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Große Opernchöre vor farbenprächtig angestrahlter Barockresidenz

Große Opernchöre erklingen beim Bruchsaler Klassik Open Air vor der barocken und illuminierten Fassade des fürstbischöflichen Residenzschlosses.

Bruchsal-  „O welche Lust, in freier Luft den Atem leicht zu heben“ – der Gefangenenchor aus Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ wird eines der großen Gesangswerke sein, das am Abend des 30. Juli ab 20 Uhr beim diesjährigen Bruchsaler Klassik Open Air vor der festlich illuminierten Kulisse des Barockschlosses erklingt. Ouvertüre, Arien und Chöre aus „Fidelio“ bilden denn auch einen Schwerpunkt des Programms, zu dem weiter Auszüge aus der 9. Sinfonie und Beethovens Ouvertüre für das Festspiel „Die Weihe des Hauses“ gehören werden.

Große Opernchöre erklingen beim Bruchsaler Klassik Open Air vor der barocken und illuminierten Fassade des fürstbischöflichen Residenzschlosses.Unter der professionellen Leitung von Johann J. Beichel wirken das Bruchsaler Barockensemble und – zum zweiten Mal nach der eindrucksvollen Premiere im Sommer 2015 – der Männerchor des Landkreis-Projektchores Karlsruhe zusammen. Klanglich hervorragend besetzt, verfügt das Ensemble über viele Sänger mit langjähriger Konzerterfahrung und einem breiten Repertoire an klassischen Werken. Die Sopranistinnen Veronika Farkas und Lydia Eller, der Tenor Jason Kim und der Bassist Florian Kontschak bringen als Solisten internationale Erfahrung mit. Im hochsommerlichen Schlossgarten vor der farbenprächtig angestrahlten fürstbischöflichen Residenz verspricht dies einmal mehr die Mischung, die bereits seit vielen Jahren die Besucher des Bruchsaler Klassik Open Air am ersten Sonntag der Sommerferien ein ums andere Mal begeistert.

Am 30. Juli im Bruchsaler Schlossgarten

Vorverkauf läuft / Karten zum Preis von 30 und 25 Euro erhältlich

Der Vorverkauf hat begonnen. Karten zum Preis von 30 und 25 Euro sind erhältlich im Tourist-Center Bruchsal (Am Alten Schloss) sowie bei der Volksbank in Bruchsal. Karten-Bestellungen sind möglich in allen Filialen der Volksbank Bruchsal-Bretten. Ermäßigungen erhalten Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Bundesfreiwilligendienstleistende. (Info: Stadt Bruchsal, Tel. 07251/79-380, E-Mail: kultur@bruchsal.de) Text und Foto: Stadt Bruchsal

10.06.2017


Gartenmeister Martin Ratzel feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

v.l.:Gartenleiterin Brigitte Ihns, Gartenmeister Martin Ratzel, Geschäftsführer Andreas Falz und die Leiterin der Schlossverwaltung Bruchsal, Christina Ebel.

Schlossgarten Bruchsal - Seit 25 Jahren im Dienst der Schlossgärten: Martin Ratzel ist der Gärtner, der im Schlossgarten Bruchsal alle Fäden zusammenhält. Denn beim Grün rings um die fürstbischöfliche Residenz ist er für alle Bereiche zuständig. Martin Ratzel erhielt am 1. März aus den Händen von Andreas Falz, dem Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die Dankurkunde des Landes anlässlich seines Dienstjubiläums.

Gärtner aus Begeisterung für die Natur

Aus Begeisterung für die Natur sei er Gärtner geworden, sagt der 1970 geborene Martin Ratzel. Und Natur bietet der Bruchsaler Garten mit seinen alten Kastanienalleen in ganz besonderer Weise. Martin Ratzel absolvierte seine Ausbildung zum Gärtner von 1986 bis 1989 und legte 1996 die Meisterprüfung ab. In den Dienst des Landes Baden-Württemberg trat er bereits 1992, zuerst im Schlossgarten Karlsruhe, dann, 1997, wurde er Gartenmeister im Schlossgarten Bruchsal: Und hier ist er seither tätig. Seine Zuständigkeit umfasst sämtliche gärtnerische Aufgaben rund um das Schloss: Gehölz- und Staudenpflege ebenso wie Rasenflächen, die Instandhaltung der Wege und der Gerätschaften sowie natürlich die Einteilung und Anleitung seiner Mitarbeiter im Gärtnerteam.

Jahreszeitliche Arbeiten

Jetzt mit dem Ende des Winters ist die Pflege der Gehölze abgeschlossen: Vor dem Frühling müssen diese Arbeiten beendet sein. Sie sind in Bruchsal ganz besonders wichtig, denn die vielen alten Baumriesen im Landschaftsgarten nach englischem Vorbild brauchen besonders sorgfältige Betreuung, damit sie gesund bleiben. Weil der Schlossgarten von vielen Bruchsalerinnen und Bruchsalern auf ihren täglichen Wegen begangen wird, ist die Sicherheit der Bäume ein zentrales Anliegen. Als nächstes werden die vielfältigen Wege im Schlossgarten frühjahrstauglich hergerichtet und ebenso die Rasenflächen rings um das Bruchsaler Schloss.

Das Gesicht des Schlossgartens

Andreas Falz, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, sagte denn auch bei der Ehrung im Bruchsaler Schloss: „Martin Ratzel ist seit vielen Jahren das Gesicht und der hoch engagierte ‚Kümmerer‘ des Schlossgartens, der ganz persönlich für alles sorgt.“ Dem Gartenmeister gelinge es, auch mit einem kleinen Mitarbeiterstab den Schlossgarten stets in einem sehr präsentablen Zustand zu pflegen und zu unterhalten. „Angesichts der vielen großen Veranstaltungen im Schlossgarten Bruchsal und auch angesichts der Beliebtheit des Gartens bei der Bevölkerung ist das eine beträchtliche Aufgabe“, erläuterte Andreas Falz. Und für Martin Ratzel, der auch in seiner Freizeit am liebsten in der Natur unterwegs ist, bleibt der Schlossgarten der perfekte Arbeitsplatz – auch nach 25 Jahren.

www.schloss-bruchsal.de

www.schloesser-und-gaerten.de

Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH

04.03.2017


Über 100 Zugnummern beim Rosenmontagsumzug in Altlußheim

bk.Altlußheim- Bei strahlendem Sonnenschein zog gestern der närrische Lindwurm durch die Straßen der badischen Gemeinde. Nach der sturmbedingten Absage im vergangenen Jahr hatte es diesmal Gott Jokus mit den Narren sehr gut gemeint. Viele Fuß- und Wagengruppen aus dem badischen Umland sorgten für einen fast zweistündigen Rosenmontagszug. Schlachtrufe wie Ahoi und Helau machten deutlich, das es hier regionale Unterschiede gibt.

Auch viele der Zuschauer an der Zugstrecke waren bunt kostümiert. Die Kinder wurden reichlich bedacht mit Popcorn, Bonbons, Lutschern, Bonbonketten und allem, was das Kinderherz begehrt. Da wurde so manche der mitgebrachten Taschen gefüllt bis obe hinn - und man gewann den Eindruck, das die erbeuteten Vorräte fast bis ins nächste Jahr reichen werden. Es gab auch Taschentücher - aber weinen musste an diesem Tag wohl niemand, denn die Stimmung war grandios. Und der eine oder andere Schnaps für die hgroßen wurde auch ausgeschenkt.

Vielen Dank an alle Aktiven - Ihr habt uns tolle Stunden bereitet.

Und wenn man es im nächsten Jahr noch schaffen sollte, einige davon abzuhalten, ihre Glasflaschen zu zerstören, dann hat es die Straßenreinigung auch einfacher und die Verletzungsgefaht sinkt. Ein großes Lob an die Mitarbeiter der Straßenreinigung - Ihr habt super, schnell und sauber gearbeitet. Foto: dak 

28.02.2017


Erste Boten - Die Tapisserien kehren zurück ins Bruchsaler Schloss

Schloss Bruchsal- In der Beletage von Schloss Bruchsal geht es mit großen Schritten voran. Ende April 2017 werden die Räume mit ihren glanzvollen Interieurs aus der Zeit der Fürstbischöfe und der Markgräfin Amalie von Baden wieder zugänglich sein. Jetzt sind die ersten 15 Stücke der Ausstattung wieder zurück ins Schloss gekommen – und es sind die kostbarsten der Sammlung: die Tapisserien, die großen seidenen Wandteppiche.

15 Tapisserien als erste Boten

Sie waren seit 14 Jahren dort nicht mehr zu sehen: Als 2002 das Badische Landesmuseum mit dem „Museum für höfische Kunst des Barock“ auszog, wurden die Tapisserien, die damals dort präsentiert wurden, in die Depots gebracht. Inzwischen sind sie gereinigt und restauriert. 15 von insgesamt 38 der empfindlichen Stücke sind jetzt bereits ins Bruchsaler Schloss zurückgekehrt.

Herausragende Sammlung in Deutschland

Tapisserien gehörten immer zu den wertvollsten Ausstattungsstücken der Schlösser – vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Es handelt sich um großformatige Bildwirkereien, Wandteppiche mit vielfigurigen Bildern, die in hochspezialisierten Werkstätten vor allem in Frankreich und Flandern aus farbigen Seidengarnen hergestellt wurden. Sie sind die ersten Vorboten der Schlossausstattung. Die großen Bildteppiche aus Seide und Wolle sind rare Schätze. „Die Tapisseriensammlung der Staatlichen Schlösser und Gärten ist herausragend in Deutschland. Nur in der Residenz in München befindet sich eine größere Kollektion“, erklärt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Aufwendige Restaurierung mit vielen Fachleuten

Zwischen 2010 und 2017 arbeiteten verschiedene Textilrestaurierungswerkstätten in ganz Deutschland in mehreren Arbeitsschritten an der aufwendigen Restaurierung: Zunächst wurden die Bildteppiche genau untersucht. Dabei ging es darum, den Zustand und mögliche Schäden an den kostbaren Stücken zu dokumentieren. Große Webschlitze wurden mit Spannstichen geschlossen, damit das Gewebe bei der anschließenden Reinigung keinen Schaden erleidet. „Für die behutsame Reinigung mussten die Tapisserien nach Mechelen in Belgien oder nach Wien reisen“, erklärt Dr. Petra Pechaček, die Konservatorin von Schloss Bruchsal, die das Projekt leitet: „ Dort arbeiten spezialisierte Werkstätten als ‚Tapisserie-Wäschereien‘ für ganz Europa, die für Wirkteppiche dieser Größe – einige der Exponate besitzen eine Größe von mehr als 20 qm – ausgelegt sind.“ In einem speziellen Verfahren wurden dort jahrhundertalter Staub, Schmutz und auch Rückstände von Pestiziden entfernt, bevor die eigentliche Restaurierung der empfindlichen Gewebe durchgeführt werden konnte.

Eigene Choreografie der Einrichtung

Die komplizierte Hängung der kostbaren Textilien wird sich über sechs Monate hinziehen. Insgesamt acht Restauratorinnen werden jeweils in Vierergruppen daran arbeiten. Vor Ort in Schloss Bruchsal werden die Tapisserien zur Hängung auf den mit Seidenstoffen bezogenen Wandplatten vorbereitet. Nach den Tapisserien werden die historischen Öfen in den Schlossräumen aufgestellt und die Lüster gehängt, dann kommen die weiteren Ausstattungsstücke wie Gemälde, Möbel, Spiegel und zuletzt Uhren und Porzellane. „Wir haben dafür einen ganz exakten Ablaufplan entwickelt, quasi eine Choreografie der Einrichtung", erklärt Dr. Pechaček.

Teil der kostbaren Sammlung von Schloss Bruchsal

Die seidenen Wandteppiche sind die wertvollsten Stücke der insgesamt hochkarätigen Sammlung, die ab Frühjahr 2017 wieder in den Räumen der Beletage von Schoss Bruchsal zu sehen sein wird. Schloss Bruchsal, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach Stück um Stück aufwendig rekonstruiert, war die barocke Residenz der Fürstbischöfe von Speyer. Die geistlichen Fürsten, die dort im 18. Jahrhundert regierten, waren durchweg Kunstliebhaber und Mäzene – und das auf höchstem europäischem Niveau. Die Ausstattungen von Schoss Bruchsal aus Barock und Rokoko gehören daher zu den Spitzenleistungen des Kunsthandwerks der Zeit. Möbel, Gemälde, Porzellane und die Wandteppiche waren größtenteils bereits im September 1939 ausgelagert worden und blieben daher wunderbarerweise erhalten. Jetzt kehren sie wieder in die Räume der Beletage von Schloss Bruchsal zurück.

www.schloss-bruchsal.de

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Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse- und Medienservice

20.09.2016


Bauarbeiten im Schloss - Kasse und Shop werden verlegt

Schloss Bruchsal- Die Schlossverwaltung informiert über eine Veränderung im Schloss: Ab dem 19. September beginnt die Sanierung von Schlosskasse und Shop. Daraus ergibt sich eine Änderung im Eingangsbereich. Kasse und Shop werden in den Weltesaal verlegt – einfach dem bisherigen Schlosskassenbereich gegenüber.

Sanierungsmassnahmen im Kassenbereich

Valeria Plebiscito, die Leiterin der Schlossverwaltung, erklärt: „Für die Besucher heißt das, dass sie mit dem Beginn der Baumaßnahmen nach links statt nach rechts gehen müssen, wenn sie ins Schloss kommen – sonst bleibt alles beim Alten.“ Für den Kassenbereich und den Shop ist dies seit vielen Jahren die erste Sanierungsmaßnahme. Jetzt wird der gesamte Bereich komplett renoviert und soll in neuem Glanz erstrahlen. Während der Bauarbeiten werden die Besucherinnen und Besucher in der Intrada nach links geleitet. Auch am vorübergehenden Standort im Weltesaal betreiben die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg den Museumsshop weiter, allerdings mit einem aus Platzgründen etwas reduzierten Angebot.

www.schloss-bruchsal.de

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Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

16.09.2016


ICE-Defekt ruft Rotes Kreuz auf den Plan

von Michael Waldschmidt

Die Rettungsleitstelle Karlsruhe alarmiert Helfer im nördlichen Landkreis Karlsruhe zu Einsatz in Oberhausen.

Oberhausen Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde die Schnelleinsatzgruppe Nord des DRK-Kreisverbands Karlsruhe am heutigen Sonntag alarmiert.

Gegen 14:45 Uhr erreichte die Helferinnen und Helfer die Meldung, dass ein ICE auf der Schnellfahrstrecke Mannheim – Karlsruhe in Höhe der Gemeinde Oberhausen liegen geblieben war.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen mussten die Fahrgäste mit Getränken versorgt werden um Kreislaufproblemen vorzubeugen.

Ebenfalls sicherten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK die Rettungskräfte der Feuerwehr, der Polizei und der Bahn an der Einsatzstelle ab. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes aus dem kompletten nördlichen Landkreis vor Ort.

Foto 1+2 Michael Waldschmidt; Foto 3+4: Deutsche Bahn:

07.08.2016


ICE-Defekt bei Oberhausen/Baden - Bilderalbum

Von Schülern lernen

Einblicke in Berufsmöglichkeiten bei der AVR Kommunal GmbH mit dem Bildungsprojekt „Greening Jobs“ der Klimastiftung für Bürger

Sinsheim- Die Klimastiftung für Bürger veranstaltete vom 27. bis 29. Juni 2016 gemeinsam mit der AVR Kommunal GmbH Sinsheim das Workcamp „Greening Jobs“ zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern.

Beste Voraussetzungen für die Projekttage fanden die 18 Jugendlichen der Hubert-Sternberg-Schule aus Wiesloch bei der AVR Kommunal GmbH Sinsheim. Mit Hilfe der Innovationsmethode Design Thinking arbeiteten die Schüler an einer komplexen Aufgabenstellung zum Thema Entsorgung von Elektroschrott.

Unter der Anleitung von Design Thinking Experten wurden schrittweise aus einer Vielzahl von zunächst abstrakten Ideen greifbare Modelle entwickelt, diskutiert und wieder überarbeitet. Zunächst ging es darum zu verstehen, wie die Logistik und Trennung der Wertstoffe von Elektroschrott abläuft. Dafür standen am ersten Workcamp-Tag Experten der AVR als Interviewpartner zur Verfügung.

Mit einer Präsentation der Ergebnisse am Abschlusstag überzeugten die Elftklässler mit ihren Projekten das interessierte und fachkundige Publikum. Geladen waren Vertreter der AVR Kommunal, der Klimastiftung für Bürger und Pädagogen der Hubert-Sternberg-Schule Wiesloch, die sich von den vorgestellten Konzepten begeistert zeigten und vielversprechende Ansätze in den Ideen fanden. Alfred Ehrhard, Vorstandsvorsitzender der Klimastiftung für Bürger, war von den vorgestellten Modellen beeindruckt: „Ich bin hier, um von den jungen Menschen zu lernen. Mit dem Workcamp ist es beispielhaft gelungen, die Schülerinnen und Schüler mit den Aufgaben zu fesseln und zu innovativen Lösungsansätzen zu motivieren, die uns allen einen frischen Blick ermöglichen.“

Katja Deschner, Geschäftsführerin der AVR: „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, Jugendlichen die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten bei der AVR Kommunal näher zu bringen. Mit dem Bildungsprojekt ‚Greening Jobs‘ und weiteren Aktivitäten ermöglichen wir jungen Menschen früh einen Einblick in unser Unternehmen“.

Für die Schülerinnen und Schüler, die in der Abiturstufe das Profilfach Umwelttechnik belegen, war es ein besonderes Erlebnis, sich mit einem konkreten Thema in der Praxis auseinanderzusetzen. Der Kerngedanke des Profilfachs Umwelttechnik ist es, Technik und Umwelt als vernetztes System zu betrachten. Jürgen Becker, Schulleiter der Hubert-Sternberg-Schule, stellte fest: „Die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region ist für unsere Schule von großer Bedeutung. Die praktische Arbeit ist fester Bestandteil unseres Schulkonzepts. Bei dem Bildungsprojekt der Klimastiftung in Kooperation mit der AVR Kommunal hatten wir ideale Bedingungen Schülerinnen und Schülern vertiefende Einblicke in betriebliche Zusammenhänge zu ermöglichen und sie auf zukunftsorientierte Studiengänge und Berufe vorzubereiten“.

Über die Klimastiftung für Bürger
Die gemeinnützige Stiftung, mit Sitz in Sinsheim, wurde im September 2014 gegründet. Die Stiftung möchte dem Bürger durch das Erlebbar machen der Themen Klima, Umwelt, Schutz der Ressourcen und Erneuerbare Energien zu einem besseren Bewusstsein der Vorteile einer Beteiligung am Energiewandel verhelfen.
Urheberin der Klimastiftung für Bürger ist die gemeinnützige Dietmar Hopp Stiftung.

Weitere Informationen zum Bildungsprojekt „Greening Jobs“: http://klima-energie-stiftung.de/greening-jobs/

Text: Klimastiftung für Bürger; Fotos: Pascal Klebe

05.07.2016


Anpfiff ins Leben e.V. ein Jahr unter neuer Führung

Gruppenfoto vom Amtsantritt im Juli 2015 (von links): Dietmar Pfähler, Anton Nagl und Dietmar Hopp Gruppenfoto vom Amtsantritt im Juli 2015 (von links): Dietmar Pfähler, Anton Nagl und Dietmar Hopp

Walldorf- Zum 1. Juli 2016 steht Anpfiff ins Leben e.V. ein Jahr unter der Führung von Dietmar Pfähler. 2015 hatte er das Amt des 1. Vorsitzenden von dem Gründer Anton Nagl übernommen. In seinem ersten Jahr an der Spitze des gemeinnützigen Vereins war es Dietmar Pfähler wichtig, die von seinem Vorgänger geschaffenen Dinge zu wahren und „Anpfiff ins Leben“ fit für die Zukunft zu machen. So gab er den Anstoß zur Weiterentwicklung der Strategie für ganzheitliche Jugendsportförderung und Bewegungsförderung für Amputierte. Ziel von Anpfiff ins Leben e.V. ist es, in diesen Bereichen Spitzenreiter und Vorbild für andere zu werden.

„Wir bewegen uns weiterhin in den von unseren Gründern, Dietmar Hopp und Anton Nagl, gesetzten Leitlinien. Unser Hauptanliegen ist, Menschen Perspektiven zu geben – seien es sportliche Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Amputation. Wir sehen uns deshalb als Teil der Gesellschaft und gestalten diese aktiv mit“, sagt Dietmar Pfähler. Außerdem sei ihm sehr wichtig, weiterhin die freundschaftlichen Beziehungen zu Partnervereinen, Kooperationspartnern und Sponsoren zu pflegen.

„Ich möchte ,Anpfiff ins Leben‘ in eine erfolgreiche Zukunft führen“, erklärt Dietmar Pfähler. Dazu stieß er mit dem Vereinsführungsteam einen Prozess nach der Methode „Design Thinking“ an, um die bestehende Strategie weiterzuentwickeln. Simone Born aus der Vereinsführung bestätigt: „Wir haben nun eine klare Vorstellung von der Zukunft und davon, wie ,Anpfiff ins Leben‘ in den nächsten Jahren ,punkten‘ wird, um weiterhin ein attraktiver Partner zu bleiben – für Kinder und Jugendliche, Amputierte, aber auch für Sponsoren und Mitarbeiter.“ Die damit einhergehende Fokussierung auf Kernbereiche der Arbeit „ist ein wesentlicher Beitrag, um unsere junge Organisation strukturiert und prozessorientiert aufzustellen und so die Wirksamkeit der Arbeit zu erhöhen“, unterstreicht Stefanie Kunzelnick, die ebenfalls im Vereinsführungsteam ist.

Akzente im ersten Jahr

In seinem ersten Jahr bei Anpfiff ins Leben e.V. hat Dietmar Pfähler als ehemaliger SAPler eine neue IT-Infrastruktur aufgesetzt und alle Standorte untereinander stärker vernetzt. Die Kooperation mit der TSG 1899 Hoffenheim wurde vertieft: „Neben dem fachlichen Austausch im Kinder- und Jugendtrainingsbereich soll spielstarken Kindern und Jugendlichen der Weg von den regionalen ‚Anpfiff ins Leben‘-Jugendförderzentren in die achtzehn99 AKADEMIE und umgekehrt ermöglicht werden. Über die Vereinsgrenzen hinweg können damit junge Spieler über ein einheitliches, abgestimmtes Förderkonzept betreut werden“, erläutert Dietmar Pfähler die Neuerung der Kooperation. Damit einher geht übrigens auch das Training der Jugendmannschaften im Footbonauten. Sowohl die Hoffenheimer Junioren also auch die Juniorinnen aus St. Leon-Rot dürfen hier zu bestimmten Zeiten trainieren. Zur neuen Saison 2016/2017 wird ein Elektro-Auto angeschafft, das künftig mit Sonnenenergie betrieben werden soll. Damit will Dietmar Pfähler Kindern und Jugendlichen nicht nur den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verdeutlichen, sondern auch die technische Dimension erklären: wie wird aus Sonnenenergie Strom?

In der ganzheitlichen Jugendsportförderung steht ein neues Lernkonzept mit dem Titel „mental stark“ in den Startlöchern. Es geht darum, die sogenannten exekutiven Gehirnfunktionen der Sportlerinnen und Sportler mit speziellen Denkaufgaben zu fördern. Ziele sind, die Aufmerksamkeit bewusst zu steuern um besser lernen zu können, die eigenen Emotionen zu kontrollieren und zu lernen, dass man seine Handlungen strategisch planen kann, um Ziele zu erreichen. Zurzeit wird die Methode, die wissenschaftlich begleitet wird, in einigen Jugendförderzentren ausprobiert und auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen aus der „Anpfiff ins Leben“-Förderung angepasst.

„Mit diesen und anderen Maßnahmen wollen wir vielen Menschen gute Perspektiven für ihr Leben geben und es schaffen, dass ,Anpfiff ins Leben‘ Spitzenreiter und Vorbild für andere wird“, wünscht sich Dietmar Pfähler für seinen Verein, der im Dezember 15 Jahre besteht. Text und Foto: Anpfiff ins Leben e.V.

02.07.2016


Traumhafte Aussicht und unterirdischer Gang: Dilsberg als Ausflugsziel im Sommer

Burgfeste Dilsberg- Hoch über dem Neckartal thront die Burgfeste Dilsberg auf dem gleichnamigen Berg.

Gerade im Sommer ist die Burgfeste ein ideales Ausflugsziel für Familien: Das eindrucksvolle Burg-Feeling in den alten Mauern ist immer ein sicherer Tipp für Kinder – und davon bietet der Dilsberg einiges.

Die spektakuläre Aussicht lohnt jeden Weg und als überraschende Entdeckung führt ein geheimnisvoller Brunnenstollen tief in den Berg.

Historisches Ausflugsziel Hoch über der Stadt

Der höchste Turm der Burgfeste ist weithin zu sehen: Der sechseckige Bergfried überragt noch heute die Burg und das kleine Städtchen Dilsberg auf der Kuppe hoch über einer Neckarbiegung. Der Bergfried bietet einen Rundumblick über das Flusstal und die Hügelzüge des Odenwalds. Die Burganlage beeindruckt durch ihre hoch aufragenden Mauern. Ein dramatischer Höhepunkt des Dilsberg-Besuchs und eine große Attraktion nicht nur für Kinder liegt in der Tiefe verborgen: der geheimnisvolle unterirdische Brunnenstollen. Über Generationen hielten sich auf dem Dilsberg die Sagen und Geschichten, dass einst ein unterirdischer Geheimgang durch den Burgberg führte. Erst in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Stollen wieder freigelegt – und der Besuch ist heute noch ein Abenteuer.

Die Geschichte der Burgfeste

Die Geschichte reicht weit zurück: In der Mitte des 12. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Lauffen eine Burg auf der Kuppe des 288 Meter hohen Dilsbergs. Es entstand ein Wohnturm, umgeben von einer ovalen Ringmauer und einem umlaufenden Graben. Die Burg sollte den Einflussbereich der Grafen sichern – besonders in Hinblick auf die mächtigen Pfalzgrafen im nahegelegenen Heidelberg. Doch im 14. Jahrhundert gelang es den Pfalzgrafen bei Rhein, die Burg in ihren Besitz zu bringen. Die neuen Herren bauten die Burg zu einer Feste mit Schildmauer, einem neuen Wohnbau und einer Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden aus. Dilsberg entwickelte sich für die Heidelberger Pfalzgrafen zu einem wichtigen militärischen und administrativen Standort.

Der unterirdische Geheimgang

Und auch die Geschichte um den geheimnisvollen Brunnen mit seinem tiefen Schacht und dem Brunnenstollen lässt sich erzählen: Der Brunnen entstand bereits im 12. Jahrhundert. Als die Festung im 17. Jahrhundert erweitert wurde, kam ein Quergang dazu, 78 Meter weit durch den Felsen gemeißelt. Dieser Stollen im Berg war es, der sich im Lauf der Jahrhunderte zum Geheimgang wandelte. Obwohl er zugeschüttet war, hielt sich die Erinnerung an den unterirdischen Weg durch den Berg. 1926 konnten Brunnen und Stollen wieder freigelegt werden – und heute kann die eindrucksvolle Anlage besichtigt werden. Beliebt ist die Burgfeste auch für Feste und Feiern: Ihre rustikalen Räume werden oft für private Veranstaltungen gemietet.

www.burgfeste-dilsberg.de

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Service

ÖFFNUNGSZEITEN

Burg und Burghof

Dienstag bis Sonntag und Feiertage 10.00-17.30 Uhr (bis 31. Oktober)

Brunnenstollen

Dienstag bis Sonntag und Feiertage 10.00-17.30 Uhr (bis 15. Oktober)

EINTRITT

Erwachsene 2,00 Euro, ermäßigt 1,00 Euro, Familien 5,00 Euro

FÜHRUNGEN UND Information

Burgfeste Dilsberg
Burghofweg 3a
69151 Neckargemünd
www.burgfeste-dilsberg.de

INFORMATION UND VERMIETUNG

Telefon +49(0)62 23.61 54
armin-erles@burg-dilsberg.de

GRUPPENFÜHRUNGEN

Tourist-Information Neckargemünd
Neckarstraße 21
69151 Neckargemünd
Telefon +49(0)62 23.35 53
info@tourismus-neckargemuend.de
www.neckargemuend.de

www.burgfeste-dilsberg.de

www.schloesser-und-gaerten.de  Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Würtemberg GmbH

28.06.2016


Schulklassenprogramme 2016 / 2017 - Erfolgreiches Angebot liegt neu vor

Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg- Ein Erfolgsmodell geht in die zweite Auflage: Vor zwei Jahren präsentierten  die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg erstmals für viele der großen und kleinen Schlösser, Klöster und Gärten des Landes Schulklassen-Programme in gedruckter Form. Die Broschüren, ansprechend und einheitlich gestaltet, bieten einen handlichen Überblick über das Angebot für alle Schularten und Altersstufen im ganzen Land. Jetzt können die Staatlichen Schlösser und Gärten die zweite, überarbeitete Auflage vorlegen – ein Bestseller mit Langzeitwirkung.

Passgenau angelegtes Programm für Schulklassen

Kontant hoch: Das sind die Zahlen der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, wenn es um Schulklassen in den Schlössern, Klöstern, Burgen und Gärten des Landes geht. Etwa 3.400 Schülergruppen besuchen jedes Jahr die Monumente und die Zahl ist seit einigen Jahren stabil. Dafür tun die Staatlichen Schlösser und Gärten einiges: Das Angebot für Schulen ist differenziert, ausgerichtet an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Schularten und Altersstufen, beginnend mit der Grundschule, in einigen Monumenten sogar mit Angeboten für Kindergartengruppen. Speziell ausgebildete Schlossführer begleiten die Kinder und Jugendlichen durch die Kunst-, Sozial- und Landesgeschichte: Das Themenspektrum der Führungen und Workshop-Angebote ist breit – und es bezieht sich obendrein auf den aktuellen Bildungsplan der baden-württembergischen Schulen.

Zehn Broschüren für das ganze Land

Die Broschüren sind regional aufgeteilt. „Damit entsprechen wir dem Ausflugsverhalten der Schulen, die meist in der eigenen Region unterwegs sind,“ erläutert Frank Krawczyk, der Leiter des Bereichs Kommunikation bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. Eindrucksvolle 72.000 Stück beträgt die Gesamtauflage der Broschüren. „Wir haben für die gedruckte Version die wichtigsten Führungsthemen ausgewählt, um eine größere Übersichtlichkeit zu garantieren“, erläutert Frank Krawczyk. Weit umfangreicher ist das Angebot im Internetportal www.schloesser-und-gaerten.de. Die Preise für Schulklassenführungen seien besonders günstig. Frank Krawczyk begründet die Strategie der Staatlichen Schlösser und Gärten: „Wir wollen, dass sich alle die Teilnahme an einem solchen Besuch leisten können.“

Zuwachs in den Regionen

Mit der zweiten Auflage, die jetzt mit Gültigkeit für 2016/2017 erscheint, wächst das Angebot noch einmal: Erstmals ist auch Kloster und Schloss Bebenhausen mit einer eigenen Programmbroschüre vertreten. Zehn Broschüren gibt es insgesamt: für die Monumente der Kurpfalz mit den Schlössern von Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen, für den Oberrhein mit Residenzschloss Rastatt und Schloss Favorite Rastatt und den Burgen Altes Schloss Hohenbaden und Yburg, für Schloss Bruchsal und den Botanischen Garten Karlsruhe. Eine Broschüre widmet sich dem Schulklassenprogramm in den großen Klöstern Maulbronn und Alpirsbach, eine weitere den Monumenten im Nordosten des Landes: Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Kloster Schöntal, Schloss ob Ellwangen. Die Schlösser in der Region Stuttgart sind zusammengefasst: Residenzschloss Ludwigsburg, Schloss Favorite Ludwigsburg, Schloss Solitude und Grabkapelle auf dem Württemberg. weitere Broschüren präsentieren das Schulklassenprogramm im Stauferland mit Kloster Lorch, Burg Wäscherschloss und Hohenstaufen, das Programm in Kloster und Schloss Bebenhausen, dann in den oberschwäbischen Klöstern Wiblingen und Schussenried und schließlich am Ufer des Bodensees in Kloster und Schloss Salem, dem Neuen Schloss Meersburg, im Neuen Schloss Tettnang und der Festungsruine Hohentwiel.

Grafische Leitfigur für Alle

Einheitlich ist das Erscheinungsbild, an dem man die Broschüren erkennt: Den Titel ziert ein eindrückliches Gesicht, gebildet aus lauter Wörtern in unterschiedlichen Schriften. Die originelle Figur versammelt 180 Begriffe, die mit dem Geschichtserlebnis in den historischen Monumenten verbunden sind. Geschrieben und gestaltet ist die Leitfigur von der Kalligrafin Petra Beiße.  Frank Krawczyk von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg erläutert: „Der Kopf versinnbildlicht die Themenvielfalt in den Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten. Und er soll neugierig machen auf Besuche bei uns – einen ganz besonderen Lernort!“ Erhältlich sind die Prospekte bei den jeweiligen Schloss- und Klosterverwaltungen. Alle Informationen finden sich auch bequem im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten www.schloesser-und-gaerten.de im Bereich „Gruppen und Schulen“.

www.Schloesser-und-gaerten.de Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

18.06.2016


„Vom Zauber des Gartens“: Liederabend in Schloss Bruchsal und Führung im Garten

Schloss Bruchsal- Der Garten – das ist ein Thema, das viele Komponisten inspiriert hat. Ein Liederabend in Schloss Bruchsal am 18. Juni um 19.30 Uhr präsentiert einen musikalischen Gartenspaziergang durch die Epochen. Das Konzert mit dem Tenor Holger Schumacher und dem Pianisten Matthias Alteheld unter dem Titel „Vom Zauber des Gartens“ gehört zum Programm der Staatlichen Schlösser und Gärten im Themenjahr 2016 „Welt der Gärten“. Bereits um 18 Uhr findet ein Rundgang durch den Schlossgarten statt – eine ungewöhnliche Kombination und eine Einladung in die „Welt der Gärten“.

Unterwegs im Schlossgarten – der Klang der Gärten

Von zwei Seiten kann man sich am 18. Juni dem Thema Garten und Gartenkunst nähern: Bei der Führung um 18 Uhr erlebt man den Bruchsaler Schlossgarten. Die Flächen um die einstige Residenz der Fürstbischöfe von Speyer waren einst, typisch für die Zeit des Barock, symmetrisch angelegt. Die Spuren des barocken Glanzes findet man auch noch im heutigen Garten – das ist auch vielen Bruchsalern nicht bekannt. Teile des Schlossgartens wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu landschaftlichen Partien umgestaltet. Eine Entdeckung wert sind auch die vielen Bezüge zwischen dem Schlossinneren und dem Garten, zu finden etwa im Gartensaal und in der Grotte. Die Gartenführung kann zusammen mit dem Liederabend um 19.30 Uhr besucht werden; für beide Veranstaltungen können auch Einzeltickets gekauft werden. Die Veranstaltung, die ihre erfolgreiche Premiere am 30. April hatte, steht jetzt ein zweites Mal auf dem Programm von Schloss Bruchsal.

„Vom Zauber des Gartens“ – Lieder und Arien

Lieder und Arien, die dem Garten gewidmet sind: Das ist das Konzept des Liederabends, den der Tenor Holger Schumacher und der Pianist Matthias Alteheld unter dem Titel „Vom Zauber des Gartens“ am 18. Juni um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal des Bruchsaler Schlosses geben. Viele Dichter ließen sich von Gärten inspirieren – und diese Gedichte auf Natur und grüne Paradiese boten für alle großen Komponisten Anregendes. Das Konzert im Kammermusiksaal des Bruchsaler Schlosses bewegt sich als musikalischer Spaziergang durch die Jahrhunderte. Beginnend im Barock mit Arien und Lieder von Alessandro Scarlatti, Georg Philipp Telemann, Antonio Caldara und Georg Friedrich Händel folgen mit Mozart und Haydn Meister der Klassik. Die Romantik, die große Zeit der Liedkunst, ist mit Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann vertreten. Nach der Pause erklingen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms, um dann mit Gustave Fauré und Hugo Wolf die Jahrhundertwende zu erreichen. Der französische Impressionist Reynaldo Hahn ist eine Entdeckung wert – und auch Hans Pfitzner ist als Liedkomponist für eine Überraschung gut.

Die Künstler des Liederabends

Der Tenor Holger Schumacher studierte Gesang in Darmstadt und Frankfurt am Main. Er absolvierte Meisterkurse, u.a. bei Elisabeth Schwarzkopf, und gibt Konzerte im In- und Ausland mit Schwerpunkt auf den Oratorien von Bach, Mozart und Mendelssohn. Matthias Alteheld studierte Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und Liedgestaltung bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll in Karlsruhe. Er gewann mehrere Musikpreise. Seit Oktober 2013 bekleidet er eine Professur für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Freiburg.

2016 – das Jahr der Gärten

Die Veranstaltung „Vom Zauber des Gartens“ in Schloss und Schlossgarten Bruchsal ist Teil des Programms der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg im Themenjahr 2016 „Die Welt der Gärten“. Insgesamt machen 18 Gärten beim Themenjahr 2016 „Welt der Gärten“ mit. Informationen über alle Gärten und ihre Veranstaltungen im Gartenjahr finden sich im Internet unter www.welt-der-gaerten2016.de oder im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten www.schloesser-und-gaerten.de.

Service

VOM ZAUBER DES GARTENS.

Sonderführung und Konzert

VERANSTALTUNGSORT
Sonderführung: Garten und ausgewählte Schlossräume.

Konzert:  Kammermusiksaal

TERMIN
Samstag, 18. Juni 2016
Beginn der Führung 18.00 Uhr
Beginn Konzert 19.30 Uhr

PREIS
Sonderführung und Konzert 12,00 €
Konzert: 9,00 €

Für diese Veranstaltung gilt bei vorheriger Anmeldung die Schlosscard plus.

KARTENVORVERKAUF / ANMELDUNG UND INFORMATION
Schloss Bruchsal Schlosskasse (an den Konzerttagen bis 19.30 Uhr geöffnet)

Schlossraum 4, 76646 Bruchsal
Telefon +49(0)72 51.74-26 61
Telefax +49(0)72 51.74 26 64
info@schloss-bruchsal.de

Service-Center: Telefon +49 (0) 62 21.6 58 88-15

www.welt-der-gaerten2016.de

www.schloesser-und-gaerten.de Text: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

08.06.2016


Nachhaltigkeitsspaziergang 2016

Martin Steuerwald (Bildmitte) erläutert einer Gruppe von Teilnehmern die erste Station des Spaziergangs

Sinsheim-Adersbach- Im Rahmen der landes-, bundes- und EU-weiten Aktionstage zum Thema Nachhaltigkeit trafen sich am 4. Juni 2016 trotz schlechter Wetterprognosen zahlreiche interessierte Bürger, um Einblicke in die Aspekte der Nachhaltigkeit in Sinsheim-Adersbach zu bekommen. Nach der Begrüßung durch den Stiftungsvorstand Kai Zimmermann und der Vorstellung von Martin Steuerwald als zweiten Referenten begann der Rundgang an der Mehrzweckhalle und dem Feuerwehrgerätehaus. Hier wurden die soziale Bedeutung der Gebäude und des Ortszentrums erläutert.

Am Rande des Landschaftsschutzgebietes „Neckarbischofsheimer Höhen“ wurde dessen Ausdehnung um den Ort und der noch gut erhaltene Streuobstgürtel besprochen.

Beim Gang durch das Neubaugebiet wurden die Vorteile der Südhanglage und der guten Dachausrichtungen für die Nutzung der Sonnenenergie erläutert. So kann Adersbach stolz darauf sein, in der Ortsteilliga der Solarbundesliga bei den Ortsteilen „größer als 500 Einwohner“ einen sehr guten fünften Platz belegt zu haben.

Bei einer kurzen Regenpause hörten die Teilnehmer viele Informationen über die Höhenlage und die damit verbundene Fernsicht in die Region. Im alten Ortskern wurde nach den ökonomischen Vorteilen der Solarnutzung nun die ökologischen Vorteile des Förderprogrammes „Modellprojekt zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzials“ (MEPLAP PLUS) und der veränderten Gebäudenutzung für die ökologische Seite der Nachhaltigkeit vorgestellt. Die beiden Referenten Martin Steuerwald und Kai Zimmermann zeigten den Teilnehmern an 26 Stationen die interessanten Punkte der Nachhaltigkeit. Nach knapp zwei Stunden bedankte sich Kai Zimmerman bei den Teilnehmern für die aktive Teilnahme, stellte die Klimastiftung für Bürger kurz vor und verwies unter dem Slogan: „Wir stiften Klima – Sie auch?“ auf die Möglichkeit, die Stiftung in ihrer Arbeit zu unterstützen. Frei nach dem Motto von Martin Steuerwald „Mosttrinker sind Umweltschützer, sorgen Sie doch für den Erhalt der so wichtigen Streuobstwiesen bzw. Streuobstbestände!“, nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit beim Testen des Mostes sich noch ausgiebig über die Themen der Stiftung auszutauschen und genossen dabei die abendlichen Sonnenstrahlen. So endete dieser erste Nachhaltigkeitsspaziergang der Klimastiftung für Bürger. Die Klimastiftung für Bürger will diesen Event in den Folgejahren an unterschiedlichen Orten durchführen.

Über die Klimastiftung für Bürger
Die gemeinnützige Stiftung, mit Sitz in Sinsheim, wurde im September 2014 gegründet. Die Stiftung möchte dem Bürger durch das Erlebbar machen der Themen Klima, Umwelt, Schutz der Ressourcen und Erneuerbare Energien zu einem besseren Bewusstsein der Vorteile einer Beteiligung am Energiewandel verhelfen.
Urheberin der Klimastiftung für Bürger ist die gemeinnützige Dietmar Hopp Stiftung.

Text und Foto: Klimastiftung für Bürger, Presse

14.06.2016


Themenjahr 2016 „Die Welt der Gärten“

Informative Ausstellung über Gartenkultur und Landwirtschaft der Zisterzienser

Maulbronn- „Wasser – Brunnen – Gärten. Die Zisterzienser und ihre Klöster“: Das ist der Titel einer kleinen Ausstellung, die jetzt im einstigen Zisterzienserkloster Maulbronn zu sehen ist. Sie gehört zum Programm der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg im Themenjahr 2016 „Die Welt der Gärten“.

Zehn Tafeln zur Gartenkultur der Zisterzienser

Fünf Tafeln informieren über die Wirtschaftsweise der Zisterzienser im Allgemeinen, fünf weitere beschreiben einzelne Ordensniederlassungen im heutigen Baden-Württemberg: Maulbronn, Salem – das mit zwei Tafeln vertreten ist –, Bebenhausen und Schöntal. Die vier Klöster, allesamt großartige Denkmäler der bemerkenswerten Zisterziensertradition im Land, zeugen von der Garten- und Landwirtschaftskultur des berühmten Ordens.

Kreuzgarten und Wirtschaftsbetrieb

Klostergärten sind legendär – stille Kreuzgärten im Schatten der Kirche, Beete mit Heilkräutern, von den Klosterbewohnern mit über Jahrhunderte gesammeltem Wissen bearbeitet. Die Realität ist aber viel mehr: Klöster waren produktive Wirtschaftsbetriebe. Dass die Ordensregel des heiligen Benedikt – ora et labora – das Arbeiten als gleich wichtig wie das Beten ansah, trug zum Erfolg bei. Weltliche Herrscher setzten daher die Mönche als Kolonisatoren ein und siedelten neue Klöster gezielt in unwirtlichen Gegenden an. Besonders die Zisterzienser eroberten sich den Ruf von großer Tüchtigkeit. Tatsächlich waren sie erfolgreiche Großgrundbesitzer und erwarben oft beträchtlichen Wohlstand.

ZISTERZIENSER prägten Das LANDSCHAFTSBILD

Mit den Klöstern der Zisterzienser verbindet sich, neben der Schönheit der Architektur, vor allem eines: die durchgreifende Prägung ihrer Umgebung. Fast sprichwörtlich sind die zisterziensischen Kulturlandschaften, die aus diesem Wirken der Mönche entstanden. Früher nahm man an, dass Zisterzienserklöster gezielt in der Einöde angesiedelt wurden, um die Wildnis zu erschließen. Heute weiß man, dass die Zisterzienser oft in schon gerodetem und bewirtschaftetem Land siedelten. Aber dennoch ist die Leistung der mittelalterlichen Konvente eindrucksvoll – und häufig heute noch zu sehen.

Raffinierte Wassertechnik

Zentral war dabei die Wasserwirtschaft der Zisterzienser: Jedes der Klöster stand an einem Ort mit fließendem Wasser, sodass die Klausur der Mönche und ebenso die Wirtschaftsgebäude stets mit frischem Wasser versorgt wurden. Man legte Kanäle, Reservoire, Wehre und Stauseen an, die weit in die Landschaft ausgriffen. Wasserversorgung und Fischzucht gingen Hand in Hand – die Fische waren für ein Kloster mit seinen strengen Fastenregeln Grundnahrungsmittel.

Wein und Obstbau bis heute sichtbar und lebendig

Zu wahren Meistern entwickelten sich die Zisterzienser in den Sonderkulturen von Wein und Obst. Ihre Weinberge sind oft heute noch sichtbar und in Betrieb, so etwa in Maulbronn oder bei Salem. Die sorgfältige und kluge Art der Landwirtschaft der Zisterzienser prägte das Landschaftsbild: Wo sie aktiv waren, erscheint die Umgebung bis heute wie ein fruchtbarer, paradiesischer Garten.

In MAULBRONN gut zu sehen: die kunst der WASSERWIRTSCHAFT

Die Wasserwirtschaft prägt Kloster Maulbronn und seine ganze Umgebung. Kanäle und gezähmte Bäche verbinden ein ganzes System von Seen, darunter auch den „Tiefen See“, heute ein Naturfreibad. Im Kloster selbst sind die gemauerten Kanäle der Wasserversorgung und des Mühlkanals erhalten. Die Mönche arbeiteten nachhaltig: Der berühmte Brunnen im Kreuzgang wird seit dem Mittelalter aus der gleichen Quelle auf dem Klostergelände gespeist – bis heute.

Ort der Ruhe und des Rückzugs: Der Kreuzgarten

Das Zentrum des Klosters bildet der Kreuzgarten. Hier konnten sich die Mönche zum Gebet und zur Meditation zurückziehen. Durch seine Lage innerhalb der Klostermauern und seine streng symmetrische Anlage lädt er auch heute noch zum Verweilen und Entspannen ein. Über seine ursprüngliche Gestaltung ist nichts bekannt. Die weit über 100 Jahre alte mächtige, aber gleichzeitig auch empfindliche Magnolie mit ihrer beeindruckenden Blüte im Frühjahr hat hier einen vor Wind und Kälte geschützten Standort.

Angelegt nach mittelalterlichem Vorbild: Der Kräutergarten

Neben der Seelsorge kümmerten sich Mönche ganz praktisch um Kranke und Bedürftige. In ihren Kräutergärten züchteten sie dafür Pflanzen und verarbeiteten sie zu Medizin. In Maulbronn gibt es seit 2008 einen Kräutergarten, angelegt mit Schülern des Salzach-Gymnasiums nach dem Gartenmodell des Benediktiners Walahfrid Strabo aus dem 9. Jahrhundert: In rechteckigen Kastenbeeten wachsen geläufige Kräuter wie Schnittlauch und Rosmarin und auch heute fast unbekannte, etwa der Andorn, der bei Husten hilft.

Ein Ziergarten für den Leiter der Klosterschule

Angelegt wurde der Ephoratsgarten, als das Kloster schon nicht mehr von Mönchen bewohnt wurde. In der Zeit der Klosterschule pflanzte man an der Stelle des alten Friedhofs der Mönche Obstbäume und erntete Gemüse, um die hungrigen Klosterschüler satt zu bekommen. Im 19. Jahrhundert erhielt der Garten sein heutiges Aussehen und auch seinen Namen nach dem Ephorus, dem Leiter der Klosterschule. Für ihn gab es nun zwischen den Obstbäumen einen kleinen Ziergarten mit schmalen Wegen, Beeten und Brunnen.

Schlosscard Plus öffnet die Tore
Die Ausstellung „Wasser – Brunnen – Gärten. Die Zisterzienser und ihre Klöster“ ist in Kloster Maulbronn im historischen Gewölbekeller des Frühmesserhauses zu sehen. Sie ist täglich ab 14. Mai von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Informationen über alle Gärten, die Veranstaltungen im Gartenjahr und die Dauerausstellungen finden sich im Internet unter www.welt-der-gaerten2016.de oder im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten www.schloesser-und-gaerten.de.

Für alle, die mehrere Orte besuchen wollen, empfiehlt sich die neue „Schlosscard Plus“. Sie bietet den Eintritt in 24 Monumente und obendrein die Teilnahme an vier Veranstaltungen des Themenjahrs Garten für nur 36 Euro und ist in allen Schlössern, Klöstern und Gärten erhältlich.

www.welt-der-gaerten2016.de  www.schloesser-und-gaerten.de Text und Foto: Staatlichen Schlösser und Gärten

05.05.2016


UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn

Am 17. November ist Maulbronn weltweit auf den Computerbildschirmen präsent

Maulbronn- Die zweitgrößte Internet-Suchmaschine Bing präsentiert morgen das UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn auf ihrer Startseite – weltweit. Das Internetportal Bing präsentiert jeden Tag ein anderes Motiv. Am 17. November ist das einstige Zisterzienserklosters Maulbronn das Titelbild, mit dem sich die Startseite öffnet.

Das Bild von MAULBRONN in der ganzen Welt

Suchmaschinen nutzen alle. Sie erleichtern die Suche im WWW mit seiner unerschöpflichen Wissensvielfalt. Die Portale filtern die Daten des Internet und liefern, passend zu den Suchbegriffen der Person, die an der Tastatur sitzt, ihre Ergebnisse auf dem heimischen PC ab. Nach dem weltweiten Marktführer Google ist das Portal von Bing inzwischen in Deutschland auf dem zweiten Platz in der Nutzergunst. Weltweit nutzen 7,95% der Internetuser das Portal Bing. Die Startseite des Portals zeigt jeden Tag ein neues Motiv. Am 17. November ist es das UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn.

UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn weltbekannt

Auch ohne Suchmaschine ist Maulbronn inzwischen weltweit bekannt. Der stille Ort im ländlichen Kraichgau ist seit der Ehrung durch die UNESCO in die internationale Liga der touristischen Ziele aufgerückt. Europäische Reisegruppen und Einzelreisende auf den Spuren des UNESCO-Welterbes finden den Weg nach Maulbronn, Menschen, die die Schönheiten der alten Zisterzienserklöster suchen – aber inzwischen auch Gruppen aus anderen Kontinenten. „Wir gehören inzwischen zum Besuchsprogramm bei vielen japanischen Deutschlandreisen“, berichtet Peter Braun, der Leiter der Klosterverwaltung Maulbronn. Der Grund: In Japan genießen die Romane des Literaturnobelpreisträgers Herrmann Hesse große Popularität. Und Herrmann Hesse ging nicht nur auf die Klosterschule in Maulbronn, sondern schrieb darüber auch in seinem Roman „Unterm Rad“. Wer mehr über das Kloster und seine viele Jahrhunderte alte Geschichte erfahren will, findet vielfältige Einstiege ins Wissen über das einstige Zisterzienserkloster im Internet, auf der Seite der Staatlichen Schlösser und Gärten www.kloster-maulbronn.de. Peter Braun: „Und alle, die das Original sehen wollen, sind bei uns das ganze Jahr über willkommen.“

Service
Das UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn ist ganzjährig geöffnet. Während des Winters (vom 1. November bis 28. Februar) gelten die Winteröffnungszeiten, Dienstag bis Sonntag von 9.30 – 17.00 Uhr. Text und Foto: Kloster Maulbronn

16.11.2015


„Damit es nicht vergessen wird“: Menschen in Städten und Gemeinden der Kurpfalz gedenken (fast alle) der Deportation der Juden vor 75 Jahren in das französiche Lager Gurs

Von Gerhard Cantzler

„Gurs“ - der Name der kleinen französische Ortschaft am nordöstlichen Fuße der Pyrenäen – für gut 17.000 deutsche Juden, unter ihnen allein mehr als 7.000 aus Baden, der Pfalz und der Saarpfalz – markierte er vor jetzt genau 75 Jahren den Beginn einer vierjährigen Leidenszeit, die für die meisten von ihnen mit ihrem gewaltsamen, qualvollen Tod in einem der Vernichtungslager des Ostens endete.

Und schon wenige Tage, nachdem die Züge mit den in Viehwaggons eingepferchten Abertausenden von Menschen die Kurpfalz in Richtung Südwesten hinter sich gelassen hatten, konnten die zuständigen NS-Gauleiter des Nazi-Regimes, Robert Wagner für den Gau Baden und der aus dem pfälzischen Lingenfeld stammende Joseph Bürckel für die Pfalz und die Saarpfalz ihrem verbrecherischen „Führer“ in Berlin voller Stolz ihre Gaue als „judenfrei“ melden.Am vorläufigen Ziel ihrer Deportation zwischen Pau und Bayonne wurden die Internierten im „Camp de Gurs“ inhaftiert, das bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als größtes französisches Internierungslager für politische Flüchtlinge und Kämpfer des spanischen Bürgerkrieges eingerichtet worden war.

Dort fanden auch die aus der Kurpfalz deportierten Juden verheerende Lebensverhältnisse vor: Das in stacheldrahtumzäunte sogen. Îlôts - kleine „Inseln“ - eingeteilte Lager mit jeweils 25, von Ungeziefer verseuchten, innen wie außen feuchten und unbeheizten Baracken mit je 60, gerade einmal 70 Zentimeter breiten Schlafplätzen – die Häftlinge mussten dort Anfangs gar auf dem nackten Erdboden schlafen und durften sich erst im Laufe der Zeit einen einfachen Strohsack füllen – waren „Brutplätze“ unterschiedlichster Krankheiten wie Ruhr u.a.m. Tagtäglich starben in dieser Zeit im Lager Gurs im Durchschnitt sieben Menschen.Die Wege zwischen den Baracken seien durch den Regen oft kniehoch mit Schlamm überzogen gewesen - an die tagtäglich ausgeteilte, kalte „Suppe“, so erinnerte sich später einer der wenigen überlebenden Häftlinge von Gurs, der schon zu Beginn der Naziherrschaft aus seiner Heimatstadt Schwetzingen in das benachbarte größere und deshalb vermeintlich sicherere Mannheim geflohene Paul Niedermann, habe ihn bis an sein Lebensende sein „verdrecktes Abwaschwasser“ erinnert.

Nur wenigen Insassen des Lagers gelang es, zumeist mit finanzieller Hilfe von außen. an Ausreisegenehmigungen zu kommen und in die USA, nach Südamerika, China oder England zu emigrieren. Vor allem Kinder vor Vollendung ihres 12. Lebensjahres konnten mit Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes in „Kindertransporten“ den Machtbereich der Nazis verlassen. Die anderen wurden fast ausnahmslos im Jahre 1944 in die Vernichtungslager des Ostens – nach Auschwitz, Sobibor und Maijdannek transportiert, wo sie zumeist in den Gaskammern ermordet wurden.

So markiert dieser 22. Oktober 1940 den Startpunkt für die bis heute noch unfassbare Ermordung bzw. die Vertreibung aller Menschen jüdischen Glaubens auch aus der gesamten Kurpfalz und damit für den bis heute nachwirkenden Verlust eines bedeutsamen Teils deutscher und europäischer Kultur.

An diesem Donnerstag nun jährte sich dieser Tag zum 75.mal - Grund genug, (fast) überall in der Region, in Städten und Gemeinden der Kurpfalz, mit Gedenkveranstaltungen an dem Jahrestag selbst oder in seinem zeitlichen Umfeld an dieses Ereignis zu erinnern. In Wiesloch und Landau, in Neustadt/Weinstraße und Mutterstadt und an vielen anderen Orten trafen sich Bürgerinnen und Bürger bereits am 22. Oktober zum zumeist von Schülerinnen und Schülern gestalteten Gedenken - in Frankenthal ist dafür der 5. November, 19.00 Uhr im Rathaus, in Deidesheim der 8. November, 11.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge vorgesehen. In Speyer, der einst für das Judentum so bedeutsamen SchUM-Stadt, wird Bürgermeisterin Monika Kabs am 24. Oktober bei der zentralen Gedenkfeier in Gurs weilen – auf eine Feier vor Ort wollte man mit Hinweis auf den ausgiebig begangenen 70. Jahrestag vor fünf Jahren verzichten.

Der SPEYER-KURIER hat deshalb die bewegend-würdige Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Deportation der Kurpfälzer Juden an dem im Jahr 2006 eingeweihten Mahnmal am Seiteneingang zum Schloßgarten in der Schwetzinger Zeyherstraße - dem Torso einer Thora-Rolle, dessen "Passstück" in Neckarzimmern zu finden ist, besucht, Dort hatten Schülerinnen und Schüler des „Hebel-Gymnasiums“ Konzeption und Durchführung der Feier übernommen, hatten mit viel Einfühlungsvermögen Lieder ausgewählt und Gedichte von Auschwitz-Opfern ausgesucht. Besonders beeindruckend dabei die Art, die Namen der 22 betroffenen Schwetzinger Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens in das Gedenken mit einzubinden, von denen am 22. Oktober 1940 noch fünf in der Festspielstadt lebten; die 17 anderen waren schon kurz nach der „Machtergreifung“ in der trügerischen Hoffnung auf mehr Sicherheit in den benachbarten, größeren Städten – überwiegend nach Mannheim – ausgewichen.

Zu Beginn der Feier hatte auch der Schwetzinger Oberbürgermeister Dr. René Pöltl die Meldung von der „Judenfreiheit“ des NS-Gaus Baden als eine besonders perfide Formulierung gegeißelt. Dass aber dann die Deportation der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgerechnet an dem Tag begonnen habe, an dem diese mit ihrem „Laubhüttenfest“ ein „Fest der Hoffnung“ feiern wollten, habe diese Perfidie noch einmal um ein Vielfaches übertroffen, habe dieser Tag doch für das Judentum in ganz Deutschland und für seine Glaubensgenossen einen weiteren Schritt hin zu ihrer massenhaften Ermordung angekündigt.

Nur wenige aus Schwetzingen stammende Juden hätten das Grauen jener Zeit überlebt, erinnerte der Oberbürgermeister. Eine davon sei Ruth Gogol gewesen, die erst vor wenigen Wochen, am 24. August 2015, im Alter von 88 Jahren in Tel Aviv gestorben ist, Auch sie sei an jenem 22. Oktober 1940 gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern nach Gurs deportiert worden – Mutter und Schwestern wurden später im KZ Auschwitz ermordet, die damals 13 jährige Ruth konnte dank eines der Kindertransporte nach Israel gerettet werden. „Wir werden Ruth Gogol nicht vergessen“, versprach Dr. Pöltl.

Eingebettet zwischen weitere anrührende Textrezitationen durch Schülerinnen und Schüler des Hebel-Gymnasiums und dem von Aart Gisolf auf dem Sopran-Saxophon ganz im Stile der traditionellen jiddischen Kletzmer-Musik in näselnd-klagendem Ton vorgetragenen „Blues Israel“ verlas dann der Evangelische Pfarrer von Schwetzingen, Thilo Müller, ein vom Freiburger Erzbischof Stephan Burger, dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann sowie dem Präsidenten der Protestantischen Landeskirche der Pfalz, Christian Schad und dem badischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh unterzeichnetes Wort, in dem die vier Kirchen ihre Versäumnisse in der Zeit des „Dritten Reiches“ beklagen und ihre Solidarität mit den „jüdischen Schwestern und Brüdern“ bekunden.

Lesen Sie diese gemeinsame Erklärung im Wortlaut im SPEYER-KURIER

„Damit ich es net vergeß“ mahnt ein uraltes jiddisches Wort – und damit wir alle sie nicht vergessen, will auch der SPEYER-KURIER im folgenden an jene Schwetzinger Juden erinnern, deren Namen bei der Feier zum Gedenken an die Deportationen am 22. Oktober 2015 noch einmal laut verlesen wurden.

Mögen Sie für alle stehen, die von diesem Tag an ihr Schicksal teilen mussten.

Lesung der Namen:

Sie alle wohnten bis zum 22. Oktober 1940 in Schwetzingen, wurden an diesem Tag frühmorgens gegen ihren Willen abgeholt und nach Gurs/Südfrankreich deportiert, von wo aus sie gerettet oder nach Auschwitz verbracht und ermordet wurden:

Frieda Bermann, geborene Frank, 57 Jahre alt, wohnhaft in der Maximilianstraße 4 mit ihren Töchtern: Therese Bermann, 28 Jahre alt

Else Bermann, 20 Jahre alt; alle drei nach Gurs und dann nach Auschwitz.

Ruth Bermann, 13 Jahre alt; nach Gurs und von dort gerettet, verstarb am 24. August 2015 nach ihrer Verehelichung in Israel als Ruth Gogol im Alter von 88 Jahren in Tel Aviv.

Flora Vogel, geborene Rotschild, 62 Jahre alt, wohnhaft in der Marstallstraße 28, über Gurs nach Auschwitz.

Die nachfolgenden Mitbürgerinnen und Mitbürger zogen nach dem 30. Januar 1933 notgedrungen aus Schwetzingen weg, waren an anderen Orten wohnhaft und wurden von dort aus deportiert und in den Todeslagern umgebracht oder gerettet:

Klara Bierig, geborene Springer, mit ihrem Ehemann Max Bierig, aus Mannheim über Gurs nach Auschwitz.

Martha Bierig und Tochter Renate Bierig, nach Gurs deportiert und von dort gerettet nach Belgien.

Eva Katzenstein, geborene Weinberg, mit ihrer Tochter Marianne, aus Pforzheim und Karlsruhe über Gurs nach Auschwitz.

Auguste Levi, geborene Mayer, von Mannheim über Gurs ins KZ Noé, dort umgekommen.

Lottchen Levi, geborene Marx, von Mannheim über Gurs nach Récébédou, dort umgekommen.

Henriette Lorch, von Mannheim über Gurs nach Auschwitz, dort umgekommen.

Clementine Metzger und ihre Schwester Hedwig Metzger, beide von Mannheim über Gurs nach Auschwitz.

Joseph Seidenberger, von Mannheim nach Gurs, dort umgekommen.

Albert Springer und seine Ehefrau Liselotte Springer, geborene Klinger, beide von Mannheim über Gurs nach Auschwitz und dort umgekommen.

Bertha Stein, geborene Frank, von Mannheim über Gurs nach Auschwitz.

Ihr Sohn Alfred Stein, von Mannheim nach Gurs und von dort gerettet.

Clara Weiss, geborene Marx, von Mannheim nach Gurs, dort verschollen.

Quelle: Stadtarchiv Schwetzingen/ J. Kresin - Stand: 12.10.2015

Fotos: gc

23.10.2015


alla hopp! – Jetzt wird gepflanzt: Baubeginn mit (S)Paten

Ketsch-  Mit der Bepflanzung und Übergabe von Hochbeeten an Paten läutete die Dietmar Hopp Stiftung den offiziellen Baubeginn der alla hopp!-Anlage in Ketsch ein

Bei frisch herbstlichem Wetter gestaltete sich der besondere (S)Patenstich der alla hopp!-Anlage in Ketsch ausgefallen und bunt. Die Paten der neu angelegten Hochbeete, Senioren des angrenzenden Seniorenheims avendi Senioren Service GmbH und Kinder des Kindergartens Villa Pusteblume setzten beim Pflanzen mit bunten Schaufeln den ersten symbolischen (S)Patenstich.

Zusammen mit Vertreter des Seniorenbeirats Ketsch zeigte sich Bürgermeister Jürgen Kappenstein erfreut über den Baubeginn für die Bewegungs- und Begegnungsanlage alla hopp! in Ketsch. „Wir freuen uns sehr, dass nun mit dem Spatenstich der Bau der Bewegungsanlage beginnt. Zentral, im Herzen unserer Gemeinde gelegen, soll das Gelände in naher Zukunft zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt werden. Hier, im Wasserwerkpark, entsteht ein aktiver Treffpunkt für Generationen: mit vielen Bewegungsmöglichkeiten, mit naturnahen Spielangeboten und einem Trainingsparcours. Wir sind gespannt auf den Fortschritt der Bauarbeiten und begleiten das Projekt in allen seinen Phasen.“

Begleitet wurde der offizielle Baubeginn mit dem alla hopp!-Song, vorgetragen vom Grundschulchor der Alten Schule Ketsch. Die Idee und Umsetzung zu dem ausgefallenen (S)Patenstich hatte Norbert Schäfer, Planer der alla hopp!-Anlage vom Landschaftsarchi-tekturbüro Stadt+Natur, der die Patenschaftsidee in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erarbeitete. Nach dem heutigen Baustart werden die Hochbeete bei den Paten im Kindergarten und Seniorenheim untergebracht und dann zur Eröffnung im kommenden Sommer in die alla hopp!-Anlage integriert.

Katrin Tönshoff, Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung zeigte sich begeistert: „Die „grünen Patenschaften“ für alla hopp! sind ein deutliches Zeichen des Engagements aller Altersstufen hier vor Ort. Diese Hochbeete verbinden die Generationen und schlagen den Bogen vom herbstlichen Baubeginn zur sommerlichen Eröffnung 2016.“

Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Text und Foto: Dietmar Hopp Stiftung

30.09.2015


Wahl der Deutschen Weinkönigin - Josefine Schlumberger aus Baden gewinnt

Dreyer und Höfken gratulieren Josefine Schlumberger aus Baden

Neustadt / Mainz- Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Weinbauministerin Ulrike Höfken haben der neuen Deutschen Weinkönigin Josefine Schlumberger aus Baden zur ihrer Wahl gratuliert. Mit ihrem Auftreten und ihrem Fachwissen hat sie die Jury des Finales in Neustadt an der Weinstraße - der auch Ministerin Höfken angehörte - überzeugt. „Josefine Schlumberger wird als Botschafterin unserer Weinkultur nun ein Jahr im In- und Ausland deutsche Weine repräsentieren“, erklärten Dreyer und Höfken.

Dreyer und Höfken beglückwünschten auch die beiden Deutschen Weinprinzessinnen Katharina Fladung aus dem Rheingau und Caroline Guthier von der Hessischen Bergstraße. Den rheinland-pfälzischen Teilnehmerinnen Isabelle Willersinn aus Rheinhessen und Lisa Dieterichs von der Mosel sprachen sie ihre Anerkennung für ihren Auftritt und ihr Weinwissen aus. Zudem dankten sie der scheidenden Deutschen Weinkönigin, Janina Huhn aus der Pfalz. Sie habe im vergangenen Jahr auf der ganzen Welt charmant und kompetent für deutsche Weine geworben. Der Dank der Ministerpräsidentin und der Ministerin ging auch an den SWR und das Deutsche Weininstitut (DWI) mit ihrer Geschäftsführerin Monika Reule: „Mit der Organisation des Wettbewerbs ermöglichen Sie, dass Weinköniginnen der deutschen Weinbranche ein Gesicht geben und als anerkannte Fachfrauen zu ihrem weltweiten Erfolg beitragen.“

Text: Staatskanzlei Mainz, Presse Foto: dpa

26.09.2015


Neues Haus – neue Forscherstation

Über die neue Forscherstation mit Anregungen und Materialien für kleine Welt-Entdecker freuen sich mit Julian, Nina, Colin und Emily aus dem Evangelischen Kindergarten „miteinander“ auch Kiga-Leiterin Peggy Falter, Amahita Dashti-Mommertz und Dr. Marco Rudolf, beide von der Detia Freyberg GmbH in Laudenbach, und Erzieherin Nelli Zäb (jeweils von links). Die Firma Detia Freyberg GmbH hat die Patenschaft für die Station übernommen.Endlich ist es soweit

Laudenbach/Heidelberg – Nach dem Umbau des Evangelischen Kindergartens „miteinander“ in Laudenbach konnte heute im Erdgeschoss der Einrichtung die neue Forscherstation eingeweiht werden. Hier finden sich Anregungen und Materialien, mit denen die Kinder die Welt entdecken können. Die Patenschaft für die Forscherstation hat die Detia Freyberg GmbH übernommen.

Nina, Colin, Emily und Julius stehen zusammen mit ihren Freunden aus dem Evangelischen Kindergarten „miteinander“ (Laudenbach) vor dem roten Band, das noch den Zugang zur neu eingerichteten Forscherstation versperrt. „Jetzt darfst du schneiden“, Kiga-Leiterin Peggy Falter nickt Julius zu. Er nimmt die Schere und schneidet das Kreppband entzwei. Die Kinder lachen und drängeln sich in den Raum, der seit heute „Forscherstation“ heißt. „Wenn man so will, forschen wir jeden Tag. Die Kinder entdecken immer etwas, was ihre Aufmerksamkeit fesselt und was sie genauer unter die Lupe nehmen wollen“, erläutert Peggy Falter: „Nun haben wir endlich alles griffbereit, was sie dazu brauchen.“ Regale an den Wänden beherbergen alles, was kleine Forscherherzen höher schlagen lässt: Lupen, Spiegel, Pipetten, Taschenlampen und vieles mehr.  Dazu gibt es sogenannte „Forscherkisten“, in denen die Kinder Anregungen dafür finden, sich mit bestimmten Naturphänomenen näher zu beschäftigen. Heute Vormittag war es zum Beispiel das Thema Farben. „Wir haben ausprobiert, ob man mit eingefrorenen Fingerfarben auf Leinwänden malen kann“, berichtet Erzieherin Nelli Zäb.

Forscherstation eröffnet: Dr. Marco Rudolf, Geschäftsführer der Detia Freyberg GmbH, erklärt gemeinsam mit dem kleinen Julian die neue Forscherstation im Evangelischen Kindergarten „miteinander“ in Laudenbach für eröffnet. Die Firma hat die Patenschaft für die Forscherstation übernommen, in der die Kinder von nun an Anregungen und Materialien finden, um jederzeit die Welt um sie herum unter die Lupe nehmen zu können.Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Daniela Plotzki, Silke Giegrich und Tanja Geiß hatte sie zuvor eine Fortbildung im Heidelberger Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung besucht. „Was uns besonders gut gefallen hat, waren die vielen praktischen Tipps, die wir sofort in unserem Kindergarten umsetzen konnten“, berichtet Silke Giegrich. Wie alle Angebote des Kompetenzzentrums, so sind auch die Fortbildungen und Workshops zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen kostenlos. Nach erfolgreicher Teilnahme einer Veranstaltungsreihe können sich Kitas und Grundschulen der Region um eine eigene Forscherstation bewerben. Gemeinsam mit der Einrichtung sucht das Zentrum dann nach einem geeigneten Paten, der die Einrichtung mit einer Forscherstation vor Ort unterstützt. Durch das Patenschaftsprogramm konnten so - ähnlich wie im Evangelischen Kindergarten „miteinander“ - 44 Forscherstationen in den Kindertagesstätten und Grundschulen der Metropolregion eröffnet werden.

Die Patenschaft hat dieses Mal die Detia Freyberg GmbH übernommen. Geschäftsführer Dr. Marco Rudolf: „Wir als Unternehmen vor Ort freuen uns sehr, mit dieser Patenschaft einen Beitrag leisten zu dürfen, damit die Begeisterung der Kinder für alles Neue erhalten bleibt. Wir sind ein Familienunternehmen mit einer fast 200jährigen Tradition im Chemiebereich, dabei gleichzeitig zukunftsorientiert und somit natürlich immer an engagiertem und kreativem Nachwuchs interessiert.“

Jochen Luttenberger vom Kompetenzzentrum, der den Erzieherinnen mit Rat und Tat bei der Einrichtung der Forscherstation zur Seite stand, erläutert: „In unseren Fortbildungen lernen die pädagogischen Fachkräfte Naturwissenschaften von einer anderen Seite kennen. Fern von Theorie und Formeln geht es uns darum, die Freude am Forschen wieder zu entdecken. Etwas was Kinder auf Anhieb können, wir Erwachsenen aber erst wieder lernen müssen.“ Rund 800 pädagogische Fachkräfte aus über 200 Kindergärten und Grundschulen haben seit der Gründung des Kompetenzzentrums im Jahr 2006 die Fortbildungen besucht und sich für Naturwissenschaften begeistern lassen.

Weitere Informationen zur Forscherstation, ihren kostenlosen Angeboten und zum Patenschaftsprogramm im Internet unter www.forscherstation.info 

Text und Foto: Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH, Presse

16.09.2015


Botanischer Garten Karlsruhe: Wintergarten wird abgesperrt

Keine Beeinträchtigung für Gastronomie

Karlsruhe- Die grazile Eisenkonstruktion des Wintergartens im Botanischen Garten, zurückgehend auf den badischen Hofbaumeister Heinrich Hübsch, ist ein stimmungsvoller Ort und ein beliebtes Fotomotiv. Im Sommer wurden Schäden an den historischen Konstruktionselementen festgestellt. Um die Besucher vor möglicherweise nicht mehr stabilen Eisenteilen zu schützen, muss der Wintergarten jetzt abgesperrt werden. Die Außengastronomie der „Badischen Weinstuben“ zieht um auf die Rasenflächen vor dem Bauwerk.

Schliessung aus Gründen der Verkehrssicherheit

Ende Juli musste das zuständige Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg feststellen, dass sich ein Teil aus einem der Kapitelle des Wintergartens gelöst hatte und in den Rasen gefallen war. Die Untersuchung kam zum Ergebnis, dass weitere schadhafte Teile nicht ausgeschlossen werden können. „Wir müssen daher aus Gründen der Verkehrssicherheit den Wintergarten absperren“, erklärt Andreas Falz, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, zuständig für den Betrieb des Botanischen Gartens. Man habe aber zugleich nach einer Lösung gesucht, die es den „Badischen Weinstuben“ möglich mache, weiterhin ihre Gäste im Außenbereich zu bewirten.

historische Konstruktion muss überprüft werden

Die Konstruktion des historischen Gebäudes wird ständig und in regelmäßigen Intervallen auf ihre Sicherheit überprüft. Die aktuelle Begutachtung konstatiert: „Temperaturdehnungen, Wind, Feuchtigkeit, Frost und fortschreitende Korrosion setzen dem Tragwerk stark zu.“ Zugleich weisen die Fachleute darauf hin, dass die Schadensaufnahme nur provisorisch sei: Sie sei auf Stichproben beschränkt. Um abschließende Klarheit zu erhalten, sind umfassendere Untersuchungen nötig. Die Folge dieser Untersuchung: Der gesamte Bereich des Wintergartens muss großflächig abgesperrt werden. Die beiden verantwortlichen Institutionen, die Staatlichen Schlösser und Gärten und das Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, hätten sich nach reiflicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen, erklärt Geschäftsführer Andreas Falz. „Leitlinie der Entscheidung ist die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher.“

Aussengastronomie der badischen Weinstuben geht weiter

Der gastronomische Betrieb der Badischen Weinstuben geht normal weiter – insgesamt und ebenso auch im Außenbereich. Die Terrassenbewirtung kann auf die angrenzenden Rasenflächen verlagert werden. Um die Verbindung zwischen der Gastronomie im Inneren des Gebäudes und dem Außenbereich zu ermöglichen, wird ein sicherer Durchgang für Personal und Gäste durch den Wintergarten eingerichtet.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Die Gebäude des Botanischen Gartens Karlsruhe, in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden und mehrfach verändert und umgebaut, werden derzeit zum Teil saniert: Die Schauhäuser, in denen die Pflanzen präsentiert werden, werden instand gesetzt und wieder in den Zustand der 1860er-Jahre zurückgeführt. Bis 2017 sollen die Arbeiten an den Glashäusern des Botanischen Gartens abgeschlossen sein. Bereits 2015 wurde ein erster Bauabschnitt fertig: das als Kakteenhaus bekannte Gebäude, das im 19. Jahrhundert das Schauhaus für Kamelien und Sukkulenten war. Daran schließen sich später die Sanierungen von Palmenhaus und Tropenhaus an.

www.botanischer-garten-karlsruhe.de

www.schloesser-und-gaerten.de Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

06.09.2015


Mannheimer OB Dr. Peter Kurz mit überzeugender Mehrheit im Amt bestätigt

OB KurzFortsetzung des Stadtumbaus und neuer Anlauf für BUGA 2023 nur zwei seiner zentralen Themen

cr. Mannheim-  Dr. Peter Kurz (52), bereits seit 2007 Oberbürgermeister der Quadratestadt Mannheim, ist gestern in einer Stichwahl mit 52 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt worden. Damit wird der promovierte Jurist – Dr. Kurz ist verheiratet und Vater zweier Kinder - am 1. Januar 2016 in die zweite Amtszeit in seiner Geburts- und Heimatstadt Mannheim gehen. Der SPD-Repräsentant setzte sich damit klar gegen seinen Mitbewerber und Herausforderer Peter Rosenberger von der CDU durch, für den sich 44,9 Prozent der Stimmberechtigten entschieden und der jetzt wieder auf seinen Sessel im Bürgermeisteramt in Horb am Rande des Schwarzwaldes zurückkehren wird. Bei der gestrigen Stichwahl entfielen schließlich bei einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 28,7 Prozent ganze 2,9 Prozent der abgegebenen Stimmen auf den Kandidaten der „Satirepartei“, Christian Sommer – die Mannheimer, so scheint's, hatten die OB-Wahl wohl doch für zu ernst genommen, als dass sie dieses Amt einem Bewerber überlassen wollten, der Amt und Stadt stets durch die satirische Brille betrachten wollte.

Denn in den kommenden Jahren kommen auf den alten und neuen OB noch viele wahrlich ernst zu nehmende Herausforderungen zu, von denen die Absicht von Dr. Kurz, im Jahr 2023 vielleicht nun doch noch die Bundesgartenschau nach Mannheim zu holen, noch eines der geringsten sein dürfte. Denn auch Themen wie die Fortsetzung des von ihm in seiner ersten Amtszeit mit großem Einsatz und Elan vorangetriebenen Stadtumbaus dürfte den wiedergewählten Oberbürgermeister fordern.

Wünschen wir ihm dazu und zu all seinen Aufgaben viel Erfolg und eine glückliche Hand. Foto: gc

06.07.2015


Botanischer Garten Karlsruhe Erstaunliche Entdeckung bei Sanierung - Tuffsteinbrunnen des 19. Jahrhunderts

Karlsruhe- Bei der aktuell laufenden Sanierung der Schauhäuser des Botanischen Gartens Karlsruhe gelang den Fachleuten vom Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg und der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg eine erstaunliche Entdeckung: Eine große Brunnenanlage des 19. Jahrhunderts kam bei den Arbeiten ans Licht.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Saniert werden alle drei Glashäuser des Botanischen Gartens, konkret in Arbeit ist der erste Bauabschnitt, der bis Mai fertig werden soll – rechtzeitig zum Stadtjubiläum von Karlsruhe. Die Bauarbeiten betreffen gerade das als Kakteenhaus bekannte Gebäude, das im 19. Jahrhundert das Schauhaus für Kamelien und Sukkulenten war. Daran werden sich später die Sanierungen von Palmenhaus und Tropenhaus anschließen.

Überraschung unter dem Kakteenhügel

Die Brunnenanlage kam zum Vorschein, als bei den derzeitigen Arbeiten der sogenannte „Kakteenhügel“, ein bepflanzter Hügel an einer der Stirnwände des Kakteenhauses, entfernt wurde. Darunter fand sich eine felsige Wand, in der in über zwei Metern Höhe ein größeres Bassin eingelassen ist. Von dort fließt über mehrere Auslässe das Wasser über die Felsen und fällt in kleinen Kaskaden nach unten in ein weiteres Bassin. Den Eindruck des Wasserfalls verstärken noch weitere Elemente, etwa dekorativ in der Wand vermauerte Flusskiesel und Muscheln – ganz im Sinn des damals herrschenden Historismus. Der Brunnen sollte an historische Grottenanlagen anknüpfen, wie man sie aus Schlossgärten der Renaissance wie in Heidelberg kennt.

Mehrfache Veränderungen durch die Generationen

Die Architektur wie auch die Pflanzenpräsentation der Gewächshäuser im Botanischen Garten stammen ursprünglich vom badischen Hofbaumeister Heinrich Hübsch, der ab 1853 die Gebäude errichten ließ. Schon bald nach seinem Tod veränderten Oberbaurat Berckmüller und Bauinspektor Dyckerhoff im Rahmen einer Sanierung auch die Strukturen der Glashäuser. Doch bereits in den darauf folgenden Jahren, wie auch im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Krieg, wurde sowohl Architektur wie auch Ausstellungskonzeption stark verändert, um mehr Raum für die Pflanzenpräsentation zur erhalten. Im Rahmen der Sanierung werden die vorhandenen Schäden an der stählernen Konstruktion und den Natursteinwänden behoben und die Gebäude den heutigen technisch-konstruktiven Anforderungen angepasst. Hierdurch bietet sich die Chance, die Gewächshäuser nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Auswahl der zur Schau gestellten Pflanzen und deren Präsentation wieder an die ursprüngliche Konzeption von Heinrich Hübsch bzw. dessen Nachfolgern anzupassen. Simon Hirsch, Projektleiter beim Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, erläutert die laufenden Baumaßnahmen: „ Wir wollen wieder zurück zu den Qualitäten des 19. Jahrhunderts.“ Man werde das Kakteenhaus wie früher zum Sukkulenten- und Kamelienhaus machen.

Kamelien und Sukkulenten nach historischem Vorbild

Diese historische Nutzung ist zwar sicher in den Archiven belegt, aber dennoch ist das Glashaus, ganz unüblich für ein Haus mit dauerhaftem Blumenbesatz, nach Süden orientiert. „Das wird viel zu warm für blühende Stauden wie etwa Kamelien“, sagt Prof. Dr. Hartmut Troll, zuständig für die historischen Gärten bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. Der Gartenhistoriker kennt aber auch die Erklärung: Man präsentierte damals die Pflanzen überwiegend in Topfkultur, also in der Tradition der fürstlichen Orangerien. Die Pflanzen standen nicht dauerhaft im Karlsruher Sukkulenten- und Kamelienhaus, sondern wurden immer wieder neu arrangiert. Und tatsächlich sind für die Zeit von Heinrich Hübsch Treillagen-Gestelle und Kübel nachgewiesen. Das Schauhaus war, ähnlich wie die barocken Orangerien, streng formal aufgebaut, mit geraden Wegachsen und Pflanzen in Blumentöpfen.

Geschmackswandel im Garten
Schon in den 1860er-Jahren habe sich der Geschmack geändert, erklärt Hartmut Troll. 1862 wurde für eine „Pflanzen- und Blumenausstellung“ in Karlsruhe ein temporäres Erweiterungshaus im Botanischen Garten errichtet. Darin fand sich, ganz der Gartenmode der Zeit entsprechend, eine Kaskade mit Wasserfall. „Das musste gar nicht natürlich wirken, man suchte im Wintergarten sogar ein bisschen den Showeffekt“, sagt Troll. Nach dem Ende der Ausstellung von 1862 entschloss man sich wohl, einige attraktive Elemente aus der erfolgreichen Schau auch in den dauerhaften Glashäusern einzusetzen. Und so wurde in den 1870er-Jahren bei der Sanierung der Schauhäuser die gesamte Anlage landschaftsmäßiger, stimmungsvoller und romantisierender – und der Miniaturwasserfall wurde wieder aufgebaut.

Die Entdeckung – ein Geschenk

Wie geht es weiter mit den erstaunlichen Resten, die sich jetzt als weit über zwei Meter hohe Grottenwand aus Felsen präsentieren? „Diese Anlage werden wir erhalten und wieder in Betrieb nehmen“, sagt Geschäftsführer Michael Hörrmann von den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Man habe dafür alle Pläne für die Sanierung des Schauhauses umstellen müssen. „Aber das ist es natürlich wert, wenn wir dadurch den originalen Tuffsteinbrunnen des Historismus wieder präsentieren können.“ Michael Hörrmann wies zugleich auf die Bedeutung des Botanischen Gartens als historisches Monument hin. Dass man nun die Entdeckung des Tuffsteinbrunnens gemacht habe, sei „ein unverhofftes Geschenk an die Karlsruher zum Stadtgeburtstag“.

zwei schauhäuser sind zugänglich
Die Öffnungszeiten der beiden Schauhäuser sind dienstags bis freitags von 10.00 bis 16.45 Uhr, ab Mai zusätzlich auch samstags, sonntags und an Feiertagen. Wegen des geschlossenen Kakteenhauses ist der Eintritt für die Besucher auf 2,00 Euro bzw. 1,00 Euro (ermäßigt) reduziert. Mit dem Start der warmen Jahreszeit bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg rund um den Botanischen Garten Sonderführungen an; Saisonstart für die thematischen Rundgänge ist im April. Ab Mai sind wieder alle drei Häuser zugänglich.

BOTANISCHER GARTEN KARLSRUHE

ÖFFNUNGSZEITEN

Januar – April 2015
Di – Fr, 10.00 – 16.45 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr

Mo, Sa, So und an Feiertagen geschlossen

Mai – Dezember 2015

Di – So und an Feiertagen, 10.00 – 16.45 Uhr

EINTRITT
Erwachsene 2,00 €, Ermäßigte 1,00 €, Familien 5,00 €

KONTAKT

Botanischer Garten Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 6
76131 Karlsruhe
Telefon +49(0)7 21.9 26 30 08
Telefax +49(0)7 21.9 26 25 44
schlossgarten.ka@versanet.de

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www.schloesser-und-gaerten.de Text und Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

07.03.2015


alla hopp! – los geht’s in Ketsch

Ketsch-  Mit der feierlichen Federbankübergabe und dem Hissen der Fahne läutete die Dietmar Hopp Stiftung den Beginn der Planungsphase der alla hopp!-Anlage in Ketsch ein.

Bürgermeister Jürgen Kappenstein sagte zu dem freudigen Ereignis „heute ist ein ganz besonderer Tag für die Gemeinde Ketsch, denn heute fällt der Startschuss für die Planung und Umsetzung der alla-hopp-Anlage, die hier im Park des Wasserwerkgeländes entstehen soll. Wir freuen uns über dieses besondere Geschenk der Dietmar Hopp Stiftung, mit der die Begegnung zwischen den Generationen und die Bewegung für Jung und Alt gefördert wird.  Ein Vorhaben, mit dem wir an diesem Standort, mitten im Herzen von Ketsch, die Attraktivität unserer Gemeinde steigern können. Wir alle sagen herzlichen Dank, Dietmar Hopp!“.

Unter Beifall der Vertreter des Seniorenbeirats Ketsch wurde die alla hopp!-Fahne zum Zeichen des Startschusses der Förderaktion gehisst und die Übergabe der Federbank begeistert von den Kindern des Kindergartens Villa Pusteblume und ihrer Kindergarten-leiterin Frau Roselinde Zeilfelder gefeiert.

Sandra Zettel, Projektleiterin alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung begrüßte zusammen mit dem anwesenden Planer der Anlage, Norbert Schäfer vom Landschaftsarchitekturbüro Stadt+Natur, die anwesenden Gäste. „Der vorhandene Baumbestand und das Gewässer bieten zentrumsnah einen attraktiven Rahmen. In dieses Gelände soll das Projekt alla hopp! mit seinen verschiedenen Angeboten eingebettet werden. Aus der benachbarten Wohn-bebauung, der unmittelbar angrenzenden Kindertagesstätte und der Senioreneinrichtung, aber auch dem weiteren Umfeld erwarten wir eine intensive Annahme des zukünftigen Bewegungs- und Begegnungsraums.“ führte Norbert Schäfer die Idee der in Ketsch entstehenden alla hopp!-Anlage aus.

Als sichtbares Symbol wurde gemeinsam eine Fahne gehisst und die Dietmar Hopp Stiftung überreichte der Gemeinde eine so genannte „Federbank“. Die Federbank, die durch ihre ausgefallene Bauart nicht nur zum Sitzen, sondern auch zum Bewegen einlädt, ist durch eine nach hinten klappbare Seitenlehne – ganz im Sinne von alla hopp! – auch für gehbehinderte Menschen geeignet. Ab sofort steht sie im Wasserwerkpark für ein erstes Ausprobieren bereit.

Die Bank ist eines der wiederkehrenden Elemente, die auf allen alla hopp!-Anlagen zu finden sein werden und nach Abschluss der Bauarbeiten auch in die hiesige Anlage im Wasserwerkpark integriert wird.

Insgesamt 127 Kommunen aus der Metropolregion hatten sich bei der Dietmar Hopp Stiftung beworben. Dass Ketsch zu den 18 begünstigten Kommunen gehört, wurde am 05. Juni 2014 im Mannheimer Luisenpark bekannt gegeben. Eine erste Pilotanlage wird derzeit in Schwetzingen errichtet. Unmittelbar nach der Übergabe beginnt die Planungsphase der alla hopp!-Anlage in Ketsch – damit gehört Ketsch zu den ersten Gemeinden, in denen ein solcher Bewegungsraum entsteht. Mit dem Bau soll bereits im Herbst 2015 begonnen werden. Die Fertigstellung und Eröffnung der Anlage ist im Sommer 2016 geplant.

Informationen zu der Aktion und den 18 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Text und Foto: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!

Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 18 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 18 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung

Für eine alla-hopp!-Anlage empfiehlt sich eine Größe von mindestens 5.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

·         einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

·         einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

·         einen naturnahen Spiel und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

·         optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.

Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:

·         Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

·         Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

·         Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten

Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei und jederzeit für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt später für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!

Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen

Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, wird die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage errichten. Die Anlage wird sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee befinden, und als Modell für die weiteren 18 Anlagen dienen. Die Fertigstellung der Pilotanlage ist für Mai 2015 geplant.

Über die Dietmar Hopp Stiftung

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 410 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 18 Kommunen der Region im Gesamtwert von 40 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

20.02.2015


Deutsche Wertarbeit für die USA - Pegasus & Dragon im Gulfstream Park, Miami, USA

Kunstgießerei Strassacker realisiert weltweit größte Pferdeskulptur in Bronze

Süßen/Miami- Die Kunstgießerei Strassacker hat die Visionen zahlreicher Architekten, Städteplaner und Künstler realisiert. Entsprechend lang ist die Liste der nationalen und internationalen Referenzen. Schließlich gehört die Komplettabwicklung großer und komplexer Kunstprojekte vom Entwurf über die Koordination der beteiligten Künstler, Architekten, Behörden und Unternehmen bis zur Endmontage zu den Kernkompetenzen des Unternehmens aus Süßen. „Aber als vor rund drei Jahren die ersten Skizzen von Pegasus & Dragon zur Prüfung in Süßen eintrafen, haben selbst die erfahrensten Mitarbeiter erst einmal ungläubig geschaut“, erinnern sich Edith Strassacker und Günter Czasny. „Die Bronzeplastik Pegasus & Dragon war schon wegen seiner einzigartigen Ausmaße eine der größten Herausforderungen unserer fast 100jährigen Firmengeschichte“, berichten die verantwortliche Geschäftsführerin und der stellvertretende Geschäftsführer des Familienunternehmens mit 500 Mitarbeitern.

Staunend haben sich auch die Autofahrer auf dem viel befahrenen U.S. Highway 1 in Miami, Florida, in den vergangenen Monaten gefragt, was dort in der Nähe des Hallandale Beach im Gulfstream Park gebaut wird. Die 33 Meter hohe und in der Sonne glitzernde Metallkonstruktion, an der sich bis zu 100 Arbeiter zeitgleich zu schaffen machten, war Tagesgespräch an der legendären Bundesstraße, die entlang der US-amerikanischen Ostküste verläuft.

Das nach Beendigung des Aufbaus im November 2014 sichtbare Ergebnis ist nicht weniger spektakulär: Was hier in achtmonatiger Bauzeit entstand, ist die weltweit größte Pferdeskulptur und eine der größten Bronzestatuen, die jemals geschaffen wurden: 33 Meter hoch, 35 Meter breit und 60 Meter lang, montiert auf einem Skelett aus 400 Tonnen Stahl, zusammengefügt aus nicht weniger als 1.250 handgefertigten und von erfahrenen Kunsthandwerkern aufwendig bearbeiteten Bronzeelementen mit einem Gesamtgewicht von noch einmal 250 Tonnen. Die Skulptur Pegasus & Dragon stellt den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse dar. Pegasus, das geflügelte Pferd der griechischen Mythologie, besiegt den Drachen. Das sich aus einer Felsformation erhebende Fabelwesen hält das Ungeheuer mit seinem Vorderhuf nieder.

Als ein Bestandteil des Projekt-Gesamtbetrags zwischen 20 und 30 Millionen U.S. Dollar bildet die errichtete Bronzeskulptur das Zentrum eines Themenparks im Gulfstream Park, der in unmittelbarer Nähe zur international renommierten Pferderennbahn im Frühjahr 2015 eröffnen wird. Initiator und Auftraggeber ist der österreichisch-kanadische Unternehmer Frank Stronach. Er ist Eigentümer des Gulfstream Park, Hallandale Beach, und hatte die Idee zu dem Projekt. Die Suche nach einem Unternehmen, das in der Lage ist, eine 33 Meter hohe Bronzeskulptur zu realisieren, führte Stronach ins baden-württembergische Süßen, dem Stammsitz der Kunstgießerei Strassacker.

„Schon die Berechnung und Entwicklung der äußerst komplizierten Stahlkonstruktion, an der die 1.250 Bronzeelemente wie ein 3D-Puzzle montiert werden sollten, war eine bisher beispiellose Herausforderung. Hinzu kam der strenge Zeitplan zur Umsetzung des Projektes. Exakt drei Jahre von der ersten Machbarkeitsstudie über die statische Berechnung, Konstruktion, Modellerstellung und Produktion, das Verschiffen der Einzelteile in rund 50 Seecontainern bis zur Montage und Installation vor Ort waren vorgegeben“, erläutert Günter Czasny, der das Projekt geplant, projektiert und mit einem Team spezialisierter Fachleute und kompetenten Kooperationspartnern umgesetzt hat.

„Die Verbindung von Gießereitradition, kunsthandwerklicher Kompetenz, der nahezu hundertjährigen Förderung und Weiterentwicklung von seltenen, speziellen kunsthandwerklichen Berufen und der technologischen Innovation  gehört bei Strassacker seit der Firmengründung vor fast 100 Jahren zur Firmenphilosophie. Dennoch konnten wir diese historische Herausforderung als Generalunternehmer nur gemeinsam mit langjährig erfahrenen, starken und zuverlässigen Kooperationspartnern bewältigen, mit denen unser Haus zum Teil bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet“, betont Czasny weiter.

Das von Strassacker beauftragte Ingenieurbüro Stark Ingenieure aus Ludwigsburg zeichnet für die technische Planung (Genehmigungs- und Einreichplanung, Tragwerksplanung, Werkstatt- und Montageplanung) verantwortlich. Die Produktion und den Aufbau der Stahlkonstruktion vor Ort übernahm das Unternehmen Stahlbau Wendeler aus Donzdorf.

Um die Bronzeteile auf der Stahlkonstruktion sicher zu fixieren, haben die Ingenieure und Spezialisten ein völlig neuartiges, flexibles Befestigungssystem entwickelt, das den besonderen klimatischen Bedingungen unter der Sonne Floridas gerecht wird: Denn Stahl und Bronze reagieren bei Erwärmung völlig unterschiedlich. Während die Bronzehülle der Skulptur sich bei Sonneneinstrahlung ausdehnt, bleibt die darunter liegende Stahlkonstruktion unbeweglich und starr.

Zudem wurde die riesige Bronzeplastik so konstruiert und gebaut, dass sie auch dem stärksten Hurrikan trotzen kann. Hierzu waren nicht nur umfangreiche Berechnungen notwendig. Pegasus & Dragon mussten ihre Standfestigkeit unter extremsten Windbelastungen auch in mehreren Windkanaltests unter Beweis stellen.

Den für dieses Projekt am besten geeigneten Partner für die Erstellung des Originalmodells im Maßstab 1:1, und die Umsetzung des Bronzeguss fand Strassacker in China, südlich von Peking.

Hier hat die chinesische Gießerei ihren Sitz, mit der die Experten aus Süßen seit vielen Jahren ihre kulturhistorisch unterschiedlichen technologischen Erfahrungen austauschen und auf unterschiedlichen Ebenen kooperieren. Die Bronzeskulptur wurde unter der Leitung und ständiger Aufsicht von Strassacker-Spezialisten in China in mehreren Schritten, wie der Modellvergrößerung, das Gießen der 1.250 Einzelteile, das provisorische Zusammenbauen aller Bauteile und deren Zerlegung, gemeinsam umgesetzt, nach Miami verschifft und dort vor Ort Stück für Stück wieder zusammengebaut und mit der dort vorab errichteten Stahlunterkonstruktion verbunden.

Langjährige Erfahrungen der chinesischen Gießerei in der Umsetzung von großvolumigen Skulpturen gepaart mit traditioneller deutscher Handwerkskunst und technischem Know-how „made by Strassacker“, war schon bei der Entwicklung des Originalmodells im Maßstab 1:1 gefragt: Denn wegen der riesigen Ausmaße der Skulptur schied die Vergrößerung der 1:16 Vorlage am Computer von vorneherein aus. So mussten sich die Spezialisten auf das traditionelle, sehr aufwändige und komplizierte Verfahren, die Modellvergrößerung anhand von Gitternetzkoordinaten von Hand, besinnen.

Auch beim Zusammenbau der Bronzeteile zum Gesamtkunstwerk waren höchstes kunsthandwerkliches Können und jahrzehntelange Erfahrung notwendig. Schließlich sollte das Ergebnis die im Entwurf angelegte künstlerische und anatomische Perfektion erreichen. Dafür braucht es hervorragend ausgebildete und erfahrene Spezialisten. Deshalb haben die leitenden und erfahrenen Spezialisten von Strassacker die Mitarbeiter der chinesischen Gießerei in den Werkstätten  vor Ort über eineinhalb Jahre intensiv geschult. So vorbereitet wurden von ihnen die rund sieben bis acht Millimeter starken Bronzeelemente kunsthandwerklich bearbeitet und unter der Leitung der Spezialisten von Strassacker zum Gesamtkunstwerk zusammengebaut.

Diese Bronzeelemente, jedes rund 1,5 x 2,5 Meter groß, wurden miteinander verschweißt und sorgfältig ziseliert. Beim Ziselieren arbeiten Kunsthandwerker die gesamte künstlerisch gestaltete Oberfläche mit Ziseliereisen und –meißeln, Feilen, Schabern, Schleif- und Polierwerkzeugen nach. Diese aufwendige Feinarbeit ist notwendig, um jegliche Verbindungslinien und Schweißnähte unsichtbar werden zu lassen und bringt die künstlerischen Details der Skulptur zur Geltung.

Schließlich wurde dem monumentalen Werk durch das Patinieren die finale künstlerische Anmutung für das Gesamtkunstwerk verliehen. Diese spezielle Technik der Metallveredelung nimmt die natürliche Oxidation der Bronze vorweg und verleiht der Skulptur eine einzigartige, charakteristische, edle Anmutung. Für Pegasus & Dragon wurde eine antike Patina mit einem bräunlichen Grundton und grünen Nuancen umgesetzt.

Ein sehr wichtiger Meilenstein beim Aufbau der Skulptur war die Montage von Kopf und Flügeln auf dem bereits errichteten Körper des Pegasus. Um die zwischen 45 und 60 Tonnen schweren Bauteile in die endgültige Höhe von rund 33 Meter anzuheben, wurde einer der größten Schwerlastkräne der Welt eingesetzt.

Text und Foto: Ernst Strassacker GmbH & Co. KG

01.02.2015


Scheckübergabe an Kinderzentrum im Kloster Maulbronn

Ein großer Scheck für eine gute Sache: Am 9. Dezember haben im Infozentrum des UNESCO-Denkmals Kloster Maulbronn Vertreter der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und der Brenz Band dem Maulbronner Kinderzentrum einen Scheck überreicht. Dabei handelt es sich um die Einnahmen aus dem mitreißenden Konzert der Brenz Band am 10. Oktober.

Schulterschluss kommt Kinderzentrum zugute

Begonnen hat alles mit dem Konzert der Brenz Band aus Ludwigsburg im Laienrefektorium des Klosters Maulbronn im Oktober. Während die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg von vornherein ihren Teil der Einnahmen schon dem Kinderzentrum Maulbronn gewidmet hatten, fließt der Anteil der Musiker normalerweise in eigene Sozialprojekte der Brenz Band. Wie immer war der Eintritt frei und das Publikum zu reichlichen Spenden aufgerufen. Und an diesem Oktoberabend war die Stimmung in Kloster Maulbronn so überzeugend, dass die Bandmitglieder noch während des gut besuchten Auftritts beschlossen, die Staatlichen Schlössern und Gärten bei der guten Tat zu unterstützen. Der Schulterschluss hilft dem Maulbronner Kinderzentrum jetzt doppelt, das mit den gesamten Spendeneinnahmen bedacht wird.

Freudiger Anlass im Kloster
Bei manchen Gelegenheiten trifft man nur auf Gewinner: So ein Termin war die Scheckübergabe am 9. Dezember, im Informationszentrum des Kloster Maulbronn. Um 11.00 Uhr händigten die Stifter den Scheck mit den gesamten Konzerteinnahmen an Pfarrerin Sabine Leibbrandt aus vom Kinderzentrum aus. Für die Staatlichen Schlösser und Gärten übernahm Geschäftsführer Andreas Falz die angenehme Aufgabe, für die Brenz Band war es Gerhard Ruhl, Dekan im Ruhestand und seit langem eines der Mitglieder der Band.

Die BRENZ BAND im UNESCO-denkmal

Nicht umsonst hat die Brenz Band von der UNESCO die Auszeichnung „Künstler für den Frieden“ erhalten. „Auch deswegen haben wir uns ganz besonders gefreut, dass die Musiker zu uns ins UNESCO-Denkmal kamen, um den Abschluss unseres Jubiläumsjahres mit uns zu feiern“, sagt Peter Braun, der Leiter der Klosterverwaltung. In Maulbronn konnte man 2014 feiern, dass das einstige Zisterzienserkloster vor 20 Jahren in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. „Der Abend mit der Brenz Band war im Jubiläumsprogramm der Staatlichen Schlösser und Gärten nochmals ein absoluter Höhepunkt,“ ordnete Geschäftsführer Andreas Falz das Konzert ein: „Und dass Brenz Band und Staatliche Schlösser und Gärten gemeinsam für das Maulbronner Kinderzentrum spenden, ist ein schönes Weihnachtsgeschenk zum Abschluss des großen Jubiläums“. Die Brenz Band steht für den Brückenbau zwischen Arm und Reich, behinderten und nichtbehinderten Menschen. Ihre Musiker im Alter von 16 bis 83 Jahren, von denen die Hälfte selbst eine körperliche oder geistige Einschränkung hat, spielen Akkordeon, Ziehharmonika, Schlagwerk, Dudelsack und andere Instrumente. Sie spielen in Gefängnissen genauso wie in Palästen und sind mittlerweile auf der ganzen Welt auf Tour.

Service

Kloster Maulbronn, Klosterhof 5, 75433 Maulbronn,
Telefon +49(0)70 43.92 66-10 / Telefax +49(0)70 43.92 66 -11
info@kloster-maulbronn.de.
www.kloster-maulbronn.de
www.schloesser-und-Gaerten.de

Bild und Text: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Presse

11.12.2014


alla hopp! – Auf geht’s: In Schwarzach beginnen die Planungen der alla hopp!-Anlage

Schwarzach-  Es kommt Bewegung nach Schwarzach. Mit einer wehenden Fahne und der Übergabe einer Federbank läuten Dietmar Hopp Stiftung und Gemeinde den Beginn der Planungsphase der alla hopp!-Anlage in Schwarzach ein.

Schwarzachs Bürgermeister Theo Haaf sagte zu dem freudigen Ereignis „alla hopp! ist in Schwarzach inzwischen in aller Munde. Die ganze Gemeinde freut sich auf die Umsetzung dieser großartigen Idee der Dietmar Hopp Stiftung. Bereits beim Freudenfeuer Ende Juni wurde sichtbar, welche Unterstützung das generationsübergreifende Projekt bei den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde erfährt. Die ersten Kontakte mit den beteiligten Fachbüros sind bereits sehr konstruktiv und professionell angelaufen, ich bin mir deshalb sicher, dass die Begegnungsanlage ein riesen Erfolg und eine Bereicherung für die gesamte Region wird.“.

Im Rahmen ihrer bisher größten Förderaktion stiftet die Dietmar Hopp Stiftung 18 Bewegungs- und Begegnungsanlagen in der Metropolregion. Das gesamtheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde von Experten entwickelt, um den Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen die Möglichkeit zu bieten, sich kostenfrei und nach Lust und Laune bewegen, fit halten und erholen zu können. Außerdem soll sie Jung und Alt dazu ermuntern, ihre Freude an Bewegung miteinander zu teilen.

Katrin Tönshoff, Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung, erklärte mit sichtlicher Freude über die nun beginnenden Planungen in Schwarzach: „Das Angebot der alla hopp!-Anlagen richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Uns ist wichtig, dass die Anlage von den Menschen genutzt wird. Daher legen wir bereits bei der Planung großen Wert auf die Umsetzung unseres partizipativen Ansatzes. Dass die Menschen vor Ort Teil haben und Teil nehmen liegt uns am Herzen. Wir freuen uns daher sehr über die positive Resonanz aus Schwarzach und vor allem auch über den Einsatz der Behinderteneinrichtung "Schwarzacher Hof" der Johannes Diakonie Mosbach. Toll, dass es eine Dienstleistungsgruppe zur Pflege der alla hopp!-Anlage geben wird, die, ganz im Sinne von alla hopp!, auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bietet, sich einzubringen.“.

Die alla hopp!-Anlage bietet in der Umsetzungsphase und besonders nach der Fertigstellung eine Möglichkeit die Dienstleistungsgruppen aktiv zu beteiligen und z.B. bei der notwendigen Landschafts- und Anlagenpflege Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung sinnvoll zu beschäftigen. Ein Team besteht meist aus einem Arbeitserzieher und 4 bis 6 Personen unter Anleitung.

Auch der Leiter der Schwarzacher Werkstätten, Herr Michael Werner, mit einer Dienstleistungsgruppe nahm an der Veranstaltung teil.

Der Planer Michael Hink, der unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen den Jugendtreffpunkt und den naturnahen Spiel- und Bewegungsplatz gestaltet, wurde zudem vorgestellt.

Als sichtbares Symbol für den Beginn der Planungen wurde gemeinsam eine Fahne gehisst und die Dietmar Hopp Stiftung überreichte der Gemeinde eine so genannte „Federbank“. Die Federbank, die durch ihre ausgefallene Bauart nicht nur zum Sitzen, sondern auch zum Bewegen einlädt, ist durch eine nach hinten klappbare Seitenlehne – ganz im Sinne von alla hopp! – auch für gebehinderte Menschen geeignet. Ab sofort steht sie „Am Markt 2“ für ein erstes Ausprobieren bereit.

Die Bank ist eines der wiederkehrenden Elemente, die auf allen alla hopp!-Anlagen zu finden sein werden und nach Abschluss der Bauarbeiten auch in die hiesige Anlage in der Tonwerkstraße in Unterschwarzach integriert wird.

Insgesamt 127 Kommunen aus der Metropolregion hatten sich bei der Dietmar Hopp Stiftung beworben. Dass Schwarzach zu den 18 begünstigten Kommunen gehört, wurde am 05. Juni 2014 im Mannheimer Luisenpark bekannt gegeben. Eine erste Pilotanlage wird derzeit in Schwetzingen errichtet. Unmittelbar nach der Übergabe beginnt die Planungsphase der alla hopp!-Anlage in Schwarzach – damit gehört Schwarzach zu den ersten Gemeinden, in denen ein solcher Bewegungsraum entsteht. Mit dem Bau soll bereits im April 2015 begonnen werden. Die Fertigstellung und Eröffnung der Anlage ist im Oktober 2015 geplant.

Informationen zu der Aktion und den 18 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

29.11.2014


Anordnung des Verkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Zulassungsbehörde im Rhein-Neckar-Kreis darf vorerst keine Kurzzeitkennzeichen im elektronischen Verfahren vergeben – Dem Landkreis wurde angeraten, die vom Ermittlungsverfahren betroffenen Mitarbeiter vorerst nicht mehr im Zulassungswesen einzusetzen

Stuttgart- Aufgrund eines Ermittlungsverfahrens gegen zwei Mitarbeiter der Zulassungsbehörde des Rhein-Neckar-Kreises in Wiesloch hat das Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe im Rahmen der Fachaufsicht veranlasst, dass die in der Zulassungsbehörde praktizierte Vergabe von Kurzzeitkennzeichen sofort vollständig eingestellt wird. Dies teilte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) am 28. November 2014 in Stuttgart mit.

Es besteht nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen der Verdacht, dass die Aufsichtsbehörden über die Einhaltung von fachaufsichtlichen Weisungen getäuscht wurden. Als die Aufsichtsbehörden im Mai 2014 erfahren hatten, dass gegen die Betreiber von Zulassungsdiensten ermittelt wird, wurde der Rhein-Neckar-Kreis zur Verhinderung weiteren Missbrauchs bereits angewiesen, Kurzzeitkennzeichen nur noch nach Vorlage von Originalausweisdokumenten zuzuteilen. Bei der unangekündigten Kontrolle, die das Regierungspräsidium Karlsruhe anschließend durchgeführt hat, gab es keinen Grund zur Beanstandung, denn den Mitarbeitern des Regierungspräsidiums wurden entsprechende Originalausweisdokumente vorgelegt. Auch die Anzahl der im elektronischen Verfahren zugeteilten Kurzzeitkennzeichen reduzierte sich um ca. 90 Prozent. Daher gab es für die Aufsichtsbehörden zunächst keine Anhaltspunkte dafür, dass die Weisung nicht befolgt würde.

Dem Landkreis, dem die Organisationshoheit zusteht, wurde dringend angeraten, die beschuldigten Mitarbeiter bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr im Zulassungswesen einzusetzen. Die Aufsichtsmaßnahmen und Kontrollen werden aufgrund der neuen Erkenntnisse und Vorwürfe nun noch weiter verschärft. Das Ministerium ergreift gemeinsam mit dem Regierungspräsidium wie bisher alle Maßnahmen, die die Fachaufsicht bietet. Die für das Verfahren zuständige Ermittlungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft Mannheim. Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Pressestelle

28.11.2014


Präventionsmaßnahmen gegen Falschfahrer

Minister Hermann: Baden-Württemberg in der Prävention von Falschfahrten bundesweit vorn

Stuttgart- Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, besuchte am 24. November 2014 im Rahmen der baden-württembergischen Maßnahmen gegen Falschfahrer, die Anschlussstelle Esslingen an der A 8. Dort wurden nicht nur die vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur angeordneten Markierungspfeile gegen unbeabsichtigte Falschfahrten aufgebracht, sondern auch die ganze Anschlussstelle nach einem Muster der Bundesanstalt für Straßenwesen neu markiert und beschildert.

„Die geänderte Markierung weist den Verkehrsteilnehmern den richtigen Weg auf die Autobahn. Sie signalisiert außerdem falsch abgebogenen Fahrern ‚Hier bin ich falsch!‘ Wir sind uns aber dessen bewusst, dass nur die Kombination aller Maßnahmen einen wirksamen Beitrag zum Schutz vor unfreiwilligen Falschfahrten leisten kann“, so Minister Hermann. 

Landesweit wurden alle Anschlussstellen und Rastanlagen im Zuge der Bundesautobahnen und zweibahnigen Bundesstraßen mit der neuen Markierung ausgestattet. Außerdem wurden alle Anschlussstellen und Rastanlagen überprüft und gegebenenfalls in der Beschilderung ergänzt.

Einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zufolge beginnen ca. 40-50 % aller Falschfahrten an Autobahnanschlussstellen. Nach Überprüfung der Beschilderung und Ergänzung der Markierungen wird das Risiko irrtümlicher Falschfahrten minimiert. „Nach Umsetzung der Maßnahmen liegt Baden-Württemberg in der Prävention von Falschfahrten bundesweit vorn“, zeigte sich Minister Hermann, anlässlich der Fertigstellung der Maßnahme bei Esslingen, die die letzte einer landesweiten Markierungsinitiative war, zufrieden.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

26.11.2014


10 Millionen Euro investiert: Elektror weiht neue Produktionshalle in Waghäusel ein

Die Außenansicht der 3.600 Quadratmeter großen Halle am Abend der EröffnungsfeierProduktinnovationen und kontinuierliche Qualitätssteigerungen halten Elektror seit Jahren auf Wachstumskurs

Waghäusel- Die Elektror airsystems gmbh hat heute eine neue Produktionshalle für Ventilatoren und Seitenkanalverdichter eingeweiht. Das Unternehmen investierte rund 10 Millionen Euro in den Erweiterungsbau und dessen Maschinen und Anlagen.

„Wir wachsen immer weiter und ich bin stolz auf das, was wir geschafft haben: ein modernes Produktionszentrum, das nicht nur unseren Produkten einen weiteren Qualitätssprung verschafft, sondern auch energieeffizient konzipiert ist“, Ulrich Kreher (Geschäftsführer).

Erweiterungsbau ist auf Wachstum ausgelegt

Die neue, rund 3.600 Quadratmeter große, Fertigungshalle wird für die steigende Produktion von Nieder- bis Hochdruckventilatoren, Förderventilatoren, Seitenkanalverdichter und die neue Serie der Edelstahlventilatoren genutzt.

Die neue Produktionshalle von Innen: hell, modern und mitarbeiterfreundlichUm auch künftig für steigende Nachfrage gerüstet zu sein, ist die Halle so geplant, dass sie schrittweise erweitert werden kann. Am Standort Waghäusel kann die Produktionsfläche in der Zukunft somit vervierfacht werden. Mit dem neuen Erweiterungsbau kann eine Produktivitätssteigerung von bis zu 30% in den kommenden Jahren realisiert werden.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA konzipiert. Anforderungen für den Neubau waren die Optimierung der Logistikwege, effiziente Produktion, mitarbeiterfreundliche Arbeitsplätze und nachhaltiges Energiemanagement.

Grüner“ Neubau spart Energie

Auch in Sachen Umweltschutz ist Elektror und die neue Produktionshalle ein Vorbild:

Auf dem Dach der Halle sorgt eine Photovoltaikanlage für die Stromgewinnung. Zusätzlich ist die Halle mit einem Blockheizkraftwerk verbunden. Eine stromsparende LED-Beleuchtung passt sich automatisch an die täglichen Lichtverhältnisse von Außen an.

Die Produktionshalle ist offiziell eröffnet. Von links nach rechts: Franz Longin (Vorsitzender des mmb-Stiftungsrates), Markus Fuchs (Betriebsleiter Standort Waghäusel) und Ulrich Kreher (Geschäftsführer Elektror).Einweihungsfeier ein voller Erfolg

An der offiziellen Einweihungsfeier nahmen rund 160 Gäste teil, darunter Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler und der Vorsitzende des Rates der mmb-Stiftung, Franz Longin.

Bei der Eröffnungsrede sprach Walter Heiler seinen Dank an Elektror aus: „Ich bin froh, dass Elektror den Standort Waghäusel gewählt hat. Danke an die Firma Elektror, dass sie unserer Jugend eine Perspektive in Form von Ausbildung und Studium gibt.“

Nach dem offiziellen Teil der Feier, wurde unter dem Motto „O’zapft is“ der inoffizielle Teil eingeläutet. Die Feier-Location im alten Teil der Halle war im Oktoberfest-Stil dekoriert. Einige der Gäste erschienen mit Dirndl oder Lederhosen. Mit Musik, gutem Essen und gelassener Stimmung klang der Abend aus.

Über die Elektror airsystems gmbh

Elektror ist einer der international führenden Hersteller auf dem Gebiet der Radialventilatoren, Axialventilatoren und Seitenkanalverdichter. Die verwendeten Werkstoffe Aluminiumguss, Stahl und Edelstahl sowie der sehr breite Leistungsbereich ermöglichen den Einsatz von Elektror-Produkten in zahlreichen industriellen lufttechnischen Prozessen. Kundenindividuelle Lösungen und kompetente Beratung stellen hierbei eine der Kernkompetenzen von Elektror dar.

Elektror beschäftigt heute im Stammhaus in Ostfildern (Landkreis Esslingen), an zahlreichen internationalen Vertriebsstandorten sowie an den Produktionsstandorten Waghäusel (D) und Chorzów (PL) rund 250 Mitarbeiter.

Aufgrund der umfassenden Einsatzmöglichkeiten von Luft ist Elektror in nahezu allen Branchen der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes vertreten. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in folgenden Branchen: Absaugungs-, Trocknungstechnik, Nahrungs-/Genussmittelindustrie, Kälte-/Klima-/Wärme- und Wassertechnik, Umwelttechnik, Fördertechnik, Textilindustrie, Verpackungstechnik und Druckindustrie.

Durch die exakt aufeinander abgestimmten Prozesse ist Elektror in der Lage, alle Standardprodukte innerhalb von 5 Tagen nach Auftragseingang auszuliefern. Kundenspezifische Ausprägungen werden innerhalb von 15 Tagen geliefert. Damit setzt Elektror Maßstäbe innerhalb seiner Branche.

Text und Foto: Elektror airsystems gmbh

10.11.2014


Welcome Center Rhein-Neckar

Internationale Fachkräfte sind in der Region Rhein-Neckar herzlich willkommen und haben künftig eine neue Anlaufstelle!

Hockenheim- Das „Welcome Center Rhein-Neckar“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Mannheim und Heidelberg sowie des Rhein-Neckar-Kreises. Das Welcome Center ist am Standort Rhein-Neckar-Kreis ein Projekt für alle 54 Kommunen des Landkreises gleichermaßen. Mit dem Ansatz eines Flächenkonzepts werden Sprechstunden für internationale Fachkräfte in allen großen Kreisstädten angeboten. Die Sprechstunden können nach vorheriger Terminvereinbarung mit Standortleiter Danyel Atalay an folgenden Orten stattfinden: Rathaus Hockenheim, Kurpfalz-Centrum Leimen, VHS Schwetzingen, Rathaus Sinsheim, Rathaus Walldorf, Schloss Weinheim, Rathaus Wiesloch.

Der Beratungsservice für internationale Fachkräfte basiert damit auf einer engen Kooperation zwischen der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises, den kommunalen Wirtschaftsförderungen und der VHS. Für den Beratungsservice bei kleinen und mittleren Unternehmen sind Vor-Ort-Gespräche vorgesehen. „Das mobile Welcome Center Rhein-Neckar richtet sich mit seinen vielen Vorortpräsensen zum einen an kleine und mittlere Unternehmen im Rekrutierungsprozess internationaler Fachkräfte. Zum anderen unterstützt diese Einrichtung aktiv und umfassend Unternehmen, die bereits internationale Fachkräfte beschäftigen. Dies ist gelebte Wirtschaftsförderung. Ganz besonders freue ich mich, dass wir dieses Angebot in der Fläche zusammen mit den Oberzentren anbieten können“, begrüßt Landrat Stefan Dallinger das Serviceangebot des Welcome Centers Rhein-Neckar.

Service für internationale Fachkräfte

Das „Welcome Center Rhein-Neckar“ wird künftig neu zugewanderte internationale Fachkräfte und deren Familien bei Ihren ersten Schritten in der Region begleiten und aktiv unterstützen. Ausländische Neubürger erhalten rund um die Themen Arbeit und Leben in der Region eine umfassende Beratung, um einen guten Start zu erleichtern. Das beginnt bei Informationen zu Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen und geht bis hin zu Fragen zur Wohnungssuche, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Deutschkursen.

Service für kleine und mittlere Unternehmen

Der zweite Baustein des Projektes richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die ausländische Fachkräfte gewinnen oder diese bei ihrem „Ankommensprozess“ vor Ort unterstützen möchten. Das „Welcome Center Rhein-Neckar“ richtet sich gezielt an KMU, die oftmals keine ausreichenden Ressourcen für die Gewinnung und Einarbeitung von Personal, insbesondere aus dem Ausland, haben.

„Fachkräfte sind entscheidend für die Innovation und Wachstumsfähigkeit unserer Wirtschaft“ sagte Minister Dr. Nils Schmid anlässlich des offiziellen Startschusses am 25. Juli 2014. „Mit dem neuen Welcome Center möchten wir mehr internationale Fachkräfte für die Region Rhein-Neckar und ihre Unternehmen begeistern und die Willkommenskultur in unserer Gesellschaft fördern.“ Das Finanz- und Wirtschaftsministerium unterstützt das Welcome Center Rhein-Neckar aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit einer Anstoßfinanzierung für das Jahr 2014 mit 152.000 Euro.

An wen können sich kleine und mittlere Unternehme sowie internationale Fachkräfte bei Interesse wenden?

Standortleitung Rhein-Neckar-Kreis

Wirtschaftsförderung Rhein-Neckar-Kreis

Danyel Atalay, M.A.

Tel: +49 (0) 6221-522-2166

E-Mail: welcome@rhein-neckar-kreis.de

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Presse

05.09.2014


Wir sind alla hopp!: Manuel Stich ist das fünfte Mitglied im Team

Metropolregion Rhein Neckar/Rülzheim-  „Wenn ich meine Laufschuhe an habe, geht’s los.“ Manuel Stich sagt diesen Satz und der Zuhörer möchte sich im selben Moment ebenfalls die Senkel schnüren und mitlaufen. Der junge Mann aus Rülzheim lebt diesen Sport, knapp 40 Kilometer spult er durchschnittlich pro Woche runter. Dabei beschränkt er sich aber nicht auf die eigene Aktivität, sondern überträgt den Laufvirus an wen er nur kann. An Tagen, an denen er nicht zum Laufen komme, sei er unerträglich, gesteht er. „Zum Leidwesen meiner Freundin.“ Dass sein Heimatort zu den 18 begünstigten Kommunen gehört, die eine alla hopp!-Anlage erhalten, empfindet der passionierte Läufer als großes Glück.

Steckbrief: Manuel Stich

Name: Manuel Stich
Wohnort: Rülzheim
Geburtsort: Speyer
Geburtsdatum: 9. Oktober 1993
Sportarten: Leichtathletik, Rennrad
Meine Motivation: „Der Sport nimmt mir den Stress, der sich im Alltag aufbaut. Er ist wie ein Ventil zum Druckablassen.“

Seit seinem vierten Lebensjahr ist Manuel Stich bei der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Rülzheim aktiv. Als Elfjähriger kam der Mittelstreckenspezialist in die Leistungssportgruppe, trainierte fünf Mal die Woche und wurde unter anderem Pfalzmeister über 1.000 Meter. Doch es waren weniger die Erfolge, die ihn antrieben, sondern sein Trainer Edmund „Ede“ Hamburger, der für Manuel Stich so etwas wie ein Ziehvater war und nicht nur die Liebe zum Laufen, sondern auch für den Verein entfachte.

Im Alter von 14 Jahren war für Manuel Stich allerdings Schluss mit Leistungssport. „Das war ein schleichender Prozess“, beschreibt er die Schmerzen, die ihn immer mehr plagten und sich als Knochenhautentzündung entpuppten. 2006 bestritt er seinen letzten Wettkampf, aber ganz aufzuhören kam nicht in Frage. Also schlug Stich die Trainer-Laufbahn ein, übernahm als jüngster lizensierter Übungsleiter der LG erst eine Jugend- und schließlich eine Leistungsgruppe und zwar ehrenamtlich, fünf Mal die Woche. Als er 2013 an der DHBW Karlsruhe den Studiengang „Steuern und Prüfungswesen“ startete, wurde die Zeit-Hürde immer höher und er musste dieses Amt niederlegen. „Ich wollte so lange wie möglich weitermachen, aber irgendwann konnte ich dieses Pensum nicht mehr leisten“, sagt Stich, der sich allerdings einen Alltag ohne „seine“ LG nicht vorstellen kann und daher kurzerhand den Fitnesskurs „Body Fit“ ins Leben rief.

„Meine Intention war es, Jüngere und Ältere im Verein zusammenzubringen“, erklärt Stich, der acht Wochen lang freitags eine 30-köpfige Gruppe im Alter zwischen 16 und 55 Jahren begrüßte. Eineinhalb Stunden Krafttraining, „Lauf-ABC“ sowie Koordination und Stabilisation standen dann auf dem Programm. „Das hatte Fortgeschrittenen-Niveau, wir haben regelmäßig im 180-Puls-Bereich trainiert.“

Die LG Rülzheim ist seitdem um ein attraktives Angebot reicher, für den nächsten Kurs sind erneut zahlreiche Anmeldungen eingegangen und auch die generationenübergreifende Kommunikation habe hervorragend geklappt, bestätigt Stich. „Ich habe das Auseinanderdriften von Jung und Alt in unserem Verein sehr bedauert und freue mich umso mehr, dass wir diese Lücke mit gemeinsamem, leistungsorientiertem Training ein Stück weit geschlossen haben!“

In seine sportliche Zukunftsplanung passt es daher optimal, dass nun auf dem Rülzheimer Festwiesengelände im Rahmen der Förderaktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung eine generationenübergreifende Bewegungs- und Begegnungsanlage entsteht. „Das Areal befindet sich am Waldrand, eine solche Anlage ist die perfekte Ergänzung zum Lauftraining“, sagt Stich und fügt hinzu: „Ich werde sie definitiv für meinen Kurs nutzen!“ Vor allem das Modul „Bewegungsparcours für Jedermann“ mit ausgewählten Fitnessgeräten wird sich dazu hervorragend eignen.

Doch es ist nicht nur dieses neue Bewegungsangebot, das seinen Body-Fit-Kurs abrundet, auf das sich Manuel Stich freut. „Rülzheim ist eine sportliche Gemeinde. Durch alla hopp! entsteht ein Treffpunkt für die Vereine untereinander, die Gemeinschaft wird gefördert, junge und ältere Mannschaften werden zusammen mehr Sport treiben.“ Auch aus den benachbarten Ortschaften Bellheim, Kuhardt oder Hördt erhofft er sich regen Zulauf. „Die Anlage kann auch in Kombination mit unserem Badesee oder der Skaterbahn genutzt werden, da lohnt sich der Weg auch für Sportler, die von außerhalb kommen.“

Früher, so Stich, sei er auch mal gerne aufs Rennrad gestiegen oder ins Fitness-Studio gegangen. Aber bei keiner anderen Sportart könne er so gut abschalten wie beim Laufen in der freien Natur. Motivationsprobleme kennt er nicht, seine Kursteilnehmer dadurch auch nicht. „Es ist einfach eine Frage, wie man die Menschen anpackt und mitnimmt.“ Das Gefühl, abends auf der Couch zu liegen und zu spüren, dass man Sport getrieben hat, sei einfach zu schön. Da spielt auch die Tages- und Jahreszeit keine Rolle. Laufschuhe anziehen – und dann geht’s los!

Text und Foto: Dietmar Hopp Stiftung

Das Pilotprojekt Schwetzingen

Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, wird die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage errichten. Die Anlage wird sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee befinden, und als Modell für die weiteren 18 Anlagen dienen.

Mit dem Bau soll noch im Herbst 2014 begonnen werden, die Fertigstellung der Pilotanlage ist für 2015 geplant.

26.08.2014


Vollack veranstaltet Oldtimer Ausfahrt zugunsten der Ludwig Guttmann Schule

Frank Gerlinger (Vorsitzender des Fördervereines der Ludwig Guttmann Schule, Kronau), Jürgen Hess (Bürgermeister von Kronau), Simone Ganz ( Schulleiterin der Ludwig Guttmann Schule, Kronau), Claudius Uiker (Partner Firma Vollack) Frank Gerlinger (Vorsitzender des Fördervereines der Ludwig Guttmann Schule, Kronau), Jürgen Hess (Bürgermeister von Kronau), Simone Ganz ( Schulleiterin der Ludwig Guttmann Schule, Kronau), Claudius Uiker (Partner Firma Vollack)

Karlsruhe/Kronau-  Sie bieten einen schönen Anblick und tun zugleich etwas Gutes: Am vergangenen Samstag begaben sich zirka 30 Oldtimer – darunter ein Rolls Royce, ein Triumph TR 4, ein Austin Healey, mehrere Käfer Cabrio – auf eine attraktive Rundfahrt von Kronau über Speyer bis in die Pfalz. Teilnahmegebühren und Spenden kommen vollständig der Außenstelle Kronau der Ludwig Guttmann Schule Karlsbad, Schule für Körperbehinderte, zugute. Veranstalter der Oldtimer Klassik Ausfahrt ist Vollack, der Karlsruher Spezialist für methodische Gebäudekonzeption.

Im geliebten Oldtimer mit Gleichgesinnten eine Ausfahrt zu machen und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun – mit dieser Idee begeisterte Vollack Kunden und Partner des Unternehmens 2013 im Rahmen seines 25-jährigen Jubiläums. Während im vergangenen Jahr der Schwarzwald als Ausflugsziel lockte, stand 2014 die Pfalz auf dem Programm. Nach dem Start in Kronau an der Außenstelle Kronau der Ludwig-Guttmann Schule ging es über Speyer und Schifferstadt weiter nach Grünstadt, Gönnheim, Wachenheim, Forst, Deidesheim, Neustadt/Weinstraße, Edenkoben, Landau und Klingenmünster bis zum St. Anna Weingut in Burrweiler.

Spendenübergabe vor Start

Bevor sich die Oldtimerkolonne in Bewegung setzte, übergab Vollack Partner Claudius Uiker die Spende in Höhe von ca. 2000 Euro an Simone Ganz, Leiterin der Außenstelle der Ludwig Guttmann Schule in Kronau. Vollack organisierte und finanzierte die Veranstaltung und führte die Teilnehmerbeträge und Spenden der Sponsoren komplett der Schule als Unterstützung zu.

Die Ludwig Guttmann Schule hat in Kooperation mit der Erich Kästner Schule Kronau, einer Grund- und Werkrealschule, ein einzigartiges Modell geschaffen. Jede Klasse der Ludwig Guttmann Schule arbeitet mit einer Kooperationsklasse der Erich Kästner Schule zusammen. Dabei werden möglichst viele Unterrichtsangebote geschaffen, in denen Schülerinnen und Schüler – entsprechend ihrer unterschiedlichsten körperlichen und kognitiven Lernvoraussetzungen – gemeinsam lernen können. „Der pädagogische Ansatz dieser Schule wie Kinder und Jugendliche mit handicap in die Gesellschaft integriert werden, beeindruckt uns nachhaltig“, sagt Claudius Uiker. „Deshalb wollen wir die Schule auch in diesem Jahr weiter unterstützen.“

Ausbau des Außenbereichs fördert Kommunikation

Im vergangenen Jahr hatte die Schule die Spende genutzt, um mit dem Bau eines Spielplatzes zu beginnen, dieses Projekt soll jetzt fortgeführt werden. Der Spielplatz wird in Eigenleistung der Außenstelle Kronau der Ludwig Guttmann Schule und der kooperierenden Erich Kästner Schule mit Schülern, Eltern, den Kollegien und Freunden der Schulen erstellt. Auch am heutigen Samstag zeigen die Eltern auf dem Schulgelände vollen Einsatz. „Wir wollen die diesjährige Spende einsetzen, um das Angebot für die Kinder weiter auszubauen. Deshalb sind wir über die erneute Unterstützung durch Vollack sehr glücklich und dankbar“, sagt Simone Ganz. Sie freut sich besonders darüber, dass die Tour dieses Jahr in Kronau startet und alle Fahrer sehen können, wofür sie spenden.

Mit einem Team von 270 Mitarbeitern, davon 150 Architekten und Ingenieuren, ist Vollack Spezialist für die methodische Entwicklung, Planung und Realisierung sowie Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude im Bereich Büro, Industrie, Gesundheit. Genau zugeschnitten auf den Bedarf und die Prozesse der Bauherren entstehen nach der Phase NULL® Arbeitswelten mit Alleinstellungscharakter. Dezentral organisiert unterstützt Vollack Auftraggeber bundesweit an mehreren Standorten und international, indem Bauherren ins Ausland begleitet werden. Kundenindividuelle Lösungen für die stetige Optimierung ihres Geschäfts machen Vollack zu einem langjährigen Wegbegleiter namhafter Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen. In einer eigenen Akademie mit Tagungszentrum bilden sich die Mitarbeiter für gegenwärtige und zukünftige Aufgaben weiter.

Text und Foto: Vollack GmbH & Co. KG

26.05.2014


„Helfen ist für mich eine Herzensangelegenheit“

Dietmar Hopp bekommt den Deutschen Stifterpreis

Hamburg- Der Stifter und Mäzen Dietmar Hopp ist heute vom Bundesverband Deutscher Stiftungen mit dem 15. Deutschen Stifterpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist eine der europaweit höchsten Auszeichnungen im Stiftungswesen. Die Verleihung erfolgte vor rund 1.000 Gästen in der Hamburger Laeiszhalle während des Deutschen Stiftungs-Tages 2014.

„Ich fühle mich geehrt und bedanke mich für die Auszeichnung. Die Unterstützung von Jugendsport, von medizinischen Forschungsprojekten sowie von Bildungsprojekten und sozialen Organisationen in meiner Heimatregion ist mir ein Herzensanliegen. Die Auszeichnung ist ein Ansporn für mich, die Stiftungsarbeit mit ganzer Kraft fortzuführen. Und mir ist daran gelegen, auch Andere zu sozialem Engagement zu ermuntern“, sagte Dietmar Hopp. Rund 400 Millionen Euro hat seine Stiftung bis heute für gemeinnützige Zwecke in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung ausgeschüttet. Sie ist mit einem Vermögen von 4,5 Milliarden Euro eine der größten deutschen Stiftungen. Bei seinem Engagement hat der heimatverbundene Preisträger besonders die Metropolregion Rhein-Neckar im Blick. Die vielen und vielfältigen Förderprojekte seiner Stiftung kommen Menschen aller Generationen zugute: Sportvereine profitieren von den Spenden der Stiftung ebenso wie Kindergärten, Schulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen bis hin zu Seniorenheimen und Hospizvereinen.

„Danke, dass Sie mit Ihrer Stiftung und Ihrem Engagement Menschen motivieren und Mut machen und damit unser Land auf vielfältige Weise entscheidend mitgestalten“, sagte Laudator Prof. Dr. Wilhelm Krull, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, bei der Preisverleihung. Hopp, der sich selbst die Maxime „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“ gegeben hat, zeichne ein herausragendes und vorbildliches stifterisches Engagement aus.

Als prominenter Gast war Fußball-Legende und Stifter Franz Beckenbauer in die Hamburger Laeiszhalle gekommen. Dem „Kaiser“ war es ein besonderes Anliegen, die Ehrung seines langjährigen Freundes Hopp mitzuerleben. „Dietmar Hopp tut Gutes. Für ihn ist das ganz selbstverständlich – und er ist dabei sehr großzügig“, sagte Franz Beckenbauer. Der Fußball-Weltmeister von 1974 (als Mannschaftskapitän) und von 1990 (als Nationaltrainer) ist seit 1982 selbst Stifter.

Vita und stifterisches Engagement von Dietmar Hopp
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 400 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Stiftung fördert auf Antrag gemeinnützige Projekte in den vier Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Darüber hinaus initiiert die Dietmar Hopp Stiftung eigene Förderaktionen. Die neueste Aktion will unter dem Titel alla hopp! alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 18 Kommunen der Region im Gesamtwert von 40 Millionen Euro.

Hopp, geboren 1940, studierte Nachrichtentechnik (Informatik) an der Universität Karlsruhe (TU). Er begann seine berufliche Karriere 1966 als Systemberater bei IBM in Mannheim. 1972 gründete er mit vier IBM-Kollegen die Firma „Systemanalyse und Programmentwicklung“, die heutige SAP AG. 1998 ging SAP an die Börse und Dietmar Hopp wurde Vorstandsvorsitzender. Zuletzt war er von 1998 bis zu seinem Austritt im Mai 2005 im Aufsichtsrat der SAP AG tätig. Von 1998 bis 2003 war er Vorsitzender des Aufsichtsrates. Seit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft ist Dietmar Hopp Stifter, Sportförderer und Investor. Dietmar Hopp ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Er war früher aktiver Fußballer und Tennisspieler und ist heute passionierter Golfer.

Deutscher Stifterpreis
Der Deutsche Stifterpreis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zählt zu den höchsten Auszeichnungen im europäischen Stiftungswesen. Die gläserne Stele wurde 1994 zum ersten Mal und bis heute insgesamt 15 Mal verliehen. Der Preis ist undotiert.

Deutscher StiftungsTag
Der Deutsche StiftungsTag ist der größte Stiftungskongress in Europa. In diesem Jahr kamen rund 2.000 Stiftungsvertreterinnen und -vertreter vom 21. bis 23. Mai in Hamburg zusammen. Das Thema des diesjährigen Kongresses lautete: „Deutsche Stiftungen: Mitten im Fluss und gegen den Strom“.

Bundesverband Deutscher Stiftungen
Als unabhängiger Dachverband vertritt der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Der größte Stiftungsverband in Europa hat rund 3.900 Mitglieder; über Stiftungsverwaltungen sind ihm mehr als 7.000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit repräsentiert der Dachverband rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 400 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 18 Kommunen der Region im Gesamtwert von 40 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Text und Foto: Dietmar Hopp Stiftung

23.05.2014


Baden-Württemberg fördert Spritsparkurse

Teilnehmer erhalten einen Zuschuss. Minister Hermann: „Wer Geld sparen will, schont gleichzeitig Umwelt und Anwohner“

Stuttgart- Mit der richtigen Fahrweise lässt sich der Verbrauch von Kraftstoff im Alltag um durchschnittlich zehn Prozent und in Einzelfällen um bis zu 30 Prozent senken. „Davon profitieren alle: Die Fahrer haben geringere Ausgaben und Umwelt und Anwohner werden durch weniger Luftschadstoffe belastet. Dazu genügen schon wenige Kniffe“, erklärt Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur. Das Ministerium hat deshalb ein Förderprogramm aufgelegt, das entsprechende Schulungen bezuschusst. Interessierte können sich bei einer Partnerorganisation des Landes anmelden und erhalten dafür einen Nachlass von 30 Euro. Der ADAC und die Landesverkehrswacht bieten diese flächendeckend in Baden-Württemberg an. Darüber hinaus gibt es weitere Einzelanbieter.

Eine Liste und weitere Informationen stehen bereit unter www.spritsparkurs.de

Die Schulungen umfassen u.a. Übungen zum richtigen Schalten – wer zügig beschleunigt und bereits bei 2.000 Umdrehungen den Gang wechselt, fährt deutlich sparsamer. Auch das Verhalten im Straßenverkehr wird analysiert. Eilige Fahrer, die häufig Spuren wechseln und viel abbremsen und beschleunigen gewinnen oft nur wenige Minuten an Zeit. Sie verbrauchen aber bis zu 3 Liter mehr pro 100 Kilometer als Fahrer, die langsamer, aber gleichmäßiger unterwegs sind.

Hier die Kursanbieter:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Presse

19.04.2014


Sepp-Herberger-Stiftung: Verleihung der Sepp-Herberger-Urkunde an den SV Bruchsal

Mannheim- Am gestrigen Freitag (28. März 2014) - dem 117. Geburtstag des Weltmeister-Trainers von 1954 - verlieh die Sepp-Herberger-Stiftung in Mannheim die Sepp-Herberger-Urkunde an zehn Fußballvereine.

Seit ihrer Gründung zeichnet die älteste Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes mit der Urkunde auf Vorschlag der DFB-Landesverbände Fußballvereine für besonderes Engagement aus. In den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein sowie Sozialwerk wurden Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 Euro vergeben.

In der Kategorie „Resozialisierung“ siegte der SV Bruchsal (Badischer Fußballverband).

Strafgefangene zurückgeholt: SV Bruchsal 62 gewinnt Sepp Herberger-Urkunde „Resozialisierung“

Es gibt in Bruchsal bei Karlsruhe eine Justizvollzugsanstalt, und es gibt dort natürlich auch einen Fußball-Verein, den SV Bruchsal 62. Da lag es nahe, dass der 1962 gegründete Verein den von der DFB-Stiftung Sepp Herberger forcierten Gedanken der Resozialisierung von Strafgefangenen konkret aufgegriffen hat.

Turniere in der JVA, an denen der SV Bruchsal teilnahm, gab es schon seit vielen Jahren, Unterstützung mit Material und Spielgerät auch. Aber 2010 kam ein neuer Gedanke dazu: Wie wäre es, wenn Strafgefangene im offenen Vollzug beim SV Bruchsal 62 mitspielen dürften? Gedacht, getan: 2010 wurde der erste Freigänger gefunden, der an zwei Abenden in der Woche beim Verein mittrainieren durfte.

Rüdiger Hochscheidt, der 1. Vorsitzende, erinnert sich: „Natürlich waren nicht alle Mitglieder vorurteilsfrei. Am Stammtisch und auf dem Sportgelände gab es manche Diskussionen. Ein wichtiger Punkt für den Erfolg war konsequentes Handeln. Wenn einer der Freigänger seine Privilegien ausnutzte oder nicht das korrekte Verhalten an den Tag legte, haben wir in Abstimmung mit Wolfgang Stöhr, dem Leiter der offenen Abteilung in der JVA Bruchsal, eine vernünftige Maßnahme festgelegt. Das konsequente Handeln war sehr wichtig für die Akzeptanz im Verein.“

Die Akten sind beeindruckend. Keiner der Strafgefangenen, die im Verein gespielt haben, ist rückfällig geworden. Einer spielt in der 1. Mannschaft und pflegt die Homepage des Vereins. Einige sind in Bruchsal und beim Verein geblieben und so dem Rückfall ins „Milieu“ entgangen. Auch ist ein Ex-Strafgefangener inzwischen Jugendtrainer geworden, ohne dass die Eltern Einwände dagegen erhoben hätten.

Diese Erfolge haben den SV Bruchsal 62 dazu veranlasst, im letzten Jahr eine Kooperation mit der Jugend-Vollzugsanstalt Adelsheim einzugehen. Dort sitzt ein Jugendlicher aus der Nähe des Vereinsgeländes des SV Bruchsal ein, und Direktor Rainer Goderbauer - überzeugt von dem Konzept des SV Bruchsal 62 – erlaubt, dass der Jugendliche zu jedem Spiel abgeholt werden darf. Die circa 100 Kilometer Fahrstrecke werden kosten- und zeitmäßig vom Verein übernommen.

Der Sonntag ist für den Jugendlichen zum Highlight geworden, und deshalb tut er alles, um diesen „Feiertag“ nicht zu gefährden. Aus wenigen Tropfen wird ein Strom. Deshalb hat der SV Bruchsal 62 in der Kategorie „Resozialisierung“ die Sepp Herberger-Urkunde mehr als verdient. www.sv62bruchsal.de 

Text: SID Sportmarketing; Foto: Carsten Kobow

29.03.2014


SCHMIDT Küchenstudio in Waghäusel unterstützt SOS-Kinderdorf

Hilfe ausgebaut: Partnerhäuser spenden für SOS-Einrichtung in Gera

Türkismühle- Wer sich in diesem Jahr im SCHMIDT Küchenstudio in Waghäusel für ein Küchen-Modell entscheidet, der darf sich nicht nur auf ein exquisites Lifestyle-Produkt freuen – nein, der tut auch etwas Gutes. Denn das Küchenstudio in Waghäusel ist dem deutschlandweiten Aufruf der Konzernzentrale gefolgt und unterstützt in diesem Jahr mit jeder verkaufen Küche das SOS-Kinderdorf in Gera. Schon im vergangenen Jahr ließ der fünftgrößte Küchenhersteller Europas dem SOS-Dorf einen Betrag von 10.000 Euro zukommen. Und diese Hilfe wird nun weiter ausgebaut: Jetzt sind auch die Partnerhäuser mit im Boot.

„Wir sind Familie“ – so lautet der Slogan der SOS-Kinderdörfer. Und mit über 400 Fachgeschäften in ganz Europa sieht sich auch SCHMIDT als eine große Familie an. Kein Wunder also, dass sich viele Händler an der Spendenaktion beteiligten. Sie fand in der gesamten Republik Anklang: Von Rendsburg in Schleswig-Holstein bis ins oberbayrische Peißenberg, von Würselen in Nordrhein- Westfalen bis ins saarländische Ensdorf haben sich nahezu alle der insgesamt 46 Partnerhäuser entschlossen, ihren Beitrag zu leisten und bei der Maßnahme mitzumachen. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich SCHMIDT Küchen dafür entschieden hat, unsere bisherige Partnerschaft auszuweiten. Dieses Engagement beweist die soziale Kompetenz des Unternehmens gegenüber der Institution Familie.

Langfristiges Denken, nachhaltiges Handeln und das Wissen um die gesellschaftliche Verantwortung sind Grundsätze, die wir mit SCHMIDT zu 100 Prozent teilen“, betont Katrin Bertold, die Einrichtungsleiterin in Gera.

Seit fast 60 Jahren machen sich die SOS-Kinderdörfer für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von alleingelassenen Kindern stark. Die Wahl zu ihren Gunsten fiel aber auch deshalb, weil es sich hier um das größte unabhängige Sozialwerk Deutschlands handelt. Die Verwendung der Spenden ist äußerst transparent und nicht zuletzt hat der persönliche Eindruck überzeugt. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner besichtigte Caroline Leitzgen verschiedene Einrichtungen.

Vor Ort konnte sich die Marketingleiterin bei SCHMIDT Küchen für das Konzept und das liebevoll gestaltete Dorf in Gera begeistern. Für das Unternehmen mit 80-jähriger Geschichte spielt dabei die Nachhaltigkeit der Vorhaben eine große Rolle. Die Philosophie von SCHMIDT ist ganz klar von diesem Prinzip geprägt.

Das zeigt unter anderem das verliehene NF Umweltsiegel oder die PEFC-Zertifizierung – sie garantiert, dass die überwiegende Mehrheit der Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Durch die zielgerichtete Bündelung der Kräfte auf ein konkretes Projekt kann dauerhaft und nachhaltig etwas erreicht werden. „Betrachtet man den gesamten Konzern, haben wir weltweit der SOS-Organisation schon mit 200.000 Euro unter die Arme gegriffen“, weiß Caroline Leitzgen. Auch in Frankreich hat man dahingehend bereits gute Erfahrungen gemacht. „Seit 2009 konnten in mehreren SOS Villages d‘Enfants beispielsweise Spielzimmer, ein Schulsaal und diverse Renovierungen verwirklicht werden“, bestätigt Leitzgen. Auf einen solchen Erfolg für die Kinder hofft SCHMIDT nun auch in Deutschland. www.schmidt-kuechen.de Text und Foto: Blum PR-Agentur & Redaktionsbüro

21.03.2014


Elektror-Azubis unterstützen krebskranke Kinder

Scheckübergabe an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. mit A. Sacher und K. Wezel (Auszubildende), R. Lindinger (Personalleiterin), C. Blum (Personalreferentin), J. Dietrich (Auszubildende) und C. Hoffmann (Stv. Vorsitzende des Förderverein) Scheckübergabe an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. mit A. Sacher und K. Wezel (Auszubildende), R. Lindinger (Personalleiterin), C. Blum (Personalreferentin), J. Dietrich (Auszubildende) und C. Hoffmann (Stv. Vorsitzende des Förderverein)

Bereits zum dritten Mal sammelten die Auszubildenden für den Förderverein für krebskranke Kinder

Waghäusel- Wie schon die Jahre zuvor sammelten die Auszubildenden der Elektror airsystems gmbh auch bei der Weihnachtsfeier 2013 wieder fleißig Spendengelder im Rahmen der alljährlichen Tombola. Die Erlöse dieser Tombola, an der alle Mitarbeiter des Ostfilderner Standortes teilnehmen, werden stets vollständig einem guten Zweck zugeführt. Hierbei obliegt es den kaufmännischen Auszubildenden zu entscheiden, wofür die Gelder gespendet werden. Im Januar 2012 fiel diese Entscheidung zum ersten Mal auf den Förderverein für krebskranke Kinder. Eine Entscheidung, die sowohl Azubis als auch Unternehmensführung bis heute für goldrichtig halten. Daher gingen die Spenden 2013 und 2014 jeweils in Höhe von 750,- Euro ebenfalls an den Förderverein.

Scheckübergabe und Klinikbesuch 2014

Frau Hoffmann, die stellvertretende Vorsitzende des „Fördervereins für krebskranke Kinder e.V.“ empfing am Vormittag des 31. Januar 2014 eine kleine Elektror-Delegation, bestehend aus drei Auszubildenden, Personalleitung und Personalreferentin zur Scheckübergabe in der Kinderklinik Tübingen.

Nach dem formalen Teil gab es einen gemeinsamen, kurzen Einblick in die Behandlungsstationen. Vor allem die Auszubildenden waren überrascht, wie bunt und lebendig die Klinik von innen wirkt. Spielräume für die Kinder und eine offene, freundliche Atmosphäre ließen die Besucher fast vergessen, dass sie sich in einem Krankenhaus befanden. Die kleinen Patienten, denen die Strapazen der Behandlungen teilweise deutlich anzusehen waren, holten die Jugendlichen jedoch schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.

„Ein sehr emotionaler Aufenthalt, der uns in den kommenden Jahren weiter anspornen wird, noch höhere Spendenbeträge zu erzielen“, so die Auszubildende Kim Wezel nach der Rückkehr ins Unternehmen.

Der „Förderverein für krebskranke Kinder e.V.“

Der Förderverein hat sich zur Aufgabe gemacht betroffene Kinder, Eltern und Geschwisterkinder während des Krankenhausaufenthaltes zu unterstützen und zu betreuen. Im Vordergrund steht hierbei die räumliche Entfernung zwischen Eltern und Kind in dieser schwierigen Zeit zu minimieren und ein „vorübergehendes Zuhause“ zu schaffen. Speziell aus diesem Grund nehmen auch viele ausländische krebskranke Kinder und ihre Eltern das Angebot gerne wahr.

Zusätzlich unterstützt der Verein die Tübinger Klinik personell sowie finanziell und betreut die Familien auch nach Ende der klinischen Behandlungen.

Text und Foto: Elektror airsystems gmbh

Über die Elektror airsystems gmbh

Elektror ist einer der international führenden Hersteller auf dem Gebiet der Radialventilatoren, Axialventilatoren und Seitenkanalverdichter. Die verwendeten Werkstoffe Aluminiumguss, Stahl und Edelstahl sowie der sehr breite Leistungsbereich ermöglichen den Einsatz von Elektror-Produkten in zahlreichen industriellen lufttechnischen Prozessen. Kundenindividuelle Lösungen und kompetente Beratung stellen hierbei eine der Kernkompetenzen von Elektror dar.

Das Unternehmen verbindet Produktinnovationen, Produktqualität und kundenorientierte Dienstleistungen zukunftsweisend miteinander, und die Unternehmensphilosophie ist durch eine außergewöhnlich starke Kundenorientierung geprägt.

Elektror beschäftigt heute im Stammhaus in Ostfildern (Landkreis Esslingen), an zahlreichen internationalen Vertriebsstandorten sowie an den Produktionsstandorten Waghäusel (D) und Chorzów (PL) rund 250 Mitarbeiter.

Am Stammsitz Ostfildern sind die Geschäftsleitung sowie die Bereiche Vertrieb, Technik & Konstruktion, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Verwaltung, Marketing sowie die Leitung des Qualitäts- und Umweltmanagements angesiedelt.

Aufgrund der umfassenden Einsatzmöglichkeiten von Luft ist Elektror in nahezu allen Branchen der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes vertreten. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in folgenden Branchen: Absaugungs-, Trocknungstechnik, Nahrungs-/Genussmittelindustrie, Kälte-/Klima-/Wärme- und Wassertechnik, Umwelttechnik, Fördertechnik, Textilindustrie, Verpackungstechnik und Druckindustrie.

Durch die exakt aufeinander abgestimmten Prozesse ist Elektror in der Lage, alle Standardprodukte innerhalb von 5 Tagen nach Auftragseingang auszuliefern. Kundenspezifische Ausprägungen werden innerhalb von 15 Tagen geliefert. Damit setzt Elektror Maßstäbe innerhalb seiner Branche.

Weitere Informationen unter www.elektror.de 

03.03.2014


Ausbildungsstart bei Elektror

Insgesamt 17 Azubis befinden sich derzeit in der Ausbildung bei Elektror – auch in diesem Jahr sind wieder vier hinzugekommen

Ostfildern/Waghäusel- Drei Industriemechaniker und eine Industriekauffrau starteten am 2. September in ihre berufliche Ausbildung bei der Elektror airsystems gmbh.

Etwa 100 Bewerbungen gingen beim Ventilatorenhersteller, der weltweit ca. 250 Mitarbeiter beschäftigt, für die Ausbildungsplätze 2013 ein.

Peter Schmitt, Ausbildungsleiter der gewerblichen Azubis am Standort Waghäusel, hatte in diesem Jahr das besondere Vergnügen die Auszubildenden in einer renovierten und neu ausgestatteten Lehrwerkstatt in Empfang zu nehmen. Mitte des Jahres wurde zudem in ein weiteres CNC-Bearbeitungszentrum investiert, welches ausschließlich zu Ausbildungszwecken genutzt wird. Die kaufmännische Ausbildung findet am Elektror-Stammsitz in Ostfildern statt, wo die 2008 neu erbauten Büroräume für ein angenehmes und offenes Arbeitsklima sorgen.

Inklusive der Neuzugänge in diesem Jahr absolvieren aktuell 17 Auszubildende (12 Industriemechaniker, 3 Industriekauffrauen, 2 Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik) und zwei Studenten der Dualen Hochschule (BWL und Maschinenbau) ihre Ausbildung bei dem württembergisch-badischen Unternehmen.

Text und Foto: Elektror airsystems gmbh

Bildunterschrift:

Oben: Die gewerblichen Auszubildenden in der Ausbildungswerkstatt am Standort Waghäusel

Unten: Die angehenden Elektror-Industriekauffrauen (v.li.) im dritten, ersten und zweiten Lehrjahr



Über die Elektror airsystems gmbh

Elektror ist einer der international führenden Hersteller auf dem Gebiet der Radialventilatoren, Axialventilatoren und Seitenkanalverdichter. Die verwendeten Werkstoffe Aluminiumguss, Stahl und Edelstahl sowie der sehr breite Leistungsbereich ermöglichen den Einsatz von Elektror-Produkten in zahlreichen industriellen lufttechnischen Prozessen. Kundenindividuelle Lösungen und kompetente Beratung stellen hierbei eine der Kernkompetenzen von Elektror dar.

Das Unternehmen verbindet Produktinnovationen, Produktqualität und kundenorientierte Dienstleistungen zukunftsweisend miteinander, und die Unternehmensphilosophie ist durch eine außergewöhnlich starke Kundenorientierung geprägt.

Elektror beschäftigt heute im Stammhaus in Ostfildern (Landkreis Esslingen), an zahlreichen internationalen Vertriebsstandorten sowie an den Produktionsstandorten Waghäusel (D) und Chorzów (PL) rund 250 Mitarbeiter.

Am Stammsitz Ostfildern sind die Geschäftsleitung sowie die Bereiche Vertrieb, Technik & Konstruktion, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Verwaltung, Marketing sowie die Leitung des Qualitäts- und Umweltmanagements angesiedelt.

Aufgrund der umfassenden Einsatzmöglichkeiten von Luft ist Elektror in nahezu allen Branchen der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes vertreten. Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in folgenden Branchen: Absaugungs-, Trocknungstechnik, Nahrungs-/Genussmittelindustrie, Kälte-/Klima-/Wärme- und Wassertechnik, Umwelttechnik, Fördertechnik, Textilindustrie, Verpackungstechnik und Druckindustrie.

Durch die exakt aufeinander abgestimmten Prozesse ist Elektror in der Lage, alle Standardprodukte innerhalb von 5 Tagen nach Auftragseingang auszuliefern. Kundenspezifische Ausprägungen werden innerhalb von 15 Tagen geliefert. Damit setzt Elektror Maßstäbe innerhalb seiner Branche.

Weitere Informationen unter www.elektror.de

15.11.2013


Durchschlag des Tunnels unter dem Branich

Staatssekretärin Splett: „Wichtiger Meilenstein bei der Realisierung der Ortsumgehung Schriesheim.“

Schriesheim- "Wir freuen uns mit den Mineuren, dass der Branichtunnel ohne schwere Unfälle und termingerecht aufgefahren werden konnte. Damit sind wir unserem Ziel, die Ortsumgehung Schriesheim fertigzustellen, einen bedeutenden Schritt näher gekommen“, so Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, heute (01. August 2013), anlässlich des Tunneldurchschlags.

Mit Gesamtkosten von rund 85 Millionen Euro ist die Ortsumgehung Schriesheim die größte und teuerste derzeit laufende Straßenbaumaßnahme des Landes Baden-Württemberg. Allein der Bau des Branichtunnels kostet rund 58 Millionen Euro. Die Landesstraße 536 ist eine stark frequentierte Hauptverbindung zwischen Rheintal und Odenwald. Sie sorgt für eine erhebliche Verkehrsbelastung mit einem hohen Anteil an Durchgangsverkehr. Momentan gefährden sehr enge Fahrstreifen und schmale Gehwege in der Ortsdurchfahrt Schriesheim die Sicherheit der VerkehrsteilnehmerInnen.

Seit dem feierlichen Spatenstich im November 2008 hat das Land mehr als 40 Millionen Euro investiert. Damit wurde bereits ein Großteil der 3,3 km langen Ortsdurchfahrt fertiggestellt. Schlüsselbauwerk der Ortumfahrung ist der 1,8 km lange Tunnel durch den Branich. Dieser wurde in eineinhalb-jähriger Bauzeit hergestellt, wobei ca. 400 m in offener Bauweise und rund 1.400 m in bergmännischer Bauweise im Sprengvortrieb aufgefahren wurden. Der nun anstehende Rohbau des Tunnels wird voraussichtlich bis Ende 2014 beendet sein. Anschließend ist die Ausstattung des Tunnels mit der Betriebstechnik vorgesehen, so dass bei einem weiterhin störungsfreien Bauablauf die Ortsumfahrung Schriesheim Anfang 2016 fertiggestellt sein könnte

Staatssekretärin Splett dankte allen, die diese Großmaßnahme begleiten, insbesondere den Mineuren und der Tunnelpatin Frau Birgit Ibach-Höfer für die Übernahme des wichtigen Amtes der irdischen Vertreterin der heiligen Babara, der Schutzpatronin der Bergleute und Mineure.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Presse; Foto: thomo

02.08.2013


Mit Wasserlabor und großer Sporthalle

family&kids@work“ übergibt das von der Dietmar-Hopp-Stiftung finanzierte „Haus der kleinen Hände“ auf dem SAP-Campus in Walldorf

Von Gerhard Cantzler

Walldorf- Es ist schon eine ganz besondere Kindertagesstätte, die der SAP-Gründer und vielseitig engagierte Mäzen Dietmar Hopp jetzt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines früheren Unternehmens und Walldorf, der Stadt seiner unvergleichlichen beruflichen Erfolge, über die von ihm gegründete Stiftung zum Geschenk machte: 2.400 qm Nutzfläche, 13.000 cbm umbauten Raum und 5,7 Mio Euro Herstellungskosten - mit einem die Phantasie und Neugierde an den Abläufen der Natur anregenden Wasserlabor und einer 180 qm großen – vor allem aber auch hohen – Sporthalle ausgestattet, übertrifft diese KiTa wohl alle Erwartungen, die Eltern und Kinder sonst an eine solche Einrichtung haben können und die so garnicht an das erinnert, was Ältere – auch der großzügige Spender der Einrichtung selbst - mit einer „Kinderschule“ früherer Zeiten verbindet.

Dietmar Hopp hat erkannt, auf was es in unserer Gesellschaft zukünftig ankommt und er handelt danach: Die Förderung von Kindern – ihnen den Weg in ein erfülltes Leben zu ebnen - das ist nur eines seiner beispielgebenden und zur Nachahmung anregenden Anliegen. Das dokumentiert er unter vielem anderem mit seinem Projekt „Anpfiff ins Leben“, das Fußball wieder zu dem machen will, was es eigentlich sein soll – „die schönste Nebensache der Welt“ und ein Breitensport – und das beweist Hopp auch mit den Modell- Kindertagesstätten „Haus der kleinen Füße“ in St. Leon-Rot – bereits 2011 in Dienst gestellt - und eben jetzt ganz neu – mit dem „Haus der kleinen Hände“ in Walldorf inmitten des riesigen SAP-Campus.

Dem entsprechend war dann auch die Zahl der dankbaren Gäste – große wie kleine - bei der Einweihungsfeier in Walldorf riesig; sie drängten sich frohgemut in dem weitläufigen Gebäude, das sich - rechtzeitig nach den tristen Regentagen zuletzt - endlich wieder hell und von strahlendem Sonnenlicht durchflutet präsentierte.

Das „Haus der kleinen Hände“ ist nun schon die zweite Einrichtung, die von der gemeinnützigen Unternehmensgesellschaft „family&kids@work“ UG betrieben wird. Das „Haus der kleinen Füße“ in St. Leon-Rot wurde bereits 2011 eröffnet und bietet – wie zukünftig die neue KiTa in ihrer Endausbaustufe - ebenfalls 105 Betreuungsplätze für Kinder zwischen drei Monaten und 6 Jahren. Von den dort insgesamt geplanten neun Gruppen haben inzwischen bereits acht ihre Arbeit aufgenommen. Der bundesweite Mangel an qualifizierten Fachkräften hat aber auch hier seine Spuren hinterlassen. Die neunte Gruppe konnte daher in St. Leon-Rot bisher noch nicht eröffnet werden.

Naturwissenschaften und Bewegung – Sprachförderung und Lesekompetenz – Musizieren und Integraton sowie gesunde Ernährung, das seien nur einige der unzähligen Bereiche, in denen Kinder heute von früh auf gezielt gefördert werden müssten. Das forderte der großherzige Sponsor der beiden KiTas, Dietmar Hopp, in einer programmatischen Ansprache, in der er dazu aufrief, Kinder stärker auf den zentralen Bildungsfeldern Bewegung, Denken, Sprache und soziale Kompetenz zu fördern. Um hierbei die Erzieherinnen der beiden KiTas zu unterstützen, habe man schon frühzeitig eine Entwicklungspsychologin des Heidelberger Instituts für Sport und Sportwissenschaften hinzugezogen.

Mit Dank an viele, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben – an Prof. Dr. Klaus Roth, dessen Heidelberger Institut entscheidend an der Erarbeitung des pädagogischen Konzepts für die KiTas beteiligt war - an das Walldorfer Architekturbüro Vorfelder für die ausgefallene Architektur - an die Walldorfer Bürgermeisterin Christiane Staab - an die Leiterin der Organisation family&kids@work“, Nathalie Boulay – an die SAP Walldorf, die inmitten ihres hochmodernen Campus das Grundstück für die KiTa zur Verfügung stellte und – last but not least – an Anton Nagl von „Anstoss fürs Leben“ AiL für seine wertvollen Beiträge zu dem Vorhaben. Ein Foto – vor gerade einmal 15 Monaten beim 1. Spatenstich für das Projekt aufgenommen – soll nun an diesen denkwürdigen Tag der Einweihung erinnern.

Einen schwergewichtigen, symbolischen Schlüssel hatte Architekt Martin Vorfelder zu diesem Anlass mitgebracht, den er der „Bauherrschaft“ in Person von Nathalie Boulay vom Projektträger family&kids@work.überreichte. Vorfelder ließ die Stationen dieser Baumaßnahme Revue passieren und nannte noch einmal die Eckdaten dieses so wichtigen Neubaus.

„Wir freuen uns sehr, dass die Kinder hier eine so großzügige, helle Einrichtung und ein weitläufiges Außengelände vorfinden, in dem ihrem Bewegungsdrang keine Grenzen gesetzt sind“, so Nathalie Boulay. „Besonders in unseren Werkstatträumen, dem Wasserlabor, der Turnhalle wie auch in der Kinderküche können die Kinder unter Anleitung, aber auch nach Lust und Laune selbständig, ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, ausprobieren und Neues hinzulernen“. Ein ausgewogenes Ernährungskonzept trage darüber hinaus dazu bei, dass die Kinder im „Haus der kleinen Hände“ gesund und fit heranwachsen könnten.

In mehreren Talkrunden unter der Leitung der 13jährigen, höchst „taffen“ Heidelberger Moderatorin Paula kamen dann neben Dietmar Hopp u.a. auch die Walldorfer Bürgermeisterin Christiane Staab, der Arbeitsdirektor der SAP, Werner Brandt und Nathalie Boulay von family&kids@work , zu Wort.

Bürgermeisterin Staab freute sich dabei ganz besonders über die Ausweitung des örtlichen Kinderbetreuungsangebots: „Das ‚Haus der kleinen Hände‘ ist ein weiterer wichtiger Baustein für die umfassende und kompetente Betreuung von Kindern in Walldorf“, betonte sie. Für die noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei der Standort auf dem SAP-Campus geradezu ideal. Eltern, die hier arbeiteten, hätten ihre Kinder in unmittelbarer Nähe und wüssten sie hier in diesem Haus bestens aufgehoben. „Mit family&kids@work haben wir zudem in Walldorf nun auch noch einen neuen Träger mit eigenem Profil, der zur Vielfalt unserer Kindertagesstätten beiträgt“, so die Bürgermeisterin.

Arbeitsdirektor Werner Brandt, zugleich auch Finanzvorstand der SAP, begrüßte die vielfältigen Fördermöglichkeiten, die in der neuen KiTA auf die Kinder warteten. Aber auch darüber hinaus biete die SAP ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die weltweit jährlich rund 1.000 Kinder „bekämen“, zahlreiche familienfördende Einrichtungen an, u.a. Wickelzimmer und „Notfallbüros“ in dem Unternehmen zur Versorgung von Kindern. „Wir hoffen, dass viele von diesen hier betreuten Kindern nach Schule und Ausbildung vielleicht wieder hierher zu uns zurückkehren“.

Wie Nathalie Boulay berichtete, seien derzeit in dem noch im Aufbau befindlichen „Haus der kleinen Hände“ zur Betreuung der ersten Kindergruppe vier Erzieherinnen beschäftigt – in der Endausbausstufe sollen es mit allen Spezialkräften rund fünfzig sein – auch hier also optimale Bedingungen.

Mit einem ganz besonderen Geschenk – einer aus Edelstahlblech ausgeformten kleinen Kinderhand – bedankten sich die Verantwortlichen von family&kids@work bei allen, die ihnen „auf dem Weg zur Realisierung eines Traumes“, so Nathalie Boulay, zur Seite gestanden hätten - besonders noch einmal bei dem großzügigen Mäzen dieses Projektes, Dietmar Hopp, der dem „Haus der kleinen Hände“ den Wunsch mit auf den Weg gab, es möge sich als eine Einrichtung bewähren, „die keine Kinderschule sein will, wie ich selbst sie erlebt habe“. Die Anwesenden – Erwachsene wir Kinder - hörten es mit Wohlgefallen – die Kinder, die den Festakt mit anrührenden Liedern und Tänzen umrahmten, waren übrigens „Leihkinder“ und kamen vom „Haus der kleinen Füße“ in St. Leon-Rot, weil die eigentlichen Nutzer des neuen Walldaorfer Hauses mit sechs bis zwölf Monaten für solche Festlichkeiten halt wohl doch noch zu jung waren.

Fazit des Redakteurs: Ach, wenn doch alle Kinderbetreuungsstätten im Lande einen solch großzügigen Mäzen und weitsichtigen Förderer hätten wie diese beiden Häuser „mit Hand und Fuß“ in St.Leon-Rot und jetzt in Walldorf - dann müsste uns um die Zukunft unserer nachwachsenden Generationen nicht bange sein. Foto: gc

01.07.2013


Umland Baden

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlichen Dank, dass Sie den SPEYER-KURIER besuchen. Wir haben den SPEYER-KURIER, (Kurpfälzer Allgemeine Zeitung) kurzfristig aus der Taufe gehoben.

Unser Journalistenteam ist unterwegs, um Sie mit aktuellen Nachrichten zu versorgen. Leider können wir nicht überall zur gleichen Zeit sein.

Deshalb ist auf der von Ihnen gewählte Seite noch kein Inhalt vorhanden. Dies wird sich aber kurzfristig ändern.

Der SPEYER-KURIER versteht sich als Mit-Mach-Zeitung.

Deshalb: Wenn Sie sich für die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrem Verein, Ihrer Interessensgemeinschaft oder Partei engagieren und Berichte oder Termine für eine interessierte Leserschaft im SPEYER-KURIER veröffentlichen möchten, dann schreiben Sie an: redaktion@speyer-kurier.de 

Wir setzen uns auch gerne mit Ihnen in Verbindung.

Sollten Sie selbst Interesse an einer Mitarbeit beim SPEYER-KURIER haben, senden Sie bitte eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an:

p.mueller@speyer-kurier.de

Vielen Dank für Ihr Verständnis und/oder Ihre Mitarbeit.

Ihr

SPEYER-KURIER

23.03.2011


Historie: Oberhausen-Rheinhausen

Die früheste bekannte Erwähnung der einst selbstständigen Orte datiert ins Jahr 1256. Genannt werden zwei "husen" an der Furt. Gemeint ist mit Furt ein Rheinübergang zwischen Rheinhausen und Speyer, den es nicht mehr gibt. Im 14. Jahrhundert kamen beiden Hausen in den Besitz des Bistums Speyer und verblieben unter fürstbischöflicher Herrschaft bis 1803. Dann wurden Rheinhausen und Oberhausen dem Großherzogtum Baden übereignet. Kaiser Maximilian I. hatte anno 1490 eine glorreiche Idee in die Tat umgesetzt: eine ständige Postverbindung zwischen Innsbruck und Mechelen. Bei Rheinhausen nutzten die Postkutschen und Postreiter die Fähre nach Speyer. Anno 1495 wird Rheinhausen als feste Poststation genannt. Diese Station blieb bis 1803 erhalten. 1975 wird Rheinhausen in Oberhausen eingemeindet und gleichzeitig die Gemeinde in Oberhausen-Rheinhausen umbenannt. -bb- Weitere Informationen: www.oberhausen-rheinhausen.de

23.03.2011


Historie: Oftersheim

Im Lorscher Codex ist Oftershein zwar genannt, jedoch ohne Jahresangabe. Anstelle einer Jahreszahl heißt es "15. Pipp. reg." Heimatkundler und Wissenschaftler haben inzwischen die Jahre 766 und 767 errechnet, denn der Hinweis bedeutet, dass der Ortsname - damals Offtresheim - im 15. Jahr der Regierung des Königs Pippin im Codex eingetragen wurde. Die Schreibweise Oftersheim findet sich erstmals im Jahr 1350. Das Dorf hatte Rechte im Königsforst "Schwetzinger Hardt". Für das ehemalige Schwetzinger Wasserschloss und beim Bau des heutigen Schwetzinger Schlosses und der Gartenanlage mussten die Oftersheimer Frondienste leisten. Im 11. Jahrhundert kam der Ort an den Bischof von Speyer, über die Schenken von Wersau an die Pfalzgrafen bei Rhein. Schwere Zerstörungen musste die Gemeinde im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg hinnehmen. 1803 kam Oftersheim zum Großherzogtum Baden. -bb- Weitere Informationen: www.oftersheim.de

23.03.2011


Historie: Altlussheim

Losse, Lossem, Lussem, Luzheim - das sind uralte Schreibweisen für Lußheim, das spätere Altlußheim. Eine der frühen Schreibweisen war Namensgeber des Guggemusikvereins "Altlossema Rhoigeischda". Man erkennt, der Dialekt hat "Lossem" bis heute bewahrt. Möglich, dass der Namensteil "Luß" vom alten Wort "lus" stammt, das Riet, Sumpf bedeutet, oder vom alten Wort "luße" abgeleitet ist, das für Fischwasser steht. Beide Erklärungen erscheinen aufgrund der Lage am Rhein logisch. Urkundlich wird Lußheim erstmals anno 946 erwähnt. Damals überließ Herzog Konrad der Rote, Urgroßvater Kaiser Konrads II., Ortsrechte dem Speyerer Bischof Reginbald I. Im Verlauf seiner Geschichte gehörte Lußheim dem Kloster Maulbronn, dem Hochstift Speyer, der Kurpfalz und dem Großherzogtum Baden. Im Krieg zwischen Pfalzgraf Friedrich und Herzog Ulrich von Württemberg (15. Jh.), im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) und im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) wurde Lußheim zerstört. Für Baumaßnahmen am Speyerer Dom musste die örtliche Ziegelei im Jahr 1724 etwa 200.000 Backsteine liefern. Sehr wichtig war durch die Jahrhunderte die Lußheimer Fähre, das Dorf mit Speyer verbunden hat. Im 18. Jahrhundert florierte der Handel mit Tabak, Holz und Backsteinen. Im Jahr 1821 machte sich die Siedlung Neulußheim (gegründet 1711) selbstständig. Um Verwechslungen zu vermeiden, folgte die Umbenennung von Lußheim in Altlußheim. -bb- Weitere Informationen: http://www.altlussheim.de/

14.02.2011


Historie: Ketsch

Heuer feiern die Ketscher ihr 60. Backfischfest, ein Volksfest, das, wie das Spey'rer Brezelfest, weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Dieses Fest gehört zu den herausragenden Ereignissen des geselligen Lebens in der Region. Ketsch wird um 1150 erstmals genannt. Der Ort gehörte früher den Speyerer Bischöfen. Anno 1329 und 1529 wurden viele Ketscher von einer Seuche dahingerafft. Wahrscheinlich gab es urpsünglich einzelne Höfe, die erst in der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer Dorfgemeinschaft zusammen gewachsen sind. Ein Schauspiel erinnert an den Ketscher Schultheiß Enderle, der gemäß einer volkstümlichen Überlieferung gegenüber dem Pfalzgrafen und Kurfürsten Ottheinrich mit Erfolg die Rechte der Bauern und Schadenersatz hinsichtlich der Verwüstungen von Feldern durch herrschaftliche Jagden gefordert hat. Im 17. Jahrhundert wurde Ketsch im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Anno 1803 kam Ketsch zum Großherzogtum Baden. -bb- Weitere Informationen: www.ketsch.de

18.04.2011


Historie: Reilingen

Im Vergleich mit den meisten Gemeinden in der Region wird Reilingen urkundlich ziemlich spät genannt. Die älteste bekannte Urkunde, die den Ort "villa reitling" erwähnt, ist mit dem Jahr 1286 datiert. Anno 1287 wird der Ortsname Rodelingen geschrieben. Die nahe gelegene Burg Wersau findet ihre erste Erwähnung 1236; Reilingen gehörte zur Herrschaft Wersau. Das Hochstift Speyer verpfändet eines Tages die Burg, Reilingen und Hockenheim an Pfalzgraf Ludwig II. Während der Mainzer Stiftsfehde gelangt Reilingen endgültig zur Kurpfalz. Im Jahr 1689 wird Reilingen zerstört (Pfälzischer Erbfolgekrieg). 1803 kommt das Dorf zum Großherzogtum Baden. Im Jahr 1978 wird ein sensationeller Fund geborgen, ein menschliches Schädelfragment, das auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird. Es gehörte einem Homo Erectus, Vorfahre des heutigen Menschen. -bb- Weitere Informationen: http://www.reilingen.de/

14.02.2011