon Ruderweltmeisterschaften und nationale Selektionen des Deutschen Ruderverbandes ausgetragen.   

Lars Seibert ging als 32-jähriger Mastersruderer im Männer-Einer bei  den Hochschulmeisterschaften für die HfP Villingen-Schwenningen an den Start.  18 Ruderer bewarben sich um den Titel des Deutschen Hochschulmeisters 2013, darunter Philipp Wende der Olympiasieger im Doppelvierer in London. Im Vorlauf ruderte Lars Seibert auf der im Gegenwind liegenden Außenbahn und ruderte auf den vierten Platz. Im Hoffnungslauf am Sonntag fuhr er souverän auf den zweiten Platz und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale. Dort brauchte er einen dritten Platz für den Finaleinzug.  Die Skuller kamen gut aus dem Start über die 1000 Meter Strecke. Lars Seibert ruderte Bord-an Bord mit Aachen, Bremen und Dresden bis kurz vor der Ziellinie der Ruderer aus Aachen den Sieg klarmachte. Im packenden Endspurt kam Lars Seibert mit 24/100 Sekunden Rückstand auf den undankbaren vierten Platz und verpasste somit den Finaleinzug.  Im B-Finale gab es einen hervorragenden dritten Platz.   

Andreas Kabs und Lars Seibert starteten im Doppelzweier in der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) im vollen Sechs-Boote-Feld. Gleich am Start ließen die beiden erkennen, dass sie ganz vorne mitrudern wollten. Mit einem sauberen Startspurt setzten sie sich an die Spitze des Feldes. Nach der Streckenhälfte hatten sie schon ein wenig Wasser zwischen sich und die folgenden Boote aus Hamburg und Dresden/Wurzen gebracht. Mit konsequenter Wasserarbeit und 36 Schlägen pro Minute fuhr das Duo dem Ziel entgegen und siegte klar in 3:29:14 Minuten. Die Crew aus Hamburg konnte sich den zweiten Platz vor Dresden/Wurzen sichern, die restlichen 3 Boote hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. 

Am zweiten Regattatag verstärke Andreas Kabs den Doppelvierer der Renngemeinschaft Würzburg/Neckarrems sowohl in der Altersklasse B als auch  C (Mindestdurchschnittalter 43 Jahre). Beide Rennen waren im Sechs-Boote-Feld bei nicht ganz fairen Windbedingungen eine Herausforderung für die Crews. Starker seitlicher Gegenwind führte zu Problemen beim Steuern der Boote. Die Mannschaft um Andreas Kabs in der Altersklasse C  kam gut aus dem Start heraus und ruderte mehr als 700 Meter im Spitzentrio mit. Im Endspurt berührte ein Ruderer die Bojenkette der Bahnabtrennung mit seinem Skull und verlor diesen kurz aus der Hand. Der Zieleinlauf lautete  Ratzeburg, Koblenz, Overhavel Hennigsdorf  vor Würzburg/Speyer/Neckarrems und  den Booten aus Potsdam und Berlin/Dresden/Wurzen. In der Alterklasse B erreichte die Mannschaft gegen starke Konkurrenz einen guten dritten Platz.  Das Boot aus Hennigsdorf/Brandenburg/Neuruppin fuhr souverän zum Sieg. Die Boote aus Hamburg/Kiel/Wandsbek sowie aus Dresden/Wurzen/Berlin/Schwerin und Speyer/Würzburg/Neckarrems fuhren Bord an Bord Richtung Ziel und lieferten sich und den zahlreichen Zuschauern einen spannenden Endspurt. Mit 6/10 Sekunden  Rückstand auf Platz zwei war die Mannschaft um Andreas Kabs für die erste gemeinsame Regatta zufrieden.    

Die Speyerer hatten aus sportlicher Sicht ein gutes Wochenende und waren sich einig, dass Brandenburg eine Reise wert war.  

08.07.2013


Alle Boote im Endlauf beim Meisterschaftsrudern

Von Angelika Schwager

Köln- Alle vier Boote der Rudergesellschaft Speyer schafften es ins Finale beim Deutschen Meisterschaftsrudern in Köln für die U17, U 19 und U 23. Die Medaillenhoffnungen insbesondere der Juniorenboote wurden dort im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“.

Alicia BohnIm Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre) schaffte Alicia Bohn ein ganz tolles Ergebnis. Über die 1500-Meter-Strecke zog sie nach einem dritten Platz im Vorlauf mit einem zweiten Platz im Hoffnungslauf ins Halbfinale ein. Ins Halbfinale hatte es Alicia Bohn als einzige Ruderin des Jahrgangs 1998 geschafft, die weiteren elf verbliebenen Konkurrentinnen waren ein Jahr älter. Mit der drittschnellsten Zeit aller Halbfinalistinnen zog die Speyererin ins Finale ein. Mit einem, trotz widriger Bedingungen, sauber geruderten Rennen konnte sich Alicia Bohn prima im Feld platzieren und erreichte am Ende, den als „undankbar“ angesehenen vierten Platz mit drei Sekunden Rückstand auf Leonie Sahlmann, Essener RV, und damit auf Bronze. Dennoch für die junge Speyererin ein ganz hervorragendes Ergebnis, das schon jetzt das Potential für die Zukunft zeigte.

Marvin Degen, Louis EbermannIm Junioren-Zweier-ohne-Steuermann B wollten sich Marvin Degen und Louis Ebermann, insbesondere nach den in der Vorsaison bei den Prüfungsregatten gezeigten durchweg sehr guten Leistungen, weit vorn platzieren. Im Vorlauf lief alles nach Plan: Sieger im Vorlauf eins, das Speyer Duo Ebermann/Degen und Sieger im Vorlauf zwei der RC Potsdam. Damit waren zwei Mitfavoriten direkt fürs Finale qualifiziert. Im Finale herrschten dann, wie so oft auf der Kölner Regattabahn extreme, stets wechselnde Windverhältnisse. Deshalb wurde Speyer als Vorlaufschnellster auf Bahn sechs und der RC Potsdam auf Bahn fünf gestartet, anstelle des üblichen Starts auf den mittleren Bahnen. Am Ende siegte der Allgem. Alster-Club vor RC Hamm/Bessel RC und RC Aschaffenburg, selbst der RV Dorsten blieb vor dem RC Potsdam und der RG Speyer. Besonders ärgerlich aus Speyerer Sicht ist, dass die drei Erstplatzierten im Vorlauf alle im direkten Vergleich geschlagen wurden.

Elias DreismickenbeckerIm Junior-Einer A (17/18 Jahre) hatte sich auch Elias Dreismickenbecker viel vorgenommen. Mit einem deutlichen Sieg im Vorlauf und damit direkter Qualifikation fürs Halbfinale gelang der gewünschte Start. Auch das Halbfinale über die 2000-Meter-Distanz wurde leichte Beute für Elias Dreismickenbecker, mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung auf Leonard Stutzer, RC Potsdam, zog er ins Finale ein. Im Finale kam Elias Dreismickenbecker, bei erneut stark wechselndem Wind, schlecht aus dem Start und lag bei der 500-Meter-Marke auf Rang fünf. Mit Kampfeswillen suchte er den Rückstand zu verkleinern, was auch gelang. Allerdings änderte sich an der Platzierung nichts mehr, Platz fünf knapp hinter Rang drei und vier lautete das Endergebnis. Es siegte Nicolas Schlüter, Hallesche Rvg. Böllberg u. Nelson vor Leon Ramm vom Berliner RC, mit dem Elias Dreismickenbecker in der Vorsaison schon im Doppelzweier gestartet war.

Julia HoffmannIm Frauen-Einer B (19-22 Jahre) zog Julia Hoffmann über Vor- und Hoffnungslauf ins Große Finale ein, konnte dort ein gutes Rennen abliefern und landete deutlich vor dem RV Gelsenkirchen auf dem fünften Platz.

Im Bootshaus gratulierten zum eilends einberufenen Empfang die Mitglieder, dass alle vier Boote ins Finale gekommen waren. Ein seit langem nicht mehr dagewesener Erfolg für die Rennruderer der RG Speyer. 

01.07.2013


Sechs Siege für Ruderer beim 25. Ulmer Donau-Cup

Von Angelika Schwager

Ulm-  Beim 25. Ulmer Donau-Cup war die Rudergesellschaft Speyer mit einer großen Mannschaft vom Jüngsten Julius Gard bis zu den Masters vertreten. Es sollte die Regatta der zweiten Plätze werden, gleich zwölf davon standen für die RG Speyer am Ende in den Ergebnislisten des Veranstalters Ulmer RC Donau. Vier dritte, vier vierte Plätze, aber auch sechs Siege runden das Bild ab über die 500-Meter-Strecke mit ihren vier Startbahnen auf der Donau ab.

Im Jungen-Einer zeigten Steffen Steinbacher (Jg. ´99) und Julius Gard (Jg. ´00) technisch saubere Rennen, mussten allerdings als Leichtsgewichts-Ruderer gegen die „schweren“ Jungs antreten, da nur eine Klasse ausgeschrieben war. Für Steffen Steinbacher gab es zwei vierte und Julius Gard zwei zweite Plätze. Gemeinsam ruderten die Beiden im Jungen-Doppelzweier auf Rang drei.

Das Duo Richard Sattel und Lukas Zimmermann wollte im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier B (15/16 Jahre) beim ersten Regattastart von Richard Sattel ein gutes Rennen zeigen und eine gute Platzierung erobern. Das gelang mit zwei zweiten Plätzen. Exakt nur eine Sekunde hinter dem RC Nürtingen (1:37,88 Minuten) kam Speyer in 1:38,88 Minuten ins Ziel, die folgenden Boote waren abgeschlagen. Auch am zweiten Tag lag Nürtingen vorn. Im Leichtgewichts-Einer kam Lukas Zimmermann nicht über den vierten Platz hinaus.

Auch die Riemenspezialisten Marvin Degen und Louis Ebermann – hier hält jeder Ruderer nur ein Ruderblatt - wagten sich ins Skullboot – hier hält jeder Ruderer zwei Ruderblätter – und schafften im Junior-Doppelzweier B ebenfalls zwei zweite Plätze. Auch in der angestammten Disziplin dem Zweier-ohne-Steuermann lautete das Ergebnis für die Beiden Platz zwei und das zwei Mal. Der Überlinger RC war nur sechs zehntel Sekunden schneller. Gemeinsam kamen die vier B-Junioren Richard Sattel, Lukas Zimmermann, Marvin Degen und Louis Ebermann im Doppelvierer mit Steuermann nicht optimal zurecht und wurden Vierter.

Um ihre Riemenstärke wissend starteten Marvin Degen und Louis Ebermann auch in der höheren Altersklasse bei den A-Junioren (17/18 Jahre) im Zweier-ohne Steuermann. Das sollte sich lohnen. Die Zuschauer bekamen zwei Leckerbissen zu sehen. Am ersten Tag siegte das Speyerer Boot mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf den Stuttgart-Cannstatter RC ganz dicht gefolgt von den weiteren Booten. Am zweiten Tag hatte dann der Ulmer RC Donau in 1:28,61 Minuten den Bugball vorn, vor Stuttgart-Cannstatter RC in 1:28,88 Minuten, der RG Speyer in 1:29,09 Minuten und dem zweiten Ulmer Boot in 1:30,51 Minuten.

Moritz Durein ruderte im Leichtgewichts-Junioren-Einer A auf Platz zwei. Im Junior-Einer A startete Elias Kolbenschlag und erruderte sich einen zweiten und einen dritten Platz. Für Elias Archinger erwies sich in der gleichen Konkurrenz an beiden Tagen Magnus Gähr vom RV Esslingen als zu stark, das bedeutete erneut zwei zweite Platzierungen. Im Junior-A-Doppelzweier gelang Elias Archinger mit Moritz Durein im vollen Feld ebenfalls ein guter zweiter Platz erneut hinter dem RV Esslingen mit Magnus Gähr und Julian Wüsteney. Das Duo Elias Archinger/Elias Kolbenschlag ruderte dann hinter RV dem Esslingen und um zwei zehntel Sekunden von einer Stuttgarter-Renngemeinschaft geschlagen auf Platz drei vor Ulm.

Verlass war wie so oft auf Julia Hoffmann, die ihren Frauen-Einer A gleich zwei Mal souverän gewann. Mit mehr als einer Länge verwies sie zuerst Hanna Steiner vom RV Waldsee, dann Kathleen Kirchhoff vom Stuttgart-Cannstatter RC auf den Silberrang. Im Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau verstärkte Julia Hoffmann dann drei Stuttgart-Cannstattter Ruderinnen und holte sich in der Renngemeinschaft den dritten Sieg vor der Renngemeinschaft Ulmer RC Donau/RV Esslingen und dem Ulmer RC.

Die schnellsten Rennen blieben dann dem Speyerer Masters-Achter vorbehalten, was zwei Siege einbrachte: Rainer Bohn, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Martin Gärtner, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Peter Josy und Harald Schwager gesteuert von Kathrin Josy waren nach 1:20,99 Minuten über die Strecke und verwiesen den Achter des Ulmer RC Donau, der 1:22,53 Minuten benötigte, auf Platz zwei. Am zweiten Tag nahm Julia Hoffmann an den Steuerseilen Platz und dirigierte „ihre“ acht Männer bei Gegenwind und gegen eine sichtlich auf Revanche sinnende Ulmer Crew durch die wellige Donau. Dieses Mal blieb die Uhr bei 1:21,56 Minuten stehen, exakt eine Sekunde vor Ulm.

„Julia Hoffmann war mit ihren vier Siegen klar die Speyerer Regattakönigin, die nicht nur im Boot eine gute Figur machte, sondern als Mitbetreuerin neben Trainer Martin Gärtner die Junioren-Crew unterstützte“, bedankten sich die Speyerer Junioren. 

01.07.2013


Zwei Siege in Bad Lobenstein

Von Angelika Schwager

Bad Lobenstein- Bei der 43. Thüringer Ruder-Regatta auf dem Bleilochstausee bei Bad Lobenstein waren die Masters der Rudergesellschaft Speyer am Start. Am ersten Regattatag ging es über die 1000-Meter-Normalstrecke der Sechs-Bahnen-Regattastrecke und am zweiten Tag wurde über die 500-Meter-Distanz gesprintet.

In Vorbereitung auf seinen Start bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften startete Lars Seibert im Masters-Einer A (Mindestalter 27 Jahre) über die 1000 Meter und siegte souverän. Konnte Maik Feldmann vom RV Kurhessen-Cassel anfänglich noch gut mithalten, setzte sich Lars Seibert auf der zweiten Streckenhälfte vor seinen ärgsten Widersacher und siegte mit mehr als drei Sekunden Vorsprung, die weiteren Boote lagen im Ziel 26 und mehr Sekunden zurück. Im Doppelzweier waren gleich zwei Speyerer Boote in der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) am Start. Lars Seibert und Andreas Kabs ruderten in einem spannenden Rennen hinter der Renngemeinschaft Bad Lobensteiner RV/RV Triton Leipzig mit Christian Spitzer und Sven Gierspeck mit weniger als einer Länge Rückstand auf den zweiten Platz und distanzierten dabei die folgenden Boote mit über 15 Sekunden. Noch näher am Sieg, aber letztlich doch auf dem zweiten Platz, waren Ralf Burkhardt und Arnd Garsuch, die sich in einem extrem schnellen Rennen in einer Zeit von 3:25,10 Minuten dem RV Esslingen geschlagen geben mussten, auch in diesem Rennen lagen die Verfolger sehr weit zurück. Über die 500-Meter-Sprintstrecke drehten Lars Seibert und Andreas Kabs in einem erneut hart umkämpften Rennen den Spieß um und siegten mit fünf zehntel Sekunden Vorsprung auf das Duo Spitzer/Gierspeck, das dritte Boot vom Zschornewitzer RV lag über 5 Sekunden zurück und hatte mit dem Ausgang des Rennen ebenso wenig zu tun wie die weitern Doppelzweier.

Einen weiteren zweiten Platz erkämpfte sich der Masters-Doppelvierer C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mit Ralf Burkhardt, Peter Roland Gärtner, Arnd Garsuch und Harald Schwager eine knappe Länge hinter der Renngemeinschaft Bad Lobensteiner RV/Wurzener Rvg./RV Triton Leipzig/ARV zu Leipzig. Der drittplatzierte RC Nürtingen kam neun Sekunden nach Speyer ins Ziel, gefolgt von der Renngemeinschaft Laubegaster RV Dresden/Torgauer RV. Über die Sprintstrecke starteten alle Altersklassen gemeinsam, der Speyerer Doppelvierer erreichte mit weniger als einer Länge Rückstand in einem technisch sauber gefahrenen Rennen den dritten Platz und war dabei schnellstes Boot seiner Altersklasse.

Im Masters-Achter in der Besetzung Ralf Burkhardt, Ottmar Gärtner, Peter Roland Gärtner, Arnd Garsuch, Ingo Janz, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Katharina Kabs kam der stärkste Gegner in der Altersklasse C von der Elbe. Die Dresdner „Fledermäuse“, im vergangenen Jahr noch in der Ruder-Bundesliga am Start, lagen sowohl über die 1000 Meter als auch über die Sprintstrecke im Ziel jeweils eine knappe halbe Bootslänge vor Speyer.

Trotz der vielen zweiten Plätze waren die Speyerer Masters-Ruderer zufrieden. „Das Regattawochenende hat uns gezeigt, dass wir bei großen Regatten vorne mitrudern können und für die Anfang September stattfindende FISA World-Masters-Regatta in Varese, Italien, gut gerüstet in die letzte Trainingsphase gehen“, war sich das Team einig.

24.06.2013


Julius Gard ist Landessieger

v.l.n.r. Steffen Steinbacher, Julius GardSaarburg- Beim Landesentscheid der 12-14-jährigen Nachwuchsruderer in Saarburg auf der Saar schickte Trainer David Gärtner zwei Einer ins Rennen gegen die Uhr über die 3000-Meter-Distanz.

Im Leichtgewichts-Jungen-Einer (13 Jahre) setzte sich als Zeitschnellster Julius Gard durch und gewann den Landesentscheid. Auch bei den traditionell mit dem Landesentscheid verknüpften Leichtathletik- und Geschicklichkeitstest zeigte Julius Gard eine tolle Leistung und wurde Zweiter der 23 Starter.

Pech hatte Steffen Steinbacher im Leichtgewichts-Jungen-Einer (14 Jahre). Er hatte seine 3000-Meter-Strecke fast bewältigt und war beim Endspurt als ein Mädchen-Doppelzweier in seine Bahn ruderte und es zum Zusammenstoß kam und Steffen Steinbacher das Rennen nicht beenden konnte.

10.06.2013


Arnd Garsuch ist Masters-Championat-Sieger

Arnd Garsuch mit rotem BrustringWerder-  Beim Masters-Championat des Deutschen Ruderverbandes in Werder auf der Havel war von der Rudergesellschaft Speyer Arnd Garsuch erfolgreich am Start.

Im Masters-Doppelvierer startete Arnd Garsuch in der Renngemeinschaft Bad Lobensteiner RV/RV Triton Leipzig/ARV zu Leipzig/RG Speyer mit Christian Spitzer, Sven Gierspeck und Bernd Schmid. In der Altersklasse A (Mindestalter 27 Jahre) setzte sich der Doppelvierer in einem ganz engen Rennen bei starkem Schiebewind in einer Zeit von 2:57,09 Minuten mit 1,18 Sekunden vor der Renngemeinschaft RC Oberhavel Hennigsdorf/RC Havel Brandenburg/Neuruppiner RC und mit 1,75 Sekunden vor der Renngemeinschaft RV Wandsbek/Alster-RV Hanseat/Erster Kieler RC durch, die Renngemeinschaft Rotation Berlin/Wassersport PCK Schwedt lag fast sechs Sekunden zurück, und wurde Championat-Sieger.Arnd Garsuch mit rotem Brustring

Pech hatte das Quartett um Arnd Garsuch im Rennen der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre), nach anfänglicher Führung über die 1000-Meter-Strecke, bei erneut dieses Mal starkem seitlichem Schiebewind, fingen sich die vier einen Krebs ein (Ruderersprache für das starke Hängenbleiben im Wasser mit dem Ruderblatt) und fanden sich auf dem letzten Platz wieder. Im Sechs-Boote-Feld hatte sich der Doppelvierer dann noch auf Rang fünf vorgekämpft, es siegte mit mehr als einer Länge Vorsprung der Koblenzer RC Rhenania.

09.06.2013


Starke Leistung der RGS-Junioren in Hamburg

v.l.n.r. Alicia Bohn, Louis Ebermann, Marvin Degen, Elias Dreismickenbecker vor der Abfahrt nach Hamburg v.l.n.r. Alicia Bohn, Louis Ebermann, Marvin Degen, Elias Dreismickenbecker vor der Abfahrt nach Hamburg

Von Angelika Schwager

Hamburg-  Bei der hochkarätig besetzten Internationalen Junioren-Regatta in Hamburg zeigten die Speyerer Junioren durchweg Spitzenleistungen. Die letzte Leistungsüberprüfung vor den Deutschen Jugendmeisterschaften brachte der Rudergesellschaft zwei Siege, jeweils einen zweiten, dritten und vierten Platz.

Im Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre) machte Alicia Bohn erneut auf sich aufmerksam und gewann ihren Lauf im Sechs-Boote-Feld über die 1500-Meter-Strecke mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Im Ziel lag sie mehr als drei Sekunden vor Carolin Dold vom LRV Mecklenburg-Vorpommern. Durch diesen Sieg am ersten Regattatag hatte sich Alicia Bohn auch einen Startplatz im gesetzten A-Lauf des zweiten Tages gesichert. Mit Rang vier und als beste Ruderin des jüngeren Jahrgangs und nur knappem Rückstand auf Platz drei darf sich Alicia Bohn berechtigte Hoffnungen machen auch bei den Jugendmeisterschaften weit vorne zu landen. Ebenfalls einen ganz klaren Start-Ziel-Sieg landete der Junioren-B-Zweier ohne Steuermann mit Marvin Degen und Louis Ebermann an Bord. „Nach einem Start und 30 starken Startspurtschlägen hatten die Beiden das Rennen sicher unter Kontrolle und mussten auch keinen ausgeprägten Endspurt fahren, um im Fünf-Boote-Feld mit fast vier Sekunden Vorsprung auf das dänische Boot zu gewinnen“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner zufrieden. Im A-Lauf des zweiten Regattatages setzte sich schnell der Zweier vom dänischen Soroe Roklub ab. Die beiden Speyerer hielten jedoch die deutsche Konkurrenz auf Distanz und lagen bis zur 1000-Meter-Marke klar auf dem zweiten Platz. Durch zwei technische Fehler der Speyerer kam der Zweier vom Alster-Club/Nordeutscher Ruderer-Bund nochmal knapp heran, ohne Speyer vom Silberrang verdrängen zu können.

Im Junior-Einer A (17/18 Jahre) war Elias Dreismickenbecker über die 2000-Meter-Distanz unterwegs und wollte sich bei der auszufahrenden Rangliste möglichst weit vorn platzieren. Im ersten Vorlauf hatte er es gleich mit Tim Ole Naske von der RG Hansa Hamburg zu tun. Nach hartem Kampf reichte es zum erfreulichen zweiten Platz hinter dem Spitzenruderer. Im Zwischenlauf gelang dann im Sechs-Boote-Feld ein guter dritter Platz, der Elias Dreismickenbecker den Start im B-Finale sicherte. Bei widrigen Bedingungen kämpften alle Ruderer mit Wind und Wellen, der zweite Platz hinter Hannes Redenius von der Hallesche RVg Böllberg im Sieben-Boote-Feld bedeutete für Elias Dreismickenbecker letztlich Platz acht in der deutschen Rangliste der besten Einerruderer. Mit dieser Leistung waren auch die Bundestrainer sehr zufrieden und nominierten Elias Dreismickenbecker für den Doppelvierer ohne Steuermann am zweiten Regattatag. In der Renngemeinschaft Hallesche RVg Böllberg/RG Hansa/RC Magdeburg/RG Speyer ruderte Elias Dreismickenbecker mit Tim Ole Naske, Nicolas Schlüter und Philipp-Andre Syring in einem engen von widrigen Wetterbedingungen begleiteten Kampfrennen auf Platz drei.

„Mit den erzielten Ergebnissen sind wir sehr zufrieden und werden jetzt die verbleibenden drei Wochen nutzen, um für die Deutschen Jugendmeisterschaften gewappnet zu sein. Die eine oder andere Endlaufteilnahme ist in jedem Fall in Reichweite“, gab sich Trainer Martin Gärtner optimistisch.

05.06.2013


Speyerer Ruderer passen sich dem Wetter an

Julia HoffmannVon Angelika Schwager

Gießen- Bei der 101. Auflage der Gießener Pfingstregatta ging es für die Rennruderer der RG Speyer an den ersten beiden Regattatagen über die 1000-Meter-Distanz und am dritten Renntag wurde über die 350-Meter-Strecke gesprintet.

An den drei Tagen wechselte sich Sonne mit Regen ab, den Wetterkapriolen passten sich die Speyerer an, Licht und Schatten gab es bei den Ergebnissen.

Im Leichtgewichts-Einer Junioren B (15/16 Jahre) kam Lukas Zimmermann in beiden Läufen über 1000 Meter nicht an seine Gegner heran, über die Sprintdistanz musste er dann Benedikt Heuser, Binger RG, mit einer Länge ziehen lassen, konnte den dritten vom RV Hellas Offenbach aber distanzieren.

Im Junior-A-Doppelzweier (17/18 Jahre) war Philipp Nowicki unterwegs, mit Elias Kolbenschlag als Partner konnte er sowohl die 1000-Meter-Strecke als auch den Sprint als klarer Sieger beenden. Das Duo Philipp Nowicki/Moritz Durein kam dagegen abgeschlagen nicht über den dritten Platz hinaus.

Im Sprint gingen Moritz Durein und Regattaneuling Elias Archinger im Junior-A-Einer an den Start. Bei den Leichtgewichten erwies sich Johannes Schwalm, Binger RG,  als deutlich zu stark für Moritz Durein. Auch Elias Archinger musste sich mit Platz drei und zwei Längen Rückstand geschlagen geben.

Gemeinsam versuchten es Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag, Elias Archinger und Moritz Durein im Junior-A-Doppelvierer ohne Steuermann. Über die 1000-Meter-Strecke fanden die vier Speyerer kein Mittel gegen die zu starke Konkurrenz und mussten insbesondere die Renngemeinschaft Dresden/Meißen weit davon ziehen lassen. Großen Jubel im Speyerer Lager entfaltete sich nach der Zielglocke über die Sprintdistanz, die Überraschung war gelungen, das übermächtig erscheinende Boote aus Dresden/Meißen waren mit neun zehntel Sekunden geschlagen, der dritte Doppelvierer folgte deutlich abgeschlagen.

Julia Hoffmann startete mit ihrer Partnerin Selina Glaser von der Binger RG im Frauen-Doppelzweier B (19-23 Jahre) und siegte verdient in 3:29,26 Minuten knapp vor der Gießener RG, die drittplatzierten Kasteler RuKG lagen deutlich zurück. Im Frauen-A-Doppelzweier (offene Klasse) war der RV Hellas Offenbach zwei Mal zu stark und verwies das Duo Hoffmann/Glaser je auf Platz zwei. Im Frauen-Einer B gab es zwei identische Läufe über die 1000-Meter-Strecke: Sieg für Vanessa Rück vom WSV Offenbach vor Julia Hoffmann, gefolgt von Selina Glaser. Im Sprintrennen siegte dann Julia Hoffmann mit acht zehntel Sekunden Vorsprung auf Partnerin Selina Glaser. Gemeinsam sprinteten die beiden dann in 1:17,26 Minuten zum Sieg im Frauen-A-Doppelzweier vor dem Mannheimer RV Amicitia mit 1:19,60 Minuten und dem Ludwigshafener RV in 1:24,49 Minuten. Im abschließenden Frauen-Einer A setzte sich die routinierte Susanne Otto von der RG Lahnstein vor Julia Hoffmann durch.

Insgesamt holten die Speyerer Rennruderer um Betreuerin Julia Hoffmann sechs Siege, neun zweite und vier dritte Plätze. Mit jeweils drei Siegen waren Julia Hoffmann, Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag die erfolgreichsten. Moritz Durein und Elias Archinger verzeichneten einen Sieg. „Insbesondere freuen wir uns, dass unser Regattaneuling Elias Archinger bei seinem ersten Einsatz gleich zum Erfolg kam“, war sich die Truppe einig.

21.05.2013


Elias Dreismickenbecker überzeugt in Köln

Marvin Degen und Louis Ebermann v.r. Marvin Degen Louis Ebermann (v.r.n.l.) am Siegersteg

Von Angelika Schwager

Köln-  Bei der hochkarätig besetzten Junioren-Regatta auf der Kölner Regattabahn auf dem Fühlinger See schnitten die Ruderer um Trainer Martin Gärtner hervorragend ab. „Von der zweiten großen bundesdeutschen Junioren-Regatta mit vier Siegen nach Hause zu fahren ist ein super Bestätigung auf dem Weg zu den Deutschen Jugendmeisterschaften“, war Martin Gärtner mehr als zufrieden. Daneben gab es noch drei zweite und einen dritten Platz.

Im Juniorinnen-B-Einer wollte Alicia Bohn nach einer kleinen Verletzungspause sehen, ob sie den Anschluss an die Spitze halten konnte. 37 Ruderinnen der Altersklasse 15/16 Jahre waren im Rennen über die 1500-Meter-Distanz und es gelang ihr bestens. Im Fünf-Boote-Feld war frühzeitig klar, dass nur Julia Backert, RV Erlangen, und Alicia Bohn für den Sieg in Frage kommen. Bei der 1000-Meter-Marke lagen die beiden führenden Boote nur zwei zehntel Sekunden auseinander, Alicia Bohn auf Rang zwei und der Rest des Feldes ruderte bereits mehr als zwanzig Sekunden hinterher. Auf dem letzten Streckendrittel musste Alicia Bohn die Erlangenerin etwas ziehen lassen, qualifizierte sich aber fürs das gesetzte B-Finale. Auch hier ging es heiß her, da sich die zeitschnellsten aus den sieben Läufen des ersten Tages in A- und B-Finale wiedersahen. Nach 1000 Metern lag das Sechs-Boote-Feld noch sehr nahe beisammen. Alicia Bohn war mit knapp zwei Längen Rückstand auf die führende Iris Slaghuis vom RC Möve sechstes Boot. Mit einem starken Schlussdrittel schob sich Alicia Bohn noch auf den dritten Platz vor und musste sich nur dem Osnabrücker RV und der Offenbacher RG Undine geschlagen geben.

Im Junioren-Zweier-ohne-Steuermann B zeigten Marvin Degen und Louis Ebermann erneut, dass sie in dieser Saison ein ganz starkes Duo bilden. Vom Start weg wollten sie die Spitze, doch der RC Aschaffenburg hielt mit und lag bei 500 Metern nur sechs zehntel Sekunden zurück, daran änderte sich auch bis zur 1000-Meter-Marke nichts. Die weiteren Boote lagen hier schon drei Längen zurück. Im Schlussspurt setzten sich die beiden Speyerer noch genau drei Sekunden vom RC Aschaffenburg ab und benötigten 5:21,25 Minuten. Wie schnell der Lauf gewesen war, belegt die Tatsache, dass gleich drei Boote den Sprung ins gesetzte A-Finale der Zeitschnellsten schafften. Das Duo Steib/Hessler vom RC Aschaffenburg schaffte es gegen Degen/Ebermann den Spieß umzudrehen. Die Speyerer kamen nicht richtig in Schwung und lagen bei der 500-Meter-Marke drei Sekunden zurück, trotz aller Angriffe änderte sich der Abstand nicht. 5:08,20 Minuten für Aschaffenburg und 5:11,30 Minuten für die RG Speyer zeigte die Zeitmessung, mit Abstand die schnellsten Zeiten aller Läufe im Junioren-Zweier-ohne-Steuermann B.

Einer-Ruderer Elias Dreismickenbecker suchte in Köln über die 2000-Meter-Distanz der Junioren A (17/18 Jahre) mit einem Doppelstart im Einer und Doppelzweier eine Herausforderung und stärkere Belastung. Drei Siege und ein zweiter Platz waren der Lohn für den zu den A-Junioren aufgestiegenen: Im Doppelzweier ging Elias Dreismickenbecker mit Leon Ramm, Berliner RC, in Renngemeinschaft an den Start und setzte sich mit einem hart erkämpften Sieg durch. Platz drei, Platz zwei, Platz zwei lauteten die Platzierungen bei den Durchgangszeiten, erst auf den letzten 500 Metern schob sich das Duo Dreismickenbecker/Ramm mit letztlich souveränen drei Sekunden vors Feld. Im gesetzten A-Finale erwies sich die Renngemeinschaft RK am Wannsee/Berliner RC als zu stark und Elias Dreismickenbecker mit Leon Ramm kam in 6:41,40 Minuten als zweites Boot ins Ziel.

Mit der Vorbelastung des Doppelzweiers ruderte Elias Dreismickenbecker an den Start seines Junior-A-Einer Rennens. Souverän als wäre es sein erstes Rennen distanzierte er die Konkurrenz mit mehr als zwei Bootslängen und hatte neben dem Sieg den Platz im gesetzten A-Finale sicher. Mit bereits drei 2000-Meter-Konkurrenzen in den Beinen ruderte Elias Dreismickenbecker ein sehr starkes A-Finale, obwohl die Konkurrenten extrem schnell angingen und bei 500-Metern mehr als eine Länge Vorsprung hatten.  Bei 1000 Metern waren es noch drei Sekunden, bei 1500 Metern nur noch eine Sekunde Rückstand auf den führenden Matti Saborowsky vom Der Hamburger und Germania RC. Auf dem Schlussviertel drehte Elias Dreismickenbecker noch einmal voll auf  und brachte Wasser zwischen sich und die Konkurrenz.

„Das A-Finale mit mehr als einer Länge Vorsprung zu gewinnen ist auch ohne die Vorbelastung eine hervorragende Leistung“, gratulierte Trainer Martin Gärtner seinem Schützling.

20.05.2013


Ruderer in Heidelberg erfolgreich

von Angelika Schwager

Heidelberg- Zum 90. Jubiläum des Heidelberger Regattaverbandes und der 79. Heidelberger Ruderregatta waren viele Rennruderer aus weiten Teilen Deutschlands und dem Ausland angereist um ihre Kräfte auf dem Neckar zu messen. Die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer waren von den Jüngsten bis zu den Masters vertreten. Fünf Siege, fünf zweite dreidritte und ein vierter Platz waren die stolze Ausbeute nach zwei von heftigen Wetterunbillen charakterisierten Regattawochenende.

Über die 1000-Meter-Distanz ging im Leichtgewichts-Jungen-Einer (13 Jahre) Julius Gard an den Start und holte in 4:59 Minuten im ersten Rennen gleich den ersten Sieg vor IG Gaienhofen und dem RC Nürtingen. Am zweiten Tag war der Ruderer vom Schleisheimer RC zu stark und verwies Julius Gard auf Rang zwei. Umgekehrt machte es Steffen Steinbacher im Leichtgewichts-Jungen-Einer (14 Jahre), nach Platz drei im ersten Rennen ließ er einen eindeutigen Sieg mit mehr als zwei Längen Vorsprung auf den Karlsruher RV Wiking folgen. Im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier ruderten Steffen Steinbacher und Julius Gard wie schon bei der Regatta in Offenbach auf Platz drei.

Im Leichtgewichts-Junioren-A-Einer (17/18 Jahre) hatte Elias Kolbenschlag gemeldet, mit Platz vier am ersten und Rang drei am zweiten Tag zeigte er sich nicht zufrieden.

Julia Hoffmann mit rotem BrustringIm Frauen-Doppelzweier A zeigte Julia Hoffmann in Renngemeinschaft mit ihrer Partnerin Selina Glaser von der Binger RG erneut eine starke Leistung und ruderte der Konkurrenz über die 1500-Meter-Distanz auf und davon. Die zweitplatzierte Stuttgarter RG lag mehr als acht Sekunden zurück. Im gesetzten Lauf der zeitschnellsten des ersten Regattatages folgte dann ein zweiter Platz mit einer knappen Länge Rückstand auf den Stuttgart-Cannstatter RC. Auch im Frauen-Einer A wusste Julia Hoffmann zu überzeugen und siegte mit zwei Sekunden vor Kathrin Frey vom Stuttgart-Cannstatter RC.

Die Masters-Ruderer freuten sich zur ersten echten Standortbestimmung auf die vollen Meldefelder und harte Konkurrenz. Ralf Burkhardt, Arnd Garsuch, Peter Gärtner und Harald Schwager traten im Masters-Doppelvierer ohne Steuermann C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) an und kamen zweimal hinter dem starken Koblenzer RC Rhenania auf Rang zwei, schlugen den drittplatzierten RC Nürtingen deutlich.

Achter der RGS Speyer mit rotem BrustringFür das erste Achterrennen der Saison hatte sich die Crew um Schlagmann Peter Gärtner mit Ralf Burkhardt, Arnd Garsuch, Ottmar und Martin Gärtner, Harald Schwager, Lars Seibert und Jürgen Hock vom Ludwigshafener RV viel vorgenommen. Gewohnt souverän steuerte Katharina Kabs „ihre“ Masters-Männer aus dem Start heraus. Zunächst galt es die aufgrund der Altersgutschrift von 5.5 Sekunden vor dem Feld gestarteten Franzosen vom SN Perreux wieder ein- und dann zu überholen, das war überraschend schon vor der Streckenhälfte geschafft. Doch die Renngemeinschaft Mannheimer RC/Wormser RC/Heidelberger RK kämpfte verbissen bis zur 700-Meter-Marke mit um die Führung. In einem exakt gesetzten Endspurt setzte sich der Speyerer-Achter mit Ludwigshafener Verstärkung dann auf den letzten 30 Schlägen noch mit einer Länge ab und siegte verdient.

Am zweiten Tag zwang ein Unwetter zuerst die Veranstalter zu einer Regattaunterbrechung und würfelte dann aufgrund von zahlreichen Abmeldungen die Meldefelder durcheinander. So blieben von sechs Masters-Achtern nur drei im Rennen. Erneut musste die Crew um Peter Gärtner einem am Start gegeben Zeitvorsprung von 5,5 Sekunden, dieses Mal für die Renngemeinschaft RC Rheinfelden/Heidelberger RK, hinterherrudern. Mit einer starken Leistung schob sich der Achter immer näher an das führende Boot heran und hatte die Renngemeinschaft Mannheimer RC/Wormser RC/Heidelberger RK schnell distanziert. Im Endspurt schmolz der Vorsprung schnell, doch es reichte nicht ganz und es blieb bei Rang zwei.

14.05.2013


Fünf Siege aus dem Main gefischt

Julia Hoffmann am Siegerstegvon Angelika Schwager

Offenbach- Die Leistungssportler der Rudergesellschaft Speyer fischten sich bei der Regatta in Offenbach gleich fünf Siege über die 1000-Meter-Distanz aus dem Main. Erfreulich war, dass von den jüngsten bis zu den ältesten Startern Siege und gute Platzierungen den Start in die Saison gleich mit einem Motivationsschub für kommende Regatten versahen. Neben den ersten Plätzen gab es auch vier zweite und drei dritte Plätze.

Im Leichtgewichts-Jungen-Einer (13 Jahre) war Julius Gard unterwegs. Nach 4:21 Minuten überruderte er die Ziellinie und wurde hinter Aschaffenburg Zweiter. Besser machte es Steffen Steinbacher im Leichtgewichts-Jungen-Einer (14 Jahre), bei 4:14 Minuten blieb die Uhr stehen, das bedeutete Platz eins und die schnellste Zeit aller Starter. Steffen Steinbacher und Julius Gard Im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier ruderten Steffen Steinbacher und Julius Gard auf Platz drei. Sie zeigten, dass Potential in ihnen steckt, aber ein Trainingsrückstand aufzuholen ist.

Im Leichtgewichts-Junioren-A-Einer war Elias Kolbenschlag unterwegs, er kam technisch nicht perfekt mit der ungewohnt starken Strömung und den deutlichen Wellen zurecht und wurde Dritter. Am zweiten Tag zeigte er sich deutlich verbessert, war siebzehn Sekunden schneller als am Vortag, dennoch reichte es erneut nur zum dritten Platz. Im Leichtgewichts-Junioren-A-Doppelzweier ruderten Elias Kolbenschlag und Moritz Durein hinter dem WSV Godesberg auf Rang zwei.

Julia Hoffmann, Selina GlaserGleich zwei zweite Plätze gab für die in Renngemeinschaft mit Selina Glaser von der Binger RG startende Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier A jeweils hinter dem RV Hellas Offenbach. Im Frauen-Einer A holte sich Julia Hoffmann dann gleich zwei Siege im vollen Feld.

Die Masters-Ruderer mussten auf die Doppelzweier ausweichen, da die Doppelvierer-Konkurrenzen nicht zustande kamen. Ralf Burkhardt mit Arnd Garsuch in der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) und Peter Roland Gärtner mit Harald Schwager in der Altersklasse D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) bekamen am Siegersteg im ersten Rennen der Saison jeweils ihre erste Raddaddel (Raddaddel = Siegermedaille der Ruderer).

13.05.2013


Zwei Siege bei Internationaler Juniorenregatta in München

von Angelika Schwager

München- Auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim bei München fand mit der Internationalen Junioren-Regatta die erste große Standortbestimmung der Spitzenathleten des Rudernachwuchses statt. Trainer Martin Gärtner hatte fünf Ruderer aus seinem Kader ausgewählt die Speyerer Farben in München zu vertreten.

Bei den Juniorinnen B (15/16 Jahre) ging Alicia Bohn ins Rennen über die 1500-Meter-Strecke. Mit dem Sieg bei der Mannheimer Regatta im Hinterkopf ging Alicia Bohn ihr Rennen beherzt an, bei der 500-Meter-Marke lag im 6-Boote-Feld lediglich Julia Gesierich vom Österreichischen Ruderverband vor ihr. Im zweiten Streckendrittel drehte Alicia Bohn richtig auf und brachte mehr als eine Bootslänge zwischen sich und die Konkurrenz. „Sie brauchte noch nicht einmal einen Endspurt um mit zehn Sekunden Vorsprung zu gewinnen“, sah Martin Gärtner seine Taktikvorgabe durch die Stärke von Alicia Bohn durchkreuzt. Der Sieg bedeutete auch die Qualifikation für den gesetzten Lauf am zweiten Regattatag in dem die zeitschnellsten Ruderinnen aufeinandertrafen. Auch hier zeigte Alicia Bohn Biss, setzte sich an die Spitze des Feldes der sechs Ruderinnen und führte bei 500 Metern knapp vor der Schweizerin Nina Stierli. Im weiteren Rennverlauf konnte die Ruderin vom SC Zug jedoch noch etwas zulegen und schob sich an Alicia Bohn vorbei, die als beste Deutsche auf Rang zwei den Lauf beendete.

Im Junior-B-Zweier-ohne-Steuermann machten es Marvin Degen und Louis Ebermann ihrer Ruderkameradin nach. Mit einem guten Start hielten sie sich an der Spitze des 6-Boote-Feldes und lagen nach dem ersten Streckendrittel mit einer Sekunde Rückstand auf den RC Potsdam auf Rang zwei. Mit einem Kraftakt kämpften sie sich im zweiten Streckendrittel mit vier zehntel Sekunden Vorsprung auf Potsdam an die Spitze. Dem Endspurt der Speyerer hatten die Gegner nichts entgegenzusetzen, der Sieg in 5:15,66 Minuten vor Hamburg (5:17,31) und Potsdam (5:19,10) zeigte das Leistungsvermögen der Speyerer Riemencrew auf hatte aber auch viel Kraft gekostet. Das merkten Marvin Degen und Louis Ebermann am zweiten Regattatag, hier mussten sie sich nach 500 Meter noch in Führung liegend mit dem vierten Rang zufrieden geben. Den Sieg ruderte der Zweier vom RC Potsdam nach Hause.

Elias DreismickenbeckerIm Junior-Einer A (17/18 Jahre) über die 2000-Meter-Strecke waren durch Lospech Elias Dreismickenbecker und Philipp Nowicki im gleichen Vorlauf gelandet. Nur der jeweilige Sieger der sechs Vorläufe konnte sich fürs große Finale qualifizieren. Diese Chance wollte Elias Dreismickenbecker unbedingt nutzen und damit auf sich aufmerksam machen. Bekannt technisch hervorragend eingestellt war schnell klar der Gegner hieß Leon Ramm vom Berliner RC, der nach 500 Metern mit eineinhalb Sekunden und diesen Vorsprung auch bis zur Streckenhälfte halten konnte. Dann schob sich Elias Dreismickenbecker mit jedem Schlag an den Führenden heran und lag 500 Meter vor dem Ziel nur noch fünf zehntel Sekunden zurück. Mit einem gewaltigen Endspurt siegte der Speyerer in 7:16,49 Minuten mit fast drei Sekunden Vorsprung auf den Berliner. Philipp Nowicki kam als Fünfter ins Ziel. Im großen Finale war dann das Who-is-Who der Junioren-Einer-Ruderer am Start. Elias Dreismickenbecker kam schlecht aus dem Start und lag schon bei der 500 Meter-Marke deutlich hinter den drei führenden Booten zurück, daran änderte sich auch durch ein schnelles zweites Streckenviertel wenig. Platz vier nach 1000 Metern war dann auch die Platzierung im Ziel. Es siegte der Pole Natan Wegrzycki-Szymczyk.

Auch am zweiten Regattatag wurden die sechs zeitschnellsten Einer-Ruderer des ersten Tages im gesetzten Lauf gestartet. Erneut machte Elias Dreismickenbecker eine gute Figur, zwar musste er erneut dem polnischen Vortagessieger den Siegerpokal überlassen setzte aber als zweites Boot erneut eine positive Duftmarke. Der drittplatzierte Belgier Pierre Deloof lag vier Sekunden hinter dem Speyerer. Philipp Nowicki kämpfte in seinem Lauf mehr mit Wind und Technik als mit den Gegnern und kam als Fünfter ins Ziel.

„Dass wir mit zwei Siegen, zwei zweiten, zwei vierten und einem fünften Platz von dieser hochkarätig besetzten Regatta nach Hause kommen, hätten wir nicht gedacht“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner überaus zufrieden.  

05.05.2013


Alicia Bohn siegt in Mannheim

von Angelika Schwager

Mannheim-  Bei der ersten Regatta des Rudernachwuchses im Mannheimer Mühlauhafen war in diesem Jahr von der Rudergesellschaft Speyer ausschließlich die frisch zu den Juniorinnen B (15/16 Jahre) aufgestiegene Alicia Bohn am Start. Die Trainer nutzten die Frühregatta über die 1500 Meter gleich um die Rangliste, die auch zur Großbootbildung genutzt wird, auszurudern. Dazu wurden die 28 angetretenen Ruderinnen in Vorläufen gesetzt und dann auf Basis der Vorlaufergebnisse die Endläufe eingeteilt.

Alicia Bohn nutzte nicht nur ihre Chance, sie düpierte mit ihrem Ergebnis die erfahreneren Ruderinnen. Von Peter Faber, auch bei den letzten Trainingseinheiten vor der Regatta  betreut, auf die Rennen eingestellt, kam Alicia Bohn gut aus dem Start und siegte in ihrem Vorlauf deutlich. Damit stand sie verdient im ersten gesetzten Lauf, dem A-Lauf der besten Ruderinnen. Auch hier zeigte Alicia Bohn was in ihr steckt, sie kam gut aus dem Start und führte lange bis sie die Ruderin Julia Backert vom RV Erlangen passieren lassen musste. Die stetig attackierende Anneke Mau vom ARC Würzburg hielt sie mit einer halben Länge auf Distanz und erruderte sich beim ersten Start im Juniorinnen B-Lager gleich Platz zwei der Rangliste.

Beim Rennen am zweiten Regattatag folgte dann die erhoffte Raddaddel: Mit einem schön herausgeruderten Start-Ziel-Sieg erzielte sie in 6:39 Minuten mit zehn Sekunden Vorsprung auf die Ruderin vom RC Aschaffenburg den ersten RGS-Sieg 2013 und ihre erste Medaille bei den Juniorinnen.

22.04.2013


Julia Hoffmann bei Deutschen Kleinbootmeisterschaften am Start

Von Angelika Schwager

Duisburg-  Die Deutschen Kleinbootmeisterschaften fanden in diesem Jahr auf der Regattabahn in Duisburg statt. Mit dabei im Frauen-A-Einer war Julia Hoffmann. Trainer Martin Gärtner schickte Julia Hoffmann mit den letzten Tipps auf die 2000-Meter-Strecke. Im Vorlauf siegte die spätere Silbermedaillengewinnerin Carina Bär von der Heilbronner RG Schwaben mit deutlichem Vorsprung, Julia Hoffmann kam im Sechs-Boote-Feld als Fünfte ins Ziel. Nach dem Hoffnungslauf trat Julia im Halbfinale D an, danach hatte sie einen Startplatz im sonntäglichen D-Finale. Von Martin Gärtner nochmals motiviert, die 2000-Meter-Strecke zum vierten Mal (!) konzentriert und technisch einwandfrei zu absolvieren, ging Julia Hoffmann an den Start und lieferte ein schönes Rennen ab. Von Anfang an war sie an der Spitze mit dabei, fiel dann auf dem zweiten Streckenviertel auf den dritten Platz zurück, kämpfte sich zurück und ließ auf den letzten 500 Metern Jessica Elmshorn noch hinter sich und ruderte hinter Jule Dirks aus Oldenburg auf Rang zwei ins Ziel.

22.04.2013


Gelungener Auftakt ins 130. Jahr der Vereinsgeschichte

Von Angelika Schwager

Speyer- Der Verwaltungsvorsitzender Robert Gard hatte sich zum Auftakt des „kleinen“ Jubiläumsjahres zum 130. Geburtstag der RGS etwas Besonderes einfallen lassen. Beim „Offiziellen Anrudern“ sollten nicht wie immer „die Boote zur ersten Ausfahrt auf den Rhein geschickt und anschließend ein Boot getauft werden“. Wenngleich es begann wie immer: Sportvorsitzender Andreas Kabs freute sich bei endlich blauem Himmel und Sonne gleich eine kleine Armada vom Einer, wie gewohnt saß Günter Schuff im Skiff, über Vierer bis zum mit vierzehn Ruderern voll besetzten Kirchboot auf die erste offizielle Ausfahrt auf den Rhein zu schicken und allen Sportlern eine gute Saison zu wünschen.

Nach Rückkehr der Boote waren nicht nur die Ruderer mit dem offiziellen RGS-Trikot „weiß und roter Brustring“ bekleidet, sondern auch viele Gäste hatten sich mittlerweile in den Ruderer-Dress begeben. Noch ahnte niemand warum Angelika Schwager jeden Gast ermunterte ein RGS-Trikot anzuziehen und ihn auch gleich mit einer „Nummer“ zu versehen.

Robert Gard freute sich für die Stadt Bürgermeisterin Monika Kabs und die Spitze des Stadtsportverbandes um Heiner Sprau zu begrüßen. Ebenso hatten der Ehrenvorsitzende Hans-Gustav Schug und Ehrenmitglied Erich Stopka den Weg ins Bootshaus gefunden. In seiner Ansprache ging Robert Gard auch auf die Historie ein stellte aber vielmehr Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt. Danach bat er Julia Hoffmann für die Jugend, Ottmar Gärtner für die Masters und Beate Wettling für die Erwachsenen die Wünsche an die RGS im 130. Jahr und für die Zukunft zu formulieren. Nicht überraschend wurde deutlich formuliert, dass der Verein genauso erfolgreich in die Zukunft gehen solle wie er die Vergangenheit gemeistert hat und „auch wenn wir in 130 Jahren nicht mehr dabei sind, die dann Anwesenden auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken können sollten“. Und, so Julia Hoffmann mit Blick auf die Erfolge der Rennruderer: „130 Siege im Jahr 2013 wären toll.“

Auch wenn die meisten glaubten die Veranstaltung würde nun in den gemütlichen Teil übergehen, kam es doch anders. Robert Gard bat einen kleinen Platz zu schaffen, um den bereits toll beflaggten Fahnenmast final zu schmücken. Eine an den 130. Geburtstag erinnerte RGS-Flagge wurde von sechs Rennruderern in voller Größe an den Fahnenmast getragen, um dort vom erfolgreichsten Ruderer Peter Gärtner aufgezogen zu werden. Dazu spielten zwei Trompeterinnen, was dem einen oder anderen Alt- (sicher auch Jung-)mitglied ein Schlucken abnötigte.

Nach Abschluss der Fahnenzeremonie fragte Robert Gard: „Angelika Schwager wie viele sind wir?“ „Der Zwischenstand lautet 152 Zwei- und zwei Vierbeiner“, kam die spontane Antwort. Damit war das Ziel zum 130. Geburtstag auch 130 Mitglieder und Freunde im RGS-Trikot zum Anrudern begrüßen zu dürfen deutlich übererfüllt. Am Ende tummelten sich auf dem RGS-Gelände mehr als 180 Gäste. „Wer hat die Nummer 130?“, fragte Robert Gard. Völlig überrascht meldete sich Neumitglied Franziska Küenzlen und bekam eine RGS-Fahne überreicht, die sie in ihrer Freude gleich flatternd im Kreise trug.

….und es war immer noch nicht Schluss, auch wenn alle zum zweiten Mal dachten der offizielle Teil sei vorbei. Nein, es erklang laute rhythmische Musik. Hinter dem Bootshaus hatten sich die Speyrer Brezelkracher versteckt und zogen nun zur Freude unter rhythmischem Klatschen der Ruderer vors Bootshaus und mussten eins ums andere Lied spielen. An dieser Stelle nochmal ein herzlicher Dank an die Guggemusiker: Es hat allen viel Spaß gemacht!

Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto „bitte nur mit Brustring“, ging es dann an die von der Ruderjugend liebevoll dekorierten Tische zum gemütlichen Teil. Hierfür hatten Kirsten Lauer und Sabine Gard mit vielen Helfern kulinarisch bestens vorgesorgt und der Wettergott meinte es auch zum ersten Mal 2013 gut mit allen im freien Feiernden. Lange nach dem offiziellen Ende brachen die letzten „Anruderer“ den Heimweg an.

16.04.2013


Ruderer-Langstreckentest in Breisach

von Angelika Schwager

Nur zwei Ruderer konnte Trainer Martin Gärtner beim Langstreckentest über die 5300 Meter-Strecke an den Start bringen. Schnupfen, Husten, Heiserkeit hatten einen breiten Überblick über den Trainingszustand der gesamten Rennrudergruppe zum Beginn der Saison unmöglich gemacht.

Philipp Nowicki, der im Junior-A-Einer startete, und Elias Kolbenschlag, der im Leichtgewichts-Junior-A-Einer unterwegs war, hatten als einzige den Kampf gegen die Viren gewonnen. Auch im Boot kämpften die beiden Speyerer. Philipp Nowicki gelang der Sprung unter die Top 10 im Leistungstest. Mit einer Zeit von 22:42 Minuten wurde er Zehnter im 18 Boote Feld. Elias Kolbenschlag benötigte 24:19 Minuten und wurde 24. bei 26 Startern.

02.04.2013


Zweimal rund um den Äquator

Zu sehen sind die Ehrungen für 60-jährige Mitgliedschaft: v.l.n.r. Alois Gmelch, Dieter Daut, Jürgen Große, Doris Große, Ursula Eppelsheim-Nessel, Helga Stopka, Werner Griesbach, 2. Reihe dahinter: Sportvorsitzender Andreas Kabs, Verwaltungsvorsitzender Robert Gard Zu sehen sind die Ehrungen für 60-jährige Mitgliedschaft: v.l.n.r. Alois Gmelch, Dieter Daut, Jürgen Große, Doris Große, Ursula Eppelsheim-Nessel, Helga Stopka, Werner Griesbach, 2. Reihe dahinter: Sportvorsitzender Andreas Kabs, Verwaltungsvorsitzender Robert Gard

Von Angelika Schwager

Insgesamt legten die Mitglieder der Speyerer Rudergesellschaft 87.327 km im Jahr 2012 auf dem Wasser zurück und damit noch mal 10.000 km mehr als im Vorjahr. Dies ergab die Auswertung aller Fahrtenbücher, die am Freitag auf der Jahreshauptversammlung im Haus der Naturfreunde vorgestellt wurde.

Die Jahresberichte des 1. Vorsitzenden Alfred Zimmermann, des Verwaltungsvorsitzenden Robert Gard und des Sportvorsitzenden Andreas Kabs machten deutlich, dass sowohl in sportlicher, finanzieller als auch in geselliger Hinsicht auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden konnte.

88 Regattasiege der von Martin Gärtner trainierten Aktiven wurden erreicht, darunter so großartige Erfolge wie den World-Masters-Titel im Vierer (Lars Seibert, Peter Faber, Arnd Garsuch, Andreas Kabs), den German-Masters-Titel im Zweier (Lars Seibert, Andreas Kabs) und die Bronzemedaille im Einer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften (Elias Dreismickenbecker) sowie weitere Südwestdeutsche Meistertitel. Erfolgreichste Aktive war Julia Hoffmann mit alleine 16 Regattasiegen. Zahlreiche Rennruderernadeln konnten in Bronze, Silber und Gold für die Gesamtzahl von erreichten Regattasiegen überreicht werden.

Die Erfolgsgeschichte der Kirchbootregatta im Alten Hafen konnte um ein weiteres Kapitel fortgeschrieben werden. Ein großes Hafenfest ist für dieses Jahr in Planung. Die Verleihung von zahlreichen Wanderruderabzeichen des Deutschen Ruderverbandes, die Teilnahme an der Vogalonga in Venedig, am Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf und der Nikolausregatta in Mainz sind Ausdruck der Freude am Rudern im Bereich des Breitensports.

Die Erfahrungen in der Rudergesellschaft zeigen, wer einmal vom Rudervirus erfasst wurde, kommt kaum wieder davon los. Deshalb konnten dieses Jahr acht Mitglieder für 60-jährige Mitgliedschaft (Foto) geehrt werden. Nach der Entlastung des Vorstandes durch den Ehrenvorsitzenden Hans-Gustav Schug mit geschliffenen Worten, erfolgte die Wiederwahl des Geschäftsführenden Vorstandes einstimmig und in großer Harmonie. Foto: Klaus Wies

03.03.2013


Marvin Degen ist Deutscher Meister

Marvin Degen ist Deutscher Meistervon Angelika Schwager

Speyer-  Nach Abschluss der Serie der Wettkämpfe zur Deutschen Indoor-Rowing Meisterschaft 2012/2013 steht fest: Die Rudergesellschaft Speyer stellt einen Deutschen Meister. Marvin Degen sicherte sich den Titel bei den Leichtgewichts-B-Junioren. Neben Marvin Degen waren auch Moritz Durein, Elias Dreismickenbecker und Alicia Bohn bei den Deutschen Indoor-Rowing Meisterschaften gestartet. Die Wettkämpfe fanden in Berlin, Frankfurt, Ludwigshafen, Lübeck und Kettwig statt. Nach Abschluss des letzten Wettbewerbs in Essen-Kettwig steht die Rangliste und damit die Deutschen Meister fest.
Bei der Deutschen Indoor-Rowing Meisterschaft rudern die Sportler auf einem Concept2-Ruderergometer, dabei müssen die Junioren B (15/16 Jahre) die 1500-Meter- und die Junioren A (17/18 Jahre) die 2000-Meter-Distanz absolvieren.

Anlässlich des sechsten Ergo-Cup Rhein-Neckar in Ludwigshafen gelang Marvin Degen der Coup. Er legte ein Trainer Martin Gärtner beängstigendes Tempo vor und lag in 1:38,7 Minuten beim Streckendrittel weit vor der Marschtabelle der bislang Besten. Die Sorge Marvin Degen könne das Tempo nicht durchstehen erwies sich als unberechtigt. 1:39,0 und 1:38,4 Minuten lauteten die weiteren 500-Meter-Zeiten. 4:56,1 Minuten Gesamtzeit bedeuteten nun den Deutschen Meistertitel unter insgesamt 198 Teilnehmern. Der zweitplatzierte Lukas Raming vom Regatta-Verband Ems-Jade-Weser benötigte beim abschließenden Wettkampf in Kettwig 5:02,1 Minuten und lag mit mehr als sechs Sekunden ganz deutlich hinter dem Speyerer. Der Letzte im Wettbewerb benötigte mit 6.49,0 Minuten fast zwei Minuten mehr als Marvin Degen.

Alicia Bohn bei den Juniorinnen B am Start landete in 5:50,8 Minuten auf dem 50. Platz von 102 Starterinnen. Siegerin Franziska Kampmann vom RV Waltrop war 5:17,5 Minuten unterwegs, während die letztplatzierte Ruderin aus Ulm 6:19,6 Minuten benötigte.

Für Elias Dreismickenbecker, erstmals bei den Junioren A über die 2000-Meter-Strecke am Start, blieb die Uhr nach 6:28,8 Minuten stehen, das bedeutete den guten Platz 38 bei 136 Startern. Es siegte sein Dauergegner des Vorjahres im Einer Philipp-Andre Syring, RC Magdeburg, in 5:59,1 Minute, während für den Letzten im Feld 7:30,5 Minuten gestoppt wurden. Im Leichtgewicht kam bei den Junioren A Moritz Durein nach 7:28,5 Minuten ins Ziel, das bedeutete Platz 92 von 96 Startern.

26.02.2013


87327 Kilometer auf dem Wasser

Kilometerpreisträgerin Alicia Bohn (1257 km) und Kilometerpreisträger Lukas Zimmermann (785 km) im Doppelzweier:

Von Angelika Schwager

Speyer- Im Ruderjahr 2012 griffen die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer noch kräftiger in die Riemen als im Jahr davor. Mit insgesamt 87327 Kilometern auf dem Wasser wurde die Vorjahresleistung um fast 10.000 Kilometer gesteigert, nachdem schon 2011 eine Steigerung von nahezu 17000 Kilometer erreicht wurde. 168 Sportler, genauso viele wie im Jahr zuvor, aus allen Altersklassen hatten mindestens eine Ruderfahrt ins Fahrtenbuch eingetragen. Dabei ruderten 56 Mädchen und Frauen 17589 Kilometer und die 112 aktiven Jungen und Männer 64531 Kilometer. Gäste und Schulruderer kamen in dieser Saison auf 5207 Kilometer.

Die zehn Kilometerpreisträger der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen ruderten erneut fast 20000 Kilometer. Gleich drei Athleten übersprangen die 3000 km-Hürde, d.h. im Schnitt an jedem Tag des Jahres acht Kilometer im Boot. Eine unglaubliche Leistung.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Lukas Zimmermann mit 785 Kilometern den ersten Platz vor Julius Gard mit 454 Kilometern und Richard Sattel (314 km). Bei den Mädchen kam Alicia Bohn mit 1257 Bootskilometern eindeutig auf Platz eins, vor Michele Alav mit 274 Kilometern und Karin Emde.

Absoluter Kilometerkönig mit fast 4000 Kilometern wurde Elias Dreismickenbecker, mit seinen 3928 Kilometern siegte er bei den Junioren (15-18 Jahre) ganz klar. Für Marvin Degen stehen als Zeitplatziertem 2616 Kilometer im Fahrtenbuch, Louis Ebermann kam auf 2464 Kilometer. Bei den Juniorinnen erreichte Kathrin Josy mit 558 Kilometern den Spitzenplatz, vor Steuerfrau Katharina Kabs mit 191 Kilometern, gefolgt von Luca Pischem.

In die Kategorie Frauen I (19-30 Jahre) aufgerückt war erstmals Julia Hoffmann und somit ist es nicht verwunderlich, dass die zweitplatzierte Elisabeth Groß mit 116 Ruderkilometern und Maike Durein keine Chance auf Platz eins hatten. Mit 3086 Ruderkilometern schaffte Julia Hoffman nicht nur Platz 1 bei den Frauen I, sondern hatte auch die meisten Kilometer aller Ruderinnen auf dem Konto und wurde erneut „Kilometerkönigin“. Wie schon im Vorjahr gab es eine Besonderheit bei den Frauen II (31-60 Jahre): Beate Wettling legte in heimischen Gewässern 1183 Kilometer zurück und wurde Kilometerpreisträgerin vor Martina Schott und Sabine Marczinke. Aufgrund der GPS-Position zwischen Portugal und Karibik am 1. Januar „errechnen“ sich für Atlantiküberquererin Janice Jakait für das Ruderjahr 2012 etwa 3500 Kilometer. Janice Jakait hatte zur Jahreswende 2011/2012 als erste Sportlerin im Ruderboot den Atlantik überquert.

Zum ersten Mal, seit Jahren, gibt es bei den Frauen III (ab 61 Jahre) eine neue Kilometerpreisträgerin. Mit 1650 Ruderkilometern eroberte Steffi Haase-Goos Platz 1, gefolgt von Helga Stopka und Hansi Neubauer. Jahrelang hatte Ria Baron zunächst die Kategorie Frauen II später Frauen III angeführt. Bei den Männern I siegte Tim Lauer vor seinen Bootskameraden Florian Gärtner und Jens Klein. In der Kategorie Männer II lag Harald Schwager vor Frank Durein und Peter Faber. Nicht überraschen konnte die Auswertung bei den Männern III bezüglich des Abonnementssiegers Günther Schuff, überraschend war dann aber doch die stolze Kilometerleistung mit 3003 Kilometern vor dem „schon wieder Zweiten“ Dieter Daut mit 1899 Kilometern und Norbert Herbel.

11.02.2013


Sportabzeichen verliehen

Von Angelika Schwager

Speyer- Peter Roland Gärtner, RGS-Sportabzeichenprüfer, hatte zu einer Feierstunde anlässlich des Vereinsabends eingeladen, um die Sportabzeichen für die Saison 2012 zu verleihen.

Zum letzten Mal nach dem alten Modus freuten sich 13 Jugendliche und neun Erwachsene über die Auszeichnung. Für die Familie Gärtner – Laakmann gab´s das Familienabzeichen.

Bei den Jugendlichen zum ersten Mal dabei war Moritz Durein mit Bronze, Leo Wels erhielt für die zweite erfolgreiche Teilnahme Silber. Gleich elf Jugendliche konnten sich über das Goldene Sportabzeichen freuen: Louis Ebermann (3. Teilnahme), Christoph Gärtner, Philipp Nowicki, Wladislaw Schneider (je 4. Teilnahme), Lukas Zimmermann (5. Teilnahme), Ines Gärtner (6. Teilnahme), Alicia Bohn, Marvin Degen, Luis Gärtner, Elias Kolbenschlag (je 7. Teilnahme) sowie Janis Wagner mit 8 erfolgreichen Teilnahmen.

Bei den Erwachsenen war Julia Hoffmann zum ersten Mal dabei und erhielt Bronze. Die Verleihung von acht Mal Gold bei häufigen Wiederholungen zeigt, dass Ruderer nicht nur auf dem Wasser aktiv sind: Trainer Martin Gärtner (11 Teilnahmen), Rainer Orschiedt (13 Teilnahmen), Georg Emes (18 Teilnahmen), Alex Wels (21 Teilnahmen), Peter Gärtner (23 Teilnahmen), Dieter Daut (26 Teilnahmen) und Peter Gdanietz mit 29 Teilnahmen waren die männlich Aktiven beim Sportabzeichen. Klaudia Laakmann durfte ein Jubiläumsabzeichen in Gold mit der Zahl 20 entgegen nehmen.

2013 wird das Deutsche Sportabzeichen 100 Jahre alt. Rechtzeitig zum 100. Geburtstag wurde der Leistungskatalog des bedeutendsten deutschen Fitnessordens grundlegend verändert. Seit dem 1. Januar gelten die neuen Leistungsanforderungen und Rahmenbedingungen.

11.02.2013


Marvin Degen zwei Mal ganz vorn

Marvin Degenvon Angelika Schwager

Speyer- Zum sechsten Mal fand in Ludwigshafen der Ergo-Cup Rhein-Neckar statt, zum dritten Mal war die Veranstaltung Teil der deutschen Indoor-Rowing-Serie. Aus dem gesamten süddeutschen Raum waren Sportler ins Gemeindehaus Pfingstweide gekommen, um die Kräfte auf dem Ruderergometer zu messen. Die Ausschreibung bot von der Generalprobe für die Ergo-WM in Boston über die nationalen Meisterschaftsrennen bis hin zu Kinder- Schüler- und Studentenrennen alle Facetten des Ergometersports. Zum Schluss konnten dann alle noch einmal über den 350m –Sprint antreten.

Martin Gärtner, Trainer der Rudergesellschaft Speyer, hatte vier seiner Sportler mit nach Ludwigshafen genommen. Gleich im ersten Lauf musste Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer B (15/16 Jahre) ran. Im 22-köpfigen Starterfeld ging die frisch zu den Juniorinnen aufgestiegene Ruderin ihr Rennen über die 1500-Meter-Strecke beherzt an und lag nach 500 Metern auf dem siebten Platz. Das Tempo konnte Alicia Bohn nicht ganz halten und wurde in 5:50,8 Minuten Neunte.

Im vierten Rennen dem Leichtgewichts-Junior B, hier waren 50 Ruderer am Start, sollte die aus Speyerer Sicht größte Überraschung folgen: Marvin Degen legte ein schier unglaubliches Tempo vor und lag in 1:38,7 Minuten beim Streckendrittel, 500 Meter, in 1:38,7 Minuten schon 3,5 Sekunden vor dem zweitplatzierten Ruderer. Die Sorge von Trainer Martin Gärtner er könne das Tempo nicht durchstehen war völlig unberechtigt. In 1:39,0 und 1:38,4 Minuten legte Marvin Degen auch im weiteren Verlauf eine Spitzenleistung hin. 4:56,1 Minuten Gesamtzeit bedeuteten einen tollen Sieg, der zweitplatzierte Alexander König vom Mainzer RV lag über zehn Sekunden zurück und benötigte 5:07,5 Minuten. Mit dieser Leistung führt Marvin Degen nach dem dritten Lauf zur Deutschen Ruderergometer-Meisterschaft die Tabelle an.

Aus dem Training heraus ruderte Elias Dreismickenbecker erstmals bei den Junioren A (17/18 Jahre) über die 2000-Meter-Strecke. Nach 6:28,8 Minuten blieb die Uhr stehen, das bedeutete Platz 13 im 34-köpfigen Starterfeld. Im Leichtgewicht waren bei den Junioren A 26 Starter gemeldet, hier war Moritz Durein unterwegs, seine 7:28,5 Minuten bedeuteten den 25. Rang.

Im abschließenden Sprint über die 350-Meter-Distanz waren dann alle Altersklassen der Junioren in einem Feld unterwegs. Marvin Degen wollte wissen, ob er auch bei im Leichtgewicht-Junioren-Sprint gegen die älteren Konkurrenten bestehen kann. Das gelang mit Bravour. 1:00,8 Minuten waren von niemandem zu unterbieten, Stefan Weißling vom Mannheimer RV kam Marvin Degen noch am nächsten, damit hatte Marvin Degen im großen Feld seinen zweiten Sieg sicher.

21.01.2013


Die Königsklasse der Ruderer – 6 Saisonsiege für Speyerer Achter

Von Angelika Schwager

Speyer- Spätestens nach der beeindruckenden Siegesserie und der Krönung mit der olympischen Goldmedaille kennt das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, den Achter, mittlerweile jedes Kind. Auch die Erfolgsgeschichte der Rudergesellschaft Speyer im Achterrudern wurde 2012 beeindruckend fortgesetzt.

82 Jahre nach dem ersten Regattasieg im Achter im Jahr 1930, damals siegte eine RGS-Vereinsmannschaft bei der Regatta in Karlsruhe, konnten die Speyerer Ruderer 2012 sechs Siege in der Königsklasse verbuchen. Sozusagen nach dem „Warmfahren“ des RGS-Masters-Achters bei der Regatta in Heidelberg mit einem schönen zweiten Platz im vollen Feld, kam das Großboot so richtig in Schwung und siegte in der Besetzung Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Ottmar Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert mit Steuerfrau Katharina Kabs bei der Gießener Pfingstregatta. Die Masters hatten sich vorgenommen nicht im Achter, sondern ausschließlich in Skullbooten vom Einer bis zum Doppelvierer, zu trainieren und so natürlich auch den Terminabsprachestress zu minimieren. Eine wie sich herausstellen sollte erfolgreiche Taktik. Nach dem Sieg im Masters C-Achter in Gießen folgten gleich drei Erfolge bei der Limburger Kurzstreckenregatta mit der Masters B (Mindestdurchschnitt 36 Jahre), C (43 Jahre) und D-Besatzung (50 Jahre). Bei der hervorragend besuchten Langstreckenregatta über den Sempacher See in der Schweiz, hier starten alle Altersklassen der Masters in einer Wertung, gab es für die Masters C zwar eine schöne Raddaddel, zum Sieg hatte es aber nicht gereicht und es blieb beim sehr guten zweiten Platz. Dafür lieferte die RGS-Achter-Crew im Männer-Achter in der Besetzung Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Andreas Kabs, Tim Lauer, Harald und Paul Schwager, Lars Seibert und Steuerfrau Katharina Kabs im Sprintrennen der Surseer Regatta das Novum eines toten Rennens ab und siegte gemeinsam mit Rheinfelden.

Komplettiert wird das Achterbild des Jahres 2012 durch den dritten Platz des Masters-Achter C bei der World Masters Regatta in Duisburg und die Südwestdeutsche Meisterschaft in Bad Kreuznach von Janis Wagner der im Junior-A-Achter in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris/RV Ingelheim/Mainzer RV/Binger RG/Koblenzer RC Rhenania siegte.

Insgesamt zeigt die Statistik der RGS jetzt 126 Achtersiege, davon 60 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 66 Siege in Renngemeinschaft. Davon 57 Männer-Achtersiege, elf Junior-Achtersiege, 54 Masters-Achtersiege, 2 Senioren-Mixed-Achtersieg und 1 Jungen-Achter sowie 1 Jungen und Mädchen-Mixed-Achtersieg.

Für die Siegerlisten im Achter verbuchten 2012 Peter Roland Gärtner, Andreas Kabs, Harald Schwager und Steuerfrau Katharina Kabs fünf Siege, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner und Lars Seibert vier Erfolge sowie Ottmar Gärtner und Ingo Janz drei erste Plätze. Je einmal am Siegersteg legten Rainer Bohn, Arnd Garsuch, Peter Josy, Gerhard Kayser, Tim Lauer, Paul Schwager und Janis Wagner an.

In der Geschichte des RGS-Achterruderns auf Regatten können bereits 34 Rennruderer auf fünf oder mehr Erfolge zurückblicken:

126 Achtersiege seit 1883


58 Achtersiege


Peter Roland Gärtner


44 Achtersiege


Martin Gärtner


41 Achtersiege


Ralf Burkhardt


37 Achtersiege


Dr. Harald Schwager


32 Achtersiege


Rainer Bohn


30 Achtersiege


Peter Bohn

Peter Faber


24 Achtersiege


Ingo Janz

Nils Seibert


22 Achtersiege


Ottmar Gärtner

Katharina Kabs


19 Achtersiege


Andreas Kabs


18 Achtersiege


Lars Seibert


17 Achtersiege


Ernst Straube


16 Achtersiege


Peter Josy


11 Achtersiege


Tim Lauer

Alfred Zimmermann


10 Achtersiege


Dr. Walter Jahn


9 Achtersiege


Gerhard Kayser


8 Achtersiege


Michael Bandel

Matthias Lepper


7 Achtersiege


Lars Bergström


6 Achtersiege


Alexander Barkow

Hermann Fuchs

Otto Groß

Joachim Huck

Karl Lang

W. Stabel


5 Achtersiege


Klaus Disqué

Felix Gard

Norbert Herbel

Jens Klein

Astrid Preuß

Michael von Stumberg


Stand 31.12.2012


04.01.2013


Gleich sechs Rennruderernadeln bei der Rudergesellschaft

Marvin Degen (links, Silberne Rennruderernadel) und Elias Dreismickenbecker (rechts, Goldene Rennruderernadel) nach Sieg im Doppelzweier bei der Regatta Limburg 2012 Marvin Degen (links, Silberne Rennruderernadel) und Elias Dreismickenbecker (rechts, Goldene Rennruderernadel) nach Sieg im Doppelzweier bei der Regatta Limburg 2012

Von Angelika Schwager

Speyer- In der abgelaufenen Saison qualifizierten sich gleich sechs Aktive der Rudergesellschaft Speyer für die Verleihung der begehrten Rennruderernadeln, die übrigens bereits seit 1966 für besonders erfolgreiche Sportler der RGS verliehen werden.

Ab 15 Regattasiegen gibt es die Bronzene Rennruderernadel, diese geht an Klaus Disqué der mit seinem Sieg im Nikolaus-Vierer in Mainz nach sage und schreibe 45 Jahren nach seinem ersten Regattaerfolg am 6. Mai 1997 im Leichtgewichts-Junior-Gigvierer in Flörsheim nun geehrt wird. Nach 5 Siegen 1967, 4 Erfolgen 1968 dauerte es bis 2006 bis der nächste Sieg errungen wurde, natürlich bedingt durch eine langjährige Regattapause. Drei Siege 2007, ein Sieg im Achter in Bad Kreuznach 2008 komplettieren das Bild.

Gleich drei Silberne Rennruderernadeln, die ab 25 Erfolgen verliehen wird, gehen an noch junge Aktive. Junior-B-Ruderer Marvin Degen kommt auf nun 26 Erfolge, wovon er acht im Jahr 2012 verbuchen konnte, darunter auch die Südwestdeutsche Meisterschaft im Doppelzweier mit Elias Dreismickenbecker. Daneben stehen 15 erste Plätze 2011 und drei Mal Platz eins 2010 zu Buche. Die Steuerfrau Katharina Kabs steuerte ihre Mannschaften 2012 sieben Mal als erstes Boot ins Ziel und weist 30 Karriereerfolge auf. Knapp an Gold vorbei, das ab 40 Erfolgen verliehen wird, rutschte Julia Hoffmann. Sie nennt mit ihren sechszehn Saisonerfolgen nun insgesamt 39 Siegermedaillen ihr Eigen. Julia Hoffmann kam erst sehr spät zum Rennrudersport und erzielte zunächst bei den Juniorinnen A (17/18 Jahre) dreiundzwanzig erste Plätze, 2012 war ihr erstes Jahr bei den Seniorinnen B (19-23 Jahre).

Die zwei Goldenen Rennruderernadeln, ab 40 Siege oder Deutsche Meisterschaft, gehen an Andreas Kabs und Elias Dreismickenbecker. Andreas Kabs klettert mit seinen 14 Erfolgen 2012 nun auf insgesamt 48 Gesamtsiege darunter in diesem Jahr zum einen der Sieg bei den „German Masters“ im Doppelzweier mit Lars Seibert und dem World Masters Sieg im Doppelvierer ohne Steuermann mit Peter Faber, Arnd Garsuch und Lars Seibert. Andreas Kabs vom RV Rhenania Germersheim kommend, stieß 2009 zur Masters-Gruppe der RGS und holte sich gleich sechs erste Plätze, es folgten 15 Siege 2010 und 13 Erfolge 2011. Elias Dreismickenbecker hat bereits 50 Karrieresiege erzielt, davon 12 in 2012. Darunter drei Titel bei den Südwestdeutschen Meisterschaften im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer ohne Steuermann. Erwähnenswert ist sicher auch der 3. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einer der Junioren auch wenn diese Platzierung nicht zur Statistik beiträgt.



03.01.2013


Lars Seibert überspringt die 200er Hürde

Sieger bei der World Masters Regatta Duisburg 2012, Lars Seibert am Schlag: Sieger bei der World Masters Regatta Duisburg 2012, Lars Seibert am Schlag

von Angelika Schwager 

Speyer- Als erst vierter aktiver Sportler der Rudergesellschaft Speyer hat es Lars Seibert 2012 geschafft mehr als 200 Erfolge bei Regatten zu erringen. Mit jetzt insgesamt 207 Karriereerfolgen ließ Lars Seibert den bislang drittplatzierten Peter Faber (205 Siege) hinter sich und kletterte hinter Peter Gärtner (359 Siege) und Ralf Burkhardt (246 Erfolge) auf Platz drei der RGS-Bestenliste.

Schon vor dreizehn Jahren, am 3. November 1999 titelte die Speyerer Tagespresse „Lars Seibert als Vierter im Club der Hunderter“. Damals lagen Peter Gärtner (229 Siege), Ralf Burkhardt (129 Siege) und Harald Schwager (105 Erfolge) vor Lars Seibert. Nun schaffte er es als erneut vierter Sportler der RGS auch über die 200er Hürde. Lars Seibert war auch der RGS-Ruderer, der schon im Juniorenalter die Hundert-Siege-Grenze überwinden konnte, selbst der an Siegen unangefochtene Peter Roland Gärtner schaffte dies erst im Alter von 26 Jahren in der Männerklasse, ebenso wie Ralf Burkhardt.
Neben der schieren Anzahl an Siegen, hier trugen die Jahre 1997 mit insgesamt 28 Siegen, als auch die Saison 1999 mit zwanzig Siegen und 2005 mit neunzehn Erfolge wesentlich bei, ist auch die Qualität der Erfolge bemerkenswert. Bereits 1997 wurde Lars Seibert im Leichtgewichts-Junioren-Einer B unangefochten Deutscher Jugendmeister auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau. Darauf folgte 1998 bei den Jugendmeisterschaften in Essen die Bronzemedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer der Junioren A und der erneute Titelgewinn in der gleichen Bootsklasse 1999 in München. 2001 gab es den ersten Platz im Kleinen Finale im Leichtgewichts-Männer-Einer beim Eichkranz in Brandenburg zu feiern. 2003 folgte erneut eine Bronzemedaille im Doppelvierer ohne Steuermann in der höchsten Klasse bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Eschwege. Ein Jahr später gab es dann Silber im Doppelzweier mit Peter Faber bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Münster. Doch auch mit Silber lies es Lars Seibert erneut nicht bewenden und suchte 2005 erneut die Spitze und fand Gold mit dem Männer-Doppelvierer mit Ralf Burkhardt, Peter Faber und Frank Becker bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Wolfsburg. Auch der Einstieg in die Mastersruderei wurde gleich zwei Mal vergoldet: 2009 siegte Lars Seibert bei der FISA World Masters Regatta in Wien mit Peter Roland Gärtner im Doppelzweier als auch im Doppelvierer mit Ralf Burkhardt, Peter Faber und Peter Roland Gärtner. In diesem Jahr folgte dann der Gewinn der Goldmedaille bei den German Masters im Doppelzweier mit Andreas Kabs und bei der FISA World Masters Regatta in Duisburg im Doppelvierer mit Peter Faber, Arnd Garsuch und Andreas Kabs. Dazu kommen unzählige Siege bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in nahezu allen Bootsklassen vom Einer bis zum Achter.

Die Erfolgsserie von Lars Seibert blieb natürlich innerhalb und außerhalb der RG Speyer nicht verborgen. Die höchste Auszeichnung die Goldene Rennruderernadel des Vereins hatte Lars Seibert bereits 1995 für seine ersten Plätze beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in München im Einer über die 1000- und 3000-Meter-Strecke erhalten. Zum „Sportler des Jahres 1997“ der Stadt Speyer wurde Lars Seibert Anfang 1998 gewählt, dazu kommen zahlreiche Auszeichnungen durch Die Ruderverbände.

Schon jetzt freuen sich alle Ruderrennsportfreunde der RG Speyer auf die weiteren Regattateilnahmen und seine Bootskameraden auf die Verstärkung durch Lars Seibert. Auf viele weitere Erfolge!

30.12.2012


Die 30 erfolgreichsten Rennruderer RGS

von Angelika Schwager

Speyer- Zum Jahresende legt die Rudergesellschaft Speyer traditionell die Liste der 30 erfolgreichsten Rennruderer vor. Die Regattasaison 2012 brachte einige deutliche Verschiebungen in der Bestenliste. Gleich um zwanzig Plätze sprang Julia Hoffmann vom 63. auf den 43. Platz durch ihre 16 Siege nach vorn. Der Sportvorsitzende Andreas Kabs machte mit seinen vierzehn Siegen zwölf Plätze, nun auf Rang 35 stehend gut. Zehn Plätze voran kam der Bronzemedaillengewinner bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Elias Dreismickenbecker und klopft auf Rang 32 stehend nun bei den Top 30 an. Vier Siege im Jahr 2012 reichten Ingo Janz um acht Plätze auf Rang 13 zu klettern. Beate Wettling, die kurz entschlossen in Limburg ins Regattageschehen eingriff und gleich drei Mal erfolgreich war, hatte sich zu Saisonbeginn sicher nicht träumen lassen auf Platz 14 vorzurücken. Gleich drei „Tauschpaare“ sind in der Statistik festzuhalten: Lars Seibert (13 Siege 2012) tauscht mit Peter Faber (3 Siege 2012) Platz drei und vier, Harald Schwager (10 Siege 2012) mit Rainer Bohn (2 Siege 2012) sieben und acht und zu guter Letzt Janis Wagner (5 Siege 2012) mit dem trainingsfleißigen Frank Becker, der 2012 keine Regatten besuchte, Platz 23 und 25.

Nicht zu erwarten waren Veränderungen an der oberen Spitze. Die Luft um Spitzenreiter Peter Gärtner mit nun 359 Siegen (9 Siege 2012) ist so dünn, dass hier wohl auf Jahrzehnte keine Veränderung zu erwarten ist, gleiches gilt für den zweitplatzierten Ralf Burkhardt mit 246 Erfolgen (8 Siege 2012). Darüber hinaus haben sich die Beiden auch noch im Doppelzweier zusammengetan, in dieser Saison mehrfach als Sieger, und werden den Ruderfreunden sicher mit vereinten Kräften in den kommenden Jahren auch in der Tabelle weiter davonrudern.

 

Name

Rennrudererzeit

Siege

VJ/dVJ

 1

Gärtner Peter

1975-2012

359

 2

Burkhardt Ralf

1985-2012

246

 3 Seibert Lars

1992-2012

207

4./+1

 4 Faber Peter

1995-2012

205

3./-1

 5 Gärtner Martin

1979-2012

182
 6 Seibert Nils

1991-2006

145
 7 Dr. Schwager Harald 

1974-2012

130

8./+1

 8 Bohn Rainer

1977-2012

123

7./-1

 9 Lauer Tim

2006-2012

119
10  Bohn Peter

1977-2010

117

9./-1

 11 Gärtner Ottmar

1977-2012

112
 12 Hinsenkamp Jörg

1974-1982

97
 13 Janz Ingo

1993-2012

86

21./+8

 14 Wettling Beate

1971-2012

80

18./+4

 15 Gard Felix

2006-2011

79

14./-1

Kopf Peter

1971-1996

79

14./-1

 17 Bergström Lars

2005-2010

78

16./-1

  Dr. Jahn Walter

1966-1995

78

16./-1

  Klein Jens

2006-2012

78

18./+1

 20 Zimmermann Alfred

1964-1998

76

18./+1

 21 Huck Joachim

1977-2004

75
 22 Straube Ernst

1969-2008

73
 23 Durein Frank

1972-2012

67
  Wagner Janis

2008-2012

67

25./+2

25 Becker Frank

1980-2007

66

23./-2

 26 Huck Ingeborg 1974-1995  61  
  Bergström Inga

2005-2009

61
 28 Kienzler Harald

1985-1993

60
 29 Schwager Angelika

1970-2011

59
30 Kayser Gerhard

1967-2012

58
  Schwager Paul

2008-2012

58
 32

Dreismickenbecker Elias

2009-2012

50

42./+10

 ...
 33 Josy Peter

1987-2012

49

34./+1

 ...
 35 Kabs Andreas

2009-2012

48

47./+12

 ...
 43 Hoffmann Julia

2010-2012

39

63./+20

30.12.2012


88 Siege für die RG Speyer im Jahr 2012

1379 Siege in einem Boot, siegreicher Achter bei der Regatta 2012 in Sursee 1379 Siege in einem Boot, siegreicher Achter bei der Regatta 2012 in Sursee

Von Angelika Schwager

Speyer- Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2012 anlässlich einer Siegermatinee. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann freute sich im vollbesetzten Bootshaus gleich 38 Regattateilnehmer, darunter 36 Sieger begrüßen zu dürfen. Sportbürgermeisterin Monika Kabs beglückwünschte den Verein zu den „hervorragenden Erfolgen der Saison“ und erinnerte sich gerne an ihre eigenen Ausflüge im Rudern im Kirchboot.

An den Beginn des Ehrungsreigens hatte Alfred Zimmermann die Auszeichnung mit dem Ruderfertigkeitsabzeichen des Deutschen Ruderverbandes gestellt. Mit Bronze wurden geehrt Michelle Alav, Karin Emde und Max Lindner. Große Freude gab es dann bei Moritz Durein der als erster Aktiver der Rudergesellschaft die Auszeichnung in Gold entgegen nehmen durfte.

„Im Jahr 2012 errangen unsere Aktiven auf 20 Regatten ganze 88 Siege, 91 zweite Plätze und 39 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht nun bei stolzen 3247 Erfolgen“, freute sich der Verwaltungsvorsitzende Robert Gard schon vor dem Ehrungsmarathon deutlich.

Viel Beifall erhielt Elias Dreismickenbecker für seine bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Junior-B-Einer errungene Bronzemedaille als auch seinen Südwesttitel in der gleichen Bootsklasse. Der Sieg bei den „Südwestdeutschen“ im Doppelzweier gelang Elias Dreismickenbecker dabei gemeinsam mit Vereinskamerad Marvin Degen. Komplettiert wurde das Bild durch die Südwesttitel im Junior-A-Doppelvierer für Elias Dreismickenbecker und im Junior-A-Achter für Janis Wagner. Bei der German Masters-Regatta in Bad Lobenstein war Lars Seibert mit Andreas Kabs im Masters-Doppelzweier B erfolgreich, während bei der World-Masters-Regatta in Duisburg Lars Seibert, Peter Faber, Arnd Garsuch und Andreas Kabs am Siegersteg anlegen konnten.

Insgesamt trugen sich 36 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste 2012 ein. Erfolgreich waren erneut die Jungen und Mädchen (bis 14 Jahre). Lukas Zimmermann mit sieben, Alicia Bohn mit fünf und der zwölfjährige Youngster Julius Gard mit drei Siegen. Ebenfalls am Start war Steffen Steinbecher.

Alle Regattateilnehmer bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) konnten mindestens einen Sieg verbuchen. Elias Dreismickenbecker holte gleich zwölf, Marvin Degen acht sowie Philipp Nowicki und Wladislaw Schneider sechs Saisonsiege. Komplettiert wird das Bild von Janis Wagner (5 Siege), Elias Kolbenschlag (4 Siege) sowie Moritz Durein, Christoph Gärtner, Ansgar Keil und Paul Schwager (je 2 Siege) als auch Louis Ebermann und Kathrin Josy mit je einem Sieg.

Einzige Seniorin auf Regatten war Julia Hoffmann, die mit sechzehn Saisonsiegen 2012 die an Siegen reichste RGS-Vertreterin war. Tim Lauer siegte zwei Mal, Florian Gärtner und Jens Klein je einmal.

Die größte Gruppe stellten erneut die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Andreas Kabs mit vierzehn Erfolgen die meisten Saisonsiege, gefolgt von seinem Doppelzweier-Partner Lars Seibert mit dreizehn Erfolgen. Ebenfalls eine zweistellige Siegzahl konnte Harald Schwager mit zehn ersten Rängen verbuchen. Die weiteren Sieger waren: Peter Gärtner (9 Siege), Ralf Burkhardt (8), Martin Gärtner (7), Ottmar Gärtner (6), Arnd Garsuch (5), Ingo Janz (4), Peter Josy (4), Peter Faber (3), Beate Wettling (3) Rainer Bohn (2) Gerhard Kayser (2) Michael von Stumberg (1) Frank Durein (1). Sieben verdiente Siege verzeichnete Steuerfrau Katharina Kabs, die ihre Mannen stets fest im Griff hatte und zu den Erfolgen peitschte.

Trainer Martin Gärtner bekam nicht nur für seine eigenen Siege Applaus und Dank, sondern besonders für seine großartiges Engagement und Technikkompetenz. Julia Hoffmann galt der Dank für die starke Unterstützung von Trainer Martin Gärtner bei Trainingslagern und Regattadurchführungen.

Als besondere Gäste wurden Martin und Jochen Kühner für ihre großen Erfolge bei der Olympiade in London und insbesondere dem Weltmeistertitel im Leichtgewichtsachter geehrt. Unvergesslich für die Masters-Crew der RGS bleibt dabei die Langstreckenregatta über den Sempacher See mit dem zweiten Platz und Martin Kühner an Bord.

27.12.2012


Weihnachtsfußball der Ruderer oder auf den Domwiesen gibt es etwas zu erleben

von Angelika Schwager

Speyer- Bei frühsommerlichem Wetter mit mehr als 16 Grad und Sonne fand das traditionelle Fußballspiel der Ruderer am Heiligabend auf den Domwiesen statt. Am 25. Dezember berichtete der Deutsche Wetterdienst, dass es der wärmste Heiligabend in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sei. Kein Wunder haben die Jungs so geschwitzt.

Die Masters (Ruderer über 27 Jahre) erwischten den besseren Start. Dank besserer Stabilität auf dem rutschigen Boden und tatkräftiger Mithilfe durch ein Eigentor führten die Masters schnell mit 5:0. Dann kamen die Junioren immer besser ins Spiel und holten mit jeder Minute auf. Beim Stand von 6:5 für die „Alten“ wurde die reguläre Spielzeit für beendet erklärt. Der zweite Teil des Spiels, der „Rugbyteil“ ging mit deutlich mehr „Schlammdowns“ (Pfälzer Synonym auf Domwiesen für „touchdown“) eindeutig an die RGS-Junioren.

Interessant ist allerdings vielmehr was neben dem Spielfeld ablief, da wohl aufgrund des Rheinhochwassers und Schifffahrtssperre ab Germersheim einige Fahrgastschiffe in Speyer festgemacht hatten und die Touristen zwangsweise an den Domwiesen vorbeikamen und die fußballspielenden Ruderer beobachteten.

Ein Kölner „Touri“ fragte: „Nehmt ihr Eintritt?“ Antwort: „Nö, hier muss man nur eventuell Vergnügungssteuer bezahlen.“ Nägschder Pälzer: „Awwer ned weil se so guud schbielen“.

Ein am Sprachklang erkennbar italienisches Ehepaar amüsierte sich ebenfalls köstlich und schoss genauso wie einige asiatische Gäste jede Menge Fotos von den deutschen „Fußballkönnern“.

Ein deutsches Ehepaar, ebenfalls mit breitem Permanentgrinsen im Gesicht: „Spielen die öfter?“ Antwort: „Nö, nur am Heilischowend, des sinn normal Ruderer, die rudern besser als se fußballschbielen.“ Sie: „Ok, dann kommen wir zurück, wenn sie rudern.“ Er (mit Blick zu ihr): „Gegen den HSV würde es in jedem Fall reichen.“ Welchen Verein der nette Herr unterstützt wurde uns nicht klar, in keinem Fall aber den HSV.

Diskussion unter RGS-Zuschauern. Er: „Jetzt schbielen se schun hinerm Dor“. Sie: „Ajo, frieher hän se gsachd, schbielen drause ihr Buwe, dess machen se jetzt.“

Ein erkennbar – „fehlgeleiteter?“ - sehr weiter Schuss in Richtung des hochwasserführenden Rheins außerhalb des Spielfeldes. Sie: „Ned im Badische weiderschbielen, bleiwen do, sunscht seh mär eich jo nimmie.“

Der wiederholte fehlgeschlagener Versuch den Ball mit dem Kopf zu treffen, nennt man im Fußball gemeinhin Kopfball. Sie: „Mensch der breicht jo en Kopp wie ä Montgolfier, damit er die Pill trifft.“

Ob der vielen Zuschauer wurde der Kommentar aufgeschnappt: „Die ham jo mehr Zuschauer wie die Speymer Vereine bei ihre Ligaspiele.“

27.12.2012


Sieg für RG Speyer beim 25. Nikolausvierer der Mainzer RG

von links: Charlie Scheuer, Norbert Herbel, Ralf Mattil, Dieter Guhl, Klaus Disqué

Von Angelika Schwager

Mainz- Seinen ersten Renneinsatz hatte der anlässlich des Abruderns der Rudergesellschaft Speyer getaufte Gigvierer „100 % Pälzer“ beim traditionellen Nikolausvierer auf der Wachsbleiche, einem Seitenarm des Rheins bei Mainz. Am Start waren Norbert Herbel, Ralf Mattil, Dieter Guhl, Klaus Disqué und Steuermann Charlie Scheurer in der Klasse Masters E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre). Bei frostigen Temperaturen wurde die 4.000 Meter lange Strecke mit Start und Ziel am Bootshaus der Mainzer RG in Angriff genommen. Gegner war die Uhr, da weitere Boote der Altersklasse E nicht antraten. Die vorgegebene Sollzeit von 18:00 Minuten wurde um 16 Sekunden unterboten. Mit der Leistung von 17:44 Minuten konnte so die verdiente Radaddel mit nach Speyer genommen werden, damit steigt die Anzahl der RGS-Siege in dieser Saison überraschend in letzter Minute von 88 auf 89.

Nach Teilnahmen beim Darmstädter „Rund um den Kühkopf“ (23 km) und beim Düsseldorfer „Rheinmarathon“ (42,8 km) konnte die Sparte „Freizeitsport mit Leistungsanspruch“ zum Jahresschluß den ersten Sieg zur RGS-Regattastatistik beisteuern.

10.12.2012


88 Siege für die RG Speyer im Jahr 2012

Von Angelika Schwager

Speyer- Die Rudergesellschaft Speyer ehrte im Bootshaus die erfolgreichen Athleten der Rennrudersaison 2012 anlässlich einer Siegermatinee. Der Erste Vorsitzende Alfred Zimmermann freute sich im vollbesetzten Bootshaus gleich 38 Regattateilnehmer, darunter 36 Sieger begrüßen zu dürfen. Sportbürgermeisterin Monika Kabs beglückwünschte den Verein zu den „hervorragenden Erfolgen der Saison“ und erinnerte sich gerne an ihre eigenen Ausflüge im Rudern im Kirchboot.

An den Beginn des Ehrungsreigens hatte Alfred Zimmermann die Auszeichnung mit dem Ruderfertigkeitsabzeichen des Deutschen Ruderverbandes gestellt. Mit Bronze wurden geehrt Michelle Alav, Karin Emde und Max Lindner. Große Freude gab es dann bei Moritz Durein der als erster Aktiver der Rudergesellschaft die Auszeichnung in Gold entgegen nehmen durfte.

„Im Jahr 2012 errangen unsere Aktiven auf 20 Regatten ganze 88 Siege, 91 zweite Plätze und 39 dritte Plätze. Die Gesamtsiegzahl steht nun bei stolzen 3247 Erfolgen“, freute sich der Verwaltungsvorsitzende Robert Gard schon vor dem Ehrungsmarathon deutlich.

Viel Beifall erhielt Elias Dreismickenbecker für seine bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Junior-B-Einer errungene Bronzemedaille als auch seinen Südwesttitel in der gleichen Bootsklasse. Der Sieg bei den „Südwestdeutschen“ im Doppelzweier gelang Elias Dreismickenbecker dabei gemeinsam mit Vereinskamerad Marvin Degen. Komplettiert wurde das Bild durch die Südwesttitel im Junior-A-Doppelvierer für Elias Dreismickenbecker und im Junior-A-Achter für Janis Wagner. Bei der German Masters-Regatta in Bad Lobenstein war Lars Seibert mit Andreas Kabs im Masters-Doppelzweier B erfolgreich, während bei der World-Masters-Regatta in Duisburg Lars Seibert, Peter Faber, Arnd Garsuch und Andreas Kabs am Siegersteg anlegen konnten.

Insgesamt trugen sich 36 Ruderinnen und Ruderern aller Altersklassen in die Siegerliste 2012 ein. Erfolgreich waren erneut die Jungen und Mädchen (bis 14 Jahre). Lukas Zimmermann mit sieben, Alicia Bohn mit fünf und der zwölfjährige Youngster Julius Gard mit drei Siegen. Ebenfalls am Start war Steffen Steinbecher.

Alle Regattateilnehmer bei den Juniorinnen und Junioren (15-18 Jahre) konnten mindestens einen Sieg verbuchen. Elias Dreismickenbecker holte gleich zwölf, Marvin Degen acht sowie Philipp Nowicki und Wladislaw Schneider sechs Saisonsiege. Komplettiert wird das Bild von Janis Wagner (5 Siege), Elias Kolbenschlag (4 Siege) sowie Moritz Durein, Christoph Gärtner, Ansgar Keil und Paul Schwager (je 2 Siege) als auch Louis Ebermann und Kathrin Josy mit je einem Sieg.

Sieger 2012: 
Martin und Jochen Kühner mit ihrem Geschenk für die RGSEinzige Seniorin auf Regatten war Julia Hoffmann, die mit sechzehn Saisonsiegen 2012 die an Siegen reichste RGS-Vertreterin war. Tim Lauer siegte zwei Mal, Florian Gärtner und Jens Klein je einmal.

Die größte Gruppe stellten erneut die Masters (ab 27 Jahre), hier holte sich Andreas Kabs mit vierzehn Erfolgen die meisten Saisonsiege, gefolgt von seinem Doppelzweier-Partner Lars Seibert mit dreizehn Erfolgen. Ebenfalls eine zweistellige Siegzahl konnte Harald Schwager mit zehn ersten Rängen verbuchen. Die weiteren Sieger waren: Peter Gärtner (9 Siege), Ralf Burkhardt (8), Martin Gärtner (7), Ottmar Gärtner (6), Arnd Garsuch (5), Ingo Janz (4), Peter Josy (4), Peter Faber (3), Beate Wettling (3) Rainer Bohn (2) Gerhard Kayser (2) Michael von Stumberg (1) Frank Durein (1). Sieben verdiente Siege verzeichnete Steuerfrau Katharina Kabs, die ihre Mannen stets fest im Griff hatte und zu den Erfolgen peitschte.

Trainer Martin Gärtner bekam nicht nur für seine eigenen Siege Applaus und Dank, sondern besonders für seine großartiges Engagement und Technikkompetenz. Julia Hoffmann galt der Dank für die starke Unterstützung von Trainer Martin Gärtner bei Trainingslagern und Regattadurchführungen.

Als besondere Gäste wurden Martin und Jochen Kühner für ihre großen Erfolge bei der Olympiade in London und insbesondere dem Weltmeistertitel im Leichtgewichtsachter geehrt. Unvergesslich für die Masters-Crew der RGS bleibt dabei die Langstreckenregatta über den Sempacher See mit dem zweiten Platz und Martin Kühner an Bord.

03.12.2012


Julia Hoffmann auf Platz zwei bei Mannheimer Langstrecke

v.l.n.r.: Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag, Julia Hoffmann, Moritz Durein, Trainer Martin Gärtner:

von Angelika Schwager

Mannheim- Wieder einmal hieß es für die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer in Vorbereitung auf die Saison 2013 bei der Kurpfälzischen Langstreckenregatta in Mannheim auf dem Neckar sechs Kilometer unter dem Fernmeldeturm zwischen Riedbahnbrücke und Neckarspitze zurückzulegen. Rund 300 Boote, meist Einer und Zweier, gingen die Strecke an, deren Zeit einen Ausgangswert für das bevorstehende Wintertraining liefern soll. Hochkarätig war das Starterfeld einzuschätzen, gingen doch auch einige amtierende Weltmeister an den Start: So musste sich Julia Hoffmann im Frauen-Einer B (bis 23 Jahre) mit Anne Beenken, als zweimaliger Junioren-Weltmeisterin im Einer, vom RV Saarbrücken auseinandersetzen. In der auch Trainer Martin Gärtner zufriedenstellenden Zeit von 25:43,39 Minuten ruderte Julia Hoffmann hinter der Saarbrückerin auf den zweiten Platz, acht Sekunden vor der Ruderin von der Gießener RG.

Im Einer der Junioren A (17/18 Jahre) zeigte Philipp Nowicki eine ansprechende Leistung und ruderte bei vierzehn gestarteten Booten in 24:37,68 Minuten auf den guten achten Platz. Er blieb ziemlich genau eine Minute hinter der Siegerzeit der Frankfurter RG Germania zurück. Ebenfalls im Rahmen des erwarteten kamen Elias Kolbenschlag in 25:42,27 Minuten auf Platz 29 und Moritz Durein in 25:54,19 Minuten auf Platz 31 des Leichtgewichts-Einer der Junioren A. Insgesamt waren 33 Boote am Start.

Krankheitsbedingt musste Trainer Martin Gärtner sowohl Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer B als auch Marvin Degen und Louis Ebermann im Junioren-B-Zweier-ohne-Steuermann noch vor dem Start abmelden.

Erstmals kam bei der Regatta die Sprechfunkanlage zum Einsatz, bei der Martin Gärtner jeden seiner Schützlinge über einen kleinen Lautsprecher im Boot direkt ansprechen konnte. Mit den gezeigten Leistungen war Martin Gärtner zufrieden, bedauerte aber die krankheitsbedingen Ausfälle und damit die verpasste Chance der frühen Standortbestimmung.

18.11.2012


Zweiter Platz im Achter-Langstrecken-Rennen über den Sempacher See

Achtercrew beim Ablegen vor dem Rennen

von Angelika Schwager

Sursee- Für das 29. Achter-Langstrecken-Rennen hatten sich die Organisatoren vom SC Sursee vorgenommen mit einer attraktiven Ausrichtung im Rahmen der 40. Surseer Regatta eine Rekordzahl an Achtern auf die Langstrecke zu schicken. Die hohe Gesamtzahl von 36 Booten der Königsklasse war dann doch überraschend. Mit dabei waren die Speyerer Masters um Steuerfrau Katharina Kabs, Ralf Burkhardt, Martin und Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Harald Schwager, Lars Seibert sowie Weltmeister und „Jungmaster“ Martin Kühner der den Achter seines Heimatvereins unterstütze.

Bei Regen und starkem Wind bereiteten die 351 Ruderer der 36 Crews ihre Boote vor, der Veranstalter war drauf und dran die Langstrecke aufgrund des starken Wellengangs am Sempacher Seeufer deutlich zu verkürzen. Doch rechtzeitig zum Start, die Achter waren schon auf dem 6 km langen Weg zu den Startbojen, gab es nur noch leichten Nieselregen und der Wind ließ etwas nach. Bei nach wie vor deutlichem Wellengang wurden die nebeneinander aufgereihten Achter auf die anstrengende Tour über den Sempacher See geschickt. In der Masters-Konkurrenz hatte sich die RG Speyer schnell einen kleinen Vorsprung auf die meisten Wettbewerber erkämpft, allerdings ruderte die mit vielen Schweizer „Altinternationalen“ besetzte Renngemeinschaft RC Rapperswil-Jona/SC Zürich ein starkes Rennen und war nur bis zur Streckenhälfte in Reichweite.

Im Ziel blieb die Uhr für den Speyerer-Achter nach sehr viel Gegenwind bei 24:21,53 Minuten stehen, das bedeutete Rang zwei bei den Masters. Die drittplatzierten vom Mannheimer RC schafften die Strecke in 24:47,90 Minuten.

Der Gesamtsieger vom SC Zürich war 22:31,83 Minuten unterwegs, die auf Platz 36 angekommenen Junioren U19 ebenfalls vom SC Zürich benötigten 31:10,33 Minuten.

„Das war ein großartiges Erlebnis, mit tollem Ergebnis und hohem Erinnerungswert“, war sich die Achtermannschaft der RG Speyer überaus einig.

09.10.2012


Masters-Pokal aus Sursee mitgebracht

Wladislaw Schneider am Start

von Angelika Schwager

Sursee- Die 40. Kurzstreckenregatta auf dem Sempacher See im „Triechter“ bei Sursee führte die Speyerer Ruderer in die Schweiz. Die erste, damals noch nationale, Regatta fand 1973 statt. Im kommenden Jahr feiern die Speyerer ihre eigene 40. Teilnahme, nachdem sie 1974 anlässlich der zweiten Surseer Regatta zum ersten Mal teilgenommen hatten. Über die 450-Meter-Distanz galt es den im Vorjahr gewonnen Masters-Pokal erneut zu verteidigen, dies gelang mit Bravour. In der Clubgesamtwertung belegten die Speyerer mit 36 Punkten hinter dem RC Cham, der auf 38 Punkte kam, zwar den undankbaren vierten Platz. Dafür reichten die 18 Masters-Punkte, ein Sieg im Mannschaftboot bringt drei, der zweite Rang zwei und der dritte Rang einen Punkt, eindeutig aus, um den RC Rheinfelden und SC Zug, mit je sieben Punkten, auf die Plätze zu verweisen. Zehn Siege, sieben zweite, fünf dritte, ein vierter und zwei fünfte Plätze im zumeist Fünf-Boote-Feld belegen die Stärke der in den Wettkampf gegangenen Ruderer.

Im Einer U15 trumpfte Alicia Bohn auf und siegte souverän, Lukas Zimmermann kam nicht an Benjamin Hofer, Grasshopper Zürich vorbei und wurde zweites Boot. Gemeinsam traten Alicia Bohn und Lukas Zimmermann als Mixed-Duo im Jungen-Doppelzweier an und beschämten die rein männliche Konkurrenz mit ihrem verdienten Sieg. Im Junioren-Einer U17 musste sich Janis Wagner trotz der hervorragenden Zeit von 1:38,55 Minuten mit Platz zwei zufrieden geben, während sich Wladislaw Schneider über einen Sieg freuen durfte. Im gleichen Lauf mit seinem Vereinskameraden wurde Ansgar Keil Dritter. Kathrin Josy beschloss die Einer Konkurrenzen mit ihrem dritten Platz im Juniorinnen-Einer U17. Im Junioren-Doppelzweier U17 konnten die Wettbewerber nicht an die Zeit von 1:25,83 Minuten die Wladislaw Schneider und Janis Wagner ablieferten und siegten heranreichen. Nur auf den fünften Platz kamen Christoph Gärtner und Moritz Durein in ihrem Lauf. Im Junioren-Doppelvierer U17 mussten sich Christoph Gärtner, Ansgar Keil, Wladislaw Schneider und Janis Wagner mit ihrer schnellen Zeit von 1:18,72 Minuten nur dem Quartett aus Zürich geschlagen geben, das sich eineinhalb Sekunden Vorsprung herausruderte.

Durchweg sehr gute Platzierungen gab es in den Männer-Konkurrenzen. Im Doppelzweier belegten sowohl Tim Lauer mit Paul Schwager als auch Lars Seibert mit Florian Gärtner den zweiten Platz. Die ebenfalls bei den Männern gestarteten Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) Ralf Burkhardt und Peter Gärtner kamen nur knapp hinter dem zweiten Boot vom RC Schaffhausen auf Platz drei ins Ziel. Im Männer-Doppelvierer ohne Steuermann zeigten, die mehrfachen Deutschen Junioren-Sprintmeister, Tim Lauer, Paul Schwager, Jens Klein mit Florian Gärtner, dass der Sprint ihre Disziplin ist und siegten deutlich. Knapp auf Platz zwei verwiesen wurde der Speyerer Masters-Doppelvierer mit Rainer Bohn, Ralf Burkhardt, Peter Gärtner und Ingo Janz vom RC Cham in der Offenen Klasse.

Die Mixed-Rennen sahen in der Offenen Klasse spannende Rennen. Die Speyerer Ruderer schickten mit Peter und Kathrin Josy eine Vater/Tochter-Kombination, die vierter wurde, als auch eine U15/Männer-Kombination mit Alicia Bohn und Florian Gärtner, die fünfter wurden, ins Rennen. Ingo Janz und Julia Hoffmann erkämpften sich den dritten Platz.

Im Masters-Bereich war die RG Speyer für die Gegner ein kaum zu überwindendes Hindernis. Im Doppelzweier siegten sowohl Lars Seibert mit Andreas Kabs in der Klasse Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre, als auch Peter Gärtner und Ralf Burkhardt bei den Masters C. Peter Josy und Harald Schwager wurden im E-bereich (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) hinter dem Basler RC zweites Boot. Der Mixed-Doppelzweier Beate Wettling und Harald Schwager musste sich der jüngeren Konkurrenz stellen und belegte nach einem technisch sauberen Rennen Platz drei. Das Highlight aus Speyerer Masters-Sicht bildeten die beiden Doppelvierer-Rennen. Den ersten Lauf nutzen Rainer Bohn, Ralf Burkhardt, Andreas Kabs und Lars Seibert, um einen klaren Sieg einzufahren. Nach anfänglich schneller Führung und einem nach dem Startspurt erfolgten kapitalen technischen Fehler musste das Quartett Martin und Peter Gärtner, Ingo Janz und Harald Schwager nochmals hart kämpfen um den dann doch deutlichen Sieg sicherzustellen.

Ein im Rudersport extrem seltenes Ergebnis brachte das abschließende Achter-Rennen. Katharina Kabs steuerte ihre Crew gewohnt zuverlässig. Schlagmann Peter Gärtner brachte seine sieben Mitruderer Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Andreas Kabs, Tim Lauer, Harald und Paul Schwager sowie Lars Seibert blitzschnell auf Touren. Doch ebenso schnell war der RC Rheinfelden unterwegs und beide Boote führten schnell. Keine Fehler, harter Kampf und Spurt bis ins Ziel ließ die Zuschauer im Unklaren wer gewonnen hat, da auch nur eine Zielhupe ertönte. Nach gefühlt unendlichem Warten auf die Auswertung des Zielfilms dann das Ergebnis: Beide Mannschaften wurden mit je 1:11,09 Minuten gestoppt. Damit gab es zwei Sieger, für die meisten Ruderer war das zum ersten Mal in ihrer Karriere.

„Nach dem harten Langstrecken-Rennen über den Sempacher See am Vortag hätten wir nicht mit dieser Spritzigkeit über die Kurzstrecke gerechnet“, zeigte sich die Masters-Crew erfreut über den Gewinn des Pokals.

09.10.2012


Regatta der zweiten Plätze in Marbach

Die Jüngsten im Feld Julius Gard und Steffen Steinbacher

von Angelika Schwager


Marbach- Als „Silber-Kanal“ erwies der Neckar bei Marbach für die Ruderer der RG Speyer. Gleich fünfzehn zweite Plätze brachten sie von der Kurzstreckenregatta über die 500-Meter-Distanz mit nach Hause. Für die drei Siege stand Philipp Nowicki gerade. Daneben gab es noch vier dritte und zwei vierte Plätze.

Bei den Jungen war erstmals Julius Gard, der schon in Limburg und Kreuznach erste Regattaerfahrung gesammelt hatte, mit dem Regattanovizen Steffen Steinbacher im Doppelzweier (12/13 Jahre) unterwegs. Gleich beim Start passierte ein technisches Missgeschick und Steffen Steinbacher musste die 500-Meter ohne Rollsitz rudern, dennoch kamen die beiden Jungruderer auf den dritten Rang. Im zweiten Lauf, nun technisch einwandfrei unterwegs, steigerten sie sich deutlich und machten den erfahrenen Ruderern vom Ulmer RC Donau das Leben schwer und kamen ihnen mit ihrer Laufzeit von 2:05,87 Minuten bis auf 1,8 Sekunden nahe. Die drittplatzierten Marbacher lagen in 2:32,97 Minuten weit zurück.

Im Junior-B-Doppelzweier kamen Marvin Degen und Wladislaw Schneider nur auf den vierten und letzten Platz, dies machten sie im zweiten Rennen deutlich besser und ließen in 1:41,70 Minuten einen zweiten Platz, eine Länge hinter dem Ulmer RC Donau, folgen. Im Junior-B-Zweier-ohne-Steuermann gab es exakt das gleiche Bild, erst durch einen vierten Platz motiviert, lieferten Marvin Degen und Louis Ebermann mit knapp zwei Sekunden von der RG Eberbach/RC Nürtingen distanziert einen zweiten Platz ab. Im Junior-B-Einer siegte Philipp Nowicki mit mehr als einer Länge Vorsprung souverän. Er lag auch im zweiten Rennen bis kurz vor dem Ziel in Führung, dann fing er einen Krebs, so nennen Ruderer das Hängenbleiben mit dem Ruderblatt im Wasser, und musste Paul Butterer von der RG Eberbach den Sieg überlassen und wurde zweites Boot. Im Duo mit Moritz Durein gab es zwei klare Siege für Philipp Nowicki vor Marbach und Nürtingen im Junior-B-Doppelzweier. Der Junior-B-Doppelvierer mit Marvin Degen, Louis Ebermann, Wladislaw Schneider, Janis Wagner und Steuermann Moritz Durein kämpfte zweimal verbissen mit starkem Endspurt um den Sieg, zog aber zweimal knapp den kürzeren, einmal lag die Renngemeinschaft Mannheim/Esslingen und einmal die Renngemeinschaft Friedrichshafen/Überlingen/Radolfzell vor dem Speyerer Quartett.

Im Frauen A-Einer war die frisch in die Frauen-Klasse aufgestiegene Julia Hoffmann unterwegs und schlug sich bekannt technisch sauber rudernd gut und wurde zweimal Zweite hinter Verena Moster von der Mannheimer RG Baden, jeweils klar vor den folgenden Booten. Im Männer A-Doppelzweier kämpfte Junior Paul Schwager gemeinsam mit Tim Lauer gegen erfahrene Männer-Mannschaften um den Sieg und konnte einen dritten und einen zweiten Platz erreichen. Zwei dritte Plätze im Männer A-Doppelzweier gab es für das Duo Paul Schwager und Maximilian Bandel, der in Speyer sein Ruderhandwerk erlernt hatte, in der Renngemeinschaft RG Speyer/RC Hamm. Einen starken zweiten Platz im Männer A-Doppelvierer ohne Steuermann im vollen Feld, nur vom Marbacher RV bezwungen, lieferten die erstmals in dieser Kombination gestarteten Paul Schwager, Tim Lauer, Maximilian Bandel und Andreas Kabs ab.

Ralf Burkhardt und Peter Roland Gärtner kamen im Masters-Doppelzweier mit mehr als einer Länge Vorsprung ins Ziel und fühlten sich schon wie die Sieger, bis klar wurde, dass der Lauffener RC Neckar durch die Zeitgutschrift, bedingt durch die höhere Altersklasse, doch hauchdünn vor den Speyerern gelandet waren. Auch im Masters-Doppelvierer gab es für die RG Speyer zwei zweite Plätze, einmal starteten Martin Gärtner, Harald Schwager und Andreas Kabs mit Ralf Burkhardt und einmal mit Peter Roland Gärtner.

Die Königsklasse des Ruderns, der Achter, brachte dann Spannung pur für Zuschauer und Mannschaften. Etwa 150 Meter nach dem Start versteuerte der Marbacher Achter und ruderte in die Bahn des Speyerer Boots. „Blattsalat“, d.h. die Riemen der beiden Mannschaften verhakten sich, und Rennabbruch war die Folge. Der zweite Start klappte dann und die Achter lagen lange etwa gleich auf, bis sich der Heidelberger Achter einen kleinen Vorsprung vor Speyer verschaffen konnte. Im Ziel blieb die Uhr dann nach 1:27,36 Minuten für Heidelberg, 1:28,13 Sekunden für Speyer und 1:28,77 Sekunden für Marbach stehen. Die Zuschauer hatten ein spannendes Rennen erlebt und Speyer erneut einen zweiten Platz eingefahren. Am zweiten Regattatag ging es dann um den Wanderpreis der Stadt Marbach. Im Vorlauf des „Stadtachters“ reichte den Speyerern ein locker herausgeruderter zweiter Platz zum Finaleinzug. Im Finale, dem letzten Saisonrennen für die Speyerer Crew, gaben Ralf Burkhardt, Peter und Martin Gärtner, Tim Lauer, Maximilian Bandel, Paul und Harald Schwager, Andreas Kabs und Steuerfrau Katharina Kabs noch einmal alles und das nicht für möglich Geglaubte gelang. Im Männer A-Achter kam das neben Tim Lauer und Maximilian Bandel mit fünf Masters-Ruderern und einem Junior besetzte Speyerer Team nach 1:22,80 Minuten ins Ziel und wurde nur mit sieben zehntel Sekunden von der Renngemeinschaft Stuttgarter RG/RV Esslingen/RG Waiblingen auf den zweiten Platz verwiesen. Der Heidelberger RK lag um fünf zehntel Sekunden und Marbach um mehr als eine Bootlänge zurück.

„Dass wir zum Saisonabschluss so viele zweite Plätze einfuhren hat uns schon etwas geärgert, dass darunter aber zwei zweite Plätze im Männer-Achter waren gibt uns viel Motivation als Team uns im Winter auf die nächste Saison vorzubereiten“, resümierten die Speyerer Ruderer zum Regattaausklang.

03.10.2012


Vier Südwestdeutsche Meisterschaften für die RG Speyer

Bei der Südwestdeutschen Meisterschaft im Rudern fischten die Ruderer und Ruderinnen der RG Speyer gleich vier Titel, drei Vizemeisterschaften, zwei Bronzemedaillen und einen vierten Platz aus dem Niederhausener Stausee. Bei der in die Meisterschaften eingebetteten Naheregatta gelangen zwei Siege, zwei zweite und zwei dritte Plätze.

Traditionell starten die Kleinboote bei den Südwestdeutschen Meisterschaften am ersten Regattatag über die 1000-Meter-Distanz. Als erster Speyerer musste Lukas Zimmermann im Jungen-Einer (14 Jahre) im Vorlauf ran. Das Minimalziel zum Finaleinzug, den zweiten Platz im Vorlauf zu erreichen, wurde klar verpasst, damit war mit dem vierten Vorlaufplatz schnell Endstation. Deutlich besser war Alicia Bohn im Mädchen-Einer (14 Jahre) unterwegs, sicher siegte sie in ihrem Vorlauf. Im Finale entbrannte dann ein harter Kampf um Gold und Silber. Bord-an-Bord kämpfte Alicia Bohn mit Michaela Dörr, die am Ende mit acht Zehntel Sekunden den Bugball vorn hatte. Die beiden folgenden Ruderinnen lagen mehr als drei Längen zurück. Auch für Julia Hoffmann war im Vorlauf des Frauen-Einer Schluss, verletzungsbedingt kam sie als Vorlaufdritte ins Ziel und musste dann leider alle weiteren Rennen in den Großbooten abmelden. Seine Dominanz im Junior-Einer B in dieser Saison spielte Elias Dreismickenbecker aus und siegte in 3:25,17 Minuten vor seinem härtesten Widersacher Philipp König von der Binger RG, die folgenden Boote hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun. Im Leichtgewichts-Junior-B-Einer, mit dreizehn Booten im Rennen, war für den Finaleinzug gar ein Sieg im Vorlauf vonnöten. Das schaffte Elias Kolbenschlag mit starkem Einsatz, während Wladislaw Schneider als Vorlaufzweiter ausschied. Im Finale zeigte sich dann, dass Elias Kolbenschlag im Vorlauf doch „einige Körner“ gelassen hatte und am Ende mit einer Länge hinter Benjamin Schütze, ORRG Südwest, an Bronze vorbei ruderte und auf Rang vier landete. Im Junior-B-Doppelzweier schafften gleich zwei Speyerer Crews den Finaleinzug. Mit ihrem Vorlaufsieg hatten sich Elias Dreismickenbecker und Marvin Degen in die Favoritenrolle gerudert, der sie in 3:18,94 Minuten auch gerecht wurden und mit einer Länge Vorsprung auf die ORRG Südwest den Titel holten. Louis Ebermann und Wladislaw Schneider schafften den Sprung aufs Treppchen nicht und wurden viertes Boot.

In den Großbooten ging es über die 500-Meter-Strecke um die Titel. Nach dem Sieg im Einer und Doppelzweier ließ Elias Dreismickenbecker im Junior-A-Doppelvierer mit seinen Partnern vom Mainzer RV und der Binger RG nichts anbrennen und holte seinen dritten Titel mit einer Länge vor RV Treviris/RV Ingelheim. Auf den Bronzerang ruderten in einem äußerst spannenden Endspurt Ansgar Keil und Elias Kolbenschlag im Leichtgewichts-Junior-B-Doppelzweier, zwei Zehntel hinter den Silbermedaillengewinnern von der Binger RG. Ebenfalls Bronze gab es im Junior-B-Doppelvierer mit Steuermann für Marvin Degen, Louis Ebermann, Wladislaw Schneider, Janis Wagner und Steuerfrau Katharina Kabs, dahinter kam Elias Dreismickenbecker in der Renngemeinschaft RG Speyer/Binger RG/Koblenzer RC Rhenania ins Ziel. Im Junior-A-Achter setzte sich Janis Wagner in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris/RV Ingelheim/Mainzer RV/Binger RG/Koblenzer RC Rhenania mit fünf Sekunden Vorsprung im Titelkampf vor Elias Dreismickenbecker durch, der in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris/Mainzer RV/Binger RG/RG Lahnstein/GTRV Neuwied ruderte. Im Junior-B-Achter steuerte Katharina Kabs ihre Jungs Marvin Degen, Louis Ebermann, Janis Wagner und Elias Dreismickenbecker in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Koblenzer RC Rhenania mit einem Rückstand von nur eineinhalb Sekunden auf Platz zwei. Ebenfalls auf den Vizerang ruderten die Speyerer Masters Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Arnd Garsuch und Harald Schwager im Masters-Doppelvierer ohne Steuermann C hinter dem Vierer aus Koblenz.

Bei der in die Titelkämpfe eingebetteten Naheregatta über die 500-Meter-Strecke konnte sich Lukas Zimmermann im Jungen-Einer (14 Jahre) nicht vorn platzieren und wurde zwei Längen zurück drittes Boot. Erneut einen harten Kampf lieferte sich Alicia Bohn im Mädchen-Einer (14 Jahre). Leider musste sie wiederum mit Platz zwei Vorlieb nehmen und kam knapp hinter Sandra Sprang vom Creuznacher RV ins Ziel. Die drittplatzierte Ruderin aus Ludwigshafen lag weit zurück. Ebenfalls auf den zweiten Platz ruderte Paul Schwager im Junior-Einer A im Vier-Boote-Feld hinter Markus Etzkorn von der Cochemer RG. Einen ganz klaren Sieg erkämpfte sich Julius Gard im Jungen-Einer (12 Jahre und jünger), mit toller Technik setzte er sich schnell vom Feld ab und hatte im Ziel vier Längen Vorsprung auf den Mainzer RV. Im Junior-B-Doppelzweier rangen zwei Speyerer Boote um den Sieg, im Ziel hatten Ansgar Keil und Elias Kolbenschlag eine Sekunde Vorsprung auf Moritz Durein und Wladislaw Schneider, die dritten vom RV Treviris lagen acht Sekunden zurück.

Eindeutig zum Speyerer Regattastar avancierte auf dem Nahestausee in Bad Kreuznach Elias Dreismickenbecker, der neben drei Meisterschaften, zwei Vizetitel und einen vierten Platz nach Speyer holte.

17.09.2012


Doppelvierersieg bei FISA World Rowing Masters Regatta

3. Boot von unten; Arnd Garsuch und Peter Faber kurz nach dem Start

von Angelika Schwager

Bei der 39. Auflage der FISA World Rowing Masters Regatta trafen sich über 3040 Athletinnen und Athleten aus 46 Nationen vom 6. bis 9. September auf der Wedau-Bahn im Sportpark Duisburg. In den Altersklassen A (Mindestalter 27 Jahre) bis J2 (Mindestdurchschnittsalter 85 Jahre) kämpften die Ruderer in 420 Rennen über die 1000-Meter-Strecke um die Medaillen. In fast allen Rennen waren alle sieben Startbahnen besetzt. Gestartet wurde mit modernster Technik mit Hilfe eines Startschuhs, mit dessen Hilfe die Bootsspitzen auf eine Höhe gebracht werden und das Ausrichten am Start sicherer und schneller von statten geht. Ältester Teilnehmer mit drei Starts war der in der Schweiz lebende Brite Charles Eugster mit 93 Jahren, Nicht ganz so alt waren die Vertreter der Rudergesellschaft in Duisburg.

Ralf Burkhardt startete im Einer und konnte hier in der Altersklasse A nur um zwei hundertstel Sekunden vom Russen Vladimir Zhovner geschlagen in 3:43,01 Minuten den dritten Platz erringen. Bei Streckenhälfte lag Ralf Burkhardt noch fast drei Sekunden hinter dem Russen und kämpfte sich toll heran. Es siegte verdient der Italiener Andrea Prina. Im B-Einer (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) sollte es für Ralf Burkhardt der vierte Platz werden. Schon früh hatten sich der später siegreiche Brasilianer Joao Carlos Goncalves und der Russe Mikhail Yurchenko an die Spitze gesetzt, während Ralf Burkhardt mit dem Norweger Christian Kersten um Platz drei rang.

Im A-Doppelzweier hatten Peter Faber und Arnd Garsuch auf Bahn sechs rudernd einen harten Lauf. Sie kamen gut aus dem Start und lagen bei 500 Metern auf Platz zwei um fünf zehntel Sekunden hinter den späteren Dritten vom RC Oberhavel/RC Havel Brandenburg. Auf der zweiten Streckenhälfte schob sich die Renngemeinschaft Stuttgarter RG/RV Esslingen in Front und siegte in 3:21,48 Minuten vor Faber/Garsuch in sehr guten 3:23,24 Minuten. Im B-Doppelzweier gab es im 7-Boote-Feld für das eingespielte Speyerer Duo nur einen großen Gegner. In 3:23,31 Minuten lieferten Peter Faber und Arnd Garsuch nahezu die gleiche Zeit ab wie im A-Rennen. An den russischen Doppelzweier, der die Strecke in 3:19,45 Minuten bewältigte, kamen sie nicht heran. Schon das drittplatzierte Boot lag zwei Längen zurück, was den harten Kampf an der Spitze erahnen lässt. Ebenfalls im B-Doppelzweier am Start waren Lars Seibert und Andreas Kabs. Bis zur 500-Meter-Marke lagen die Speyerer noch hauchdünn vor dem Ratzeburger RC, mit Olympiasieger Thomas Lange an Bord, auf Platz drei. Die im Ziel gestoppten 3:26,13 Minuten bedeuteten Platz vier. Der siegreiche brasilianische Doppelzweier mit Joao Carlos Goncales, der Ralf Burkhardt im Einer schon das Leben schwer gemacht hatte, und Cardoso Meirelles war nicht zu schlagen. Norwegen kam auf Platz zwei und Ratzeburg auf drei. Peter Faber und Harald Schwager im C-Doppelzweier (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) starteten auf der Außenbahn, hatten einen hervorragenden Start und lagen schnell an der Spitze des Feldes. Bei etwa 200 Metern passierte das erste Missgeschick, ein leichtes Versteuern reichte und die Kollision mit den Bojen kostete Konzentration, aber nicht die Führung, die bei Streckenhälfte eine gute halbe Länge betrug. Auf der zweiten Streckenhälfte kam der TuSV Bramsche/Bessel RC Minden immer stärker auf und schnappte den beiden Speyerern den Sieg auf den letzten 50 Metern, hier passierte das zweite Missgeschick erneute Kollision mit den Bojen, noch weg. Die drittplatzierten Italiener wurden mit mehr als einer Sekunde auf Distanz gehalten.

Im B-Doppelvierer ohne Steuermann taten sich die beiden Doppelzweier-Paarungen Lars Seibert und Andreas Kabs sowie Arnd Garsuch und Peter Faber zusammen und zeigten den Gegnern mit einem klaren Start-Ziel-Sieg wie man Doppelvierer rudert. 3:04,86 Minuten lautete die 1000-Meter-Zeit an die die Zweiten aus Schweden in 3:07,73 Minuten nicht annähern herankamen. Im C-Doppelvierer mit Lars Seibert, Andreas Kabs, Martin Gärtner und Harald Schwager sollte die gleiche Taktik zum Ziel führen. Mit 40er-Schlagzahl ging es in den Startspurt, der in die Führung mündete, die bei 500 Metern neun zehntel Sekunden betrug. Der Ratzeburger RC machte Druck und beide Boote blieben mit der Schlagzahl im 37-38er-Bereich, das Feld fiel zurück. Im Ziel sahen die Speyerer Zuschauer die eigene Mannschaft schon als Sieger an, ehe der Zielrichter bestätigte: Platz eins für Ratzeburg in 3:06,43 Minuten und Platz zwei für Speyer in 3:06,53 Minuten.

Im abschließenden C-Achter Rennen wollte Steuerfrau Katharina Kabs ihre acht Mannen ganz nach vorne steuern. Schnell war das Feld in zwei geteilt. Die ersten drei Boote, darunter die RG Speyer, setzten sich ab und die vier Verfolger ruderten lange Bugball an Bugball. Den besten Start hatte eine internationale Renngemeinschaft Brasilien/USA erwischt, die diesen Vorsprung bis ins Ziel trotz der Angriffe aus München und Speyer verteidigte. So wurde der im Achter rudernde Brasilianer Joao Carlos Goncalves den Speyerern zum dritten Mal zum Verhängnis. Mit der sehr guten zeit von 3:05,26 Minuten kamen die Speyerer knapp hinter München auf Platz drei ins Ziel.

„Mit dem Sieg, den vier zweiten, zwei dritten und zwei vierten Plätzen sind wir zufrieden, wenngleich zumindest die eine oder andere knappe Entscheidung auch ein Sieg hätte sein dürfen. Wir ruderten fast immer um den Sieg mit und wurden in keinem Rennen abgeschlagen“, resümierte das neunköpfige Team der RG Speyer.

Ein Fernziel: Der älteste Teilnehmer der 93-jährige Charles Eugster hatte wie einige Speyerer drei Starts und ruderte mit seinem Team im Vierer mit Steuermann in 5:06,56 Minuten, im Vierer-ohne-Steuermann in 4:48,70 Minuten und im Doppelvierer in 4:21,05 Minuten ins Ziel. Hut ab vor dieser Leistung!

10.09.2012


Rudernachwuchs startet senkrecht

Julius Gard im Jungen-Einer, Sieger in beiden Rennen

von Angelika Schwager

Limburg- Die Limburger Kurzstreckenregatta über die 500-Meter-Strecke erwies sich für die Speyerer Rennruderer als wahre Goldgrube. Insgesamt 33 Siege fischten die insgesamt 30 in die Rennen gestarteten Sportler aus der Lahn, dazu gab es 27 zweite und vier dritte Plätze. Aus Speyerer Sicht war es besonders erfreulich, dass alle Altersklassen zum Gesamterfolg beitrugen. Vom Jüngsten im Feld, Julius Gard, der im Jungen-Einer startete bis zum erfahrensten Masters F Gerhard Kayser gab es Siege zu vermelden. Die Jungen und Mädchen (bis 14 Jahre) steuerten sechs, die Junioren (bis 18 Jahre) zehn, die Seniorin Julia Hoffmann vier und die Masters-Ruderer ganze dreizehn Siege bei. Mit dieser Ausbeute war es nicht verwunderlich, dass der Vorjahreserfolg, den Pokal „Erfolgreichster Verein“ der Regatta entgegennehmen zu dürfen, wiederholt werden konnte.

Die größte Überraschung lieferten die Regattadebüttanten ab, die als Senkrechtstarter in ihre Rennrudererlaufbahn eintraten. Mit einer hervorragenden technischen Wasserarbeit ließen sowohl Julius Gard im Jungen-Einer, Jahrgang 2000, als auch Alicia Bohn im Mädchen-Einer, Jahrgang 1998, die Konkurrenz weit hinter sich und siegten jeweils in ihren beiden Rennen. Seine ersten Starts im Junioren-B-Einer (15/16 Jahre) nutzte Philipp Nowicki ebenfalls zu zwei ungefährdeten Erfolgen. Auch Kathrin Josy konnte beim ersten Regattastart aufgrund technischer Unzulänglichkeiten bei den Gegnerinnen im Juniorinnen-B-Einer den ersten Sieg verbuchen, dazu gab es einen zweiten Rang. Erste Erfahrung auf Regatten sammelten Jannik Mattil und Moritz Durein im Junioren-B-Doppelzweier mit einem zweiten und dritten Rand.

Der bereits regattaerfahrene Lukas Zimmermann ruderte im Jungen-Einer (14 Jahre) ebenso zu einem Sieg und einem zweiten Platz wie im gemischten Doppelzweier im Duett mit Alicia Bohn. Im Leichtgewichts-Junior-B-Einer siegte Wladislaw Schneider einmal ganz souverän, musste sich dann im zweiten Rennen trotz starkem Endspurt mit Platz zwei begnügen.

Gleich zwei Junior-B-Doppelvierer mit Steuermann, was für die gute Nachwuchsarbeit spricht, konnte die RG Speyer an den Start bringen. Gerecht wurden die beiden Siege verteilt: Am ersten Tag beendete das Quartett Christof Gärtner, Ansgar Keil, Elias Kolbenschlag, Philipp Nowicki und Steuermann Lukas Zimmermann den Lauf als erstes Boot vor dem WSV Honnef und wurde am zweiten Tag knapp Zweiter. Umgekehrt machte es der Vierer mit Elias Dreismickenbecker, Janis Wagner, Marvin Degen, Louis Ebermann und Steuerfrau Katharina Kabs nach einem zweiten Platz ließen die Speyerer einen Sieg vor dem Hanauer RC folgen. Für die erstmals ausprobierten Doppelzweier-Paarungen Dreismickenbecker/Degen und Wagner/Ebermann gab es neben zwei zweiten und einem dritten Platz lediglich für Elias Dreismickenbecker und Marvin Degen einen Sieg zu feiern. Auch Ansgar Keil und Elias Kolbenschlag im Leichtgewichts-Doppelzweier waren der Konkurrenz, aufgrund eines schwächeren Trainingszustands, unterlegen und kamen auf Platz zwei und drei ins Ziel. Vier Siege hatte sich Elias Dreismickenbecker im Einer vorgenommen, zwei davon gar in der höheren Altersklasse bei den Junioren A 17/18 Jahre). Stoppen konnte ihn nur ein technischer Defekt an der Dolle, so dass er nach drei klaren Siegen, im vierten Rennen kurz nach dem Start nicht weiter rudern konnte und zur Freude der Gegner aus dem Rennen ausscheiden musste.

Erneut eine starke Leistung zeigte Julia Hoffmann, die sowohl bei den Seniorinnen-B (bis 23 Jahre) als auch bei den Seniorinnen-A (Offene Klasse) im Einer einen Sieg nach Hause rudern konnte, gleiches gelang dann nochmal mit ihrer Partnerin Selina Glaser von der Binger RG in den Doppelzweier-Konkurrenzen. So standen am Ende vier Siege für Julia Hoffmann in den Ergebnislisten, die durch drei zweite und einen dritten Platz komplettiert wurden.

Eine klare Bank waren die Masters-Ruderer, die die Limburger Regatta als Trainingshöhepunkt vor der FISA-World-Masters Regatta in Duisburg nutzten, um letzte Wettkampfhärte zu trainieren und dabei dreizehn erste Plätze nach Speyer holten. Beate Wettling, erfolgreichste RGS-Ruderin, siegte im Mixed-Doppelzweier zusammen mit Harald Schwager zwei Mal völlig ungefährdet und sprang zudem für eine erkrankte Limburger Ruderin im Mixed-Gig-Doppelvierer-mit Steuermann ein, den die Zufallsrenngemeinschaft RG Speyer/Limburger ClfW klar für sich entschied. Auch Lars Seibert kam so zu einem klar herausgeruderten Erfolg: Als Ersatzmann verstärkte er im Masters-Gig-Doppelvierer B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems das Siegerboot. Der Masters-Gig-Doppelvierer E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) mit Gerhard Kayser, Michael von Stumberg, Peter Josy, Ottmar Gärtner und Steuerfrau Katharina Kabs ruderte deutlich vor der Renngemeinschaft Limburger ClfW/Gießener RG ins Ziel.

Die Doppelzweier-Wettbewerbe erwiesen sich als klare Domäne der Speyerer Ruderer: Platz eins gab es für die Duos Andreas Kabs/Lars Seibert bei den Masters B, für Peter Gärtner/Ralf Burkhardt bei den Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre und Ottmar Gärtner/Harald Schwager bei den Masters D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre). Martin Gärtner und Peter Josy konnten die Konkurrenz im Doppelzweier Masters D für Ruderer, die in der Saison 2012 noch keinen Sieg errungen hatten, an beiden Tagen vor der Frankfurter RG Borussia für sich entscheiden. Komplettiert wurde das Bild durch zweite Plätze der Doppelzweier Peter Josy mit Gerhard Kayser, Masters E, und Peter Roland Gärtner mit Harald Schwager, Masters D und dem zweiten Lauf von Andreas Kabs mit Lars Seibert.

Spannung pur bot die Königsklasse im Rudern, der Achter, hier trat der Speyerer Masters-C-Achter auch zweimal in der jüngeren Altersklasse an. In der Besetzung Ralf Burkhardt, Ingo Janz, Lars Seibert, Andreas Kabs, Ottmar Gärtner, Martin Gärtner, Peter Roland Gärtner, Harald Schwager und Steuerfrau Katharina Kabs gelang der hart erkämpfte Sieg mit einer halben Bootslänge Vorsprung auf Koblenz. Am zweiten Tag, Rainer Bohn hatte Ralf Burkhardt im Achter ersetzt, mussten die Speyerer nach anfänglicher Führung in einem erneut extrem kampfbetonten Rennen den Sieg mit ganz knappem Rückstand an den Koblenzer RC Rhenania abgeben. Der Sieg in der angestammten Altersklasse dem Masters-C-Achter für die Crew Ralf Burkhardt, Ingo Janz, Lars Seibert, Andreas Kabs, Rainer Bohn, Martin Gärtner, Peter Roland Gärtner, Harald Schwager und Steuerfrau Katharina Kabs war ebenso eine leichte Beute für die Ruderer mit dem roten Brustringtrikot wie der Masters-D-Achter für Ingo Janz, Andreas Kabs, Ottmar Gärtner, Martin Gärtner, Peter Roland Gärtner, Harald Schwager, Peter Josy, Gerhard Kayser und Steuerfrau Katharina Kabs.

„Dass wir die Siegzahl des Jahres 2012 auf jetzt 61 erste Plätze, bislang wurden 28 Saisonsiege errungen, mehr als verdoppeln würden, konnten wir uns nicht erträumen“, sagte Trainer Martin Gärtner nach der Siegerehrung in Limburg.

05.09.2012


Faber/Garsuch siegen bei Cologne Masters Regatta

v.l.n.r. Arnd Garsuch (Schlagmann), Peter Faber (Bugmann):

von Angelika Schwager 

Köln- Eingebettet in die Deutschen Großbootmeisterschaften im Rudern in Köln fand auf der Fühlinger-Regatta-Strecke die „Cologne Masters“ statt. Die Masters-Regatta über die 1000-Meter-Strecke war der letzte Test zur Standortbestimmung vor der FISA-World-Masters-Regatta in vierzehn Tagen in Duisburg. Diese Möglichkeit nutzte ein großer Teil der deutschen Mastersboote, um noch einmal unter Wettkampfbedingungen gegen die deutsche Spitze anzutreten. Die für ihre Windanfälligkeit bekannte Kölner-Regattastrecke machte es den Ruderern nicht leicht einen Vergleichsmaßstab zu finden, da über das Wochenende hinweg, insbesondere am Samstag, böiger Wind herrschte. Damit lagen häufig die Boote auf den etwas windgeschützteren Bahnen 5 und 6 vorn und die Boote auf den Bahnen 1 und 2 mussten stärker gegen Wind und Wellen anrudern.

Als erster Speyerer musste Andreas Kabs, Sportvorsitzender der Rudergesellschaft Speyer, gecoacht von Trainer Martin Gärtner, im Masters-Einer C (Mindestalter 43 Jahre) auf die Strecke. Andreas Kabs kam - auf Bahn eins rudernd - gut aus dem Start, konnte dann aber nach dem Startspurt, bei böigem Gegenwind, die Schlagzahl nicht hoch genug halten und fiel leicht zurück. Bei Streckenhälfte hatte sich das Feld sortiert, der auf Bahn sechs rudernde Thomas Kemper vom RC Sorpesee führte und siegte später deutlich, Andreas Kabs konnte den neben ihm auf Bahn zwei gestarteten Ruderer vom Verdener RV in Schach halten und wurde Fünfter. Im Doppelvierer-ohne-Steuermann C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) wollten die erstmals in dieser Besetzung gestarteten Arnd Garsuch, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner und Harald Schwager insbesondere noch eine 1000-Meter-Strecke unter vollen Wettkampfbedingungen absolvieren, um für Duisburg gerüstet zu sein. Nach einem verhaltenen Start lag das Quartett leicht zurück, fand dann aber schnell seinen Rhythmus und sammelte bis zur 500-Meter-Marke drei der davor liegenden Boote ein. Schon bei etwa 600-Meter setzte das einzige noch vor den Speyerern liegende C-Boot einen Spurt, den die Speyerer konterten. Dennoch änderte sich auf der zweiten Streckenhälfte die Abstände nicht mehr, da jeder Spurt sofort durch den Gegenspurt neutralisiert wurde. Im Ziel lag die Renngemeinschaft Frankfurter RG Oberrad/Limburger ClfW/Erster Kieler RC/SG Wiking etwa eine Länge vor Speyer.

Am zweiten Regattatag, der etwas weniger durch die Windböen beeinträchtigt wurde, zeigten Andreas Kabs und Martin Gärtner im Masters-Doppelzweier C ein sehr gute Leistung und ruderten im Fünf-Boote-Feld in 3:28,95 Minuten hinter der Renngemeinschaft RV Hellas Offenbach/Frankfurter RG Borussia (3:26,05 Minuten) und dem RC Sorpesee (3:26,50 Minuten) auf Rang drei. Der RC Münster wurde mit fünf Zehntel Sekunden auf Distanz gehalten, während der Verdener RV deutlich zurücklag. Überhaupt nichts anbrennen ließen Arnd Garsuch und Peter Faber im Masters-Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre). Mit gewohnt langen Schlägen bei hoher Schlagzahl war die Spitze des Feldes schnell erobert und die Gegner in Schach gehalten. Bei tollen 3:18,50 Minuten blieb die Uhr für die Speyerer Cologne-Masters-Sieger Garsuch/Faber stehen. Noch am ehesten konnten Karsten Bach und Roberto Gillen vom RV Saarbrücken folgen, die nach 3:23,70 Minuten die Ziellinie überquerten. Die weiteren Boote folgten weitere vier und neun Sekunden zurück.

„Mit den in Köln gezeigten Leistungen gehen wir zuversichtlich in die Rennen der „FISA-World-Masters“-Regatta. Neben guten Platzierungen unter den ersten drei sollte doch mindestens ein Sieg, besser mehr, herausspringen.“ Zeigte sich die Speyerer Masters-Equipe gewappnet.

26.08.2012


German-Masters-Sieg für Kabs/Seibert

Bad Lobenstein, German Master: v.l.n.r. Lars Seibert/Andreas Kabs

von Angelika Schwager

Bad Lobenstein-  Die 13. German Masters Open der Ruderer wurde in diesem Jahr, erneut gemeinsam mit den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften,  auf dem größten Stausee Deutschlands dem Bleiloch-Stausee bei Bad Lobenstein in Thüringen ausgetragen. Für die Masters-Ruderer der RG Speyer gab es dabei neben einem Sieg, zwei zweite und drei dritte Plätze über die 1000-Meter-Distanz.

Im Masters-Männer-Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) traten am ersten Regattatag bei brütender Hitze und großer Schwüle gleich zwei Speyerer Boote an. Neben Peter Faber nahm, aufgrund der Erkrankung von Arnd Garsuch, Trainer Martin Gärtner ersatzweise Platz. Das Duo harmonierte technisch einwandfrei und konnte im vollen 6-Boote-Feld hinter der Renngemeinschaft Wolfsburger RC/Der Hamburger und Germania RC der Renngemeinschaft Stettiner RV/MS Wroclaw den dritten Rang belegen, die viertplatzierten Saarbrücker wurden um mehr als eine Länge distanziert. Andreas Kabs und Lars Seibert ruderten in 3:27,66 Minuten die schnellste aller elf an den Start gegangenen Doppelzweier und gewannen ihre erste German Masters Open-Raddaddel, so nennen die Ruderer ihre Siegermedaillen. Mit zwei Längen Vorsprung auf die zweiten, die Uhr stoppte bei 3:32,63  Minuten, der Renngemeinschaft Dresdner RC / Wurzener RV 'Schwarz-Gelb' dominierten die beiden Speyerer vom Start weg das Rennen.

Der Masters-Männer-Doppelvierer E (Mindestalter 55 Jahre) mit Ottmar Gärtner, Gerhard Kayser, Peter Josy und Michael von Stumberg mussten schon nach dem Start erkennen, dass gegen die Renngemeinschaft Limburger Club für Wassersport /RK "Normannia" und den Berliner RC, beide Boote hatten hochdekorierte und erfahrene Mastersruderer an Bord, die einzusetzenden Mittel bei weitem nicht ausreichten. Platz drei in 3:51,01 Minuten lautete das Endergebnis.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag zog eine Unwetterfront über den Bleiloch-Stausee, entwurzelte Bäume und zerstörte wertvollstes Bootsmaterial, sodass vor Beginn des zweiten Regattatages zunächst nötigste Bootsreparaturen anstanden und die betroffenen Mannschaften versuchten sich mittels Bootsleihe gegenseitig zu helfen. Auch die Speyerer waren betroffen, konnten ihren Doppelvierer aber in einen Zustand versetzen indem zumindest gestartet werden konnte.

Zunächst gingen jedoch erneut die beiden Doppelzweier an den Start, diesmal bei starkem Regen und gegen die deutlich jüngeren Ruderer im A-Bereich (Mindestalter 27 Jahre). Mit voller Konzentration und gut harmonierend gelang sowohl der Kombination Andreas Kabs/Lars Seibert als auch dem Duo Peter Faber/Martin Gärtner ein zweiter Platz. Das erste Speyerer Boot wurde von der Renngemeinschaft Bad Lobensteiner RV/RV Triton Leipzig mit einer Länge geschlagen, die folgenden Boote lagen ebenfalls mindestens eine weitere Länge zurück. Der RV Neptun Konstanz hatte den Bugball vor Faber/Gärtner im Ziel, die folgenden Boote lagen mehr als eine Sekunde zurück.

Beim abschließenden  Masters-Männer-Doppelvierer C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mit  Peter Faber, Martin Gärtner, Andreas Kabs und Harald Schwager gab es einen weiteren dritten Platz. Das Quartett kämpfte vom Start bis ins Ziel, musste allerdings permanent gegen das durch das Unwetter beschädigte Steuer ansteuern, um gerade zu rudern. Belohnt wurde der Einsatz mit Platz drei hinter den Renngemeinschaften  Limburger ClfW/Der Hamburger und Germania

RC/Frankfurter RG Oberrad/SG Wiking und RC Würzburg/ WSV Schifferclub Neckarrems, aber deutlich vor Regensburger RK / Münchener RC/RG Kassel/RK am Baldeneysee.

„Das Unwetter mit all seinen Folgewirkungen und Schäden hat die Freude über den German Masters-Sieg von Andreas Kabs und Lars Seibert doch etwas getrübt“, waren sich die mitgereisten Speyerer einig.

03.07.2012


Unwetter und Siege bei Regatta in Ulm

von Angelika Schwager 

Ulm-  Die Rennruder-Junioren der Rudergesellschaft Speyer um Julia Hoffmann wollten nach den entbehrungsreichen, trainingsintensiven Wochen vor den Deutschen Jugendmeisterschaften die Vorsaison bei der Sprintregatta in Ulm mit Freude ausklingen lassen. Dies gelang nur am ersten Regattatag, der drei Siege, drei zweite, einen dritten und zwei vierte Ränge sah. Dann folgten das Unwetter und die Komplettabmeldung für die Speyerer. Traditionell wird in Ulm am ersten Tag über die 250-Meter-Distanz gesprintet, dann folgt an Tag zwei die 500-Meter-Strecke.

Gleich zu Beginn setzte sich im Jungen-Einer Lukas Zimmermann in Szene und trug den Sieg über die 250 Meter in 1:04,59 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung auf Tim Preiß aus Waldshut davon. Im dichten Feld ruderte Julia Hoffmann in Frauen-Einer A auf Platz vier. Christoph Gärtner kam im Junioren-Einer B ebenfalls nicht über den vierten Platz hinaus. Im Leichtgewichts-Junioren-Einer B war der siegreiche Julian Wüsteney vom RV Esslingen für die Konkurrenz eine Nummer zu stark, Elias Kolbenschlag ruderte hinter der RG Heidelberg auf Platz drei.

Im Leichtgewichts-Junioren Doppelzweier B mit Ansgar Keil folgte für Elias Kolbenschlag ein unglücklicher zweiter Rang mit nur 17 hundertstel Sekunden Rückstand auf den Heidelberger RK. Mit 29 hundertstel Sekunden hatten Marvin Degen und Wladislaw Schneider ihren Bugball siegreich vor den Konkurrenten vom Stuttgart-Cannstatter RC im Junioren-Doppelzweier B in 51,60 Sekunden im Ziel. Der Junioren-B-Zweier ohne Steuermann brachte für Marvin Degen und Janis Wagner hinter der Renngemeinschaft Stuttgart-Cannstatter RC/Stuttgarter RG den zweiten Platz.

Nachdem die Renngemeinschaft Ulmer RC/RV Esslingen den Speyerer Junioren-Doppelvierer B mit Janis Wagner, Ansgar Keil, Wladislaw Schneider, Marvin Degen und Steuerfrau Alicia Bohn an Bord auf den zweiten Platz verwiesen hatte, drehten die Speyerer im Riemenvierer mit Janis Wagner, Christoph Gärtner, Wladislaw Schneider und Marvin Degen den Spieß um und siegten verdient.

Das Speyerer Team war schon mitten in der Besprechung wie der nächste Regattatag zu gestalten ist, da nahm das Unheil seinen Lauf und das aufziehende Unwetter richtete große Schäden an. Der Speyerer Bootspark blieb im Gegensatz zu anderen Vereinen glücklicherweise verschont. Allerdings rissen die Windböen dass große Mannschaftszelt nieder und die Equipe musste die Nacht im Mannschaftsbus verbringen, Folge davon war, dass die Rennen am zweiten Regattatag nicht bestritten werden konnten und die Regatta für die RGS frühzeitig beendet war.

03.07.2012


Kirchbootregatta mit neuem Teilnehmer- und Besucherrekord

die Sieger - Polizeitteam „65 Oberwasser“

von Angelika Schwager

Die 5. Speyerer Kirchboot-Regatta über die 200-Meter Strecke am Floßhafen beim Bootshaus der Rudergesellschaft lockte in diesem Jahr sage und schreibe 24 Teams in den Wettbewerb. Die Geschäftsführung der RGS mit Vorsitzendem Alfred Zimmermann, Verwaltungsvorsitzender Robert Gard und Sportvorsitzendem Andreas Kabs freute sich, deutlich mehr als 500 Zuschauer begrüßen zu können. Eindeutig im Zentrum der Veranstaltung stand wie in den Vorjahren erneut Spaß und Vergnügen für die jeweils 14-köpfigen Teams.

Um jedem Team die gleiche Chance und die gleiche Herausforderung zu geben hatte die Regattaleitung um Felix Gard und Paul Schwager das bewährte Reglement weiterentwickelt. Jedes Team bestritt zwei Läufe, je einen im „Salier“ dem Kirchboot der RGS und im „Wikinger“ dem Kirchboot der Karlsruher Ruderer mit wechselnden Gegnern. Beide Boote stellten unterschiedliche technische Herausforderungen an die Mannschaften. Die vier zeitschnellsten Boote, dabei wurden die Laufzeiten aus beiden Rennen addiert, zogen ins Halbfinale ein, um ruderten die beiden Finalteilnehmer aus. Das Steuern der „Rudernovizen“-Teams wurde von erfahrenen RGS-Ruderern übernommen.

In den 24 Vorläufen wurden bei bestem Rheinwasserstand, der eine deutlich breitere Bahnbreite ermöglichte, erstmals die Kräfte gemessen und Bootswart Frank Becker hatte im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Materialbruch zu beklagen. Regattakommentatorin Angelika Schwager begrüßte Teams, die zum ersten Mal teilnahmen und mittlerweile kirchbootregattaerfahrene Mannschaften.

Mit viel Elan, Motivation und Spaß vor allem aber Teamgeist wurden die Vorläufe absolviert und es gab viele Gewinner. Die meisten Mannschaften konnten mindestens einen Vorlaufsieg auf ihrem Konto verbuchen, die Laufzeiten gegenüber dem Vorjahr verbessern oder beim Erststart im zweiten Lauf schon zu einer deutlich verbesserten Harmonie im Boot gefunden zu haben.

Für das Halbfinale qualifizierten sich das Polizeitteam „65 Oberwasser“ in 1:34,25 Minuten, die Tyco-Mannschaft in 1:36,54 Minuten, die Mixed-Mannschaft der Stadtverwaltung in 1:36,74 Minuten und dir „Ruderbänker“ der Volksbank. Damit war kein Halbfinalist aus dem Vorjahr unter den letzten vier vertreten. Auf dem unglücklichen fünften Platz landete die mit der Parole „In einem Boot“ auf den eigens gedruckten T-shirts startende CDU, eine ganze zehntel Sekunde trennte die Mannschaft vom vierten Platz. In den Halbfinals gab es einerseits bessere technische Leistungen in allen Mannschaften, aber die einzelnen Neuruderer merkten auch von Lauf zu Lauf, dass die Läufe doch Kraft kosten. Im Finale trafen dann die „Ruderbänker“ auf die Ordnungshüter „65 Oberwasser“. Beide Teams konnten je einen Finallauf, auch hier wurden die Boote getauscht, für sich entscheiden. Die im ersten Finallauf von „65 Oberwasser“ erzielte absolute Spitzenzeit von 41:13 Sekunden reichte um den Gesamtsieg in 1:25,26 Minuten vor den Silbergewinnern der Volksbank in 1:29,18 davonzutragen.

Nach einem sportlich äußerst fairen Wettkampftag endete die 5. Speyerer Kirchbootregatta mit der Siegerehrung durch den Ersten Vorsitzenden Alfred Zimmermann für die Teams und die Steuerleute. Die Auszeichnung des originellsten Teams 2012 war ob der erneut tollen Ideen schwierig, fiel aber eindeutig zugunsten der Mannschaft des Finanzamtes aus. Die Stadtverwaltung freute sich nicht nur über die Halbfinalteilnahme und den vierten Platz in der Gesamtwertung, sondern auch über den Pokal für das beste Mixed-Team.

Der größte Dank geht an die RGS-Familie ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer hätte dieses Großereignis nicht hätte bewältigt werden können. Besonderer Dank geht an Kirsten Lauer sowie Sabine und Robert Gard für die „Organisation an Land“ und an die Regattaleitung um Felix Gard mit seinen Rennruderkollegen, die stets den Überblick behielten. Viel Spaß hatten auch die Steuerleute, allesamt langjährig erfahrene Ruderer, mit dem Engagement und der Motivation ihrer Teams. Nicht vergessen sei auch Frank Becker, der sich um Bootsschäden kümmerte und so „Regattapausen“ zu vermeiden half.     

An der 6. Auflage der Kirchboot-Regatta 2013 werden sicher erneut viele Mannschaften teilnehmen wollen. Wir sind schon heute gespannt.

Platzierungen nach den Vorläufen

 

  1    65 Oberwasser – Polizeiteam          1:34,25                      Gesamtsieger

  2    Tyco                                              1:36,54                                                                                                                                                                            1:36,54

  3    Stadtverwaltung                              1:36,74                        Bestes Mixed-Team

  4   „Ruderbänker“ Volksbank                  1:37,00

  5    CDU                                              1:37,10                                                                                                                                                                           1:37,10

  6    Triteam – Radsportclub                   1:39,00

  7    Physiotherapie Richter                    1:41,33

  8    Diakonissen                                   1:43,34

  9    Stadtwerke Speyer                         1:44,70

10  Team Rheingold                                1:44,90

11  Schützengesellschaft                         1:44,98

12  SWG                                                                                                                                                                                                                                       1:46,57

13  SPD                                                                                                                                                                                                                                        1:47,97

14  Grüne                                                                                                                                                                                                                                                1:47,99

15  Baugenossenschaft                       1:48,31

16  Männerlauftreff FVB                       1:48,60

17  Landesbetrieb für Mobilität              1:49,03

18  Anwaltsverein                                1:51,40

19  Judosportverein Speyer                  1:51,81

20  Feuerwehr                                     1:53,44

21  Technik Museum                            1:54,28

22  Salierschule                                   1:59,63

23  Finanzamt                                      1:59,76          Originellstes Team

24  Akkordimento Lingenfeld                 2:01,22

27.06.2012


Elias Dreismickenbecker hat es geschafft: Bronze!

von Angelika Schwager

Essen-  Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Essener Baldeneysee hat Elias Dreismickenbecker im Einer nach einem souveränen Halbfinalsieg über die 1500-Meter-Strecke im Endlauf Bronze gewonnen und Janis Wagner im Vierer ohne Steuermann die Medaille knapp verpasst.

Die Zeiten des Halbfinallaufes sagen alles. Es waren unmögliche Witterungsbedingungen mit schwerem Gegenwind und hohen Wellen, die den Ruderern alles abverlangten: 2:20,78 Minuten benötigte Elias Dreismickenbecker für die ersten 500 Meter im Halbfinale, im Vorlauf hatte er 1:42,53 Minuten hingelegt. Er lag damit nicht etwa am Ende des Sechs-Boote-Feldes sondern ganz an der Spitze, gefolgt von Gregor Sklaar, RC Potsdam, der ebenfalls mit einem Vorlaufsieg ins Halbfinale gerudert war. Nicht besser wurde es auf den zweiten 500 Metern, die Durchgangszeit für Elias lag bei 4:49,30 Minuten, damit lag er schon vierzehn Sekunden vor dem zweitplatzierten Jonas Matschek vom Rüdersdorfer RV Kalkberge. Im Ziel hatte der Speyerer Einerspezialist dann satte neunzehn Sekunden Vorsprung. Dritter wurde Philipp König von der Binger RG, Bootspartner im Zweier von Elias Dreismickenbecker, der damit ebenfalls den Einzug ins Halbfinale schaffte.

Nach den souveränen Vorlauf- und Halbfinalsiegen wollte Elias Dreismickenbecker nicht ohne Medaille im Junioren-Einer B Finale nach Hause fahren. Die ersten 500 Meter des Endlaufes brachte er in 1:52,95 hinter sich und lag auf Platz drei hinter seinen stärksten Widersachern Max Appel vom LRV Schleswig Holstein und Philipp-Andre Syring vom RC Magdeburg. Dicht dahinter lag Philipp König von der Binger RG. Auf dem mittleren Streckenabschnitt machte Philipp Syring Druck, ruderte 1,5 Sekunden schneller als seine direkten Verfolger und übernahm die Führung, Elias Dreismickenbecker konnte seinen dritten Platz mit mehr als einer Länge Vorsprung auf Philipp König festigen. Im Schlussdrittel setzte sich der Magdeburger, körperlich sowohl in Größe als auch Gewicht deutlich überlegen, endgültig ab und siegte verdient. Doch Elias mobilisierte nochmals alle Kräfte und holte mehr als eine Sekunde auf Max Appel auf. Leider reichte der starke Schlussspurt nicht ganz, bei 5:51,66 Minuten blieb die Uhr stehen und die mitgereisten Speyerer am Ufer durften sich mit Elias über Bronze freuen.

Rang drei im Vorlauf und ebenfalls Rang drei im Hoffnungslauf ließen für Janis Wagner im Vierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV/Olympische Rennrudergemeinschaft Saarbrücken mit seinen Bootspartnern Maximilian Bierwirth, Paul Alexander Fuhrmann und Malte Duis einen harten Kampf erwarten. Leider kam das Quartett, das über die wenigen Trainingseinheiten und Rennen immer besser zusammen fand, auf den ersten 500 Metern nicht perfekt zusammen und fand sich am Ende des Feldes wieder. Mit großem Kampfgeist ging es Schlag um Schlag näher ans Feld heran und der RC Potsdam und die Renngemeinschaft Geesthacht/Möllner RC wurden überholt. Mit starken 1:46,61 Minuten auf dem Schlussdrittel kam der rheinland-pfälzische Vierer noch näher ans Feld heran, konnte die Lücke zu Platz drei jedoch nicht mehr schließen. Der üblicherweise ungeliebte vierte Platz ist für das neuformierte Team eine tolle Leistung mit der alle zufrieden waren.

Im kleinen Finale des Zweier ohne Steuermann ruderten Marvin Degen und Louis Ebermann um die Plätze sieben bis elf. In einem spannenden Rennen setzte sich der spätere Sieger die Renngemeinschaft Heidelberger RK/RC Nürtingen früh ab und das Regensburger Boot fiel früh zurück, während die drei Duos der RG Speyer, TSV Bremervörde und vom Alster-Club hart miteinander rangen. Nach 1000-Metern lagen nur wenige Zehntel zwischen den drei Booten, Speyer ruderte auf Platz zwei. Mit einem extrem starken Schlussdrittel konnte sich die TSV Bremervörde noch an Speyer vorbei schieben und den zweiten Platz erobern. Der dritte Platz im kleinen Finale bedeutete letztlich Rang neun für die beiden gerade zu den B-Junioren aufgestiegenen Speyerer. Ein schöner Erfolg!

„Wir sind sehr stolz, dass wir mit unseren B-Junioren, die allesamt sehr nah am Leichtgewichtsbereich liegen, bei den „schweren Jungs“ so gut mitgefahren sind. Die Bronzemedaille und der super vierte Platz krönen diese Saison“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner sehr zufrieden. Foto: RSV Speyer 

25.06.2012


Vierer ohne im großen Finale – Zweier ohne im kleinen Finale

von Angelika Schwager

Essen- Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Rudern auf dem Essener Baldeneysee hat der Vierer ohne Steuermann der Junioren B(15/16 Jahre) mit Janis Wagner von der Rudergesellschaft Speyer das Finale erreicht während der Zweier ohne Steuermann im Hoffnungslauf ausschied und nun im kleinen Finale startet.

Nach dem dritten Platz im Vorlauf musste Janis Wagner im Vierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV/Olympische Rennrudergemeinschaft Saarbrücken mit seinen Bootspartnern Maximilian Bierwirth, Paul Alexander Fuhrmann und Malte Duis alle Kraft in den Hoffnungslauf setzen, um den Finaleinzug zu schaffen. Vom Start weg kämpften alle sechs Mannshaft verbissen um die vier noch zu vergebenden Finalplätze. Nach dem ersten Streckendrittel bei 500 Metern lag der spätere Sieger und Favorit vom Alster-Club/Norddeutscher Ruderer-Bund Hamburg bereits mit zwei Sekunden in Führung, das Quartett um Janis Wagner nur auf Platz fünf und wäre damit ausgeschieden. Doch der Vierer kam immer besser ins Laufen und kämpfte sich bis zur 1000-Meter-Marke auf Platz vier und damit ins Finale. Auf dem letzten Streckenabschnitt ruderten die vier Rheinland-Pfälzer dann sogar die zweitschnellste Zeit und ließen den RC Potsdam hinter sich und attackierten die zweitplatzierte Renngemeinschaft Geesthacht/Möllner RC. Mit erneut einem dritten Platz, wie im Vorlauf, gelang der angestrebte Finaleinzug.

Der Zweier ohne Steuermann mit Marvin Degen und Louis Ebermann musste im ersten  Hoffnungslauf mindestens Platz zwei erreichen, um sich fürs Finale zu qualifizieren. Schon bei der 500-Meter-Marke war klar, dass der Münchener RC und dieRenngemeinschaft Crefelder RC/RC Germania Düsseldorf, den Sieg unter sich ausmachen würden. Die beiden jungen, in diesem Jahr zu den Junioren B gewechselten Speyerer hatten keine Chance an die führenden Boote heranzurudern. Das Speyerer-Duo kam auf Platz vier und startet nun am Sontag im kleinen Finale im Kampf um Platz sieben.

„Wenn Elias Dreismickenbecker im Halbfinale am Samstag nach seinem souveränen Vorlaufsieg den erwarteten Finaleinzug schafft, haben wir mit zwei Finalisten unsere Erwartungen mehr als erfüllt“, zeigten sich die Speyerer Ruderer zufrieden.

22.06.2012


Elias Dreismickenbecker rudert direkt ins Halbfinale

von Angelika Schwager

Essen-  Den vier B-Junioren (15/16 Jahre) der Rudergesellschaft Speyer ist ein guter Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Essener Baldeneysee gelungen. Elias Dreismickenbecker schaffte im Einer den direkten Sprung ins Halbfinale.

Als erster Speyerer Ruderer musste Janis Wagner im Vierer ohne Steuermann in die Riemen greifen. In der Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenaia/Mainzer RV/Olympische Rennrudergemeinschaft Saarbrücken erwischte Janis Wagner mit seinen Bootspartnern Maximilian Bierwirth, Paul Alexander Fuhrmann und Malte Duis den schnellsten Vorlauf und musste sich gleich mit den favorisierten Booten der Renngemeinschaft RV Münster/RV Waltrop und Alster-Club/Norddeutscher Ruderer-Bund Hamburg auseinandersetzen. Diese beiden Boote lieferten sich über die gesamte 1500-Meter-Strecke einen heißen Bord-an-Bord-Kampf den RV Münster/RV Waltrop mit 19 hundertstel Sekunden für sich entschied. Janis Wagner konnte mit seinem Vierer nicht in den Kampf um die direkte Finalplatzierung eingreifen, ruderte aber auf den guten dritten Platz und muss sich nun über den Hoffnungslauf fürs Finale qualifizieren.

Den schnellen Weg ins Halbfinale wählte Elias Dreismickenbecker. Im vierten Vorlauf am Start legte er in 1:42,53 Minuten die schnellste Zeit auf den ersten 500 Metern aller Starter hin und sicherte sich früh die Führung und gab diese nicht mehr ab. Sein Doppelzweier-Partner von der Binger RG, Philipp König ruderte auf den zweiten Platz. Lediglich die im zweiten Vorlauf gestarteten Mitfavoriten Max Appel, LRV Schleswig-Holstein mit 5:16,69  Minuten und Philipp-Andre Syring vom RC Magdeburg mit 5:17:31 Minuten wiesen nach Abschluss der Vorläufe eine bessere Zeit auf als Elias Dreismickenbecker mit 5:17,97 Minuten. Der aufgrund der bisherigen Junioren-Regatten favorisierte Tim Ole Naske aus Hamburg war nicht am Start seines Vorlaufes erschienen.

Der Zweier ohne Steuermann besetzt mit Marvin Degen und Louis Ebermann ruderte im 6-Boote-Feld in guten 5:30,05 Minuten auf den vierten Platz des Vorlaufes, kann sich aufgrund der geruderten Zeiten aber noch über den Hoffnungslauf fürs Finale qualifizieren.

„Elias Dreismickenbecker ist seinem Ziel unter die ersten vier zu kommen (s. Berichterstattung vom 20.6.) deutlich näher gekommen, eine Medaille ist in greifbarer Nähe“, waren sich die Speyerer einig.

22.06.2012


Souveräner Sieg in der Königsklasse für die RG Speyer in Gießen – Julia Hoffmann siegt fünf Mal

von Angelika Schwager

Gießen- Die traditionelle Gießener-Pfingstregatta war Ziel der Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer. Auf der Lahn werden die Rennen an den ersten beiden Regattatagen über die 1000-Meter-Distanz ausgetragen, am Pfingstmontag geht es dann über die Sprintdistanz von 350 Metern.

Im Jungen-Einer, 14 Jahre, war Lukas Zimmermann im Rennen. Im ersten Lauf fand er nach einem technisch unsauberen Start nicht mehr in seinen Rhythmus und beendete das rennen hinter Köln und Mannheim auf Rang drei. Am zweiten Tag klappte der Start und es entbrannte ein spannender Kampf, den letztlich der Mannheimer RV Amicitia dicht gefolgt von Lukas Zimmermann gewann, der Hanauer RC lag deutlich zurück.

Im Frauen-Doppelzweier B gab es einen souveränen Sieg für das mittlerweile eingespielte Duo Julia Hoffmann und Selina Glaser von der Binger RG. Im zweiten Rennen blieb der Renngemeinschaft RG Speyer/Binger RG nach steuertechnischen Schwierigkeiten auf der sehr engen Lahn-Rennstrecke nur der zweite Platz. Im Frauen-Einer behielt dieses Mal, nachdem bei der Heidelberger Regatta vor einer Woche noch Julia Hoffmann siegreich war, ihre Doppelzweier-Partnerin Selina Glaser die Oberhand. Das bedeutete einen weiteren zweiten Platz für Julia Hoffmann.

In der Königsklasse, dem Achter, gab es bei den Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) zur Freude der Zuschauer ein volles Feld und dichtes Gedränge auf der Lahn. Der Achter der RG Speyer mit Steuerfrau Katharina Kabs, Schlagmann Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Ottmar Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager und Lars Seibert, auf der Mittelbahn startend, machte es dem Schiedsrichter leicht und setzte sich schon mit dem Startspurt und den ersten dreißig Schlägen deutlich vor die Konkurrenz.  Obwohl der Speyerer Achter bei der 500-Meter-Marke schon Wasser zwischen sich und die Verfolger gebracht hatte, ließ es sich der Schiedsrichter nicht nehmen leicht korrigierend einzugreifen und alle Boote exakt auf der vorgeschriebenen Bahn zu halten. Die Kurven stellten die routinierte Speyerer Steuerfrau Katharina Kabs vor keine große Herausforderung, souverän steuerte sie „ihre acht Mannen“ als Sieger ins Ziel. Die Uhr blieb nach 1000 Metern bei 2:50 Minuten stehen, die Renngemeinschaft RV Hellas Offenbach/Mühlheimer RV benötige 3:00 Minuten, der Frankfurter RV 3:04 Minuten. „Heute konnten wir das schon bei der Heidelberger Regatta erkennbare Potential viel besser abrufen und fanden schon gleich nach dem Start sehr gut zusammen“, kommentierte Schlagmann Peter Roland Gärtner.

Der 350-Meter-Sprint war für Lukas Zimmermann im Jungen-Einer ungewohntes Terrain, auf dem er sich zum ersten Mal bewegte und das gleich gut, hinter der Binger RG aber deutlich vor Marburg wurde er Zweiter.

Die Rennen über Sprintdistanz bedeuteten für Julia Hoffmann im wahrsten Sinne des Wortes „positiven Ruderstress“, hatte sie doch in den Konkurrenzen Frauen-Einer B (bis 23 Jahre), Frauen-Einer A (offene Klasse) und in den entsprechenden Doppelzweier-Wettbewerben gemeldet. Gleich vier Siege gab es zu feiern. Julia Hoffmann siegte in der Renngemeinschaft RG Speyer/Binger RG mit Selina Hofmann im A-Doppelzweier deutlich vor der RG Lahnstein, im B-Doppelzweier dann vor dem Neusser RV. Den Coup landete das Duo Hoffmann/Glaser allerdings beim Rennen um den Sparkassen-Cup, hier siegten sie souverän gegen die Gießener RG und die RG Lahnstein, und holten sich Pokal und ausgeschriebenes Preisgeld. Den Frauen-Einer A beendete Julia Hoffmann als zweites Boot hinter der Mannheimer RG Baden um dann im Frauen-Einer B wieder den Bugball vorn zu haben, dabei verwies sie Selina Glaser und die Koblenzer RG Rhenania auf die Plätze.

Zum ersten Mal seit 21 Jahren wagte sich Andreas Kabs wieder an den Start im Einer. Schnell merkte man, dass er hier gut zu Hause ist, im Masters-Einer kam ihm Tilo Krach von der Gießener RG am nächsten. Erster Start und klarer, erster Sieg im Masters-Einer stehen nun zu Buche. Im Masters-Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) stellte für Andreas Kabs und Lars Seibert der RC Möve Großauheim als zweites Boot bis 50 Meter vor dem Ziel das einzige Hindernis dar. Die Speyerer siegten am Ende jedoch mit einer Länge Vorsprung. Gemeinsam wollten es Andreas Kabs und Lars Seibert auch in der höchsten Männer-Klasse dem Senior-A-Doppelzweier wissen. Im Vorlauf war jedoch der spätere Gesamtsieger von der Gießener RG gerade einmal 15 hundertstel Sekunden schneller und brachte das zu frühe, unglückliche Aus. Ärgerlich, dass die weiteren Vorläufe allesamt deutlich langsamer waren.

„Mit den acht Siegen, fünf zweiten Plätzen und einem dritten Platz sind wir sehr zufrieden und werden im nächsten Jahr sicher wieder zur Gießener Pfingstregatta fahren“, freute sich der RGS-Sportvorsitzende Andreas Kabs.

21.06.2012


Starker Auftritt von Elias Dreismickenbecker in Hamburg

von Angelika Schwager

Hamburg-  Bei der Internationalen DRV-Junioren-Regatta in Hamburg traten die B-Junioren (15/16 Jahre) zu ihrem letzten großen Test über die 1500-Meter-Distanz vor den Deutschen Jugendmeisterschaften an. Das Gesamtergebnis mit zwei Siegen, einem zweiten, einem dritten, drei vierten und einem fünften Platz ließ am Ende einen klaren Blick auf das derzeitige Leistungsvermögen der Speyerer Rennruderer zu. Insbesondere Elias Dreismickenbecker zeigte sich von seiner Schokoladenseite und steuerte beide Siege bei.

Gleich im ersten Lauf griff Elias Dreismickenbecker aufgrund der Absprache von Landestrainer Robert Sens und Heimtrainer Martin Gärtner im neuformierten Doppelzweier mit Partner Philipp König von der Binger RG ins Renngeschehen ein. Bei den Junioren B dürfen Renngemeinschaften nur innerhalb eines Landesverbandes gebildet werden. Da die beiden Ruderer in den Einer-Konkurrenzen der bisherigen Saison vergleichbar sehr gute Leistungen gezeigt hatten, war der Weg in den Doppelzweier im Landesverband Rheinland-Pfalz eine folgerichtige und nahezu zwingende Konsequenz. Auf den ersten 500-Metern lag noch die später viertplatzierte Hürther RG knapp vor dem Duo Dreismickenbecker/König, mit einem starken Zwischenspurt setzte sich der Berliner RC im Streckenmittel an die Spitze. Auf dem letzten Streckenabschnitt entbrannte dann ein Kampf um jeden Zentimeter, den das Leipziger Boot in 5:00,95 Minuten für sich entschied, gefolgt vom Berliner RC in 5:01,59 Minuten und dem Speyer/Bingen-Duett in 5:02,35 Minuten. Die folgenden Boote aus Hürth und vom RV Weser Hameln lagen vierzehn und achtzehn Sekunden aussichtslos zurück. Im zweiten Rennen machten es Dreismickenbecker/König dann deutlich weniger spannend. Ein klarer Start-Ziel-Sieg im vollen Feld bei der ersten gemeinsamen Regatta zeigte das Potential deutlich auf, lediglich der Doppelzweier vom RV Richtershorn/Rotation Berlin konnte mehr als sechs Sekunden zurückliegend einigermaßen folgen.

Auch im Junior-Einer B fackelte Elias Dreismickenbecker nicht lange, setzte sich an die Spitze des Sechs-Boote-Feldes und siegte in 5:36,25 Minuten mit mehr als elf Sekunden Vorsprung auf Gregor Druse vom Rüdersdorfer RV Kalkberge. Im gleich tat es Philipp König, der sein Rennen in 5:41.25 Minuten ebenfalls als Sieger beendete. Damit hatten sich die beiden Doppelzweier-Partner für den schnellsten gesetzten Lauf qualifiziert. Hier trafen erwartungsgemäß die bei den bisherigen Regatten erfolgreichsten Einer-Ruderer erneut aufeinander. Wie schon in Köln gab es kein Vorbeikommen an Tim Ole Naske vom Allgemeiner Alster-Club aus Hamburg, der vor Philipp-Andre Syring vom RC Magdeburg und Max Appel vom LRV Schleswig-Holstein siegte. Vierter wurde Elias Dreismickenbecker und Philipp König, die beide nahezu die identische Zeit des Vortages ruderten. Marcel Wutstrack vom LRV Mecklenburg-Vorpommern lag deutlich zurück.

Der Junior-Vierer ohne Steuermann wurde gegenüber den bisherigen Regatten leicht umgesetzt. Für die Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV/Olympische Rennrudergemeinschaft "Südwest" mit Marvin Degen und seinen Partnern Maximilian Bierwirth, Paul Alexander Fuhrmann und Malte Duis sprang jedoch nicht mehr als der fünfte Platz heraus. Der zweite Lauf brachte dann im Fünf-Boote-Feld eine klar verbesserte Positionierung. Mit Platz zwei nur neun Zehntel Sekunden hinter der Renngemeinschaft Geesthacht/Möllner RC, die in 05:00.95 Minuten siegte, wäre fast eine Überraschung geglückt. Der drittplatzierte RC Potsdam lag mit 5:08,66 Minuten fast zwei Längen zurück, gefolgt von Essen und Witten.

Zwei vierte Plätze holten sich die erstmals am Start befindlichen Achter, wobei hier noch mit der Besatzung experimentiert wurde. Im ersten Lauf war die Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV/ RV Saarbrücken mit gleich vier Speyerern an Bord vertreten. Die Speyerer Marvin Degen, Louis Christoph Ebermann, Wladislaw Schneider und Janis Wagner wurden von Selina Forster gesteuert und mit Daniel Pauls, Maximilian Bierwirth, Malte Duis und Paul Alexander Fuhrmann komplettiert. Im zweiten Rennen griff dann die Renngemeinschaft RG Speyer/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV/RV 'Treviris ins Geschehen ein. Anstelle von Marvin Degen, Wladislaw Schneider und Malte Duis saßen Julius Senfter, Leon Schuler und einmal mehr Elias Dreismickenbecker im Achter.

„Mit dem Einer und Doppelzweier haben wir zwei ganz heiße Eisen im Feuer und werden uns in den verbleibenden drei Wochen bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nochmals kräftig ins Zeug legen. Mit welchen Booten und Besatzungen wir an den Start gehen entscheiden wir in Kürze“, ließen sich die verantwortlichen Trainer noch nicht in die Karten schauen.

06.06.2012


Souveräner Sieg in der Königsklasse für die RG Speyer in Gießen – Julia Hoffmann siegt fünf Mal

von Angelika Schwager

Gießen. Die traditionelle Gießener-Pfingstregatta war Ziel der Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer. Auf der Lahn werden die Rennen an den ersten beiden Regattatagen über die 1000-Meter-Distanz ausgetragen, am Pfingstmontag geht es dann über die Sprintdistanz von 350 Metern.

Im Jungen-Einer, 14 Jahre, war Lukas Zimmermann im Rennen. Im ersten Lauf fand er nach einem technisch unsauberen Start nicht mehr in seinen Rhythmus und beendete das rennen hinter Köln und Mannheim auf Rang drei. Am zweiten Tag klappte der Start und es entbrannte ein spannender Kampf, den letztlich der Mannheimer RV Amicitia dicht gefolgt von Lukas Zimmermann gewann, der Hanauer RC lag deutlich zurück.

Im Frauen-Doppelzweier B gab es einen souveränen Sieg für das mittlerweile eingespielte Duo Julia Hoffmann und Selina Glaser von der Binger RG. Im zweiten Rennen blieb der Renngemeinschaft RG Speyer/Binger RG nach steuertechnischen Schwierigkeiten auf der sehr engen Lahn-Rennstrecke nur der zweite Platz. Im Frauen-Einer behielt dieses Mal, nachdem bei der Heidelberger Regatta vor einer Woche noch Julia Hoffmann siegreich war, ihre Doppelzweier-Partnerin Selina Glaser die Oberhand. Das bedeutete einen weiteren zweiten Platz für Julia Hoffmann.

In der Königsklasse, dem Achter, gab es bei den Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) zur Freude der Zuschauer ein volles Feld und dichtes Gedränge auf der Lahn. Der Achter der RG Speyer mit Steuerfrau Katharina Kabs, Schlagmann Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Frank Durein, Ottmar Gärtner, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Harald Schwager und Lars Seibert, auf der Mittelbahn startend, machte es dem Schiedsrichter leicht und setzte sich schon mit dem Startspurt und den ersten dreißig Schlägen deutlich vor die Konkurrenz.  Obwohl der Speyerer Achter bei der 500-Meter-Marke schon Wasser zwischen sich und die Verfolger gebracht hatte, ließ es sich der Schiedsrichter nicht nehmen leicht korrigierend einzugreifen und alle Boote exakt auf der vorgeschriebenen Bahn zu halten. Die Kurven stellten die routinierte Speyerer Steuerfrau Katharina Kabs vor keine große Herausforderung, souverän steuerte sie „ihre acht Mannen“ als Sieger ins Ziel. Die Uhr blieb nach 1000 Metern bei 2:50 Minuten stehen, die Renngemeinschaft RV Hellas Offenbach/Mühlheimer RV benötige 3:00 Minuten, der Frankfurter RV 3:04 Minuten. „Heute konnten wir das schon bei der Heidelberger Regatta erkennbare Potential viel besser abrufen und fanden schon gleich nach dem Start sehr gut zusammen“, kommentierte Schlagmann Peter Roland Gärtner.

Der 350-Meter-Sprint war für Lukas Zimmermann im Jungen-Einer ungewohntes Terrain, auf dem er sich zum ersten Mal bewegte und das gleich gut, hinter der Binger RG aber deutlich vor Marburg wurde er Zweiter.

Die Rennen über Sprintdistanz bedeuteten für Julia Hoffmann im wahrsten Sinne des Wortes „positiven Ruderstress“, hatte sie doch in den Konkurrenzen Frauen-Einer B (bis 23 Jahre), Frauen-Einer A (offene Klasse) und in den entsprechenden Doppelzweier-Wettbewerben gemeldet. Gleich vier Siege gab es zu feiern. Julia Hoffmann siegte in der Renngemeinschaft RG Speyer/Binger RG mit Selina Hofmann im A-Doppelzweier deutlich vor der RG Lahnstein, im B-Doppelzweier dann vor dem Neusser RV. Den Coup landete das Duo Hoffmann/Glaser allerdings beim Rennen um den Sparkassen-Cup, hier siegten sie souverän gegen die Gießener RG und die RG Lahnstein, und holten sich Pokal und ausgeschriebenes Preisgeld. Den Frauen-Einer A beendete Julia Hoffmann als zweites Boot hinter der Mannheimer RG Baden um dann im Frauen-Einer B wieder den Bugball vorn zu haben, dabei verwies sie Selina Glaser und die Koblenzer RG Rhenania auf die Plätze.

Zum ersten Mal seit 21 Jahren wagte sich Andreas Kabs wieder an den Start im Einer. Schnell merkte man, dass er hier gut zu Hause ist, im Masters-Einer kam ihm Tilo Krach von der Gießener RG am nächsten. Erster Start und klarer, erster Sieg im Masters-Einer stehen nun zu Buche. Im Masters-Doppelzweier B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) stellte für Andreas Kabs und Lars Seibert der RC Möve Großauheim als zweites Boot bis 50 Meter vor dem Ziel das einzige Hindernis dar. Die Speyerer siegten am Ende jedoch mit einer Länge Vorsprung. Gemeinsam wollten es Andreas Kabs und Lars Seibert auch in der höchsten Männer-Klasse dem Senior-A-Doppelzweier wissen. Im Vorlauf war jedoch der spätere Gesamtsieger von der Gießener RG gerade einmal 15 hundertstel Sekunden schneller und brachte das zu frühe, unglückliche Aus. Ärgerlich, dass die weiteren Vorläufe allesamt deutlich langsamer waren.

„Mit den acht Siegen, fünf zweiten Plätzen und einem dritten Platz sind wir sehr zufrieden und werden im nächsten Jahr sicher wieder zur Gießener Pfingstregatta fahren“, freute sich der RGS-Sportvorsitzende Andreas Kabs.

31.05.2012


Elias Dreismickenbecker und Janis Wagner siegen in Köln

von Angelika Schwager

Köln-  Bei der Internationalen Junioren-Ruderregatta in Köln auf dem Fühlinger See konnten die Speyerer B-Junioren (15/16 Jahre) um Trainer Martin Gärtner erneut überzeugen. Neben zwei Siegen und drei Plätzen in den gesetzten Läufen brachten die Speyerer Ruderer je einen zweiten, dritten und sechsten sowie zwei fünfte Plätze mit nach Hause.

Zunächst griffen Marvin Degen und Louis Ebermann im Junior-B-Vierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Koblenzer RC Rhenania mit ihren Bootspartnern Paul Fuhrmann und Maximilian Bierwirth in die Riemen über die 1500-Meter-Distanz. Im 5-Boote-Feld war lediglich die vom Start weg führende Renngemeinschaft Osnabrücker RV/RK Normania schneller, damit hatte sich das Quartett mit Marvin Degen und Louis Ebermann auch einen Startplatz im gesetzten Lauf des zweiten Regattatages gesichert. Hier trafen dann die derzeit besten deutschen Boote aufeinander. Mit einem fünften Platz und einem Rückstand von zwölf Sekunden auf den Sieger vom Allgemeinen Alsterclub, dicht gefolgt vom Osnabrücker-Vierer zeigte die rheinlandpfälzische Crew eine gute Leistung. Im Rennen des Zweier-ohne Steuermann zollten Marvin Degen und Louis Ebermann dann den Anstrengungen im Vierer Tribut zollen und kamen, nachdem sie auf der ersten Streckenhälfte gut im Feld mithalten konnten, über einen sechsten Platz nicht hinaus.

Im Junioren-Einer B setzte sich Elias Dreismickenbecker schnell an die Spitze des Sechs-Boote-Feldes, gab die Führung nicht mehr ab und siegte mit mehr als zwei Längen Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Janek Schirrmacher vom Siegburger RV. Janis Wagner lag nach den ersten 500 Metern in seinem Lauf noch auf Rang drei, dicht bedrängt von Alimamy Engler vom Bessel RC. Mit einem tollen Zwischenspurt schob sich Janis Wagner auf dem zweiten Streckendrittel mit einer Länge Vorsprung an die Spitze und baute diese bis ins Ziel auf elf Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Christoph Körner von der Hürther RG aus. Mit diesen beiden souveränen Siegen hatten sich beide Speyerer Einer-Ruderer für den schnellsten gesetzten Lauf am zweiten Regattatag qualifiziert. Tim Ole Naske, Allgemeiner Alster-Club, war hier das Maß der Dinge, nach 500 Metern führte er das Sechs-Boote-Feld vor Philipp König von der Binger RG und Elias Dreismickenbecker an. Janis Wagner lag hinter Max Appel vom RV Schleswig-Holstein und vor Emil Wudtke, Frankfurter RC, auf Platz fünf. Bis ins Ziel änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr, allerdings setzten sich die führenden drei Boote etwas ab, überquerten aber innerhalb einer Bootslänge die Ziellinie.

„Mit den beiden Siegen und dem Verlauf der gesetzten Läufe im Rücken, können wir nun das Training der kommenden Wochen bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften gestalten und den noch notwendigen Feinschliff anbringen“, blickte Trainer Martin Gärtner gleich zuversichtlich in die Zukunft.

28.05.2012


Sieben Siege bei Heidelberger Ruderregatta

Peter Faber und Arnd Garsuch im Doppelzweier:

von Angelika Schwager

Heidelberg-  Mit einem großen Aufgebot von den Jungen und Mädchen bis zu den Masters Ruderern war die Rudergesellschaft Speyer bei der Heidelberger Regatta vertreten. In insgesamt 23 Rennen fischten die Speyerer Aktiven gleich sieben Siege, acht zweite und sieben dritte Plätze aus dem Neckar, dazu kam ein vierter Platz.

Bei den Jungen (14 Jahre) war Lukas Zimmermann im Einer unterwegs, nach einem dritten Platz im ersten Lauf ließ er in der vierten gesetzten Abteilung am zweiten Regattatag einen klaren Sieg vor den beiden Booten des Mannheimer RC und dem Breisacher RV folgen. Wladislaw Schneider erruderte sich im Leichtgewichts-Junior B-Einer einen klaren Sieg und die Qualifikation für den schnellsten gesetzten Lauf. Hier ließ er dann in einem spannenden Rennen im vollen Feld, die Boote lagen bis ins Ziel dicht beisammen, einen dritten Platz folgen. Gemeinsam mit Ansgar Keil ließ Wladislaw Schneider im Leichtgewichts-Doppelzweier dann einen zweiten und dritten Platz folgen.

Gleich vier Mal war Julia Hoffmann bei den Frauen am Start. Im Seniorinnen-Doppelzweier A ruderte Julia Hoffmann mit ihrer Partnerin Selina Glaser von der Binger RG hinter dem in beiden Rennen siegreichen Boot aus Offenbach auf einen zweiten und einen dritten Rang. Im Seniorinnen-Einer A zeigte sich Julia Hoffmann von ihrer Glanzseite und siegte zwei Mal souverän mit deutlichem Vorsprung.

Zum ersten Mal gemeinsam am Start waren die beiden Masters Ruderer, Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre), Peter Faber und Arnd Garsuch, die sich in die höchste Männerklasse wagten, um ihre Leistungsfähigkeit auf dem Weg zur World Masters Regatta einem ersten Härtetest zu unterziehen. Gegen die fast zwanzig Jahre jüngeren Kontrahenten setzte sich das Duo Faber/Garsuch über die 1500-Meter-Strecke klar durch und siegte mit über acht Sekunden Vorsprung deutlich. Auch im gesetzten Lauf, gebildet aus den Zeitschnellsten des ersten Regattatages, forderten die beiden „Alten“ die Widersacher. Nur knapp mit 99/100 Sekunden von der Stuttgarter RG geschlagen, aber mit mehr als drei Längen Vorsprung auf die Renngemeinschaft Mannheimer RC/Heidelberger RK und den Heidelberger RK wurde der Härtetest bravurös absolviert.

Im Masters-Doppelzweier über die 1000-Meter-Distanz waren Andreas Kabs und Lars Seibert im B-Bereich (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) am Start und siegten zwei Mal deutlich. Peter Roland Gärtner und Ralf Burkhardt, Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre), kämpften vergeblich gegen den Koblenzer RC an und wurden vor Mannheim und Offenbach/Frankfurt verdient zweites Boot. Gerhard Kayser und Michael von Stumberg fanden im Rennen der Altersklasse E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) kein Mittel gegen die Konkurrenz und überquerten als viertes Boot die Ziellinie. Auch im Masters-Einer waren die Speyerer im Wettbewerb, im Masters-Einer A (Mindestalter 27 Jahre) ruderte Lars Seibert hinter Christian Löffler von der Stuttgarter RG auf Rang zwei, während sich Frank Durein nach gutem Rennen im Masters-Einer D (Mindestalter 50 Jahre) mit Platz drei begnügen musste. Die Doppelvierer-Konkurrenzen brachten je einen zweiten und einen dritten Platz für Michael von Stumberg, Gerhard Kayser, Peter Josy und Ottmar Gärtner im Doppelvierer ohne Steuermann E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) sowie für Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Andreas Kabs und Harald Schwager in der Altersklasse C.

Spannung pur für die Zuschauer bot die Konkurrenz des Masters-Achters. In der Königsklasse des Ruderns lagen gleich vier Vereinsmannschaften aus der Metropolregion Rhein-Neckar am Start. Neben der RG Speyer griffen die Mannheimer RG Rheinau, der Mannheimer RC und der Mannheimer RC Baden in die Riemen. Vom Start weg gab es einen Bord-an-Bord-Kampf, der die Führung für die Mannheimer RG Rheinau sah, immer dicht dran die RG Speyer und der Mannheimer RC, der RC Baden fiel früh zurück. Bei Streckenhälfte hatte sich die „Rheinau“ einen erkennbaren Vorteil erarbeitet, doch die RG Speyer kam immer besser in Schwung, erhöhte die Schlagzahl erkennbar und verkürzte mit jedem Schlag die Führung der Mannheimer. Im Ziel blieb die Uhr für die „Rheinau“ nach tollen 2:53,82 Minuten stehen, die RG Speyer verbuchte 2:54,34 Minuten und war mit nur fünf zehntel Sekunden geschlagen, dahinter folgte der Mannheimer RC in 2:56,68 Minuten, abgeschlagen der RC Baden.

„Wir freuen uns schon auf die nächsten Rennen dieser sehr gut harmonierenden Achtercrew“, war sich die Achterbesatzung mit Steuerfrau Katharina Kabs, Schlagmann Peter Roland Gärtner, Ralf Burkhardt, Lars Seibert, Arnd Garsuch, Andreas Kabs, Ottmar Gärtner, Frank Durein und Harald Schwager einig.  

22.05.2012


Elias Dreismickenbecker und Janis Wagner siegen in Köln

von Angelika Schwager

Köln-  Bei der Internationalen Junioren-Ruderregatta in Köln auf dem Fühlinger See konnten die Speyerer B-Junioren (15/16 Jahre) um Trainer Martin Gärtner erneut überzeugen. Neben zwei Siegen und drei Plätzen in den gesetzten Läufen brachten die Speyerer Ruderer je einen zweiten, dritten und sechsten sowie zwei fünfte Plätze mit nach Hause.

Zunächst griffen Marvin Degen und Louis Ebermann im Junior-B-Vierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Koblenzer RC Rhenania mit ihren Bootspartnern Paul Fuhrmann und Maximilian Bierwirth in die Riemen über die 1500-Meter-Distanz. Im 5-Boote-Feld war lediglich die vom Start weg führende Renngemeinschaft Osnabrücker RV/RK Normania schneller, damit hatte sich das Quartett mit Marvin Degen und Louis Ebermann auch einen Startplatz im gesetzten Lauf des zweiten Regattatages gesichert. Hier trafen dann die derzeit besten deutschen Boote aufeinander. Mit einem fünften Platz und einem Rückstand von zwölf Sekunden auf den Sieger vom Allgemeinen Alsterclub, dicht gefolgt vom Osnabrücker-Vierer zeigte die rheinlandpfälzische Crew eine gute Leistung. Im Rennen des Zweier-ohne Steuermann zollten Marvin Degen und Louis Ebermann dann den Anstrengungen im Vierer Tribut zollen und kamen, nachdem sie auf der ersten Streckenhälfte gut im Feld mithalten konnten, über einen sechsten Platz nicht hinaus.

Im Junioren-Einer B setzte sich Elias Dreismickenbecker schnell an die Spitze des Sechs-Boote-Feldes, gab die Führung nicht mehr ab und siegte mit mehr als zwei Längen Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Janek Schirrmacher vom Siegburger RV. Janis Wagner lag nach den ersten 500 Metern in seinem Lauf noch auf Rang drei, dicht bedrängt von Alimamy Engler vom Bessel RC. Mit einem tollen Zwischenspurt schob sich Janis Wagner auf dem zweiten Streckendrittel mit einer Länge Vorsprung an die Spitze und baute diese bis ins Ziel auf elf Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Christoph Körner von der Hürther RG aus. Mit diesen beiden souveränen Siegen hatten sich beide Speyerer Einer-Ruderer für den schnellsten gesetzten Lauf am zweiten Regattatag qualifiziert. Tim Ole Naske, Allgemeiner Alster-Club, war hier das Maß der Dinge, nach 500 Metern führte er das Sechs-Boote-Feld vor Philipp König von der Binger RG und Elias Dreismickenbecker an. Janis Wagner lag hinter Max Appel vom RV Schleswig-Holstein und vor Emil Wudtke, Frankfurter RC, auf Platz fünf. Bis ins Ziel änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr, allerdings setzten sich die führenden drei Boote etwas ab, überquerten aber innerhalb einer Bootslänge die Ziellinie.

„Mit den beiden Siegen und dem Verlauf der gesetzten Läufe im Rücken, können wir nun das Training der kommenden Wochen bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften gestalten und den noch notwendigen Feinschliff anbringen“, blickte Trainer Martin Gärtner gleich zuversichtlich in die Zukunft.

21.05.2012


Elias Dreismickenbecker und Janis Wagner rudern in die Spitze

Louis Ebermann und Marvin Degen beim Riemenrudern:

von Angelika Schwager

München-  Die Spitzenathleten der Rudergesellschaft Speyer traten bei der 1. Internationalen DRV-Junioren-Regatta zum ersten echten Leistungsvergleich der Saison 2012 in München an.

Bestens für die Saison gerüstet, zeigten sich die von Trainer Martin Gärtner betreuten B-Junioren (15/16 Jahre) der Rudergesellschaft Speyer. Im Junior-Einer B traten sowohl Elias Dreismickenbecker als auch Janis Wagner, der üblicherweise bei den Leichtgewichtsruderern unterwegs ist, an. „Janis Wagner wird voraussichtlich erst wenige Wochen vor den Deutschen Jugendmeisterschaften in die Leichtgewichtskategorie wechseln und sich bis dahin mit den „schweren Jungs“ messen“, klärte Trainer Martin Gärtner im Vorfeld auf.

In den Läufen am ersten Regattatag ging es nicht nur darum den Sieg zu erringen, sondern auch sich über die jeweiligen Laufzeiten für die gesetzten Rennen am zweiten Regattatag zu qualifizieren. Das gelang den beiden Speyerer Einer-Ruderern. Elias Dreismickenbecker setzte in seinem Vorlauf ein ganz dickes Ausrufezeichen. In 5:26,89 Minuten über die 1500-Meter-Distanz holte er sich nicht nur einen souveränen Sieg im Fünf-Boote-Feld, sondern auch die Vorlaufbestzeit und einen Platz im ersten gesetzten Lauf. Lediglich Lasse Saborowsky, Allgemeiner Alster-Club, konnte bis zur 500-Meter-Marke mit Elias Dresimickenbecker mithalten. Doch bei der 1000-Meter-Marke war alles klar und Elias Dreismickenbecker hatte schon über fünf Sekunden Vorsprung. Auch Janis Wagner schlug sich prächtig und kam in 5:42,55 Minuten als zweiter hinter Jacob Blankenberger vom Grashopper-Club Zürich ins Ziel, hielt den drittplatzierten Österreeicher Daniel Loy jedoch mit mehr als einer Länge deutlich auf Distanz, das bedeutete einen Startplatz im zweiten gesetzten Rennen.

Im gesetzten Lauf kam Elias Dreismickenbecker schlecht aus dem Start und lag nach dem ersten Streckendrittel deutlich zurück auf dem letzten Platz des Sechs-Boote-Feldes. Kämpfte sich von da an jedoch mit jedem Schlag näher ans Feld heran und lag bei der 1000-Meter-Marke schon knapp vor dem Ruderer aus Leipzig auf Rang fünf. Auf den letzten 500-Metern zeigte Elias Dreismickenbecker was er auf der Pfanne hat und ruderte in 1:43,43 Minuten die mit Abstand schnellste 500-Meter-Spurtzeit. Das brachte ihn ganz nah an die Spitze heran, doch Philipp-Andre Syring, RC Magdeburg und Max Appel vom RV Schleswig-Holstein ließen sich nicht mehr von Platz eins und zwei verdrängen. Spanien und Tunesien kamen auf die Plätze vier und fünf. In 5:42,96 Minuten verbuchte Janis Wagner nahezu die gleiche Zeit wie am Vortag. Das reichte für Platz vier hinter Österreich, Slowenien und erneut Jacob Blankenburger aus der Schweiz.

Im Vierer-ohne-Steuermann waren Marvin Degen und Louis Ebermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Koblenzer RC Rhenania mit Max Bierwirth und Paul Fuhrmann unterwegs. Das Quartett lieferte an beiden Tagen exakt das gleiche Ergebnis ab: Zweimal Rang vier hinter Österreich, der Renngemeinschaft RG Eberbach/Ulmer RC/RC Nürtingen, Slowenien. Das Boot aus der Schweiz landete jeweils auf Rang fünf.

„Das war eine prima Standortbestimmung, die beiden Einer sind schon bestens unterwegs und der frisch geformte Vierer-ohne-Steuermann findet sich immer besser zusammen, für die Saison wurden einige Erwartungen geweckt“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner zuversichtlich.

06.05.2012


Guter Saisonstart für die RG Speyer

Von Angelika Schwager

Offenbach-  Zum Saisonstart griffen die Ruderer der RG Speyer in Offenbach auf dem Main erstmals in dieser Saison in die Riemen, besser gesagt in die Skulls, da ausschließlich Skullboote am Start über die 1000-Meter Distanz waren. Mit drei Siegen, vier zweiten und einem dritten Rang nahmen die Speyerer ein sehr gutes Ergebnis mit nach Hause an den Rhein.

Seinen ersten Karrieresieg über die 1000-Meter Distanz konnte ganz souverän Lukas Zimmermann im Jungen-Einer (14 Jahre) einfahren. Die Gegner von der RG Wiesbaden-Biebrich, vom Mannheimer RC und Mainzer RV hatten schon früh keine Chance mehr auf den Sieg. Am zweiten Regattatag musste sich Lukas Zimmermann dann nur Paul Stein vom Koblenzer RC Rhenania beugen und wurde guter Zweiter.

Im Leichtgewichts-Doppelzweier B (15/16 Jahre) waren Schlagmann Ansgar Keil und Elias Kolbenschlag am Start. Die Beiden konnten am ersten Tag gut mithalten und erkämpften sich vor der Binger RG, geschlagen von „Möve“ Großauheim, den zweiten Platz. Im zweiten Lauf lief es dann nicht so gut und es sprang nur Rang drei heraus.

Im Masters-Doppelzweier C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) mussten sich Peter Gärtner und Ralf Burkhardt zwei Mal mit den gleichen Gegner auseinandersetzen. Im ersten Lauf konnte sich die Renngemeinschaft Frankfurter RG Oberrad/SG Wiking bei etwa zwei Drittel der Strecke absetzen und siegte vor Speyer. Im zweiten Lauf hatten sich Peter Gärtner und Ralf Burkhardt besser auf die Strömungsverhältnisse eingestellt und siegten verdient. Harald Schwager und Ottmar Gärtner im Masters-Doppelzweier D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) setzen sich schon mit dem Startspurt an die Spitze und bauten den Vorsprung vor den Zweiten von der Frankfurter RG Borussia im Laufe des Rennens im weiter aus. Einen für die Speyerer unglücklichen Verlauf nahmen die Rennen im Masters-Doppelvierer C. Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Harald Schwager und Frank Durein sahen zunächst, dass der RV Hellas Offenbach nicht antrat und somit nur die deutlich jüngere Mannschaft vom Mannheimer RC als Gegner blieb. Vom Start weg führte das Speyerer Quartett und konnte sich bis zur Streckenhälfte gut absetzen, versteuerte dann aber - ohnehin auf der Außenbahn rudernd – und verspielte den Vorsprung. Damit gab es einen weiteren zweiten Rang. Da die Mannheimer als auch die Offenbacher zum zweiten Lauf nicht antraten blieb dem Speyerer Doppelvierer die Chance auf ein „sauber gesteuertes“ Rennen verwehrt.

„Das war ein guter Auftakt in die Saison, insbesondere die Mastersruderer sehen sich durch das konsequente Wintertraining auf gutem Weg für die 1000-Meter-Distanz, über die auch die für 2012 geplanten großen Mastersregatten ausgetragen werden“, waren sich die Speyerer Athleten einig.

06.05.2012


Langstreckentest Breisach – Elias Dreismickenbecker überzeugt

von Angelika Schwager

Speyer- Beim ersten Langstreckenstest der neuen Regattasaison schlugen sich die Recken der Rudergesellschaft Speyer wacker. Am besten war offensichtlich Elias Dreismickenbecker auf den ersten harten Saisontest vorbereitet. Es warteten gleich 23 Konkurrenten, die sich über die 6000-Meter-Distanz im Einer beweisen wollten, doch Elias Dreismickenbecker zeigte sich bärenstark. Nach 22:30 Minuten blieb die Uhr stehen. Das bedeutete eine Durchschnittszeit von 1:52,5 Minuten auf die 500-Meter-Strecke. Am Ende war lediglich der Ruderer vom RV Neptun Konstanz mit 22:21 Minuten einen Tick schneller und schnappte sich den ersten Platz vor Elias Dreismickenbecker auf dem Silberrang. In der gleichen Konkurrenz startete der frisch zu den Junioren-B aufgestiegene Christoph Gärtner, in 26:36 Minuten kam er auf Platz 23. Wladislaw Schneider, ebenfalls in seiner ersten Saison als Junior-B, benötigte im Leichtgewichts-Einer der Junioren B 25:01 Minuten, was für ihn Platz 20 im 28-Boote-Feld bedeutete.

Einen ersten Ausflug und Test in den Zweier-ohne-Steuermann wagte Trainer Martin Gärtner mit den beiden Nachwuchsruderern Marvin Degen und Louis Ebermann. Marvin Degen absolvierte die 6000-Meter-Distanz mit seinem Partner vom Mainzer RV in 22:20 Minuten, Louis Ebermann war 22:49 Minuten mit seinem Koblenzer-Bootskameraden unterwegs. Dies bedeutete die Plätze sechs und sieben.

Als einziges Boot bei den Seniorinnen-A griff Julia Hoffmann im Zweier-ohne-Steuermann mit ihrer Partnerin Christiane Quirin vom Breisacher RV in die Riemen und absolvierte den Langstreckentest in der guten Zeit von 22:38 Minuten.

„Diese erste Standortbestimmung gibt uns wichtige Hinweise für die weitere Saisonvorbereitung, der sehr gute zweite Platz von Elias Dreismickenbecker gibt uns viel Anlass zur Zuversicht für die ersten Prüfungsregatten“, zeigte sich Trainer Martin Gärtner zufrieden.

09.04.2012


Alle Beschlüsse in großer Übereinstimmung gefasst

Jubilare (5. v.l. Horst Kreckel mit 50 Jahren Mitgliedschaft)

Von Angelika Schwager

Speyer- Zur Mitgliederversammlung der RG Speyer im Naturfreundehaus konnte der Erste Vorsitzender Alfred Zimmermann 94 Mitglieder begrüßen. „Das zeigt, dass unsere Mitglieder rege am Vereinsleben teilnehmen“, freute sich Alfred Zimmermann über den sehr guten Besuch der Mitgliederversammlung. Namentlich wurden die Ehrenmitglieder Jutta Kopf, Vizepräsidentin Sportbund Pfalz, Erich Stopka und der Ehrenvorsitzende Hans-Gustav Schug begrüßt. „Es freut uns, dass wir in diesem Jahr erstmals seit langem auf das üblicherweise am Beginn der Veranstaltung stehende Totengedenken verzichten können, da im abgelaufenen Ruderjahr kein Mitglied verstorben war“, ging Alfred Zimmermann sofort nach der Begrüßung zur Feststellung der Präliminarien über.

Über viele gute Nachrichten konnten sich die Anwesenden anlässlich der Berichterstattung freuen. Traditionsgemäß ging Alfred Zimmermann in seinem Bericht auf die Finanzlage ein, die wie seit  Jahren, „komplett in Ordnung“ ist. Das Jahr 2011 wurde mit einem nahezu ausgeglichenen Haushalt abgeschlossen. Der Verwaltungsvorsitzende Robert Gard erhielt für seinen Bericht viel Beifall. Dank des großen Engagements des RGS-Teams gab es zahlreiche gut besuchte Veranstaltungen, so wurde beispielsweise das aus den 70er und 80er-Jahren bekannte Hafenfest in Form einer Ruderolympiade mit großem Erfolg wiederbelebt. Das Großprojekt „Zukunftsgestaltung Reffenthal“ geht „nach wie vor langsam“ aber doch stetig voran und geht Schritt für Schritt auf dem Genehmigungsweg voran. „Ich sehe nicht, dass wir das Projekt nicht umsetzen werden, auch wenn es dauert“, sagte Robert Gard mit einem Schmunzeln. Der Mitgliederstand hat sich genau um ein Mitglied verändert, nach 333 Mitgliedern zum Ende 2010 zählt die Rudergesellschaft zum 31.12.2011 jetzt 334 Mitglieder. 

In Vertretung des zurückgetretenen Sportvorsitzenden Norbert Herbel zeigte Andreas Kabs den Ruderern aus der sehr erfolgreichen Saison 2011 ausschließlich die absoluten Höhepunkte des Jahres auf. Mehr als 77.000 Kilometer wurden auf dem Wasser zugebracht, die Kilometerpreisträger des Jahres 2011 werden ihre Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt erfahren. Ein geringer Teil dieser Kilometer wurde zum Erringen der 103 Siege gerudert, sehr wohl aber unzählige Trainingskilometer zu deren Vorbereitung. Die RGS-Gesamtsiegzahl steht nun bei 3159. „Dass erneut zahlreiche Titel, darunter die Meisterschaften von Junior-B-Ruderer Janis Wagner im Leichtgewichts-Doppelvierer mit Steuermann und die Verteidigung des Deutschen Sprintmeistertitels im Junior-A-Doppelvierer sowie sechs Südwestdeutsche Titel nach Speyer geholt wurden, kann uns Stolz machen“, sagte Andreas Kabs.

Die Rudergesellschaft verleiht an siegreiche Rennruderer für 15 Siege die Bronzene, für 25 Siege die Silberne und für 40 Siege die Goldene Rennruderernadel. Dieses Jahr gab es für acht Ruderer die begehrten Auszeichnungen. Marvin Degen, Julia Hoffmann, Katharina Kabs und Michael von Stumberg erhielten die Bronzene Rennruderernadel. Florian Gärtner und Andreas Kabs durften sich über die Silberne Rennruderernadel freuen. Für Daniel Ronge und Janis Wagner gab es trotz ihrer noch jungen Rennrudererkarriere bereits die Goldene Rennruderernadel, die nicht nur für mehr als 40 Regattasiege, sondern auch für Deutsche Meistertitel verliehen wird.

Die Voraussetzung zur Verleihung des Wanderrudererabzeichens des Deutschen Ruderverbandes erfüllten gleich zwölf Ruderer, zum ersten Mal wurden Ingrid Schneider (761 km), Bernd Marczinke (956 km), Beate Wettling 1062 (km), Frank Durein (1258 km), Ralf Mattil (1350 km), Dieter Guhl (1403 km), Steffi Haase-Goos (1459 km) und Janice Jakait (2800 km) ausgezeichnet. Ria Baron (2126 km) war zum neunten Mal, Günter Schuff (2528 km) zum 10. Mal, Hartmut Schädler (756 km) zum 14. Mal sowie Dieter Daut (2139 km) zum 15. Mal dabei.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung dankt die Rudergesellschaft Mitgliedern für ihre langjährige Treue zum Verein. Die Silberne Ehrennadel erhielten für 15 Jahre ausübende Mitgliedschaft Andrea Barkow, Elisabeth Groß, Danika Wettling, Daniel Grebner, Jan Seibert und Kathrin Josy. Nils Seibert und Peter Josy (25 Jahre aktiv) erhielten die Goldene Ehrennadel. Auf 40 Jahre aktive Mitgliedschaft können Claudia Mössner und Dieter Rauschelbach zurückblicken und wurden dafür mit der Ehrenplakette in Silber geehrt. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft gibt es die Goldene Ehrenplakette, dafür qualifizierte sich Horst Kreckel, der auch vom Deutschen Ruderverband mit der Goldenen Verbands-Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer, den Rolf Wessel ablieferte, erfolgte die schnelle einstimmige Entlastung des geschäftsführenden Vorstands. Die nachfolgenden Zuwahlen brachten eindeutige Ergebnisse: Elke Guth ist für die nächste Periode zum Kassenprüfer und Dieter Rauschelbach in Nachfolge von Peter Gdanietz zum Ehrenrat gewählt. Zur Wahl zum Sportvorsitzenden stellte sich der erfolgreiche Mastersruderer Andreas Kabs und wurde ohne Gegenstimme ins Amt gehoben. Auch die abschließend zur Abstimmung stehende Geländearrondierung am traditionellen Vereinsgelände am Alten Hafen wurde mit nur einer Gegenstimme nach kurzer Diskussion mit großer Mehrheit gut geheißen.

Die Veranstaltung endete ruderertypisch mit einem dreifach kräftigen Hipp-Hipp-Hurra.

26.03.2012


Mehr als 77000 Ruderkilometer zurückgelegt

Fast 5000 Kilometer in einem Boot - v.l.n.r. Tim Lauer (2542 km), Jens Klein (744 km), Paul Schwager (947 km) und Ingo Janz (738 km)

Von Angelika Schwager

Speyer-  In der Saison 2011 legten sich die Ruderinnen und Ruderer der RG Speyer kräftig in die Riemen und schafften genau 77440 Ruderkilometer, das waren fast 17000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Zu dieser stolzen Ruderleistung trugen 168 Sportler aus alle Altersklassen bei. Dabei ruderten 50 Mädchen und Frauen 17420 Kilometer und die 118 aktiven Jungen und Männer 57988 Kilometer. Gäste und Schulruderer kamen in dieser Saison auf 2032 Kilometer. Die zehn Kilometerpreisträger der vom Deutschen Ruderverband vorgegebenen Altersklassen legten fast 20000 Kilometer auf dem Wasser zurück.

In der Klasse „Jungen bis 14 Jahre“ holte sich Marvin Degen mit 1963 Kilometern den ersten Platz vor Wladislaw Schneider mit 1363 Kilometern und Louis Ebermann. Die fast 2000 Kilometer von Marvin Degen sind in dieser Altersklasse eine ganz besondere Spitzenleistung, die die Vorjahreswerte um viele hundert Kilometer übertrifft. Bei den Mädchen kam Steuerfrau Katharina Kabs mit 218 Bootskilometern auf Platz eins, vor Kathrin Josy, die ihren zweiten Platz des Vorjahres mit 143 Kilometern wiederholte. Mit 2542 Kilometern belegte „Sportler des Jahres 2011“ Tim Lauer bei den Junioren auch hier den ersten Platz. Für Janis Wagner stehen als Zeitplatziertem 1689 Kilometer im Fahrtenbuch.

Bei den Juniorinnen ruderte erwartungsgemäß Julia Hoffmann erneut auf den Spitzenplatz mit 2699 Kilometern, gefolgt von Luca Pischem (892 km) und Klara Wittmer.

In der Kategorie Frauen I reichten der im Vorjahr zweitplatzierten  Elisabeth Groß 302 Ruderkilometer um sich vor Hannah Wadle mit 102 Kilometern auf Platz eins zu setzen. Sicher eine große Besonderheit gibt es bei den Frauen II: Zwei Mal Platz eins mit sehr unterschiedlichen Kilometerzahlen. Beate Wettling legte in heimischen Gewässern 1062 Kilometer zurück und verwies Ingrid Schneider mit 761 Kilometern auf den folgenden Platz. Aufgrund der GPS-Position zwischen Portugal und Karibik am 31. Dezember „errechnen“ sich für Atlantiküberquererin Janice Jakait für das Ruderjahr 2011 etwa 2800 Kilometer. Janice Jakait hatte als erste Sportlerin im Ruderboot den Atlantik überquert. Dass Ria Baron, wie seit vielen Jahren, in der höchsten Frauenaltersklasse erneut ihren Spitzenplatz mit 2126 Ruderkilometern verteidigte überraschte niemanden. Steffi Haase-Goos folgte mit 1459 Kilometern, vor Helga Stopka.

Bei den Männern siegte wie in den Vorjahren Lars Seibert mit 1239 Kilometern vor seinen Bootskameraden Felix Gard und Florian Gärtner. Absolut keine Überraschung zeigte die Auswertung – wie in der höchsten Frauenaltersklasse - bei den Männern ab 61 Jahren mit Abonnementssieger Günther Schuff auf Platz eins. Günther Schuff lag mit 2528 Kilometern fast 400 Kilometer vor dem zweitplatzierten Dieter Daut mit sehr stolzen 2139 Kilometern und Norbert Herbel mit 1169 Kilometern.

28.02.2012


Zwei Mal Zweiter beim 5. Ergo-Cup Rhein-Neckar

von Angelika Schwager

Ludwigshafen- Zum 5. Ergo-Cup Rhein-Neckar und zum zweiten Mal als Teil der deutschen Indoor-Rowing-Serie trafen sich die Ruderinnen und Ruderer des gesamten süddeutschen Raumes. Um eine erste Positionsbestimmung vor der kommenden Rudersaison zu erhalten, griffen auch die B-Junioren (15/16 Jahre) der Rudergesellschaft Speyer  auf dem Ruderergometer an. Wie im Vorjahr hatte die Veranstaltung in Ludwigshafen einen guten Rahmen gefunden, um Sportlern, Trainern und Zuschauern ein tolles Umfeld zu bieten. Die Ausschreibung bot von der Qualifikation für die Ergo-WM in Boston über die nationalen Meisterschaftsrennen bis hin zu Kinder-, Schüler- und Studentenrennen alle Facetten des Ergometersports.

Die Aktiven der Rudergesellschaft Speyer nutzten die Gelegenheit, um für die angehende Saison ihren Trainingszustand zu testen. Die B-Junioren mussten die 1500-Meter-Strecke in Angriff nehmen.

Im Leichgewichtsbereich waren unter den insgesamt 46 Startern Janis Wagner und Wladislaw Schneider. Nach 5:01,9 Minuten und drei sehr guten 500-Meter-Abschnitten mit 1:40,9, 1:40,7 und 1:40,2 Minuten blieb für Janis Wagner die Uhr stehen. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt sowohl Platz eins im Rennen in Ludwigshafen, aber auch in der Rangliste der Deutschen Ruderergometer-Meisterschaft nach den Wettbewerben in Berlin, Kassel und Lübeck. Welch tolle Zeit Janis Wagner hingelegt hatte, macht sich schon am drittplatzierten Jakob Schoen vom RV Neptun Konstanz fest, der 5:06,9 Minuten bis ins Ziel benötigte. Jakob Röhl ebenfalls vom RV Neptun Konstanz bewältigte die ersten 500 Meter in 1:40,8 und lag damit knapp vor Janis Wagner, benötigte im mittleren Streckendrittel 1:42,0 Minuten und war fast geschlagen. Doch auf den letzten 500 Metern holte er Schlag um Schlag Zeit auf, 1:38,2 Minuten und 5:00,9 Minuten bedeuteten am Ende den knappen Sieg vor Janis Wagner. Der frisch zu den Junioren aufgestiegene Wladislaw Schneider kam mit 5:22,9 Minuten auf den guten 22. Rang.

Bei den „Schwergewichten“ der Junioren B waren 43 Ruderer am Start. Elias Dreismickenbecker spulte ein tolles 1500-Meter-Programm, mit den stabilen Durchgangszeiten 1:36,7 Minuten, 1:36,3 Minuten und 1:36,6 Minuten, ab. Die Gesamtzeit von 4:49,6 Minuten reichte am Ende zum Silberrang. Es siegte Philipp König von der Binger RG in 4:45,0 Minuten. Die in die Junior-Klasse aufgestiegenen Marvin Degen und Louis Christoph Ebermann kamen in 5:08,9 Minuten und 5:28,3 Minuten auf die Plätze 21 und 37.

Trainer Martin Gärtner zeigte sich mit den beiden zweiten Plätzen der erfahrenen Ruderer und den Platzierungen des Nachwuchses sehr zufrieden. „Das ist eine super Ausgangsbasis für den Saisonstart, besonders freut uns, dass Janis Wagner auf den zweiten Platz und Elias Dreismickenbecker auf den achten Platz der Deutschen Ruderergometer-Meisterschaft Rangliste vorgerudert sind“, so Martin Gärtner.   

22.01.2012


Erfolgstrainer Erich Stopka feiert 80. Geburtstag

Ehrung von Erich Stopka 1970 durch Dr. Emil Mohr mit der Silbernen Sportehrennadel:

von Angelika Schwager

Am Samstag, den 31.12.2011 feiert das Ehrenmitglied der Rudergesellschaft Speyer, Erich Stopka, seinen 80. Geburtstag. Er trat vor 65 Jahren am 2. Januar 1947 in die Rudergesellschaft ein.

Die Rudergesellschaft besuchte 1948 die erste Nachkriegsregatta. Dazu ein Zitat aus dem Jubiläumsband zum 75. RGS-Jubiläum: „Die meisten Regatten fanden jedoch in der amerikanischen und englischen Zone statt. Der Besuch dieser „ausländischen“ Regatten war der RGS streng untersagt. Die erste Regatta, auf welcher die RGS an den Start ging, fand in Marbach am Neckar statt. Die Schwierigkeiten vor dem Start: Vier aktive Ruderer ruderten ohne Passierschein und ohne Genehmigung rheinabwärts nach Mannheim und legten am Bootshaus der MRG „Baden“ an, wo das Boot der RGS vom LKW der Mannheimer Ruderkameraden übernommen und mit nach Marbach transportiert wurde. Der Steuermann brachte die Kleider der Ruderer mit dem PKW nach Mannheim. Unsere Jungruderer und jugendlichen Schlachtenbummler schwammen bei Speyer über den Rhein und nahmen ihre Kleider vom 1. Vorsitzenden, welcher über einen Passierschein verfügte, auf der badischen Seite in Empfang. Zu Fuß ging es nach Schwetzingen, mit der Straßenbahn nach Heidelberg und mit der Bahn nach Marbach. Dort mussten die Mannschaften unter dem Decknamen „Rheinhausen“ starten, da ein Auftreten der R.G. Speyer verboten war. Zwei Siege waren die Krönung der opfervollen Bemühungen....“.

Was hat das mit Erich Stopka zu tun? Die Mannschaft Erich Stopka, Hans-Gustav Schug, Robert Huber, Manfred Gräf und Steuermann Fritz Roth holte 1948 in Marbach den ersten Sieg für die RGS nach 1945. Es folgten vier weitere Siege für diesen sogenannten „Jungmann-Vierer“ von insgesamt elf Regattasiegen 1948 auf den Regatten in Marbach, Mannheim, Cochem, Frankfurt, Aschaffenburg und Wiesbaden-Biebrich. 1949 weisen die Annalen vier Siege im Jugendvierer für Erich Stopka aus, es ruderten  Stabel, Stopka, Bühnemann und Göck. Insgesamt wurden 1949 sieben erste Plätze bei den Regatten in Frankfurt, Mainz, Duisburg, Offenbach und Mannheim (Dt. Meisterschaft) errudert und die Gesamtsiegzahl des Vereins stieg auf 96. Erich Stopka hat neun Regattaerfolge als aktiver Ruderer auf seinem Konto.

Schon 1949 trat der Jubilar als Jugendvertreter in den Vorstand ein und übernahm 1952 sein erstes Traineramt. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass ein Leistungshoch der Rennruderer beginnen sollte. Dank intensiver Trainingsarbeit wurden unter der Ägide von Erich Stopka über 100 Siege errungen werden. Darunter Endlaufteilnahmen bei Deutschen Jugendmeisterschaften sowie viele Medaillenplatzierungen im Dauertakt. Als Höhepunkt gilt der zweite Platz, die Silbermedaille, bei den Jugendweltmeisterschaften des Doppelzweiers Walter Jahn und Alfred Zimmermann, dem heutigen RGS-Vorsitzenden. Den Abschluss der Trainerlaufbahn bildete der souveräne Sieg des Juniorinnen-Doppelzweiers Ingeborg Huck und Beate Wettling, der Tochter von Erich Stopka, im Jahr 1976.

Aufgrund seiner ruhigen und sachlichen Art hatte das Wort von Erich Stopka stets großes Gewicht. Im Jahr 1968 half er den Vorstand von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass die Leistungssportler eine eigene Trainingsstätte benötigen. Sein Name bleibt deshalb eng verbunden mit dem Bau der ersten soliden Sporthalle auf der Hafenspitze anstelle der ehemals hölzernen Baracke. 30 Jahre später wurde die Sporthalle in den heute genutzten deutlich erweiterten Neubau integriert.

Aufgrund des großen Engagements für den Rudersport blieben Ehrungen durch Verbände und Verein nicht aus. Schon 1958, im 75. Jubiläumsjahr der RGS, erhielt Erich Stopka nach nur 11 Jahren Vereinszugehörigkeit die Silberne Ehrennadel. Das Jubiläumsjahr war gekennzeichnet durch besondere Erfolge unter den beiden Instruktoren, die damalige Bezeichnung für Trainer, Werner Stange und Erich Stopka. Insgesamt dreizehn Regatten wurden besucht und dabei auch dreizehn Siege errungen. Erstmals in der Vereinsgeschichte erreichte ein RG-Vierer, der unter dem Namen „Weschka-Vierer“ bekannt wurde, Zugang zu einer internationalen Regatta. So trug der „Weschka-Vierer“ beim Dreiländerkampf Jugoslawien-Österreich-Deutschland in Bled sowie bei der Regatta auf dem Zürichsee, gegen Italien und die Schweiz, die deutschen Farben. 1965 folgte die Bronzene Ehrennadel durch den Sportbund Pfalz und 1966 RGS-Förderernadel. Der Deutsche Ruderverband ehrte Erich Stopka 1967 mit der „Auszeichnung für verdiente Jugendleiter des DRV“. Folgerichtig dann 1970 die Ehrung mit der Sportehrennadel der RGS und 1972 die Goldene RGS-Ehrennadel. Zum 30-jährigen Jubiläum der Vereinszugehörigkeit zeichnete die RG Speyer den Jubilar 1977 mit der höchsten Vereinsehrung der Ehrenmitgliedschaft aus. Zu diesem Zeitpunkt wechselte das Geburtstagskind auch vom Vorstand in den Ältestenrat. Die Speyerer Ruderer sind Erich Stopka zu Dank verpflichtet und gratulieren recht herzlich zum 80. Geburtstag.

29.12.2011


Der Achter - 8+ - Die Königsklasse der Ruderer

RGS-Achter in Aktion (roter Brustring) bei den Südwestdeutschen Meisterschaften, Trier 2011:

von Angelika Schwager

Speyer- Wer kennt es nicht, das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, den Achter. Gerade in den letzten Jahren fieberten Ruderer und Nichtruderer mit, wenn der "Deutschland-Achter" bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen an den Start ging. Und die Erfolgsserie ist gerade jüngst beeindruckend: Sieg folgt Sieg folgt Sieg….

Die Geschichte im Achterrudern der Rudergesellschaft Speyer ist eine sehr wechselvolle. Am 13. August 1911 wurde der erste Achter, ein Gig-Achter, in Dienst gestellt werden, nachdem ein Spendenaufruf des damaligen Vorsitzenden Gustav Geyer anlässlich der Generalversammlung sehr erfolgreich verlaufen war. Im Ruderjahr 1912 wurden mit dem neuen Achter in 30 Fahrten 380 km zurückgelegt. Erst 1929 konnte dank freiwilliger Spenden der aktiven Mitglieder ein neuer Rennachter gekauft werden.

Der erste Achtersieg datiert aus dem Jahre 1930. Die Regatta in Karlsruhe brachte den ersten Sieg in der Königsklasse für eine RGS-Vereinsmannschaft. 1934, dem Jahr der Gründung der Ruder-Damen-Abteilung, wurde der zweite Achter, die "Westmark", angeschafft. Die dritte Anschaffung eines Achters erfolgte 1954 für den damals sehr stolzen Betrag von DM 8200.-. Der Renn-Gig-Achter "Reffenthal" tut heute - nach einigen Restaurationen - noch seinen Dienst, selbst bei Ausfahrten auf den Rhein.

In den Jahren danach verfügten wir leider nicht über einen konkurrenzfähigen Achter. Diesem Manko wollten dann 1982 einige ehemalige Rennruderer mit ihrer "Achterinitiative" Abhilfe leisten. Das Jahr 1982 fällt auch zusammen mit dem langsamen Beginn des Veteranen- oder AH-Ruderns, neudeutsch Masters-Rudern in der RGS. Die Achterinitiative wurde mit dem Ziel gegründet aus Spendenmitteln einen Rennachter zu beschaffen, das gelang: Spenden von über DM 20.000.- kamen zusammen. Alle Spender wurden zum 100jährigen RGS-Jubiläum zu Sekt und Brezeln eingeladen. Außerdem erhielt jeder Spender einen Kunstdruck. Mit dem Achter "Sursee", ein zuvor vom rumänischen Frauennationalteam gerudertes WM-Boot, konnten schöne Siege eingefahren werden. Eine Beschädigung bei einem Transportunfall 1989 war so schwerwiegend, dass der beschädigte Kunststoff-Achter "Sursee" nicht mehr repariert werden konnte, sondern gegen den ebenfalls gebraucht erworbenen Holz-Rennachter „Sursee II“ eingetauscht werden musste. Heute sind die Rennsportler bereits im Achter „Sursee III“ unterwegs.

81 Jahre nach dem ersten Regattasieg im Achter konnte die RGS 2011 gleich neun Siege in der Königsklasse, allesamt von einer reinen Vereinsmannschaft errungen, verbuchen. Dies ist in Zeiten der Formation von mehr und mehr Renngemeinschaften sicherlich sehr beachtlich.

Insgesamt zeigt unsere Statistik 120 Achtersiege, davon 55 Siege einer reinen RGS-Mannschaft und 65 in Renngemeinschaften errungene Erfolge. Die 120 Erfolge setzen sich zusammen aus 56 Männer-, 50 Masters-, zehn Junior-, 2 Senioren-Mixed-Achtersiege sowie je ein Jungen-und ein Jungen-und-Mädchen-Mixed-Achtersieg.

Die neun Achter-Erfolge 2011 wurden bei den Regatten in Mühlheim im Masters-Achter C, in Limburg im Männer-Achter (OFF 8+), im Masters-Achter B (2 Siege), Masters-Achter C, Masters-Achter D, in Großauheim 2 Siege im Männer-Achter (OFF 8+) und im Masters-Achter in Trier errungen.

In der Geschichte des RGS-Achter-ruderns auf Regatten können bereits 34 Rennruderer auf fünf oder mehr Erfolge zurückblicken:

120 Achtersiege seit 1883

53 Achtersiege

Peter Roland Gärtner

40 Achtersiege

Martin Gärtner

37 Achtersiege

Ralf Burkhardt

32 Achtersiege

Dr. Harald Schwager

31 Achtersiege

Rainer Bohn

30 Achtersiege

Peter Bohn

Peter Faber

24 Achtersiege

Nils Seibert

21 Achtersiege

Ingo Janz

19 Achtersiege

Ottmar Gärtner

17 Achtersiege

Katharina Kabs

Ernst Straube

15 Achtersiege

Peter Josy

14 Achtersiege

Andreas Kabs

Lars Seibert

11 Achtersiege

Alfred Zimmermann

10 Achtersiege

Dr. Walter Jahn

Tim Lauer

8 Achtersiege

Michael Bandel

Gerhard Kayser

Matthias Lepper

7 Achtersiege

Lars Bergström

6 Achtersiege

Alexander Barkow

Hermann Fuchs

Otto Groß

Joachim Huck

Karl Lang

W. Stabel

5 Achtersiege

Klaus Disqué

Felix Gard

Norbert Herbel

Jens Klein

Astrid Preuß

Michael von Stumberg

Stand 29.12.2011

30.12.2011


Die erfolgreichsten Rennruderer – Peter Gärtner bei 350 Siegen

Masters-Doppelzweier mit der Nr. 1 und Nr. 2 der Bestenliste mit 588 Siegen in einem Boot von der Regatta in Trier 2011: (links Ralf Burkhardt; rechts Peter Roland Gärtner):

von Angelika Schwager

Speyer- Traditionell zum Jahresende legt die Rudergesellschaft Speyer die Rangliste ihrer erfolgreichsten Rennruderer vor. In der Rangfolge gab es im Jahr 2011 einige deutliche Veränderungen. An der Spitze blieb jedoch alles „beim Alten“. Zum einen weil die Sieganzahlen deutlich unterschiedlich sind, zum anderen weil die Akteure auf den Spitzenrängen 2011 allesamt sehr erfolgreich am Regattageschehen der abgelaufenen Saison beteiligt waren. Peter Gärtner behauptete seinen Spitzenplatz eindeutig bei jetzt sage und schreibe 350 Gesamtsiege, davon 17 in der Saison 2011. 22 Erfolge in diesem Jahr bringen Ralf Burkhardt auf 238 Siege und ein kleines Stück näher an Peter Gärtner heran. Lars Seibert kommt mit seinen 10 Siegen auf die Gesamtzahl 194 und damit für die kommende Saison klar in Reichweite der 200er-Hürde. Auch Trainer Martin Gärtner rückt dieser Marke immer näher und steht bei 175 Erfolgen. Einen Platz gutmachen konnte Rainer Bohn durch acht erste Plätze, er kletterte auf Rang sieben an seinem Bruder Peter Bohn vorbei, der auf Rang neun abrutschte. 120 Gesamtsiege, davon 14 in dieser Saison, bringen Harald Schwager um zwei Plätze nach oben auf Rang acht. Ottmar Gärtner verbleibt trotz neun Saisonerfolgen und dem Überspringen der Hunderter-Marke auf Platz elf. Gleich acht Plätze macht Ingo Janz gut und weist jetzt 82 Gesamtsiege auf, dicht gefolgt von Felix Gard der um sechs Ränge nach oben klettert. Jens Klein schiebt sich mit seinen nun 77 Siegen von Platz 23 auf 18 vor.

Den größten Sprung jedoch schaffte der vielfache Titelträger 2011 Janis Wagner der um gleich sechzehn Plätze auf Rang 25 springt. Auch sein Partner Elias Dreismickenbecker kommt voran und schiebt sich um acht Plätze auf Nummer 42. Neu in der Liste taucht Andreas Kabs auf Platz 47 auf.

Die 30 erfolgreichsten Rennruderer RGS

Wertung Anzahl der Siege                                                                                           Stand 22.12.2011

 

     Name                                                        Rennrudererzeit[i]     Siege             VJ/dVJ

  1. Gärtner Peter                                            1975-2011                        350

  2. Burkhardt Ralf                                           1985-2011                        238

  3. Faber Peter                                               1995-2011                        202

  4. Seibert Lars                                              1992-2011                        194

  5. Gärtner Martin                                           1979-2011                        175

  6. Seibert Nils                                               1991-2006                        145

  7. Bohn Rainer                                              1977-2011                        121           8./+1

  8. Dr. Schwager Harald                                  1974-2011                        120          10./+2

  9. Tim Lauer                                                  2006-2011                        117

  9. Bohn Peter                                                1977-2010                        117           7./-2

11. Gärtner Ottmar                                           1977-2011                        106

12. Hinsenkamp Jörg                                       1974-1982                          97          11./-1

13. Janz Ingo                                                   1993-2011                          82          21./+8

14. Gard Felix                                                  2006-2011                          79           20./+6

14. Kopf Peter                                                  1971-1996                          79           13./-1

16. Bergström Lars                                           2005-2010                          78           14./-2

16. Dr. Jahn Walter                                          1966-1995                          78            14./-2

18. Klein Jens                                                  2006-2011                          77           23./+5

18. Wettling Beate                                            1971-2011                         77            16./-2

20. Zimmermann Alfred                                     1964-1998                         76             17./-3

21. Huck Joachim                                             1977-2004                         75             18./-3

22. Straube Ernst                                             1969-2008                          73             19./-3

23. Frank Becker                                              1980-2007                          66             22./-1

23. Durein Frank                                               1972-2011                          66

25. Wagner Janis                                              2008-2011                          62             41./+16

26. Huck Ingeborg                                             1974-1995                          61             25./-1

26. Bergström Inga                                            2005-2009                          61             25./-1

28. Kienzler Harald                                            1985-1993                          60             27./-1

29. Schwager Angelika                                       1970-2011                         59             28./-1

30. Kayser Gerhard                                            1967-2011                         56             29./-1

30. Schwager Paul                                             2008-2011                         56             31./+1

34. Josy Peter                                                  1987-2011                           45             37./+3

42. Dreismickenbecker Elias                              2009-2011                         38              50./+8

47. Kabs Andreas                                              2009-2011                        34                neu

[i] angeben ist das 1. Jahr als Rennruderer, Pausen sind nicht aufgeführt

23.12.2011